Posts by Karl Grohmann

    Hallo Lastenausgleich,


    < In dem Zeitraum vom 7.6. - 9.7. 1944 konnte ich in den Wehrmachtsberichten nur Hinweise finden, dass im frz. Raum "Terroristen niedegemacht wurden" . Ansonsten habe ich keinen speziellen Hinweis auf Gueret gefunden.

    mit den diese Stadt bombardierenden und beschießenden Flugzeugen(Typ?) der Luftwaffe Funkkontakt gehabt hätte, so daß die Führung des Bataillons über Absetzbewegungen der Widerstandskämpfer quasi aus der Luft informiert wurde

    < Zur Zusammenarbeit Heer - Luftwaffe fand ich noch einen interessanten Hinweis in Scheiber, Horst: "Die Wehrmacht im Kampf - Zwischen Don und Donez" Band 30, S. 67 ff, sinngemäßer Auszug:

    29.12.1942:

    Major Wilke fliegt mit einer Me 109 Aufklärung um ein Loch in der Naht der Front festzustellen. Dies gelingt nach 20 Min. Er erkennt zwei russ. Btl mit PAk und Geschützen.

    Pi Btl. 57 unter Major Schulz ( Kdr. I./AR 76) erhält Auftrag die feindl. Gruppierung, in Anmarsch auf Urjupin zu vernichten.

    Major Wilke steigt mit seiner 109 erneut auf und weist durch Bordwaffenbeschuss auf die feindl. Gruppe den Pionieren den Weg, nachdem diese eine best. Linie erreicht haben. Von dort gehen die Pioniere nach Einweisung der eigenen Artillerie gegen die feindl. Gruppierung vor, während der Pilot weiterhin unterstützende Luftangriffe fliegt "


    < Folglich Luftaufklärung,

    < finden des Feindes

    < Beschuss durch Bordwaffen

    < absprachegemäßes Heranführern der Pioniere durch den Beschuss an den Gegner

    < Flugzeugführer Major Wilke unterstützt weiterhin Angriff der Pioniere

    < Zerschlagung des Gegners und Einsatzende


    Fazit: gelungene Zusammenarbeit ( im kleinen Rahmen) Heer - Luftwaffe durch direkten Kontakt ohne FliVo.


    Gruß Karl

    Hallo Rainer,

    Was ist z. B. mit Bauern aus Oberhessen, die im März 1945 Waffen und Ausrüstung einer Wehrmachtseinheit mit ihren Wagen an den Ostrand des Vogelsbergs transportieren mussten? Alle waren Zivilisten, was wäre ein Tieffliegerangriff auf ihre Fahrzeuge gewesen?

    die Rechtslage ist m. E. klar: Die Zivilisten waren im Auftrag und im Dienste der Wehrmacht unterwegs und somit auch "Wehrmachtsangehörige".

    Man kennt das heute noch ähnlich unter " Hand - und Spanndienste" oder i. R. einer, wenn auch vorübergehenden "Verpflichtung zur Dienstleistung".


    https://www.juraforum.de/lexikon/hand-und-spanndienste


    Herzliche Grüße von Karl

    Hallo zusammen,


    dann hatte das an die BW ausgelieferte Gewehr - vielleicht spätere Ausführung? - eine andere Visierung.

    Ich habe nun in dem Standardwerk von Smith: "Small Arms of the World" nachgesehen. Dort steht unter Belgien ( Herstellerland) auf S. 223,

    Ausgabe 1969: " 100 m steps to 600 m. Vielleicht wichtig: "early type".


    Ergänzung:

    Im Pawlas: Waffen Revue Nr. 68 Reg.13.13-100 -5 steht unter "Die ersten Waffen der Bundeswehr, Dioptervisier" auch dass das Visier bei 200 m beginnt. Damit wäre Eure Angaben, Thilo und Chris, bezogen auf die BW nochmals bestätigt.



    Gruß Karl

    Hallo zusammen,


    eine Dienstvorschrift habe ich nicht mehr, aber das Visier des G1, FN - Gewehrs oder FAL, Kal. 7,62 Nato, Hersteller Fabrique Nationale Herstal, früher FN de Guerre, Belgien hat ein verstellbares Visier von 100 bis 600 m, jeweils in 100 m Visierentfernung verstellbar. So habe ich es gelernt und so war die Einstellung an meinem Gewehr, einem der früheren Modelle nach Abgabe des K98k.


    Gruß Karl

    Hallo,


    die sternförmigen Gefängnisbauten wurden alle nach bewährtem englischem Muster erbaut, da diese auf relativ kleinem Raum bei zentral gelegenem Treppenhaus personalsparend waren und dazu die Zellenfenster zueinander bzw. gegenüberliegend einen gehörigen (Sicherheits-) Abstand hatten. Zudem war eine gewisse Übersichtlichkeit für die Posten auf der Außenmauer gegeben.

    Im Unterschied - vielleicht sind das auch spätere Erweiterungen - waren eigentlich außer dem Gefängnis keine weiteren Bauten innerhalb der Außenmauern vorgesehen, so dass die Übersichtlichkeit gewahrt war.


    Gruß Karl

    Hallo,


    ich habe eine Frage zu dem Film: "Feuertätigkeit mit Gewehr 1959":

    Feuereröffnung auf entgegenkommende feindl. Gruppe erfolgt aus verdeckter Stellung der Verteidiger auf eine Entfernung von 200 m, zunächst per Einzelschuss. Das ist ja korrekt, aber die Entfernung von 200 m erscheint mir persönlich im Rahmen einer überfallartigen Verteidigung zu weit.

    Was ist eure Meinung/Ansicht/Wissenstand ?


    In den Berichten zum WK II habe ich gelesen, dass die Feuereröffnung auf kürzere Distanz erfolgte...und das damals in der Mehrzahl mit mit K98k.


    Gruß Karl

    Hallo zusammen,


    hier ein paar Literaraturhinweise zur Zeugenbefragung -/ vernehmung, die auch für Zeitzeugen angewendet werden können; wohlgemerkt Zeitzeugen, keine Beschuldigten/Angeklagten.


    https://www.juratopia.de/zeugenvernehmung/


    Achtung: Die angeführten "goldenen Regeln" sind für die Verteidiger vor Gericht gedacht, also für eine Zeitzeugenbefragung/Sachverhaltsklärung allgemeiner Art genau abzuwägen; besonders dieser Hinweis:

    Hat man keine Ahnung, wie die Antwort lauten könnte, sollte man diese entweder nicht stellen oder sich mit Bedacht „vortasten“; andernfalls könnte man seinen Mandanten richtig „reinreißen“, wenn der Zeuge ihn durch eine unvorhergesehene Antwort schwer belastet."


    Gruß Karl

    Hallo Zag


    Übrigens kann ich das Heftchen gerne einstellen, haben wir für solche Vorschriften eine Rubrik ?


    Irgendwo gestreut in div. Beiträgen geht das unter.

    Ich bin kein Mod., aber seither wurden die H.Dv. ´en etc.bei dem jeweiligen Beitrag, also in Deinem Falle hier, eingestellt.

    Es gibt aber im Inhaltsverzeichnis eine Rubrik "Dokumente". Wenn Du es dort einstell, dann mach doch hier einen Verweis dazu, oder?


    Gruß Karl

    habe das dünne Heftchen gefunden, allerdings steht darin nichts über Funkverkehr sondern, Tücher, Flieger-Erkennung, Rauchzeichen etc.

    Hallo,

    Zag, Danke!


    Hallo zusammen,


    da wären wir wieder bei dem von Thilo erwähnten " Apachen mit seinen Rauchzeichen".

    Das alleine kann es aber nicht sein, denn ich habe verschiedentlich von einer Verständigung zwischen Infanterie und LW gelesen. Müsste ich jetzt aber langwierig suchen.


    Ich weise darauf hin, dass es einen sog. FliVo ( Fliegerverbindungsoffizier) bei den Heerestruppen gab. Er wurde auch Fliegerleitoffizier genannt. Diese fuhren für gewöhnlich im SPW hinter den Kommandeuren der SPW bzw. Pz Btl. mit und hielten Funkfernsprechverbindung über Kehlkopfmikrofon z. B. mit den Stukas. Da bin ich mir ganz sicher.


    Gruß Karl

    Hallo,


    also ich persönlich habe keine Veranlassung die Angaben meines Bruders anzuzweifeln, zumal ich später in einem Garten in der Nähe Gurtteile und 2 oder 3 Hülsen (Zerfallgurt) gefunden habe.



    Gruß Karl


    Nachtrag:

    Gmünder Hefte, Hrsg. Stadt Schwäbisch Gmünd, Autor: Deibele, Albert Stadtarchivar:

    "....An den Straßen und Schulwegen wurden Deckungsgräben und Unterstandslöcher ausgehoben..."


    Auf dem Standesamt Schwäbisch Gmünd sind vom 1. 4. - 19.4.45 8 nicht natürliche Todesfälle aufgeführt. Nur in 2 Fällen ist die Ursache angegeben: Tieffliegerangriff; 1. Rot Kreuz Schwester bei Tieffliegerangriff vom Auto gestürzt und überfahren 2. Molkereigehilfin Todessturz vom fahrenden Auto bei Tieffliegerangriff, 1 x Bauchschuss, 1 x Oberkieferdurchschuss, Oberschenkeldurchschuss, Schädelbasisbruch, Gehirnblutung,1 x Herzschuss, 3 x Schädelbruch? Ansonsten leider keine weiteren Angaben.

    Hallo Thilo,


    nicht unbedingt die Rauchzeichen des Apachen, aber aufsteigender Rauch forderte, wie Du weißt, oft das feindl. Feuer heraus.

    Deshalb waren auf jeden Fall die dt. Feldküchen keine Kochherde im eigentlichen Sinne, sondern nach dem Einheizen ging das Feuer aus und der Eintopf kochte selbständig weiter ( Doppelwandiger Speisekessel mit sog. Kochbadflüssigkeit gefüllt.) ;)


    Uwe K.,


    danke für alle interessanten und - zumindest für mich - wichtigen Auskünfte.

    Aus einer Tagebuchaufzeichnung kann ich den vielfältigen Einsatz von Störchen bei der Partisanenbekämpfung unterstreichen.


    ZAG,

    bleibe bitte trotzdem dran.


    Gruß Karl