Posts by Silberfuchs

    Hallo nochmal,


    hatte vergessen, den im Brief erwähnten Leicht zu erklären, das Grab muss man also nicht suchen.


    Er ruht auf dem Friedhof in Orlach unweit Jungholzhausen. Hier die Daten noch:


    SS-Jäger Willibald Leicht, geboren am 27.7.1927 EKM - SS-Geb.-Jg. Ausb. u. Ers. Btl 13
    1. Kompanie.


    Dem Schreiber wurden Todesort und Friedhof unmittelbar 1991 genannt.


    Nochmalige Grüße
    Silberfuchs

    Hallo Thomas, MunaLisa u.A.


    Zunächst einmal Danke für die Blumen, Thomas. ;)
    Man tut eben was man kann, leider nur kalt im Archiv...War aber trotzdem dort, weil ich meine Aussage von oben doch auch noch belegen will, und ich weiß dass auch Dokumente, gell Rolandus gerne gesehen sind, zumal das eigentlich recht kleine Kampfgruppen waren und das zum Kriegsende von denen kaum ein Historiker wusste.
    Daher muss man dies aus allen möglichen Quellen zusammensuchen.


    Anbei dann mal über beide Gebirgsjägereinheiten die Grundlagen.


    Das mit Landau ist wohl ein Übertragungsfehler, da diese niemals am 10.4.45 in Landau war. Mit Befehl vom 3.4.45
    wurde diese Kampfgruppe "Nord" unter Ostuf. Picksak der GvB unterstellt.


    Der erwähnte Ustuf. Nikolau führte dort die 3. Kp. bestehend aus 3 Zügen und 2 Pz.-Vernichtungstrupps zu je 4 ;Mann. Gesamtstärke zu diesem Datum 2 Führer, 11 Unterführer und 169 Mannschaften. Diese gehörte nicht zu den Leobenern, weshalb ich eine weitere Anlage beifüge, da wurde sehr viel durcheinander geworfen.Auch waren die Versorgungstruppen nicht in Eslingen - sondern in Enslingen nahe Untermünkheim.


    Wie schon erwähnt, wurden die Rekruten in den Raum Ludwigsburg verbracht ( Ostern ) dann aber zurückgeführt und der 6. SS AA 6 unterstellt, wie aus der Anlage 2 ersichtlich.Dies alles geschah durch Bahntransport, als Arbeit für MunaLisa.


    Bekannt ist, dass es insgesamt 3 Kompanien waren, der verbliebe Rest der Ausbildungseinheit in Leoben trat den Marsch an den Semmering an und wurde dort fast vollständig aufgerieben.


    Das zur Ergänzung und Belegung von gestern aus dem Kopf heraus.


    Grüße


    Silberfuchs

    Files

    • Scan545.jpg

      (102.5 kB, downloaded 58 times, last: )
    • Scan544.jpg

      (185.28 kB, downloaded 59 times, last: )

    Hallo MunaLisa,


    deine Frage will ich einmal versuchen, kurz und knapp zu beantworten.


    Die Orte füllen ja einen dicken Leitzordner.


    Also welche Einheiten?


    Es waren deren zwei, Gebirgsjäger. Zum ersten Teile der Aufklärungs Abt. 6 der "Nord" unter dem Hstuf. ( also das entspricht einem Hauptmann beim Heer ) Alfred Zimmermann, der zu dem seinen Gefechtsstand auf dem Dörrhof hatte.
    Die Abt. war zu beginn des April 1945 der GvB unterstellt und wurde mit Befehl des Korps am 6.4.45 aus dem Jagstraum an die 19. VGD abgegeben und in den dortigen Raum befohlen.


    Gleichzeitig war ein Transport aus Leoben ( Steiermark ) mit jungen Rekruten des SS-Geb. Jg. Ausb. und Ers. Btl 13 nach Ludwigsburg unterwegs, wurde aber bei Waldenburg oder Schw.-Hall umgeleitet und zum direkten Einsatz eben in diesen Raum dirigiert und ebenfalls Zimmermann unterstellt. ( Ebenfalls 19. VGD. )


    Viele dieser Toten liegen davon in Bensheim, durch die Erkennungsmarke ermittelt - fast ausschließlich diese Rekruten.


    In Obersteinbach, Ruppertshofen und auch Reinsberg liegen wiederum Tote der AA 6, was vermuten lässt, dass die beiden Einheiten nicht gemeinsam, sondern in bestimmten Schwerpunkten eingesetzt wurden.


    Denke mal das ist ein grober Überblick auf deine Frage.


    Abendliche Grüße ( von Haus zu Haus )


    Silberfuchs

    Hallo,


    doch, ich finde das schon, es mag Ausnahmen gegeben haben. Sie verallgemeinern.


    Es geht in diesem Thread um die 12. SS - Panzer Division "Hitlerjugend" und nicht um "Hitlerjungen", im zitierten Buch seht 16 - 17 jährige, die in dem Ausbildungslager in Bad Luhatschowitz "geschliffen" wurden um "Kinder" Soldaten zu werden.


    Ich bezweifle nicht, dass ihr Vater dort war. Nur im Sept. 1944 ordnete die Führung die "Erfassung von 16 bis 66 Jahren" an. Erfassung bedeutet erst einmal nicht den Fronteinsatz!! Wie auch schon von Augustdieter erwähnt, wäre es sehr hilfreich zu ergründen, wie dann 14 jährige dort herangezogen werden konnten. Sie werden sicherlich hier den Widerspruch erkennen, im Konfirmantenalter - definitiv - Soldat zu werden.


    Grüße

    Hallo,


    das "defenitiv" würde ich nun in Frage stellen.


    Die Normandie war im zweiten Halbjahr 1944 da war er dann 15 Jahre alt auf dem Wege zur Front?


    Dann kann man davon ausgehen, dass er gerade mal 14 oder knapp 15 Jahre alt war - als er dann offensichtlich zum Ausbildungstruppenteil - eingerückt ist. Wer an die Front geschickt wird, muss erst einmal Ausgebildet werden - irgendwie passt da etwas nicht zusammen mit einem Jahrgang 1929.


    In meinen Listen versch. Divisionen finde ich zum Kriegende ( Frühjahr 1945 ) gerade einmal die Jahrgänge 1928(!) als Jüngste. Und das ist definitiv - aber nur eben Einzelfälle.


    Gruss

    Hallo Bernd,


    du hast von drei Umbettungen geschrieben.
    Deshalb vermute ich, dass diese, oben erwähnte die 2te Umbettung war. Weshalb das aber Amerikaner taten ist leider nicht nachvollziehbar, jedoch aufgrund des englischen Wortlautes aber möglich.


    Vielleicht störte das Grab und man entschloss sich, den oder die Toten umzubetten, damals waren noch keine großen deutschen Soldatenfriedhöfe angelegt. Bei den Amerikanern war diese Bezeichnung durchaus üblich. Man schrieb in die Protokolle dann "KIA" und oftmals "Enemy Dead German", oft ohne weitere Untersuchungen, das interessierte meistens auch nicht. Allerdings müsste sein Soldbuch bereits bei der ersten Bestattung durch die Marquis in Sicherheit gebracht worden sein, sonst wäre der Zustand 2-3 Jahre nach seinem Tode aus dem Grab nicht mehr so lesbar gewesen. Ich gehe davon aus, dass auch dieses mit seinen persönlichen Angaben gekennzeichnet war.


    Aber das sind alles Spekulationen - es wäre auf jeden Fall interessant, wenn du weiter berichten würdest - den Anfang hast du ja bereits gemacht.


    Beste Grüße


    Dieter

    Hallo Bernd,


    welche tragisches Schicksal eines Soldaten, ohne Berücksichtigung auf die Waffengattung, aber leider auch kein Einzelfall.


    Stöber beschrieb solche Situationen bereits schon 1976 und widmete extra der in der Anlage 19 in seinem Buch mit dem Titel " Der Maquis" deren Verhalten gegenüber der Truppe, wobei die FTP ( Franctireurs et Partinsans ) wohl diese am grausamsten waren. Die Alliierten bezeichneten alle Widerstandstruppen am Tage der Invasion als "legale Armee" .
    Ein weiteres Mal forderte dies General Eisenhower nochmal erneut, da sie sich nicht also solche fühlten, über Radio Luxemburg am 15.7.1944 erneut, was am 24.7.1944 von der FTP abgelehnt wurde mit der Begründung, sie sind und bleiben Freischärler und halten sich nicht an die Kriegsgesetze.


    Verwunderlich ist allerdings, dass man einen "Augenzeugen" nach der Gefangenschaft am Leben ließ, dies war absolut nicht die Regel - vielleicht verhinderte tatsächlich die anwesende Frau ein weiteres Blutvergießen. Das allerdings werden wir sicher nie mehr erfahren, darüber sprach man nach dem Kriege nicht mehr.


    Anliegend eine Gitternetzkarte aus dem Original KTB, die Stellungen und VBs des AR 17 zeigen. Leider sind keine Orte daraus ersichtlich, datiert am 6.8.1944. Es könnte sein, dass dein Onkel mit einem VB ( Funker etc. ) in Begleitung war und dadurch von Partisanen gefangen genommen wurde. Weniger wahrscheinlich ist dies bei einer Geschützbedienung, die im rückwärtigem Gebiet immer gut abgesichert war.


    Grüße
    Dieter

    Files

    • Scan536.jpg

      (95.38 kB, downloaded 35 times, last: )

    Hallo.


    Um alles Gezeigte komplett zu machen kurz noch folgende Angaben:


    Seite 2. Unterschrieben hat Ostuf. Ludwig Mattausch als Chef der 6./AR 17 also korrekt.


    Die Unterschrift leistete er kurz bevor er selbst verwundet wurde und nicht mehrt zur Division zurückkehrte.Später wurde diese 6. Batterie von Ostuf. Bartl geführt, der aus der Art. Brigade 49 heraus die Art. Abt. 17 aufstockte.
    aber das nur nebenbei.


    Über das Verhalten der Maquis ist Stöber im 1. Band "Die Sturmflut und das Ende", von Sven bereits zitiert, intensiv eingegangen " " Während bei den Alliierten die Behandlung ( von Gefangenen) in der ersten Zeit als human bezeichnet werden konnte, abgesehen von harten Pressionen zur Erlangung von Aussagen, war beim Marquis die Gefangenahme oft mit Quälereien und Tod verbunden"


    Gruß


    Dieter

    Hallo zusammen, insbesondere Jafü und Munalisa,
    mein Archivgang, in einer anderen Sache, denke ich hat sich mal wieder gelohnt!


    Füge einen Abschnitt des Haller Tagblattes bei, der vom 02.06.1992 stammt. Demzufolge wurde der Flugzeugführer,
    angenommen wurde der Uffz. Fritz Bernau von der IV. Gruppe des Jagdgeschwaders 301 - danke Jafü - bei dem Absturz nahe Reubach getötet, dort bestattet und 1957 nach Crailsheim umgebettet, allerdings als bisher "Unbekannter".


    Man fand Teile, wie zu lesen war, mit der Werknummer 150 720 einer Me 109G-10. Bernau startete wohl aus Otterfing bei München. Wie es scheint, reichte das Zigarettenetui aber nicht aus, um den dort bestatteten Unbekannten zu klären. Somit dürfte Fritz Bernau also heute noch als Vermisst gelten.


    Könnte es sein, dass die festgestellte Werknummer das Schicksal endgültig klären kann?


    Grüße Silberfuchs

    Files

    • Scan516.jpg

      (159.63 kB, downloaded 56 times, last: )

    Guten Morgen,


    beim Kurzurlaub, auf dem Friedhof Treuchtlingen / Bayern gefunden:


    SS-Sturmmann Albert Valley
    geb. 06.12.1922 ( leider keine Anschrift der Angehörigen )


    Truppenteil: 1. Sturm Brigade Wallonien


    verstorben, wohl nicht gefallen am 29,08.1945 - vielleicht an Verwundung in Bruckberg, Kreis Ansbach


    Belgischer Staatsangehöriger.


    Gruß


    Dieter

    Hallo, und auch Guten Morgen MunaLisa,


    ...dachte es mir doch, also waren es " Zebras" - wie du schreibst - im damaligen Sprachgebrauch üblich.


    Aufgrund meiner eigentlich rein militärischen Aufarbeitung der letzten Kriegstage in unserer Region stieß ich natürlich auch auf diese Transporte nach Dachau, allerdings beschäftigte ich mich nicht intensiv damit, dafür gibt es dann andere.


    Mir ist allerdings auch bekannt, dass ein damaliger Marsch auch von Bad Friedrichshall - Kochendorf - Salzbergwerk- aus begann und mehrere Routen hatte. Gehfähige zu Fuß Richtung Mainhardt-Hütten, nicht gehfähige mit Bahntransport nach Dachau via Hessental. Wittighausen kam in diesem Zusammenhang dann nicht zur Sprache. Bekannt ist auch ein Luftangriff der Amerikaner bei Schwäbisch-Hall Sulzdorf am 5.4.45 , bei dem 17 Häftlinge ums Leben kamen.


    Ich denke, dass das parallel zu "Neckarelz" verlief, ( das Lager hatte man zusätzlich vom Aussenlager Heppenheim aufgefüllt ) das Ziel war für beide Gruppen dasselbe, allerdings als Zwischenziel Waldenburg und daher passt das auch mit dem von dir zitierten Ort zusammen, da dieser zwischen Waldenburg und SHA - Hessental liegt.


    Insofern stimmen die Angaben der Informantin schon, zumindest was den 2 Teil ihrer Angaben betrifft. Allerdings meine Vermutung infolgedessen auch, dass es sich nicht um "Soldaten" gehandelt haben kann. Und letzten Ende zählt das, was auch jetzt historisch richtiggestellt werden kann.


    Gruß
    Silberfuchs

    Lieber MunaLisa,


    ungeachtet, dass ich davon noch nie etwas las und hörte, stehen im ersten Moment doch sehr viele Widersprüche von der Zeitzeugin, zumindest aus den von dir eingestellten Angaben, im Raume.


    Sie erzählt von einer "Strafkompanie" - wenn ich richtig lese, rund 600 " Sträflinge". ( Also in Uniform, nicht in Sträflingskleidung.)


    Dazu muss man Erstens einmal wissen, dass eine Kompanie eine Stärke von 80 - 120 Mann besitzt. 600 " Sträflinge" wären demzufolge ein starkes Batl., das in aller Regel 4 Kompanien umfasst.


    Dann stelle man sich einmal die Situation Mitte März 1945 vor, wo man jeden Soldaten brauchte, der in der Lage war,
    aktiv in das Frontgeschehen einzugreifen, bekannt ist dir doch auch, dass man Jugendliche der HJ - wie in den Kämpfen um Heilbronn und du schreibst es selbst " an der Cröffelbacher Steige" eingesetzt hat.


    Dazu der Hinweis mit den Schuhen?! Selbst eine "Strafkompanie" trägt nicht solche Schuhe, wo "vorne die Zehen" herausschauen, selbst wenn sie nach Dachau " zum verg...." auf den Weg gebracht werden sollten. Das meinte ich zuvor, zumal in Dachau nicht verg..... wurde.


    Eigentlich bin ich mir sicher, dass sie das XIII. AK sofort " kassiert" hätte, nicht umsonst karrte man tausende von Soldaten aus Feldrsatzbtl. und Ausbildungsbataillionen von überall, auch aus den Ostgebieten an, um die Amerikaner gerade an Neckar, Tauber,Kocher und Jagst, aufzuhalten.


    Und ein Btl. " Sträflinge" schickt man unter Bewachung ( die Überlegung ist, wie viele Bewacher man dazu auch noch benötigt ) nach Dachau?


    Ich unterstelle einmal der Zeitzeugin keine böse Absicht und insofern würde mich diese Aussage weiter interessieren und möchte sie auch gerne weiter verfolgen, zumal gleichzeitig in keiner Literatur, in keinem Nachkriegsprozess und in keinem Kriegstagebuch, weder des AK, anderer Div, noch bei Blumenstock, dessen Recherchen gleich unmittelbar nach dem Kriege begannen, noch bei Dr. Windisch darüber nachgelesen werden kann.


    Wäre jedenfalls hoch interessant, dazu mehr Hintergründe und natürlich auch Fakten zu erfahren.


    Auch mir wurden schon " Geschichten" von sehr glaubwürdigen Zeitzeugen erzählt, die sich später nach Überprüfungen ganz anders darstellten.


    Dir auch einen schönen und sonnigen Sonntag.


    Silberfuchs

    Guten Abend MunaLisa,


    jetzt wundere mich aber, dass du von dieser Hinrichtung nichts weißt?!


    Allerdings war das etwas später, genauer gesagt am 2.4.1945. Kann es sein, dass man da kurz mal 2 Wochen durcheinanderbringt? Auch die Aussage über Dachau dürfte eine Vermischung aus damals mit Nachkriegsgeschichten sein - woher wussten Zivilisten im März 1945 davon?


    Vielleicht verwechselt auch die Frau "Strafkompanie" mit KZ-Häftlingen, die in der Tat durch Schwäbisch-Hall kamen
    und bis Dachau zurückgeführt geführt wurden.


    Otto Küstner, 26 Jahre, aus Matzenbach und Gottlieb Rüter, 22 Jahre aus Essen wurden wohl in Uniform aufgegriffen, -wo auch immer ist mir nicht bekannt - und dann zum Tode verurteilt. Am 2. April mußten sie sich auf das Holzgeländer am Kohlenwegle zwischen der Kocherbrücke zur Limpurger Vorstadt und dem Fußweg von der Steinbacher Str. zum Kocherfeld stellen und man legte ihnen Seile um den Hals und stieß sie vom Geländer.


    Um den Hals trugen sie ein Schild: " Ich bin ein Feigling" sowie den Namen und Heimatort.


    Dort steht übriges eine Stehle, die daran erinnert.


    Fahr mal hin. Eigentlich nicht zu übersehen.


    Schönen Sonntag dir
    Silberfuchs

    Hallo MunaLisa,


    ja das hoffe ich doch auch. Auch Herr Bettinger kann nur das schreiben, was er vorliegen hat. Es waren doch immer wieder zersprengte Teile von Divisionen in diesem Abschnitt - und manchmal kommt noch ein weiteres Puzzleteil dazu - ortskundige Historiker wissen da oft zusätzliches oder genaueres. Vielleicht hilfts etwas..


    Zu deiner Frage:


    Der Bahnbeamte Friedrich Walter aus der Büschlerstraße in Hall half wohl am 5. April - wörtlich einen Munitionszug ins erste Tunnel bei der Gottwollshäuser Steige zu rangieren. Er war Bahnbeamter. Im Tunnel selbst durfte er wohl nicht bleiben. Draußen zerreißt ihm dann ein Splitter eines Jabo-Geschosses (?) die Hauptschlagader und er starb daraufhin.


    Der Muna Kupfer galt der letzte Luftschlag, so lese ich, am 6. April 1945. Die Amerikaner beschreiben ihn als Präzisionsangriff über einer vollkommen geschlossenen Wolkendecke an diesem Tag. Beteiligt waren zwei Verbände.
    Einer flog mit 36 Martin B-26 Marauder von Rosenberg an, der andere mit 35 Maschinen von Osterburken her.


    Über den 8. April habe ich noch nichts gefunden, insofern waren es der 5. und auch 6. April mit Angriffen von Jabos und Bombern der/die richtigen Tage.


    Grüße
    Dieter

    Hallo,


    Rolandus:


    zuerst zu deinem einleitenden Satz, da ich zu v. Claer und zu Buddenbrock auch nicht mehr sagen kann, als du auch weist,bzw. was das Material, mit dem du auch bestens versorgt bist, her gibt.


    Auch ich bin der Meinung, dass Buddenbrock nach seinen Gefechtsständen in Amorbach und später Walldürn und Osterburken - in Backnang oder Umgebung war, musste er doch gerade dort in zunächst wichtigste Verteidigungslinie in Frontnähe aufbauen. ( Was abzusehen war, da am 10.4.1945 sich der Fall von Heilbronn stündlich anbahnte. )


    Aufgefallen, wie gesagt in deinem ersten Satz ist mir allerdings, dass mit den Angaben in dem bewussten Raum ein kleines Puzzle fehlt, nämlich die 198. ID.


    Gerade Teile davon, die allerdings mehr oder weniger noch kleine Kampfgruppen hatten, dal sie zuvor nach dem Rheinübergang und später der Neckarüberquerung und im Kraichgau sowie bei Besigheim nicht mehr als Division, sondern als "Kampfgruppe 198. ID" bestanden, leisteten später noch in dem benannten Bereich, sprich Mainhardt, Murrhardt Widerstand.


    Ich zitiere aus der Chronik:


    Die Ablösung der Divisionskampfgruppe vollzieht sich nur schleppend. Zunächst erreicht die Gruppe G.R. 308 den Raum nördlich Murrhardt. Dir Gruppen G.R. 326 und 305 marschieren sofort über Murrhardt in Richtung Gaildorf, um dort hinter den Kampfgruppen 553. VGD und 246. VGD. eine Auffangstellung aufzubauen. Die " Division" wird den XIII. AK. unterstellt.


    In der Frühe des 18. April traten die Amerikaner mit der 10. PD., der 44., 100. und 103. Inf. Div. zum umfassenden Großangriff auf den Stuttgarter Raum und gegen die Donau an. Hierbei stoßen starke Kräfte die im Mainhardter Wald liegenden Kampfgruppen 553 und 246. Heftige Luftangriffe auf alle Straßen des Divisionsabschnittes sollen jeden Widerstand im keime ersticken. In Kirchenkirnberg wird eine Kolonne der Division dabei völlig zerschlagen.


    Der Hauptstoß des Feindes richtete sich gegen den Raum Backnang. Teilkräfte schwenken aber nach Osten ein und drücken die Kampfgruppe 198. ID. auf Gaildorf zurück.


    Der Angriff auf Gaildorf wird nun ausführlich beschrieben.


    ....Gaildorf ist in erster Linie vom G.R. 326 gehalten worden.


    ...In der Zwischenzeit ist das G.R. 308 durch mehrere Panzerangriffe völlig zersprengt worden. In kleinen Gruppen haben sich die 308er seit dem 18. April nach Südosten durch den Mainhardter Wald durchgeschlagen.


    Später haben sich dann diese "Restteile" nach Dillingen an der Donau, am 25.4.45 nach Günzburg zurückgezogen und erneut den Kampf unter Generalmajor Kolb, zuvor war der bisherige Div.-Führer, Generalmajor Barde als höherer Art. Kdr. versetzt worden und suchte bei seiner neuen Einheit den Tod - um, so die Literatur - den Untergang seines Vaterlandes nicht miterleben zu müssen - den Tod.


    Am 27.4. versammeln sich in den Wäldern zwischen Schwabmünchen und Mindelheim die letzten Männer. Vereinzelt versuchen sich manche durchzuschlagen, der Rest der ehem. 198. ID geht aber dort in Gefangenschaft unter dem letzten Kommandeur, Generalmajor Staedke.


    Karte habe ich angefügt - wo die Schwerpunkte der 198. ID lagen, sehr markant: Raum Löwenstein, Mainhardt - Murrhardt - Gaildorf - Dillingen-Günzburg.


    MunLisa.


    Eigentlich hörte ich noch nie etwas von Panzern II. Aber wenn dein Berichterstatter sich sicher ist, könnte das vllt. damit zusammenhängen, dass auf dem Bahnhof in Schwäbisch-Hall am 8.4.45 Einweiser der 19. VGD. mit ihrer 1 t Zugmaschine auf den Transportzug der schweren Panzerjägerabt. 563 aus Stuttgart warteten. Dabei wurden wohl die Fahrzeuge des Transportes tagsüber im Gottwollshäuser Tunnel in Sicherheit gebracht, um sie vor den Jabos zu schützen. Einsatz fanden sie bei der Kampfgruppe Rücker. Warum also sollten auf diesem Transport nur " schwere Panzerjäger" dabeigewesen sein - und keine Panzer II. Eigentlich verwendete man alles, was zur Verfügung stand, wenn man solche Transporte organisierte.


    Gruß Dieter

    Files

    • Scan420.jpg

      (149.49 kB, downloaded 29 times, last: )

    Vielen Dank Reinhard,


    tja man muss wissen wo man suchen muss, du bist jedenfalls firm darin.


    Allerdings blicke ich da nicht durch - und Gent taucht wohl auch nicht auf.


    Nun denn. Wie auch immer, jedenfalls Dankeschön für deine schnelle Antwort.


    Grüße nach Niederbayern.


    Dieter

    Hallo,


    es sind mir runde 50 originale, teilweise auch Prtraitaufnahmen von RAD-Männern, später teilweise Heer und Marine aus einer Serie in die Hände gefallen.


    Verschiedene Beschriftungen rückseitig der Portraits lassen im Oktober 1943 auf Gent in Belgien, sowie auch auf Brüssel schließen.


    Die Abteilung habe ich leider nicht gefunden in diesem Forum.


    Weiss jemand ob dies zutrifft?


    Paar Fotos habe ich abgescannt.


    Achso, es ist auch noch eine Verleihungsurkunde über das Verw.-Abz. in Schwarz dabei, die ein hoher RAD-Führer für einen RAD-Mann unterschrieben hat.


    Gruß Dieter

    Files

    • Scan415a.jpg

      (87.95 kB, downloaded 20 times, last: )

    Hallo,


    nicht nur die Rechtschreibfehler sind vllt. richtigzustellen, sondern auch alleine die Bezeichnung


    ... SS-Freiwiligen-Panzergrenadier-Division =O


    sollte in diesem Zusammenhang auch einmal überdacht werden, wenn schon eine Korrektur stattfinden sollte.


    Gruß Dieter