Posts by Gebirgsmarine

    Guten Tag Karl!


    Auf meinen eineinhalb Seiten ist überhaupt kein Name. Ich denke, ich habe dies einmal in Cuxhaven-Altenbruch

    im damaligen U-Boot-Archiv (jetzt U-Boot-Museum) kopiert.

    Die Überschrift lautet:

    Unternehmungen von U 716 ab Indienststellung bis Kriegsende.

    Nach Unterlagen eine Mitglieds der Besatzung und unter Irrtumsvorbehalt.

    11.12.1943 Auslaufen Kiel 1. Fahrt usw. usw.


    Gruß

    Gerhard

    Hallo Karl!


    Ich habe in meinen Unterlagen den gleichen Bericht des Besatzungsmitgliedes.

    Hier steht wortwörtlich:

    April 1945

    5 Zerstörer jagen U 716. Von Zerstörer gerammt auf Seerohrtiefe. Wir machen Kopfstand. Bei 235 m abgefangen.

    490 Wabos in 24 Stunden. Es ging noch einmal gut.


    Nichts von Angelhaken oder dergleichen.


    Gruß

    Gerhard

    Guten Abend!


    Ich möchte mich bei all den hilfsbereiten Mitgliedern des Forums bedanken die ihre Zeit

    für mich geopfert haben, um mir bei der Suche in Sachen Kirkenes zu helfen.

    Danke! Bleibt gesund und viele Grüße


    Gerhard

    Guten Tag Robert!


    Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.

    Der Hintergrund meines Interesses ist. Ich habe vor einigen Jahren einen mit Schreibmaschine, auf altem vergilbten Papier, geschriebenen Erlebnisbericht des Gesuchten bei ebay erworben.

    Der Bericht beginnt:

    Als man mir eröffnete, dass ich die Dienststelle in Kirkenes übernehmen sollte, war ich wenig erbaut und machte sogleich durch eine persönliche Aussprache mit unserem Kommandeur,

    KzS von Bonin, einen Versuch, ihn zu überzeugen, dass ich mich als der an Jahren älteste aller Kameraden für die nördliche Einöde wenig geeignet fühle. Aber es half nichts die "Wasserleiche" (Spitzname des Chefs wegen seiner blutleeren Gesichtsfarbe) usw.

    Er nennt Namen aber seinen nicht und auch nicht den Zeitraum. Die Aktionen die Du mir geschildert hast, habe ich ebenfalls schon selbst recherchiert. Er war auch tatsächlich bei einigen dabei wie er sehr flüssig beschrieb.

    Ich vermute dass es der Zeitraum 1942 - 43 ? sein könnte, da Schörner schon das Geb.AK XIX von Dietl übernommen hatte. Warum Schörner? Der "Gesuchte" musste sich, wie er schilderte, bei dem gefürchteten Schörner als der neue Dienststellenleiter melden. Bei dieser Gelegenheit klagte recht ungehalten der Chef des Stabes des Geb.AK XIX sich bei ihm wegen unzulänglicher Aufklärungserfolge aus. Er fand dies gar nicht gut, da er ja erst den "Laden" übernommen hatte.

    Die kleine Dienststelle hörte den russischen Funkverkehr ab um Hinweise auf Spione und Aktionen zu bekommen. So zum Beispiel die Aktionen vom Varangerfjord usw.

    Mit der SS hatte er wohl definitiv nichts zu tun, da er die Fahrt im Zug von Oslo nach dem Norden kurz schilderte. Dort traf er einen Kameraden in SS-Uniform was in sehr überraschte und er etwas schockiert war. Sinngemäß schrieb er über diesen Kameraden positiv: "trotzdem blieb er seiner Devise treu und Mensch bis zum Kriegsende". Wäre er selbst bei der SS gewesen, wäre er sicher nicht unangenehm überrascht gewesen.

    Mein ursprünglicher Plan war eigentlich, diesen Erlebnisbericht als roten Faden für ein evtl. späteres Buch zu nehmen, da ja noch mehr interessante Begebenheiten geschildert werden die er erlebte.


    Viele Grüße

    Gerhard

    Guten Abend !


    Kennt jemand den Namen und Dienstgrad des Leiters der Abwehrstelle Kirkenes? Zeitraum etwa 1942 - 1943.

    Ich suche diesen Namen schon sehr lange. Die Aufgabe dieser Dienststelle war, den russischen Funkverkehr

    abzuhören, um Spione an der Küste unschädlich zu machen die den deutschen Schiffsverkehr an der Küste nach Murmansk meldeten.


    Mit frdl. Grüßen

    Gerhard

    Grüß Dich Thomas!


    Auch ich bin geschockt über Deinen Entschluß. Für mich warst Du die Seele des Forums durch Deine ordnende Hand.

    Hoffentlich ist es nicht der Anfang vom Ende des Forums, ohne die wichtige Arbeit der verbliebenen Admins schmälern zu wollen.

    Aber keiner hat Dinge so unverblümt; manchmal auch hart, angesprochen und wenn es sein mußte auch gehandelt, wie Du.

    Oftmals habe ich mich gefragt "warum tut er sich das an?". Gebetsmühlenartig die Unhöflichen auf ihr Verhalten hinzuweisen.

    Wohl wissend daß die Neuen schon in den Startlöchern stehen ohne Gruß und Namen. Also ein Faß ohne Boden.


    Thomas, machs gut, danke für Deine aufreibende Arbeit für uns! Mir alten Mann wirst Du fehlen.


    LG

    Gerhard

    Guten Tag Rigo!


    Auf einer NARA-Rolle habe ich folgenden Fall gelesen: Ein junger SS-Offizier hat in Frankreich unter Alkohol eine junge Französin vergewaltigt. Er war schon mehrmals negativ bei seinen Vorgesetzten aufgefallen. Sein Vater, ein "Hohes Tier" in Deutschland, konnte das Kriegsgericht nicht verhindern. Der Täter wurde zum Tode verurteilt und hingerichtet.


    Ein etwas anderer Fall:

    Unser "Spieß" bei der Bundeswehr war als junger Unteroffizier in einem Strafbataillon im Osten eingesetzt. Er erzählte einmal in kleiner Runde in unserem "Uffzkeller" daß sie bei Angriffen immer hinter den eigenen Leuten hergingen. Schon aus Selbstschutz um nicht von hinten erschossen zu werden.

    Sie lagen schon längere Zeit in einer Stellung. Eine etwa 80jährige Greisin wusch für sie die Wäsche. Dafür gaben sie ihr als Bezahlung einige Lebensmittel, sonst wäre die Frau verhungert. Dies wurde stillschweigend vom Vorgesetzten geduldet, obwohl es eigentlich verboten war.

    Als er einmal von einem Kameradenbesuch bei der Nachbarkompanie zurück kehrte, machte er einen kleinen Schlenk, um nach "Matka" zu sehen ob alles in Ordnung mit ihr wäre. Die Unteroffiziere in seiner Kompanie kümmerten sich, so weit es die Zeit zulies, um die alte Dame. Irgendwie war sie ihnen allen ans Herz gewachsen, wie man so salopp sagt. Als er näher kam hörte er sie jammern und weinen. Als er die Tür ihrer Hütte öffnete erwischte er einen ihrer Strafsoldaten bei der Vergewaltigung der alten Frau.

    Da unser alter Hauptfeldwebel sehr näselte wenn er sprach, hörte es sich unheimlich an als er den Satz aussprach:

    "Als er dann zitternd, mit herunter gelassener Hose vor mir stand, habe ich voller Zorn ein ganzes Magazin leergemacht"!

    Es bedurfte nur einer ganz kurzen Meldung beim Chef über den Vorfall, und alles war erledigt. Bei denen (Strafsoldaten) nahm man es nicht so genau wie er sagte. Schließlich lagen ja die Russen, für die Meldung nach hinten, in Sichtweite gegenüber.

    Diese Geschichte habe ich nie vergessen.


    Grüße

    Gerhard

    Hallo, liebe helfende Forumsmitglieder!


    Ich suche eine Aufzeichnung von den täglich durchgeführten Anflügen der Luftwaffe auf bzw. nach Murmansk. Angriffe, Aufklärung, eben alles was sich so seinerzeit über Murmansk 1941-1945 zutrug.

    Ich weiß, dies ist sehr speziell. Aber manch einer hat schon Fleißarbeiten gemacht die irgendwo schlummern. In diesem Forum hat man schon die tollsten Tipps lesen können.

    Eben ein geballtes Wissen.

    Bin auch schon des öfteren, mittels Translate-Übersetzer, auf russische Seiten gegangen. Leider auch da nichts gefunden.

    Vielleicht gibt es in dieser Hinsicht auch gar nichts.

    Aber eine Frage an Euch ist es immer Wert. Die Hoffnung stirbt zuletzt heißt es so schön


    Vielen Dank im voraus, und bleibt gesund.

    Viele Grüße

    Gerhard.

    Guten Abend Bachmanity!


    Ein Vorname wäre schön für die Anrede.

    Mich würde der Titel des oben genannten Buches von dem Freund aus Österreich interessieren. Könnten Sie diesen Titel hier einstellen.

    Nebenbei bemerkt: Ich bin auch hinter allem her was die 2. GD betrifft, und an Literatur ist von dieser Division nicht allzuviel erschienen, deswegem mein Interesse.


    Vielen Dank im voraus und viele Grüße


    Gerhard

    Guten Tag Roland!


    Ich habe im Tagebuch nachgesehen.

    Es hat die Überschrift "Die letzten zehn Tage Mussolini"

    Es handelt sich um Untersturmführer Fritz Birzer (bei Moore Friedrich) Aber der Tagebuchschreiber mußte ja Wissen wie sein Rufnahme war.

    Er war, lt. Moore Untersturmführer,. Birzer selbst schrieb nicht von seinem Dienstgrad. Aber daß er bei Salo am Gardasee eine Flak-Alarm-Batterie aufgebaut hatte, die er dann aber wegen der Mussolinigeschichte abgeben mußte. Dadurch; daß ich jahrelang das Tagebuch nicht mehr in der Hand hatte; habe ich etwas nachgelesen und stellte fest, daß der Befehl nicht in München, sondern am Gardsee von seinem Flakkommandeur gegeben wurde. Auch steht im Tagebuch sinngemäß: "Sollte er flüchten wollen, ist ihm (Mussolini) mitzuteilen dies zu unterlassen. Ansonsten ist dies mit der Waffe zu unterbinden".


    Grüße

    Gerhard

    Hallo Peter!


    Nein, es ist kein Buch. Es sind auf Schreibmaschine in der Internierung, auf schlechtem Nachkriegspapier niedergeschriebenen Erinnerungen vmtl. aus seinem Nortizkalender.

    Der Schwager (Bankdirektor in München), eines Arbeitskollegen war der Bruder des Tagebuchschreibers. Beide sind schon verstorben. Kinder waren keine als Erben vorhanden. Bei der Wohnungsauflösung fand sich die ca. 32 Seiten starke Schrift nebst Fotos. Mein Kollege war ganz überrascht als er von meinem Forschungshobby hörte und erzählte mir was sie bei der Wohnungsauflösung fanden, und daß, bis auf die Fotos, ich das Pamphlet haben könne, sie würden es sowieso in die Tonne werfen. Was sie auch schon mit anderen Unterlagen gemacht hätten. Dies wäre das letzte Objekt was sie noch hatten. Da wir, bzw. unsere Ehefrauen, befreundet waren habe ich es bekommen.

    Von den Fotos durfte ich mir zwei Bild von Bild nachmachen lassen, welches den Tagebuchschreiben mit Mussolini zeigt.

    Soweit mir bekannt wurde von diesen Blättern noch nichts veröffentlicht. Wie sollte es auch wenn es bei denen wer weiß wie lange in der Wohnung lag.

    Mittlerweile dürfte ich die Dinge auch schon wieder ca. 15 Jahre bei mir liegen haben.


    Gruß

    Gerhard

    Hallo, hier etwas Interessantes!


    Ich hatte vor einigen Jahren das große Glück das persönliche Tagebuch des letzten "Leibwächters" von Mussolini vor der Mülltonne zu retten.

    Als der SS-Offizier seinen Auftrag in München erhielt, wurde ihm mündlich befohlen "Wenn er große Schwierigkeiten macht (Mussolini) ist er umzulegen"!

    Zeitweilig war er wirklich schwierig und wollte den "Bewacher" immer wieder abschütteln.

    Der Tagebuchschreiber berichtet auch detalliert wie und warum er Mussolini an die Partisanen auslieferte.


    Gruß

    Gerhard

    Hallo,


    ich wünsche Euch ebenfalls ein gutes Jahr 2020.


    Zum Thema erinnere ich mich während meiner Bundeswehrzeit an die Aussage eines ehemaligen Kriegsteilnehmers einer Gebirgsdivision. Beantwortet zwar die Frage von Karl nicht, passt aber dazu.

    Ich war etwa 1967 zur Fortbildung im Chirurgischen Lazarett in Kempten. Unser Hörsaalleiter war im Hochkaukasus Stabsfeldwebel bei der "Hohen Sanität", wie er immer zu sagen pflegte. Wann er studierte kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall war er nun Sanitätsoffizier der Bundeswehr. Im Unterricht berichtete er, daß an Großkampftagen, der Not gehorchend, auch erfahrene Feldwebeldienstgrade dort oben die leichten Fälle operierten, da die Ärzte so mehr Zeit für die schweren Fälle hatten. Manch einem Verwundeten konnte so das Leben gerettet werden.


    Viele Grüße

    Gerhard

    Hallo Uwe!


    Hier eine kleine Anekdote die nicht Deine Frage beantwortet, aber irgendwie doch zum Thema passt.

    Die Eltern meiner Frau hatten in Neuwiese (Kreis Labiau) Ostpreußen einen kleinen Bauernhof.

    Vermutlich wurde die amtliche Zählung vorher angekündigt.

    Immer wenn diese anstand sagte meine Schwiegermutter zu meiner Frau, die damals ein kleines Mädchen war: "wenn heute der alte Griesch kommt", so hieß der Gemeindediener der diese undankbare Arbeit ausführen mußte, "dann läufst Du bei der Hühnerzählung immer wieder durch die Hühnerschar. Auch wenn ich Dich schimpfe tust du es noch einige mal".

    Herr Griesch soll jedesmal einen Tobsuchtanfall bekommen haben wenn die Kleine kurz vor Ende der vermeintlich erfolgreichen Zählung erneut durch die Eierleger gerannt ist.

    Auf beiden Seiten wurde um jedes Huhn erbittert und mit allen Tricks gekämpft.


    Viele Grüße

    Gerhard

    Hallo Linussohn,


    geben Sie in die Suchmaschine "Deutsches Wehrkundearchiv" ein und mach sie sich selbst ein Bild.

    Wie teuer und umständlich alles in Freiburg abläuft kann man ja immer mal wieder im Forum lesen.

    Gute Erfahrung habe ich auch, neben dem Wehrkundearchiv, im Institut für Zeitgeschichte in München gemacht.

    Allerdings kann ich nicht sagen ob das ifz in München Interesse an Fotoalben hat.


    Mit frdl. Gruß

    Gerhard