Posts by Ferdi

    Guten Morgen JR

    Bei der Landung in Kopenhagen wurden die Verwundeten in einer großen Lagerhalle (war auf dem Fussboden mit Stroh und Zeltplanen ausgestattet) untergebracht. Erst 1 oder 2 Tage später erfolgte ein Abtransport mit einem Eisenbahnzug, der uns in 3 Tagen nach Sylkeborg brachte. Erst im dortigen Lazarett wurde ich registriert. Dieser Abtransport aus Kopenhagen war am 1. oder 2. Mai, denn am 30.4. hörten wir noch in der Halle im Rundfund vom "Heldentod des Gröfaz"

    Gruß Ferdi

    Hallo Freunde,

    ich wurde am 20.04 1945 vor Pillau verwundet und verließ das Lazarett in der Festung Pillau am 23.04 und kam nach Übersetzten nach Neutief in das Feldlazarett (Kahlberg). Am 26.4. mit Kampffähre von dort nach Hela und wurde sofort auf das Schiff "Weserberg" verladen und kam mit diesem nach Kopenhagen. An keiner Stelle wurde ich registriert. Sowohl auf den Kampffären der Kriegsmarine, die nachts an der Küste der Nehrung Verwundete, auch noch Zivilisten wahllos aufnahmen sowie bei der Verladung auf die Schiffe oder dort erfolgte keine Registrierung. Es ging in den letzten Tagen sowohl in Pillau als auch in Hela darum, möglichst viele Menschen vor dem Zugriff der Russen zu retten. Da blieb keine Zeit und da dachte auch Niemand daram, Registrierungen oder Listen anzulegen. Von der "Weserberg" und dieser Fahrt gibt es einen Bericht des Kapitäns, die dieser an die Forschungsstelle Ostsee in den 60er Jahren gefertigt hat.

    Herzliche Grüße Ferdi

    Hallo Freunde,

    an der Front wurde nicht danach gefragt, welche Waffe man gerade hat. Ich hatte z.B. laufend andere Pistolen oder Waffen wie Walter PPK, O8, Karab.98 (mit 5 Schuss-Magazin), russ. MP. u.a. Bei meinem letzten Heimaturlaub Nov. 1944 habe ich meine Pistole meinem Vater gelassen, da unser Wohnort im Westen Kampfgebiet und mein Vater zum Volkssturm eingezogen wurde.

    Sehr oft ging an der Front bei dem Hin- und her die Waffe verloren oder musste beim "rennen in letzter Minute" zurückgelassen werden.

    Gruß Ferdi

    Hallo Freunde, die in Klammern ungelösten Worte, sind Abkürzungen. "dann erkunden wir"

    nach Zeit haben, Abk. "rücken" weiter nach Westen vor.

    Gruß

    Ferdi

    Hallo Ludwig,
    vielen Dank für Deine Ergänzung. Dies war mir nicht bekannt. Ich vermute, dass der in Rede stehende Kriegskamerad evtl. bei den Engländern in irgendeinem Dienst stand, weil er erst 1947 entlassen wurde. Ein Freund von mir (SS-Mann) war in der engl. Zone als Kraftfahrer im Dienst bei den Engländern. Für den habe ich 1947 eine Dringlichkeitsbescheinigung (ich war Beamter des Arbeitsamtes) ausgestellt, worauf er tatsächlich entlassen wurde. Er hatte auch einen ähnlichen Entlassungsschein. Leider ist er schon länger tot und keine Unterlage von ihm mehr vorhanden.
    Schönen Sonntagsgruß
    Ferdi

    Hallo Freunde
    In Schleswig Holstein gab es kein einzlnes Camp, sondern alle Soldaten (auch die aus Dänemark und Norwegen) wurden in den einhzelnen Ortschaften, Bauernhöfen und sonstigen Unterkünften unter gebracht. Die Deutsche Heeresdieststrafordnung blieb in Kraft. Die Engländer überliesen die Befehlsgewalt über die Soldaten den Deutschen. So wurde ich in Volsemenhusen mit 50 anderen noch nicht ganz geheilten Verwundeten auf einem Bauernhof in der Remiese bzw. dem über Sommer leeren Kuhstall untergebracht. Es wurde neue Kompanien gebildet. Ich hatte dort einen Freund von der Marine kennen gelernt, die auch auf einem Bauernhof untergebracht waren. Die hatten noch von ihrem Schiff allerhand Lebensmittel, so dass sie geregelte Kalt- und Warmverpflegung hatten. Bei denen gab es auch noch täglichen Apell, sogen. Putz.-- und Flickstunde. Einige erhielten im Juni noch 3 Tage Bau, weil sie sich unerlaubt entfernt hatten.
    Bei unserem Haufen, hatte sich ein Kamerad aus einem ehem. Strafbatl. auf die Socklen gemacht und wollte bei Burg über den Kanal. Den brachten 2 Tage später die Engländer mit Jeep und befahlen, ihm 3 Tage einzusperren.
    Es ist also müßig nach einem Gefangenenlager zu suchen.
    Herzliche Grüße Ferdi

    Guten Morgen Kellerhase
    Ein Großteil der 170 Inf.Div. konnte noch vor dem 08.05.1945 von Hela mit Schiffen gerettet und nach Schleswieg Holstein gebracht werden. Über die "Gefangenschft in Schleswig Holstein" kannst Du hier im Forum aus vielen Beiträgen mehr erfahren.
    Gruß Ferdi

    Hallo Jochen
    "Von unserer letzten Feuerstellung aus fotografiert. Im Hindergrund der Lagerschuppen, in dem wir hausten.
    Dahnter im Hintergrund das fleckige Stuckwerk war unsere B-Stellung------ von hier bis Schlüsselburg sind 11 Km"
    Gruß Ferdi

    Hallo Christian und Josef
    Die Bilder sind das Erholungsheim der 170 Inf.Div. in Hungerburg. Man erreichte es mit der Bahn bis Toila. Nach meiner Entlassung Anfang
    Juli 1944 aus diesem Erholungsheim wurden wir mit Pkw nach Toila zum Bahnhof gebracht, um von dort wieder südwärts in unsere Stellung im Sumpfgebiet nördlich des Peipus-Sees zu fahren. Der auf dem Bahnhof Toila stationierte deutsche Leitoffizier erklärte uns, dass die Div. nach Reval verladen wurde um nach Finnland transportiert zu werden. Wir erhielten Marschbefehl nach Reval. Der Transport unserer Div. nch Finnland ist wahrscheinlich in letzter Minute durch den Beginn der russ. Offensive im Mittelabschnit geändert und in Richtung Minsk
    umgeleitet worden. Das ursprüngliche Ziel Finnland, geht auch aus dem Kriegstagebuch Arm.Abt.Narwa Ende Juni hervor, wo die eingeschifften Einheiten aufgeführt sind.
    Herzliche Grüße und ein frohes Osterfest
    Ferdi

    Hallo Joseph
    Es freut mich, dass Du ein Bild von Deinem Onkel gefunden hast. Bei Leningrad waren von der 170 ID nur die zwei Btl. I/399 und II/391 unserem Rgt. 19 (L) unterstellt.
    Erst In der Narwastellung und nach Auflösung der 10. Lw. Feld-Div. kam ich zum Gren.Rgt. 401 der 170 Inf. Div. Die Stellung der 170 Inf.Div. bei Leningrad ist mir nicht bekannt.
    Das 170 Füs. Btl. muss nach Wilna wieder aufgestellt bzw. aufgefüllt worden sein, denn im Raum Suwalki und später bei Merunen war ich wiederholt als Funker zu diesem Füs. Btl. geschickt worden. So auch Anfang November 1944, denn der zurückgekommene Brief an meinen gefl Bruder (im Buch seite 122) trägt den Vermerk
    "Füs.Btl.170 - Reg.Funker 401".
    Herzliche Grüße Ferdinand

    Hallo Herbert,
    Das III/391 der 170. Inf.Div. war seit Dezember 1943 dem 19. Jg.Rgt (L) der 10. Lw. Felddiv. unterstellt und bei Gostilizy eingesetzt. Ich war Funker beim Rgts.Stab 19. Jg. Rgt. und habe den Angriff am 14.01.1944 miterlebt. Die Reste der beiden Inf.Batl 391 und 199, die sich auf dem Btl. Gef.Stand eingeiegelt hatten und überrollt wurden, sind dann 2 Tage später aus der russ. Umklammerung mit Hilfe der Artillerie bis Koscheritzy heruasgeschossen worden Ich habe noch die Stellungskarte
    des 19. Jg.Rgts. bei Gostilizy, auf der alle Gefechtssände eingezeichnet sind. Gib mir bitte per PN Deine E-Mail bekannt, damit ich Dir eine Kopie übermitteln kann.
    Herzlichen Grus Ferdi

    Lieber Freund Josef,
    ich habe mit grossen Interesse Deine Ausführungen zu den spontanen Begegnungen mit dem "Feind" und auch Deine Begründungen und Empfindungen
    zu den Reaktionen gelesen. Es mag zutreffen, dass man solche Situationen so nachträglich l interpretiert und betrachtet, aber ob der oder die Akteure so handelten, muss man infrage stellen. Ein persönliches Erlebnis als Soldat in den letzten Tagen in Ospreussen passt genau zu den geschilderten Situationen.
    Nach einem Stellungswechsel lag ich in der Nacht als Funker im Keller eines Gutshauses bei einem BTl.Stab. Es waren dort viele Kameraden, die erschöpft und abgekämpt schliefen, als plötzlich ein mörderisches Feuer aus Mg´s und Maschinenpistolen auf das Haus einsetzte und Panzer im Hof auffuhren und losballerten.
    Alles stürmte aus dem Keller in die oberen Zimmer und rannte aus dem Haus. Ich sah nur noch, wie die rennenden Kameraden umfielen Mein Funkkamerad, der sich im Keller eine Panzerfaust ergriffen hatte, rannte impulsiv weg von der Hofseite in die entgegensgesetzten Zimmer um evtl. aus einem Fenster herauszukommen. Ich mit meimen Funkgerät auf dem Rücken hinterher. Als wir in ein rückwärtiges Zimmer kamen, von dem eine Tür nach außen führte, erschien plötzlich ein Russe mit Mp in der Tür. Mein Funkkamerad mit der Panzerfaust unter dem Arm drückte reflexartig auf den Abzug. Ein Feuerball, Riesenloch und durch eine Staubwolke rannten wir bis zum Waldrand. Erst da kam mir zum Bewustsein, wie und was passiert war. Ich will damit nur sagen, dass es Situationen gibt, in denen ein überlegtes oder logisches Handel ausgeschlossen ist .
    Dieses Erlebnis fiel mir beim Lesen Deines Beitrages ein und ich bitte um Nachsicht, diese für mich traurige Geschichte an einem friedlichen Weihnachtsabend
    gebracht zu haben
    Herzlichst Veteran Ferdi

    Hallo Franz
    Das RAD Lager lag im Wald zwischen Schwalbch und Elm, das damals die Nchbargemeinde von Schwalbach war und Heute zu Schwalbach gehört. Elm bestand damals aus den sogenannten Bachgemeinden Sprengen,Elm, Knausholz und Derlen . Die Grenze zwischen Schwalbach und Elm verlief unmittelbar hinter dem Lager auf einem schmalen Waldweg. Dieser Waldweg wurde 1944 zum Panzergraben in Handarbeit ausgehoben, der dann nach 1946 mit Schutt und Abraum wieder verfüllt wurde. Dieser Panzergraben kam aus der Gemarkung Elm und führte auf dem Grenzweg hinter dem Lagen nach dem Ortsteil Griesborn der Gemeinde Schwalbach. Das Gelände beim Lager (Wald) war in meiner Jugend unser ständiger Spielplatz.
    Ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr
    Ferdi

    Hallo Stefan,
    Es gab in Schwalbach und Griesborn nur ein RAD Lager, das im Laufe der Jahre verschiedene Nrn. hatte 6/323 (zu meiner RAD-Zeit 1941-42.) und auch 2/277.
    In Elm waren die Arbeitsmänner wahrscheinlich beim Schanzen oder beim Tarnen von Wetwallbunkern eingesetzt Sept. 1944 war die Zeit, wo Panzergraben und Laufgräben zu Bunkern gemacht wurden.
    Ich habe verschiedene Ansichten vom RAD Lager Schwalbach, wo diese Nrn. erwähnt werden. Leider habe ich Schwierigkeiten die Fotos hier einzustellen.
    Herzlichen Gruß Ferdi.

    Hallo Franz und Stefan
    In Elm gab es kein RAD Lager. Es gab nur das Lager in Schwalbach/Griesborn (bestand von 1936 - 1945) Es wurde 1945/46 abgerissen.
    Ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute im Neuen Jahr
    Ferdinand