Posts by Karl Grohmann

    Hallo Sweroboi,
    erlaube mir ein paar Vorschläge zu Deinem Vergleich:


    1.Bedenken muß man, das die zuerst aufgestellten Divisionenn, LAH, DR, TK, Pol. etc. am längsten und mit den am besten, z.T noch friedensmäßig ausgebildeten Soldaten oder noch solchen aus dem I. WK oder dem 100.000 Mann Heer, am Feind war.


    2. Bei Eliteverbände des Heeres, z.B. Großdeutschland etc. ist auuch deren Aufstellungs -und Einsatzzeit zu berücksichtigen.


    3. Was zählt? RK oder alles bis zum RK mit EL und Schwertern, Beachte , auch andere Auszeichnungen, DK in Gold, Nahmkampfspangen etc. RK wurden i.d. Regel meist an die Chefs der erfolgrreichen Einheiten verliehen. Ausgenommen sind einzelne bedeutende, um nicht zu sagen Schlachtentscheidende Leistungen einzelner Soldaten für das RK.


    4. Zu bedenken sind die Einsatzgebiete. Eine Besatzungstruppe konnte kaum ein RK erhalten. Auch Eliteverbände waren zeitweise Besatzungstruppen.


    5. Nennungen im Wehrmachtsbericht u. v. a. mehr - meine ich - wäre auch zu berücksichtigen.


    6. Dann wäre zu berücksichtigen ob Pz. oder Pz.Gren. Div. oder ab wann wie ausgestattet (Feuerkraft).


    Ich denke so einfach ist das nicht. Aber wie Du meinst, es ist ja Deine Sache.

    Schützenmulden kann man nicht mit Schützenlöchern vergleichen. Eine Schützenmulde ist der erste Schutz des Soldaten. Es ist meist der Vorläufer eines Schützenloches oder Schützengrabens.
    Schützenlöcher wurden dann sehr oft miteinander verbunden um ein Grabensystem anzulegen. Die ganze Sache hat also eine ausgeklügelte Logik.
    Die Schützenmulde war praktisch eine flache Erdvertiefung mit einem kleinen Erdwall oder Sandwall, je nach Bodenart, vor dem Schützen.
    Dann gab es noch das sog. Panzerdeckungsloch, da einen größeren Hohlraum mit kleinem "Eingangsloch" hatte, so dass sich der Soldat in der letzten Not auch überrollen lassen konnte -oftmals ohne Schaden zu nehmen - wenn der Panzer nicht auf dem Loch drehte und den Soldaten zerdrückte oder verschüttete.
    Die Vorschrift zum Waldkampf meint indirekt, daß sich der Soldat mehr Mühe geben soll, d.h. eingraben. Ein Leitspruch hieß immer " Schweiß spart Leben". Eingraben mußte meist befohlen werden, da der Soldat im Bewegungkrieg nicht immer dazu neigt alle paar Meter/Kilometer sich neu einzugraben. Eingraben war auf allen "/LehrgängenSchulen" immer wieder das leidige Thema.
    Die Russen haben sich oft schneller und tiefer eingegraben und getarnt.

    Antwort an Chris
    Betr.Rohstoffhortung des III.Reiches:
    Fest steht, dass bereits weit vor Kriegsbeginn wichtige Rohstoffe für die Industrie bereits kontigentiert waren. So waren z. B. Wolfram -wichtig für die Waffen - und Munitionsherstellung, Gummi und andere Rohstoffe äußerst knapp. Deswegen gab es auch im II. WK die sog. Blokadebrecher. Später wurden dann statt der getarnten Handelsschiffe U - Boote eingesetzt, die z.B. nach Japan fuhren.
    Wenn man die Rohstofflage des III. Reiches z. B. gegenüber den USA genau betrachtet, war der Krieg schon vor Beginn verloren. Man bedenke hierbei, dass Amerika gleichzeitig auch noch Krieg im Pazifik führte. Man braucht nur die Zahlen der "Lend and Lease" Lieferungen an Rußland zu betrachten, die Amerika noch zusätzlich leistete, dann sieht man wie arm das III. Reich war.


    Schon zu Beginn des Rußlandkrieges (Barabrossa) mußten sog. "Versorgungskoffer" mit den allernotwendigsten Gütern zusammengestellt werden um die Truppe zu versorgen. D.h. es war nicht möglich die Güter gleich lastwagenweise an die Front zu bringen, da die Lkw und sonst. Fahrzeuge fehlten. So hatte die Truppe durch die "Versorgungkoffer" wenigsten von jedem etwas.


    Natürlich hat man versucht so viel Material und Rohstoffe wie möglich vor dem Krieg zu horten. Dies gelnag aber nur begrenzt.

    Hallo Mra:
    Einen recht guten Teilüberblick in Kurzform erhält man in:" Die Eisenbahnen im 2. WK", ab Seite 217 Nr. 5, Thema "Die Eisenbahnen im Luftkrieg", von Eugen Kreidler, ISBN 3 - 933203 - 52 - X.
    Dort sind auch entsprechende Quellen für Erlasse etc. zu finden. Ggf. ausleihen.
    Zu berücksichtigen wären auch Sabotageakte und solche Anschläge auf Munitionszüge durch Partisanen in den besetzten Gebieten .

    Hallo, B aus MV:


    bei der Manövermunition für MK (Maschinenkanonen) handelt es sich u. a. auch um sog. Zerfallgeschoße.
    Das Manövergeschoß hat genau das Gewicht eines scharfen Geschosses.
    Dadurch ist eine einwandfreie Waffenfunktion der MK gegeben.
    Nach Verlassen des Laufes / Rohres reißt die Plastikhülle des Geschosses durch die Fliehkraft auf und die Füllung, i. d. R. Eisenpulver (kann genau dosiert werden), zerstäubt. Ungefährlich ab 50 - max. 100 m nach dem Verlassen des Laufes ist Sicherheit gegeben.
    OK? Gruß Karl

    Es wurden ja nicht nur Luftkämpfe mit Bordawaffen durchgeführt. Erdbeschuß, Züge, insbes. Lokomotiven, Militär, Feindesland allgem. etc. .Da spielte es, wie bereits vermutet, keine Rolle wo und wie das Geschoß auftraf. Außerdem war die Munition mit Zerleger aufwendiger.
    Zudem waren bei Erdbeschuß die Entfernungen anders als im Luftkampf. Diese veränderten sich durch den Angriffsflug im Sinkflug/Sturzflug sehr schnell. Das war zwar im Luftkampf auch möglich, aber da nahm man eben das eigene Risiko nicht in Kauf. Ferner war es im Luftkampf auch dann egeal, wenn nur wenige eigene Maschinenen in die gleichte Angriffsrichtung flogen.
    Zerleger konnten aber auch beim Feind durch die Explosion in einem engen Pulk unter günstigen Umständen Schaden verursachen. So weit meine Info´s.
    Das zitierte Quellenbuch habe ich noch nicht und kann daher nicht darauf eingehen..
    Gruß Karl

    Professor Gruner war u. a. an der Entwicklung des MG 45 (Nachfolger MG 42/ Hitlersäge) maßgeblich beteiligt. Er war Leiter der Abteilung Stahlblechteile der Fa. Großfuß in Döbelen.


    Das MG 45 hatte einen neuartigen Rollenverschluß, der nicht voll verriegelte und somit eine Schußfolge von ca. 1.800 Schuß p.Min. bei einem Gewicht von nur 9 kg ermöglicht haben soll. Damit war es leichter als das MG 42 mit ca. 12,6 kg und in der Schußfolge schneller.
    Bei Kriegsende soll es etwa 10 Stück in der Erprobung gegeben haben.


    Auf das MG 34/41 mit einer Schußfolge von ca. 1.400 Schuß p. Min. möchte ich hier nicht eingehen.
    Den Beitrag im Lexikon d. W. kenn ich.
    Wer weiß mehr?

    Zerleger:
    Es handelt sich wahrscheinlich um Munition für die Bordkanone MK 108, 3 cm, der ehemaligen deutschen Wehrmacht/Luftwaffe.
    Diese Munition war - wie in vorliegendem Fall ersichtlich - mit einem Aufschlagzünder versehen, der das Geschoß im Ziel zur Entzündung/Explosion brachte.
    Durch den Zerleger wurde das Geschoß nach einer bestimmten Laufbahnstrecke bei Nichtauftreffen auf das Ziel selbständig zerlegt, um z.B in einem Luftkampf die eigenen Flugzeuge nicht zu gefährden.
    Zerlegergeschosse hatten einen grünen Farbring.


    Sogenannte Selbstzerlegungszünder finden u.a. bei Manövermunition Anwendung.

    Es stimmt. Die Ohren werden vermessen, wobei bei einer Fotovermessung die Kopfgröße Berücksichtigung findet, um ein Größenverhältnis des Ohrs herbeiführen zu können, da sonst keine maßstäbliche Einordnung möglich ist. Neben der Ohrgröße und Form wid auch die Ohrmuschel vermessen und ggf. verglichen. So spielt z.B. auch ein Ohradruck als Vergleich eine entscheidende Rolle.


    Gruß Karl

    Ich habe eine ursprünglich aus den USA stammende Anfrage hierzu, leider ohne Photo und nähere Beschreibung, die ich trotzdem gerne beantwortete hätte. Es soll sich um ein Divisionsabzeichen handeln. Ich weiß, dass die 3. SS T.ein solches Divisionsabzeichen hatte. Habe aber auf keinem Foto eine Wellenlinie darüber gesehen.
    Evtl. könne es ja auch eine Heereseinheit gewesen sein. Mir ist auch bekannt, dass es verschieden Totenkopfabzeichen gab, kann aber die Anfrage leider nicht näher beschreiben. Vielleicht weiß jemand etwas zu der Wellenlinie.
    Mir ist auch bekannt, dass Tauchpanzer III der 18.PD ein Totenkopfabzeichen mit Wellenlinien im oben offenen Wappenschild hatten (Lt. "Signal").
    Besten Dank,
    Karl

    Hallo


    ich berufe mich auf Augenzeugenberichte, wonach zweifelhafte Treffer nicht anerkannt wurden. Ein Offizier stand schon gar nicht für jeden Scharfschützen zur Verfügung. Zudem lagen deren Stellungen oft weit vor der Front, ähnlich VBs. Sh. bei Sutkus (Scharfschütze)!
    Einige seiner Treffer wurden nicht anerkannt.


    Die Deutsche Wehrmacht, insbes. die Führung, war von einem sehr kurzen Feldzug und schnellen Erfolg ausgegangen. Sie war der Meinung Scharfschützen seien insbesondere im Stellungs - und nicht im Bewegungskrieg wichtig.



    Karl

    Hallo Leute, insbes. SanUO:


    Die Versorgungefrage war von Anfang an ein Problem und nie richtig zu lösen . Die Probleme sind in jeder Divisionsgeschichte - auch schon vor dem Winter 41/42 - nachzulesen.


    Sh. neben den bereits erwähnten Werken hierzu insbesondere:


    "Das Deutsche Wehrmachtstransportwesen im Zweiten Weltkrieg" von Horst Rohde, Herausgeber: MGFA

    Klasse statt Masse


    Empfehle hierzu:


    "Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg" herausgegeben vom MGFA, DVA, derzeit 7 Bände,


    Rüstungshilfe USA an Rußland:


    "Rüstungshilfe der USA 1939 -1945" von Wolfgang Schlauch, Bernard und Graefe Verlag.
    Wer das gelesen hat, der weiß, dass das Deutsche Reich im II. WK nur den Mangel verwaltete.


    Was die Tapferkeit betrifft sh. "Kampfkraft" von Martin von Creveld; herausgegeben vom MGFA, Rombach Verlag.

    Betr.: Scharschützen


    der erfolgreichste Scharfschütze wurde richtigerweise mit Matthäus HETZENAUER angegeben. Ihm wurden 345 "Abschüsse" zuerkannt.
    Als "Abschuss" galt nur ein eindeutiger, tödlicher Treffer, der im Scharfschützenbuch bestätigt werden musste. Hierzu war ein Zeuge erforderlich.
    D.h. es waren mehr als 345 "Abschüsse" - meist wesentlich mehr als die anerkannten Treffer - erfolgt aber nicht anerkannt worden.