Posts by Karl Grohmann

    Hallo,


    anknüpfend an Hactor: Ich habe den Film leider nicht gesehen und weiß nicht, was alles angesprochen wurde. Vor einigen Jahren kursierte aber die Meinung, man hätte die Transportwege/Bahn/Straßen etc. bombardieren sollen.

    Meiner Meinung nach hätte dies allerdings nur eine Verzögerung der Transporte verursacht und evtl. dazu geführt, dass man die Juden in den laufenden Transporten in den Viehwaggons hätte wahrscheinlich verhungern/erfrieren/ersticken lassen.


    Gruß Karl

    Lieber Bert,


    nur nebenbei: Dotationen sind keine Erfindung von A.H. sondern diese gab es sowohl im Altertum ( Altersruhesitze/Länderein ect.) welche oft dazu dienten erobertes/besetztes Land an verdiente Miltärs zu vergeben um es auch sicher zu besiedeln. Selbst langgediente Legionäre des "alten Roms" erhielten Ländereien, sozusagen als Altersrente.

    Napoleon bedachte seine Offiziere nachhaltig mit Titeln und Dotationen. Mit seinem Dekret vom 30.07.1807 in Tilsit vergab er an 27 Marschälle und Generale Landbesitz in Polen im Gesamtwert von 26,5 Millionen.

    "Pecunia non olet" Geld stinkt nicht und Ländereien sind ( so die Annahme der Bedachten) noch sicherer.


    Gruß Karl

    Hallo,


    Göring hatte zwei Pferde, Wotan und Hanz auf denen er mit seinem Adjutanten, der natürlich Görings Pferde nicht benutzen durfte, ausritt. In dem Komplex Carinhall war ein Reit- und Kutschpferdestall vorhanden.

    Das Göringsche Wachbataillon hatte einen Reiterzug und das Wappen von Göring beinhaltete einen Pferdereiter.

    Göring war trotz seiner Körperfülle nicht ganz unbeweglich und sogar bei einfachen Kletterpartien in den bay. Alpen, z.B. am Göll bei Berchtesgaden, anzutreffen.

    Größenwahn dieses Herrn, genauso wie seine "bepelzten" Mäntel, seine komischen Jägerbekleidungen und seine diversen Phantasieuniformen.

    Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Er war ja "Reichsjägermeister".


    "Am 31. Juli 1941 unterzeichnete Göring als Beauftragter des Vierjahresplans eine Schreiben von großer Tragweite. Auf auf der Grundlage von Hitlers Befehl vom 11. November 1938 beauftragte er Reinhard Heydrich mit der Durchführung der "Endlösung der Judenfrage" .*

    Das war die andere, gefährliche Seite dieses Mannes.


    Gruß Karl


    *Knopf/Martens: " Görings Reich"

    Hallo JM,


    aber wer hat das Buch von Rüdiger Overmans gelesen? Ist dieses Buch eine "sichere Quelle" ?


    Rüdiger Overmans Buch "Deutsche militärische Verluste im Zweiten Weltkrieg", Band 46, Herausgeber: Militärgeschichtlichen Forschungsamt, erschienen im R. Oldenbourg Verlag 1999, handelt es sich m. E. um eine zuverlässige Quelle, die aber nicht unbedingt auf dem neuesten Stand ist.

    Ich bin im Besitz des Buches und habe es "gelesen", wenn ich das so vorsichtig formulieren darf, da es sehr viele Statistiken beinhaltet, die man je nach Interessengebiet mehr oder weniger intensiv studiert.

    S. 285, Tabelle 64: Todesfälle nach Kriegsschauplätzen und Verbleib*

    1941 und früher auf deutscher Seite gestorben: Westen: 68.000 Verschollen: 4.066.

    * ohne Kgf.


    Gruß Karl

    Hallo Rainer u. a. a. Leser,


    also 18.000 Vermißte im Westfeldzug, diese hohe Zahl in einem westeuropäischen Land mit guter Infrastruktur, wundert mich.

    Ich finde da keine Erklärung. Da geht es ja nicht um die anschließenden Kämpfe mit der Resistance, - selbst dort unmöglich - sondern um den Feldzug an sich.


    Gruß Karl

    Hallo,



    - geboren als Volksdeutscher in Kroatien

    - hatte Tätowierung (SS)

    - ist zwischen Januar und April 1945 in Pommern Höhe Tempelburg desertiert

    da man nicht viel hat, wäre doch auch die Frage: Welche SS- Einheit war zu dem o. a. Zeitpunkt in/bei Tempelburg eingesetzt; evtl. eine mit gebürtigen Kroaten/ fremdländische Einheit der SS?

    Woher kommt die Annahme Desertion, evtl. hat sich diese (kroatische) Einheit der Waffen SS dort aufgelöst! Bei einer Desertion hängt man doch die Uniformen normalerweise nicht in einen Kleiderschrank; die werden vergraben etc. .


    Gruß Karl

    Hallo,


    ich habe das Video nur die ersten paar Minuten angesehen, da ich mir dachte, das ist die übliche Lobeshymne, die ich schon genug gehört habe. Muss ich nicht nochmals hören. Daraus habe ich meinen Rückschluss gezogen...sollte man nicht machen.

    Allerdings hätte ich bereits in den ersten Minuten des Vortrages hellhörig werden müssen, als vom "Kampf der langen Linie" und "revolutionären Ansätzen der eigenen Nation" die Rede war. Das bezog sich schon auf die "Grande Armee`".


    Gruß Karl

    Hallo zusammen,


    ich kann nur auf meine Quelle verweisen, weil mir derzeit kein andere Material vorliegt. Ich bin auf der Suche danach...das kann dauern....ist nicht so einfach und vielleicht ergebnislos.


    Siehe auch hier zu dem Thema allgemein:


    Retten und Bergen von Verwundeten auf dem Schlachtfeld


    https://www.deutsche-digitale-…37CZEA3Y6U2Y63BWVIZGGZHYP


    und Auszug aus einer Anmerkung in: Sentjurc, Igor: "Der unstillbare Strom" ..." Die hohen Verluste des San.Pers. geben Zeugnis von der hohen Opferbereitschaft unserer Ärzte und Sanitäter".


    Mehr kann ich vorerst nicht bieten.


    Gruß Karl

    Hallo Micha,



    Ich finde wir sollten unterscheiden zwischen den weiter hinten eingesetzten Sanitäts-Kompanien und den Sanitätspersonal das bei der Infanterie, Pioniere, Artillerie usw. eingesetzt war.

    ...eigentlich richtig, Du meinst praktisch eine Unterscheidung zwischen den Sanitätsdienstgraden bei der kämpfenden Truppe und in der Etappe und den Reservelazaretten.

    Würde ich machen, liegt mir aber leider kein Material vor.


    Gruß Karl

    Hallo Paul,


    gerne geschehen!


    Hallo Many,


    schön, dass Du mitdenkst,


    aber zu der von Dir hier eingestellten Statistik kann ich nichts sagen, ich denke aber, dass so ein Autor sich enstsprechend schlau gemacht und Zugang zu ernsthaften Quellen hatte. Er hat ja schließlich einen Namen zu verlieren.

    Als Quelle für seine Berichte hat er 47 Ärzte angeführt. Für seine persönlichen, wie die erwähnte Aussage zu den Verlusten führt er 21 namhafte Autoren an.

    Bedauerlich ist, dass er dazu keine direkte Quellenangabe/ Fußnote gemacht hat.

    Dennoch gehe ich, so lange nicht widerlegt, davon aus, dass diese Angaben stimmig sind.


    Nun habe ich in A. Buchner " Der Sanitätsdienst des Heeres 1939 - 1945" nachgelesen.

    Dieser schreibt:

    " Nur einzelne Zahlen sind bekannt: Die Verluste des Sanitätspersonals der 1. Geb. Div. in Rußland 1941 i. d. Z. vom 22. Juni bis 10. Oktober bei den Sanitätsoffizieren der Truppe 34,6%, bei Sanitätssoldaten und Krankenträger 41,6% der Iststärken.


    Er bestätigt folgende Verluste ( Unterstrichener Teil):

    Statistik 1. Jahr Rußlandfelzug: Auswertung von 132 Div. zeigt, dass das Sanitätspersonal insgesamt prozentual mehr Gefallene zu beklagen hatte als die Infanterie, wenn auch sehr knapp 12, 53 % zu 12,48 % immerhin, das Sanitätspersonal war keine kämpfende Truppe (D.U.)!

    Ferner:


    " Vom 1. 9. 1939 bis 1. 6. 1944 waren von 2170 aktiven und 20.126 Ärzten der Reserve 1.777 gefallen oder ihren Verwundungen erlegen.

    Sehr hoch ist auch die Zahl derÄrzte, die in Gefangenschaft und in Seuchenlagern* gestorben sind."


    * Das war auch ihr Arbeitsplatz!


    Man sollte, wie bereits angeführt die Zahlen der obersten Instanzen (Generalstabsärzte/ Inspekteuere des Sanitätswesens) haben.

    Ich bleibe dran, soweit möglich.


    Gruß Karl

    Hallo Jörg,


    diese Meinung vertritt sogar Martin von Creveld, Autor und Professor der Hebrew University Jerusalem. Jahre, ja fast jahrzehnteland haben die Militäruniversitäten in verschiedenen Ländern die dt. Strategien und Taktiken gelehrt, auch in USA.

    Als Beispiel nenne ich nur die Panzerkampfgruppen...sogar während des Krieges noch von den Amerikanern kopiert.

    Die Verbrechen der Wehrmacht hat er deshalb nicht in Abrede gestellt! Er spricht auch die Historiker an.


    Gruß Karl

    Hallo zusammen,



    Ganz nebenbei, interessant ist auch, dass in diesem Bereich überproportional viele Frauen zum Einsatz kamen.

    Der vorstehend zitierte Dr. Schneider - Janessen schreibt weiter:


    In der RA dienten während des II. WK 800.000 Frauen.

    A.a.O:

    > "46% - also fast die Hälfte des gesamten Sanitätspersonals der RA - bestand aus Frauen.

    > 43% der Felschere,

    > 41% der Apotheker

    > 38% der Zahnärzte waren Frauen.

    Unter den 44 Angehörigen des Sanitätsdienstes, denen die Auszeichnung " Held der Sowjetunion" verliehen wurde, befanden sich 17 Frauen"

    Soweit aus dem o. g. Buch.


    Hallo Justus,


    Nach einigen Operationen war man wohl eine ganz brauchbare OP-Assistenz.

    Das glaube ich Dir wohl, aber es musste auch das erforderliche "Stehvermögen" vorhanden sein. Ich habe erlebt, dass es Leute gab, die fluchtartig bei Sektionen - zugegeben, eine besondere Spezies der ärztlichen Befundsaufnahme - sage ich mal, den Raum verließen, obwohl sie das eigentlich abkönnen sollten.

    Erlaube mir dazu eine Anekdote am Rande ( Es sind ja nicht nur schöne Leichen!):

    Ich stand etwas abseits von der, etwas älteren, geöffneten Leiche und habe wohl deutlich hörbar geatmet, worauf der Professor sagte: " Junger Freund...trtitt näher" was ich tat. Die Erklärung war einfach: Dort war die Luft besser, weil die Absauganlage direkt darüber entlüftete.*


    Gruß Karl


    *Kann auch gelöscht werden!

    Kann auch stehenbleiben...Huba

    Hallo Paul und Justus,


    zugegeben, mit dem Hinweis auf den Vergleich habe ich zu hoch gegriffen, zumal mir dazu keine weiteren Fakten vorliegen. Es war aber auch nicht meine Absicht hier einen vollständigen oder gar medizinischen Vergleich anzustellen, sondern meinen Schwerpunkt habe ich in dem Zahlenvergleich des ärztlichen und Hilfspersonals zwischen den beiden Kontrahenten gesehen.

    Auch denke ich, dass die von mir gemachten Ausführungen einen kurzen Einblick für den nicht vorbelasteten Lser gibt.


    Zur Beantwortung Deiner Frage kann man die

    - H. Dv. 59,

    - die M.Dv. Nr. 275

    -und die L.Dv. 59 heranziehen, die als "Unterrichtsbuchfür Sanitätsunteroffiziere und - mannschaften gilt.


    Beispiel: Der Sani. Uffz. hat alle Vorbereitungen für eine Operation zu treffen, einschließlich der Instrument. Seine Kompetenz endet bei der Narkose an sich. Anschließend hat er als Operatinshelfer dem Arzt zur Seite zu stehen. D. h. er, aber auch die Mannschaften des Sani - Dienstes haben alle Instrumente und ihre Handhabung zu kennen, um gegebenenfalls bei einer OP insturmentieren und assistieren zu können.


    Die Ausbildung umfasst lt. Inhaltsverzeichnis folgende Hauptbereiche:


    > Einteilung des menschl, Körpesr,

    > Bau des menschlichen Körpers undAufgaben und seiner Teile

    > Krankheiten

    > Verletzungen

    > Kampfstoffverletzungen

    > Lebensbedrohende Zustände und erste Hilfe

    > Verbandslehre

    > Krankenpflege

    > Dienst im Lazarett ( sh. vorstehendes Beispiel)

    Besonderheiten des Sanitätsdienstes

    > Heer ( Panzertruppe, Gebirgstruppe)

    > Kriegsmarine (Seekrankheit, Taucherkrankheit)

    > Luftwaffe ( Körperschädigungen, Fallschirmtruppe)

    Anlagen: Gifte, Gegengifte, Gasschutz und Merkblätter)

    Anhang ( Genfer Abkommen, Behandlung Kgf.)

    Anhang 2 ( Genfer Abkommen und Seekrieg).


    Anmerkung: Eine OP Assistenz geht m. W. über die Kompetenz heutiger Sanitäter hinaus. Zumindest habe ich nie einen Sani während einer OP assistieren gesehen.


    Gruß Karl