Posts by Odenwälder Bub

    der Kompromiss liegt darin das Unterbringung an der Zeit hängt.

    Hallo,


    das Lesen des Folgesatzes des von Dir angeführten Zitates, hätte wiederum das Zitieren meiner Ausführungen in Deinem Beitrag überflüssig gemacht. Möglicherweise mag dein Kommentar dazu aber auch eine anerkennende Bekräftigung des Ausgeführten sein. Falls nicht, verstehe ich den Sinn dieses Zitats bzw. des Kommentars nicht. Es war ja bereits gesagt worden.


    Beste Grüße

    Hallo,


    um zu den sich entgegenstehen Positionen einen gewissen Kompromiss zu schaffen: Die Unterbringungsformen einzelner Arbeitsdienst- bzw. RAD- Abteilungen haben vor allem eine starke zeitliche Komponente. Die Selbstzeugnisse von Arbeitsdienstführern, oft in Form von Chroniken, benennen vor allem für die "Phase der Vereinheitlichung" bis zur Schaffung des Reichsarbeitsidenstgesetzes, die Nutzung bereits vorhandener Gebäudebestände als Unterkünfte. Hierzu gehörten wie richtig genannt ehemalige Fabrikgebäude und herrschaftliche Anwesen, ebenso sind jedoch auch z.B. alte Mühlen oder sogar zeitweise Lager mit Großzelten nachweisbar. Aus meinen Forschungen ist mir auch die zeitweise Nutzung eines Lehrerseminars bekannt.

    Richtig bleibt aber, dass es im RAD eine ziemlich große "Normierungswut" gab, die sich nicht nur in der Standardisierung einzelner Baracken der sogen. "Holzhauslager" ausdrückte, sondern in fast allem Gegenständlichem das im RAD Verwendung fand. Eine Durchsicht der Verordnungsblätter des RAD illustriert dies sehr anschaulich.


    Beste Grüße

    OB


    PS: Siehe zur zeitlichen Abhängigkeit z.B: Faatz. Das Holzhauslager im Arbeitsgau XXV.

    Hallo Karl,


    das Thema war, wie ja auch durch den Gebrauch der Datenbank pubmed angeregt und aufgezeigt durchaus auch ein Thema nach dem 2. Weltkrieg, z.B. in medizinischen Publikationen: Anbei der Bericht über die klinischen Erfahrungen eines Arztes im Medical Newsletter der US-NAVY (von 1957), der Infusionen mit Kokosnuss-Wasser an 157 Patienten vornahm. Die Verwendung fand hier in Ermangelung anderer steriler Infusionslösungen statt. Der Kollege hier nennt es pyrogen-free solutions, also Lösungen, welche frei von Pyrogenen (Fieber verursachende Molekülverbindungen) sind. Letztere sind z.B. Bestandteile der Hüllen von Bakterien. Sterilität wurde ausweislich des Beitrages durch Autoklavieren des Wassers hergestellt.

    Es scheint auch eine Anwendung im Vietnam-Krieg stattgefunden zu haben.


    Klick


    Beste Grüße


    OB

    Hallo sru,


    ich forsche selbst zur NS-Medizin und auch zum Reservelazarettwesen der Wehrmacht. Neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit, auch in institutionellem Rahmen. Wenn du willst kannst du mich gerne kontaktieren.


    Viele Grüße


    OB

    Hallo sru,


    es ist immer wieder interessant Nachforschungen wie deine mitzuverfolgen, gerade wenn es um Ärzte im Lazarett geht. Leider kann ich zu deinen gestellten Fragen konkret nicht weiterhelfen. Es stellt sich jedoch immer die Frage: Gibt es wirklich keine sogen. "Ego-Dokumente" deines Großvaters, sprich Tagebucheinträge, Feldpost, Personalunterlagen o.ä.? Hast du schon Nachlässe anderer verwandter Personen, wie z.B. die deines Onkels daraufhin untersucht? Die Erfahrung zeigt, dass Ärzte, wenn nicht während ihrer Tätigkeit, dann doch meist später im Rentenalter oft das Bedürfnis hatten Erlebnisse niederzuschreiben, bzw. zumindest ihre einstige Tätigkeit Revue passieren zu lassen.


    Beste Grüße


    OB

    Als junger Assistenzarzt an der Uniklinik hatte ich im Notdienst einmal einen volltrunkenen, bewußtlosen/tiefschlafenden Patienten, der mit Kieferbruch in die ZNA eingeliefert worden war. Ich rief den diensthabenden Anästhesisten an für die operative Frakturversorgung.

    Hallo Justus,


    bist du auch Oralchirurg oder MKG?


    Grüße


    OB

    ... z. B. auf Bataillonsebene...

    Hallo,


    Bataillonsärzte hatten grundsätzlich keine direkten medizinischen Aufgaben, wie Stellung von Diagnosen und Behandlung, sondern, v.a. koordinativ-organisatorische Funktionen. Berichte mussten in mehreren Durchschlägen an mehrere Stellen innerhalb des Wehrmachtssanitätswesens abgegeben werden. Letztlich landete davon auch immer einer im Zentralarchiv für Wehrmedizin.


    Beste Grüße


    OB

    Hallo,


    neben meinen sonstigen Beschäftigungsfeldern hier im Forum der Wehrmacht, befasse ich mich auch in regelmäßigen Abständen mit genealogischen Themen.

    Ein Angehöriger von mir (Jahrgang 1922) begann seinen Werdegang in oben genannter Einheit. Später war er angehöriger der SS-Polizeidivision bzw. im weiteren Verlauf war er in einer schweren Panzerabteilung, die je nach Einsatz, auch im Rahmen der Division "Das Reich" operierte. Es existiert ein durchaus beachtlicher Nachlass an Fotos, dessen Sortierung sehr zeitintensiv ist, da kaum beschriftet. Die Literatur zur SS-Polizeidivision bzw. zu den jeweiligen Folgeformationen welchen er angehörte ist mir soweit bekannt. Der militärische Werdegang konnte mit Hilfe von Personalakte und Versetzungslisten rekonstruiert werden.


    Nun meine Frage: Die infanteristische Grundausbildung begann am 01.10.1939 und endete am 14.11.1939, am Folgetag war mein Angehöriger bereits im sogen. Lager Hochwalde (bei Meseritz) eingetroffen, um auf dem Truppenübungsplatz Wandern die weitere Ausbildung im Rahmen der SS-Polizeidivision zu durchlaufen.

    In den Akten ist ,abweichend von der Standartebezeichnung, die Rede vom 1./SS-Ers.Abt. SS-Rgt. "Deutschland" ?!? Passen würde hier jedoch eher die Standarte, oder sehe ich das falsch? Liegt hier als ein falscher Eintrag in den Akten vor oder gab es ein weiteres SS-Regiment Deutschland zu dieser Zeit und meine bisherige Annahme, dass es sich um die Standarte der SS-Verfügungstruppe handelte war falsch?

    Soweit sich mit Hilfe eines einzig erhaltenen Briefes rekonstruieren lässt, fand diese Grundausbildung in München in der heutigen Ernst-von-Bermann-Kaserne statt. Passend wäre hier also auch eher die Standarte. Einige wenige Fotos aus dieser Zeit zeigen auf den Schulterklappen auch das charakteristische "D".

    Zur besseren Identifizierung möglicher weiterer Fotos im Nachlass, aus dieser Zeit, würde mich interessieren, ob Kennern der Materie hier im Forum bekannt ist, welche Truppenübungsplätze durch diese Standarte genutzt wurden. Weiterhin würde mich interessieren ob es spezifisch für diese Standarte weiterführende Literatur gibt.


    Mit herzlichen Grüßen


    OB

    Hallo,


    zunächst einmal. Ich habe den von Dir genannten Fall nicht abgestritten. Dies mag in diesem Falle durchaus so gewesen sein. Ich habe nur darzustellen versucht, dass dies nicht verallgemeinert werden kann. Und grundsätzlich ist es ja korrekt, dass der FAD zum RAD wurde. Ich habe versucht deutlich zu machen, dass nicht grundsätzlich eine 1:1 Transformation stattfand, gerade auch hinsichtlich der Lagerarchitekturen. Dafür unterschieden sich FAD und RAD in vielerlei Hinsicht zu sehr voneinander.


    Zweitens, verstehe ich nicht so ganz, was du mir mit Wolfgang Benz & Anwälten bzw. der scheinbaren Warnung ihn verklagen zu wollen sagen möchtest?!? Sowohl der Autor als auch sein Beitrag sind mir seit Langem hinlänglich bekannt. Wenn DU den Beitrag von Benz schon kennen würdest oder ihn aktuell gelesen hättest, dann wäre Dir aufgefallen, dass einige meiner Aussagen in diesem Thread sich auf seine Arbeit stützen. Er stellt hier vor allem die zentralen und juristisch-organisatorischen Vorgänge vom freiwilligen Arbeitsdienst zur Arbeitsdienstpflicht, ergo der Einrichtung des RAD dar. Hier finden sich sowohl Ausführungen zu dem von mir angesprochenen "Kompetenzgerangel" (Hierl vs. Seldte), als auch die Übernahme der Lager anderer Träger via passagerer Vereinskonstruktionen.

    Mir ist somit nicht ganz klar an welcher Stelle ich Benz für irgendwelchen falschen Aussagen angeklagt haben sollte. Benz' Beitrag beschäftigt sich an keiner Stelle mit konkreten Lagern, die vom FAD zum RAD-Lager wurden. Dies war einfach nicht die Zielsetzung seiner Arbeit.



    @Mods: Es ist vollkommen in Ordnung, wenn jemand in diesem Forum sich beteiligt, der augenscheinlich das Deutsche nicht als Muttersprache hat. Trotzdem würde ich die Moderation bitten den gröbsten "Stuss" zu "moderieren", da dies doch einen eigentlich recht konstruktiven und augenscheinlich auch für den Fragenden recht hilfreichen Thread sprengt.


    Beste Grüße


    OB


    PS: Ich weiss nicht in wie weit die Information von Gerard verstanden wurde, aber es macht nur eingeschränkt Sinn nach der RAD-Gruppe 90 zu suchen, da sein Vater zum Zeitpunkt als es den RAD in Prenzlau gab, nicht mehr dort war. Weiterhin sieht es so aus, also ob zu Zeiten des RAD nur der Gruppenstab in Prenzlau lag, eine eigene Lagernummer für ein Lager direkt in Prenzlau ist aus der oben gemachten Ausführung nicht zu entnehmen.

    So wenn du Ein RAD Lager in Prenzlau Gefunden hast, dies war die Stelle, die Uhrsprunglich der FAD, seine stelle sich befand.

    Hallo,


    dies ist eine Aussage, die nicht verallgemeinerbar ist. Die Einrichtung von RAD-Lagern richtete sich nicht unbedingt danach , wo es vorher ein FAD-Lager gab. Weiterhin ist der Begriff Lager zu hinterfragen bzw. zu relativieren. Wir verstehen darunter heute meist Örtlichkeiten wie Baracken, oder wie v.a. auch in der Frühphase des RAD Gebäude oder Ansammlungen aus Großzelten, die von den RAD Einheiten als Unterkunft genutzt wurden.

    Die Lageridee, ist allerdings etwas, was schon z.B. in Ideen der Jugendbewegung vorkommt. Hiermit war zunächst einmal die Zusammenkunft von Menschen zu einem bestimmten Anlass oder Zweck gemeint. Man darf sich beim FAD nicht analog zum RAD vorstellen, dass jeder Standort über ein eigenes Barackenlager (im RAD Holzhauslager genannt) verfügte. Oft hatten die Gemeinden einen freiwilligen Arbeitsdienst, wo sich, wie bereits gesagt, bei bestimmten Arbeitsvorhaben Männern aus der Ortschaft versammelten um an diesen Vorhaben zu arbeiten. Dies konnte Wegebau, Rodungen, Entwässerung, Flussbau, etc. sein.


    Beste Grüße


    OB

    Nun weiß ich aber nicht, ob es zu diesen Zeitpunkt im April 1933 diese Einrichtung gab.

    Möglicherweise besteht darin ein Zusammenhang zwischen dem freiwilligen Arbeitsdienst im Lager Prenzlau und dem späteren Werdegang meines Vaters bei der Luftwaffe.

    Hallo,


    das halte ich für unwahrscheinlich, bzw. habe ich von solchen Verquickungen bisher nie etwas gehört oder gelesen.

    In dieser frühen Phase des 3. Reiches, wenige Monate nach der sogen. Machtergreifung, begann langsam die Vereinheitlichung des FAD, der zu diesem Zeitpunkt noch von vielen sogen. Trägern des Dienstes (Gemeinden, Kirchen, Verbände, Parteien, etc.) geprägt war über verschiedene (Vereins-)Konstruktionen hin zu einer zentral gelenkten, vollstaatlichen Institution. Dies ging nicht ohne Kompetenzgerangel verschiedener Stellen vonstatten. (Seldte vs. Hierl) Dieser Prozess war zumindest formal-juristisch 1935 mit der gesetzlichen Schaffung des Reichsarbeitsdienstes (RAD) abgeschlossen. Praktisch gesehen jedoch sicherlich schon vorher.

    Natürlich war der RAD dann ab Mitte bis Ende der 1930er Jahre an Flugplatzbauten der Luftwaffe beteiligt, aber wie gesagt, so früh solche Zusammenhänge?.


    Möglicherweise war durch die Qualifikation deines Vaters als Dreher eine weitere Verwendung in der Luftwaffe möglich bzw. passend?! Dass zwischen FAD und Luftwaffe ein direkter Zusammenhang besteht, halte ich, wie gesagt, für unwahrscheinlich.


    Beste Grüße


    OB

    Hallo,


    "offenes Lager" bedeutet in diesem Falle, dass es sich nicht um ein Lager gehandelt hat, in welchem die Teilnehmer in einer festen Örtlichkeit untergebracht waren, dies waren sogen. geschlossene Lager. Aus meiner Gegend kenne ich so zum Beispiel aus der "FAD-Zeit" Häuser von Naturfreunde-Vereinen o.ä., die entsprechend für solche geschlossenen Lager genutzt wurden. Bei offenen Lager stammten die Leute aus der Umgebung und kamen von zu Hause oder man wohnte eben sonstwo privat. Das ist zumindest das war ich unter dieser Begrifflichkeit kenne.


    Beste Grüße


    OB

    im Rahmen des RAD später bei der Reichsbahn in Lublin

    Hallo,


    das klingt eher danach, dass deine Mutter scheinbar erstmals im Rahmen des Kriegshilfsdienstes des RADwJ bei der Reichsbahn eingesetzt war. Wenn du einen guten und aktuellen Überblick zu Verwendungen des RADwJ lesen willst, ist hier das Standardwerk von Michael Jonas zu empfehlen:


    Weiblicher Arbeitsdienst und Reichsarbeitsdienst der weiblichen Jugend in Deutschland 1932-1945 - Organisationsgeschichte und Dienststellenverzeichnis


    Beste Grüße


    OB

    ch weiß zwar nicht woher du deine Informationen bezüglich des Jahres 1934 hast,der Richtigkeit halber möchte ich nur darauf hinweisen,dass das von dir angegebene Zitat aus Hitlers Buch "Mein Kampf" stammt (S.291) und somit aus der Zeit vor 1934 stammt.


    Diese Passage wurde dazu ebenfalls bereits im Illustrierten Beobachter von 1931 Folge 23 Seite 477 abgedruckt.

    Hallo,


    danke hierfür. Es wäre weiterhin zu bedenken in wieweit die Thematik Juden & Architektur nicht bereits als antisemitisches Motiv im Sinne einer Kritik der Moderne bzw. antimodernisitischer Tendenzen in bestimmten Kreisen der Gesellschaft und entsprechender Publikationen bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts allgemein vorhanden war und von Hitler hier nur rezipiert wurde, wie vielerlei in Mein Kampf. Der angebotenen Allgemeinplatz "Selbst in der Architektur ging es um die Juden" mag somit zwar mitnichten falsch sein, doch erscheint er mir recht banal und verkürzt.


    Beste Grüße


    OB

    Also wurde im Falle ein Hypospadie oder auch Phimose nicht anders als heute gehandelt.

    Hallo,


    was genau meinst du damit? Es handelt sich um 2 völlig verschiedene Diagnosen. Die Indikationen zum Handeln ergaben und ergeben sich heute auch aus dem konkreten Befund, sowie möglichen allgemeinen Komplikationen. Bei Ersterer ist natürlich für besagte Zeit, der hier ja nun auch in einiger Breite

    besprochene "rassenhygienische" Aspekt zu berücksichtigen. Grundsätzlich würde ich mich bei der Bewertung solcher Fragen nicht unbedingt nur an Autorennamen und Werken orientieren.


    Beste Grüße


    OB