Posts by stoffelbauer

    Hallo Thilo,


    von all den Kirchbergs, die da in Österreich sind, scheint mit Kirchberg an der Pielach am besten zu passen, weil er sagt, dass hinter dem Berg die LKWs warteten
    ( ich geh davon aus, nicht zufällig und somit, wie auch immer, mit den Amis koordiniert. Kann es sein, dass es auf Kommandeursebene auch unter Feinden, via Boten, bzw. Kontaktoffizieren, solche Vereinbarungen geben konnte ? ) und es von da aus etwa 60 Km bis Enns waren. Das könnte laut meiner Recherche streckenmässig
    hinkommen. Ich frag ihn nochmal.
    Gibt es eventuell Informationen darüber, dass sich diese Division oder Teile davon in Enns ergeben haben ? Bilder davon ?


    Im übrigen sagte er noch ( zum Thema Wegstrecke ), dass sie über Ödenburg gekommen sind und bei Lilienfeld noch viele evakuierte Frauen und Kinder aus dem Ruhrgebiet lagen, die vor dem Russen wegmussten und sie denen dort mit teils heftigen Gefechten, den Rücken dazu freigehalten haben.


    Danke fürs Interesse


    Stoffel

    Ein Hallo an alle,


    ich habe heute einen alten Herrn besucht, 89 Jahre alt und noch ziemlich fit im Kopf eigentlich und im
    laufe des Gesprächs kamen ein-zwei Fragen auf, um dessen Aufklärung ich mich bemühen wollte.
    Zur Geschichte in Kürze:


    Der Mann ist vom August 1927, kam also sehr spät zur Einheit.
    nach Hitlerjugend und Arbeitsdienst, Einberufung zur Grundausbildung gegen Ende Dezember in Nienburg an der Weser ( er erinnert sich, dass sie im Dorf Erichshagen lagen ). Das müsste dann das SS-Panzergrenadier-Ausbildungs- und Ersatz-Batallion 12 gewesen sein.
    Dann Anfang Februar gings mit einem Güterzug über Köln und Eifel nach Ungarn.


    Er erzählte, dass sie dahin kamen unter dem Decknamen „Ersatzstaffel Wiking“. Wohl, da die Wiking da in Ungarn war, nicht Anzukündigen, dass eine neue Division dort hin verlegt würde. Sie mussten noch im Zug die Ärmelbänder Hitlerjugend abmachen. ( so erzählte er mir jedenfalls. Ist das so bekannt oder möglich ? )


    Der Zug fur nach Veszprem beim Balatonsee. Dort wurden sie in verschieden kleine Einheiten verteilt. Sie marschierten dann direkt noch 25km nach Varpalota.
    Dort war wohl quasi die Front. Es gab einen russischen Fliegerangriff und die 17jährigen sahen ihre ersten Toten.
    Sie waren ohne Waffen. Dann kam ein Lkw und war voll mit dem neuen Sturmkarabiner 44, 30 Schuss Munition.
    Dann kam eine Einheit an, die schon 8 Tage ohne Schlaf im Frontkampf war und er sagte: ich seh sie heute wie damals, total verdreckt und abgekämpft ankommen.
    Der Zugführer und seine Soldaten sahen diesen Haufen 17jähriger, nahmen ihnen die neuen Waffen ab, gaben ihnen die alten meist italienische MPs und gingen in "stillen Einvernehmen" wieder zurück zur Front,
    weil sie wahrscheinlich wussten, dass diese unerfahrenen Burschen da keine Chance gehabt hätten ( diese Stelle hat mich übrigens tief gerührt ).


    Er erwähnt, dass er in der Kampfgruppe Möbius war.


    Am nächsten Tag ging es wohl Richtung Stuhlweissenburg, wo wohl grosse russische Verbände durchgebrochen waren. Er sagte auch, sie hätten gehört, die ungarische Armee hätte dort aufgegeben und wären zu den Russen übergelaufen. In diesen nun offenen Frontabschnitt stiessen nun die Russen gewaltig rein, um ein Art Sichelschnitt zum Plattensee zu machen und vom Norden her die deutschen Einheiten abzuschneiden.
    Jedenfalls gings von da an nur im Rückzug. Sie waren dann an der Raab und sahen noch, wie eine grosse Brücke gesprengt wurde und durchquerten schwimmend den Fluss.


    Er selbst erlebte dann noch diverse Gefechte auf dem Rückzug. Irgendwann gings über die Grenze nach Österreich.
    Da gabs wohl auch noch mal heftige kämpfe in den Bergen ? Wiener Wald ? St. Corona vielleicht ?

    Er sagte noch was Ried ( vielleicht auch anders geschrieben ).
    Da lagen sie auf einem Berg. Der Gruppenführer hat gefragt, wer aus der HJ-Division kam und er und noch jemand melden sich und es hiess, "ihr geht jetzt nach Kirchberg, da wird die HJ neu aufgestellt".


    In Kirchberg waren schon ein paar hundert von seiner alten Einheit ( Div. Hitlerjugend ) zusammengezogen ( er meint eventuell anfang Mai war es ).
    Es hiess, der Russe muss noch aufgehalten werden und es wurden noch Panzergräben gemacht.
    AM 8. Mai um 4 uhr morgens hiess es "absolute Ruhe, Essgeschirr und alles was klappert, festzurren". Der Russe lag wohl nur knapp 50 m entfernt.
    Die ganze Einheit hat sich dann absolut still zurückgezogen, Berg hoch, andere Seite Berg runter und dann standen da 50 amerikanische LKWs.
    Sie wussten gar nicht was los war. Es hiess nur "alles aufsitzen". Da wo sie waren war noch sogenanntes Niemandsland und die LKWs fuhren dann nach Enns an der Enz (? gibts das ?) , wo die Amerikaner lagen.
    Sie führen über die Brücke und wurden da von einem SS-Kommandeur und dem daneben stehenden Amerikanischen Kommandeur militärisch gegrüsst.
    Und da gings in ein grosses Gefangenenlager mit tausenden Soldaten.
    Die HJ-Soldaten wurden dann unverständlicherweise sofort getrennt und kamen woanders hin.
    Nachträglich haben sie dann folgendes gehört: Der amerikanische Kommandeur hatte mit seiner Einheit in der Normandie, in St. Lo gegen genau diese HJ-Division ( speziell seine Einheit, obwohl er da noch gar nicht dabei war ) gekämpft und zollte ihnen für deren fairen Kampf dort, Respekt und hat sie deshalb unter guten Umständen ihre Gefangenschaft ermöglicht.


    Die Geschichte ging dann noch ein wenig über Gefangenschaft ( die mit guter Ernährung und guter Behandlung in seiner Erinnerung ist ) bis wieder nach Hause, nach Oberhausen, Frühjahr 1946.


    Das nur zu dem, was er mir erzählte. Er redete flüssig und recht klar. Trotzdem kann ich zu den Dingen nichts sagen (eventuell gabs darin auch ein paar vermixungen ).


    Meine Frage nun, die sich aus seinen einzigen Wunsch an mich richtete: Gibt es ähnlich Erzählungen zu diesem Ankommen in Enns und gibt es eine vage Möglichkeit herauszufinden, wer der deutsche und der amerikanische Kommandeur war, die da an der Brücke den militärischen Gruss machten ? Und wenn ja, gibt es dazu Namen und eventuell Fotos ? Er hat keine Namen parat, aber er kann sich sicherlich an die Gesichter erinnern.


    Zweite Frage:
    Gibt es Informationen zu den Kämpfen in Varpalota ?


    Ich hoffe, der Mann hat nicht zuviel verwechselt ( machte nicht den Eindruck ) und das alles hier kann zumindest dankbarerweise als weitere persönliche Geschichte gewertet werden, die vielleicht nicht wichtig, aber vielleicht nur in kleinsten Details ein weiteres Puzzleteil darstellen. oder gar Fragen ?
    Gerne auch an den Herrn. Ich gehe sicherlich noch mal hin.


    Kann mir jemand helfen mit den beiden Personen ?


    Herzlichsten Dank für euer Interesse


    Stoffel

    Hallo Johann Heinrich,


    wer ist dieser hugendubel und was soll der hier ? Hast du dich vertan ?
    In diesem Thread ging es um Stars und Persönlichkeiten, die jeder kennt oder kannte.


    Der Geschäftsführer einer Buchhandlung aus München gehört wahrscheinlich nicht dazu :)


    Nichts für ungut ;), aber ich musste kurz lachen.


    Stoffel

    Lieber Eumex


    Zahlendreher oder nicht kann ich gar nicht sagen. Hörte sich aber souverän an, wie er das sagte und hatte auch viele anderen Details sehr präzise erklärt. Kann aber trotzdem nach 70 Jahren immer sein, dass sich Zahlen verändern oder drehen oder ja, vielleicht auch auf die Sahne gehauen :)
    However, ist eigentlich soweit egal, ---- waren schwere Panzer jedenfalls. Für mich waren am wichtigsten Orte, Namen und auch die kleine Beschreibung, dass es da Einheiten gab, die fast 2-3 Km Strassen komplett untergraben haben und mit den Sprengbrettern und den ersten existierenden Fernzündern ganze Kolonnen in die Luft gejagt haben.
    Nun ja, war ein positiver netter alter Mann und wie immer war es im Gespräch mit so einem Opa schwer, sich vorzustellen, was für Kämpfertypen und Checker das damals teilweise waren.


    LG, Stoffel

    Hallo an alle Interessierten,


    der besagte Soldat ist vor ein paar Monaten gestorben. Ich hatte noch von ihm seine handschriftlichen Auflzeichnungen bekommen, um sie einfach mal "ordentlich" abzuschreiben, damit auch sein Sohn und auch ich und vielleicht auch hier einige, ein paar weitere kleine Puzzleteile bekommen in diesem breitgefächerten Film WK2.
    Es ist nichts grosses, sicherlich nichts neues und doch ein weiterer individueller kleiner Bericht eines deutschen Soldaten. Immerhin war diese Spezialeinheit ja in einem besonderen Feld tätig und das wissen viele ja gar nicht. Wie auch immer, ohne weitere Wertung hier seine Erinnerungen. Hauptsächlich Osten bis zum Ende in Königsberg. Danke Wilhelm.


    Wilhelm R.-- Aufzeichnungen und Erinnerungen.


    Wilhelm R. wurde geboren am 27.07.1925 in Duisburg.


    Die Einheiten:
    1.Reichsarbeitsdienst vom 15.04.1943 – 15.07.1943 in Handorf
    über Winsen an der Luhe ( Lüneburger Heide )
    RAD – Abteilung 5/175


    2.Wehrmacht, eingezogen am 30.07.1943 zum Pionier Bataillon 26in Höxter / Weser
    dann Einsatz an der Ostfront mit der Pionier Horch- und Minierkompanie 5, Feldpostnummer 26079.


    Mit dieser Einheit dann am 10.04.1945 in sowjetische Kriegsgefangenschaft gegangen,Festung Königsberg / Ostpreussen


    3. Kriegsgefangenschaft
    Lager 7511 Rubzowka / Alltaisky Kreis (Rubtsovsk / Altaisky Kray) ( unterstand dem NKWD ). Von 2200 Gefangenen haben 841 überlebt.
    k Lager 9001/ I Roter Oktober in Baschkiriew ( unterstand der roten Armee )



    Die Pionier Horch- und Minierkompanie 5 unterstand direkt der Heeresgruppe Mitte, an der Ostfront. Sie wurde stationiert in Hohenstein / Ostpreussen in der nähe desTannenbergdenkmals.
    Von dort wurden die Einsätze vorbereitet. Wir arbeiteten mit
    a) sehr komplizierten Horchgeräten
    b) Miniergeräten ( wie im Bergbau )
    c) Druckbrettern ( Bau von Panzersperren auf den Straßen mit hochexplosiven Sprengsätzen wie 90 Kg Bomben, Wasserminen und Luftminen )


    zu a) Horchgeräte zum Abhören von Geräuschen unter den eigenen Stellungen ( Sprengung )und zum Abhören von Truppenbewegungen bis 20 Km weit in das Feindesland,
    funktionierte besonders gut in der Nacht um ca. 2.00 Uhr. Die Geräte wurden auch in der Heimat ( Bombenkrieg ) eingesetzt, um Verschüttete zu bergen.


    Zu b) Wir unterminierten die feindlichen Stellungen und jagten sie in die Luft.


    Zu c) In die ausgehobenen Löcher wurden die Sprengsätze gut verpackt eingelegt, mit Zugzündern versehen ( Sprengsätze detonierten beim Ausbau der Sprengkörper ) und darauf kam das elektronische Druckbrett, welches bei einem bestimmten Gewicht die Zündung auslöste, aber nur bei Scharfstellung der schachbrettartig ausgerichteten Sperre. Dann wurde die Sperre wieder normalisiert und der Straßenverkehr ging weiter. Bei Rücknahme der Front mußte immer einer ( manchmal waren es zwei Mann ) in einigen hundert Metern im Niemandsland ausharren, um mit einem Elektronikgerät per Funk jeweils ein Druckbrett zu zünden. Ein russischer 75 Tonnen – Panzer mit aufgesessener Infanterie war bei den Sprengsätzen nur noch „Kleinschrott“ ! Von den Menschen war meistens nichts mehr übrig.


    Unsere Verlegung in die Festung Königsberg war mit dem Auftrag der „Einigelung“ der Stadt verbunden, also dem Bau von Panzersperren. Eine Panzersperre bestand aus ca. 20 – 25 Druckbrettern in einer Gesamtlänge von 2 – 3 Km. Meine Einsätze waren wie folgt: Nach meiner Spezialausbildung ( Scharfschütze, leichtes und schweres Maschinengewehr, Flammenwerfer, Sprengexperte, Panzersperrenbauer ) in Höxter / Weser, wurde ich im Juli 1944 zur Pionier Horch- und Minierkompanie 5, mit ca. 30 Mann insgesamt, nach Hohenstein / Ostpreussen versetzt. Von dort wurden wir auf Anweisung der Führung der Heeresgruppe Mitte / Ostfront eingesetzt und zwar zum Bau von Panzersperren. Wir haben auch Sprengungen größerer Art durchgeführt.


    Die Einsätze ware an folgenden Orten:
    Warschau und Modlin, Nasielsk, Plonsk, Poltusk, Mlawa, Nidcica, Osterode, Ortelsburg, Allenstein, Lyck, Lötzen, Treuburg, Goldap, Angerapp, Rastenburg, Preußisch Holland, Frauenburg, Wormditt, Braunsberg, Mehlsack.


    Wenn wir an einer Sperre im Niemandsland ausharren mussten, dann sollten wir bei Ausweglosigkeit der Beobachtung des russischen Vormarsches die Sperre „scharf“ stellen und dann auf dem schnellsten Wege zurück zur Einheit. Falls das nicht möglich war, dann sollten wir versuchen die „Pionier – Hochburg“ in Dessau – Roßlar zu erreichen. Von dort erhielt man dann die weiteren Instruktionen. Übrigens hatte jeder von uns eine entsprechende Legitimation des Oberkommandos der Wehrmacht, somit konnte kein „Soldatenklau / Feldjäger“ uns aufhalten. Ferner waren die kleinen Schaltpläne zu unseren Elektronikgeräten auf Esspapier gedruckt. Nach der Rückeroberung von Frauenburg ( ich war im ersten Wagen, der in die Stadt einrollte, hatte ein schweres Maschinengewehr auf dem Fahrerdach ), wurde der Kessel Richtung Danzig durchbrochen. Wir waren der Meinung, dass somit das Samland und Königsberg evakuiert würden. Plötzlich kam aus dem Führerhauptquartier der Befehl zum „Halt“. Nach einigen Tagen hatten die Russen den Kessel wieder geschlossen. Wir bekamen den Befehl, über das Eis der „frischen Nehrung“ in den Ort Neukrug auf der Nehrung zu wechseln. Dort blieben wir bis ca. Mitte Februar 1945. Über die Tragödien der Flüchtlingtrecks ist genug berichtet. Es war grausam, Trecks von mehreren hundert Metern im gebrochenen Eis verschwinden zu sehen. Mitte bis Ende Februar 1945 waren wir auf der Halbinsel der „frischen Nehrung“ im Einsatz ( Flüchtlingsbetreuung und Betreuung von Verwundeten ). Dann erfolgte Ende Februar 1945 die Verlegung nach Pillau. Dort betätigten wir uns in unserer Eigenschaft als Pioniere ( Reparaturen an den Verladeeinrichtungen, Einweisung von Flüchtlingen auf die Schiffe, usw. ). Anfang März kam der Befehl zur Verlegung nach Königsberg. Allerdings war der Russe schon in das Samland eingesickert und hatte die Straße von Königsberg nach Pillau unterbrochen. In Pillau wurde nun eine „Stoßbrigade“ aufgestellt ( der wir auch zugeteilt wurden und den Namen „Wagner“ erhielt, wahrscheinlich hiess der Kommandeur so ), die die Straße von feindlichen Einheiten säubern sollte. Dies haben wir auch gemacht, Feindkontakt war mäßig, und sind gleichzeitig in das Samland vorgestossen. Der Russe war überrascht ( es waren wahrscheinlich Vorrausabteilungen ) und zog sich zurück. Nach mehreren Tagen, wir waren schon in Königsberg, hat er dann mit Übermacht das Samland wieder besetzt ( aber da hatten wir die Bevölkerung weitestgehend evakuiert ) und die Straße Pillau – Königsberg unterbrochen.


    Anmerkung:
    Bei der Rückeroberung eines Dorfes fanden wir einen ca . 14-jährigen Jungen angenagelt an ein Scheunentor. Man hatte ihn auch erschossen. Der Grund soll gewesen sein, er habe dem „Wehrwolf“ angehört. Als Beweis diente die kurze „Jungvolkhose“, die er angezogen hatte. In einem anderen Dorf fanden wir Bewohner, die man in einen Bombentrichter getrieben hatte und dann mittels Minen- bzw. Handgranaten getötet hatte. Es war grauenhaft. Alle Frauen der Ortschaften, die noch übrig waren, berichteten von laufender Vergewaltigung. Man machte auch vor 10-jährigen Mädchen nicht halt.
    Um seine Soldaten anzuspornen, hatte der russische Befehlshaber ( ein Marschall ) angeordnet, daß nach der Einnahme eines Ortes die deutsche Bevölkerung 72 Stunden „vogelfrei“ sei. Dies galt auch für Königsberg. Töten, Vergewaltigen und Plünderungen in Masse, es ist nicht zu beschreiben gewesen.


    Königsberg:
    Irgendwann, so um den 10.03.1945, waren wir dann in Königsberg. Es war ruhig, nur hin und wieder mal Gefechtslärm an den Festungsrändern. Da wir sowieso in unseren Fahrzeugen kampierten, war es mit einer Unterkunft uninteressant. Wir bekamen den Auftrag, die Ausfallstraßen mit Panzersperren zu blockieren. Viel Zeit hatten wir nicht, da der Russe mit Übermacht einen Ring um die Festung zog. Ich erinnere mich an den Flugplatz Derau. Wir bauten dort die Panzersperre und russische Fesselballons standen in einiger Entfernung am Himmel und die Besatzung schaute uns zu. Wir winkten, sie winkten zurück. Trotz dieser Tatsache ist der Russe mit seinen Panzern voll in die Sperre beim Einmarsch in Königsberg gefahren. Dies haben uns Mitgefangene im Kriegsgefangenenlager „Stablack“ berichtet. Übrigens waren in diesem Lager vorher russische Kriegsgefangene. Man sagte uns, über 10 russische 75 Tonnen-Panzer seien in die Luft geflogen. Ich erinnere mich auch an eine Brauerei am Rande der Stadt. Königsberg hatte tatsächlich noch eine arbeitende Brauerei.


    Am 09.04.1945 hat der Festungskommandant General Lasch kapituliert. Goebbels verkündete im Rundfunk, dass die Besatzung der Festung zum Tode verurteilt ist.
    Wir kapitulierten am 10.04. um 4 Uhr.


    Die SD und SS – Einheiten im Schloss / Burg haben bis zum 12.04. gekämpft. Es gab keine Überlebenden.


    Tja. das wars. Beim Lesen dachte ich wie immer: Wie gut, dass ich das nicht erleben musste.


    Vielleicht sind ja einzwei Hinweise für Spezialisten trotzdem interessant. Wann-wer-wo, Städte, Einzelheiten.


    Gruss, Stoffel

    Ein freundliches Hallo an alle,


    ich suche zu einem Soldaten der SS-Division "Hitlerjugend" noch Informationen. Jegliche Info, genauer Truppenteil ( hier eventuell Kompanie ), vielleicht sogar ein Foto, wäre herzerwäemend. Es handelt sich um jemand, den ich kannte undk von dem ich nur noch weiss:
    geboren 13.6.1926
    und dass er mindestens das Panzerkampfabzeichen hatte, EK 1+2 und soweit ich weiss die NKS in Silber. ( Leider alles von Verwandten weggeschmissen, AARRRGGHHH ).


    Also, vielleicht gibts ja einen Experten zur "Hitlerjugend"- Division.
    Danke im Voraus für jegliche Arbeit,


    Stoffel

    Hallo,


    danke für den Link. Grausam, was da bei Kriegsende auf dem Balkan abgegangen ist. Ich denke aber, seine Beschreibungen hörten sich eindeutig nach einem Gefecht am 19.5. zwischen Waffen-ss und Partisanen an, mit anschliessendem Durchbruch und Flucht über die Drau und dem Loibelpass nach Kärnten.
    Ich glaube, dieser Bleiburg-Horror ist eine andere Geschichte. Das hätte er dann wahrscheinlich auch so erzählt. Danke aber.


    Gibt es denn noch, wenn jetzt schon das SS-Polizei-Regiment 17 als Einheit feststeht, noch eventuell Infos zu dem Gefecht am 19.5.45 ?


    Was mich auch noch interessiert: Gibt es Informationen über die Einheit selbst, z.b. Massaker oder so ? Er selbst erzählte ja auch von "nicht zimperlichen" eher rigorosen Massnahmen auch gegen die Zivilbevölkerung.


    Danke fürs Interesse


    Stoffel

    Ein freundlicher Gruß an Alle,


    tatsächlich ist nun für meine Suche ein, wenn auch nicht wirklich detailiiert wie gewünscht, Antwortschreiben von der WAST gekommen.
    Ich hänge mal die relevanten Informationen an.
    Er scheint wohl dann tatsächlich im Bereich Balkan zum Schluss gewesen zu sein. Gibt es noch weitere Infos zum ss-Polizei-Regt. 17 und diese letzte Phase ?
    Er erzählte ja von einem letzten grösseren Gefecht am 19.5.45. also 11 Tage nach Kriegsende ?
    Kann sich jemand dann einen Reim machen aus meinen ganz am Anfang des Threads erzählten Geschichten des Interview mit dem Soldaten und dem SS.Pol.Regt 17 ?


    Bin über alles dankbar.


    Stoffel

    Danke Sven,


    ich kannte den alten Mann allerdings noch und es war definitiv sein Abzeichen. Ich denke also, es ist authentisch.
    Vielleicht gabs ja noch die Hakenvariante.
    Und ja, da hat scheinbar jemand laienhaft selbst gelötet. Hersteller steht definitiv nicht drauf.


    Gibts noch jemand, der sich da auskennt ??
    lg, -Stoffel

    Ein freundliches Hallo an alle,


    habe ein authentisches Minensucherabzeichen bekommen von einem Freund, heisst dessen Vater, der schon länger tot ist und er sich dafür nicht interessiert.
    Schade, aber auch schön für mich :)
    Habe zwei Fragen dazu:
    1. Kann jemand anhand irgendwelcher Hinweise erkennen, um welchen Hersteller es sich vom Stil her handeln könnte ? Steht jedenfalls niemand drauf.
    2. Dieser obere Haken sieht so grob gelötet aus. Wurden die eventuell teilweise so hergestellt oder hat sich da ein Laie drangemacht ?


    Würde mich über Infos freuen,


    Gruss, Stoffel

    Files

    • aa1.JPG

      (161.04 kB, downloaded 52 times, last: )
    • aa2.jpg

      (203.57 kB, downloaded 51 times, last: )

    Ein gutes Neues an alle und noch mal zum Thema:
    Das "Kriegstagebuch" war eher ein kleines Tagebuch mit nur 2 Eintragungen, aber als Hitlerjunge.


    Egal. Wichtiger ist mir folgendes, was ich auf der website warhistoryonline.com gefunden habe zu genau der Frage, die mir auch wichtig war,
    dieses letzte Gefecht meines WaffenSS-Mannes, das er auf den 19.5.45 datiert hatte, auf jugoslawischem Gebiet nahe der österreichischen Grenze.
    Es hört sich verdammt danach an, als gäbe es die Story tatsächlich. Also von mir wissen die das jedenfalls nicht :)
    Gibts da doch noch Infos zu ?


    Ein Auszug:
    "Six days after the surrender 30,000 pro-Nazi troops from Germany and other Eastern European countries fought a battle against Communist fighters on the Yugoslavian and Austrian border. The battle lasted for two days and more than 400 were killed. The Allies intervened and sent thousands of Yugoslavian civilian back home; upon their return were killed by the new national army."


    Mein Bekannter sprach zwar nicht von 30000 Kämpfern und auch nicht von 400 Toten, aber eventuell waren die ein Teil dieser Kämpfe.


    Spannende Sache. Gruss, Stoffel

    Ein freundliches Hallo in die Runde,


    ich habe von einer Freundin ein Stoffabzeichen bekommen, was auf Fotos auf dem linken Ärmel aufgenäht war. Der Vater der Freundin war bei der Flak.
    Sie sagte irgendwas von Ermessung oder so.


    Kennt jemand die Bezeichnung und eventuell die Bedeutung ?


    Danke für Eure Hilfe,
    Stoffel

    Files

    • eee.JPG

      (109.6 kB, downloaded 54 times, last: )

    Hallo zusammen,


    ich habe hier eine Medaille, die es in etlichen Ausführungen zu geben scheint und auch über Jahre vergeben. Das konnte ich in Internet schon sehen. Aber genau diese Variante habe ich nicht gefunden.
    Kann mir einer dazu was sagen ?
    "Üb Aug und Hand fürs Vaterland" ist der Text einer Seite.


    Dankbar für jeden Tipp
    Stoffel

    Files

    • IMG_1121.JPG

      (141.4 kB, downloaded 43 times, last: )
    • IMG_1122.JPG

      (113.43 kB, downloaded 39 times, last: )

    Lieber Ralf,


    leider ist der Waffen-SS-Mann vor 10 Tagen mit 96 Jahren friedlich gestorben. Ich bin absolut sicher, er hätte sich wahnsinnig gefreut. Zu spät, aber da ich mich auch mit der Geschichte von Rudolf Schröder kurz befasst habe ( ich habe ja von einem netten Herrn aus Griechenland tolle Fotos von seinem Grab zur damaligen Zeit bekommen ), würden mich die Bilder sehr interessieren. Kannst dich ja mal per Pin melden oder Mail.
    Vielen Dank an alle ( vor allem Byron ) für jegliche Infos und Fotos. Sie hatten dem alten Mann grosse Freude bereitet.
    Er war seit 37 in der SS und gehörte zum Hitler-Wachpersonal bis zum Krieg, ab dann alle Brennpunkte bis zum Wechsel zur Division HJ und zur schweren Verwundung. Ein Wunder, was der eine oder andere überlebt hat.
    Ich habe noch Namenslisten seiner Einheit, 13. Komp./ Reg.2 / LAH (teilweise) und noch ein wenig Fotos und Infos von alten Kameradentreffen.
    Wer Fragen hat, kann sich gerne melden.


    Stoffel

    Ein freundliches Hallo an alle,


    ich habe gestern mit einem 90jährigen Zeitzeugen gesprochen. Es war quasi ein Erstkontakttelefonat. Sehr klarer Herr. Er war kurz als Flieger ausgebildet und ist dann als Fallschirmjäger ausgebildet worden. Er meint, sein Fallschirmregiment war in Güstrow stationiert. Gabs da Fallschirmjäger ? war es die Garnision ? Jedenfalls kam er dann nach Hertoegenbosch in Holland und er erzählte, dass sie dann auf Eindhoven zu maschiert sind, dass schon von den Amerikanern genommen war. Es gab irgendwo ein kleines Gefecht mit Rückzug und schon war der Krieg für ihn vorbei. Es war wohl so in etwa August bis Oktober ( Gefangenname ) 1944. Nun aber das, was mich interessiert: Er sagte, er war dort in einer Einheit, die sich Kampfgruppe Hartung nannte. Ich hab mal ein wenig in Google geschaut, werd aber nicht schlau, ob dieser Hartung nun Wehrmachts- oder Waffen-ss-Soldat war. Ich finde auch nichts zu seiner Person, Foto, Infos, Auszeichnungen oder so. Kann mir einer Infos über diese Kampfgruppe geben ? Orte ? Fotos ?


    Danke für jegliche Hilfe,


    Stoffel

    Hallo und frohe Ostern gehabt zu haben,


    hier noch 2 weitere, oben schon mal genannte Unterzeichner von Verleihungsurkunden:


    1.
    Bernard Steinmetz
    Generalleutnant Chef General Stab VIII. Armeekorps.
    Hier Divisionskommandeur 94. Infanterie Division ( “Sachsenschwerter” )
    * 13.08.1896 Neuenkirchen
    † 22.01.1981 Minden


    Deutsches Kreuz in Gold 26. Februar 1942



    2.
    Friedrich Wiese
    Oberst und stellvertretender Divisions Kommandeur
    Infanterie-Regiment 39 / 26. Infanteriedivision
    Später General der Infanterie
    * 5. Dezember 1892, Nordhastedt bei Heide/Holstein
    † 13. Februar 1975, Gießen


    Ritterkreuz 14. Februar 1942
    Eichenlaub 24. Januar 1944 (372. Verleihung)
    Deutsches Kreuz in Gold 16. Februar 1942

    Files

    • urkundekvk.jpg

      (109.65 kB, downloaded 12 times, last: )
    • wiese.jpg

      (183.51 kB, downloaded 14 times, last: )