Posts by stoffelbauer

    Hallo, ich hatte vor geraumer Zeit schon einmal etwas gepostet, was mit einem alten Herrn zu tun hat, der bei der Leibstandart war, 13. Kompanie hauptsächlich. Ich habe nun einige Fotos von ihm bekommen und versucht, noch die Namen der Personen zu klären, solange er dazu noch in der Lage ist. Die Namen, die er nannte sind folgende: Ernst Liebig, Wolfgang Hensel, Heinz Steglitz, Wili Labude, Gerd Börning, Heinz Biennek, Achim Härtel, Hasso von Eckenbrecher, Rudi Kretschil, Heinz Kuhn, Dombrowki-Dombert, Fritze Becker, Buchs, Hauptscharführer Martin Schulz, Karl-Heinz Schalles, Fritz Sucker, Hans Gesing.
    Meine Frage ist: gibt es generell irgendwo eine Namensliste von der gesamten Einheit ? Gibt es, wenn sowas existiert, Informationen über das Schicksal jener Männer ? Mein alter Herr ist seit 1937/38 bei der LAH gewesen und ab 44 zur Division HJ versetzt worden. Falls nichts vorhanden ist, dienen diese Namen vielleicht als Info für Interessierte. Ich werde die Tage, falls Interesse besteht, ein paar der Bilder hier einstellen mit den Genannten Personen (wobei Experten hier vielleicht das eine oder andere Gesicht erkennen werden und eventuell etwas korregieren könnten). Falls es noch gezielte Fragen gibt, die der Herr beantworten könnte als einer der letzten Augenzeugen, werd ich das gerne weiterleiten. Also, eine _Namensliste wäre genial. Kann mir jemand helfen ?
    Stoffel

    Einen schönen Tag an alle,


    der Vater eines Freundes, schon seit Jahren gestorben, war in Russland und ist am 8.Mai 1945 im Kurlandkessel in Gefangenschaft geraten.
    Es gibt nur ein paar wenige Informationen zu dieser Zeit.
    Feldpostnr. 59693 D
    Grenadier Ersatzbataillon 398, laut einem Eintrag der WAST.
    Der Eintrag war der einzige und vom 13.06.1944


    Es gab noch eine Feldpostnummer von der Einheit, in der er davor war,
    die auf einem Antrag zur Entschädigung (Gefangenschaft) steht, also gestellt nach 1945,
    diese lautet 48048 und dann gu oder gn oder qu, man kann es nicht erkennen.


    Nach dem Kurlandkessel war er in Gefangenschaft im
    Lager 7448/1 bei Murmansk.


    Mein Freund würde sich über jede Info zu dem Bataillon 398 freuen. Wie war deren Weg, gibt es Links, gibt es Fotos, Ortsnamen bis Kurland ?
    Danke an alle, die was dazu beitragen können. Es geht einfach um nie beantwortete Fragen.


    Stoffel

    Hallo und schönen Tag,
    also ich bin alles andere als Waffen-SS-experte, aber ich weiss, dass einer meiner, mittlerweile verstorbenen Gesprächspartner, der selbst bei der SS-Division "Hitlerjugend" war, soweit ich weiss 1.PZ.GREN.REG 25, erzählt hat von der Schlacht in Budapest und das er da noch unter verrücktesten Umständen rausgekommen ist und später am Plattensee schwer verwundet worden ist. Keine Ahnung, ich dachte nur, da von dieser Division bislang nichts da stand. Okay, das war es schon.
    Stoffel

    So, ich war gestern bei dem alten herrn. Er ist soweit topfit mit 91 Jahren,
    aber er hatte sein Soldbuch nicht mehr und somit habe ich Daten seiner Erzählungen aufgeschrieben. Vieleicht ergibt sich daraus ein Bild:


    Er ist direkt nach der ausbildung in Hannover nach Bottrop gekommen,
    nicht Kirchhellen. Er meint bei der Flak abt. 112, wobei der Stab und 3 Batterien dort stationiert waren.
    Die 1. Batterie bei der Zeche "Prosper 3"
    Die 2. Batterie Zentralwerkstatt Zeche "Prosper", direkt am Gasometer
    Die 3. Batterie soweit er sich erinnert war schon auf Gelsenkirchener Gebiet


    Er selbst war bei der 2. Batterie.


    Er bemerkt nochmals, dass es wahrscheinlich Flakreg. 11 war und den Beinamen "Königsberger" trug. Die höheren Offiziere waren fast alle aus Ostpreussen.
    Dort waren sie stationiert etwa von Herbst 41 bis Winter 42.
    Dann wurde diese 2. Batterie kurz nach Wuppertal verlegt von Winter 42 an.
    Danach wurden sie nach Kassel Sanderhausen verlegt und mit einer anderen Batterie zu einer Grosskampfbatterie ( 200-220 Männer) zusammengefasst.
    Der damalige Chef war wohl Hauptmann Kammrad und ein Oberleutnant Gruber.


    Am Erntedankfestsonntag, wahrscheinlich 1943, gab es einen grossen Luftangriff,
    wobei die Batterie nur einen Schuss abgegeben hat und direkt danach komplett im vollen Bombenhagel waren. Volltreffer.
    Es gab 55 Tote und über 50 Schwerstverletzte. Auch Kammrad und Gruber sind dabei gefallen. Das Material war total zerschossen und man hat überall die Körperteile zusammensuchen müssen. Es hiess nachher, die Flieger hätten die Autobahn und den Fluss verwechselt und deshalb nicht voll über Kassel sondern in Sonderhausen abgeladen.


    Kurz nach der Katstrophe, die sein schlimmstes Erlebnis waren, wurde die Batterie nach Neustadt an der Lahn verlegt. Das war kurz vor Weihnachten, da er Bäcker war und weiss, dass er da zu weihnachten Weckmänner für die Offiziere gebacken hatte.
    Sie waren dort zum Schutz eines Werkes, das irgendwas hergestellt hat für die V1 oder V2. Die Produktionsstätte war unterirdisch und es wurden dort russische Gefangene und Kz-Häftlinge eingesetzt.
    In Neustadt wurden meist junge Soldaten ausgewählt und nach Wien geschickt zu einer 4 wöchigen Ausbildung auf die 10,5 mm (vollautomatisch). Er hatte auch eine Messgerätausbildung (4 Meter Basis und 1 Meter Basis).
    Von da kamen die Leute, wahrscheinlich in einer neuen Einheit (welche ??) nach
    Steyer in Österreich, bzw. ein paar Kilometer davon nach Bärenberg.
    Dort wurden die Steyerwerke geschützt, die Panzer hergestellt haben und auf dem Versuchsgelände getestet haben.
    Hier hiess sein sehr netter Chef Oberleutnant Löwer.
    Sein Vorgänger war Oberleutnant Hick, der wenige Tage nach dem Attentat auf
    Hitler verhaftet wurde und nie wieder auftauchte (gibt es infos zu seinem Verbleib ??). Er erzählte auch, dass direkt nach dem Attentat erstmals anstatt des militärischen Grusses der Hitlergruss eingeführt wurde und OL Hick das nicht guthiess.
    Am wahrscheinlich 28.4. waren die Amis dann in Steyer und sie haben sich ergeben.


    INfos noch zu Geschützstärke:
    Seine Batterie hatte in Bottrop anfangs 4 Geschütze 8,8, später 6.
    Die Grosskampfbatterie hatte 12 Geschütze.
    Dazu kamen noch 2 FLak 2cm für tiefflieger.
    IN Österreich hatten sie dann die 10,5 Flak, die er nicht so effektiv fand wie die
    8,8 Flak.


    So, dass waren die Infos für euch. Vielleicht wieder kleine Puzzleteile von den letzten Informanten. Gut zu wissen, wo die in Bottrop genau standen finde ich.
    Also, falls es da noch Infos gibt, wo nach lahnstein die Flakabt.112 hingekommen ist, wäre toll. Auch wie die Einheit hiess in Steyer und was aus OL Hick geworden ist. Vielen Dank für Euer Interesse.
    Stoffelbauer

    Hallo zusammen,


    ich treffe mich die Tage mit einem 90 jährigen Herrn aus Bottrop und ich hatte ihm versprochen, alles was ich finde, zusammenzutragen und ihm zu zeigen. Er sagte, er war nach der Ausbildung (Hannover ?) in Bottrop stationiert und zwar, wie er sagte, bei der 11. Flak (division ?) "Königsberg". Ich finde aber bei der 11. Flakdivision nur völlig andere Einsatzgebiete. Kann es sein, dass er 11. Flakregiment oder 11. Flakbatterie oder 11. Flakabteilung meinte ? Wer kann mir sagen, wie die Einheit genau hieß, die mit "Königsberg" bezeichnet wurde und bei Bottrop stationiert war ?
    Gäbe es dann dazu ein paar Infos oder gar Fotos ?
    Würde mich sehr freuen und ihn bestimmt auch. Bin am Dienstag nachmittag da, also vielleicht gibts schon Ergebnisse bis dahin.
    Vielen Dank im voraus.
    Stoffelbauer

    Ein herzliches Hallo an alle,


    vor wenigen Tagen ist wieder ein Soldat gestorben, Jahrgang 21, den ich öfter besucht habe, anfangs wegen seiner Erlebnisse, nachher eher wegen des Krieges allgemein. Der Mann war unglaublich gebildet und hatte eine unglaubliche Allgemeinkenntnis zum 2.Wk. Leider habe ich nicht detaillierter gefragt zu bestimmten Zeiten, wo er eigentlich gedient hat. Ich weiss, er war bei einer Spezialabteilung, die im Osten Flugplätze eingenommen haben und sofort für die deutsch Luftwaffe umgerüstet haben. Zum Schluss war er bei Venlo und ist dort schwer verletzt worden. Hatte aber einmal ein paar Infos von ihm bekommen und die hab ich nun wieder gefunden. Für mich ohne jede Aussage, aber bestimmt kann mir der eine oder andere etwas zu den Einheiten sagen, vielleicht wo die genau waren oder was auch immer. Freue mich, als Abschluss sozusagen, über jede Info.


    Hier die wenigen Daten:


    FLIEGERHORST KOMANDATUR ZBV. NAHKAMPFFLIEGERKORPS. LUFTGAU OSTPREUSSEN E6. I. LUFTGAUNACHRICHTEN REG.15


    Vielen Dank für jeden Einsatz.
    Stoffel

    Okay, dann kann ich die zeitung auch gerne jemand von euch schicken, denn einscannen kann ich nicht hier und es ist zuviel Arbeit, das zu regeln. gerne eine Adresse an meine pn. Ich denke, einmal kann man das Teil noch knicken und dann muss es halt vorsichtig rausgeholt werden. Also, bei Interesse, melden.
    Stoffel

    Einen guten Tag,


    hatte diesen Thread vor längerem begonnen und nun länger nichts eingestellt. Heute beim aufräumen bin noch an eine Sache gekommen, die mich interessiert.
    Ich habe, leider in sehr schlechtem Zustand, von diesem Gendarmen hier, eine alte Zeitung gefunden. Sie heisst "Die deutsche Polizei", Nr.23, 10.Jahrgang, Berlin 1. Dezember 1942. War das die reguläre Truppenzeitung für diesen Zweig ? Ist das was seltenes ? Ist das etwas wert ? Das Papier ist sehr brüchig. Ich weiss nicht, was ich damit machen soll. Wenn es selten sein sollte, weil diese Dinge selten und ungern aufbewahrt wurden, -- ist es ein wichtiges dokument oder gibt es davon genug und ich brauch mir nicht die Arbeit zu machen, was zu restaurieren oder so ? Bin dankbar für jeden Tipp.
    Stoffel


    ps: Ein Foto im Anhang.


    Interessierte können sich auch per PN melden.

    Ameisenbär:
    Ich denke mehr gibts von seiner Seite aus dazu nicht zu sagen. Er war im Lazarett, hat die Dinger auf Lastwagen gesehen, man hat ihnen gesagt, sie sollen nicht am Fenster stehen (Strahlung ?? Herrlich), der "ganze Harz" wusste davon, es gab 6, 3 nach Bremerhaven/amiland und 3 nach Russland. Frag ihn gerne nochmal, aber er hat genau das zwei mal erzählt und dann waren sie weg.
    OliverP:
    Vielen Dank für deine HIlfe. Hab die Infos ausgedruckt und werde sie ihm vorlesen. Einige der Ortschaften hat er auch genauso schon benannt. Klasse. Kannst du den Veteranen nochmal fragen nach dem Namen des Kompaniechefs der 15. ? Er war ja kurzzeitig zur Ausbildung bei der 15. Kompanie, SIG, schweres Infanterie Geschütz. Er erzählte was von einem Chef namens Tscheceponek oder ähnlich geschrieben. Gibts Infos dazu ? Und gibt es, frag ich immer wieder, Fotos ?
    Falls jemand Fotos nicht zeigen will, sie können auch gerne von oben bis unten mit Copyright bedruckt sein. Es geht nur um Gesichter von Kameraden und Erinnerungen aus einer Zeit, als es noch nicht um Copyright ging. Der Mann ist über 90 und sein Zustand verschlechtert sich.


    Wer kann mir sagen, an wen ich mich hier im Forum am besten wenden kann, wenn es um Infos oder Fotos zur LAH geht, speziell 13. und 16. Kompanie ??
    Stoffel

    Hallo, ich werde ihn jetzt, hab ich auch gestern erstmalig gemacht, einfach jedes mal aufnehmen und einfach erzählen lassen. Genaueste Infos zu den Einheiten erfährt man wohl eher bei den Spezialisten hier im Forum, aber Infos zu Gefühlen, zwischenmenschlichen Dingen, kleinen Anekdoten sind interessant. Er sagte z.B. gestern, dass er in oder bei Lyon einmal zur Bewachung eines Bahnhofs eingeteilt war, weil von dort erstmalig Soldaten in den Heimaturlaub fuhren. Dort stand auch Sepp Dietrich und ein Vertreter (hab den Namen vergessen, er weiss es aber noch) und sie winkten den Soldaten zum Abschied. Er liess dieses Bild mehrfach entwickeln und Dietrich sah das Bild und bat um ein Exemplar, worauf mein älterer Herr sagte, nur gegen ein Autogramm, was er dann auch gab. Er hat auch aus der Hand Dietrichs mein ich sein EK bekommen. Er erzählte auch was von Melittapol oder ähnlich, wo wohl eine Art Schloss war (Zarenprinzessin ??) und dort wurden Offiziere auf Lehrgängen ausgebildet. Da war er auch. Alltagsgeschichten halt, er hat dort nahe dem Schloss, wo es wohl ein grosses, leere Flussbett als Überlaufbecken für einen Fluss oder so gab, unmengen von Brennesseln mit Sensen Geschnitten um daraus Spinat zu machen ( was besser schmeckt und vitaminreicher ist als normaler Spinat) und die ganze Truppe kannte das nicht und haben sich immer wieder davon ernährt. Unwichtig, aber doch auch wichtig für andere Einblicke. Am besten ist es, ihr stellt konkrete Fragen. Ich kann gerne alles aufgezeichnete irgendwann mal auf cd bannen und weitergeben. Stoffel


    ... und immer wieder die Frage: Gibt es Fotos ? Ich wünsche mir, dass er nochmal sich oder Kameraden sehen kann. Seine Schwester hat zum Kreigsende alles vernichtet, was nach Nazi, SS oder sonstwie aussah. Leider.

    Hallo,
    hab heute mal wieder den alten Herrn besucht und sprach ihn an auf die diversen Fragen.
    murmelchen:
    Nein, er kann sich nicht an Helmut Dralle erinnern und auch nicht an die Namen der kleinen Orte


    udalerich:
    Ihm sagen der Fluss Bzura und auch Modlin etwas, aber er sagte, soweit er sich erinnern kann, waren sie in diesem Bereich nur an einer "zweiten Front", also wohl eher etwas zurückgelegen. Insofern war er NICHT bei der Einheit, die du suchst.


    Karl Grohmann:
    Ja, er ist sich sicher, dass es Otto Weidinger war, der sein Vorgesetzter war und zwar um den März 39 herum. Kann das sein ?


    OliverP, Ameisenbär und Roehrenfuchs:
    Die Geschichte mit der Atombombe hat sich etwas anders zugetragen, als ich geschrieben habe und zwar zeitlich. Es war am 30. Juni 1945, also ein Monat nach Kriegsende. Er war im Lazarett in Werningerode unter amerikanischer Aufsicht. Es sagte er habe die drei Lastwagen gesehen, die je eine Bombe, "Eier" wie er sagte, offen geladen hatten. Die Dinger waren etwa 1m hoch und 3m lang.
    Drei weitere von den sechs Bomben oder Raketen sind nach Russland gebracht worden. Sie lagerten in einem Salzbergwerk in Elbingerode oder ähnlich. Die Amis haben die Dinger nach Bremerhaven gefahren. Er sagte, das wusste der halbe Harz, dass die Dinger dort lagerten.
    Keine Ahnung was wahr ist, der Mann ist eigentlich noch sehr klar und selbst bei schlechterem Zustand würd er sowas ja nicht erfinden. Ich denke, es kann eine Mähr sein, ich denke aber auch, dass zu Kriegsende alles drunter und drüber ging und alles möglich war, vielleicht auch, dass die Deutschen doch schon so weit waren.


    Wie auch immer, es würde mich irrsinnig freuen, wenn es von der 13., bzw. nachher 16./LAH irgendwelche fotos von Kameraden geben würde. Gibt es hier im Forum keinen totalen LAH-Spezialisten ?? Gibt es jemand, der den genauen Weg dieser Kompanien nennen kann ? Polen, Holland, Frankreich, Griechenland, Russland ? Danke weiterhin für alle Infos und gerne, wenn es hilft, kann gefragt werden. Stoffel
    PS: Er war kurzzeitig zur Ausbildung bei der 15. Kompanie, SIG, schweres Infanterie Geschütz. Kommt das hin mit der Einheit ? Er erzählte was von "Grille" und von einem Chef namens Tscheceponek oder ähnlich geschrieben. Gibts Infos dazu ?

    ..... für all die spannenden Geschichten. Genauso habe ich mir manche Infos gewünscht. Es könnte zu manchen Soldaten noch detailliertere Infos geben, Einheiten, Augenzeugenberichte, etc., aber das ist scheinbar schwer herauszufinden teilweise, da es ja auch viele viele Jahre nicht sehr beliebt war, über seine Rolle im Krieg öffentlich zu berichten. Danke für die Infos zu Loriot und allen anderen. Es freut mich zu sehen, dass mein Interesse scheinbar viele teilen oder entdeckt haben. Bin weiterhin gespannt. Es gibt noch einige: Robert Lemke, Peter Frankenfeld, Curt Jürgens, Konsalik, Helmut Scheel, ......... wahrscheinlich hundert, die wir alle kennen. Danke nochmal für alle Mühen.
    Stoffel

    Hallo zusammen. Habe nach längerer Zeit grad zu diesem Thema mal wieder etwas gelesen, was ich recht spannend fand. Der allen bekannte, gerne belächelte, aber allemale interessante Künstler Joseph Beuys war ja Stukaflieger. Hier ein paar Eindrücke über seine Soldatenzeit:


    An Ostern 1941 verließ er das Gymnasium mit dem „Reifevermerk“, das dem heutigen Abitur gleichgestellt ist.
    Obwohl Joseph Beuys nach seinem Abschluss am „Staatlichen Gymnasium Cleve“ eigentlich eine Laufbahn als Kinderarzt plante (er hatte bereits ein Vorbereitungsstudium absolviert), meldete er sich während des Zweiten Weltkriegs freiwillig zur Luftwaffe.


    Am 1. Mai 1941 begann die militärische Ausbildung zum Bordfunker und Flugzeugführeranwärter für den Sturzkampfbomber Ju 87 bei der Luftnachrichtenkompanie im Flughafenbereich Posen. Beuys Ausbilder zum Luftnachrichtenfunker war der spätere Tier- und Dokumentarfilmer Heinz Sielmann. Professor Heinz Sielmann bildete in der Kriegszeit Josef Beuys zum Stukapiloten aus.
    Letztlich wurde er Adjutant und Freund des Ausbildungs-Unteroffiziers Sielmann. Er vertiefte in Beuys das Interesse an der Natur, besonders in der Botanik und Zoologie.


    Im Dezember 1941 wurde er zur Bordfunkerausbildungskompanie in die Luftnachrichtenschule 5 nach Erfurt-Bindersleben versetzt, wo er seine Ausbildung als Funker fortsetzte und im Mai 1942 zum Gefreiten befördert wurde. Während seiner Stationierung in Erfurt machte Beuys einen Kurzurlaub in Weimar, um dort das Friedrich-Nietzsche-Archiv und die Wirkungsstätten von Goethe und Schiller zu besuchen. Er malte hinter dem Schloss Belvedere in Wien ein Aquarell auf ein selbst verfasstes naturreligiöses Gedicht mit dem Titel Nordischer Frühling − das sogenannte Belvedereblatt, 1941.


    Nach seinem Ausbildungsabschluss als Bordfunker wurde er auf der Krim stationiert und nahm im Juni 1942 am Luftkampf um die Festungsstadt Sewastopol teil. Im Dezember 1942, Beuys war inzwischen Unteroffizier, wurde er zur Fortsetzung seiner Ausbildung an die Luftnachrichtenschule 2 nach Königgrätz in das Protektorat Böhmen und Mähren versetzt, wo er im Mai 1943 als Bordschütze in einem Stuka Ju 87 eingesetzt wurde.
    Nach der Verlegung zum Luftwaffenstab Kroatien im Sommer 1943 war er bis Ende 1943/Anfang 1944 an der östlichen Adria stationiert, von wo er zeitweise zu Waffentests die Luftwaffenbasis in Foggia in Italien anflog.


    Am 4. März 1944 begann an der Ostfront die Frühjahrsoffensive der Roten Armee und der damit verbundene Auftakt für den notwendigen Rückzug der deutschen Verbände aus der Ukraine. Bei einem Schneesturm am 16. März 1944 stürzte sein Stuka 200 Meter östlich von Freifeld, (Snamenka), über der Krim ab; der Pilot Hans Laurinck starb.


    Beuys verarbeitete seinen Absturz als Kunstwerk nach dem Krieg


    Joseph Beuys wurde bei diesem Unglück schwer verletzt, hatte einen Schädelbasisbruch, mehrere Knochenbrüche und Granatsplitter im gesamten Körper, die nie vollständig entfernt werden konnten, sowie ein nachbleibendes Absturztrauma.


    Krimtataren entdeckten das Wrack des Sturzkampfbombers und benachrichtigten ein deutsches Suchkommando. Beuys wurde unverzüglich in das mobile Feldlazarett 179 in Kurman-Kemeltschi, heute Krasno-Wardijske, auf der Halbinsel Krim überführt. Nach zwölf Tagen Bewusstlosigkeit fand er sich in einem deutschen Lazarett wieder, das er, kaum genesen, schon am 7. April 1944 verlassen musste.


    Mitte Mai 1944 wurde er wieder in das Protektorat Böhmen und Mähren nach Pardubitz versetzt. Einem Brief an seine Eltern vom 19. Mai 1944 ist zu entnehmen, dass er sich aufgrund zurückgebliebener Verletzungen durch seinen Flugzeugabsturz hier in Pardubitz des Öfteren in truppenärztliche Behandlung begeben hatte.


    Im August 1944 wurde er zum Kampf an die Westfront einberufen, wo er als Fallschirmjäger stationiert wurde und kam in den nördlichen Niederlanden, an der Nordseeküste und in Oldenburg bei der sogenannten „Gespenster-Division Erdmann“ zum Einsatz, einer Fallschirmjägereinheit, die aus zersprengten Truppenkontingenten notdürftig zusammengestellt worden war.


    In der militärischen Belobigungshierachie wurde er am 24. März 1944 mit dem „Abzeichen für Fliegerschützen“, am 12. April 1944 mit dem „Eisernen Kreuz 2. Klasse“ und am 2. Mai 1944 mit dem „Eisernen Kreuz 1. Klasse“ ausgezeichnet. Aufgrund von fünf Verwundungen erhielt er zudem das goldene „Verwundetenabzeichen“. Als Fallschirmjäger an der Westfront erreichte er den Dienstgrad eines Feldwebels.


    Nach der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 wurde Joseph Beuys am 9. Mai 1945 in Cuxhaven festgenommen und in ein britisches Internierungslager überführt. Nach fast genau drei Monaten konnte er das Lager am 5. August 1945 wieder verlassen und kehrte, körperlich schwer angeschlagen, zu seinen Eltern nach Kleve-Neurindern, Tiergartenstraße 187, zurück, wohin diese mittlerweile umgezogen waren. In dieser Zeit fasste er endgültig den Entschluss, Kunst zu studieren.


    So, dass wars und das finde ich recht ausführlich. Meine letzten Worte in diesem Spread waren zum Soldaten LORIOT, Vicco von Bülow, den ich sehr verehrt habe und um den ich sehr traurig bin. Hatte durch die Pressepräsenz wieder einmal das Foto gesehen, wo er mit EK1 im Gras liegt. Gibt es keinen, der mir sagen kann, bei welcher Division oder so er war oder wo er gekämpft hat ? Nach wie vor interessant für mich.


    Schönen Tag an alle.
    Stoffelbauer

    Hallo Jan,
    vielen Dank für die detaillierte Arbeit. Eine Frage zu deinem Satz: "... Die 3.Kompanie des Waffen-SS-Bataillons z.b.V. wurde zur SS-Division Wiking versetzt,"
    -- weisst du etwas über den weiteren dieser Einheit bei der Wiking ?? Danke. Stoffel

    Danke Oliver für diese ersten infos. Gibt es Infos zum Weg dieser Kompanie ?
    Gibt es Fotos ? Wäre das Buch: "Kriegstagebuch Nr. 1 1939-1942 18/Kp. LAH" oder nr.2 das Richtige ? Ist nicht so einfach zu liefern scheint mir und auch nicht gerade günstig. Dankbar für weitere Infos.
    stoffelbauer


    P.S.: Habe auch noch den Namen Otto Weidinger gefunden, der zumindest 1936 in der SS-Verfügungstruppe war. Vielleicht war es auch er ?

    Ein Hallo an alle, die hier gerade reinschauen,
    neben meinen Fragen zu einem Soldaten der Leibstandarte, erbitte ich noch vielleicht ein paar Hinweise zu einem alten Herrn, den ich letzte Woche auf einer 80. Geburtstagsfeier taf. Er kam ursprünglich aus Ostpreussen und war wohl in einer Panzereinheit. Er brachte mir seine noch vorhandene Erkenntungsmarke mit:
    5540 A 2.Stamm Komp. Pz.Ers.Abt.1
    Er meinte, das A ständ für Blutgruppe A.
    Er konnte sich nicht mehr erinnern, meinte aber er gehörte vielleicht zu einer 102. Panzer Brigade ?? Gibt es Infos zu dieser Erkennungsmarke und wo und wie diese Abteilung eingesetzt war ? Namen von Kompanieführern oder ähnlichem ?
    Vielen dank für Euer Interesse.
    Stoffelbauer