Posts by Odenwälder Bub

    Gen.Mil.Hospital Geesthacht. ... Einmarsch der Amerikaner ...

    Hallo,


    sowohl der Ort, der Zeitpunkt, als auch die Bezeichnung lassen darauf schließen, dass dein Großvater in einem Wehrmachtslazarett verstorben ist, das unter BRITISCHER Besatzungsverwaltung stand und nahtlos weitergeführt wurde. Zu expliziten Personalunteralgen aus Lazaretten ist die Quellenlage eher schwierig, generelle Informationen zu Lazaretten unter Besatzung finden sich manchmal in den größeren Zusammenhängen in Landes- oder Bundesarchiven.

    Generell solltest du vielleicht erstmal den bekannten Weg zur WASt gehen um einige Personalinformationen zu erhalten.


    Grundsätzlich hatten sich Reservelazarette (falls es denn eines war wo dein Großvater verstorben ist) um die Beerdigung der dort Verstorbenen zu kümmern. Hinsichtlich der Meldung an die Standesämter gab es zumindest vor/bis 1945 unterschiedliche Handlungspraxen. Nach Mai 1945 könnte dies natürlich durchaus so gewesen sein.


    Beste Grüße


    OB

    Hallo Uwe,


    um mal etwas Ordnung in die Sache zu bringen. Hochfequenzforschung gab es auch vor dem "Fund" des sogen. Rotterdam-Gerätes. Der am Anfang genannte Schritt war eine reine wissenschaftspolitische Zentralisierungmaßnahme um für den Krieg verwendbare Ergebnisse zu forcieren. Dies lässt sich generell für Gebieten der Wissenschaften im Zusammenhang mit der NS-Wissenschaftspolitik feststellen. Kai Handel spricht von "Hochfrequenzforschung in der militärischen Krise".1


    Was ich vergessen hatte: Die Forschungsberichte der Reichstelle finden sich wohl auch im Archiv des Fraunhofer Institutes in der Akte Freiburg.Siehe hierzu auch das Werk von Meinel & Voswinckel: Medizin, Naturwissenschaft, Technik und Nationalsozialismus: Kontinuitäten und Diskontinuitäten


    Weiterhin: Unter Garantie wurde der dich interessierende Standort durch die sogen. Field Information Agency, Technical (FIAT) der Alliierten untersucht und es existieren bestimmt Berichte.


    1 Kai Handel, Die Arbeitsgemeinschaft Rotterdamm und die Entwicklung von Halbleiterelektroden. Hochfrequenzforschung in der militärischen Krise, in: Helmut Meier (Hrsg.), Rüstungsforschung im Nationalsozialismus. Organisation, Mobilisierung und Entgrenzung der Technikwissenschaften, Göttingen: Wallstein 2002, S. 250-270.


    Grüße OB

    Hallo Uwe,


    ich weiss nicht in wie weit Dir die Arbeiten von Fritz Trenkle zum Thema bekannt sind. Ggf. prüfen, welche Quellen dieser verwendet hat, sofern angegeben.

    Hier eine Litertaturliste aus dem Wikipedia-Artikel:


    • Bordfunk-Geräte der deutschen Luftwaffe 1939–1945, Ausschuss für Funkortung, Düsseldorf 1959.
    • Deutsche Ortungs- u[nd] Navigationsanlagen, Dt. Ges. f. Ortung u. Navigation e. V., Sonderbücherei d. Ortung u. Navigation, Düsseldorf 1966.
    • Die deutschen Funkmessverfahren bis 1945, Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1979, 1. Aufl.
    • Die deutschen Funk-Navigations- und Funk-Führungsverfahren bis 1945, Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1979, 1. Aufl.
    • Die deutschen Funkpeil- und -Horch-Verfahren bis 1945, AEG-Telefunken, Anlagentechnik, Geschäftsbereich Hochfrequenztechnik, Ulm 1981.
    • Die deutschen Funkstörverfahren bis 1945, AEG-Telefunken, Anlagentechnik, Geschäftsbereich Hochfrequenztechnik, Ulm 1981.
    • Die deutschen Funkpeil- und -Horch-Verfahren bis 1945, AEG-Telefunken-Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main 1982.
    • Die deutschen Funkstörverfahren bis 1945, AEG-Telefunken-Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main 1982.
    • Die deutschen Funkmessverfahren bis 1945, Hüthig, Heidelberg 1986.
    • Bordfunkgeräte – vom Funkensender zum Bordradar, Bernard und Graefe, Koblenz 1986.
    • Die deutschen Funkführungsverfahren bis 1945, Hüthig, Heidelberg 1987.
    • Die deutschen Funklenkverfahren bis 1945, Hüthig, Heidelberg 1987, 2. Auflage.
    • Einführung in Luftdatensysteme, Thomas, Fürstenfeldbruck 1999, 1. Auflage.


    Zu überprüfen wäre auch in wieweit es Verbindungen zu den KWIs gab, dort fand auch Hochfrequenzforschung statt. Hierfür wäre das Archiv der MPG (Max-Planck-Gesellschaft) sicherlich ein guter Ansprechpartner


    Beste Grüße


    OB

    Hallo,


    ich muss mich doch über die Ausführungen in diesem Thread hier sehr wundern.


    1. In einem Archiv verstauben also Bilder und werden nicht entsprechend den geltenden Richtlinien und Standards archiviert, wie z.B. in den Bundesarchiven? Habe ich bisher nie erlebt. Und seit wann haben in z.B. Landes- & Bundesarchiven nur "Erlauchte" Zugang? In den Bundesarchiven z.B. kann jeder Bürger Einsicht nehmen ,der in der Lage ist sein Anliegen zu formulieren und Willens ist mit Findmitteln umzugehen oder sich dabei helfen zu lassen.


    2. Weshalb sollte sich niemand mehr für die Forschungsgemeinschaft "Deutsches Ahnenerbe" interessieren? Es gibt dazu einiges an Fachliteratur, angefangen bei dem Standardwerk von Michael Kater, über Detailstudien von Julien Reitzenstein, bis hin zu mehreren eher populärwissenschaftlich gehaltenen Büchern über Schäfers Tibet-Expedition.


    Das angesprochene Konvolut könnte z.B. als Nachlass von Herrn/Frau XY an das Bundesarchiv abgegeben werden und dann, wenn in der Findmittel-Datenbank entsprechend erschlossen, aufgefunden und für Forschungen neue Perspektiven bieten, wenn es zum Forschungsgegenstand passt.


    Beste Grüße


    OB

    Hallo,


    also sollte es sich wirklich um ein Archiv solchen Umfanges handeln, wäre das Bundesarchiv Berlin sicherlich ein gute Adresse, da hier die noch existierende Schriftgutüberlieferung der Forschungsgemeinschaft "Deutsches Ahnenerbe" verwahrt werden und der angesprochene Nachlass dann auch dort der Forschung zugänglich gemacht werden könnte.


    Beste Grüße


    OB

    Hallo,


    diese Tafeln wurden "Kopftafel" oder auch "Bettafel" genannt.


    Bei den angesprochenen Nummern handelt es sich um die sogenannten Krankheitsnummern. Diese sind ähnlich dem heutigen ICD-10-Code, jedoch in der Aufschlüsselung sicherlich nicht so feingliedrig wie dieser. Die Nummern wurden während des Krieges z.B. auch im Zentralarchiv für Wehrmedizin für bestimmte statistische Erhebungen verwendet. Auch nach Kriegsende war die Kenntnis dieser Klassifikation in Versorgungsfragen wichtig.


    Das im rechten unteren Feld stehende "B" ist kein Hinweis auf die Blutgruppe, sondern gibt an, dass dieser Patient "Bettruhe" hat. Ein "A" bedeutete, dass "Aufsteherlaubnis" bestand. Eine nur teilweise "Aufsteherlaubnis" war mit der Uhrzeit anzugeben.


    Das linke untere Feld, hier bin ich aber nicht sicher, beinhaltete Angaben über die Kost, die der Patient zu sich nehmen durfte. In diesem Falle "S" für

    Schonkost? Würde zu der angegebenen Bauchverletzung passen.


    Das Vermerken des Glaubensbekenntnisses auf der Tafel wurde im Laufe des Krieges untersagt.


    Unter der eigentlichen Tafel findet sich ein mit Quadraten unterteiltes Papier auf welches Vitalparameter, wie Blutrdruck, Temperaturverlauf usw. notiert werden konnten.



    Beste Grüße


    OB

    Hallo,


    um hier mal etwas Ordnung ins Thema zu bringen:


    Vorweg, der RAD und die Medizin sind ein interessantes Thema, womit ich mich seit einigen Jahren intensiv beschäftige und das auch in eine größere Publikation münden wird. Vieles was in den letzten Beiträgen geschrieben wurde ist richtig. Ich versuche hier nochmal etwas Ordnung reinzubringen.


    Grundsätzliches zur medizinischen Versorgung von RAD-Angehörigen: Am 28.05.1936 wurde zwischen dem Reichsarbeitsdienst und der kassenärztlichen Vereinigung ein Vertrag geschlossen. Hierin war die ärztliche Versorgung durch entsprechende Vertragsärzte geregelt. Deren Aufgaben waren in diesem Vertrag genau festgelegt. Die Vertragsärzte waren meist Praktizierende, die an der zivilen Grundversorgung teilnahmen und entsprechend auch für z.B. medizinische Probleme bei Arbeitsdienstpflichtigen zuständig waren. Meist in relativer Ortsnähe zu den Lagern. In den Lagern selbst gab es den sogen. Heilgehilfen, der eine Art Sanitäter war.


    Es gab in den einzelnen Arbeitsgauen Gauarbeitsärzte, die vor allem koordinatorische und weltanschauliche Funktionen inne hatten.

    Die Ärzte hatten teils weitreichende Kompetenzen in Fragen der sogen. "Erbgesundheit" und konnten hier über Fragen entscheiden, die sonst nur von den sogen. Erbgesundheitsgerichten entschieden wurden.

    Sieht man sich heute Publikationen in medizinischen Periodika der damaligen Zeit an, staunt man, wie oft es Beiträge zu medizinischen Fragen im Arbeitdienst gibt. Diese beginnen schon in Zeiten des FAD, z.B. mit Lagerhygiene, hier war v.a. die Tuberkulose ein großes Thema und es geht bis zu Dingen wie z.B. das Thema "Sauna". Eine Einrichtung worüber einige RAD-Lager verfügten.


    Zu den Heilstuben: Hier gibt es unterschiedliche Begrifflichkeiten, die mit den verschiedenen Größen dieser Einrichtungen zusammenhängen, so z.B. Heilstube, Gruppenheilstube, Großheilstube, Gauheilstube. Der Vergleich mit den Krankenrevieren kommt ganz gut hin. Man muss dazu sagen, dass es zu diesem Thema jedoch an wirklich Quellenbelegen im archivalischen Sinne wirklich nur sehr sehr wenig gibt.


    Einige Krankenhäuser hatten Verträge mit dem RAD (RAD-Vertragskrankenhäuser), hier konnten Personen eingewiesen werden. Wie man sich die interne Organisation vorzustellen hat, kann nur gemutmaßt werden. Ich denke es verhält sich jedoch ähnlich wie mit zivilen Krankenhäusern zu Beginn des Krieges, die teils abgetrennte Teile hatten, in denen verwundete Soldaten behandelt wurden, ohne dass ein ziviles Krankenhaus gleich zum vollständigen Lazarett wurde.


    RAD-Lazarette gab es auch, dies v.a. im Zusammenhang mit der Beteiligung des RAD am Kriegsgeschehen als Bautruppe. Sowohl auf dem Reichsgebiet, als auch z.B. in Frankreich.


    Obwohl v.a. der RADwJ von einigen Historikern als "die am konsequentesten rückwärts gewandte Organisation des NS-Staates" bezeichnet wird, war dies eine der wenigen Organisationen in der es auch für Frauen möglich war, Medizin (und Jura) zu studieren um Ärztin im Arbeitsdienst zu werden. Man warb sogar regelrecht darum. Manche der Ärztinnen im RADwj waren interessanterweise teils Frauen, die ursprünglich aus der Homöopathie und Naturheilkunde kamen.


    Es erscheint insgesamt so, dass man versuchte sich eine eigene Art "Ärztekader" innerhalb des RAD aufzubauen. Sowohl in männlicher, als auch in weiblicher Hinsicht.


    Das Thema Ärzte und RAD wurde bisher in der zeitgeschichtlichen Forschung kaum beachtet, dabei scheinen diese nicht unmaßgeblich gewesen zu sein. So nahmen beispielsweise Ärzte des RAD an den Tagungen der beratenden Ärzte der Wehrmacht teil. Wie es scheint sogar als einzige Angehörige einer Organisation, die nicht direkt Waffengattung der Wehrmacht war.


    Über medizinische Probleme, Forschungen und medizinische Studien, die es im RAD gab, reicht hier der Platz nicht um zu berichten....


    Ein analog interessantes Thema ist auch die gesundheitliche Versorgung der OT-Angehörigen. Hier gab es auch einen kleinen medizinischen "Staat im Staate"


    Beste Grüße


    OB

    der Kompromiss liegt darin das Unterbringung an der Zeit hängt.

    Hallo,


    das Lesen des Folgesatzes des von Dir angeführten Zitates, hätte wiederum das Zitieren meiner Ausführungen in Deinem Beitrag überflüssig gemacht. Möglicherweise mag dein Kommentar dazu aber auch eine anerkennende Bekräftigung des Ausgeführten sein. Falls nicht, verstehe ich den Sinn dieses Zitats bzw. des Kommentars nicht. Es war ja bereits gesagt worden.


    Beste Grüße

    Hallo,


    um zu den sich entgegenstehen Positionen einen gewissen Kompromiss zu schaffen: Die Unterbringungsformen einzelner Arbeitsdienst- bzw. RAD- Abteilungen haben vor allem eine starke zeitliche Komponente. Die Selbstzeugnisse von Arbeitsdienstführern, oft in Form von Chroniken, benennen vor allem für die "Phase der Vereinheitlichung" bis zur Schaffung des Reichsarbeitsidenstgesetzes, die Nutzung bereits vorhandener Gebäudebestände als Unterkünfte. Hierzu gehörten wie richtig genannt ehemalige Fabrikgebäude und herrschaftliche Anwesen, ebenso sind jedoch auch z.B. alte Mühlen oder sogar zeitweise Lager mit Großzelten nachweisbar. Aus meinen Forschungen ist mir auch die zeitweise Nutzung eines Lehrerseminars bekannt.

    Richtig bleibt aber, dass es im RAD eine ziemlich große "Normierungswut" gab, die sich nicht nur in der Standardisierung einzelner Baracken der sogen. "Holzhauslager" ausdrückte, sondern in fast allem Gegenständlichem das im RAD Verwendung fand. Eine Durchsicht der Verordnungsblätter des RAD illustriert dies sehr anschaulich.


    Beste Grüße

    OB


    PS: Siehe zur zeitlichen Abhängigkeit z.B: Faatz. Das Holzhauslager im Arbeitsgau XXV.

    Hallo Karl,


    das Thema war, wie ja auch durch den Gebrauch der Datenbank pubmed angeregt und aufgezeigt durchaus auch ein Thema nach dem 2. Weltkrieg, z.B. in medizinischen Publikationen: Anbei der Bericht über die klinischen Erfahrungen eines Arztes im Medical Newsletter der US-NAVY (von 1957), der Infusionen mit Kokosnuss-Wasser an 157 Patienten vornahm. Die Verwendung fand hier in Ermangelung anderer steriler Infusionslösungen statt. Der Kollege hier nennt es pyrogen-free solutions, also Lösungen, welche frei von Pyrogenen (Fieber verursachende Molekülverbindungen) sind. Letztere sind z.B. Bestandteile der Hüllen von Bakterien. Sterilität wurde ausweislich des Beitrages durch Autoklavieren des Wassers hergestellt.

    Es scheint auch eine Anwendung im Vietnam-Krieg stattgefunden zu haben.


    Klick


    Beste Grüße


    OB

    Hallo sru,


    ich forsche selbst zur NS-Medizin und auch zum Reservelazarettwesen der Wehrmacht. Neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit, auch in institutionellem Rahmen. Wenn du willst kannst du mich gerne kontaktieren.


    Viele Grüße


    OB

    Hallo sru,


    es ist immer wieder interessant Nachforschungen wie deine mitzuverfolgen, gerade wenn es um Ärzte im Lazarett geht. Leider kann ich zu deinen gestellten Fragen konkret nicht weiterhelfen. Es stellt sich jedoch immer die Frage: Gibt es wirklich keine sogen. "Ego-Dokumente" deines Großvaters, sprich Tagebucheinträge, Feldpost, Personalunterlagen o.ä.? Hast du schon Nachlässe anderer verwandter Personen, wie z.B. die deines Onkels daraufhin untersucht? Die Erfahrung zeigt, dass Ärzte, wenn nicht während ihrer Tätigkeit, dann doch meist später im Rentenalter oft das Bedürfnis hatten Erlebnisse niederzuschreiben, bzw. zumindest ihre einstige Tätigkeit Revue passieren zu lassen.


    Beste Grüße


    OB

    Als junger Assistenzarzt an der Uniklinik hatte ich im Notdienst einmal einen volltrunkenen, bewußtlosen/tiefschlafenden Patienten, der mit Kieferbruch in die ZNA eingeliefert worden war. Ich rief den diensthabenden Anästhesisten an für die operative Frakturversorgung.

    Hallo Justus,


    bist du auch Oralchirurg oder MKG?


    Grüße


    OB

    ... z. B. auf Bataillonsebene...

    Hallo,


    Bataillonsärzte hatten grundsätzlich keine direkten medizinischen Aufgaben, wie Stellung von Diagnosen und Behandlung, sondern, v.a. koordinativ-organisatorische Funktionen. Berichte mussten in mehreren Durchschlägen an mehrere Stellen innerhalb des Wehrmachtssanitätswesens abgegeben werden. Letztlich landete davon auch immer einer im Zentralarchiv für Wehrmedizin.


    Beste Grüße


    OB

    Hallo,


    neben meinen sonstigen Beschäftigungsfeldern hier im Forum der Wehrmacht, befasse ich mich auch in regelmäßigen Abständen mit genealogischen Themen.

    Ein Angehöriger von mir (Jahrgang 1922) begann seinen Werdegang in oben genannter Einheit. Später war er angehöriger der SS-Polizeidivision bzw. im weiteren Verlauf war er in einer schweren Panzerabteilung, die je nach Einsatz, auch im Rahmen der Division "Das Reich" operierte. Es existiert ein durchaus beachtlicher Nachlass an Fotos, dessen Sortierung sehr zeitintensiv ist, da kaum beschriftet. Die Literatur zur SS-Polizeidivision bzw. zu den jeweiligen Folgeformationen welchen er angehörte ist mir soweit bekannt. Der militärische Werdegang konnte mit Hilfe von Personalakte und Versetzungslisten rekonstruiert werden.


    Nun meine Frage: Die infanteristische Grundausbildung begann am 01.10.1939 und endete am 14.11.1939, am Folgetag war mein Angehöriger bereits im sogen. Lager Hochwalde (bei Meseritz) eingetroffen, um auf dem Truppenübungsplatz Wandern die weitere Ausbildung im Rahmen der SS-Polizeidivision zu durchlaufen.

    In den Akten ist ,abweichend von der Standartebezeichnung, die Rede vom 1./SS-Ers.Abt. SS-Rgt. "Deutschland" ?!? Passen würde hier jedoch eher die Standarte, oder sehe ich das falsch? Liegt hier als ein falscher Eintrag in den Akten vor oder gab es ein weiteres SS-Regiment Deutschland zu dieser Zeit und meine bisherige Annahme, dass es sich um die Standarte der SS-Verfügungstruppe handelte war falsch?

    Soweit sich mit Hilfe eines einzig erhaltenen Briefes rekonstruieren lässt, fand diese Grundausbildung in München in der heutigen Ernst-von-Bermann-Kaserne statt. Passend wäre hier also auch eher die Standarte. Einige wenige Fotos aus dieser Zeit zeigen auf den Schulterklappen auch das charakteristische "D".

    Zur besseren Identifizierung möglicher weiterer Fotos im Nachlass, aus dieser Zeit, würde mich interessieren, ob Kennern der Materie hier im Forum bekannt ist, welche Truppenübungsplätze durch diese Standarte genutzt wurden. Weiterhin würde mich interessieren ob es spezifisch für diese Standarte weiterführende Literatur gibt.


    Mit herzlichen Grüßen


    OB