Posts by chattius

    G'Moie


    Vor ein paar Wochen war eine Lesung in Wetzlar von Christa Petersen 'Der eiserne Heinrich'. Sie erzählt wie sie als Kind in Wetzlar-Garbenheim Angst vor den Tieffliegern hatte - vor allem vor dem Eisernen Heinrich. Das war ein bewaffneter Aufklärer der täglich Streife flog.

    Später, nach Amerika ausgewandert , trifft sie in einem Seniorenheim einen Insassen. Man kommt ins Gespräch und es stellt sich heraus dass er einer der Piloten war.


    Artikel über die Veranstaltung

    Das Büchlein in Englisch


    Mein Grossvater sagte er sei vom Eisernen Heinrich beschossen worden als er Kindersärge nach einer Epidemie zu einer Sammelstelle brachte. Sein Pferd scheute und der Wagen kippte um. Der Pilot hat dann die offenen Särge gesehen und ist abgedreht. Mein Opa sagte: Alter Weltkriegs 1 Mantel, selbstgezimmerte Särge die wie Munitionskisten aussahen, konnte dem Piloten keine Absicht vorwerfen.


    Gruss Chattius

    Hallo Chattius,
    die "Phoenix Werke" sind auch heute noch existent und liegen direkt gegenüber dem Harburger Bahnhof.


    Gruß
    Christian


    Danke für die Info.
    Ich kannte die Firma nicht. Ich habe bemerkt dass manche Experten einen Zeitrahmen anhand von Winzigkeiten festmachen können. Ich weis nicht ab wann Phoenix Reifen an die Wehrmacht geliefert hat, oder ob es die Auslieferungsreifen von BMW Motorrädern waren, oder, ... Also habe ich falls es nicht lesbar ist noch einmal erwähnt.
    Gruss Chattius

    G'Moie
    Die 3. MG-Bataillon 2 wurde 1938 zur Aufstellung des neuen MG-Bataillon 13 verwendet. Ist das schon das MG-Bataillon 13 oder noch die 3. MG-Bataillon 2? Die Scheinwerfer sind abgedunkelt. Allerdings habe ich Bilder von einem Miltglied der 3. MG-Bataillon 2 die einen PKW mit Saarkennzeichen mit ebenfalls abgedunkelten Scheinwerfer zeigen. Bei diesem Bild ist aber das taktische Zeichen zierlicher und die 2 deutlich lesbar.
    Der Reifen liest sich Phoenix Harburg?
    Gruss Chattius

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    • Phoenix-1.jpg

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    G'moie


    Das ist ein leidiges Thema...
    Aus dem Nachlass eines Nachbarn habe ich mehrere Schachteln mit Bildern und Negativen. Der Nachbar war für den Nachschub zuständig und hat scheinbar auch die Bilder 'verwaltet'. Die Bilder sind ein Sammelsurium verschiedenster Formate. Ich weis dass er Kleinbild fotografiert hat. Auf Negativtüten und Abrechnungen mit einem Fotostudio in Saarlautern (Friedensstandort der Einheit) findet man Eintragungen für 18*24, 36*24, 60*40, 60*60, 60*90mm Negative. Auf der Überfahrt nach Oslo sind fast identische Bilder mit verschiedenen Kameras gemacht worden, sie standen vermutlich an der Reling des Schiffes in einer Gruppe.
    Besonders schöne Bilder sind oft mehrfach vorhanden: Kleine Kontaktabzüge zum Rumzeigen vor der Massenbestellung mit Nummern, Bilder fürs Album und Bilder als Postkarte zum Heimschicken. Auf einigen ist ein Name mit Kreuz und Addresse+Fragezeichen, vermutlich verstorbene Besteller.
    Wenn mein Nachbar auf den Bildern zu sehen ist kann er nicht der Fotograf gewesen sein, aber sehr wohl der Auftraggeber = 'Hier nimm mal meine Kamera und mach ein Bild von mir.'


    Ich habe mir vorgenommen mit seinen Bildern kein Geld zu verdienen. Ich habe aber keine moralischen Bedenken sie in ein Forum einzustellen um Geschichte zu dokumentieren oder zu erforschen. Bei vielen Bildern wird sich der Urheber nie mehr ermitteln lassen und es wäre schade wenn sie für immer irgendwo verrotten würden. Für die damaligen Soldaten waren die Bilder eine gemeinsame Erinnerung ohne Gedanken an Urheberrechte und ohne finanziellen Interessen. Ich denke das sollte man würdigen und nach besten Wissen und Gewissen mit ihren Nachlässen umgehen.


    Gruss Chattius

    G'Moie


    In einem Buch von Porezag beschreibt ein Leitz-Mitarbeiter wie die Geschütze (K5?) eingemessen wurden. Er wurde zur Artillerie eingezogen und ist dabei auf ein Leitz Messsystem gestossen dessen Bedienung der Truppe bis dahin unbekannt war. Die Schussergebnisse sollen sich daraufhin gebessert haben. Danach wurde er zum Ausrichten der V2 abkommandiert. Von Braun hat nach Kriegsende Leitz besucht und die Unterlagen mitgenommen.
    Porezag schreibt Bücher über Bergwerkswesen um Wetzlar. Bei Befragungen von alten Bergleuten erfuhr er über die Waffenproduktion in den Stollen und schrieb darüber in 'Geheime Kommandosache'.


    Gruss Chattius

    G'Moie


    Ich habe noch ein paar Bilder der Faschingsfeier 1941 im Repparfjord gefunden. Im Moment versuche ich sie zu restaurieren um sie dann einzuscannen. Auf einem der Bilder mit dem Faschingszug sieht man einen Teil des befestigten Winterlagers aus Fertigteilen. Ich meine Überlandstromleitungen zu dem bis zur Dachkante eingeschneiten Lager zu erkennen. Wurden befestigte Lager mit Strom beheizt?
    Eine weitere Frage wäre warum durften sie Karneval mit Jungfrau und so weiter feiern während die männliche Jungfrau soviel ich weis in der Heimat verboten war?
    Ich hoffe ich denke daran die Bilder in zwei Wochen einzustellen.


    Aus einem Briefverkehr mit einem Museum in der der Finnmark erfuhr ich dass das Lager nahe des Golfplatzes gewesen sein müsste. Im Repparfjord ist seit 2001 der nördlichste Golfplatz Europas


    Gruss Chattius

    G'moie


    Die Küstenfliegergruppen haben öfters Staffeln untereinander ausgetauscht. Wenn man Bilder sucht kann man mit Glück auch bei einer anderen Fliegergruppe etwas finden.


    http://krigsbilder.net/copperm…d=40593#top_display_media


    Der Kommentar zu obigen Bild lautet:
    'This emblem looks like 2./KuFl 106, which never fly Bv 138, but after some reforming this staffel became 3./Kü.Fl.Gr.906 and then 2./SAGr.131. Last one fly with Bv from Tromso in sommer 1943. From Aug. 1943 it was designated 1./SAGr.130.'


    Ein Fotoalbum eines Mitglieds dieser Staffel kann also verschiedene Einheiten beinhalten.


    Gruss Chattius

    G'Moie


    Es gab Raketenwerfer auf Räumbooten deren Rakete ein Drahtseil hinter sich herzog. Bei Brennschluss öffnete sich an der Rakete ein Fallschirm und am anderen Ende des Seils befand sich ein Gewicht. Die Wirkung war ähnlich eines Sperrballons. Die Tiefflieger konnten ihren Anflug nicht fortsetzen und boten beim Abdrehen der Bordflak ihre Breitseite.
    Vermutlich versuchte man die Idee auf U-Boote zu übertragen. Das Flugzeug muss das Uboot beim Bombenwurf überfliegen. Wenn es beim ersten Anflug abdrehen muss ist beim zweiten Anflug das U-Boot schon getaucht.
    Raketenabschussgerät RAG oder Drahtseilrakete DSR sind vermutlich die Suchwörter.


    Gruss Chattius

    G'moie


    Das englischsprachige Wiki sagt 203 killed or wounded.
    Es ist schwer etwas Verlässliches zu finden. Mein verstorbener Nachbar war nicht nur beim MG-Bataillon 2 sondern - wie ich jetzt weis- auch beim MG-Bataillon 13. Im Nachlass fand ich Bilder die ich nicht zuordnen konnte. Es scheint dass die Ehemaligen des MG-Bataillon 2 in Wetzlar Bilder ausgetauscht haben. Die Zweite Kompanie wurde komplett zur Neuaufstellung des MG-Bataillon 13 abgestellt. Die einzelnen Kompanien des dann neuen MG-Bataillon 13 wurden dann mit verschiedenen Schiffen an verschiedenen Stellen in Dänemark angelandet. Sie scheinen sich dann aus verschiedenen Richtungen auf Kopenhagen zubewegt zu haben. Dort wurden sie dann sofort nach Norwegen verschifft. In vielen Quellen wird das MG-Bataillon 13 wie andere kleinere Einheiten gar nicht bei Weserübung Süd aufgeführt.


    Gruss Chattius

    G'Moie



    Ich habe auf der Wache gerade die Wetzlarer Neue Zeitung gelesen. Sie haben heute einen Artikel über die Anbringung einer Plakette an der Absturzstelle Neukötter. Wenn ich das richtig überflogen habe sollen an allen bekannten Absturzstellen Gedenksteine errichtet werden. Ich habe darum gebeten dass mir der Kollege die Zeitung aufhebt. Darf man den Artikel abfotografieren und einstellen ?


    Gruss Chattius

    Danke für die Informationen.


    In Wetzlar-Steindorf arbeitete scheinbar ein Ungar nach Kriegsende als Fotograf. Er lies sich scheiden und zog nach Wien. Seine Frau hat in Südafrika wieder geheiratet. Sein Fotostudio steht auf einigen Bildern nach Kriegsende auf der Rückseite.
    Eine andere Familie bekam in Steindorf bei Kriegsende einen Sohn der später beim ungarischen Fernsehen gearbeitet haben soll. Er soll bei der Ausgangssperre eines Nachts schwer erkrankt sein und seine Mutter soll sich auf den Weg in die Kaserne gemacht haben um nach einen Arzt zu fragen. Währenddessen hatte die Gastfamilie Angst dass das Kind trotz feuchter Tücher am Fieber stirbt.
    Es steht leider über diese nur zeitweise um Wetzlar lebenden Familien in keiner Ortschronik etwas.


    Gruss Chattius

    G'Moie


    Bei Gesprächen mit älteren Mitgliedern des Heimatvereins höre ich oft dass vor Kriegsende ungarische Offiziere samt ihren Burschen und Familien sowohl in der Nachrichtenkaserne als auch in Zivilwohnungen einquartiert wurden. Weis jemand ob dies eine reguläre Einheit war oder ob dies nach dem ungarischen Waffenstillstand stattfand?
    Die Einquartierungen hatten auch noch eine Zeit nach dem Einmarsch der Amerikaner Bestand.


    Danke schon einmal im voraus, Chattius

    G'Moie


    Mein verstorbener Nachbar meinte die Pistole wurde in Nordnorwegen vor dem Krieg gegen Russland hauptsächlich gegen Tiere (*) eingesetzt. Getragen wurde sie immer wenn sie Ausgang in eine Ortschaft hatten zum Selbstschutz. Bei Transport- oder Kontrollfahrten auf Fischkuttern war auch meistens die Pistole dabei.


    (*) Es gab Jagdtrupps die aber teilweise keine Jäger waren und Tiere nur angeschossen haben. Die Pistole wurde dann zum Fangschuss genommen. Auch beim Schlachten griff man auf die Pistole zurück.


    Gruss Chattius

    G'Moie


    "von Dünkirchen aus fehlt jetzt nur noch das Afrikakorps. Dann wäre man bald bei über 70°C Temperaturdifferenez zum Winterkrieg !!"


    Das erinnert mich an die Zeit als ich von einem verstorbenen Nachbarn einen Karton Bilder ohne Beschriftung geerbt habe. Die einen haben gesagt er wäre in Norwegen bei Dietl gewesen und ein anderer er wäre in seiner Einheit gewesen. Nur war dieser eine in Afrika gewesen. Es hat eine Weile gedauert bis ich darauf kam dass sie beide 1938 im MG-Batallion 2 in Wetzlar waren. Die zweite Kompanie wurde zur Bildung des neuen MG-Batallion 13 genommen und kam über Dänemark bis an den Polarkreis. Der Rest war bei Rommel in Afrika. Das MG-Batallion 2 Denkmal in Wetzlar erwähnt auch Tobruk bis Karelien ohne zu erwähnen dass Karelien die ehemalige 2. Kompanie war.


    Gruss Chattius

    G'moie


    Die Panzer-Abteilung zbV 40 wurde zusammen mit dem MG-Bataillon 13 nach Oslo verschifft. Hier ist ein Funkspruch der die Ankunft in Oslo auf vermutlich den 19.4.1940 am frühen Morgen datiert.


    Spruchnr. 234, Eingang 17.4. 12:45


    +1245 GKDOS 38/40 PLATZ HOSX +
    ++ HBZG G KDOS 38/40 17/40 1130 =
    --S S D -- -- GEHEIME KOMMANDOSACHE --
    AN GRUPPE EINUNDZWANZIG OSLO =
    FAHRZEUGE LUFTWAFFEN BTLN. MOT., PZ. ABT. 40 UND M.G.
    BTLN. 13 TREFFEN AUF SEEWEG NICHT VOR 19. FRUEH EIN. DABEI
    AUCH ARCHE NOAH EINS, FELDLAZARETT 1/552, 2 KL. KW. KOL. U.
    1 KR. KW. ZUG =
    HEIMATSTAB NORD EINS A 48/40 G. KDOS +++



    Bei Arche Noah Eins dürfte es sich vermutlich um die drei Neubaufahrzeuge handeln die im selben Transport waren aber nirgends erwähnt werden. Das MG-Bataillon 13 meines verstorbenen wurde bei Weserübung Süd in Dänemark eingesetzt und stiess bis Kopenhagen vor. Dort wurde es von der Buenos Aires aufgelesen und als Ausgleich für die hohen Verluste beim Transport nach Norwegen durch U-Boote nach Oslo verschifft. Ich weis jetzt nicht wann die Panzer Abteilung 40 verladen wurde. Schon in Kiel aber eher auch in Kopenhagen, auf der Leuna oder der Buenos Aires?


    Bei der norwegischen Seite krigsbilder.net gibt es ein Album von der Panzer Abteilung 40:
    http://krigsbilder.net/coppermine/thumbnails.php?album=37


    Gruss Chattius

    G'Moie


    Mein verstorbener Nachbar kam mit der 3. MG-Btln 2 in Wetzlar zum neuaufgestellten MG-Btln 13 in Saarlautern. Der Rest des MG-Bltn 2 kam später nach Afrika. Das MG-Btln 13 war keine Einheit von Gebirglern und hatte doch bei den Finnen den Ruf eine der best ausgebildeten Wintereinheiten zu sein. Das MG-Btln 13 wurde im Rahmen der Weserübung Süd für die Besetzung Dänemarks eingesetzt und kam nur auf Grund der hohen Verluste durch U-Boote als schnell verfügbarer Ersatz nach Norwegen. Im Winter 1940/41 bauten sie ein befestigtes Lager aus Fertigteilen im Repparfjord und feierten dort selbstsamer Weise auch Fastnacht wie auf 8 Bildern zu sehen ist. Sie wurden von Einheimischen für die Benutzung von Ski-, Pferde- und Rentierschlitten ausgebildet. Aus den drei motorisierten MG-Bataillonen wurde die Ski-Brigade Finnland. Vielleicht haben sie als Flachländler die Tipps der Einheimischen ernster genommen? Die in Finnland eingesetzen frischen SS-Einheiten hatten den Ruf sehr schlecht vorbereitet und überheblich gewesen zu sein.


    Ich denke dass die beste Vorbereitung nutzlos ist wenn man eine befestigte Stellung im Winter aufgeben muss.


    Gruss Chattius

    G'moie


    Hier noch einmal zwei Bilder der Fastnacht 1941 im Repparfjord. Die Ausrüstung des Soldaten auf dem ersten Bild sieht aus wie die Bilder des MG-Bataillon 13 während des Wintertrainings. Waren sie Fastnacht 1941 noch im Wintertraining? Tribute an Fastnacht sind offenbar das geschminkte Gesicht und die in einigen Gegenden übliche Laterne am Zugende. Bei der Laterne bin ich mir allerdings nicht sicher ob sie auch zum Wintertraining gehören könnte. Auf dem linken Ski befindet sich ein Teller auf dem die Laterne abgestellt werden könnte. Kennt sich jemand mit den Polarkreis-Skijägern und ihrer Ausrüstung aus?
    Das zweite Bild zeigt so etwas Ähnliches wie die Kölner Jungfrau auf einem Schlitten. Wer läuft freiwillig am Polarkrteis in Unterwäsche in einem Faschingszug mit? Das Zugtier des Schlittens wird von einem Einheimischen gelenkt. Ist jemand bewandert in den deutschen Fastnachtsbräuchen? Auf den vor zwei Jahren eingestellten Bildern sieht man auch Teufelsgeigen die ich eher in die Alpen einordnen würde. Allerdings war das MG-Btln 13 auch ein zusammengewürfelter Haufen.


    Gruss Chattius

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    • FASTNACHT2.JPG

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