Posts by Odenwälder Bub

    ch weiß zwar nicht woher du deine Informationen bezüglich des Jahres 1934 hast,der Richtigkeit halber möchte ich nur darauf hinweisen,dass das von dir angegebene Zitat aus Hitlers Buch "Mein Kampf" stammt (S.291) und somit aus der Zeit vor 1934 stammt.


    Diese Passage wurde dazu ebenfalls bereits im Illustrierten Beobachter von 1931 Folge 23 Seite 477 abgedruckt.

    Hallo,


    danke hierfür. Es wäre weiterhin zu bedenken in wieweit die Thematik Juden & Architektur nicht bereits als antisemitisches Motiv im Sinne einer Kritik der Moderne bzw. antimodernisitischer Tendenzen in bestimmten Kreisen der Gesellschaft und entsprechender Publikationen bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts allgemein vorhanden war und von Hitler hier nur rezipiert wurde, wie vielerlei in Mein Kampf. Der angebotenen Allgemeinplatz "Selbst in der Architektur ging es um die Juden" mag somit zwar mitnichten falsch sein, doch erscheint er mir recht banal und verkürzt.


    Beste Grüße


    OB

    Also wurde im Falle ein Hypospadie oder auch Phimose nicht anders als heute gehandelt.

    Hallo,


    was genau meinst du damit? Es handelt sich um 2 völlig verschiedene Diagnosen. Die Indikationen zum Handeln ergaben und ergeben sich heute auch aus dem konkreten Befund, sowie möglichen allgemeinen Komplikationen. Bei Ersterer ist natürlich für besagte Zeit, der hier ja nun auch in einiger Breite

    besprochene "rassenhygienische" Aspekt zu berücksichtigen. Grundsätzlich würde ich mich bei der Bewertung solcher Fragen nicht unbedingt nur an Autorennamen und Werken orientieren.


    Beste Grüße


    OB

    mehrere in der Musterung gesagt haben sie hätten Phimose ( Fehlbildung der Vorhaut)

    Hallo,


    dies wohl aber um die erfolgte Zirkumzision (Beschneidung) zu "erklären". Eine Phimose wäre ja eine medizinische Indikation (und keine religiös-kulturelle) für eine Beschneidung.


    Beste Grüße


    OB

    Quote

    Mir ist wer wen "ausgenutzt" hat bekannt. Aber daß derart renomierte Institutionen die Erkenntnisse ad absurdum führten und solch einen Qutsch als höchst wissenschaftlich darstellten ... läßt bei mir eine Welt zusammenbrechen.


    Hallo,


    mit dieser Aussage zeigst du eigentlich, dass du den Sachverhalt, den du nur wenige Sätze davor ausgeführt hast, nämlich, dass sinngemäß gesprochen Konzepte von Wissenschaftlichkeit einem Wandel unterliegen, nicht verinnerlicht hast. Ansonsten würdest du das Wort "Quatsch" vermeiden.

    Die Konzepte und Theorien der Eugenik, in Deutschland "Rassentheorie" genannt, waren in der damaligen "westlichen Welt" akzeptierte, ernst genommene Lehrmeinungen. Und das ist zunächst einmal völlig wertfrei gemeint und auch so zu betrachten. Die Verwerfungen die das nach sich gezogen hat, sind bekannt.

    Als "Quatsch" können wir dies heute nur etikettieren, weil man durch die nach 1945 sich immer stärker etablierenden biomedizinischen Laborwissenschaften, hinsichtlich Vererbung, Erbkrankheiten, etc. schlauer geworden ist.

    Wir sprechen heute von Humangenetik. Deren erste Vertreter übrigens großteils aus dem Kreise jener stammen, welche sich vor 1945 Rassentheoretiker nannten!

    Es fällt auf, dass hier im Forum (und besonders in diesem Thread) , wenn es um Wissenschaftsgeschichte vor allem auch der Biowissenschaften geht, doch meist nur emotional-politisch argumentiert und geschrieben wird, da den allermeisten sowohl wissenschaftstheoretische, als auch wissenschaftshistorische Hintergründe fehlen. Eine echte wissenschaftshistorisch-theoretische Debatte, welche tiefgreifende Kenntnisse historischer Konzepte von Wissenschaftlichkeit voraussetzt habe ich hier zu diesem Thema bisher nicht gesehen. Man muss leider sagen, dass hier der Vorwurf, der sonst nur von den Ewiggestrigen hinsichtlich des "Anlegens heutiger Maßstäbe an damalige Konzepte" vorgetragen wird, hier leider tatsächlich einmal zutrifft!


    Die Literatur zur Wissenschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts ist uferlos! Man kann nur ermutigen sich hier einzulesen. Es eröffnen sich einem Welten von denen man gar nicht geglaubt hat, dass es sie gibt!



    Nur nebenbei: Die Themen Vererbung von Ethnizität und Vererbung von Intelligenz sind zwar in den öffentlich-medialen Diskursen der westlichen Welt politisch völlig unkorrekt, jedoch an den Spitzenuniversitäten dieser Welt mit großem Aufwand und viel Forschung bedachte Themen, welche ganz ernsthaft diskutiert werden. Dies auch Dank der molekulargenetischen Methoden der heutigen Zeit auf einem ganz anderen Niveau. Siehe hier z.B. die Arbeitsgruppe von David Reich an der Harvard Universität.


    Beste Grüße


    OB

    Hallo,


    die Letalität aller Fleckfiebererkrankungen bei der deutschen Wehrmacht lag bis Ende 1943 bei 16,5%.

    Wer sich näher für das Thema interessiert, sollte sich mit dem wegweisenden Beitrag von Karl-Heinz Leven Fleckfieber beim deutschen Heer während des Krieges gegen die Sowjetunion (1941-1945) beschäftigen. Erschienen ist dieser im Tagungsband Sanitätswesen im Zweiten Weltkrieg, zugleich Vorträge zur Militärgeschichte Band 11, herausgegeben von Ekkehart Guth.


    Beste Grüße


    OB


    PS: Es gäbe viel zum Thema zu schreiben, aber das würde den Rahmen hier leider sprengen.

    vorrangiges Ziel der NS-Euthanasie war wohl die Vernichtung von "unwertem Leben" und Ausrottung von Erbkrankheiten im Zuge der von den Nationalsozialisten im Rahmen ihrer Ideologie betriebenen Rassenkunde, -Hygiene und Gesetze.

    Hallo,


    von Erlkoenig20 genannte Belange wurden ganz klar als weitere Punkte auch angeführt. In den meisten Publikationen jedoch nur am Rande betrachtet, da das Thema (Reserve-)Lazarette und deren institutioneller Geschichte aufgrund sehr spärliche überliefertem Schriftgut nur unbefriedigend erforschbar.


    Beste Grüße


    OB

    Hallo Michael,


    danke für die Erläuterungen.


    Jürgen: Ich wäre an den Ausführungen zum Heildienst in der Dir vorliegenden Chronik interessiert, gibt es eine Möglichkeit, dass du mir die entsprechenden Ausschnitte zukommen lassen könntest?


    Beste Grüße


    OB

    Hallo,


    es gibt durchaus aufwändig gestaltete und umfangreiche Chroniken bestimmter Arbeitsgaue, die aber nie in den Druck gegangen sind oder nur in kleinen Auflagen für ehemalige Arbeitsdienstangehörige erschienen sind. Manche liegen in Archiven,manche befinden sich in privater Hand. Mir mir ist auch in einem Fall eine ausführliche Chronik eines einzelnen Lagers bekannt.


    Beste Grüße


    OB

    Was eine universitäre Arbeit über den RAD, ob nun weiblich oder männlich, automatisch um (mindestens) eine Note herabstuft, ist die Ausklammerung von Zeitzeugen.

    Eine Bachelorarbeit ohne Zeitzeugeninterviews ist wie ein Fisch ohne Wasser.

    Hallo,


    ich habe schon lange nicht mehr einen solchen Unfug in diesem eigentlich sehr hochkarätigen Fachforum gelesen. Hier scheint der Blinde von den Farben zu sprechen. Es ist wohl v.a. eine Frage des Ansatzes, der für eine solche Arbeit gewählt wird. Ob rein historisch, oder eher sozialiwissenschaftlich. Sich der Aussagen von Zeitzeugen zu bedienen ist gerade in der Zeitgeschichtsforschung ein doch vergleichsweise! neues Phänomen. Dass einzig und allein das Auslassen solcher Aussagen, die Jahrzehnte nach den Ereignissen getätigt wurden, mehrere Notenstufen ausmachen halte ich gelinde gesagt für recht übertrieben. Es wäre mir neu, dass dies systematisch so ist!


    Natürlich können Zeitzeugenaussagen als eigene Entität in entsrpechenden Untersuchungen verwendet werden. Man sollte sich gerade einmal auch die wissenschaftliche Literatur ansehen, die sich mit Zeitzeugenaussagen als Quellen beschäftigt und welche Methodik und"Werkzeuge" zu deren Verwednung und Auswertung herangezogen werden sollten. Alleine wie sich Aussagen, die Jahrzehnte nach den Ereignissen getätigt werden, widersprechen oder im Vergleich zu früher getätigten Aussagen verändern können ist ein interessantes Thema. Es wird hier im Forum einige geben, die das bestätigen können.


    Der ganze Beitrag liest sich nach einem "Heimatforscher", der in bester Stammtischmanier den einfältigen Akademikern und Studenten nun einmal richtig erklären muss wo der Hammer hängt und wie der Hase läuft. Dass selbst ernannte Heimatforscher auch oft in aller einfältigstern bzw. oberlehrerhafter Art und Weiße sogen. Forschungsergebnisse vorstellen, wird hier leider völlig ausgeblendet.


    Mein Fazit aus mitlerweile 10 Jahren Regionalforschung besteht vor allem darin, dass es meist mehr darauf ankommt in welchem Zeitungsartikeln man wieder einmal erwähnt wird und man als"Wissenschaftler" :D und "Historiker" bezeichnet wird (obwohl beides nicht stimmt), als wirklich an der Thematik und ihrer korrekten Bearbeitung nach allen Regeln der Kunst interessiert zu sein. Auffällig ist hier die hohe Dichte pensionierter Studienräte und sonsitger Beamter. Und nein, Geschichtslehrer sind keine Historiker! Meist stilisiert man sich als großen Kenner und Interpretator der regionalen Zeitgeschichte und betont wie wichtig es doch sei, dass v.a. junge Menschen sich an so etwas beteiligten. Aber wehe es kommt einmal ein solcher Junger daher, der die maximale Unzulänglichkeit, mangelhafte Methodik und Unkenntnis dieser Herrschaften aufzeigt. Dann ist ganz schnell Schluss mit diesen Sonntagsreden und Lippenbekenntnissen. ^^


    Es wäre noch interessant zu wissen, welche Zeitzeugenaussagen der Autor des obigen Beitrages genau meint. Ich habe bisher seltenst erlebt, dass sogen. Heimatforscher in der Lage waren ordentliche Zeitzeugenaussagen von z.B. ehemaligen Arbeitsmännern aus den lokalen Barackenlagern oder ehemaligen Arbeitsmaiden aufzuzeichnen, obwohl Gelegenheit dazu bestanden hätte. Von wesentlich interessanteren Aussagen von ehemaligen Mitgliedern des Führerkorps des RAD wollen wir gar nicht erst anfangen. Genau dies haben, oh Schreck, doch tatsächlich waschechte Historiker im Rahmen ihrer Möglichkeiten teils getan!


    Um diffamierenden Spekulationen im Folgebeitrag vorzubeugen, ich bin kein Historiker! 8o


    Beste Grüße


    OB

    Hallo,


    wenn man fragen darf, wo entsteht die Bachelorarbeit? CAU Kiel? Ich selbst lebe, arbeite und forsche in Lübeck. Kenne das Lübecker Stadtarchiv gut und auch in Teilen das Landesarchiv. Hier gibt es schon Archivalien zum RAD.

    Einer meiner Schwerpunkte ist der RAD hinsichtlich bestimmter Facetten. Was genau wird gesucht? Ist überhaupt Forschungsliteratur zum RAD schon gelsen und studiert worden? Wenn nein, dann sollte man das schleunigst tun!

    Wie viel bist du bereit in die Recherche an Zeit und Aufwand zu investieren? Nur eine zusammenkopierte Schmalspurarbeit oder doch fundierte Recherche? Weibliche Jugend, weil wirklich tieferes Interesse besteht oder weil es einfach heute angesagt sich mit feministischen/antifeministischen Themen zu befassen?


    Ich frage, weil ich gerne helfe, allerdings nur, wenn die Bereitschaft vorhanden ist eine ordentliche Arbeit abzuliefern, die aus Eigenleistung besteht.


    Viele Grüße


    OB

    Hallo Thilo,


    vielen Dank, dass du das hier mit uns teilst. Die Ruine habe ich auch schon einmal erkundet. Das Wort RIMDIDIM soll sich wohl übrigens aus dem regionalen Dialekt ableiten, und bedeutet auf Hochdeutsch soviel wie "rundherum".


    Beste Grüße


    OB

    Guten Abend,


    das Projekt ist zwischen dem DHI Moskau (Träger Max Weber-Stiftung) und dem CAMO/ russischen Verteidigungsministerium nach längeren Verhandlungen verabredet worden. Ende 2012 gab der damalige Verteidigungsminister das OK. Der finanzielle Aufwand wurde damals mit 2,5 Mio.€ beziffert, der von der Max Weber-Stiftung getragen wird. Dafür wurden hochwertige Reproduktionsgeräte bereitgestellt und die Personalkosten der russischen Mitarbeiter übernommen. Pro Tag schafft man ungefähr 300 Blatt.


    Beste Grüße


    OB

    Hallo Karl,


    da das Material urheberrechtlich geschützt ist, tue ich mir da etwas schwer eine Seite aus diesem Buch einzustellen.


    Natürlich habe ich nur den Idealfall beschrieben. Dass dies unter Kriegsumständen (Personalmangel, etc.) mitunter vielfach anders verlaufen ist,

    ist naheliegend.Die von Dir benannten Personengruppen wurden eingesetzt, kenne ich auch aus etlichen Schilderungen, allerdings unter

    entsprechender Aufischt und Anleitung von Luftwaffenpersonal. Manchmal zog man auch Flaksoldaten als Helfer heran.

    Dass die ortsansässgie Zivilbevölkerung mit der Bergung "beauftragt" wurde kann ich mir kaum vorstellen.

    Ich habe zum Thema Absturz schon ein paar Schriftstücke gesehen, die besagen, dass sich Zivilpersonen von abgestürzten (Feind-)Flugzeugen auf jeden Fall fernzuhalten haben. Dass es trotzdem jede Menge Schaulustige und "Andenkenjäger" an den Absturzstellen gab steht auf einem anderen Blatt.


    Zu Notlandungen: Hier kenne ich Fälle, wo notgelandete Maschinen auf dem Lande mit den entpsrechenden Transportmitteln zum nächsten Bahnhof verbracht und dort dann auf die Bahn umgeladen wurden.


    Ist in dem Dir vorliegenden Bericht mit "Flieger" wirklich ein Flugzeug gemeint oder möglicherweise doch ein "Flieger" im Sinne eines Flugzeugführers?


    Beste Grüße


    OB