Posts by Karl Grohmann

    Hallo,


    Auszug einer Aufzeichnung eines Obergefr. von U - 716( Schnorchelboot D.U.):

    " April1945 - 5 Zerstörer Jagd auf uns , 24 Std., 490 WB ( Wasserbomben), vom Zst. (Zerstörer) gerammt, auf Sehrohrtiefe ANGELHAKEN, machen einen Kopfstand in die ewigen Jagdgründe, Abgefangen auf 235 m ging noch einmal gut".


    Frage: War ein Angelhaken eine Deckname/Spitzname für eine Trosse/Ankertau (normalerweise eingezogen) o.ä Schiffszubehör? Möglicherweise eine Fangvorrichtung für U - Boote?

    ( Die üblichen Angelschnüre, auch aus Stahl - für Hochseefischerei und große Fische hätten möglicherweise kurz gehalten, aber der Angler wäre über Bord gegangen und das in einer Gefechtssituation? Eher nicht, es sei denn die Schnur war am Zerstörer angebunden?)


    Wer kann die Frage beantworten?


    Gruß Karl

    Hallo Kordula, Klingert u. a. a. Leser,


    die von Kordula auf der Abbildung gezeigte Pistole ist eine Artillerieausführung, die mit Anschlagbrettchen für größere Entfernungen ( bis 500m) verwendet werden konnte. Die für die"SS" dann gebauten Pistolen, dt. Bezeichnung"640 ( b) Modell 1935 GP ", hatten keine Vorrichtung für das Anschlagbrettchen und folglich auch kein Brettchen an der Pistolentasche. Außerdem entfiel danach das Schiebevisier. Es wurde durch eine starre Visierung ersetzt. Zudem wurde in einigen Pistolen eine Magazinsicherung ( Aufnahmefähigkeit: 13 Patronen) eingebaut.

    Dann muss man noch bedenken, dass auch Beute -Pistolen, also nicht aus der Fertigung unter dt. Regie, von der "SS" übernommen wurden.

    Diese Pistole FN Browning GP 36 ist auch unter der Bezeichnung FN High - Power bekannt und wie der Name schon sagt, ist dies ursprünglich eine Entwicklung von Browning Arms Co., St. Louis USA., die durch die Fa. FN ( Fabique Nationale d´Armes de Guerre Herstal, Belgium) im Kal. 9 mm Para weiter entwickelt worden war.


    (Ferner wurde noch die Pistole FN Modell 1910/22, Kal. 9 mm Kurz unter der Bezeichnung P 641(b) und weitere Beutewaffen im Kal 7,65 mm übernommen.




    Gruß Karl


    Quellen:1. "Small Arms of the World" by Joseph E. Smith Army Materiel Command

    2. Jane`s Infantry Weapons Edited By Ian V Hogg1988/89

    3. " - " - " 1994/95

    4. Kennblätter fremden Geräts.

    Lieber Thilo,


    Dieses Manöver habe ich, zumindest aus den Nachrichten, wahrgenommen und deshalb war diese Dokumentation für mich sehr interessant, teilweise sogar aufschlussreich.

    Die Problematik von Reforger - und nicht nur 78, wurde offen angesprochen, taktische und technische Schwierigkeiten erläutert. Zeitlich erhebliche Vorbereitungszeiten, Transportdauer und Wettervoraussetzungen auch erläutert. Politischen Vorgaben und die damalige "Abschreckungstheorie" klangen durch. Unter Berücksichtigung des damaligen Spannungsfeldes eine gelungene Doku.

    Der Kostenfaktor war erheblich, wurde aber damals und unter den Gegebenheiten kaum erwähnt.


    Gruß Karl

    Hallo,


    Ich sehe da kein aufgepflanztes Seitengewehr. Es handelt sich um einen Gummi - Stöpsel, genannt Laufschoner gegen Dreck, Wasser und Schnee, der im Ernstfall durchschossen werden kann. Den gab es auch als Metallkppe, die man aber öffnen musste/sollte.

    Der Oberring des K98k liegt auf Höhe des Stahlhelmrandes, also kann es von der Distanz her gesehen, kein aufgepflanztes Seitengewehr ( Gesamtlänge ca. 38,8 cm, Klingenlänge ca. 25 cm, welche über den Lauf herausragt) sein.


    Gruß Karl

    Hallo,


    ebenso wie die Läuseplage war die Wanzenplage verheerend.

    Hierzu eine interessante Episode aus einem Barackenlager in Griechenland:

    Die Wanzenplage war unerträglich, aber eines Tages wurden diese immer weniger und verschwanden bald ganz. Stattdessen entdeckte man eine Spinne, die man an die "Berliner Biologische Reichsanstalt" schickte. Dort stellte man fest, dass die Spinnen ( Thantos flavidos = Der gelbe Tod.) den Wanzen den Garaus gemacht hatten, denn diese ernährten sich von den Wanzen.

    Allerdings scheint man keinen Erfolg bei der Züchtung gehabt zu haben, denn die Spinnen wurden nie zur Wanzenbekämpfung eingesetzt.

    ( Ich vermute, dass es eine Wehrmachtsbarracke war, auch wenn dies in dem Artikel nicht genannt wurde.)


    Lt. Internet heutige Bezeichnung: Thanatus flavidus oder im Artikel Druckfehler.


    Gruß Karl

    Hallo Schulle,


    da keine Größenangabe oder Meterstab auf dem Foto, muss ich mich an den Strohhalmen orientieren.

    Es könnten Teile eines dt. Fallschirmschlosses sein. Ohne Garantie!


    Gruß Karl

    Hallo,


    Taschenbuch für den Winterkrieg von 1942 "Winterbiwak: Als Schutz gegen Nässe und Bodenkälte können Unterlagen aus Laub, Moos, Reisig, Stroh, Holz, Brettern, Skier, Fellen, Zeltbahnen verwendet werden"

    Reisig: Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit frischem und grünem Tannenreisig, nur die vorderen Stücke, gemacht. Möglichst keine dickeren Äste.

    Wenn Feuer nicht möglich/erlaubt, kann ein offenes Licht "Hindenburglicht", heute Teelicht, sinnvoll und hilfreich sein. Schon die offene Flamme vermittelt ein Wärmegefühl.

    Ein Soldat schläft da, wo er auftragsgemäss zu schlafen hat.

    Hallo Rainer, da hast Du es aber sauber auf den Punkt gebracht.


    Gruß Karl

    Hallo Thomas,


    , ich besitze den reibert von 1941. Deswegen finde ich das Thema doch recht interessant da die Vorschriften wohl im krassen Gegensatz zur Realität stehen...

    Stimmt, aber in Kriegszeiten gelten eben andere Gesetze. Man muss auch bedenken, dass die Vorschriften der Wehrmacht auf eine reichlichen Bestand vorhandener Dienstvorschriften bis mindestens ins 17. Jhdt. zugreifen konnten. Nicht alles was alt war und war und ist ungültig. Zudem lagen die Erfahrungen aus dem I. WK nur 21 Jahre zurück und so mancher Vorschriftenschreiber hatte diesen noch erlebt.


    Gruß Karl

    Hallo,



    Als die Burg fast sechs Wochen später dann aufgegeben wurde, war noch längst nicht alles ausgetrunken, herausgebracht oder an „Selbstabholer" verschenkt."


    * Gustav Fieguth, Marienburg 1945 - Kampf um Stadt und Burg. Seite140/141

    Ergänzend dazu: Eigentlich galt in der Wehrmacht, dass Alkohol nicht in Feindeshand fallen darf. Er ist zuvor zu vernichten um Übergriffe alkoholisierter Soldaten zu vermeiden.

    Die Bevölkerung von Ostpreußen hat das nach Möglichkeit auch gemacht. Die Menschen wurden aber oft von der plötzlichen feindl. Besetzung überrascht.

    Reibert: " Der Dienstunterricht im Heere": S. 34...

    "Ehrlos handelt, wer sich dem Trunke ergibt, Ausschweifungen begeht oder sonstigen Lastern huldigt."

    S. 63: " Er vermeidet Ausschweifungen, übermäßigen Alkohol -und Tabakgenuß. Im Genuß von Alkohol und Tabakhat sich der Soldat Mäßigung aufzuerlegen. H.V. Blatt 39, Teil A S. 33.Alkohol und Tabak gefährden Körper und Geist, insbesondere schädigen sie Herz und Lunge. Auf die Dauer wirken sie auch nachteilig auf den Charakter, die geistigen Fähigkeiten und die Willenskraft."


    Gruß Karl