Posts by Karl Grohmann

    Hallo,


    K. Ries: " Die deutschen Flugzeugführerschulen und ihre Maschinen" S. 114 steht sinngemäß, dass ab 1943 aus Treibstoffersparnisgründen FFSA und LKS bereits vor Motorflugeinweisung eine Segelfliegerausbildung bekommen haben. Diese Luftwaffen -Segelfluggruppen bei den Fliegerhorstkommandanturen wurde mit Befehl vom 2.11.43 aufgelöst.

    Suche mal in der Literatur von Ries. Da gibt es möglicherweise Infos.


    Gruß Karl

    Hallo Olli,


    Die Obergruppe der Cyanoverbindungen können durchaus in Ampullen transportiert werden, sind aber als Salze sehr viel leichter zu transpotieren.

    Du scheinst offensichtlich vom Fach zu sein.

    Ich kenne es in der Anwendung als Zyankali.


    Gut, dann eben das Salz der Blausäure, Kaliumzyanid (Zyankali).

    Damit wurden schon tausende von Selbsttötungen und Morden begangen.


    Gruß Karl

    Hallo,


    Ziff. 69. Unterstellte Panzerjäger auf Sfl. begleiten den Panzerangriff, auf Zusammenarbeit angewiesene Artillerie und schwere Waffen unterstützen den Kampf des Panzerverbandes durch zusammengefasstes Feuer.*


    Ziff. 70. Um sich dem gezielten Feuer überraschend auftretender feindl. Panzerkampfwagen rasch zu entziehen, Zeit zum Bilden einer Feuerfront zu gewinnen und die Bewegung rückwärtiger Treffen und Linien zu verschleiern, kann es zweckmäßig sein, Nebel zwischen die eigenen und feindl. Panzerkampfwagen zu schießen.**


    Ziff. 71. Wird eine Panzerabteilung überraschend durch feindl. Panzerkampfwagen angegriffen, so wehren zunächst die Kompanien selbständig den Angriff ab. Der Abteilungs -Kommandeur muß danach streben seine Abteilung schnell wieder in die Hand zu bekommen.


    Ziff. 72. Weichen die feindl. Panzerkampfwagen aus, ist rücksichtslos nachzustoßen. ***Steigerung der Geschwindigkeit bis zur Höchstgrenze ist notwendig, um die feindl. Panzer zu umfassen und von ihrer Rückzugsrichtung abzuschneiden. Der Zusammenarbeit mit Aufklärungsfliegern kommt hierbei erhöhte Bedeutung zu.


    Soweit der Abschnitt: Kampf Panzer gegen Panzer aus der H.Dv. 470/10.


    Gruß Karl


    * Kampf der verbundenen Waffen

    ** Dies kann folgendes bedeuten: H.Dv. 300/1 Truppenführung, Ziff.506 "Das Abbrechen des Gefechts ist um so leichter, je mehr es verschleiert werden kann, um so schwieriger je weiter die Gefechtshandlung fortgeschritten ist.........." Man muss ja bedenken, dass die Kampfhandlungen - je nach Dichte und Windrichtung des Nebels sehr erschwert, wenn nicht unmöglich weitergeführt werden können. Die Verschleierung im Kampfgeschehen ist ein gewagtes, besser aller letztes Mittel, denn dies kann den Zusammenhalt der Truppe erheblich gefährden. (Wildes Durcheinander, Chaos)

    *** Die weiteren takt. Vorgaben zur Verfolgung sind im Abschnitt B. dieser Vorschrift, beginnend ab Ziff. 82 aufgeführt.

    Hallo Chris,


    Die korrekte Bezeichnung lautet der D 645 lautet "Ausbildungsanweisung für die leichte und mittlere Panzerkompanie 1939 im Gefecht" und datiert vom 1.3.1939.


    ich zitiere nun wörtlich, damit das seine Richtigkeit hat. In der H.Dv. 470/6 vom 2.9.1940 steht nur folgendes, wie Du sicher weißt:


    Ziff. 111. Die Kampfweise der Panzereinheiten beim Kampf gegen Panzerkampfwagen je nach den verschiedenen Lagen ergeben sich aus

    D 645 Nr. 53 bis 85 ( vgl. dort)


    Hierzu muss allerdings erwähnt werden das die H.Dv. 470/6 "Ausbildungsvorschrift für die Panzertruppe - Die leichte Panzerkompanie" vom 2.9.1940 zwar auf diese Vorschrift noch verweist,die

    H.Dv. 470/7 "Ausbildungsvorschrift für die Panzertruppe - Die mittlere Panzerkompanie" vom 1.5.1941 allerdings nicht.


    Diese enthält bereits einen eigenen Abschnitt über den "Kampf -Panzer gegen Panzer-,genauso wie die H.Dv.470/10 "Ausbildungsvorschrift für die Panzertruppe - Vorläufige Richtlinien für Führung und Kampf des Panzer-Regiments und der Panzer-Abteilung" vom 18.1.1941.


    Dann fahre ich fort mit der o.a. erwähnten H.Dv. 470/10. *


    " Panzer gegen Panzer"


    Ziff. 65. Entscheidend für den Kampf "Panzer gegen Panzer" sind

    blitzschnelles Erfassen von Lage und Gelände und sofortiges Handeln durch Führer aller Grade, rechtzeitiges Erkennen und Feststellen der Stärke und Angriffsrichtung der feindlichen Kampfwagen.

    Kenntnis und Berücksichtigung der fahr- und waffentechnischen Leistungsfähigkeit der feindlichen Panzerkampfwagen.


    Ziff. 66. Sobald feindl. Panzerkampfwagen erscheinen müssen sie - auch unter Aufgabe des bisherigen Auftrags - angegriffen und unter Einsatz aller panzerbrechenden Waffen vernichtet werden. Je schneller gehandelt wird, um so rascher wird der Panzerfeind vernichtet und um so eher kann der ursprüngliche Auftrag fortgeführt werden.**


    Ziff. 67. Aufgabe der Gefechtsfeldaufklärung ist es die Flügel des Feindes frühzeitig festzustellen.***


    Ziff. 68. Zur Vernichtung des Panzerfeindes sind alle Kräfte zu einheitlichem Einsatz zu bringen. Es kommt darauf an, daß schnell eine starke Feuerfront gebildet wird, die den Feind mit Feuer überrascht und seinen Angriff zum Halten zwingt. Hierdurch sollen die Voraussetzungen für den Einsatz der rückwärtigen Treffen und Linien geschaffen werden. Ob diese zum Angriff gegen die Front oder gegen Flanke und Rücken (!) der feindl. Panzerkräfte eingesetzt werden, entscheiden eigen Stärke, Gelände und Witterung****


    Ziff. 69. folgt im nächsten Thread.



    * Die H. Dv. 470/7 vom 1.5.41, behandelt den Kampf Panzer gegen Panzer im Abschnitt IV ab Seite ab S. 72.

    In der H. Dv. 470/6, " Ausbildungsvorschrift für die Panzertruppe, Die leichte Panzerkompanie" vom 2.9.1940 im Abschnitt IV. "Der Kampf Panzerkampfwagen gegen Panzerkampfwagen".

    Pers. Anmerkungen:

    ** Hier kommt jetzt deutlich die von mir schon vorstehend gemachte Ansage: Der Kampf Panzer gegen Panzer hat Vorrang." zu Tage.

    *** Um eine Umfassung zu ermöglichen oder aber den Flügel oder Rücken an der offenen Flanke anzugreifen.

    **** Faustformel: Überlegenheit im Angriff sollte 2/3 sein.


    Danke für die Aufmerksamkeit,

    Gruß Karl

    Hallo,


    Pflichtprogramm an allen Schulen


    Es müssen die Lehrkräfte mit einbezogen werden.


    natürlich kann mehr getan werden, aber es ist ja nicht so, dass die Pädagogen/ Historiker gar nichts oder fast gar nichts tun.


    Ein Beispiel:

    https://geschichtslehrerverban…sch-juedische-geschichte/

    Dann gibt es KZ - Besichtigungen, Arbeitsgruppen über die NS - Zeit in "meiner Heimatstadt" etc.

    Darüber hinaus gibt es Lehrpläne mit Themen und Vorschlägen, sowie Infomaterial zur Unterrichtsgestaltung usw.

    Ich lese auch "Informationen zur politischen Bildung" (izpb), z. B. Heft 307 " Jüdisches Leben in Deutschland" und Heft 316 "Nationalsozialismus, Krieg und Holocaust".


    Gruß Karl

    Hallo,


    Vorbemerkung:

    Die Aufgabe und das Ziel des 1. Treffens eines Panzerangriffs war also den Durchbruch durch die feindl. Verteidigungslinien zu erzwingen. Danach folgte i. d. R. durch diese Kräfte entweder der weitere Vormarsch ins tiefe, feindliche Hinterland oder die Entfaltung um in breiter Front weiter vorzurücken. Ausnahme: Ein Angriff mit begrenztem Ziel.

    Nun zum 2. Treffen, Ziel und Aufgabe am Beispiel einer Panzerkompanie:


    "Ziff.106. Die Kompanie im zweiten Treffen hat die Aufgabe, die feindliche Infanterie zu bekämpfen, um den eigenen nachfolgenden ungepanzerten Truppen das Vorgehen zu ermöglichen.


    a) Die Verbindung mit dem ersten Treffen darf nie ganz abreißen, damit das zweite Treffen bei unvorhergesehenen Lagen dem ersten Treffen als Rückhalt dienen bzw. zu seiner Unterstützung eingesetzt werden kann.


    b) Die Kompanie des zweiten Treffens muß zur Erfüllung ihrer Aufgabe die sich vor den Panzerkampfwagen verbergende feindliche Infanterie suchen, ums sie niederzukämpfen. Hierzu ist erforderlich, dass die Kompanie in ihrem Angriffsstreifen planmäßig das Gelände durch kurven der Panzerkampfwagen absucht.


    c) Treten feindl. Pz. Abw. Waffen auf, so wird der Kampf bis zu ihrer Niederkämpfung wie beim ersten Treffen geführt.


    d) Kompanien auf einem freien Flügel haben im zweiten Treffen besondere Maßnahmen zur Sicherung der Flanke gegen neu herangeworfene feindl. Abwehrwaffen zu treffen. Gefechtsaufklärung und Feuerschutz nach der Flanke ist einzuteilen."


    Schlußbemerkung:

    Die Aufgabe und das Ziel des 2. Treffens eines Panzerangriffs war also die Bekämpfung der Infanterie, ggf. Unterstützung des 1. Treffens und Sicherung der Flanke.

    Außer diesen grundsätzlichen H.Dv. en sind die hierzu speziell ergangen Vorschriften, z. B. D 645 " Kampfweise der Panzereinheiten gegen Panzerkampfwagen" oder Ziff. 23 des Merkblattes vom 27.10.39,"Angriff gegen eine ständige Front" usw. zu beachten. Viele Vorschriften unterlagen während des Krieges einer ständigen Fortschreibung und Anpassung an die sich verändernden Lagen/ Verhältnisse.


    Gruß Karl

    Hallo,


    " III Gefecht

    d) Angriff

    Ziff. 99. Der Angriffsbefehl wird, wenn zeit vorhanden, mündlich in der Bereitstellunggegeben.


    Ziff.100. Er muß enthalten:

    Feind,

    Angriffsabsicht, besser Absicht der Kompanie,

    Angriffsrichtung ( Kompaßzahl)

    Angriffsgliederung

    Zusammenwirken mit anderen Waffen ( Lage der eigenen vorderen Infanterielinie,Stellungen und Ziele von Unterstützungswaffen, Einsatz er Luftwaffe und Flakartillerie),

    Anschluß, Trennungslinie zum Nachbar,

    Gefechtsaufklärung,

    Verhalten nach Erreichen des Angriffszieles,

    Hilfsstrecken für Instandsetzung und Sanitätsdienst,

    Verbleib der Räderstaffel.


    Ziff. 101. Gestatten zeit oder Ort keinen Einblick in das Gelände, so sind Karte und vorhandene Luftbilder zur Einweisung in Lage und Angriffsplan zu beutzen. Aus der Bewegung wird der angriffsplan oft nur durch Funk gegeben werden können.


    Ziff. 101. Zur Unterstützung können den vorn eingesetzten leichten Kompanien Züge der mittleren Kompanie unterstellt werden.

    Die Kampfwagen IV geben den Feuerschutz. Ihre Aufgabe ist, Feindziele, die den leichten Kompanien bereits auf weite Entfernungen Widerstand entgegensetzen, niederzukämpfen und zu blenden.


    103. Im steten Wechsel der Züge zwischen Feuer und Bewegung dringt die Kompanie in den Gegner ein und vernichtet ihn.


    104. Die Kompanie im ersten Treffen hat die Aufgabe, zunächst die Panzerabwehr, dann die Feindartillerie zu vernichten.

    a) Sie durchstößt hierzu schnell die Tiefe des feindlichen Widerstandes. Dabei kämpft sie, soweit sie nicht durch Kampf gegen Panzerabwehr gebunden ist , ohne sich aufhalten zu lassen, auch erkannte schwere feindliche schwere Waffen und Widerstandsnester nieder.


    b) Der Feuerschutz der Kompaniemuss gewährleisten, dass Pz. Abw. Waffen sofort nach ihrer Feuereröffnung unter wirksames Feuer genommen werden.

    Zum Feuerschutz werden unterstellte Pz. Kpfw. IV der mittleren Kompanie und ein oder mehrere Züge der leichten Kompanie eingeteilt.

    Der Feuerschutz erfolgt am wirksamsten aus dem stehenden Panzer.


    C) Der Kompanieführer kann für den Angriff seiner Kompanie Mittellinie und Sprünge nach dem Gelände befehlen.

    Die Mittellinie gibt den angreifenden Zügen die allgemeine Richtung im Gelände und den mit dem Feuerschutz beauftragten Zügen einen Anhalt für die Beobachtungseinteilung und Feuerüberwachung im Angriffsstreifen.

    Die Sprünge werden so weit vorbefohlen, wie der Feuerschutz der hierfür eingeteilten Züge reicht.

    Haben die angreifenden Züge den befohlenen nächsten Sprung erreicht, so treten sie von hier aus wieder an, nachdem der Komp. Führer durch Funk im Gelände erneut Mittellinie und nächsten Sprung befohlen hat.


    d) Durch rechtzeitiges und schnelles Vorziehen der zum Feuerschutz eingeteilten Züge wird das flüssige Vorgehen der Kompanie gewährleistet.


    Ziff.105. Bei Einsatz der einzelnen Kompanie zur besonderen Verwendung ist sie durch Teile des Erkundungszuges zu verstärken."



    Soweit heute zum 1. Treffen der le. Panzerkompanie ( Pz. III) mit Unterstützung durch Feuerschutz der mittl. Panzerkompanie(Pz.IV).


    Einschub zur Auflockerung:

    Man sieht in manchen Filmen wie Panzer Häuser und Mauern durchbrechen, als wären diese nicht vorhanden.

    Hierzu aus W. Schneider: " Panzertaktik" S. 54 Ausgabe 2008:

    ":Im Gegensatz zur langläufigen Meinung ist ein Haus sehr wohl ein Hindernis für einen Panzer. Fährt ein Panzer durch, kann er sich im zusammenfallenden Gemäuer festfahren, oder er findet sich im Keller wieder."

    Das möchte ich ergänzen: Außerdem können die Optik, evtl. die Waffen ( MG etc.) Scheinwerfer u. a. An - bzw. Aufbauten Schaden nehmen.

    Außen angebrachtes Werkzeug, Staukästen etc. können beschädigt oder verloren gehen.

    Verstaubte Sehblöcke sind, wie auch Steine und Balken im Laufwerk, auch nicht zweckmäßig.


    Zudem hier eine Ergänzung zu den Formveränderungen der Panzerabteilung aus H. Dv. 470/10, Ziff. 7 Der Breitkeil ist die gebräuchlichste Angriffsform der Abteilung):

    Hallo,


    Ich danke Thomas, Helmut und Andre für das Feedback. Habe mich darüber gefreut, da es doch auch Mühe macht..

    Ich gebe zu, dass das Thema an sich, bedingt durch die Zitierungen der Vorschriften etwas trocken ist. Wenn man aber die gewonnenen Erkenntnisse z. B. in Gedanken auf Wochenschauen, Filme, Fotos überträgt, dann kann man sehen, dass die Vorschriften zur Anwendung gelangt sind und nicht nur auf dem Papier standen.


    Hier nochmals Zitate aus der


    " H.Dv. 470/6 Ausbildungsvorschrift für die Panzertruppe Heft 6 Die leichte Panzerkompanie, Ausgabe 2.9.1940"


    Noch zu: III. Gefecht

    a) Der leichte Zug im Kompanietrupp


    Ziff. 54.Nach eingehender Besprechung des Angriffsbefehls und Bereitstellung, sowie Marschsicherung und Vororientierung im Gelände ( gekürzt)


    Ziff. 56. Bei Beginn des Angriffs beeilt sich der Zug, sofort den ihm zugehörigen Platz in der Gefechtsform zu erreichen.

    Im steten Wechsel zwischen Feuer und Bewegung* dringt der Zug in den Gegner ein. Die Gefechtsform wird durch Gelände und Feindeinwirkung bedingt. Innerhalb des Zuges unterstützen sich die beiden Gruppen

    .

    Ziff. 57. der starke Panzerschutz** der Pz. Kpfw. III Züge ist für das entschlossene Eindringen in den Gegner auszunutzen.

    Nahe Schußentfernungen erhöhen die Treffsicherheit, zu zeitige Feueröffnung auf weite Entfernungen verringern sie.


    Ziff. 58. Gegen lebende Ziele sind die beiden Turm M.G. und das Bug M.G., auf weite Entfernungen in besonderen Lagen die Sprengpatrone 3,7 cm bzw. 5 cm gegen feindliche Panzer und gegen Ziele hinter Panzerschutz die Panzergranatpatrone, gegen I.G,Pak und Artillerie auch M.G. auf weite Entfernungen bis 400 m einzusetzen. Außerdem können lebende Ziele und Gerät durch Niederwalzen vernichtet werden.


    E. Die Kompanie

    I. Allgemeines


    Ziff. 59. Von den beiden im Kompanietrupp befindlichen Panzerkampfwagen III dient ein Wagen als Führungsfahrzeug, der andere als Reserve.


    Die im Kompanietrupp befindlichen Radfahrzeuge treten bei Gefechtsbeginn zur Räderstaffel.


    Ziff. 60. Der Gefechtstroß ist in Gefechtstross I und II zu teilen. Die Einteilung ist nach Auftrag und voraussichtlicher Zeitdauer des Gefechts wechselnd.


    Ziff. 61. Zum Gefechtstross I gehören:

    1 Betriebskraftwagen

    1 Munitionswagen

    1 Instandsetzungstrupp

    die Feldküche

    Gerätewagen für Waffenmeistergerät,

    Teile der Wechselbesatzung

    Er wird vom Hauptfeldwebel geführt


    Ziff. 62. Zum Gefechtstross 2 gehören alle übrigen Fahrzeuge sowie die restlichen Teile der Wechselbesatzung.

    Er wird von dem ältesten Unteroffizier geführt.


    63.bis 73. betreffen Troßregelungen, Antreteformen mit und ohne Fahrzeug.***


    Ziff. 74. Formen der Kompanie sind:

    Versammlungsformen: Linie

    Kompaniekolonne

    Reihe

    Doppelreihe

    Marschformen: Reihe

    Doppelreihe

    Gefechtsformen: Reihe

    Doppelreihe

    Keil

    Breitkeil.


    Im nächsten Beitrag folgt:


    III Gefecht

                                               d) Angriff

    Ziff. 99.


        


    Grüße von Karl




    * Unterstreichung durch mich, weil dieser Grundsatz das Wesen des Panzerangriffs deutlich aufzeigt.

    ** In der H. Dv. fett gedruckt

    *** wenn besonders gewünscht trage ich ausgewählte fehlende Passagen nach.

    Hallo,


    eine Zwischenfrage vorab, bevor ich die Formveränderungen in der Abteilung Kolonne, Keil usw. behandle:

    Besteht überhaupt Interesse an diesen Formalismen, die eigentlich Grundwissen für den Panzerkrieg sind/sein sollten?


    Ggf. per PN.


    Gruß Karl

    Hallo,


    hier nun die grafische Darstellung der Formen des Zuges aus H.Dv. 470/6.


    Ziff. 33: Beim Anfahren setzen sich alle Fahrzeuge gleichzeitig in Bewegung.

    Soll gleichzeitig mit dem Anfahren eine Formveränderung vorgenommen werden, ist erst diese, dann das Antreten des Marsches zu befehlen.


    Ziff. 34. Die Fahrgeschwindigkeit bei Exerzierbewegungen beträgt 20 km/h.

    Abweichungen sind zu befehlen.

    Bei Aufmärschen fahren die Fahrzeuge beschleunigt in die befohlene Form unter Verhalten der Fahrzeuge, auf die aufmarschiert wird,

    Nach Beendigung des Aufmarsches wird in der alten Geschwindigkeit weitergefahren. Beim Abbrechen ist umgekehrt zu verfahren.


    ( Befehlsformen ausgelassen D.U.)


    III. Gefecht


    b) Der Pz. Kpfw. III Zug.


    Ziff. 52. Der Pz. Kpfw. III Zug ist mit seinen 15 MG und 5 Kampfwagenkanonen 3,7 bzw. 5 cm befähigt, abwehrbereiten Feind durch Angriff zu vernichten. Hierfür werden lohnende Ziele sein:


    a) lebende Ziele

    b) Panzerabwehr

    c) schwere Waffen

    d) Artillerie

    e) Ziele hinter Panzerschutz

    f) feindl. Panzerkampfwagen.


    Anmerkung:

    Mich verwundert, dass lebende Ziele unter a) und Panzerabwehr erst unter b), feindl. Panzerkampfwagen gar unter f) , also am Schluss aufgezählt sind. In späteren Vorschriften/ Merkblättern etc. steht der Kampf Panzer gegen Panzer immer im Vordergrund.

    Möglicherweise ist die Reihenfolge hier unbedeutend.


    Gruß Karl







    Hallo,


    ich möchte heute im Thema fortfahren:

    Vorbemerkung:

    Mit Schaffung der dt. Panzerwaffe war es erforderlich geworden begleitend entsprechende Vorschriften zu erstellen. Dabei ging die Reichswehr und dann die Wehrmacht einen sehr fortschrittlichen und später auch von anderen Ländern kopierten Weg. (z. B. Frankreich).

    Natürlich hatten auch andere Länder ( z. B. England) fortschrittliche Ideen und Vorschriften, worauf ich in diesem Thread aber nicht eingehen möchte.

    Insbesondere Formalismen waren und sind es, die auch in der Panzertaktik eine entscheidende Rolle spielen, denn "das große Ganze" muss im Zusammenhang funktionieren, aber auch die kleinste Teileinheit muss ihren teil beitragen, mal abgesehen von der Auftragstaktik.


    Bewegungen auf dem Gefechtsfeld:

    Diese dienen dem

    > Anmarsch

    > der Annäherung

    > der Gewinnung von Stellungen.


    Hierbei ist zu beachten:

    >Ausnutzung des Geländevorteils

    > der Zusammenhalt

    > die gegenseitige Feuerunterstützung usw.


    H.Dv 470/10 " Ausbildungsvorschrift für die Panzertruppe" ( Hier Ausgabe 1940)


    "Ziff. 24. Der Einleitung des Kampfes geht in der Regel die Entfaltung voraus.

    Sie erhöht die Gefechtsbereitschaft und verkürzt die Tiefe des Verbandes. Der Panzerverband nimmt Formen ein, die günstige Voraussetzungen für den Kampf schaffen.


    Den Befehl zur Entfaltung gibt i. d. R. der höhere Führer. Er kann auch vom Regiments- oder Abteilungskommandeur erteilt werden, wenn diese Führer der Vorhut oder einer selbständigen Marschkolone sind.


    Stößt der Panzerverband überraschend mit dem Feind zusammen, oder zwingt die Waffenwirkung feindl. Flieger oder Artillerie zum Verlassen der Straße entfaltet sich der Panzer - Verband auf Befehl seines Kommandeurs oder örtlichen Führer.


    Ob Doppelreihe oder Abteilungskeil gebildet wird, hängt vom Gelände ab.


    Geben Feindbild und Auftrag schon Unterlagen für die voraussichtliche Kampfführung, kann auch in der Entfaltung schon der Abteilungskeil gebildet werden. Durchführung siehe Anlage 1 ( Formen und Bewegungen in der Abteilung) ( folgt D.U.).


    Die Entfaltung wird meist in der Bewegung durchgeführt.


    Ziff. 25. Spätestens mit der Entfaltung setzt die Gefechtsfeldaufklärung ein."


    H.Dv.470/6."Ausbildungsvorschrift für die Panzertruppe


    D. Der Zug

    1. Allgemeines

    Ziff. 25 Der Zug besteht aus Führerfahrzeug und 2 Gruppen.


    Ziff. 26.Er bildet in der Regel die kleinste Kampfeinheit im Rahmen der Kompanie.

    Einsatz von Gruppen soll Ausnahme bleiben.


    Ziff. 27. Der Zugführer ist für die Gefechtsbereitschaft seines Zuges verantwortlich. Er führt durch Beispiel, Funk, Flaggen und Zeichen nach dem Befehl des Kompanieführers.

    Sein Stellvertreter ist der älteste Gruppenführer.*


    "II. Formen und Bewegungen

    Antreten ohne Fahrzeuge."

    ( Lasse ich aus)


    Ziff.30. Formen des Zuges:


    Versammlungsform:

    - Linie

    - Reihe


    Marschform:

    - Reihe ( Marschordnung)

    - Doppelreihe


    Gefechtsform:

    - Reihe

    - Doppelreihe

    - Keil

    - Linie."


    Schluss für heute. Die grafische Darstellung der Formen aus der Vorschrift folgt.


    Gruß Karl


    *Das ist interessant, nicht der Dienstgradhöchste, sondern der älteste Gruppenführer.

    Hallo Sven,


    siehe hier, solche Beiträge muss es aber noch mehr geben.


    Scheinflughafen Raum Köln-Porz


    Hallo Rast,


    ähnliches habe ich gelesen, aber das betraf nur feuernde Einzelgeschütze um von der Batteriestellung abzulenken. Die schossen aber scharf.

    Und dann gibt es da noch die sog. Arbeitsgeschütze, aber die haben einen anderen Zweck gehabt. Die meine ich nicht.


    Gruß Karl

    Hallo,


    Weniger "taktische Täuschung",aber ich weiß von meinem Vater,der gegen Ende des Krieges als HJ-ler zum "Schanzen" zu einem Horst im Raum Soest kommandiert wurde,daß man ganze Eisenbahnzüge mit Holzattrappen der FW 190 beladen hatte,wohl um "Stärke" zu zeigen.
    "Riesig" seine Enttäuschung,als er eines morgens ,in der Nacht wurde ein Zug bombardiert,nur Holzteile sah.

    hierzu habe ich gelesen, dass solche Attrappen auf falschen Täuschungs -Feldflugplätzen aufgestellt worden sind. Vielleicht hatte der Zug solche zum Transport geladen.


    Auf die Frage von Rainer,

    tarnen und täuschen täuschen, war Aufgabe jeder Einheit. Neben den o. a. gab es sogar Änderungen der Einheitsbezeichnungen, Ablegung der Ärmelstreifen, aber aus Täuschungsgründen, außerdem auch war es Aufgabe der Propagandatruppen mittels Lautsprechern, Flugblättern usw.

    Teils wurden Einheiten kurzfristig an die Front verlegt, um Anwesenheit vorzutäuschen. Wenige Schützen mussten an ausgedünnter Front Belegung vortäuschen usw.

    Bezüglich der Scheinanlagen von Flugplätzen etc. gibt es einen besonderen Beitrag hier im FdW.


    Gruß Karl

    Hallo,


    hier darf ich noch auf Haak:" Die Geschichte der deutschen Instandsetzungstruppe" S. 225 -gekürzt- verweisen:

    Die Gründe die gegen die Verwendung von Beutepanzern sprechen wurden vorstehend teilweise erwähnt. Hier aus der Sicht der Panzerwerkstattkompanie:

    > nur verhältnismäßig unbeschädigte Beutepanzer waren bei der eigenen Truppe zu gebrauchen

    > im allgemeinen musste sich der Führer der Panzer - Werkstattkompanie kleinlich zeigen, sein Personal mit solchen Wagen zu beschäftigen, da diese Arbeiten in der Regel auf Kosten der eigenen Kampfwagen gingen

    > forderten Gründe dennoch die Verwendung von Beutepanzern, so bedeutete dies eine erhebliche Belastung der Panzerwerkstattkompanien durch das Mitführen gänzlich anderer Ersatzteile und durch eine notwendig werdende Umschulung des Personals bei gleichzeitig großem Arbeitsaufwand

    > eine Verwendung zur Sicherung von Troßeinheiten ( Wohl weil überwiegend stationär und nicht unmittelbar an der Front/ Gründe s.o.) und als Zugmittel zur Bergung wurden diese jedoch eingesetzt. (soweit diese funktionsfähig blieben).


    Nachtrag:

    Das war die Sicht der Werkstattkompanien. Die Verwendung von Beute Material. in der Wehrmacht wurde ja bereits ausführlich behandelt. Ganze Divisionen waren ja damit ausgerüstet


    Gruß Karl