Posts by Silberfuchs

    Hallo Alle, hallo Franz.


    In einer anderen Sache durchforste ich gerade die G-2 Berichte der 100. ID.


    Im Bereich des 399. US.-Rgts. wurden am 20.4.1945 im Raum Backnang und Korb viele Angehörige des Volkssturms gefangen genommen. Der Widerstand dort kam hauptsächlich von diesen, bewaffnet mit Panzerfäusten z.B. bei Korb, dabei wurden 6 getötet und 19 gefangen genommen. Der Führungsstab lag für die 1. Kp. bei Backnang, zog sich aber dann nach Waiblingen zurück. Genannt werden das 1. und 2. Volkssturm Btl. Backnang ebenso das Btl. 42/Stuttgart unter dem Namen Kgr. Schukal, das wiederum der 559 VGD unterstellt war.


    Der Name Buch, manchmal Buck, wird als Kommandeur des 7./ Volksstiurm Btl. ( Winnenden ) genannt.


    Eine weitere Einheit, die in Waiblingen neu aufgestellt wurde, nannte sich Landesschützen Pionier-Btl. 515 unter der Führung von Hauptmann Stein, Kp.-Führer der 3. Kp. war ein Lt. Mössinger. Es handelte sich um 4 Kp. zu jeweils ca. 80 Mann mit je 4 LMGs, pro Kp.


    Der Panzerabschuß kann eigentlich nur durch III. Abt.. des 815 Flak Btl. erfolgt sein.


    Diese hatte sowohl Vierlinge ( 2 cm ) , also auch in der 4. Batterie 4 mal 3,7 Pak Geschütze.


    Artillerie stand zwar auch zur Verfügung - hier war es das Art. Rgt. der 559. VGD ( III. Abt. ) mit 3mal 75 mm LIG, 2 12,2 cm und 5 mal 15 cm Rohren, aber die scheiden wohl für einen Panzerabschuß aus.


    Alleine am 20.4. wurden bei Winnenden von diesem Art.-Rgt. 15 Mann von 397 gefangen genommen.


    Bemerkenswert ist auch noch, dass 2 Me 109 um 11.50 Uhr das westliche und östliche Ende von Bachnang angegriffen haben.


    Immerhin ein wenig von der deutschen Seite - nicht aus dt. Literatur, sondern aus den amerikanischen G-2 Berichten, die relativ gut und zeitnah geführt wurden - allerdings mit einem Problem, der Namenschreibung bei Offizieren und Namen von Einheiten und Kampfgruppen.


    Grüße


    Dieter

    Hallo Graham,


    man müsste die ganze Wochenschau mit den enthaltenen Passagen anschauen, wenn ich mich nicht täusche, sind dort zu Beginn oder zum Schluss die jeweiligen Kriegsberichter als Schrifttafel benannt..


    Dann könnte man das eingrenzen, sind aber bestimmt . Den genauen Namen habe ich leider dazu nicht.


    Gruß


    Dieter

    Hallo,


    da gab es auch keinen. :(


    Nur Günther berichtete einmal, dass sich PK - Filmberichter angekündigt hatten, um 1944 für die Wochenschau zu drehen.


    Die damaligen Passagen sind sicher einigen bekannt::


    Günther mit seinen Männern der AA 17, beim durchwaten der Sümpfe in der Normandie sowie


    Jakob Fick und Kepplinger auf einem Panzerspähwagen auf einem Waldweg, ebenfalls Normandie


    Alles Bildmaterial der Div. ist aus privaten Besitz, zentralisiert und archiviert worden.


    Wer doch eines finden sollte - bitte unbedingt hier zeigen, lass mich dann eines Besseren belehren - Ausnahme Reproduktionen vorhandener und veröffentlichter Fotos.


    Gruß
    Dieter

    Hallo Schlichi,


    das wird dich dann weiter bringen, wenigstens etwas.


    Ja klar, gab nach der Veröffentlichung damals eine Unterlassungsklage, weil man den Vorfall alleine der GvB anlastete und das KTB belegte eindeutig, dass auch andere Teile der deutschen Wehrmacht in diesem Bereich lagen.


    Nach dem Kriege wurden einige hohe Führer der Götz als Zeugen herangezogen, wie z.B. Fick und Braune, allerdings brachte das nicht den gewünschten Erfolg! ( Protokolle habe ich )


    Wer genau die Übeltäter waren, konnte nicht ermittelt werden. Wie so oft fand man dann wie aus "Geisterhand" die Bösen, purer Journalismus gelebt, später lief es ja ähnlich im Fall Malle, mit dem FEB 17.


    Gruß
    Dieter

    Hallo Schlichi,


    da gibt es Einiges - von der Übernahme durch die GvB Mitte April 1945 bis zum 26.4.1945 - wo Teile oder die Kampfgruppe vom "neuen" Rgt. 38 über das FEB 17 zum III./38 " geschluckt" wurden.


    Erwähnt ist auch die Kp. Reisberger, die sich am 16.-17.4. bei Löwenstein und Hirrweiler aufhielt.


    Nimm mal doch mal mit RolandP Kontakt auf, er wird das - wie so oft richten. ;)


    Gruß
    Dieter

    Hallo Frank,


    ich kann mich nur deiner Meinung anschließen.


    Allerdings passierte ähnliches nicht in Weißrussland, sondern in Baden Württemberg.


    Trotz des Gräbergesetzes ebnete man 2 Kriegsgräber nebeneinander ein, weil die Gemeinde " Platz" für Urnengräber brauchte und diese im Weg waren. Die Kreuze blieben erhalten, man setzte sie nun neben alte Sandsteine die als Denkmale erhaltenswürdig waren, wohl aus dem 19. Jahrhundert an ganz anderer Stelle, beließ die Kriegstoten in den ursprünglichen Gräbern und bestattet nun aktuell Verstorbene in Urnen auf den Kriegstoten, die darunter verblieben!


    Wenn sich Kommunen, Landsratsämter und der VDK einig sind, geht das alles durch Vetternwirtschaft. Gräbergesetz hin oder her! Eine Schande eigentlich - ohne gesetzliche Grundlage.


    Gruß Dieter

    Hallo Johann Heinrich,


    das musst du wegen der schlechten Recerche dem Schliehake sagen, ich habe dies nur wiedergegeben, wenn auch verkürzt. In dem offiziellen englischen Link denke ich hat es weitaus " mehr Fehler" mit Schreibweisen der Namen und den genauen Sachverhalten! ( Quelle ist angegeben )


    Aber was hat das alles mit Wilhelm Röttger und Plötzensee hier zu suchen?
    Ein Großteil der Hinrichtungen von dem britischen Henker fand nach Kriegsende statt.


    Es bleibt dir sicher unbenommen,für den Röttger ein neues Thema zu eröffnen.


    Gruß

    Hallo,


    was für eine pauschale Äußerung in diesem Schreiben.


    Gerade da pflichte ich RolandP bei.


    Die Heinrich- Himmler-Kaserne in Prag-Rusin war eindeutig die Ausbildungsstätte
    von Pz.-Grenadieren, die eigentlich eine EKM: SS Pz.-Gren. Ausb. u. Ers. Btl 2 bekamen, bzw. SS "D" , mit Kp. und fortlaufender Nr.


    Wie vertrauensvoll ist schon das DRK mit den Bildlisten WD, wenn man bei allen Waffen-SS Angehörigen der Pz.-Gren. Ausb. Btle. nicht einmal die richtige Beschriftung der EKM wiedergeben kann, eben statt Ausb. u. Ers. Btl. dort Ers. u. Ausb. Btl., also grottenfalsch! ( letztere war die für das Heer. )


    Selbst Mehner erwähnt im Gegensatz zu der VBL bis zur Nr. 17, wo diese dort bis zur Nummer 36 ( !) auf WD 740
    herkamen, kann wohl niemand mehr sagen, daher solche Schreiben wie bei obiger Kopie.


    Gruß

    Mord im Camp Comrie / Schottland

    Hallo allerseits,


    Im Lager Comrie saß nicht irgendwer in Gefangenschaft, Fallschirmjäger, Soldaten vom Afrika-Corps, Flugzeug -und U-Boot Besatzungen und hunderte Angehörige der Waffen-SS.


    Und für die meisten, im Dezember 1944 war der Endsieg nach wie vor so sicher wie das Amen in der Kirche.


    In dem Lager "entlarvte" man kurz vor Weihnachten aufgrund von Diskussionen einen " Verräter", der angeblich
    desertiert war, ein Spitzel der Engländer, Unterstützer von Partisanen und der Verbindung zum militärischen Abschirmdienst gehabt haben soll.


    Es handelte sich dabei um den Feldwebel Wolfgang Rosterg, ein Hüne von Mann, mit dem man sich auch zuvor im Lager deswegen schlug, weil er Kameraden mit " Nazischweine" betitelte.


    In den Morgenstunden des 23. Dezember 1944 erschlug man ihn dann im Freien, zog ihn mit dem Strick um den Hals etwa 100 Meter zur Latrine und erhängten ihn dort - tot oder halbtot - an einem Rohr.


    Als ihn Engländer dort auffanden, ermittelten sie, doch sie trafen auf eine Menge von Schweigern.


    Erst am 1 April 1945, gut 3 Monate später, begannen die Verhaftungen und man verhörte intensiv über diesen Vorfall 12 Gefangene. Einer davon wurde denunziert, Rolf Herzig, die Engländer glaubten ihm.


    3 Monate später begann die Verhandlung im Kensington Palacegarden in London, die 10 Tage dauern sollte.


    Am 12. Juli 1945, mittags um 12.00 Uhr wurden die Urteile gesprochen.


    Von den 12 Angeklagten wurden 6 Todesurteile zum Tode durch den Strang verkündet für:


    Oberfähnrich Pallm - König


    Sturmmann Kurt Zülsdorf ( ehem. 2. Kp. SS-Brigade 49 )


    Rottenführer Heinz Brühling


    Unterscharführer Joachim Golz


    Matrone Jupp Mertens


    Unteroffizier Rolf Herzig ( Panzerjäger Abt. )


    Es folgten Einzelhaft, Licht brannte die ganze Nacht durch. Entgegen dem englischen Recht müssen Todesurteile
    spätestens drei Wochen nach der Verkündung vollstreckt werden. Es geschah jedoch nichts, Wochen vergingen, ja Monate.


    Am 30. September dann bekamen die Verurteilten Besuch, Der Henker - Albert Pierrrepoint,, der schon über 450 Menschen erhängt hatte, nahm Maß bei den Todeskandidaten. ( Entgegen der Vorschrift persönlich in der jeweiligen Zelle ).


    Am 5. Oktober war der Zeitpunkt dann gekommen.


    Jupp Mertens, der jüngste, neben der Zelle von Herzig, sah die "Black Maria" als Erster und rief: Nun holen sie uns".


    Aber Herzig wurde nicht über den Hof zur " Black Maria" gebracht, sondern über den Flur zum Kommandanten, der ihm mitteilte:" Auf gnadenvolles Geheiß Seiner Majestät des Königs werden sie zu lebenslanger Haft begnadigt."


    Damit begann für Rolf Herzig ein Martyrium, das später in der Psychiatrie enden sollte und er erst 1969 diese,seine Erlebnisse der Presse schildern würde.


    In den Morgenstunden jenes 5. Oktoner 1945 wurden seine 5 Mitgefangenen von Mr. Pierrepoint höchstpersönlich
    gehenkt. Später als Pensionär züchtete er Blumen im Ruhestand.


    Hier ein Link darüber in englischer Sprache:


    http://branchesofmytree.weebly…-the-pow-camp-near-comrie



    Gruß Dieter



    Anm. Quelltext: Neue Revue 1969 von Erich Schliehake: 24 Jahre Angst. ( auch mit Fotos der Beteiligten.)

    Hallo,


    Großer Topf, habe dir soweit alles Wissenswerte per PN geschickt. Name, Erstbestattung und Umbettung ist aktenkundig.


    Allerdings habe ich mit dem angegebenen Todesdatum etwas Zweifel, da der Angriff der Amerikaner weiter nordwestlich über die Jagst erst am 6.4.1945 erfolgte. Sollte das Datum tatsächlich stimmen, dann wohl eher durch Artillerie Beschuss.


    Die EKM lautete: -724- 4./SS T.I.E. Btl.1


    @ Reinhard. Leider nicht. Der Kriegstote wurde zweimal umgebettet. In keinem der Fälle ist eine Einheit angegeben, nur Todesursache, Zahnbild und Größe auf der Umbettungskladde, zuletzt 1967. Weiterhelfen kann wohl nur mit weiteren Angaben die WAST.


    Aber sicher ist, wie ich bereits schrieb, das I, Btl. des Regiments 38 - leider ohne Angabe der Kompanie.


    Grüße


    Dieter


    Hallo Karl,


    teilweise gebe ich dir schon Recht.


    Wie gut aber, dass diese hohen preußischen Herren nicht die heutige Zeit mit diesem Sprachgebrauch erleben müssen, Dieses immer mehr Deenglische, die eingedeutschte Rapersprache und falsche Grammatik würde sie nicht nur umdrehen, sondern heraushüpfen lassen und die Flucht ergreifen lassen.


    In diesem Sinne


    Dieter

    Hallo Topf,


    also erstmal gibt es in der Gemeinde Bad Friedrichshall 5 Gemeindefrieshöfe.


    Bad Friedrichshall hat deren 2 in Jagstfeld und in Kochendorf.


    Dann gibt es noch 3 Teilorte, wo ebenfalls Kriegstote bestattet sind und das nicht zu wenige.


    Da ich aber alle Listen darüber habe, kann ich dir sicher weiterhelfen, also bitte PN.


    Ausschließlich war dort das SS-Pz.-Gren. Rgt. 38, im Einsatz, genauer das I. und II. Btl.der Div. Götz von Berlichingen. Es wurden sowohl die Bunkeranlagen ( Kochendorf ) am Neckar, wie auch die Flußübergänge ( Jagstfeld ) gegen die Amerikaner verteidigt. Diese beiden Btle. kann ich dir dann persönlich benennen. Die Kämpfe gingen damals zwischen dem 4.4. - 10.4.1945


    Gruß


    Dieter

    Auch Hi, Jan.


    Dann lies das mal im "Lexikon der Wehrmacht" nach. ?(


    Es klingt genau, was es auch war und wie auch in dem Titel beschrieben wurde.


    Sei sicher, dass die Amis da sehr sorgfältig bei der Befragung waren. Die Bezeichnung " Panzerjagdkommando Friedrich" kommt wohl nach den Angaben von Suchosju in zivilen Unterlagen, als auch bei den Amerikanischen so vor, wie sie wohl auch sicher hieß, obwohl der Kommandeur den Namen Hauptmann Klein trug.


    Dieter

    Hallo Ju,


    da hätte ich was für dich. ;)


    Allerdings von der anderen Feldpostnummer, aber die wussten es ja besser als unsere eigenen Leute.


    Zumindest einmal wo aufgestellt, wie stark und die Bewaffnung. Und klar, eine Panzerfaust aus einem Keller in Waldenburg abfeuern, ist so gut. Da hatte der junge Mann schon Recht.


    Nun, vielleicht finde ich auch noch etwas auf Deutsch, schaue die Unterlagen gerne für dich durch, du weißt schon warum. ^^


    Gruß


    Dieter

    Hallo Ju,


    nein das passt schon. ;)


    Dies ist ein Angehöriger der sogenannten " Kampfgruppe Nord", die der GvB kurzzeitig unterstellt war. In dem Großraum findet man viele Gräber von solchen "Gebirgsjägern" die als Pz.-Grenadiere eingesetzt waren. Z. B. in Herbolzheim ( früher auch Baden ) vom A u..E. Btl. 13 Hallein, oder in Bad Friedrichshall A.u.E. Btl. 6 und 7 - alle gefallen zwischen dem 31.3. und 08.04.1945, danach wurden die Reste mit der fast kompletten AA. 6 in den Großraum Crailsheim dem XIII. SS-AK überstellt.


    Hat also nichts mit den Versprengten aus dem Elsaß der " Nord" und in Hessen zu tun.


    Schönes Wochenende Dieter

    Hallo Sandro,


    da besteht m. E. überhaupt kein Zweifel, dass er bei der Waffen-SS war. A.und E. Btl.. 12 und der letzte Standort Nienburg passen dazu. ( Wehrmachts Ausbildungseinheiten nannten sich Ers und Ausb. Btle. ) ein kleiner, aber doch wichtiger Unterschied.


    Allerdings nannte er in seinem Lebenslauf (Nov. 1944) nicht Kaiserslautern - die Dänner-Kaserne, wo er mit Sicherheit 1944 eingezogen wurde, sondern Nienburg. Er verwendete ja seine gesamte Dienstzeit, einschl. der Ausbildung und des Einsatzes.


    Die Bezeichnung "Wehrmacht " war sicher für ihn ein Oberbegriff, da er nicht Waffen-SS schreiben wollte.
    Auch der Transport im Februar 1945 stimmt so mit der Geschichte überein, denn Rekruten aus Nienburg wurden für das I. SS-Pz.- Korps nach Ungarn gebracht.


    Gerne kannst du hier Weiteres einstellen - obwohl eigentlich Klarheit besteht. Wir freuen uns natürlich auch darauf.


    Grüße Dieter