Posts by Jahrgang39

    Tag allerseits,


    die Offiziersstiefel, wie unter "Wehrmachtsstiefel" abgebildet, waren alles andere als kriegstauglich. Vor allem die dünnen Ledersohlen waren wasserdurchlässig. Auch

    das Präparieren dieser Sohlen mit Firnis machte sie nicht wasserdicht.


    In seinem letzten Fronturlaub (Ende 1944) ließ mein Vater diese Stiefel in unserer damaligen Wohnung zurück. Er stieg auf "anderes Schuhwerk" um.


    Grüße

    Bert

    Der Wink an seine Gefolgsleute war deutlich: Anders als Stalin müsse er, der "Führer" sich immer noch mit unfähigen Generälen herumschlagen, die zudem nicht auf dem festen Boden der nationalsozialistischen "Weltanschauung" stünden. (Volker Ullrich: Adolf Hitler).

    Tag allerseits,


    nach außen waren Hitler und sein Anhang darauf spezialisiert, für den Gegner Hass aufzubauen, so auch für die politischen Kommissare der Roten Armee.

    Intern sah Hitler manches dann ganz anders.


    Dass die Wehrmacht bis zum 20.7.1944 recht unpolitisch blieb, das war Hitler wohl schon lange zuvor nicht genehm. Noch dazu war die Mehrheit der Offiziere und Generale nicht parteipolitisch orientiert. Und letztendlich durften nach dem 20.7.1944 Wehrmachtsangehörige bekennende Mitglieder der NSDAP sein bzw. werden.

    Der Andrang bei neuen Parteieintritten war wohl recht überschaubar. Hitler kopierte auch die russischen Kommissare und schuf den NS-Führungsoffizier.

    Man nahm damals jeden, der dazu irgendwie geeignet war. Die Mitgliedschaft bei der NSDAP war also nicht Voraussetzung für diesen Posten. Sogar ein Oberleutnant

    Franz Josef Strauß war NS-Führungsoffizier....


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    das Rezept für 120 Portionen war für einen Koch bestimmt, der aus "großen Pötten" kochte. Das Rezept war sicherlich irgendwo im Norden Deutschlands in Anwendung.

    Bayerische Köche kümmerten sich um solche Spezialitäten kaum. Auch die komischen hellen Soßen, die zum Gericht der Klopse gehören, sind in Bayern nicht sonderlich

    beliebt. Ich erlebte einen Küchenchef einer Klinik, der als Norddeutscher immer wieder versuchte, seine Klopse an den "Mann" zu bringen. Er scheiterte und

    verlegte sich dann auf "Fleischpflanzerl", die ein bayerischer Koch seiner Küche dann braten durfte. Und die wurden dann zu einem Highlight. Mann musste dann

    immer Übermengen produzieren und die wurden dann auch restlos vertilgt.


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    viele Infanteristen hatten im 1. Kriegsjahr im Osten teilweise massive Probleme mit ihren Knobelbechern. Es kam bei den strengen Frösten, die im Winter in der UdSSR herrschten, vielfach zu Erfrierungen der Zehen. Dies lag nicht nur daran, dass die Knobelbecher keine warme Fütterung hatten, einer Gründe war auch, dass die Stiefel

    genau nach der vorgegebenen Schuhnummer angepasst wurden. Die Sowjets war da schon etwas besser dran; sie trugen im Winter ihre Filzstiefel, die eine Nummer

    größer angepasst und teilweise mit Zeitungsresten aus der PRAWDA ausgestopft waren.


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    mein Gott, über was man sich alles aufregen kann!


    Ich habe mehrere Browser "im Programm". Es ist ganz unterschiedlich, wie schnell die Browser den Link des FDW laden. Einmal hängt sich der VIVALDI auf, dann

    wieder OPERA und an anderen Tagen laden diese beiden Browser durchaus flott den besagten Link. Über solche Dinge kann ich mich beim besten Willen nicht mehr aufregen.


    Auch am eigenen PC, egal welches Betriebssystem, passieren manchmal Dinge, die in keiner Weise nachvollziehbar sind.


    Sonntägliche Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    Hitler führte ein intensives Gespräch im Jahre 1942 mit dem finnischen Marschall Mannerheim.


    Dazu

    https://www.youtube.com/watch?v=TrZNMPRhrT8


    Hitler gibt unumwunden zu, dass er völlig überrascht war, als die Sowjets in den Ostfeldzug mit 35.000 Panzer zogen. Wenn man sich dieses Gespräch anhört, dann

    kann man nachvollziehen, das Hitler schon 1942 an einem schnellen Sieg im Osten in gewisser Weise zweifelte.


    Warum Hitler die von den Sowjets vorgeschlagenen Friedenverhandlungen trotzdem ablehnte, das bleibt wohl ein Rätsel.


    Grüße

    Bert

    Grüß Dich Jockel,


    zu Deiner Frage:


    Seit Dezember 1942 versuchte die Sowjetunion über die von einer Frau Kollontai geleitete Stockholmer Botschaft Kontakt mit Vertretern des Deutschen Reichs aufzunehmen, um zu "Friedensgesprächen einzuladen". Dies scheiterte an der Weigerung Hitlers im September 1943. Im März und April 1944 erwog Hitler, von Goebbels gedrängt, nun doch Verhandlungen mit der Sowjetunion zu führen. Aber dies geschah nur halbherzig und war angesichts der Kriegslage schon aussichtslos. (Quelle: Deutschland Traum oder Trauma (S. 436, 437), von Werner Maser, Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf., 1984). Vorgespräche über ein Ende des deutsch-sowjetischen Krieges fanden definitiv auf einer etwas unteren Ebene statt. Seit Dezember 1942 trafen sich in Stockholm mehrmals ein Herr Edgar Klein und ein Dr. Peter Kleist. Beide Herren sprachen wie vernünftige Menschen miteinander, ob es nicht nunmehr an der Zeit sei, den für beiden Seiten so opferreichen Kampf im Osten durch eine deutsch-sowjetische Übereinkunft zu beenden. Dr. Peter Kleist war nicht "irgendwer". Als Ministerialdirigent im Auswärtigen Amt befand er sich mit einem Spezialauftrag Ribbentrops in Stockholm. Hitler wird davon wohl gewusst haben. Herr Edgar Klein war zweifelsfrei legitimiert, als Mittelsmann der Sowjetregierung und Vertrauensmann Alexandrows, des Leiters der Deutschlandabteilung im sowjetischen Außenministerium. Leider kamen diese Gespräche über ein "gewisses Abtasten" nicht hinaus und wurden dann eingestellt (Quelle: Odyssee in Rot von Heinrich Gerlach, Büchergilde Gutenberg, S. 229).


    Grüße

    Bert

    nicht nur der getreue Heinrich rechnete mit einer Niederlage. Auch der Hitler-hörige Goebbels hatte seit Herbst 1943 wiederholt bei Hitler den Versuch unternommen, mit Stalin zu einer Separatverständigung zu kommen. Sein Ziel war, aus dem Krieg "mit einem blauen Auge" herauszukommen (Volker Ullrich "Adolf Hitler").

    Tag allerseits,


    Himmler war in den Augen HItlers ein Verräter, weil er hinter seinem Rücken versuchte, Friedensverhandlungen einzuleiten. Bei Goebbels war es etwas anders. Er schlug HItler im Jahre 1943 vor, über Mittelsmänner

    indirekt Friedendsverhandlungen mit der Sowjetunion zu führen. Und diese wurden mit Einverständis des "Führers" auch begonnen. Aber dann wieder abgebrochen. Damals wäre Stalin noch an einem Ende des

    Krieges interessiert gewesen, danach nicht mehr.


    Grüße

    Bert

    Grüß Dich Karl,


    auch die Infanterieregimenter glänzten vor dem Krieg mit "besonderen Leistungen". Beim damaligen Inf. Rgt. 40 fanden vor 1939 jährlich Jagdspringen statt, die großen Zulauf hatten.

    Es gab damals bei der Preisverleihung sogar kleine Pokale. Einer davon ist in meinem Besitz. Die damaligen Inf. Regimenter wollten beweisen, dass in ihren Reihen auch recht gute

    Reiter waren. Diese Jagdspringen wurden damals bei dem genannten Regiment vor allem von Feldwebeln ausgetragen. Diese "besonderen Leistungen" von Infanteristen als Reiter

    kamen dann beim Krieg im Osten nicht mehr zum Tragen. Mein Vater war bis Kriegsende ausnahmslos per pedes in den Weiten der UdSSR und zuletzt in Ostpreußen unterwegs.


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    was es auch gab, das waren Neidkomplexe, die so manche Infanteristen hatten. Das fliegende Personal der Luftwaffe, mit ihren tollen Unterkünften und ihrer Sonderverpflegung,

    das war oftmals für Infanteristen, die im Krieg Tag und Nacht an der Front in Schützengräben verbringen mussten, kein soldatisches Vorbild. Man machte bestenfalls

    Witze über die "Flieger". Dass die "Flieger" auch einen recht gefährlichen Soldatenberuf hatten, das nahm man bewusst nicht wahr. Und wie bereits erwähnt, auch die Veteranen

    der Infanterie grenzten sich nach dem Krieg bewusst von den "Fliegern" ab. Mit denen wurde auch regelmäßig kaum diskutiert. So war es jedenfalls im Süden Bayerns.


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    es gab zwischen den verschiedenen Waffengattungen richtiggehende Abgrenzungstendenzen. Die Infanterie nahm für sich in Anspruch, "die Königin der Waffen" zu sein.

    Und beispielsweise Angehörige der Panzerwaffe grenzten sich schon ab in in ihren eigenen schwarzen Uniformen, mit offenem Kragen und Krawatte. Infanteristen kamen

    in ihren Uniformen "zugeknöpft" irgendwie daher wie im Krieg von 1914/18. Selbst nach dem Krieg blieben die ehemaligen Soldaten der einzelnen Waffengattungen buchstäblich unter sich, wenn sie über ihre Kriegserlebnisse sprachen. Meistens waren die ehemaligen Infanteristen in der Überzahl. Wer bei der Luftwaffe oder der Marine war, der durfte zuhören, mehr meistens nicht.


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    wir sollten die Sache mit dem Panzer und dem "alten Herrn" nicht unbedingt nur verharmlosen. Wenn solche Dinge Schule machen sollten, dass Hinz und Kunz Panzer und Kriegsgerät in ihrem Keller haben dürfen, dann läuft etwas schief in unserem Land! Wenn es zu einem Urteil kommt, dann wird es ohnehin milde für den alten Herrn ausfallen! Seltsam ist auch, dass die "Oberen" in der besagten Gemeinde wohl vom

    Anfang wussten, was da läuft. Warum wurde da nicht eingeschritten? Seltsam!


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    Es ging in den 70er-Jahren noch ganz schön rund. Da wurden beim "fröhlichen Kegeln" immer wieder auch Geburtstage gefeiert und ordentlich getrunken. Da trank mancher in den südlichen Gefilden unserer

    Republik locker 4 Halbe Bier und einige Schnäpse und danach fuhren diese Typen mit ihrem VW oder Opel heim zu Mutti. Diese Typen hatten meist Glück. Sie schrammten gelegentliche bei der

    Einfahrt in ihrer Garage die Wand, aber von richtigen Unfällen blieben sie verschont. Polizeikontrollen waren damals selten. Gott sei Dank läuft das heute anders. Bei den heutigen Verkehrsverhältnissen,

    sollte man als Autofahrer jeglichen Alkoholgenuss meiden.


    Gesoffen wurde auch bei der Wehrmacht. Die damaligen Vorschriften i.S. Alkohol waren ungenau und dürftig.


    Grüße

    Bert

    Grüß Dich Peter,


    Deine Ergänzung war notwendig. Die damalige "Landespolizei" bis 1935 in Bayern wurde allgemein als "LAPO" bezeichnet.


    Nach dem Krieg hatten wir in Bayern fast in allen Städten sogenannte Stadtpolizeien in blauen Uniformen, dagegen hatte die "Landpolizei" grüne Uniformen.

    Das mit den Stadtpolizeien führte zu teilweise recht sonderbaren Diensteinteilungen seitens der Oberbürgermeister und seiner leitenden Mitarbeiter. Man setzte

    Polizeibeamte für Arbeiten ein, die mit dem Polizeiaufgabengesetz eigentlich nicht zu begründen waren. Es war in machen Großstädten damals keine Seltenheit,

    dass Polizeibeamte Wahltafeln nach den Wahlen entfernen mussten, weil die Parteien, dies nicht veranlassten. Die Verstaatlichung aller Stadtpolizeien in Bayern

    machte diesen Spielchen ein Ende.


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    Erst nach dem Hitlerputsch konnte die Bayerische Landespolizei besser mit dem zivilen Polizeiapparat, bestehend aus Gendarmerie, staatlichen Schutzmannschaften und Gemeindepolizeien, verzahnt werden. Politisch verhielt sie sich in der Folgezeit weitgehend staatstreu, wenn auch viele Landespolizisten dem demokratischen System weiterhin reserviert gegenüberstanden.


    Im Zuge der Vereinfachung der Staatsverwaltung reduzierte man die Landespolizei aus Spargründen bis 1929 personell um 2.200 Mann. Ab 1929 wurde sie verstärkt in die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen rechts- und linksextremen Gruppierungen hineingezogen. Anfang 1930 löste Christian Pirner (1883-1968) Hans von Seißer als Chef der Landespolizei ab; von 1933 bis zur Auflösung 1935 führte Heinrich Döhla (1881-1946) das Kommando. Während der "Machtergreifung" der NSDAP 1933 blieb die kasernierte Landespolizei in Bayern passiv. Die neuen Machthaber nutzten sie sofort für ihre Zwecke, etwa zur Ausbildung und Unterstützung von SA, SS, Postschutz und Bahnpolizei oder als KZ-Wachpersonal. Zum 1. April 1935 schied die Landespolizei aus der bayerischen Verwaltung aus und ging als Schutzpolizei auf das Reich über. Am 15. Oktober 1935 wurde sie schließlich komplett in die Wehrmacht eingegliedert, nur wenige Beamte traten in den polizeilichen Einzeldienst über.


    Quelle

    https://www.historisches-lexik…tere_Entwicklung_bis_1935


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    seltsam ist die ganze Sache noch immer. Es kann nicht sein, dass niemand bemerkte, wie dieser Zeitgenosse einen Panzer und anderes Kriegsgerät in sein Grundstück und dann in das Untergeschoss schaffen ließ. Da müssen wohl alle, auch die Kommunalpolitiker des Ortes, nichts gesehen und nichts gehört haben. Warum das so war, das wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben, denn das zuständige Gericht wird sich

    mit dieser Problematik kaum befassen.


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    mein Vater lag im Frühjahr 1945 verwundet im Reservelazarett Zopott. Die Kellerräume waren bestens gefüllt mit Lebensmitteln und vor allem mit alkoholischen Getränken aller Art. Trotzdem gab es für die

    Verwundeten meist kein Bier und keinen Wein und natürlich auch keinen Schnaps. Als das Reservelazazarett wegen der anrückenden Roten Armee Hals über Kopf geräumt werden musste, bekamen 3 Verwundete gemeinsam eine Flasche Wein

    Der ganze Rest der alkoholischen Getrtänke blieb wahrscheinlich im Hause. Die Russen werden sich gefreut haben.


    Grüße

    Bert

    Tag allerseits,


    noch mehr gesoffen wurde bei den Franzosen während des "Sitzkrieges". Der Alkoholkonsum nahm damals in der franz. Armee dermaßen überhand, dass auf den dortigen Bahnhöfen Ausnüchterungszellen für Soldaten eingerichtet wurden.


    Grüße

    Bert

    Und irgendwie ist das weit von den genormten BW-Schildern entfernt, die man ab und an mal am Straßenrand der Autobahn entdeckt, wenn grad wieder verlegt wird.

    Tag allerseits,


    im Krieg ist eben alles anders. Da sind kaum professionelle Schildermaler und Hersteller für genormte Schilder verfügbar.


    Grüße

    Bert