Posts by Vormeister

    Servus,


    Wenn's auch nicht direkt zum Thema passt:

    Die britische De Havilland Mosquito war ja auch zum größten Teil aus Holz gefertigt, und war ein hervorragendes Kampfflugzeug.


    Beim Einsatz im Fernen Osten allerdings gab es große Probleme, welche auch zu Unfällen, bzw Abstürzen führte.


    Der verwendete Holzkleber war für tropische Verhältnisse nicht geeignet, die hohe Luftfeuchtigkeit sowie die Hitze beeinträchtigte die Festigkeit der Klebungen.


    Deshalb wurde dieses Muster Recht bald von der fernöstlichen Front abgezogen.


    LG aus Wien

    Weinberg

    Servus,


    Etwas spät, aber doch möchte auch ich zu diesem Thema etwas beitragen.


    In einem Aufsatz von Helmut Schnatz wird dieses Thema ausführlich behandelt und räumt etliche Unklarheiten aus. Es betrifft zwar primär die Luftangriffe auf Dresden, seine Untersuchungen und Folgerungen lassen sich auch auf andere Gegenden übertragen.


    LG aus Wien

    Vormeister

    Servus,


    meine Grosseltern waren während des Krieges in einem Wiener Siemens-betrieb beschäftigt, in dem unter anderem E-Motore für U-Boote erzeugt wurden.

    Sie erzählten, daß durch kommunistische Widerständler insofern Sabotage betrieben wurde, indem die Kupferdrähte der Wicklungen an mehreren Stellen eingekerbt würden, und auch Isolierungen beschädigt wurden.

    Dies mit der Absicht, daß die Motoren bei längerer Volllast durchbrennen sollten.

    Ob's wirklich zu Schäden gekommen ist, weiss ich aber nicht.


    LG aus Wien

    Vormeister

    Servus,


    Es war für die Piloten oft nicht möglich, den befohlenen Kurs einzuhalten.


    Sie mussten Scheinwerfer- und Flakstellungen, bzw. Flakbeschuss ausweichen, oder sie wurden durch Nachtjägerangriffe vom Kurs abgedrängt.


    Auch der Rückweg war meist nicht problemlos möglich. Beschussschäden oder Defekte erforderten Kursänderungen, die Flughöhe könnte nicht gehalten werden usw.


    Insgesamt waren die Bombenangriffe ziemlich risikoreich, wie die Verluste des Bomber Command zeigen....


    LG aus Wien
    Vormeister

    Hallo


    Als was konnten dann die .... Viehtransporter bei der Wehrmacht eingesetzt werden oder wurden die umgebaut?


    Nachdem die Wehrmacht hunderttausende Pferde in Verwendung hatte, waren entsprechende Transportmittel sicher nicht unwillkommen.


    Mir dünkt, bei einem früheren Fred waren auch Fotos von auf Viehtransportern verladenen Pferden zu sehen.....


    lg aus Wien


    Vormeister

    Servus,


    die gezeigten Soldaten sind mit dem Steyr-Mannlicher M95 bewaffnet. Diese Waffe mit Geradezug-Verschluss - sowohl als Gewehr als auch Karabiner gebaut - war die Standwaffe der K&K-Armee im 1. Weltkrieg, aber auch des österrr. Bundesheeres der 1.Republik.


    Darüber hinaus wurde diese Waffe auch in vielen anderen Armeen geführt, z.B. Rumänien, Bulgarien, Jugoslawien, Türkei, Griechenland, aber auch Niederlande und Tschechoslowakei. Das MG aber ist keinesfalls das in der K&K-Armee verwendete Schwarzlose-MG.


    Die abgebildeten Soldaten sind aber ganz sicher keine Österreicher, weder WK1 noch 1. Republik. Da passt weder die Uniform noch die Helme. Auch dürften sie - dem Typus nach - auch keine Angehörigen eines Balkanstaates sein.


    Die getragenen Helme haben aber IMHO doch eine deutliche Ähnlichkeit mit den niederländischen WK2-Helmen. Leider habe ich da keine Vergleichsmöglichkeit, vielleicht kann jemand diesbezüglich konkretere Auskunft geben.


    lg aus Wien


    Vormeister


    EDIT: Wie odin5050 schreibt, kommen auch die Tschechen nach dem 1.WK in Frage, wiewohl diese später aber dann mit Mauser-Gewehren/Karabiner (VZ24) ausgerüstet wurden....

    Servus,


    Alkoholprobleme in besonders hohem Ausmass gab´s wohl bei der Luftwaffe, und da insbesonders bei der Jagdfliegerei.


    Die Herren erfuhren ja immer eine bevorzugte Behandlung, was Verpflegung und Getränke betraf. Kaum eine Fliegerbiographie, in der nicht exzessive Trinkgelage ausführlich geschildert wurden.


    Dieser Hang zu Alkoholmissbrauch war keineswegs auf niedere Ränge beschränkt, gesoffen wurde bis in die höchsten Ränge, einschliesslich der zahlreichen hochrangigen und hochdekorierten Fliegerasse. Wobei jeder Anlass recht war. Abschüsse, Betrauern von gefallenen Kameraden, Freude über die eigene unversehrte Rückkehr vom Feindflug, Geburtstage, Beförderungen, Ordensverleihungen, Kameradschaftsabende usw. Nachschub von Alkohol war kein Problem, ggf. wurde eben ein Flugzeug zwecks Heranschaffung verwendet.....


    Allerdings hatte diese Sauf-Kultur erschreckene Folgen, welche aber von den Verantwortlichen unter den Tisch gekehrt wurden. Nicht nur, daß bei unvorgesehenen Einsätzen viele Piloten noch sturzbesoffen waren und kaum imstande waren, die Maschine ordentlich in die Luft zu bringen, auf Grund der eingeschränkten Sinne, bzw. Reaktionsfähigkeit wurden zahlreiche Piloten vom Gegner abgeschossen. Oder bereits beim Start oder später bei der Landung verunfallten.


    Aber auch ohne Feindeinwirkung gab es erschrecken viele Verluste. So etwa gab es bei Verlegungen oft bis zu 50 % Brüche, oft genug mit tödlichen Ausgang. Die wohl zum Teil auf die mangelhafte Ausbildung zurückzuführen waren, aber sicher auch zum erheblichen Teil auf vorangegangene Saufgelage.


    In der Arbeit "Die Luftwaffe im Kampf um die Luftherrschaft" von Ernst Stilla wird auch diese beschämende Kapitel ausführlich behandelt.


    Bemerkenswert ist noch, daß es bei der USAAF keine derartiges Problem gab. Alkoholkonsum war strend reglementiert, Verstösse dagegen wurden ziemlich rigoros geahndet.


    Bei der RAF allerdings ging es etwas lockerer zu, ab keineswegs so exzessiv wie bei Luftwaffe....


    lg aus Wien


    Vormeister

    Servus,


    vielleicht ist das darauf zurückzuführen, weil Portugal zwar ein neutraler Staat war, aber dem DR wohlgesonnen. Es wurden ja dort - genauso wie in Spanien - nicht nur div. Kontakte zu den gegnerischen Länden geknüpft (sowohl politischer als auch wirtschaftlicher Natur), auch war es ein Tummelplatz von Agenten und Spionen aller Nationen.


    Womöglich hätte die Versenkung eines portugiesischen Schiffes das Verhältnis zwischen dem DR und Portugal erheblich abgekühlt. Was aber nicht im Interesse des DR war.........


    lg aus Wien


    Vormeister

    Servus,


    Im Raum Innsbruck waren in der Zeit von 1943 bis 1945 folgende RAD-Batterien eingesetzt:


    RAD 1./333
    RAD 2./332
    RAD 5./577
    RAD 6./330
    RAD 2./577
    RAD 3./577
    RAD 5./302


    Weiters:


    Flak-Abt. 577
    Flak-Abt. 506
    Flak-Abt. 768


    Eisenbahn-Flak-Abt. 730


    Sowie


    Heim.Flak-Abt. 14/XIII
    Heim.Flak-Abt. 210/VII
    Heim.Flak-Abt. 211/VII
    Heim.Flak-Abt. 28/VII


    (aus: Banny- Dröhnender Himmel, brennendes Land)


    Also insgesamt eine stattliche Feuerkraft....


    lg aus Wien


    Vormeister

    Servus,


    zu Deinen Fragen kann ich zwar keine konkreten Anworten geben, aber ich habe vor einiger Zeit den in London liegenden britischen Schweren Kreuzer "Belfast" besichtigt.


    Bei diesem Schiff war der Steuermann in einem ziemlich kleinen Raum (höchstens 1,5 x 1,5 m) tief in den Eingeweiden des Schiffes untergebracht. Ausser Steuerrad, Kompass, Kommunkationsmittel u.Ä. gab´s da drin nichts.


    Die "Belfast" wurde 1939 in den Dienst gestellt, ich gehe daher davon aus, daß die Positionierung des Steuers dem damaligen Standard bei schweren Überwassereinheiten entsprach.


    lg aus Wien


    Vormeister

    Quote

    Original von Karl Grohmann
    ...... dass zumindest Churchill Gedankengänge und auch Aussagen in diese Richtung gehabt und gemacht hat.......


    Servus,


    Churchill hat sicher nicht "Gedankengänge" bzgl. eines Feldzuges gegen die Sowjetunion gehabt.


    Er hat aber ganz gewiss Befürchtungen gehabt, daß sich der östliche Kampfgefährte nicht an die vereinbarten Demarkationsgrenzen halten könnte.


    Er hat auch - sowohl im eigenen Land als auch bei den Amerikanern - darauf gedrängt, die in Europa stehenden westallierten Truppen nicht zu reduzieren, eben um einen möglichen Vorstoss der Sowjets auch nach Westeuropa entgegnen zu können. Er konnte sich aber auch hier nicht durchsetzen.


    Churchill hat nie einen Hehl daraus gemacht, daß er den Sowjets misstraut, die Allianz während des Krieges war jedoch ein unvermeidbares Zweckbündnis.


    Auch hatte er bereits viel früher vorgeschlagen, die "Festung Europa" am "weichen Unterbauch", also Griechenland und Juguslawien, anzugreifen. Um eben den Sowjets den Weg nach Mittel- und Westeuropa abzusperren. Dies wurde aber von den Amerikanern abgelehnt und der Landung in der Normandie der Vorzug gegeben.


    Mit den bekannten Folgen: Ost und Mitteleuropa geriet für Jahrzehnte unter sowjetische Herrschaft, und man darf davon ausgehen, daß, falls die Invasion in der Normandie z.B. aus Wettergründen erst später erfolgt wäre, bzw. der Vormarsch der westlichen Allierten sich verzögert hätte, die Sowjets wahrscheinlich bis zur Kanalküste marschiert wären......


    In seinen Memoiren jedenfalls sind seine Befürchtungen, was die Bündnistreue der Sowjets betrifft, mehr als deutlich zu entnehmen.


    Letzlich darf man nicht vergessen, daß Truman bei der Potsdamer Konferenz Stalin gegenüber das Vorhandensein einer neuen, furchtbaren Waffe erwähnt (was aber möglicherweise den Sowjets eh schon bekannt war). Auch dies mag Stalin dazu angehalten haben, sich mit dem bisher erreichten zu begnügen....


    lg aus Wien


    Vormeister

    Servus,


    lt. englischem Wiki waren die YB-40 (es wurden 25 Stk. gebaut) nur kurze Zeit, nämlich von Mai bis Juli 1943 im Einsatz.


    Nach Europa, bzw. England wurden allerdings nur 13 Maschinen geliefert (327th Bombardment Squadron in Alconbury). Eine Maschine wurde aber beim Überführungsflug bei einer Notlandung (Treibstoffmangel) beschädigt. Sie konnte zwar repariert werden, kam aber nicht mehr zum Einsatz.


    Insgesamt war die ganze Aktion nicht sehr von Erfolg gekrönt. Bei 14 Einsätzen (mit insgesamt 59 Maschinen) wurden nur 5 deutsche Jäger abgeschossen und 2 beschädigt.


    Dabei wurde eine YB-40 abgeschossen (22.6.),


    Größter Nachteil war wohl, daß sie zu langsam waren, um mit den regulären Bombern geschwindigkeitsmässig mitzuhalten, insbesonders am Rückflug, wo die Bomber ohne Bombenlast und weniger Treibstoff erheblich schneller waren als die YB-40.


    Im November 1943 wurden die meisten Maschinen in die USA zurück überführt, wo sie als Trainer verwendet wurden.


    Allerdings wurde ein Teil der an diesen Maschinen erprobten Waffenstationen an den normalen B 17 eingebracht, etwa der Kinnturm (ab B-17G)


    Auch von Consolidatet wurde aus der B-24 ein ähnliches Muster entwickelt (XB-41). Es wurde jedoch nur ein Exemplar gebaut, zu einer Auftragserteilung kam es nicht mehr.


    Die Wahrnehmungen von deutschen Jägerpiloten über diese "Flakkreuzer" sind daher mit äusserster Vorsicht zu geniessen, da dieses Muster eben nur kurze Zeit und vorwiegend über Frankreich eingesetzt wurde. Bei Angriffen auf Westdeutschland gab es nur 5 Einsätze (IG-Farben/Hüls, B&V Oldenburg, Hannover, Kassel und Kiel) sowie bei einen Angriff auf Bergen (Norwegen).


    Ein Einsatz in Rumänien (wie "Herman" schreibt), noch dazu 1944, ist daher völlig undenkbar.


    lg aus Wien


    Vormeister

    Hallo,


    wobei noch zu ergänzen wäre, dass bei angloamerikanischen Flugzeugen der Army, bzw. Airforce die Geschwindigkeit in mph gemessen wurde, bei Flugzeugen der Navy und Küstenwache jedoch in Knoten.


    Lg aus Wien


    Vormeister

    Servus,


    die He 219 wird , soweit ich das feststellen konnte, in der Literatur eher stiefmütterlich behandelt. Man kann zwar etliche technische Daten, Produktionszahlen etc. eruieren, aber es gibt z.B. sehr wenige Fotos, und noch weniger (bis keine) Detailaufnahmen.


    Was mich interessiert, ist folgendes: Wie gelangte die Besatzung in die Kanzel, bzw. wie stieg sie wieder aus ?


    War die Haube verschiebbar, bzw. aufklappbar? Falls ja, wie wurde das Problem der Dichtigkeit gelöst? Es war ja eine Druckkabine.


    Vor allem aber liegt ja die Kanzel in immerhin 4 m Höhe, und ein Raufklettern über die Tragflächen - wie bei vielen, allerdings kleineren Maschinen, üblich - dürfte auch nicht möglich gewesen sein, da ja auch die Tragflächen sehr hoch angebracht waren, aber auch, weil die Kanzel mehrer Meter vor den Tragflächen war.


    Kann mich wer erhellen?


    lg aus Wien


    Vormeister

    Servus,


    Stecherabzüge werden gewöhnlich bei Jagdwaffen verwendet. Da das 98-System seit eh und je - auch heute noch - für Jagdwaffen verwendet wurde/wird, bzw. Militärwaffen zu Jagdwaffen umgebaut wurden, sind Umbauten des Abzuges auf Stecher nichts ungewöhnlich.


    Ungewöhnlich ist allerdings, daß bei einer original geschäfteten Militärwaffe ein Stecher eingebaut wurde. Normalerweise wurde/wird dann auch der Schaft den jagdlichen Bedürfnissen entsprechend bearbeitet, bzw. überhaupt neu geschäftet. Und oft mit neuen Läufen versehen, gerne auch für andere Patronen, bzw. Kaliber.


    lg aus Wien


    Vormeister

    Servus,



    Quote

    Original von der unwissende
    ...... dürfte sich in der Führung des Deutschen Reiches und der Wehrmacht herumgesprochen haben, dass die Alliierten den Code geknackt haben und damit das Gerät kannten......


    nein, das hat sich nicht herumgesprochen. Bis zuletzt wurde die Verschlüssenlung mittels "Enigma" als absolut sicher angesehen, div. Misserfolge auf Grund des geknackten Codes wurde Pech, bzw. Verrat zugeschrieben.


    Und daß das Gerät als solches bekannt war, ist nicht überraschend. Schliesslich waren die Vorgänger von "Enigma" in den 30-Jahren ganz normal am Markt zu erwerben. Aber nicht bekannt war, daß der - als unknackbar angesehene - Code von den Briten geknackt wurde.



    Quote

    Original von der unwissende


    .... Fraglich ist allerdings, ob die Russen auch Zugang zu den geknackten Codes hatten, ob die Briten und die Amerikaner ihnen die "Eroberung" mitteilten und sie daran teil haben ließen......


    Natürlich wurde das den Russen NICHT mitgeteilt. Über "Ultra" waren nur sehr wenige Leute informiert, auch hochrangige Generäle wurde darüber im Unklaren gelassen. Wichtige Umstände, die auf "Ultra" beruhten, wurden ihnen gegenüber max. mit "geheimdienstliche Erkenntnisse" begründet.


    Aber die Sowjets wurden (fallweise) sehr wohl über bevorstehende, die Ostfront betreffende Aktionen informiert, etwa anlässlich der Operation Zitadelle. Aber die Herkunft der Informationen wurde natürlich verschwiegen.



    Quote

    Original von der unwissende


    Eine weitere Alternative wäre die M5, die 1943 entwickelt und im Sommer 1945 an alle Wehrmachtsteile ausgegeben werden sollte. Möglich ist natürlich eine Erprobung des neuen Modells, womit sich auch "Geheim-Gerät" durchaus erklären ließe.


    Ich wüsste nicht, warum die Horch-Abteilung einer Pionier-Truppe ein Verschlüsselungsgerät erproben sollte. Das war ja keine Geheimwaffe oder eine neuartige Entwicklung o.Ä., sondern nix anderes als ein elektromechanisches Gerät, vergleichbar mit einer Rechenmaschine, Schreibmaschine usw.


    Das vom TE erwähnte Gerät hat IMHO nichts mit Enigma zu tun, sondern betrifft vermutlich irgendein neuentwickeltes Ortungsgerät.....


    lg aus Wien


    Vormeister