Posts by Odenwälder Bub

    Hallo Thilo,


    vielen Dank, dass du das hier mit uns teilst. Die Ruine habe ich auch schon einmal erkundet. Das Wort RIMDIDIM soll sich wohl übrigens aus dem regionalen Dialekt ableiten, und bedeutet auf Hochdeutsch soviel wie "rundherum".


    Beste Grüße


    OB

    Guten Abend,


    das Projekt ist zwischen dem DHI Moskau (Träger Max Weber-Stiftung) und dem CAMO/ russischen Verteidigungsministerium nach längeren Verhandlungen verabredet worden. Ende 2012 gab der damalige Verteidigungsminister das OK. Der finanzielle Aufwand wurde damals mit 2,5 Mio.€ beziffert, der von der Max Weber-Stiftung getragen wird. Dafür wurden hochwertige Reproduktionsgeräte bereitgestellt und die Personalkosten der russischen Mitarbeiter übernommen. Pro Tag schafft man ungefähr 300 Blatt.


    Beste Grüße


    OB

    Hallo Karl,


    da das Material urheberrechtlich geschützt ist, tue ich mir da etwas schwer eine Seite aus diesem Buch einzustellen.


    Natürlich habe ich nur den Idealfall beschrieben. Dass dies unter Kriegsumständen (Personalmangel, etc.) mitunter vielfach anders verlaufen ist,

    ist naheliegend.Die von Dir benannten Personengruppen wurden eingesetzt, kenne ich auch aus etlichen Schilderungen, allerdings unter

    entsprechender Aufischt und Anleitung von Luftwaffenpersonal. Manchmal zog man auch Flaksoldaten als Helfer heran.

    Dass die ortsansässgie Zivilbevölkerung mit der Bergung "beauftragt" wurde kann ich mir kaum vorstellen.

    Ich habe zum Thema Absturz schon ein paar Schriftstücke gesehen, die besagen, dass sich Zivilpersonen von abgestürzten (Feind-)Flugzeugen auf jeden Fall fernzuhalten haben. Dass es trotzdem jede Menge Schaulustige und "Andenkenjäger" an den Absturzstellen gab steht auf einem anderen Blatt.


    Zu Notlandungen: Hier kenne ich Fälle, wo notgelandete Maschinen auf dem Lande mit den entpsrechenden Transportmitteln zum nächsten Bahnhof verbracht und dort dann auf die Bahn umgeladen wurden.


    Ist in dem Dir vorliegenden Bericht mit "Flieger" wirklich ein Flugzeug gemeint oder möglicherweise doch ein "Flieger" im Sinne eines Flugzeugführers?


    Beste Grüße


    OB

    Hallo manni,


    den jewiligen Leithorsten der Luftwaffe war eine Bergekompanie zugeordnet, die ein bestimmtes Einzugsgebiet abdeckte. Diese nahm dann unter Leitung eines Ingenieurs die Bergungen vor, die jeweils in einem sogen. "Anfassbericht" dokumentiert wurden. Diese Berichte sind heute meiner Kenntnis nach wenn überhaupt nur fragmentarisch überliefert. Oft wurden sie entweder bei Kriegsende vernichtet oder aber es wurde auch der ein oder andere Aktenordner im Chaos der letzten Tage vom Personal mit nach Hause genommen. Weiter könnte ich mir vorstellen dass, sofern nach Kriegsende noch vorhanden, zumindest in der amerikanischen Besatzungszone diese Berichte in die Suchunterlagen zu eigenen vermissten Maschinen/Besatzungen eigepflegt wurden.


    Nach dem Krieg waren diese "Anfassberichte" für diejenigen, die sich etwas vom Aktenmaterial gesichert hatten unschätzbare Quellen zum Metallschrott sammeln. In einem anderem Forum hat einmal vor ein paar Jahren ein Nutzer genau so einen Fall von einem alten Herrn berichtet, der einige Jahre lang nach dem Krieg auf diese Weise einen florierenden Altemetallhandel betrieb und damit das Startkapital für ein Folgeunternehmen einfuhr. Die Akten landeten danach im Altpapier. ;)


    In Spurensuche Band 3: Zeugnisse des Luftkrieges, Flugzeugbergungen und Fliegerschicksale von Michael Balss findest du, wenn ich mich jetzt nicht ganz irre, eine Seite eines Anfassberichtes abgebildet und auch ein paar allgemeine Worte zum Thema.


    Eventuell melden sich hier auch noch azapf1972 und/oder DR40eghs zu Wort, könnte mir vorstellen, dass beide wesentlich mehr zum Thema sagen können als ich.


    Beste Grüße


    OB

    Hallo MunaLisa,


    danke für die ausführlichen Erklärungen. Wieso lagern Akten dazu in München? Rückführungen aus den USA bzw. ehem. DDR werden meiner Kenntnis nach, sofern Altzusammenhänge bestehen, in Freiburg oder Berlin wieder in die entsprechenden Neusignaturen eingegliedert. So z.B. bei den Akten des SS-WVHA.


    Beste Grüße


    OB


    edit: Was ich Dir noch dringend empfehle: Durchsuche mit der genauen Bezeichnung des Werkes/Frima, etc. die sogn. B.I.O.S. C.I.O.S. bzw. F.I.A.T. reports. Hierin haben die westlichen Aliiierten alle Informationen zu wie auch immer gearteter (Hoch-) Technik zusammengefasst derer sie habhaft werden konnten. Einige kann man hier durchsuchen, allerdings nicht einsehen. Dies bedeutet, dass Dir nur die Seitenzahlen angezeigt werden wo der Begriff steht. Auch würde ich mal an der TU Darmstadt nachfragen was diese Reports angeht. Die haben da sicherlich bessere Möglichkeiten ranzukommen.

    In den Regional-Archiven auf Thüringer Seite ist so gut wie nichts zur Anlage erhalten geblieben, was mit einem zweimaligen Wechsel der Landkreiszugehörigkeit begründet wird... Auch sonst ist zu den Anlagen im Werk wenig in den staatlichen Archiven zu finden.
    Zum letzten Mal hatte vor rund 20 Jahren jemand näher zum Standort recherchiert und auch diese Erfahrungen gemacht..

    Guten Abend,


    wie genau ist bei der Suche in Staats-/Kreis-/Stadt-/ und Gemeindearchiven vorgengangen worden? Sowohl damals, als auch heute? Erfarhrungsgemäß haben Herrschaften, die vor einigen Jahrzehnten recherchierten (als es noch kein Internet gab) an Archive immer nur schriftliche Anfragen à la "Haben Sie was zu dem Werk xy im Bestand" gestellt. Man schaute in den Findbüchern nach der Nennung "Werk xy", wozu nichts konkret geschrieben stand und verneinte dann die gestellte Anfrage. Prinzipiell nicht verkehrt und auch nicht schlimm. Auf diese Weise kamen die Fragstellter dann so zu dem Schluss, dass es dazu nichts Schriftliches mehr gibt. So habe ich dies zumindest mehrfach selbst erlebt.


    Online-Findbücher, die es damals noch nicht gab helfen heute hier wesentlich exakter und ausdauernder zu suchen

    Die Erfahrung zeigt, dass beim Blick in die Akten von Ämtern/Stellen, die auf den ersten Blick thematische überhaupt nicht ins Bild passen, aus vielfäfltigsten Gründen in solche Geschichten involviert waren und sich gelgentlich ganz erstaunliches findet. So zumindest meine Erfahrung.


    Bei den Kreisverwaltungen gibt es vom Ende der 40er Jahre oft Listen von übrig gebliebener Technik/Kriegsgut/ etc., das entsorgt oder veräußert wurde. Das Gut von Firmen die staatliche/halbstaatliche Verflechtungen aufwiesen wurde teilweise auch durch Landesvermögensämter o.ä. veräußert. Hier kenne ich Fälle wo z.B. Einrichtungen ganzer Kesselhäuser an privat verkauft wurden usw.


    Was ich damit sagen will, mit etwas kreativem Denken gelingen hier oft Funde, die man niemals für möglich gehalten hat. Deswegen die Flinte nicht zu früh ins Korn werfen.


    Beste Grüße


    OB

    Hallo westermann,


    erstmal vielen Dank für die Antwort. Ich habe hier einen Umstand vergessen näher zu beleuchten. Natürlich ist völlig richtig, was du zu den "frühen Lagern" 1933/34 sagst, und natürlich war dort auch die Allgm. SS eingesetzt. Die KZ-Außenlager bzw. Außenkommandos sind jedoch Phänomene, die sich ab den 1940er Jahre als großflächiges Netzwerk, mit Fortschreiten des Krieges, auszubreiten begannen. Von daher ist v.a. dieser spätere Zeitraum hinsichtlich der Allg. SS Standarten in Sachen Wachpersonal interessant. Wenn ich die mir vorliegenden Aussagen ansehe, so sind diese eher dahingehend zu interpretieren, dass die SS Männer direkt als Angehörige der Allg. SS eingesetzt waren ohne Einziehung in die Totenkopfstandarten. Belegen lässt sich dies allerdings nicht, womöglich sind dies auch Fehlinterpretationen der Informationsgeber.


    Beste Grüße


    OB

    Guten Abend,


    bei Recherchen in regionalen Zusammenhängen bin ich schon mehrere Male auf Aussagen gestoßen, dass Angehörige der regionalen SS-Standarten als Wachpersonal in KZ-Außenkommandos/Außenlagern eingesetzt wurden. Bisher kenne ich aus der Fachliteratur die Praxis, dass Wachpersonal für Außenkommandos bzw. Außenlager durch die jeweils übergeordneten Stammlager gestellt wurde. Und deren Wachpersonal rekrutierte sich wiederum aus den SS-Totenkopfverbänden. Sind Fälle/Dienstanweisungen o.ä. bekannt, die den Einsatz von Personal in KZ-Außenkommandos/Außenlagern von Personen aus regionalen SS-Standarten belegen?


    Beste Grüße


    OB

    Hallo,


    Quote

    Mag sein, dass es sich hier um einem Besuch einer RAD Baracke in Hailfingen handelt.


    Es war durchaus üblich für spezielle Arbeitsvorhaben Außenzüge/-kommandos von einzelnen Abteilungen an die entsprechenden Orte abzuordnen.

    Hierfür mal in den Unterlagen der entsprechenden Gemeinde nachsuchen. Oftmals setzte sich der Arbeitsgruppenstab, o.ä. wegen Gebäuden zur Unterbringung/Standorten von Baracken mit diesen ins Vernehmen.


    Beste Grüße


    OB

    Hallo Jürgen,


    der Historiker Michael Jonas hat sich auf Basis amtlicher, archivalisch zugänglicher Dokumente an der Zusammenstellung eines relativ vollständigen Dienststellenverzeichnisses versucht. Dies ist als Publikation unter folgendem Titel erschienen:


    Weiblicher Arbeitsdienst in Deutschland 1932-1945: Organisationsgeschichte und Dienststellenverzeichnis.


    Mit Dienstzeiten wird es wohl eher schwierig werden. Falls Deine Mutter anschließend als Helferin in eine der Waffengattungen der Wehrmacht oder als Krankenschwester o.ä. eingesetzt war, dann dürfte sich dies vielleicht über die WASt-Auskunft zu deiner Mutter rekonstruieren lassen.


    Beste Grüße


    OB

    Vor Ort in Bad Wimpfen konnte mir keiner der Archivare ( weder der pensionierte noch der aktive ), der Heimatforscher oder aus dem Heimat- und Geschichtsverein jemand etwas zu dieser Dienststelle mitteilen.

    Liebe MunaLisa,


    auch wenn ich Dir direkt zu der von Dir angefragten Dienststelle nichts mitteilen kann, gebe ich jedoch für weitere Nachforscungen folgendes zu Bedenken. Bad Wimpfen war zu dieser Zeit ein Teil des Landkreises Bergstraße. Wegen Akten solltest du dich also auch auf jeden Fall einmal im Staatsarchiv Darmstadt genauer umsehen. Besonders auch größere Zusammenhänge überdenken, in denen diese Dienststelle im Schriftgut einer Kreisverwatung auftauchen könnte! ;)


    Beste Grüße


    OB

    Hallo Thilo,


    die Person Ludwig Seehaus hat vor wenigen Jahren in seinem Geburtsort Schwanheim (Gemeinde Bensheim/Bergstraße) eine Kontroverse ausgelöst, da sich sein Name auf der Ehrentafel für die Gefallenen des Ortes fand. Der Historiker Hans-Peter Klausch, der ja auch im axis-Forum zitiert wird, hat daraufhin auf Einladung der Stadt Bensheim im Februar 2014 einen Vortrag zur Biographie von Seehaus gehalten.

    Die Entlassung geht möglicherweise mitunter auch auf Seehaus' äußerst grausame "Art und Weiße" das Lager zu führen zurück.

    Anbei die Artikel aus dem Bergsträßer Anzeiger zur Kontroverse. (Sie sind per Google Cache lesbar)


    https://www.morgenweb.de/bergs…ationen-_arid,526444.html

    https://www.morgenweb.de/bergs…nd-mord-_arid,760727.html

    https://www.morgenweb.de/bergs…hwinden-_arid,523297.html


    Beste Grüße


    OB

    Hallo Roland,


    bisher habe ich immer gedacht das immer ein komplettes Findbuch eingestellt wurde und nicht Stückchenweise.


    Grüße
    Ralf


    Hallo Ralf,


    unbedingt in die Neuen reinschauen! Die Sanis und Mediziner sind am Start in den neuen Einstellungen. Gemessen an der Gesamtmenge zwar eher unterrepräsentiert und bescheiden, aber immerhin!


    Betse Grüße


    OB