Posts by Karl Grohmann

    Hallo Marc,

    hallo zusammen,


    wieviele der Überläufer überlebten, werden wird sich wohl nie klären lassen.

    Es wäre ab schon ein Erfolg, wenn man feststellen könnte, ob deren Überlebenschance etwas besser durch das "Überlaufen" geworden ist oder aber ob Überläufer meist mit dem Leben bezahlten.


    Gruß Karl

    Hallo,


    das ist nun nicht ganz passend, obwohl es von 12- endern handelt.

    Während meiner Ausbildung hatte ich das Vergnügen mit einigen 12- endern und WK - Teilnehmern.

    Ob ihr es glaubt oder nicht. Die Kriegsteilnehmer waren offensichtlich geheilt und daher als Vorgesetzte - bis auf gelegentliche Ausrutscher - gut zu ertragen. ( Z. B. als mir einer mal mit einer Rute die Mütze vom Kopf gehauen oder beim MG - Schloss zerlegen auf die Finger schlug).

    Da waren ein paar Nachkriegsausbilder eher unangenehmer.

    So hätte ich einen Aktenvermerk in die Personalakte für schlechtes Waffenreinigen während eines U - Lehrganges ( Ich hatte mir erlaubt am freien Wochenende heimzufahren) für 1 Jahr erhalten sollen. Der altgediente ehem. Major mit einem Auge hat es als Notiz für 1/2 Jahr mit dem Hinweis, dass er anschließend zu schwärzen ist, z. d. A. nehmen lassen. (In diesem halben Jahr stand keine Beförderung an!) Natürlich gab es zuvor einen gewaltigen Anschiß.

    Allerdings waren die "Alten" fast alle mehr oder weniger verwundet gewesen oder litten an erheblichen Magenproblemen. Einer hat heimlich immer gespieen. Anfangs dachten wir der geht austreten.

    Es gab für die "Sünder" meistens gewaltige Anschisse und gesperrte Wochenenden oder Strafwachen, aber meist keine Aktenvermerke, was vie, viel " besser" war. In meinem Falle hatte der Nachkriegsausbilder auf eine AV bestanden, deshalb nur der gekürzte AV.


    Gruß Karl

    Hallo zusammen,


    es sind völlig verschiedene Sachverhalte. Wenn ein Land aus welchen Gründen auch immer ihre Pläne und Orientierung ändern und dem entsprechend ihre Truppen einsetzen, hat es nichts mit "Überlaufen" zu tun.

    ...es war zwar die Voraussetzung für den Waffenstillstand mit Russland, aber

    ich stimme Dir zu, Überläufer im eigentlichen Sinne sind es demzufolge nicht mehr.


    Gruß Karl

    Hallo zusammen,


    .......so war z. B. das 7. rum. Armeekorps, unterstützt durch sowj. Panzer, mit ca. 18.000 Soldaten gegen Budapest eingesetzt.

    Diese hatten sehr verlustreiche Kämpfe zu bestehen. So waren von den ursprünglich 36.348 Soldaten bis Mitte Januar ( 1945) mehr als 20.000 Soldaten tot, verwundet oder verschollen*


    Gruß Karl


    * Ungvary, Krisztian: Die Schlacht um Budapest"

    Militärgeschichtliche Mitteilungen 1994/10 S. 114

    Studie Csimas.

    Hallo Werner,


    Dabei kam es auch zu schweren Misshandlungen von deutschen Gefangenen durch Rumänen. Ich suche mal die Quelle raus.

    bitte nicht, das gibt dann möglicherweise eine Diskussion in diese Richtung. Ich weiß um die Umstände.

    Weißt du etwas zu rumänischen oder ungarischen Überläufern und deren Schicksal?


    Gruß Karl

    Hallo Victor 7,


    ich habe nicht speziell auf deutsche Überläufer abgehoben. Habe damit auch nicht das NKFD gemeint.

    Mir sind solche Fälle mit Rumänen, Polen und Ungarn, z. B. beim Angriff auf Budapest aus der Literatur bekannt.

    Wenn eine ganze Einheit überlief, wurde wohl der einzelne Soldat nicht gefragt.


    Wenn ich z. B. an die Finnen denke, die zwangsläufig - gem. Abkommen - gegen ihre einstigen"Waffenbrüder" kämpfen mussten...

    Aber das habe ich hier nicht gemeint. Die Fragestellung war allgemein gehalten.


    Gruß Karl

    Hallo,


    die Überlebenschancen eines Überläufers* dürften sich durch den Wechsel zum " Feind" nicht oder nicht wesentlich gebessert haben, wenn man den Kriegsschauplatz im Osten nimmt.**

    Sehr oft wurden diese sofort wieder gegen die einstigen Kameraden eingesetzt, entweder in geschlossenen Einheiten oder untergemischt unter die neuen Kameraden.

    Somit ergibt sich folgendes Bild:

    > Der Überläufer bleibt an der Front, nur auf der "anderen Seite",

    > gerät der Überläufer nun in Gefangenschaft ( bei seinen ehemaligen Kameraden) ist sein Leben als Fahnenflüchtiger ziemlich sicher verwirkt,

    > wird der Überläufer nicht an der Front eingesetzt, dann kommt er sicher in Gefangenschaft,

    > wenn er großes Pech hat, z. B. mit einem entspr. Dienstgrad und Wissen, dann wird er zusätzlich auch noch einem " scharfen Verhör" etc. unterzogen,

    > wenn er den Krieg überlebt kann er u. U. auch noch danach in Gefangenschaft kommen.


    Was bewog also Überläufer zum Frontwechsel?

    Vielleicht weil die eigene Lage völlig aussichtslos und überlaufen die einzige Hoffnung darstellte?

    WAS ist Euere Meinung?


    Gruß Karl


    * Zitate von Gaius Julius Caesar - Ich liebe den Verrat, aber ich hasse den Verräter.

    ** Mir ist nicht bekannt, dass Überläufer im Westen wieder an der Front eingesetzt wurden, sondern " nur" in Gefangenschaft gingen.

    Hallo Christian,


    leider hastDu mich total falsch verstanden.....

    Ich wollte doch nicht, dass Du Deinen Beitrag zurücknimmst.


    Ich meinte Du sollst Dich nicht dahingehend entschuldigen, dass Du, wie Du selbst schreibst einen " beschränkten Horizont " hast....., wie Du das oben getan hast.

    Du bist doch ein intelligenter Mensch!


    Gruß Karl

    Hallo Roland,


    spurfahren war auch deshalb so beliebt, weil da die Gefahr auf eine Mine zu fahren geringer war als in noch unbefahrenem Gelände.

    Natürlich konnte auch dort eine Mine nachträglich gelegt worden sein, aber diese Gefahr ist nicht so groß.

    Mir gab man mal vorausschauend zu Afghanistan den Rat, außerhalb frische Fahrzeug- oder besser Panzerspuren als "Gehweg" zu nutzen.


    Gruß Karl

    Hallo,


    ich halte es für eine Heeresfeldküche 12 ( HF 12 bzw. 14).

    Muss mich aber u. a. an dem Kaffeekessel und den nach hinten hinausragenden Rädern orientieren, da ich keine Draufsicht habe und die Kesselgröße nicht definieren kann.


    Gruß Karl

    Hallo,


    Verwundetenabzeichen in Silber für 3 ( und 4) Verwundungen!

    Es darf auch nur die zuletzt verliehene Stufe getragen werden und die vorherigen Verw. Abz. sind abzulegen.*


    * Durchführungsbestimmungen Chef OKW v. 15. 10 1943. sowie VO des Führers v. 1.9. 1939, Allg. Heeresmitteilungen , Marine- und Luftwaffenverordnungsblatt.


    Gruß Karl

    Hallo Wolfgang

    In meinen Augen waren die Sturmtiger in erster Linie für den Einsatz in bebautem Gelände vorgesehen,

    das widerspricht nicht grundsätzlich meiner Auffassung, wenn Du damit Städte meinst, auch wenn ich das nicht explizit erwähnt habe.

    Allerdings dann im direkten Einsatz auf Häuserblocks, denn "indirekt" gab es genügend andere Möglichkeiten, wenn verfügbar ( Bomber, schwerste Artillerie usw.).

    Denn für was sonst die Panzerung?


    Gruß Karl

    Hallo,


    ich lese immer, dass der Sturmtiger in anbetracht der Tatsache, dass es keine oder evtl. wenige feindl. Bunker zu "knacken" gab für etwas zu kurz gegriffen, sieht man mal von Warschau ab.*

    Folgende Überlegungen könnten eine Rolle gespielt haben:


    > Erfahrungen aus Stalingrad saßen möglicherweise in den Gedanken fest und daraus folgernd Rückeroberung dt. besetzter Städte

    > Rückeroberung der inzwischen wieder feindl. besetzten Maginotbunker

    > Rückeroberung von Westwall - Bunkern

    > Zerschlagung feindl. Truppenkonzentrationen etc. ( Wie in einem Falle im Westen geschehen)


    Dass das alles Fehlplanungen waren hat sich dann heraus gestellt.


    Gruß Karl


    * Man hoffte ja seitens der Führung auf den Endsieg ( oder zumindest die Verlängerung des eigenen Lebens!)