Posts by Karl Grohmann

    Hallo Wolfgang,


    nun bin ich kein Hellseher, aber wenn ich lese:

    Ausheben eines Russennestes mit blanker Waffe",

    dann glaube ich eher, dass Dein Vater im Rahmen eines Späh - oder Stoßtrupps dieses " Russennest" ausgehoben hat, also nicht im Zuge eines allgemeinen Angriffs seiner Einheit.

    Spähtrupp betreibt im Gegensatz zum Stoßtrupp Aufklärung und Erkundung möglichst ohne Waffengewalt, es sei denn gegen feindl. Spähtrupps oder in bestimmten Situationen, also wenn sich eine günstige Gelegenheit bietet, z. B. "Ausheben einer gegnerischen Stellung" um Gefangene zu machen usw.( Soviel in Kurzform).

    Aber wie geschrieben, es ist Auslegungssache. Ggf könnte es natürlich auch so sein, wie Du es Dir vorstellst:

    wäre also mein Vater 1944 mit einem MG auf einer Zweibeinlafette vorgerückt,

    Anmerkung: Das Zweibein ist keine Lafette im eigentlichen Sinne, sondern eben ein anklappbares Zweibein. ( Siehe 2. Foto von Eumex).

    "Mit blanker Waffe" würde streng genommen mit Bajonett/Seitengewehr oder mit aufgepflanztem Bajonett auf dem Gewehr/Karabiner oder freigemachtem Spaten; aber auch jede andere blanke Waffe bedeuten; eben ohne Schusswaffe.

    Als Angehöriger einer MG-Kompanie oder MG-Schütze bedeutet das aber auch nicht unbedingt, dass er in diesem Moment ein MG bediente. Je nach Situation kann da auch ein Einsatz ohne MG, z. B. mit Pistole oder blanker Waffe erfolgt sein.


    Gruß Karl

    Hallo,


    die Ausbildung der Fallschirmjäger war nur in den ersten Kriegsjahren vollständig. Später wurde keine Sprungsausbildung und spezielle Fallschirmjägerausbildung mehr betrieben.


    Hallo Andre,


    Ich kann zu der Thematik wirklich nur Hans-Martin Stimpel "Die Deutsche Fallschirmtruppe - Einsätze im Osten und Westen" empfehlen.

    Da gibt es insgesamt 4 Bände, wobei der 2. Band, der zeitlich in die Reihe passt : "Die deutsche Fallschirmtruppe 1936 -1941" von K-H Golla stammt.

    Bd. 1: Stimpel: " Die deutsche Fallschirmtruppe 1936 - 1945 -Innenansichten von Führung und Truppe"

    Bd. : Golla: "Die deutsche Fallschirmtruppe 1936 -1941 - Aufbau und Einsatz in den ersten Feldzügen"

    Bd. 3: Stimpel: "Die deutsche Fallschirmtruppe 1942 - 1945 - Einsätze auf den Kriegsschauplätzen im Süden"

    Bd. 4: Stimpel: "Die deutsche Fallschirmtruppe 1942 - 1945 - Einsätze auf den Kriegsschauplätzen im Osten und Westen"

    oder kurz gefasst in einem Band:

    Kühn: " Die deutschen Falschirmjäger im Zweiten Weltkrieg".

    Zur Ausbildung und den ersten Einsätzen der Fallschirmjäger - antiquarisch: Gericke: " Soldaten fallen vom Himmel" .

    (Beinhaltet natürlich auch Propaganda - Gericke war Kriegsberichter, aber wie gesagt: Für einen Überblick in der Ausbildung gut.


    Gruß Karl

    Hallo Leute,


    entweder verbingt Ihr noch mehr Zeit in den Antiquariaten wie ich oder Ihr habt Glück. Ich habe für je einen Band 50.- DM/ Euro bezahlt und nachdem ich schon einen hatte, habe ich die anderen Bände halt auch gekauft.


    Gruß Karl

    Lieber Horst,


    ein ganz besonders uriges Restaurant in Tallin ist das " Olde Hansa", wo man unter anderen mittelalterlichen Spezialitäten ein "Met" probieren und ggf. genießen kann. Es ist ein "Ausnahmelokal", sozusagen Erlebnisgatronomie im historischen Stil. Man sollte es mal ausprobieren, meine ich.



    Hallo Joseph O.,

    im Lufttransport

    das passt ausgezeichnet zu den luftverlastbaren Fahrradanhängern.


    Grüsse von Karl

    Hallo Bernd,


    es sind incl. Bildband 6 Bände. In Betracht käme Band IV und V. Das sind zusammen 1.100 Seiten. Kannst Du Deine Frage etwas präzisieren?


    Bd IV S. 128/129:

    Die Division waar nach 13 montigem Einsatz am Südabschnitt der Ostfront Weihnachten 1943 herausgezogen und zur Auffrischung auf den Truppenübungsplatz Stablak in Ostpreußen verlegt und vom 1.1. - 25.2.1944 dem Befehlhabe des Ersatzheeres unterstellt worden.

    Die noch einigermaßen kampfkräftigen Einheiten waren weiterhin an der Ostfront verblieben.

    Ab Anfang Februar verlegt die Division nach Bordeaux.


    Wohl eher zutreffend:


    S. 345 31.Okt. bis 19. Nov. Verwendung im Heimatkriegsgebiet

    Auffrischung im Raum Büren - Brilon -Ober -und Niedermarsberg - Lichtenau(Paderborn) Stabsquartier in Alme.

    Ausbildung! Es wird das Erholungsheim Niedermarsberg geschaffen ( Diemel Schlösschen). Kontakte mit der Bevölkerung/Quartier.


    Gruß Karl

    Hallo zusammen,


    ich möchte hier nicht den Eindruck erwecken das Wissen von Christian zu übernehmen, aber da er schreibt: "könnte" möchte ich das Wägelchen als eindeutig von Christian erkannt ( sh. vorstehend) bestätigen. Zudem handelt es sich, wie schon Joseph O. schreibt, eindeutig um Fallschirmjäger, was als weitere Begründung für den abwerfbaren Fahrradanhänger zu werten ist.


    Gruß Karl

    Hallo G. Aders,


    auf jeden Fall wurde zur Tieffliegerbekämpfung den schw. Flakgeschützen mtl. und le. Flak beigegeben.

    Obwohl in der Vorschrift nicht vorgesehen, versuchte sich in den späteren Kriegsjahren die schw. Flak ( le. und mtl. Flak war teils auch an die Front abgezogen worden) durch sog. "Nahfeuer" mit vorbereiteter Zeitzündermunition im direkten Richtverfahren ihrer (Der Tiefflieger D.U.) zu erwehren. Das Verfahren fand weite Verbreitung.

    "Ebenso wurde gegen die Neigung der Richtkanoniere der le. und mittl. Flak angekämpft, nicht mit dem Visier, sondern nach Augenbeobachtung der L.-Spur der Geschosse zu schießen, angegangen.Mit bloßem Auge konnte die l.-Spur nur bis zu einer Etfernung von 600 m zuverlässig mit dem Ziel räumlich in Verbindung gebracht werden."

    Sh. auch: Koch: " Flak" z. B. S. 48,139, 327 (soweit ich das in der Kürze der Zeit gefunden habe).


    Gruß Karl

    Hallo,


    das könnte auch der Bereich sein, in dem die leichte und mittlere Flak ( Raketen?) die feindl. Tiefflieger im Verbund der Luftverteidigungszonen bekämpfen musste, nachdem immer mehr Tiefflieger ins Reich eindrangen.

    Ich glaube ähnliches irgendwann gelesen zu haben; habe aber KEINERLEI Belege zur Hand.

    Es war ja so, dass die schwere Flak Tiefflieger grundsätzlich nicht bekämpfen durfte, weil zu langsam. Auch ein Nachschießen war verboten.


    Gruß Karl

    Hallo,


    die Krönung habe ich im U - Lehrgang erlebt: Aschenkasten war nicht geleert, deshalb wurde die Asche durch den Ausbilder mitten in der Stube verteilt.

    Übers Wochenede hat mein K98k, noch von der Wehrmacht, vom Freitagschießen mit den Pulvergasen " nachgeschlagen" d. h. der Lauf zeigte am Montagmorgen bei einem überraschenden Waffenappelll dunkle Stellen. Das gab einen Aktenvermerk für die Dauer eines Jahres. Der wurde aber dann doch auf ein halbes Jahr gekürzt. Das schlimme daran aber war, dass sich nach dem halben Jahr eine schwarze Seite in meinen Personalakten fand, die für den Lesenden viel Raum über den tatsächlichen Sachverhalt ließ. Ein Nichschwärzung wäre mir lieber gewesen, weil dadurch das "Delikt" erkennbar gewesen wäre und kein Fantasievergehen da hineingedacht werden konnte.

    Könnte ihr glauben oder auch nicht.....war aber damals so; heute unvorstellbar denke ich!


    Gruß Karl