Posts by Jahrgang39

    Tag allerseits,


    das Dokument zum Thema Geschlechtsverkehr betrifft nicht Vergewaltigungen, sondern "einvernehmliche Zärtlichkeiten" und die kamen hinter allen Fronten vor, auch in der UdSSR.

    Was im Einzelnen unter "anderrassig" zu definieren ist, das war wohl anderweitig festgelegt. "Einvernehmliche Zärtlichkeiten" mit Damen aus Norwegen oder Frankreich fielen wohl nicht unter diese Vorschrift.


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    dieser Erlass des NS-Staates ist absolut typisch für eine "stramme Diktatur". Schon die Wortfindung ("rücksichtslos zu unterdrücken", "durch Verbringung in ein KZ - einzuschreiten") erinnert an die Ausfälle des "Führers" und dem wurde in diesem Erlass buchstäblich nachgeeifert. Das Wort "rücksichtslos" gehörte zur Standardsprache des "Führers".


    Eine Diktatur ist eben kein Rechtsstaat und das merkt man besonders in Kriegszeiten. Natürlich haben Demokratien für Kriegszeiten auch eine Notstandsgesetzgebung parat, aber die entspricht jedenfalls noch

    rechtsstaatlichen Grundsätzen.


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    bei der BW lief manches in der Aufbauphase alles andere als "bürokratisch". Auch bei der BW gab es schnelle Aufstiegsmöglichkeiten, ohne hier Vergleiche mit der Wehrmacht anzustellen!

    Ein typisches Beispiel für die Beförderungsmöglichkeiten der ersten Jahren in der BW: die sog. Neckermannoffiziere. Die waren nach 1 1/2 Jahren Leutnant der Reserve.

    Und mancher dieser Neckermannoffiziere hatte das Glück, bei der BW bleiben zu dürfen und sogar Berufssoldat zu werden, wie ein Klassenkamerad, der es immerhin

    bis zum Oberstleutnant brachte.


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    ich bin zwar kein Spezialist für Uniformen des 1. Weltkriegs, aber bei der Uniformjacke handelt sich aller Wahrscheinlichkeit um ein späteres Muster nach 1918. Das Verwundetenabzeichen wurde immer

    im Original getragen und nie als Band im Knopfloch.


    Was den Unteroffiziersgrad betrifft: entweder Vizefeldwebel oder Feldwebel. Die Achselklappe ist auf diesem Foto nicht eindeutig einsehbar!


    Grüße

    Bert

    mag sein - ich denke eher, er meint das gewaltige Ausmaß/Infrasturkur der Lager und ihrem eigentlichen Zweck.


    Aber so sind eben Zeitzeugenaussagen, man muss sie nehmen wie sie sind - denn wenn man darin heruminterpretiert - dann kann man alles ins Gegenteil interpretieren.

    Tag allerseits,


    die alte Leier nach dem Kriege. Die "braven Volksgenossen" wussten nicht, dass es Konzentrationslager gab und dass man jüdische Mitbürger aus ihren Wohnungen holte und von ihnen danach nichts mehr hörte.

    Während des Krieges funktionierte in der Bevölkerung die Weitergabe von Informationen über das Ausmaß des NS-Terrors bis Kriegsende bestens. Und die "braven Volksgenossen" hörten (fast) allesamt BBC-London und da erfuhr man EINIGES.....

    ..


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    es gab eben keine "unsittliche Nacktheit" beim Barras. Und die sog. Freikörperkultur empfand man damals, nach 1933, in manchen Kreisen der Bevölkerung als anstößig. In den flotten Zwanzigerjahren war das ganz anders.

    Aber ganz so "sittlich" war z.B. die damalige, vom Staat geförderte zeitgenössische Kunst jedenfalls nicht, wie der Anhang beweist. Der "Führer" soll ein Faible für solche Bilder und Skulpturen gehabt haben.


    Dazu

    https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46272529.html


    Gruß

    Bert

    Grüß Dich Kirill,


    herzlichen Dank für Deinen ergänzenden Hinweis. Ich wollten keinen Zusammenhang zwischen den Verbrechen Nazideutschlands und der Stalinverbrechen herstellen. Mir ist aber in gewisser Weise schon klar,

    warum man in Russland mit dem Problem Stalin "vorsichtiger" umzugehen hat, wenn man unseren Presseberichten hier "trauen" kann. Stalin soll nach wie vor einen gewissen Rückhalt in Teilen der russischen Bevölkerung haben, gelang es ihm doch, den Vaterländischen Krieg siegreich zu beenden.


    Herzliche Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    mich würde eigentlich interessieren, ob die Webseite der Föderalen Archivagentur Russlands nicht nur über "die Verbrechen der Nazis und ihrer Komplizen" berichtet, sondern auch zur Problematik Gulag und

    den verbrecherischen Verhaltensweisen des Genossen Stalin schon etwas Vergleichbares brachte.


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    aber die "standhaften Lehrer", die gab es nach dem Krieg vereinzelt auch. Es waren Lehrer, die während der NS-Zeit es ablehnten, der NSDAP beizutreten, aber danach eben nicht mehr befördert wurden.

    Einen solchen aufrichtigen Lehrer hatten wir. Sein Spruch: "Die Demokrate begann schon 1930 immer schwächer zu werden, weil die Menschen sich nur um ihr eigenes "Ich" kümmerten und zusahen, wie Hitler

    mit seinem Anhang eine Diktatur vorbereitete. Und als wir 1933 die Diktatur hatten, dann waren die Deutschen überwiegend ein Volk, das vom Kadavergehorsam beherrscht war.....".


    Und dann gab es noch einen Lehrer, der wohl sozialistische Wurzeln hatte und diese uns verständlich machen wollte. Unser Interesse ging damals gegen Null.


    Wir waren weit unpolitischer, als die heutige Jugend. Keiner in unserer Klasse war in einer Jugendorganisation einer politischen Partei. Nicht nur, weil wir das nicht wollten, sondern da gab es auch grundsätzliche Vorgaben der Eltern.


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    "früher war alles besser".....von wegen! Die Hungerjahre von Ende 1944 bis fast bis zur Währungsreform (1948) waren ein Graus. Da ist immer von Care-Paketen die Rede. In unserer Gegend gab es so etwas nicht.

    Wahrscheinlich "kassierte" sie damals irgend jemand. Die Schulspeisung, die irgendwann im Laufe des Jahres 1946 einsetzte, bestand anfangs nur aus matschigen Breisorten und süßen Suppen. Fleisch oder Wurst:

    Fehlanzeige. Da gab es in unserer Gemeinde "wichtigtuende Frauen", die das Verteilen der Schuspeisung "organisierten" und die sahnten auch ab, wenn es qualitativ bessere Dinge gab (Weizengebäck, Drops usw.).

    Eigentlich eine Schande, dass man die ausgehungerten Kinder noch beklaute!


    Trotz der widrigen Umständen mussten wir mitunter am Morgen - vor der Schule - in die Kirche. Damals war es nichts Besonderes, dass Mitschüler einfach aus der Bank kippten, so ausgelaugt waren sie. Aber den Unsinn

    mit diesen frühmorgendlichen Pflichtbesuchen in der Kirche nach sogenannten "Bittgängen" und Schulgottesdiensten behielt man bei.


    Grüße

    Bert

    wer so ab vierziger bis Ende der achtziger Jahre die Schulbank drückte dürfte kriegsgediente Lehrer gehabt haben.

    Tag allerseits,


    da hat Rainer Recht. Dennoch, obwohl uns in der Schule im Geschichtsunterricht diverse Dinge des 19. und 20. Jahrhunderts vorenthalten wurden, gab es natürlich noch andere Quellen.

    Und diese Quellen waren die ehemaligen Soldaten, die bei allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten über ihre Kriegserlebnisse erzählten. Ein Onkel von mir war Panzerfahrer an der Ostfront. Er fuhr

    den Panzer 1, 2 und 3. Von ihm erfuhr ich so manche Dinge.


    Nach heutigem Erkenntnisstand kann man auch feststellen, dass die damaligen Diskussionen der Kriegsteilnehmer kaum politische Art waren.


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    wenigstens hatten wir auch einen Lehrer, der zur Militärgeschichte des 2. Weltkriegs etwas sagen konnte. Er hatte zwar nicht das Fach Geschichte, dafür war er ein ausgezeichneter Klavierspieler und unterrichtete

    uns in Musik und Gesang. Seine Besonderheit, er war Offizier im Stabe des Wüstenfuchs Rommel und machte den Afrikafeldzug bis zum bitteren Ende mit. Er hätte ein Buch über seine Erlebnisse schreiben können,

    jedenfalls, seine Schilderungen waren für uns - gespickt mit vielen Einzelheiten - äußerst interessant. Meist vor den Ferien oder zur Faschingszeit baten wir ihn über den Afrikafeldzug zu reden. Und immer wieder

    aufs Neue kam er auf andere Dinge der damaligen Zeit zu sprechen. Es war einfach spannend. Das Ganze gelang dem Lehrer, ohne Politisieren zu müssen. Es ging nur um Fakten.


    Grüße

    Bert

    Grüß Dich Jostdieter,


    wie sich doch die Verhältnisse in der SBZ und der amerikanischen Zone in Bayern glichen. Nachdem man Lehrer, die PG waren, schon 1945 rausschmiss, hatten wir es auch mit schnell ausgebildeten Lehrern zu tun, die

    nicht einmal in der Lage waren, uns das Dividieren beizubringen. Das waren Lehrer ohne Abitur, die im Schnelldurchgang (Lehrerbildungsanstalt Pasing) zu "Schulmeistern" wurden. Und das Tollste: In den ersten

    beiden Schuljahren hatten wir täglich nur 2 Stunden Unterricht, weil das eigentliche Schulhaus mit Flüchtlingen belegt war. Und das Schlimmste: Eine Lehrerin, die zum Bereich der rassisch Verfolgten zählte und

    uns schlug und schikanierte. Gott sei Dank verschwand sie nach einem Jahr aus unserem Gesichtskreis.


    Grüße

    Bert

    Grüß Dich Jostdieter,


    in der SBZ und der späteren DDR war man mit der Entnazifizierung viel früher "fertig", als in den Westzonen. Wie Lehrkräfte in der DDR behandelt wurden, die bei der NSDAP waren, das entzieht sich meiner Kenntnis. In Bayern wurden solche Lehrkräfte 1945 aus dem Dienst entfernt. Manche landeten dann beim Kohleschippen in gemeindlichen Gaswerken. Mancher wurde nicht mehr als beamteter Lehrer übernommen, sondern war froh, als Lehrer im Angestelltenverhältnis nach jahrelanger Entfernung aus dem Dienst wieder unterzukommen. Und solche Lehrkräfte waren ausgesprochen vorsichtig. Über

    politische Dinge wurde auch in den oberen Klassen nicht gesprochen und bei meinem Geschichtslehrer endete das 20. Jahrhundert praktisch im Jahre 1910. Was danach kam, da ging es nur noch um

    Überschriften. NS-Staat, Judenverfolgung, 1. und 2. Weltkrieg: Fehlanzeige. Der damalige Geschichtslehrer hatte wohl ein Faible für Schiffe und deshalb erzählte er uns immer Details über die sog.

    "Westentaschenkreuzer", die Panzerkreuzer der 30er-Jahre. Das interessierte uns damals in keiner Weise.


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    die Lehrer der Nachkriegszeit taten sich mit diesem Thema schwer. Vor allem auch deswegen, weil sie vielfach ehemalige Mitglieder der NSDAP waren. Und so gab es kaum umfassende Ausführungen der Lehrkräfte zum Krieg von 1870/71. Das ganze Kriegsgeschehen wurde nur auf die Schnelle gestreift. Auch heute sind die Geschichtsbücher für die Schulen, sofern sie die kriegerischen Auseinandersetzungen des 19. und 20. Jahrhunderts betreffen, noch recht schmallippig


    Da sind die Franzosen schon ganz anders aufgestellt. Man beschreibt auch ganz eindeutig die Schwächen der französischen Armee im Krieg von 1870/7!.


    Dazu


    Eine Offensiv- gegen eine Defensivstrategie

    Die Franzosen verfügen zwar über ein besseres Gewehr als die Deutschen, das Chassepot Modell 1866, und über eine neue Erfindung, das Schrapnellgeschütz Canon Reffye, sowie das Maschinengewehr, das 75 Schuss pro Minute abgibt, jedoch sind das ihre einzigen Vorteile. Der Generalstab besitzt keine vollständigen Karten und muss sich mit hastig angefertigten Skizzen zufriedengeben. Vor allem aber ist die Führung schwach. Napoleon III. hat seinen Kriegsminister, Marschall Le Bœuf mit der Leitung der Operationen beauftragt, was jedoch eine verheerende Entscheidung ist. Le Bœuf ist Artillerieoffizier und kennt sich im Generalstab überhaupt nicht aus. Die ihn unterstützenden Generäle verfügen zum Großteil nicht über die erforderlichen Kompetenzen. Sie taten sich hervor und verdienten ihre Sporen im italienischen Krieg, der über zehn Jahre zurücklag, oder in den afrikanischen Feldzügen, aus denen sie taktische und strategische Kenntnisse mitnahmen, die für den französisch-preußischen Konflikt ungeeignet waren. Viele fürchten die Verantwortung. Sie sind daran schuld, dass die französische Armee die Defensive beibehält, während die Stimmung im Land und die Moral der Truppen eine Angriffsstrategie verlangen würden.

    Den Franzosen steht eine erfahrene und zuletzt gegen Dänemark und Österreich siegreiche Armee gegenüber, deren Generalstab sich eindeutig für die Offensive entschieden hat. Die Deutschen sind in drei Streitkräfte mit insgesamt 450.000 Mann aufgeteilt, wobei diese Zahl durch eine Reserve verdoppelt wird, die aus hartgesottenen ehemaligen Soldaten besteht. Der Nachschub ist bemerkenswert.

    Die preußische Überlegenheit entsteht auch durch die Verwendung großer Artilleriebatterien und einer ausgezeichneten Kanone, der Krupp-Stahlkanone, die ein Hinterlader ist, Aufschlaggranaten verwendet und eine Reichweite sowie Feuergeschwindigkeit hat, die ihrem französischen Pendant überlegen sind, der „4-Pfünder-Feldkanone“ aus Bronze, die ein Vorderlader ist und Granaten mit Zeitzünder verwendet, die zuvor auf nur drei Schussdistanzen eingestellt werden können.


    Das stammt aus einer lesenswerten Site in deutscher Übersetzung


    https://www.cheminsdememoire.g…rieg-von-1870-verstehen-0


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    man konnte (in betrügerischer Absicht) das EK 2 als EK1 tragen, aber das fiel ziemlich schnell auf, wie dieses Bild beweist.


    Ein Veteran, der während des Krieges in Norwegen stationiert war, erzählte, dass dort auch in dieser Hinsicht "gemauschelt" wurde. Da gingen Gefreite in Kneipen und legten sich das EK 2 um den Hals als

    "Pseudoritterkreuz", wahrscheinlich machte man solche Dinge im Suff.


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    interessant auch: Die Me 262 und die englische Gloster Meteor waren zweistrahlig. Die danach gebauten Düsenjäger der USA und der UdSSR waren einstrahlig


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    das findet man in der FLUG REVUE:


    Es kam auch immer wieder zu Berührungen mit gegnerischen Jägern, die als Begleitschutz für die Bomber dabei waren. Die Messerschmitts konnte den Mustangs mühelos davonfliegen und mussten sich nicht auf einen Kampf einlassen. Allerdings waren sie in der Start- und Landephase und im Langsamflug schwerfällig und verwundbar. Alliierte Jäger versuchten deshalb gezielt, diese Momente über den Heimatbasen der Me 262 abzupassen. Am 7. Oktober 1944 wurden zum Beispiel zwei startende Me 262 des Kommando Nowotny von amerikanischen Mustangs im Sturzflug angegriffen und abgeschossen.


    https://www.flugrevue.de/klass…t-mit-turbo-an-den-feind/


    Grüße

    Bert