Posts by Karl Grohmann

    Hallo,


    es war üblich, dass RK- Träger zu Schülern, der HJ, Presseinterviews in Kommunalzeitungen und bei sonstigen Anlässen einen Vorträge halten mussten. Genau genommen nichts anderes als eine Werbetour für die Wehrmacht, denn gewünscht und vorgetragen wurde natürlich eine Erfolgsgeschichte, nämlich die, welche zum RK geführt hat.


    Gruß Karl

    Hallo zusammen,


    die Zivilpersonen der Reichsbahn, die in den besetzten Gebieten tätig waren, gehörten, wie bereits festgestellt, dem Wehrmachtsgefolge an.*

    Damit waren diese dem Militärstrafgesetzbuch und der Diziplinarordnung unterworfen. Sie waren somit Angehörige im Sinne des § 21 des Wehrgesetzes ohne Soldaten zu sein.

    Sie mussten zur Kenntlichmachung eine gelbe Armbinde mit der Aufschrift : "Deutsche Wehrmacht" und einen Kombattantenausweis. der sie zum Führen von Waffen und zum Kampfeinsatz verpflichtete.

    Die rechtliche Stellung war unklar, denn nach Völkerrecht durften diese keine Waffen tragen.

    Quelle:

    > gem. Erlaß des OKW vom 12. 3.1940 und des Oberbefehlshabers der Wehrmachtsteile,

    > Kreidler: "Die Eisenbahnen im II. WK" S.267 ff.

    > div. Abhandlungen über Luftwaffenhelfer, die wie auch die HJ u. a. Org. im LW -Einsatz - zwar an und evtl.mit der Waffe dienten, ohne Soldaten zu sein und somit in einer völkerrechtlich schwierigen Lage waren.(D.U.)

    > Kennzeichnung/Armbinde: Erlaß RVM L2 Rs/Bem Berv 139 (o) vom 25.9 1944


    Gruß Karl

    Hallo Wolfgang,


    den Artikel in der ASMZ kenne ich.

    Wenn Dich das Thema Schallmessung interessiert, dann empfehle ich Dir den Gang zu Buchhandlung oder Kauf im Antiquariat:

    Froben: " Aufklärende Artillerie". (Eine spezielle Truppe!)

    Da Du aber schon die ASMZ zitiert hast, dann schau da mal vorab unter

    Band 123, Jahr 1957, Heft 9, Autor: Tobler:

    "Schallmessung".

    Das Thema in einem Beitrag abzuhandeln scheint mir unmöglich, deshalb die Empfehlungen.

    Sollte das aber für Deinen Wissensdurst nicht ausreichen, kann ich Dir noch weitere Literatur gerne empfehlen.


    Gruß Karl

    Hallo,


    hier ein AUSZUG aus der H.Dv 130/2b "Merkblatt für Gliederung und Kampfweise der Schützenkompanie zu 12 Gruppen"

    i. S. Einsatz der Granatwerfer:


    "II. Der Schützenzug und die Schützenkompanie

    Allgemeines über Aufgaben und Führung


    56. Die schweren Granatwerfer werden in der Regel den vorn eingesetzten Schützenkompanien unterstellt.Ihre Verwendung regelt die H.Dv. 104 und die D 101. (Später H.Dv. 130/9).


    Angriff

    57. Der l.Gr.W. unterstützt die Gruppe beim Angriff. Er überschießt bis kurz vor dem Einbruch. Für diesen Zeitabschnitt spart er reichlich Munition auf.

    Der Zugführer weist den Führer des l.Gr.W. persönlich das Ziel zu. Oft bezeichnet er ihm die Linie, bei deren erreichen durch die vordersten Teile das Feuer des Werfers abzubrechen ist. ( H. Dv. 103 Nr. 53)"


    Gruß Karl

    Hallo THWler,


    leider muss ich Dich zurück an Jörg zurück verweisen, denn so wie ich das sehe, handelt es sich bei dem von Jörg erwähnten Verweis nur um die Unterstellung des Wehrmachtsgefolges unter das Militärstrafgesetz, aber nicht um die Erläuterung was Wehrmachtsgefolge im eigentlichen Sinne ist, also keine Aufzählung.


    Wenn Dir aber das genügt, dann sind dort (Absolon) folgende Einheiten erwähnt, ohne ins Detail zu gehen:

    > NSKK - Transportgruppe Todt,

    >NSKK Brigaden der Luftwaffe

    > gesamtes Gefolge der Luftwaffe

    > gesamte dt. Handelsschifffahrt, mit Ausnahme der Kleinschiffe

    > Reichsbahnpersonal in Dänemark und in den besetzten Westgebieten


    Erläuterungen:

    Zum Gefolge gehörten alle Personen, die in irgendeinem Dienst - oder Vertragsverhältnis zur Wehrmacht standen oder die sich bei der Wehrmacht aufhielten oder ihr folgten.


    Es müsste aber eigentlich eine explizite Aufzählung des Gefolges geben.


    Gruß Karl

    Hallo Alex,


    bei einem Volltreffer sehe ich da für den Panzer keine Überlebenschance. Die Granate wog immerhin etwas über 9 kg, hatte also auch eine beachtliche Ladung. Wenn der Treffer, bei einem indirekten Schuss leicht möglich, auf die Motorabdeckung ging, dann ist das für den Panzer das Ende. Vergleichen wir: Kanonenvogel von Rudel: 3,7 cm Kanone, Munition allerdings mit Wolframkern und natürlich rasanter, dafür aber wesentlich kleiner, ca. 370 gr, durchschlug die Panzerung des T 34 problemlos.

    (Zumindest sehe ich das so.)


    Gruß Karl

    Hallo Sascha,


    in meine Augen ein deutscher Granatwerfer 34, 8 cm. Es fehlt aber der Griff ( Handradaufsatz D.U.) zur Bedienung des Seitenrichttriebes. Allerdings dürfte die Bedienung auch mit dem noch vorhandenen Innenrad des Griffes möglich sein.

    Ferner fehlen am Zweibein die beidenTrageriemen und die dazugehörigen Flügelmuttern. ( Evtl. Granatwerferzug mot. oder Feldkarren IF 9/1).

    Die Benutzung des fehlenden Richtaufsatzes 35 wäre in dieser Stellung ohne dies nicht möglich.


    Gruß Karl

    Hallo,


    zunächst muss man unterscheiden zwischen glatten und gezogenen Läufen, also solche mit Zügen und Feldern. Die Toleranzen sollten möglichst gering sein.

    Bei glatten Läufen, z. B. bei Granatwerfern können wenige Zehntel mm noch den Ansprüchen genügen, bei der Artillerie ( Geschütze/Kanonen etc.) sollten die Gechosse eigentlich kalibergenau sein. ( Kalibermessung auf den Zügen).

    Bei der Artillerie gab es ausgeschossene Rohre, bei denen dann die Zielgenauigkeit nicht mehr vorhanden und die Streuung größer war. Dies war insbesondere im I. WK öfter der Fall. Später wurden Rohre mit Seelenrohr ( Innenrohr) und Rohrmantel gebaut, bei denen man nur das ausgeschossene Innenrohr austauschen musste. Z. B. Vollrohre, Mehrlagenrohre, Mollrohre mit Autofrettage, Rohre mit auswechselbaren Futterrohren, auswechselbare Rohre. Daran sieht man, dass die Passgenauigkeit Munition Lauf/Rohr wichtig war, man also z. B. nur das Innenrohr auswechseln musste. Auch gab es im II. Wk bei der 8, 8 Flak Versuche mit Pfeilgeschossen, die erst am Rohrende stabilisiert wurden. Bei Treibspiegelgeschossen war und ist das Geschoss auch unterkalibrig.

    Grundsätzlich "Nulltorlernz" , also Einpressung in die Züge und Felder des Laufes/Rohres ergibt beste Schuss und Trefferleistung.

    Dann ist zu berücksichtigen, dass bei gewissen Verschlüssen der Patronenboden dazu dient, das Patronenlager nach hinten abschließen. Die Munition muss also passgenau sein. usw.

    Tabellen zu Deiner Frage kenne ich aus der Fachliteratur nicht. Es ist eher ungewöhnlich.


    Gruß Karl

    Hallo,


    der dt. 12 cm Granatwerfer - leicht geänderter Nachbau des russischen Granatwerfers, verfeuern gleicher Munition möglich - hatte eine Abzugleine.


    Wie ich soeben feststelle, konnte der Werfer auch mit feststehendem Schlagbolzen versehen werden, was wenig praktiziert wurde.


    Quelle: Pawlas, Waffen Revue Nr. 5, Waffen - Lexikon 1710-100-1


    Gruß Karl

    Hallo Thilo,


    ja, die Dissertation kenne ich. Soweit richtig.

    Ich gehe mal davon aus, dass die Wurfgranaten früher in die Züge und Felder eingefädelt werden mussten.

    Bei den amerik. Werfern im II. WK wurde die Wurfgranate einfach ins Rohr geschoben und der Führungsring presste sich erst nach der Zündung durch Druck in die Züge und Felder. Also insofern schneller und problemlos zu laden, wie bei einem Granatwerfer mit glattem Rohr. Zusätzlich dann die Sperre bei geladenem Rohr.


    Gruß Karl