Posts by stoffelbauer

    Okay, dann kann ich die zeitung auch gerne jemand von euch schicken, denn einscannen kann ich nicht hier und es ist zuviel Arbeit, das zu regeln. gerne eine Adresse an meine pn. Ich denke, einmal kann man das Teil noch knicken und dann muss es halt vorsichtig rausgeholt werden. Also, bei Interesse, melden.
    Stoffel

    Einen guten Tag,


    hatte diesen Thread vor längerem begonnen und nun länger nichts eingestellt. Heute beim aufräumen bin noch an eine Sache gekommen, die mich interessiert.
    Ich habe, leider in sehr schlechtem Zustand, von diesem Gendarmen hier, eine alte Zeitung gefunden. Sie heisst "Die deutsche Polizei", Nr.23, 10.Jahrgang, Berlin 1. Dezember 1942. War das die reguläre Truppenzeitung für diesen Zweig ? Ist das was seltenes ? Ist das etwas wert ? Das Papier ist sehr brüchig. Ich weiss nicht, was ich damit machen soll. Wenn es selten sein sollte, weil diese Dinge selten und ungern aufbewahrt wurden, -- ist es ein wichtiges dokument oder gibt es davon genug und ich brauch mir nicht die Arbeit zu machen, was zu restaurieren oder so ? Bin dankbar für jeden Tipp.
    Stoffel


    ps: Ein Foto im Anhang.


    Interessierte können sich auch per PN melden.

    Ameisenbär:
    Ich denke mehr gibts von seiner Seite aus dazu nicht zu sagen. Er war im Lazarett, hat die Dinger auf Lastwagen gesehen, man hat ihnen gesagt, sie sollen nicht am Fenster stehen (Strahlung ?? Herrlich), der "ganze Harz" wusste davon, es gab 6, 3 nach Bremerhaven/amiland und 3 nach Russland. Frag ihn gerne nochmal, aber er hat genau das zwei mal erzählt und dann waren sie weg.
    OliverP:
    Vielen Dank für deine HIlfe. Hab die Infos ausgedruckt und werde sie ihm vorlesen. Einige der Ortschaften hat er auch genauso schon benannt. Klasse. Kannst du den Veteranen nochmal fragen nach dem Namen des Kompaniechefs der 15. ? Er war ja kurzzeitig zur Ausbildung bei der 15. Kompanie, SIG, schweres Infanterie Geschütz. Er erzählte was von einem Chef namens Tscheceponek oder ähnlich geschrieben. Gibts Infos dazu ? Und gibt es, frag ich immer wieder, Fotos ?
    Falls jemand Fotos nicht zeigen will, sie können auch gerne von oben bis unten mit Copyright bedruckt sein. Es geht nur um Gesichter von Kameraden und Erinnerungen aus einer Zeit, als es noch nicht um Copyright ging. Der Mann ist über 90 und sein Zustand verschlechtert sich.


    Wer kann mir sagen, an wen ich mich hier im Forum am besten wenden kann, wenn es um Infos oder Fotos zur LAH geht, speziell 13. und 16. Kompanie ??
    Stoffel

    Hallo, ich werde ihn jetzt, hab ich auch gestern erstmalig gemacht, einfach jedes mal aufnehmen und einfach erzählen lassen. Genaueste Infos zu den Einheiten erfährt man wohl eher bei den Spezialisten hier im Forum, aber Infos zu Gefühlen, zwischenmenschlichen Dingen, kleinen Anekdoten sind interessant. Er sagte z.B. gestern, dass er in oder bei Lyon einmal zur Bewachung eines Bahnhofs eingeteilt war, weil von dort erstmalig Soldaten in den Heimaturlaub fuhren. Dort stand auch Sepp Dietrich und ein Vertreter (hab den Namen vergessen, er weiss es aber noch) und sie winkten den Soldaten zum Abschied. Er liess dieses Bild mehrfach entwickeln und Dietrich sah das Bild und bat um ein Exemplar, worauf mein älterer Herr sagte, nur gegen ein Autogramm, was er dann auch gab. Er hat auch aus der Hand Dietrichs mein ich sein EK bekommen. Er erzählte auch was von Melittapol oder ähnlich, wo wohl eine Art Schloss war (Zarenprinzessin ??) und dort wurden Offiziere auf Lehrgängen ausgebildet. Da war er auch. Alltagsgeschichten halt, er hat dort nahe dem Schloss, wo es wohl ein grosses, leere Flussbett als Überlaufbecken für einen Fluss oder so gab, unmengen von Brennesseln mit Sensen Geschnitten um daraus Spinat zu machen ( was besser schmeckt und vitaminreicher ist als normaler Spinat) und die ganze Truppe kannte das nicht und haben sich immer wieder davon ernährt. Unwichtig, aber doch auch wichtig für andere Einblicke. Am besten ist es, ihr stellt konkrete Fragen. Ich kann gerne alles aufgezeichnete irgendwann mal auf cd bannen und weitergeben. Stoffel


    ... und immer wieder die Frage: Gibt es Fotos ? Ich wünsche mir, dass er nochmal sich oder Kameraden sehen kann. Seine Schwester hat zum Kreigsende alles vernichtet, was nach Nazi, SS oder sonstwie aussah. Leider.

    Hallo,
    hab heute mal wieder den alten Herrn besucht und sprach ihn an auf die diversen Fragen.
    murmelchen:
    Nein, er kann sich nicht an Helmut Dralle erinnern und auch nicht an die Namen der kleinen Orte


    udalerich:
    Ihm sagen der Fluss Bzura und auch Modlin etwas, aber er sagte, soweit er sich erinnern kann, waren sie in diesem Bereich nur an einer "zweiten Front", also wohl eher etwas zurückgelegen. Insofern war er NICHT bei der Einheit, die du suchst.


    Karl Grohmann:
    Ja, er ist sich sicher, dass es Otto Weidinger war, der sein Vorgesetzter war und zwar um den März 39 herum. Kann das sein ?


    OliverP, Ameisenbär und Roehrenfuchs:
    Die Geschichte mit der Atombombe hat sich etwas anders zugetragen, als ich geschrieben habe und zwar zeitlich. Es war am 30. Juni 1945, also ein Monat nach Kriegsende. Er war im Lazarett in Werningerode unter amerikanischer Aufsicht. Es sagte er habe die drei Lastwagen gesehen, die je eine Bombe, "Eier" wie er sagte, offen geladen hatten. Die Dinger waren etwa 1m hoch und 3m lang.
    Drei weitere von den sechs Bomben oder Raketen sind nach Russland gebracht worden. Sie lagerten in einem Salzbergwerk in Elbingerode oder ähnlich. Die Amis haben die Dinger nach Bremerhaven gefahren. Er sagte, das wusste der halbe Harz, dass die Dinger dort lagerten.
    Keine Ahnung was wahr ist, der Mann ist eigentlich noch sehr klar und selbst bei schlechterem Zustand würd er sowas ja nicht erfinden. Ich denke, es kann eine Mähr sein, ich denke aber auch, dass zu Kriegsende alles drunter und drüber ging und alles möglich war, vielleicht auch, dass die Deutschen doch schon so weit waren.


    Wie auch immer, es würde mich irrsinnig freuen, wenn es von der 13., bzw. nachher 16./LAH irgendwelche fotos von Kameraden geben würde. Gibt es hier im Forum keinen totalen LAH-Spezialisten ?? Gibt es jemand, der den genauen Weg dieser Kompanien nennen kann ? Polen, Holland, Frankreich, Griechenland, Russland ? Danke weiterhin für alle Infos und gerne, wenn es hilft, kann gefragt werden. Stoffel
    PS: Er war kurzzeitig zur Ausbildung bei der 15. Kompanie, SIG, schweres Infanterie Geschütz. Kommt das hin mit der Einheit ? Er erzählte was von "Grille" und von einem Chef namens Tscheceponek oder ähnlich geschrieben. Gibts Infos dazu ?

    ..... für all die spannenden Geschichten. Genauso habe ich mir manche Infos gewünscht. Es könnte zu manchen Soldaten noch detailliertere Infos geben, Einheiten, Augenzeugenberichte, etc., aber das ist scheinbar schwer herauszufinden teilweise, da es ja auch viele viele Jahre nicht sehr beliebt war, über seine Rolle im Krieg öffentlich zu berichten. Danke für die Infos zu Loriot und allen anderen. Es freut mich zu sehen, dass mein Interesse scheinbar viele teilen oder entdeckt haben. Bin weiterhin gespannt. Es gibt noch einige: Robert Lemke, Peter Frankenfeld, Curt Jürgens, Konsalik, Helmut Scheel, ......... wahrscheinlich hundert, die wir alle kennen. Danke nochmal für alle Mühen.
    Stoffel

    Hallo zusammen. Habe nach längerer Zeit grad zu diesem Thema mal wieder etwas gelesen, was ich recht spannend fand. Der allen bekannte, gerne belächelte, aber allemale interessante Künstler Joseph Beuys war ja Stukaflieger. Hier ein paar Eindrücke über seine Soldatenzeit:


    An Ostern 1941 verließ er das Gymnasium mit dem „Reifevermerk“, das dem heutigen Abitur gleichgestellt ist.
    Obwohl Joseph Beuys nach seinem Abschluss am „Staatlichen Gymnasium Cleve“ eigentlich eine Laufbahn als Kinderarzt plante (er hatte bereits ein Vorbereitungsstudium absolviert), meldete er sich während des Zweiten Weltkriegs freiwillig zur Luftwaffe.


    Am 1. Mai 1941 begann die militärische Ausbildung zum Bordfunker und Flugzeugführeranwärter für den Sturzkampfbomber Ju 87 bei der Luftnachrichtenkompanie im Flughafenbereich Posen. Beuys Ausbilder zum Luftnachrichtenfunker war der spätere Tier- und Dokumentarfilmer Heinz Sielmann. Professor Heinz Sielmann bildete in der Kriegszeit Josef Beuys zum Stukapiloten aus.
    Letztlich wurde er Adjutant und Freund des Ausbildungs-Unteroffiziers Sielmann. Er vertiefte in Beuys das Interesse an der Natur, besonders in der Botanik und Zoologie.


    Im Dezember 1941 wurde er zur Bordfunkerausbildungskompanie in die Luftnachrichtenschule 5 nach Erfurt-Bindersleben versetzt, wo er seine Ausbildung als Funker fortsetzte und im Mai 1942 zum Gefreiten befördert wurde. Während seiner Stationierung in Erfurt machte Beuys einen Kurzurlaub in Weimar, um dort das Friedrich-Nietzsche-Archiv und die Wirkungsstätten von Goethe und Schiller zu besuchen. Er malte hinter dem Schloss Belvedere in Wien ein Aquarell auf ein selbst verfasstes naturreligiöses Gedicht mit dem Titel Nordischer Frühling − das sogenannte Belvedereblatt, 1941.


    Nach seinem Ausbildungsabschluss als Bordfunker wurde er auf der Krim stationiert und nahm im Juni 1942 am Luftkampf um die Festungsstadt Sewastopol teil. Im Dezember 1942, Beuys war inzwischen Unteroffizier, wurde er zur Fortsetzung seiner Ausbildung an die Luftnachrichtenschule 2 nach Königgrätz in das Protektorat Böhmen und Mähren versetzt, wo er im Mai 1943 als Bordschütze in einem Stuka Ju 87 eingesetzt wurde.
    Nach der Verlegung zum Luftwaffenstab Kroatien im Sommer 1943 war er bis Ende 1943/Anfang 1944 an der östlichen Adria stationiert, von wo er zeitweise zu Waffentests die Luftwaffenbasis in Foggia in Italien anflog.


    Am 4. März 1944 begann an der Ostfront die Frühjahrsoffensive der Roten Armee und der damit verbundene Auftakt für den notwendigen Rückzug der deutschen Verbände aus der Ukraine. Bei einem Schneesturm am 16. März 1944 stürzte sein Stuka 200 Meter östlich von Freifeld, (Snamenka), über der Krim ab; der Pilot Hans Laurinck starb.


    Beuys verarbeitete seinen Absturz als Kunstwerk nach dem Krieg


    Joseph Beuys wurde bei diesem Unglück schwer verletzt, hatte einen Schädelbasisbruch, mehrere Knochenbrüche und Granatsplitter im gesamten Körper, die nie vollständig entfernt werden konnten, sowie ein nachbleibendes Absturztrauma.


    Krimtataren entdeckten das Wrack des Sturzkampfbombers und benachrichtigten ein deutsches Suchkommando. Beuys wurde unverzüglich in das mobile Feldlazarett 179 in Kurman-Kemeltschi, heute Krasno-Wardijske, auf der Halbinsel Krim überführt. Nach zwölf Tagen Bewusstlosigkeit fand er sich in einem deutschen Lazarett wieder, das er, kaum genesen, schon am 7. April 1944 verlassen musste.


    Mitte Mai 1944 wurde er wieder in das Protektorat Böhmen und Mähren nach Pardubitz versetzt. Einem Brief an seine Eltern vom 19. Mai 1944 ist zu entnehmen, dass er sich aufgrund zurückgebliebener Verletzungen durch seinen Flugzeugabsturz hier in Pardubitz des Öfteren in truppenärztliche Behandlung begeben hatte.


    Im August 1944 wurde er zum Kampf an die Westfront einberufen, wo er als Fallschirmjäger stationiert wurde und kam in den nördlichen Niederlanden, an der Nordseeküste und in Oldenburg bei der sogenannten „Gespenster-Division Erdmann“ zum Einsatz, einer Fallschirmjägereinheit, die aus zersprengten Truppenkontingenten notdürftig zusammengestellt worden war.


    In der militärischen Belobigungshierachie wurde er am 24. März 1944 mit dem „Abzeichen für Fliegerschützen“, am 12. April 1944 mit dem „Eisernen Kreuz 2. Klasse“ und am 2. Mai 1944 mit dem „Eisernen Kreuz 1. Klasse“ ausgezeichnet. Aufgrund von fünf Verwundungen erhielt er zudem das goldene „Verwundetenabzeichen“. Als Fallschirmjäger an der Westfront erreichte er den Dienstgrad eines Feldwebels.


    Nach der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 wurde Joseph Beuys am 9. Mai 1945 in Cuxhaven festgenommen und in ein britisches Internierungslager überführt. Nach fast genau drei Monaten konnte er das Lager am 5. August 1945 wieder verlassen und kehrte, körperlich schwer angeschlagen, zu seinen Eltern nach Kleve-Neurindern, Tiergartenstraße 187, zurück, wohin diese mittlerweile umgezogen waren. In dieser Zeit fasste er endgültig den Entschluss, Kunst zu studieren.


    So, dass wars und das finde ich recht ausführlich. Meine letzten Worte in diesem Spread waren zum Soldaten LORIOT, Vicco von Bülow, den ich sehr verehrt habe und um den ich sehr traurig bin. Hatte durch die Pressepräsenz wieder einmal das Foto gesehen, wo er mit EK1 im Gras liegt. Gibt es keinen, der mir sagen kann, bei welcher Division oder so er war oder wo er gekämpft hat ? Nach wie vor interessant für mich.


    Schönen Tag an alle.
    Stoffelbauer

    Hallo Jan,
    vielen Dank für die detaillierte Arbeit. Eine Frage zu deinem Satz: "... Die 3.Kompanie des Waffen-SS-Bataillons z.b.V. wurde zur SS-Division Wiking versetzt,"
    -- weisst du etwas über den weiteren dieser Einheit bei der Wiking ?? Danke. Stoffel

    Danke Oliver für diese ersten infos. Gibt es Infos zum Weg dieser Kompanie ?
    Gibt es Fotos ? Wäre das Buch: "Kriegstagebuch Nr. 1 1939-1942 18/Kp. LAH" oder nr.2 das Richtige ? Ist nicht so einfach zu liefern scheint mir und auch nicht gerade günstig. Dankbar für weitere Infos.
    stoffelbauer


    P.S.: Habe auch noch den Namen Otto Weidinger gefunden, der zumindest 1936 in der SS-Verfügungstruppe war. Vielleicht war es auch er ?

    Ein Hallo an alle, die hier gerade reinschauen,
    neben meinen Fragen zu einem Soldaten der Leibstandarte, erbitte ich noch vielleicht ein paar Hinweise zu einem alten Herrn, den ich letzte Woche auf einer 80. Geburtstagsfeier taf. Er kam ursprünglich aus Ostpreussen und war wohl in einer Panzereinheit. Er brachte mir seine noch vorhandene Erkenntungsmarke mit:
    5540 A 2.Stamm Komp. Pz.Ers.Abt.1
    Er meinte, das A ständ für Blutgruppe A.
    Er konnte sich nicht mehr erinnern, meinte aber er gehörte vielleicht zu einer 102. Panzer Brigade ?? Gibt es Infos zu dieser Erkennungsmarke und wo und wie diese Abteilung eingesetzt war ? Namen von Kompanieführern oder ähnlichem ?
    Vielen dank für Euer Interesse.
    Stoffelbauer

    Ein Hallo an alle,
    ich habe einen alten Herrn, Jahrgang 1919 kennengelernt und ein Gespräch bei Kaffee mit ihm gehabt. Ich habe mir einige Daten notiert und suche nun für ihn ein paar Informationen, am liebsten Fotos von Kameraden und auch diverse Namen, bei denen er sich nicht mehr ganz sicher war.
    Er war seit 1938 in der Leibstandarte. Er erzählte von der Kaserne Finkelsteinallee in Lichterfelde. Er war in der 13. Kompanie LIG (leichtes Infanterie Geschütz), 3. Zug.
    Wenn ich richtig verstanden habe, war sein damaliger Zugführer ein gewisser "Weidlinger" oder "Weidinger"??, der später noch in der Totenkopfdivision oder ähnlichem war. Sein damaliger Kompaniechef war wahrscheinlich ein gewisser "Mallè". Er erzählte, dass sie nach dem Polenfeldzug, etwa Oktober/November 39 in einer Kaserne in Prag waren. Er war wohl an allen Fronten dabei. Die Kompanie wurde dann wohl irgendwann (wann?) umbenannt in 16. Komp. KWK (Kampfwagenkanone kurz/ Selbstfahrlafette.
    1944 wurde er in die "12.SS Div. Hitlerjugend" versetzt, wahrscheinlich im 26. PzGrenReg. Eventuell hiess da ein Vorgesetzter Murrach oder ähnlich.


    Er erzählte noch, dass er Hitler 3x persönlich getroffen, bzw. gesehen hat.
    Das erste mal am 08.03.1938 getroffen hat. Die Soldaten des Wachbataillons standen parat und Hitler ging die Reihe ab. Wie er an ihm vorbeiging, grüsste er: "Grüß Gott mein Führer!", darauf Hitler:" Mein Sohn, warum sagst du "Grüß Gott mein Führer!" ? Darauf mein damals junger Herr: " Ich kann doch nicht sagen: Heil Hitler Herr Hitler". Hilter hat darauf hin gelacht und gesagt, "das geht nun wirklich nicht" und sich noch kurz mit ihm unterhalten und dass er aus Breslau kommt und Hitler die Stadt so schön fand und dass es schade sei, dass sie micht mehr Zeit zum Plaudern hätten.
    Dann traf er ihn nochmal im Kursaal in Bad Ems zu Weihnachten, wobei jeder Soldat ein weisses Seidenhemd geschenkt bekam. Bemerkenswert war, dass Hilter um die Ecke kam, während die Soldaten wieder in Reihe standen und wie er an ihm vorbeiging, sagte Hitler: " Wir kennen uns doch, oder ?" und konnte sich scheinbar noch an diese kleine Anekdote erinnern.


    Er erzählte auch noch von seinem Kameraden Erich "Fox" Hermes, der so gerne Fox getanzt hat und bei Charkow gefallen ist.


    Nun zu meinen Fragen:
    Kann das hinhauen und gibt es Informationen zu WEIDLINGER, MALLÈ und MURACH ?
    Gibt es eine knappe Beschreibung zur 13., bzw. 16. LAH ?
    Vor allem: Gibt es Fotos ? Kameraden, Orte, Alles ?


    Und zum Schluss noch eine Sache, die mich etwas Verwirrt hat oder ich mich fragte, ob der alte Mann verwirrt ist (was ich eigentlich nicht glaube, weil er eigentlich geistig topfit erscheint). Er erzählte, dass er im Harz war in einer Kaserne und dass es hiess: "Nachts nichts ins Freie oder ans Fenster gehen, es werde eine Atombombe transportiert" oder so ähnlich und es hiess, dass man wusste, dass 3 (oder 6, ich weiss nicht mehr) davon existierten. Er schwört darauf, den Lkw gesehen zu haben, weil sie sich nicht daran gehalten haben. Gibt es darüber von sonst wo Informationen ? Zeitzeugenberichte ?


    Ich würde mich über jegliche Antworten, Fotos oder Biografien von Kameraden sehr freuen. Der alte Herr hat gesagt, er beantwortet gerne alle Fragen, die er noch beantworten kann.
    vielen Dank für Eure Hilfe.
    Stoffelbauer
    und er war im April 1938 dabei, als die Leibstanddarte am 50. Geburtstag an Hitler vorbeimaschiert ist.

    Einen herzlichen Gruß an alle.
    ich habe heute zwei Fragen. Zum einen geht es um den oben erwähnten Walter Reuschle. Er war im 2. Wk ein kriegsberichterstatter. Die Story ist, dass ich einen Bekannten habe, einen alten Mann von fast 99 Jahren, der ebenfalls Kriegsberichter der Luftwaffe war. Dieser Herr Reuschle war sein Vorgesetzter bei einem Kriegsberichter-zug in Sizilien. Wir redeten über Reuschle und er fragte, ob ich was herausfinden könnte über ihn. Ich habe diverse Infos gefunden, wie zum Beispiel, dass genau dieser Mann den 1941 gefangengenommenen Sohn Stalins, Jakov Djugashvili verhört hat. Wie auch immer, ich habe gelesen, Reuschle sei von den Amis gefangengenommen worden und an die Russen ausgeliefert worden. Genaueres darüber und was da vielleicht in russland los war, hab ich nicht gefunden. Es soll auch ein Foto veröffentlich worden sein von Reuschle und Stalins Sohn drauf. Konnte ich auch nicht finden. Hat irgendwer mehr Infos oder auch das Foto. Würde dem alten Herrn gerne etwas zeigen. Hier die Hauptbio, die ich gefunden habe:


    Walter Reuschle wurde am 16. Dezember 1894 in Stuttgart als Sohn eine Mathematik-Professors geboren. Im Krieg war er aktiver Leutnant (vermutlich im 2. Württembergischen Feldartillerie-Regiment Nr. 29). Im Laufe des Krieges wechselte er zur den Fliegern, wurde Fliegerbeobachter. Am 13. September 1917 wurde Walter Reuschle die [Württembergischen] Goldenen Militär-Verdienst-Medaille verliehen. Er war Angehöriger der Fliegerabteilung 250 (Artillerie).


    Zwischen den Kriegen war Reuschle in vielen unterschiedlichen Bereichen aktiv: als Medizin-Student, Schauspieler, Versicherungsagent, Programmleiter beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart.


    Im Zweiten Weltkrieg diente er als Kriegsberichterstatter in der Luftwaffe. Hier machte er eine Begegnung - mit nachhaltiger Auswirkung auf sein weiteres Leben. Im fiel es zu, den sowjetischen Kriegsgefangenen Jakob Dschugaschwili zu befragen; gemeinsam wurden sie auf einem Flugblatt abgebildet. Nach dem Krieg, nach eigener Kriegsgefangenschaft wurde Reuschle 1946 von US-Amerikanern verhaftet und an die UdSSR ausgeliefert. Dort wurde er neun Jahre inhaftiert (davon fünf Jahre in Einzelhaft). Bei Jakob Dschugaschwili (1907 - 1943) handelte es sich nämlich um Josef Stalins Sohn, der während seiner Gefangenschaft gestorben war.


    Walter Reuschle starb am 26. August 1978 in Neu-Ulm. Es wird angenommen, dass er vor Ort bestattet wurde.


    Die zweite Frage bezieht sich auf eine kleine Fotoserie meines Bekannten, die er Ende 1944 gemacht hat in Goldap/Ostpreussen. Die deutsche Wehrmacht hatte die Stadt geräumt und irgendwann wiedererobert und da war er als Kriegsberichter dabei. Ich habe die Fotos gesehen, mit Wohnungen, die völlig geplündert waren und leeren Strassen. Ein tolles Dokument. Meine Frage nun: Gibt es genauere Informationen über das, was da in Goldap passiert ist ?
    Wäre über einen Link oder Infos sehr dankbar.


    Stoffel

    Danke Martin / Tano,


    gerade Loriot hatte mich ja interessiert, aber da steht auch nicht mehr, als dass er wohl mal in der Kalmückensteppe war. Ich sah nur mal ein Foto von ihm und erinnere mich, dass er das EK 1 hatte. Aber bei welchen Einheiten er war, weiss ich noch immer nicht. Danke aber für deine Links.
    Stoffel

    Hallo Michel,
    die Fotos würden mich sehr interessieren, einfach mal so zum anschauen. Bin gespannt wie die als junge Soldaten aussahen. Danke auch an alle, die in dieses Thema eingestiegen sind. Helmut Lange, Havelstein, Minister Leber, Klaus Kinski, Joseph Beus, toll, alles Namen, an die ich noch gar nicht dachte soweit und direkt spannend, das zu lesen. Klasse.
    Stoffel

    Hallo und direkt herzliche Grüße an Policeman und Thilo,


    toll von Euch. Dachte gar nicht an Hardy Krüger, aber na klar, das sind so Infos, die ich meine. Sollte noch jemand was einfallen in dieser Richtung, würde ich mich freuen, ansonsten einen herzlichen Dank. Man muss natürlich jetzt die Teilchen zusammensuchen und die Divisionen sagen natürlich nicht alles aus über das, was diese Menschen en Detail erlebt haben. Aber, -- danke für die hilfe.


    Gruß, Stoffel

    Es ginge ja nicht um private Informationen, sondern um Einheiten und wo sie kämpften. Habe gerade im TV ein Interview mit Peter Scholl-Latour gesehen und danach etwas gegoogelt und gelesen, dass er Fallschirmspringer war. Genaueres kann ich aber leider nicht finden. Wo hat er gekämpft ? Ich meine halt nur solche Informationen, die nicht wirklich privat sind. Hier in diesem Forum sind unter "Biografien" ja etliche Informationen zu Einheiten und Einsätzen, Orden oder Dienstgraden. Heinz Erhardt, Peter Frankenfeld, Beppo Brehm, Robert Lemke, es gibt viele, von denen ich das gerne wüsste, wer und wo sie als einfache Soldaten waren. Vielleicht gibts ja noch ein paar Tipps. Danke jedenfalls für jede spannende Info.

    Danke Johann Heinrich. Den Thread über Helmut Schmidt hatte ich schon mal von Huba bekommen. Kulenkampff schau ich mir mal an. Ich dachte allerdings an eine Sammelstelle quasi, mit auch konkreteren Infos. Aber das ist schon mal wieder eine Info mit Kulenkampff. Danke schon mal.
    Stoffel