Posts by Ferdi

    Hallo Freunde,

    als Soldat im 2. WKR. in Russland kann ich mich sehr gut an das "Schlafen" an der Front erinnern. Abgesehen dlavon, dass die Läuse mir immer einen Teil des Schlafes raubten, kenne ich den Schlaf auf blanker Erde, im Schnee oder wenn vorhanden auf einem Stück Holzbrett.

    Bei Narwa lagen wir beide Funker im Winter sehr oft in einem Schneeloch (löffelchensweise) wobei uns die dicken Winteranzüge eiigermassen vor Kälte schützten. Fast zur Tortur wurde durch die Körperwärme das Jucken der Läuse, die zum Kratzen und Bewegen veranlassten. Am Morglen war in der Regel eine Seite der Hose vom getauten Schnee nass, die dann durch die Kälte wieder gefror und es beim Gehens schepperte. Beim täglichen Rückzug im Mittelabschnitt, schliefen wir meistens auf blankem Boden, wo wir nach stundenlangem

    Nachtmarsch gerade waren. Unvergessen ist mir die erste Nacht auf der "Frischen Nehrung", wo ich nach der Rettung von Balga übergesetzt wurde und bei strömenden Regen in einer Art "Laubhütte" jämmerlich fror und mich wie ein Igel auf ein kurzen Stück Holzbrett an den aufgestellten Ofen legte und aus Verzweiflung und Schmerz weinte. Dies nur einige Beispiele, über Schlafen an der Front.

    Aus der Vorkriegszeit kenne ich auch als Pimpf bei der HJ das Übernachten auf Heu und Stroh zur Genüge, das uns damals viel Freude bereitet hat.

    Herzliche Grüße

    Ferdi

    Hallo Freunde,

    Ein Großteil der Beiträge zu diesem Thema, entspricht den Vorstellungen eines Nichtkriegsteilnehmers über das Geschehen an der Front.

    Den Soldaten an der Front ging es in erster LIni um das "Üblerleben". Ich habe im Winter 1944 kurz nach dem Großangriff am 14.01.1944

    vor Leningrad folgendes erlebt. Ich saß mit dem Btl.Kdr. in einem engen abdeckten Loch, wo das Tauwetter die Lehmwand glitschig machte und man sich kaum bewegen konnte. Um mich zu bewegen und die lahmen Beine wieder munter zu machen verließ ich das Loch und da stand neben mir ein junger Rekrut, der auf Posten stand. Er hatte eine Zeltplane übergeworfen, denn es regnete in Stömen. Da merkte ich, daß er bitterlich weinte und er jammerte mir vor: "Wenn meine Mama das wüsste, ich bekomme bestimmt eine Lungenentzündung" Ich tröstete ihn und sagte, ein Soldat bekommt noch nicht einmal ein Schnupfen.

    Im Februar 1944 hatte ich in dem Sumpfgebiet südlich Narwa an der Wade und den Füssen durch Kratzen wunde Stellen, die durch die Läuse mich immer wieder zum Kratzen veranlassten. Am Geburtstag von "Gröfaz" am 20.4.1944, bei dem unsere Ari und Do-Werfer zu kurz schossen und unser Angriffsbatl. nahezu auslöschte, schlepte ich mich mit meinem verwundeten Funkkameraden auf dem Rücken fast 2 Stunden durch das bauchhohe Wasser, zurück auf eine trockene Anhöhe, wo ich an einem offenen Feuer meine Füße mit den Stiefeln

    erwärmte und trocknete. Als es danach zurück ging, konnt ich vor Schmerz an den Fussknochen keinen Schritt tun. Mir wurden die Stiefel aufgeschnitten und ich lief fortan in Gummistiefel herum. Diese Wunden, man nannte es "Sumpffraß" sind erst nach meiner Heimkehr 1945 abgeheilt.

    In manchen Sitationen sehnte man sich färmlich nach einem "Heimatschuß" und habe dabei oft Verwundete strahlend erlebt, die sagten "Kamerad es geht heim zu Mutti".

    Dies sind nur einige Beispiele zu diesem Thema.

    Herzliche Grüße

    Ferdi

    Hallo Thomas,

    ich weis nicht, ob Du meine PN über die Zeit vom 26.2. gelesen hast. Nach den Kämpfen von Zinten (12.2. bis 15.2.) kämpfte das Rgt. 401 in Jäcknitz und danach in Gut Otten, dann Hermsdorf, wo die Front einige Tage gehalten wurde, weil der Russe wahrscheinlich Rserven heranschaffte. In Hermsdorf war ich beim Rgts.Stab und habe die zu uns kommenden Ersatzleute namentlich notiert und auch festgehalten zu welchen Btl. des Rgts. sie kamen. Mir ist noch sehr gut in Erinnerung, dass die Ersatzleue mich gefragt haben, wie stark abends unsere Kompagnien seien. Als ich ihnen antwortete so um die 10 Mann, erhielt ich immer zur Antsort. "Dann haben wir Morgen entweder einen Heimatschuss oder einen kalten Arsch". Als dann der russ. Großangriff begann und wir zum Rückzug gezwungen wurden kam ich nach dem 20.2. als Funker wieder zu einem Btl, soweit man noch von Btl. reden konnte, denn unsere Ausfälle waren zahlenmässig gross. In diesen Tagen, wo es ständig hin und her ging, sind viele Kameraden gefallen oder sie kamen einfach nicht mehr heraus. Ich habe in dieser Zeit viele Funkkameraden, die bei mir als 2. Mann waren, verloren. Sie waren beim "Laufen" einfach nicht mehr da, denn sie tauchten nicht mehr auf. Auch Verwundete konnten oft nicht geborgen werden, die dann zurück blieben und deren weiteres Schicksal nicht erfasst ist. Was der Russe in diessen Tagen mit Verwundeten deutschen Soldaten machte, dürfte zur Genüge bekannt sein. Als Beispiel sei erwähnt, dass Verwundete in Pillau vielfach als am 24.04 1945 von russ. Stellen verstorben registriert sind, wobei an diesem Tag Pillau von den Russen eingenommen wurde.

    Lieber Thomas, ich glaube, dass es kaum möglich sein wird, das genaue Schicksal der "Vermissten" aus dieser Zeit zu.klären

    Mit herzlichen Grüssen

    Ferdi

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    Hallo Thomas,

    Ich habe Deine PN erhalten und geantwortet, aber irgendwie ist meine Antwort blockiert und wahrscheinlich nicht bei Dir angekommen.

    Melde Dich bitte noch mal per PN, damit ich Dir meine E-Mail mitteilen kann. Ich kann Dir Einzelheiten zu unserem Einsatz im Februar März 1945 geben.

    Gruß

    Ferdi

    Guten Morgen Josef und Karl,

    mich betrübt es sehr, dass mein Kriegskamerad Hans L verstorben ist. Möge er in Frieden ruhen.

    Hans war Funker bei der 170. Inf. Division, die vor der Verlegung in den Mittelabschnitt südlich Narwa eingesetzt war. Als Funker beim Inf.Rgt. 401 hatte ich oft Funkverkehr mit der Division und sicherlich auch mit Hans. Er war ein Funker, wie sie üblich bei der Infanterie eingesetzt waren. Der Begriff "Tastfunker" ist mir nicht bekannt. Ich glaube nicht, dass bei der Funkstelle der Division "Enigma" eingesetzt war, denn sie war als streng geheime Schlüsselmaschine nur bei höheren 'Stäben eingesetzt. Ich selbt wurde bei der Luftwaffe als Funker ausgebildet wozu auch die Ausbildung an Enigma gehörte. Am 28.3.1945 kam ich im Morgengrauen in der Burgruine Balga zum Div.Kdr. und der Funkstelle der 170. Inf.Division. Mir ist noch gut in Erinnerung , dass der Div.Kdr. zu mir sagte: "da haben wir noch die letzte Funkstelle der Division, gehen sie an den Strand, denn gleich kommen die Boote" (mit der letzten Funkstelle meinte er mein auf dem Rücken getragenes Funkgerät) Auf dem Tisch stand nur das Div. Funkgerät an dem ein Funker noch gerade einen Spruch absetzte.

    Herzliche Grüße

    Ferdinand

    Hallo Stefan,

    Ich habe über den Krieg 1870 eine umfassende Darstellung eines Zeitzeugen, des Pastors von Schwalbach, in seiner handschriftlichen Chronik in altdeutscher Schrift vor einigen Jahren transkribiert. Der Text mit Bildern ist im Forum "Napoleon-Online.de" im Jahr 2009 veröffentlicht. Wegen der Größe sende ich Dir den Beitrag per Mail

    Gruß Ferdi

    Guten Morgen Thomas,

    wenn ich mich nicht irre, ist "Sevastopol" ein Freund von mir , der in Sevastopol wohnt und mit dem ich einen sehr regen und auch interessanten Schriftwechsel habe. Er und seine Freunde, u.a. aus Petersburg suchen mit Erfolg nach Gefallenen auf den ehem. Schlachtfeldern. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit der deutschen Kriegsgräberfürsorge. Mangels Kentnis der deutschen Sprache benutzt er den Translator im Internet. Daher auch seine Unkenntnis über die Forenregeln

    Sein Schriftwechsel ist untermeiner PN aufgeführt.

    Herzliche Grüße, nachträglich einen Guten Rutsch und bleib gesund

    Ferdi

    Hallo Freunde,

    Für Soldaten von der Ostfront war bis zu den Endkämpfen 1945 eine Entlausung zwingend. Hierfür waren an den Eisenbahnknotenpunkten bes. Entlausungsanstalten eingereichtet. Ich habe z.B. die Entlausungsanstalt Wirrballen (Einreisen aus dem Nordabschnitt) und Bialystok (Einreisen aus dem Mittelabschnitt) erlebt. Diese Anstaltend waren in der Regel mit sogen. Durchgangsstationen verbunden. Diese Durchgangsstationen waren räumlich getrennt nach Durchgangsstation Front-Heimat und "Durchgangsstation "Heimat - Front, wobei die Entlausung in der Durchgangsstation "Front - Heimat" war.Diese Durchgangsstation blieb mir eindringlich im Gedächtnis haften. Bei der Urlaubsrückkehr im Sommer 1944 in der Durchgangsstation "Heimat - Front" musste ich auf den Zug zur Weiterfahrt warten und döste ein. Als ich aufwachte, fehlte mein neben mir auf dem Rucksack liegender Karabiner 98 K, ein Malör, das mir damals große Kopfschmerzen auf der ganzen Weiterfahrt bereitete. Noch Heute bin ich sehr schuldbewusst, wenn ich an diesen Vorfall denke, denn nach Landsermanier habe ich mir vor meiner Ankunft eine Knarre "organisiert".

    Als die Front 1944 an die Deutsche Reichsgrenze kam, gab es von der Ostfront kaum noch Entlausungen. Im Okt. 1944 bekam ich aus der Stellung bei Treuburg 10 Tage Sonderurlaub. Auf der ganzen Strecke von dort über Berlin bis ins Saarland sass ich in dem eng- und vollbesetzten Zug und es quälten mich die Läuse. Das Erste zu Hause war das Auskochen aller meiner Klamotten im Waschkessel.

    Herzliche Grüsse und eine gute Woche

    Ferdi

    Hallo Freunde,

    die Ungezieferplage in Russland konnte uns fast zur Verzweifelung treiben. Neben den Läusen waren die Wanzen in den Bunkern oder Häusern sehr plagend. Als Schreiber hatte ich bei Leningrad täglich bis Morgens 3 Uhr geschrieben, bevor ich zu Bette kam. Wegen der Wanzen konnte ich nicht auf meine Pritsche, sondern mein Stuhl, dessen 4 Beine in Bledhdosen mit Wasser standen und auf den ich das 4eckige Brett der Verdunkelung legte, diente mir als Lager. Täglich ging ich mit einer Lötlampe auf Jagd, denn die Biester sassen in allen Ritzen und Löchern. Später als Funker in der HKL lagen wir oft in einem einfachen Loch, besonders im Winter und wegen der Kälte lagen wir beide Funker immer eng beieinander. Die Tortour, wenn Läuse zu krabbeln anfingen, lässt sich kaum beschreiben. Man war todmüde und die Biester quälten und raubten den Schlaf. Mein letztes Hemd, das ursrünglich eine weisses seidenartiges Hemd (ein Soldatenhemd das Truppen in Afrike hatten) gewesen ist, hatte ich von Januar 1945 bis zu meiner Einlieferung in ein dänisches Lazarett im Mai 1945 am Leib und es war vom Blut der Läuse schwarz und nach der Entlausung nicht mehr zu gebrauchen.

    Das in den 40er Jahren in der Truppe verwendete Läusepulver, das in Wasser aufgelöst und worin die Hemden gewaschen wurden,

    färbte die Hemden gelb, vertrieb aber nicht die Läuse.

    Herzliche Sonntagsgrüsse

    Ferdi

    Guten Morgen Freunde,

    das besagte Fieber hatte mich im Februar 1944 im Brückenkopf südlich Narwa befallen. Ich war Funker bei einem Btl. des Rgt. 401 der 170 Inf.Div.. Ich lag mit dem Btl, vor einem, Angriff im tiefverschneiten Wald. Eigenartigerweise standen dort Zelte in denen 4-eckige Kastenöfen standen, die befeuert starke Hitze ausstrahlten. Das Fieber befiehl mich ganz plötzlich nachts. Ich lag in der Nähe des Ofens und war ganz aphatisch, nahm alles verzögert wahr. Ein Kamerad stellte mir das Kochgeschirr mit Eintopf auf den Ofen neben mir. Ich versuchte krampfhaft den Topf zu nehmen, was mir einfach nicht gelang. Am Morgen trat ich in diesem Zustand dann mit meinem Funkgerät auf dem Rücken zum Angriff an. Ich torkelte durch die Gegend wie besoffen und nahm alles wie im Traum wahr. Ich weis nur noch, dass wir unsere Funkstelle neben einem Stapel steifgefrorener gefallener Kameraden aufbauten, die uns beiden Funkern bei einem russ.Feuerüberfall vor Baumkrpierern schützten, weil wir zur Deckung unter sie krochen. Nach 2 Tagen war das Fieber wieder verschwunden. Der Sani sagte mir hinterher, dass ich das "Wodhlhynienfieber" gehabt habe.

    Herzliche Grüße

    Ferdil

    Hallo Ludwig und Neuling,

    Bei unserem Rgts.Stab gab es keinen besonderen Regimentszeichner. Ich habe z.B,. unsere Stellungskarte des Rgts.bei Gostilizi (Kessel von Oranienbaum) von 1943/44 in meinem Besitz. Sie wurde von unserem I a - Offizier gezeichnet.

    Es dürfte einem "Regimentszeichner" so ergangen sein wie mir. Ich war Funker beim Rgts-Stab und wir mussten für unsere Btl. die Funktafeln (DIN A 5 Blätter voll 3er Buchstabengruppen) abschreiben. Das tat ein Kamerad von mir, der damit fast einen ganzen Tag beschäftigt war. Als ich sein Jammern über die vile Arbeit nicht mehr anhören konnte, übernahm ich seine Arbeit, da ich als ehem. Handelsschüler perfekt Steno und Blindschreiben auf der Schreibmaschine konnte, so daß ich in einer knappen Stunde damit fertig war. Wenige Stunden später wurde ich zur Schreibstube der Stabskompanie beordert und sofort als Schreiber eingesetzt. Als Urlaubsvertretung beim Rgts-Kdr. bzw. Stab entdeckte man meine "Schreibkünste" und fortan blieb ich dort als Schreiber. Ich kann mir vorstellen, dass es einem techn. Zeichner so oder ähnlich erging. Allerdings war ein Zeichner sicherlich nicht voll ausgelastet.

    Herzliche Grüße

    Ferdi

    Hallo Freunde,

    als ein "alter Schreiber" beim Rgts. Stab (Stabskompanie) bzw. beim Rgts-Kommandeur des 19. Jg,.Rgts der 10 Luftwaffenfelddivision kann ich aus Erfahrung etwas zu dem Thema beitragen. Vorweg sei erwähnt, dass es unterschiedliche Aufgaben für den Schreiber gab, wenn das Rgt. im sogen. Heimatkriegsgebiet (Ausbildung u.ähnliche) oder an der Front war. An der Front, d.h. im Kampfeinsatz, bestand der Rgts-Gefechtsstand in der Regel aus den Offizieren des Staabes (Kdr., Vertreter, Ia Offizier u.a., Schreiber, Melder, Nachrichtenleute usw.) Davon getrennt war der sogen. Tross (Stabskompanie) Als Schreiber beim Rgts-Stab hatte ich folgende Aufgaben: Schreiben nach Diktat des Kommandeurs, des Ia Offiziers und der anderen Offiziere, Entgegennahme (Funk,Fernsprech) der tägl. Lageberichte der Btl. und deren Zusammenfassung für die Meldung an die Division sowie alle anfallenden Schreibarbeiten. Daneben oblag mir auch die Verwaltung und Vertreilung des Betreuungsmaterials '(Bücher, Schallplatten, Batterien, Musikinstrumente ua.). Alles Nähere hierzu kann in meinen "Erinnerungen" (Veteranen erinnern sich: Ferdis Erinnerungen) nachgelesen werden.

    Herzliche Grüße

    Ferdi

    Guten Morgen Freunde

    Im Arbeitsgau XXXII Saarpfalz gab es nach 1938 weitere RAD-Lager, so u.a. die beiden Lager in Düppenweiler. Ein Lager war eine sogen. Friedensabteilung (Wachabteilung), die während des 2. WKr. die Wachmannschaften für die leersehenden RAD-Lsager im Gau Westmark

    stellte. Das zweite Lager war 1941 mit RAD-Angehörige aus Lothringen belegt. Ich war 1941/42 in der sogen. Wachabtilung, die nur aus einem Feldmeister, einem Obertruppführer und 12 Arbeitsmännern bestand. Näheres und Bilder sind in meinem Betrag "Ferdis Erinnerungen" unter Veteranen erinnern sich zu finden.

    Herzliche Grüße

    Ferdinand

    Hallo Max,

    Als Funker bei der Infanterie, gebrauchte man seine Waffen in der Regel kaum, denn man lag im Loch, Unterstand oder Keller und war mit Funken beschäftigt, Die Waffe wurde nur zur Notwehr gebraucht. Wenn die Stellung gehalten wurde, gebrauchte die Funker selten eine Waffe. Nur bei wechselnden Stellungen und Rücklzugskämpfen kam manchmal je nach Situation die eigene Waffe zum Einsatz. Zum Beispiel bei den Kämpfen im Brückenkopf von Heiligenbeil im Frühjahr 1945 waren die Funker oft die Letzten, wenn es ans "Laufen" ging. Da blieb oft Waffe und Funkgerät zurück. Ich war dort in der Regel nur allein am Funkgerät und mein Funkkamerad (ein Funktrupp bestand aus 2 Mann, denn es war das Funkgerät und der Batteriekasten zu schleppen) , der in den letzten Monaten kaum noch richtig funken konnte (Ersatzleute) musste das "Geschehen" um uns beobachten. Ich schärfte ihm immer ein "ich funke und Du beobachte, und wenn Du die erste Hacke (gemeint türmende Kameraden) siehst, muss unsere Hacke die Zweite sein, sonst kommen wir nicht mehr heraus". Ich habe in Ostpreussen mindesten 10 Funkkameraden verloren, die entweder gefallen oder vermisst sind. Sie waren einfach verschwunden und tauchten bei uns nicht mehr auf.Es ist kaum möglich, das "Geschehen" in Worte zu fassen und zu vermitteln.

    Herzlichen Gruß Ferdi

    Hallo lb. Freunde des Forums,

    Ich war Ende 1942 in Großborn-Linde. Unsere Einheit Luftg. Nachr. Rgt.12, die in Beverloo (Belgien) lag, wurde Ende Nov. 1942 nach Großborn verlegt um in die LW.Felddivision überführt zu werden. An Weihnachten 1942 kam ich dort als Funker zu einem Nachschub für die 10.Lw. Felddivision., die am Kessel von Oranienbaum eingesetzt war. Mitte Januar 1943 wurde dieser Ersatz (Nachrichtenzüge, Bäcker, Metzger und sonstige Trosseinheiten) in Marsch gesetzt.

    Großborn-Linde war also auch Station für die Aufstellung der Luftwaffenfelddivisionen.

    Herzliche Grüße Ferdi

    Hallo Nico,

    das kann ich nicht beurteilen. Ich wollte nur darlegen, dass es an der Font nicht darauf ankam, ob die Waffe eingetragen oder registriert war. In vielen Situationen gebrauchte man einfach das was mach hatte. Ich habe laufend von Gefallenen (ob eigene Kameraden oder Russen) deren Waffen an mich genommen, um nicht wehrlos zu sein.

    Herzl Gruß

    Ferdi

    Hallo Freunde,

    an der Front war das mit den Pisolen nicht so streng. Mein Nachrichtenkamerad ein Leutnant, gab mir seine Walter PP als er zu einer anderen Einheit 1945 versetzt wurde. Die habe ich dann im März 45 auf der Nehrung gegen eine Dose

    Tomatenmark einem Soldaten von einer Art.Einheit verscherbelt Ende März 45 war Hunger unser ständiger Begleiter, denn dort waren die Rationen wegen Mangel an Nahrungsmitteln äußerst karg. Seit den Kämpfen bei Narwa - Mittelabschnitt - Heiligenbeil - Pillau hatte ich laufend andere Waffen, u.a. auch russ. MP., da die eigene Waffe sehr oft zurückgelassen wrden musste.

    Herzliche Grüß

    Ferdi

    Guten Morgen JR

    Bei der Landung in Kopenhagen wurden die Verwundeten in einer großen Lagerhalle (war auf dem Fussboden mit Stroh und Zeltplanen ausgestattet) untergebracht. Erst 1 oder 2 Tage später erfolgte ein Abtransport mit einem Eisenbahnzug, der uns in 3 Tagen nach Sylkeborg brachte. Erst im dortigen Lazarett wurde ich registriert. Dieser Abtransport aus Kopenhagen war am 1. oder 2. Mai, denn am 30.4. hörten wir noch in der Halle im Rundfund vom "Heldentod des Gröfaz"

    Gruß Ferdi