Posts by Wuschel

    Hallo zusammen,


    die Berliner Zeitung war mir jetzt als mediale Quelle nicht so oft vor Augen gekommen. Ich würde sie in Anbetracht des obigen Artiekels beinahe als Ukraine-kritisch bezeichnen, wenn man das so sagen kann.

    Wenn ich den Artikel darunter vom 3. August als bare Münze nehme, scheint ja ein wenig das Vertrauen zu Selenskij in den USA zu schwinden oder wie würdet ihr das deuten?


    An andere Stelle wurde zitiert, dass sich Russland auf einen längeren Krieg einstellt. Davon gehe ich auch aus, hatte ja bereits erwähnt, dass ich schätze, dass nach Abfluss des Getreides Odessa in den Fokus geraten wird. Nur eine Mutmaßung meinerseits.


    Viele Grüße

    Christoph

    Guten Tag zusammen,


    ich lese hier seit geraumer Zeit im Thread mit. Für mich ist es verständlich, dass es für die Moderation kein leichtes Unterfangen war, zu beschließen, in diesem Forum über dieses Thema zu diskutieren. Respekt für die Entscheidung dazu.


    Russland hat einen Angriffskrieg gegen ein souveränes Land begonnen, da kann es keine zwei Meinungen geben. Egal, wie er und aus welchen Erwägungen er in Russland anders bezeichnet wird.


    Gleichwohl denke ich, dass man den Konflikt nicht erst auf 2014 oder den 24.2. dieses Jahres beschränken kann. Hier gibt es in der Entstehung mehrere Einflussgrößen.


    Geopoltik wird von vielen Staaten betrieben. Von den USA, von Russland, von China und anderen.

    Mancher greift dabei zu den Waffen, so wie die Russen jetzt, die nach ihrer Sichtweise ihre Sicherheit durch das Heranrücken der NATO bedroht sahen oder wie die USA, die aus anderen Gründen im Irak und in Libyen zur Waffe gegriffen haben. Der Irak ist heute völlig instabil, Libyen bildet nun den Ausgangspunkt für Fluchtrouten von Afrikanern (wer will es den Menschen verdenken?).


    Ich finde schon, dass man in den letzten 20 Jahren oder auch darüber hinaus auch im Westen viele Fehler gemacht hat.

    Es wäre allen Parteien zuträglicher gewesen, wenn man mit Russland zusammengearbeitet und genauer hin- und zugehört hätte.

    Stattdessen stufte Obama Russland zur Regionalmacht ab. Wer hat den denn beraten?

    Es gab eine Zeit in der darüber nachgedacht wurde, Russland in die NATO aufzunehmen. War aber schnell vorbei u. die NATO-Osterweiterung ging einfach immer weiter.


    Ich teile viele Punkte vom Bundespräsidenten aus dem Jahr 2014, als er noch Außenminister war. https://www.auswaertiges-amt.d…7-bm-focus-muesiko/259394


    Wir müssen, wenngleich es schwierig ist, immer im Kontakt mit Russland bleiben, um die Gefahr eines Nuklearkriegs zu vermeiden.

    Einen kontinentalen Konflikt wird niemand gewinnen. Hiroshima u. Nagasaki jähren sich gerade wieder.

    Auch ich befürchte, dass aktuell kaum ein Ergebnis rauskommen wird. Aber es muss diese Kontakte geben, die es auch in den heißesten Phasen des kalten Krieges gab. Stattdessen tritt nun auch China mit in den Fokus.


    Die Russen haben Zeit und werden sich in der Ukraine in eine vorteilhafte Position bringen wollen. Meine Vermutung: wenn das Getreide ausgeschifft wurde, dann geht es bis Odessa und Transnistrien.

    Die Ukraine und die USA glauben das auch mit weiteren Waffenlieferungen schaffen zu können. Rüstungskonzerne und deren Aktionäre wird es freuen.

    Zu letzterem nehme ich die sehr unpopuläre Einschätzung ein, dass das den Krieg nur in die Länge ziehen wird. Insofern gebe ich MP Kretschmer recht, dass man den Krieg einfrieren muss. Im Ergebnis geht es auch ihm zumindest darum, im Dialog zu bleiben. Es ist dabei egal, dass ihm in seinem Land bestimmte Sorgen unterstützend zu dieser Einschätzung kommen lassen könnten.


    Die neuen Raketen amerikanischer Bauart werden Erfolge suggerieren helfen. Sicher. Es war auch schon zu lesen, dass die Amerikaner nicht nur auf der Couch sitzen u. schauen, was mit den HIRMAS-Raketen passiert, sondern durchaus mitwirken und mitbestimmen, wohin das Feuer gelenkt wird. Ist dem so, dann ist die USA nicht nur stellvertretend involviert. Das sollte klar sein. Und ich bin sicher, dass auch Putin das weiß.

    Weitere Waffenlieferungen können den Konflikt noch mehr eskalieren lassen, als er bislang schon eskaliert ist.

    Aber die Ukraine kann, aus meiner Sicht, ohnehin den Krieg nur dann gewinnen (obwohl es im Krieg nur Verlierer gibt), wenn die NATO direkt eingreift.


    Natürlich kann man Putin als Verrückten, Despoten und Kriegsverbrecher sehen (vielleicht ist er auch alles genannte, für Leser der Bild dürfte die Information ausreichen), aber er hat weiterhin die Zügel in der Hand.

    Man sollte stattdessen genau analysieren, was Putin sagt und daraus auch genaue Schlüsse zu ziehen, was er als nächstes vorhat.

    Und er hat mittlerweile die EU in der Hand, siehe das Gas-Problem für das wir doch allen ernstes keinen Ausweg haben. Künftig vielleicht, mittelfristig, aber wesentlich teurer, für viele Menschen kaum mehr erschwinglich. Auch das darf man, bei aller Sympathie für die Ukraine nicht aus den Augen lassen.

    Putin entscheidet, wann es bei uns kalt wird oder wann viele Haushalte ihr Gas nicht mehr bezahlen können oder Betriebe ihre Tätigkeiten einstellen müssen.

    Was will ich damit sagen: er berechneten jeden seiner Schritte ganz genau und das macht ihn für uns gefährlich.


    Die Sanktionen waren richtig, mir scheint aber, dass sie nicht bis zum Ende gedacht wurden. Und nun kehrt sich das Ganze um, denn Putin hat uns und die EU in der Hand, nicht wir Putin.

    Was zunächst mit Einigkeit in der EU beschrieben wurde, wird sich vermutlich im Winter und frühen Frühjahr umkehren.

    Und wer gewinnt, wenn insbesondere die deutsche Wirtschaft den Bach runtergeht? Die EU und Deutschland werden es nicht sein. Und das, und was das hervorbringen kann, besorgt mich wirklich sehr.


    Und da komme ich dann gerne nochmal auf den letzten Absatz des obigen Links zurück.


    Grüße

    Christoph

    Hallo Reinhold,


    nein, eine Ausarbeitung ist mir nicht bekannt, aber Auguste Köhler war die von mir in unserer Dorfchronik von Niederquembach erwähnte "Gusje Gäth".


    Mir sind aus der Zeit tatsächlich 6 Tote bekannt geworden. Diese waren zunächst auch in Kraftsolms begraben u. wurden nach Hannover umgebettet.

    Die Besatzung bestand aus insgesamt 7 Köpfen. Ein Schotte überlebte u. traf dann auf Gusje Gäth.


    Im australischen Nationalarchiv findest Du etwas zum Besatzungsmitglied HOSKIN, Rich.

    Da gibt es einigen Lesestoff.


    Viele Grüße

    Christoph

    Hallo zusammen,


    mein Großvater wurde im Juni 1942 ins Reservelazarett IV Bad Nauheim verlegt.

    Für Oktober 1942 wurde das Reservelazarett I Bad Nauheim (Abt. Grand Hotel Bad Nauheim) angegeben.

    Am 16.12.42 gings ins Genesungsheim nach Ziegenberg, was etwa knapp 8 Kilometer von Bad Nauheim entfernt ist.


    Quelle: WASt-Auskunft zu meinem Großvater


    Viele Grüße

    Christoph

    Hallo Thilo,


    und hierfuhr man im heutigen Lahn-Dill-Kreis zu den 116er.

    Zeitlich gesehen hatte mein Urgroßvater eine kleine Odysse hinter sich gebracht, bis er in der Kaserne ankam. Ab dem Bahnhof weiter mit der roten Linie der Straßenbahn.


    Gruß

    Christoph

    Hallo Kordula,


    besten Dank für Deine Einschätzung.

    Ich würde das mit den Umrissen nicht ausschließen, für mich sieht es wie eine Lichtung aus, bin mir aber auch nicht sicher. Das Original hatte dort auf der linken Seite wohl auch einen Knick abbekommen. Das macht es ggf. nicht einfacher.


    Was mir auf der linken Seite im Vordergrund auffällt, ist, dass der Boden dort etwas sandig oder kalkig wirkt. Links unten am Rande des Bildes wirkt es, als seien dort Mauerreste zu erkennen. Vielleicht von der Ruine Falkenstein, die sich offenbar auf o. am Rande des Truppenübungsplatzes befand.

    Standort des Bildes könnte am Waldrand sein. Dort, wo die Soldaten liegen, könnte der Wald beginnen, in Blickrichtung der Teil des Truppenübungsplatzes sich befinden.


    Südlich des Truppenübungsplatzes Gruppe, aber auch auf dem großen Gelände selbst, wirkt einiges beim Heranzoomen wie Sand oder Kalk.

    Die Schuhe des dritten Soldaten vorne rechts im Bild gesehen, scheinen halb im Sand/Kalk versunken zu sein.


    Zwei Soldaten auf dem Bild sind etwas versetzt, sozusagen in Richtung der bereits erwähnten Kettensäge. Der davon liegende könnte mein Opa sein. Der andere daneben hat auch ein Schulterstück, was zumindest nicht schwarz ist, wie bei den anderen jungen Kerlen. Eine weiße, dickere Umrandung, die ebenfalls auf Uffz schließen lassen würde, kann ich darauf jedoch auch nicht erkennen. Von ihm ist nur der linke Arm mit der Schulterklappe erkennbar. Hinter ihm könnte sich aber eine offene Hütte oder ein Unterstand befinden.


    Viele Grüße

    Christoph

    Hallo zusammen,


    war gerade mal wieder etwas am Aufräumen und fand nochmal diesen Thread.

    Zunächst nochmals vielen Dank für die aus dem Bild gesammelten Erkenntnisse.


    Wie ich schon erwähnt habe, war mein Großvater Uffz. bei der Artillerie und auch in Ausbildungs- und Ersatzabteilung zugeteilt. Im Bild liegen die Soldaten auf dem Waldboden, was wohl auf einen Zeitraum im Jahr zwischen etwa April bis September schließen lässt. Die Umgebung ist wohl von Nadelwald umgeben, vermutlich von Fichten oder Kiefern. Das Bild könnte im Grunde in all dem mir von meinem Großvater bekannten Standorten entstanden sein (Umgebung von Wildflecken, in der Pfalz, bei Pont-a-Mousson, etc.) und auch an denen, die mir nicht geläufig sind.


    Anhand Eurer Ausführungen, HiWi schrieb "einem fortgeschrittenen Stadium des Krieges", habe ich mir die Frage gestellt, wo dieses Bild entstanden sein könnte.


    Gemäß Wast war mein Großvater lt. Meldung vom 23.11.1943 der 1. Batterie der sAA991 zugeteilt, die gemäß LdW am 04.11.1943 in Gruppe (Westpreußen) aufgestellt wurde u. von der AEA38 in Prenzlau ihren Ersatz bekam.

    Zumindest ist der Standortübungsplatz Prenzlau durchaus auch von Nadelwald und etwas Laubwald durchzogen. Auf dem Bild mache ich im wesentlichen Nadelbäume aus.


    Vielleicht kennt jemand von Euch die Umgebung und kann meine Mutmaßung unterfüttern. Betreffend der bewaldeten Umgebung käme gemäß des Fotos auch Gruppe infrage.


    Danke & viele Grüße

    Christoph

    Hallo BanditF14,


    betraf die Interniernung im Raum Selent a l l e Teile der 7. PzD oder nur den Teil der PzAufklA 7?


    Dann wären die Teile der 7. PzD im Abschnitt VI unter Generalleutnant Hecker interniert gewesen. Oder ist Dir ggf. näheres dazu bekannt, wo die Teile der 7. PzD im "Kral" verteilt interniert waren?


    Danke & Gruß in den hohen Norden

    Christoph

    Hallo zusammen


    am 20.03.1945 erhält der Stab II.ArtReg69 Auftrag zur Erkundungen von Feuerstellungen für den HKL-Verlauf Praust-Linie.

    Demnach rechnete der Stab mit seinem Wiedereinsatz als Schwerpunktgruppe im Lauf des Abends des nächsten Tages.


    Ich gehe also davon aus, dass das II.ArtReg 69, falls es in seiner Gesamtheit noch nach Westen verschifft werden konnte, zuletzt bis dahin, im Bereich des XXIII. AK weiterkämpfte.


    Jemand mit genaueren Infos dazu?


    Mein Großvater gehörte zur 5. Batterie, gab aber bei der Entlassung aus britischer Gefangenschaft in Ostholstein an, dass sein letzter Truppenteil ein Panzergrenadierregiment bei der 7. Panzerdivision war.

    Es ist klar, dass nach Westen ausgeschiffte Teile der Artillerie zum Ende in Mecklenburg nur noch infanteristisch wirken konnten.


    Die Frage ist nur, wie kam er dahin? Daher meine Frage, was passierte also mit der 5. Batterie bzw. den Resten des II.ArtReg 69 von etwa Mitte März in Höhe Preußisch Stargard / Praust bis zum Ende des Krieges?


    Danke und Gruß

    Christoph

    Hallo zusammen,


    ich nutze mal diesen Thread, da es auch mir um das Artillerie-Regiment 69 geht, allerdings um die II. Abteilung bzw. explizit um die 5. Batterie.


    Interessant ist das 15. KTB des Stabes der II:ArtReg69 für die Zeit von Januar bis März 1945.


    Zur 5. Batterie lese ich letztmals etwas am 17.01.45 bzw. auf Scan 10. Danach wird nur noch die II. Abteilung in Gänze erwähnt.

    In Graudenz ist z.B. am 26.01.1945 auf Scan 12 nur von der II. Abteilung die Rede.

    Auch auf dieser Karte in bzw. um Graudenz und am Rande des Truppenübungsplatzes Gruppe ist nur die 4. Batterie zu erkennen.


    Was passierte also mit der 5. Batterie nach dem 17.01.1945 bis zum Ende des Krieges?


    Ich danke vorab für die interessanten Rückmeldungen.


    Viele Grüße

    Christoph