Posts by Silberfuchs

    Hallo zusammen, insbesondere Jafü und Munalisa,
    mein Archivgang, in einer anderen Sache, denke ich hat sich mal wieder gelohnt!


    Füge einen Abschnitt des Haller Tagblattes bei, der vom 02.06.1992 stammt. Demzufolge wurde der Flugzeugführer,
    angenommen wurde der Uffz. Fritz Bernau von der IV. Gruppe des Jagdgeschwaders 301 - danke Jafü - bei dem Absturz nahe Reubach getötet, dort bestattet und 1957 nach Crailsheim umgebettet, allerdings als bisher "Unbekannter".


    Man fand Teile, wie zu lesen war, mit der Werknummer 150 720 einer Me 109G-10. Bernau startete wohl aus Otterfing bei München. Wie es scheint, reichte das Zigarettenetui aber nicht aus, um den dort bestatteten Unbekannten zu klären. Somit dürfte Fritz Bernau also heute noch als Vermisst gelten.


    Könnte es sein, dass die festgestellte Werknummer das Schicksal endgültig klären kann?


    Grüße Silberfuchs

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    Guten Morgen,


    beim Kurzurlaub, auf dem Friedhof Treuchtlingen / Bayern gefunden:


    SS-Sturmmann Albert Valley
    geb. 06.12.1922 ( leider keine Anschrift der Angehörigen )


    Truppenteil: 1. Sturm Brigade Wallonien


    verstorben, wohl nicht gefallen am 29,08.1945 - vielleicht an Verwundung in Bruckberg, Kreis Ansbach


    Belgischer Staatsangehöriger.


    Gruß


    Dieter

    Hallo, und auch Guten Morgen MunaLisa,


    ...dachte es mir doch, also waren es " Zebras" - wie du schreibst - im damaligen Sprachgebrauch üblich.


    Aufgrund meiner eigentlich rein militärischen Aufarbeitung der letzten Kriegstage in unserer Region stieß ich natürlich auch auf diese Transporte nach Dachau, allerdings beschäftigte ich mich nicht intensiv damit, dafür gibt es dann andere.


    Mir ist allerdings auch bekannt, dass ein damaliger Marsch auch von Bad Friedrichshall - Kochendorf - Salzbergwerk- aus begann und mehrere Routen hatte. Gehfähige zu Fuß Richtung Mainhardt-Hütten, nicht gehfähige mit Bahntransport nach Dachau via Hessental. Wittighausen kam in diesem Zusammenhang dann nicht zur Sprache. Bekannt ist auch ein Luftangriff der Amerikaner bei Schwäbisch-Hall Sulzdorf am 5.4.45 , bei dem 17 Häftlinge ums Leben kamen.


    Ich denke, dass das parallel zu "Neckarelz" verlief, ( das Lager hatte man zusätzlich vom Aussenlager Heppenheim aufgefüllt ) das Ziel war für beide Gruppen dasselbe, allerdings als Zwischenziel Waldenburg und daher passt das auch mit dem von dir zitierten Ort zusammen, da dieser zwischen Waldenburg und SHA - Hessental liegt.


    Insofern stimmen die Angaben der Informantin schon, zumindest was den 2 Teil ihrer Angaben betrifft. Allerdings meine Vermutung infolgedessen auch, dass es sich nicht um "Soldaten" gehandelt haben kann. Und letzten Ende zählt das, was auch jetzt historisch richtiggestellt werden kann.


    Gruß
    Silberfuchs

    Lieber MunaLisa,


    ungeachtet, dass ich davon noch nie etwas las und hörte, stehen im ersten Moment doch sehr viele Widersprüche von der Zeitzeugin, zumindest aus den von dir eingestellten Angaben, im Raume.


    Sie erzählt von einer "Strafkompanie" - wenn ich richtig lese, rund 600 " Sträflinge". ( Also in Uniform, nicht in Sträflingskleidung.)


    Dazu muss man Erstens einmal wissen, dass eine Kompanie eine Stärke von 80 - 120 Mann besitzt. 600 " Sträflinge" wären demzufolge ein starkes Batl., das in aller Regel 4 Kompanien umfasst.


    Dann stelle man sich einmal die Situation Mitte März 1945 vor, wo man jeden Soldaten brauchte, der in der Lage war,
    aktiv in das Frontgeschehen einzugreifen, bekannt ist dir doch auch, dass man Jugendliche der HJ - wie in den Kämpfen um Heilbronn und du schreibst es selbst " an der Cröffelbacher Steige" eingesetzt hat.


    Dazu der Hinweis mit den Schuhen?! Selbst eine "Strafkompanie" trägt nicht solche Schuhe, wo "vorne die Zehen" herausschauen, selbst wenn sie nach Dachau " zum verg...." auf den Weg gebracht werden sollten. Das meinte ich zuvor, zumal in Dachau nicht verg..... wurde.


    Eigentlich bin ich mir sicher, dass sie das XIII. AK sofort " kassiert" hätte, nicht umsonst karrte man tausende von Soldaten aus Feldrsatzbtl. und Ausbildungsbataillionen von überall, auch aus den Ostgebieten an, um die Amerikaner gerade an Neckar, Tauber,Kocher und Jagst, aufzuhalten.


    Und ein Btl. " Sträflinge" schickt man unter Bewachung ( die Überlegung ist, wie viele Bewacher man dazu auch noch benötigt ) nach Dachau?


    Ich unterstelle einmal der Zeitzeugin keine böse Absicht und insofern würde mich diese Aussage weiter interessieren und möchte sie auch gerne weiter verfolgen, zumal gleichzeitig in keiner Literatur, in keinem Nachkriegsprozess und in keinem Kriegstagebuch, weder des AK, anderer Div, noch bei Blumenstock, dessen Recherchen gleich unmittelbar nach dem Kriege begannen, noch bei Dr. Windisch darüber nachgelesen werden kann.


    Wäre jedenfalls hoch interessant, dazu mehr Hintergründe und natürlich auch Fakten zu erfahren.


    Auch mir wurden schon " Geschichten" von sehr glaubwürdigen Zeitzeugen erzählt, die sich später nach Überprüfungen ganz anders darstellten.


    Dir auch einen schönen und sonnigen Sonntag.


    Silberfuchs

    Guten Abend MunaLisa,


    jetzt wundere mich aber, dass du von dieser Hinrichtung nichts weißt?!


    Allerdings war das etwas später, genauer gesagt am 2.4.1945. Kann es sein, dass man da kurz mal 2 Wochen durcheinanderbringt? Auch die Aussage über Dachau dürfte eine Vermischung aus damals mit Nachkriegsgeschichten sein - woher wussten Zivilisten im März 1945 davon?


    Vielleicht verwechselt auch die Frau "Strafkompanie" mit KZ-Häftlingen, die in der Tat durch Schwäbisch-Hall kamen
    und bis Dachau zurückgeführt geführt wurden.


    Otto Küstner, 26 Jahre, aus Matzenbach und Gottlieb Rüter, 22 Jahre aus Essen wurden wohl in Uniform aufgegriffen, -wo auch immer ist mir nicht bekannt - und dann zum Tode verurteilt. Am 2. April mußten sie sich auf das Holzgeländer am Kohlenwegle zwischen der Kocherbrücke zur Limpurger Vorstadt und dem Fußweg von der Steinbacher Str. zum Kocherfeld stellen und man legte ihnen Seile um den Hals und stieß sie vom Geländer.


    Um den Hals trugen sie ein Schild: " Ich bin ein Feigling" sowie den Namen und Heimatort.


    Dort steht übriges eine Stehle, die daran erinnert.


    Fahr mal hin. Eigentlich nicht zu übersehen.


    Schönen Sonntag dir
    Silberfuchs

    Hallo MunaLisa,


    ja das hoffe ich doch auch. Auch Herr Bettinger kann nur das schreiben, was er vorliegen hat. Es waren doch immer wieder zersprengte Teile von Divisionen in diesem Abschnitt - und manchmal kommt noch ein weiteres Puzzleteil dazu - ortskundige Historiker wissen da oft zusätzliches oder genaueres. Vielleicht hilfts etwas..


    Zu deiner Frage:


    Der Bahnbeamte Friedrich Walter aus der Büschlerstraße in Hall half wohl am 5. April - wörtlich einen Munitionszug ins erste Tunnel bei der Gottwollshäuser Steige zu rangieren. Er war Bahnbeamter. Im Tunnel selbst durfte er wohl nicht bleiben. Draußen zerreißt ihm dann ein Splitter eines Jabo-Geschosses (?) die Hauptschlagader und er starb daraufhin.


    Der Muna Kupfer galt der letzte Luftschlag, so lese ich, am 6. April 1945. Die Amerikaner beschreiben ihn als Präzisionsangriff über einer vollkommen geschlossenen Wolkendecke an diesem Tag. Beteiligt waren zwei Verbände.
    Einer flog mit 36 Martin B-26 Marauder von Rosenberg an, der andere mit 35 Maschinen von Osterburken her.


    Über den 8. April habe ich noch nichts gefunden, insofern waren es der 5. und auch 6. April mit Angriffen von Jabos und Bombern der/die richtigen Tage.


    Grüße
    Dieter

    Hallo,


    Rolandus:


    zuerst zu deinem einleitenden Satz, da ich zu v. Claer und zu Buddenbrock auch nicht mehr sagen kann, als du auch weist,bzw. was das Material, mit dem du auch bestens versorgt bist, her gibt.


    Auch ich bin der Meinung, dass Buddenbrock nach seinen Gefechtsständen in Amorbach und später Walldürn und Osterburken - in Backnang oder Umgebung war, musste er doch gerade dort in zunächst wichtigste Verteidigungslinie in Frontnähe aufbauen. ( Was abzusehen war, da am 10.4.1945 sich der Fall von Heilbronn stündlich anbahnte. )


    Aufgefallen, wie gesagt in deinem ersten Satz ist mir allerdings, dass mit den Angaben in dem bewussten Raum ein kleines Puzzle fehlt, nämlich die 198. ID.


    Gerade Teile davon, die allerdings mehr oder weniger noch kleine Kampfgruppen hatten, dal sie zuvor nach dem Rheinübergang und später der Neckarüberquerung und im Kraichgau sowie bei Besigheim nicht mehr als Division, sondern als "Kampfgruppe 198. ID" bestanden, leisteten später noch in dem benannten Bereich, sprich Mainhardt, Murrhardt Widerstand.


    Ich zitiere aus der Chronik:


    Die Ablösung der Divisionskampfgruppe vollzieht sich nur schleppend. Zunächst erreicht die Gruppe G.R. 308 den Raum nördlich Murrhardt. Dir Gruppen G.R. 326 und 305 marschieren sofort über Murrhardt in Richtung Gaildorf, um dort hinter den Kampfgruppen 553. VGD und 246. VGD. eine Auffangstellung aufzubauen. Die " Division" wird den XIII. AK. unterstellt.


    In der Frühe des 18. April traten die Amerikaner mit der 10. PD., der 44., 100. und 103. Inf. Div. zum umfassenden Großangriff auf den Stuttgarter Raum und gegen die Donau an. Hierbei stoßen starke Kräfte die im Mainhardter Wald liegenden Kampfgruppen 553 und 246. Heftige Luftangriffe auf alle Straßen des Divisionsabschnittes sollen jeden Widerstand im keime ersticken. In Kirchenkirnberg wird eine Kolonne der Division dabei völlig zerschlagen.


    Der Hauptstoß des Feindes richtete sich gegen den Raum Backnang. Teilkräfte schwenken aber nach Osten ein und drücken die Kampfgruppe 198. ID. auf Gaildorf zurück.


    Der Angriff auf Gaildorf wird nun ausführlich beschrieben.


    ....Gaildorf ist in erster Linie vom G.R. 326 gehalten worden.


    ...In der Zwischenzeit ist das G.R. 308 durch mehrere Panzerangriffe völlig zersprengt worden. In kleinen Gruppen haben sich die 308er seit dem 18. April nach Südosten durch den Mainhardter Wald durchgeschlagen.


    Später haben sich dann diese "Restteile" nach Dillingen an der Donau, am 25.4.45 nach Günzburg zurückgezogen und erneut den Kampf unter Generalmajor Kolb, zuvor war der bisherige Div.-Führer, Generalmajor Barde als höherer Art. Kdr. versetzt worden und suchte bei seiner neuen Einheit den Tod - um, so die Literatur - den Untergang seines Vaterlandes nicht miterleben zu müssen - den Tod.


    Am 27.4. versammeln sich in den Wäldern zwischen Schwabmünchen und Mindelheim die letzten Männer. Vereinzelt versuchen sich manche durchzuschlagen, der Rest der ehem. 198. ID geht aber dort in Gefangenschaft unter dem letzten Kommandeur, Generalmajor Staedke.


    Karte habe ich angefügt - wo die Schwerpunkte der 198. ID lagen, sehr markant: Raum Löwenstein, Mainhardt - Murrhardt - Gaildorf - Dillingen-Günzburg.


    MunLisa.


    Eigentlich hörte ich noch nie etwas von Panzern II. Aber wenn dein Berichterstatter sich sicher ist, könnte das vllt. damit zusammenhängen, dass auf dem Bahnhof in Schwäbisch-Hall am 8.4.45 Einweiser der 19. VGD. mit ihrer 1 t Zugmaschine auf den Transportzug der schweren Panzerjägerabt. 563 aus Stuttgart warteten. Dabei wurden wohl die Fahrzeuge des Transportes tagsüber im Gottwollshäuser Tunnel in Sicherheit gebracht, um sie vor den Jabos zu schützen. Einsatz fanden sie bei der Kampfgruppe Rücker. Warum also sollten auf diesem Transport nur " schwere Panzerjäger" dabeigewesen sein - und keine Panzer II. Eigentlich verwendete man alles, was zur Verfügung stand, wenn man solche Transporte organisierte.


    Gruß Dieter

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    Vielen Dank Reinhard,


    tja man muss wissen wo man suchen muss, du bist jedenfalls firm darin.


    Allerdings blicke ich da nicht durch - und Gent taucht wohl auch nicht auf.


    Nun denn. Wie auch immer, jedenfalls Dankeschön für deine schnelle Antwort.


    Grüße nach Niederbayern.


    Dieter

    Hallo,


    es sind mir runde 50 originale, teilweise auch Prtraitaufnahmen von RAD-Männern, später teilweise Heer und Marine aus einer Serie in die Hände gefallen.


    Verschiedene Beschriftungen rückseitig der Portraits lassen im Oktober 1943 auf Gent in Belgien, sowie auch auf Brüssel schließen.


    Die Abteilung habe ich leider nicht gefunden in diesem Forum.


    Weiss jemand ob dies zutrifft?


    Paar Fotos habe ich abgescannt.


    Achso, es ist auch noch eine Verleihungsurkunde über das Verw.-Abz. in Schwarz dabei, die ein hoher RAD-Führer für einen RAD-Mann unterschrieben hat.


    Gruß Dieter

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    Hallo,


    nicht nur die Rechtschreibfehler sind vllt. richtigzustellen, sondern auch alleine die Bezeichnung


    ... SS-Freiwiligen-Panzergrenadier-Division =O


    sollte in diesem Zusammenhang auch einmal überdacht werden, wenn schon eine Korrektur stattfinden sollte.


    Gruß Dieter

    Hallo nochmal,


    ich denke der Fall ist nun doch gelöst, da es am 1.4.1945 nur einen Toten in Satteldorf gab.


    Es handelte sich, wie bereits oben beschrieben um den


    Gefreiten der Luftwaffe ( Flieger im Volksmund )


    Hermann Kunz
    geboren am 31.05.1925
    in Unterentersbach/Schwarzwald
    gefallen am 01.04.1945 in Satteldorf aufgrund von Flugzeugbeschuss


    Grablage heute: Crailsheim, Alter Friedhof - Feld VIII Nr. 15.


    Mehr im Ortsbericht Hommel 222 Seite 305.


    Die Frage von Uli dürfte somit beantwortet sein - ggf. kann man noch beim Volksbund gegenfragen.


    Grüße
    Dieter

    Hallo MunaLisa,


    habe mich mal versucht einzulesen - vllt. muss ich mich auch berichtigen.


    Auf dem Friedhof in Sattelbach lagen auch Tote, die wohl nicht aufgrund von direkten Kriegseinwirkungen starben, sondern im " Hilfskrankenhaus" dort. Daher auch ein früheres Datum ohne direkte Kämpfe.


    Bei dem LW-Soldaten könnte es sich um


    Hermann Kunz, Gefreiter der Luftwaffe handeln.


    Dieser wurde am Bahnhof in Satteldorf durch Fliegerbeschuss getötet, als dort ein Verwundeten Transport aus der Luft angegriffen wurde.


    Das Grab wurde später aufgelöst - und der Kriegstote später nach Crailsheim umgebettet.


    Mache jedenfalls einmal eine Gegenprobe mit meiner Belegungsliste aus Crailsheim - Alter Friedhof.


    Grüße


    Dieter

    Hallo,


    MunaLisa: da muss ich dich leider berichtigen, es war am 1.4.45 der Beginn der Kämpfe in dieser Region, nicht das Ende.
    Satteldorf z. B. wurde erst, wie Wallhausen und Gröningen auch, am 20.4.1945 zum zweiten Male besetzt, nachdem zuvor deutsche Truppen wieder am 11.4.45 diese Orte wieder eingenommen hatten. Da über diesem Raum auch ständig Luftkämpfe stattfanden, und Satteldorf erstmals am 6.4.von amerikanischen Bodentruppen besetzt wurde, steht für mich eigentlich fest, dass es sich bei dem Opfer um einen "Flieger" gehandelt haben muss.


    @J.H. Was soll nun der von dir gepostete 2. Link uns sagen?


    Fakt ist, dass Einheiten der 212. VGD und der Pz.-Kampfgruppe von Hobe die genannten Orte verteidigten, keine Einheiten der Waffen-SS. Sehr wohl unterstanden diese Verbände dem XIII. SS-AK - und deren Gerichtsbarkeit.
    Bei dem Artikelschreiber entsteht der Eindruck, die örtlichen Kämpfe hätten mit Kriegsverbrechen zu tun. Aus Lageberichten des Ia Albert von XIII. SS-AK wird des Öfteren von Sabotage und Feindkontakten berichtet, möglicherweise wurden daher von Simon befohlene Untersuchungen eingeleitet - wobei diese Opfer zu erklären wären.


    Bei Brettheim z. B. finde ich in diesem Zusammenhang Einheiten des II./423 der 212. VGD, das meine obige Meinung jedenfalls verstärkt. Aber das nur am Rande - weil das eine mit dem anderen absolut nichts zu tun hat.


    Gruß Dieter

    Hallo Alex,


    ja für solche Recherchen wäre schon Hintergrundliteratur wichtig. Zum Beispiel Band 3 von " Die Sturmflut und das Ende".


    Aber hier paar Tipps von mir:


    Im Brandhölzle Hof war zunächst der Regimentsgefechtsstand von Josef Bäurle, Rgt. 37. Im Hof standen 8 cm Granatwerfer - im Wald hinter dem Tennisplatz standen die 15 cm SIG-Geschütze der 13./37, verbunden mit dem Hof, damals Gaststätte, die dem Götzenturm die " Kappe" abschoßen, da sich dort ein amerikanischer VB der "K" Kp. Regt. 253 eingenistet hatte.


    Die Jagstbrücke wurde von Pionieren des Pi.-Rgt. 17 gesprengt und man staune, mit Torpedosprengköpfen, die erheblichen Schaden an naheliegenden Gebäuden angerichtet haben.


    In einem Weinberghaus nördl. der Jagst versteckte sich der Ostuf. Fritzsche, ein Verwandter des in Nürnberg Angeklagten Fritzsche, und ergab sich als Kp.-Führer der 9./37 - die dann verwaist ein Oberscharführer als Kp.-Führer übernehmen musste und diese durch den Harthäuser Wald bis Lampolshausen zurückführte.


    Aber da gibt es so viel weiter zu berichten, am besten besorgst du dir das o.a. Buch von Günther.


    Gruß Dieter

    Hallo Manfred,


    selbst dem Laien müssten solche Information schon suspekt vorkommen.


    Bei mir ist es etwas anders. ;)


    Es gab früher schon noch Augenzeugen, die von sowas nie hörten und auch nichts bericteten - wäre ja richtig etwas
    " Sonderbares und Außergewöhnliches" gewesen.


    Richtig ist, dass bei der Kapitulation Waffen und auch Gerät, sowie Papiere und Soldbücher teilweise vergraben wurde - wie auch das Beispiel Fund des Divisions-KTB zeigt - für den Fall der Fälle.
    Auch Regimentskommandeure ( die Tagebücher der Rgter. fand man leider bisher nicht ) und Andere flüchteten sich auf die Berge und Almen, bereiteten den Fußmarsch nach Hause vor, aber auch die waren über solch einen eventuellen Alleingang von Bochmann nie informiert worden. Dieser war zudem zu diesem Zeitpunkt nicht mehr Divisionskommandeur - hier liegen alle Stellenbesetzungen falsch - sondern Martin Braune führte als Dienstältester die Division in Gefangenschaft, da sich Georg Bochmann zuvor " absetzte."


    Also wie kann er dann seine Männer im Halbkreis antreten lassen, um Mr. Patton mit einem Hubschrauber eingeflogen, so empfangen?


    Anstatt Augenzeugen damals zu befragen - machte man ein reißerisches Fass auf, vielleicht um die Auflagen damit zu verbessern.


    Gruß
    Dieter

    Hallo Manfred,


    nach meiner Meinung völliger Blödsinn.


    Patton im Hubschrauber eingeflogen?


    Truppe im Karree angetreten und mit erhobenem Arm begrüßt?


    In voller Ausrüstung vllt. noch mit Waffen?


    Bochmann letzter Kommandeur? Und dem XIII. AK unterstellt zum verhandeln?


    Bei so vielen Fehlern kann man eigentlich nur den Kopf schütteln. Im Großen und Ganzen schließe ich mich persönlich dem entsprechenden Artikel in der DMZ-Zeitgeschichte, nur an.


    Wenn man seinen Kopf einsetzt kann man über solche " Märchenstunden" nur den Kopf schütteln. Irgendwie - gab es damals noch nicht- denke ich bei bei diesem Artikel automatisch an das Modewort " Fake-News."


    Beste Grüße


    Dieter

    Hallo Andre,


    nein, das werde ich nicht, du hast ja vollkommen Recht. :thumbsup:


    Das würde ich nur tun, wenn, wie viele oft behaupten, die Divsionen der Waffen-SS immer besser ausgerüstet sind oder waren in der Ausrüstung, Waffen und Fahrzeugen. dies ist - zumindest bei der GvB absolut nicht der Fall - also schlechter wie in den Heeres-Divsionen einschl. der VGDs.


    Auch der Ersatz war nicht gut und kampfkräftig gewählt. Sehr viele Volksdeutsche, zumindest um die Jahreswende 1944/45 mit teilweise wenig milititärischer Erfahrung und Sprachproblemen in den Panzergenadier Regimentern. Hinzu kamen in der Logistik und bei Div.-Einheiten noch eine größere Anzahl Italiener speziell als Schuster, Schneider oder Bäcker, nicht selten bei den Genannten mit "Verdacht auf Fahnenflucht." Dies beweisen Urteile in den Akten recht häufig.


    Bei den Bild-Filmberichtern wählte man schon bewusst die AA 17 und die Pz.-Abt. 17 aus, speziell nur kurz in der Normandie.


    Insofern bin ich vollkommen bei dir.


    Gruß Dieter

    Hallo Graham,


    ok, nun ist es deutlicher. Und nein, das ist nicht so schlimm mit den PK-Fotos. ^^


    Es gibt 1000te Fotos, aber eben Privataufnahmen (und nicht gestellte) , die dafür auch nicht im Bundesarchiv abrufbar sind. so hat eben alles seine zwei Seiten.


    Hallo Jan, eigentlich ganz andere Baustelle, hat doch mit diesem Thema gar nichts zu tun. Gibt sicher Kriegsberichter - Seiten von vielen Divisionen der Truppe, ob Ost-oder Westfeldzug, 8 siehe Link ) insofern warte ich auf die ersten Farbbilder, die Gaulke zu diesem Thema angeschnitten hat.


    mfg Dieter

    Hallo Alle, hallo Franz.


    In einer anderen Sache durchforste ich gerade die G-2 Berichte der 100. ID.


    Im Bereich des 399. US.-Rgts. wurden am 20.4.1945 im Raum Backnang und Korb viele Angehörige des Volkssturms gefangen genommen. Der Widerstand dort kam hauptsächlich von diesen, bewaffnet mit Panzerfäusten z.B. bei Korb, dabei wurden 6 getötet und 19 gefangen genommen. Der Führungsstab lag für die 1. Kp. bei Backnang, zog sich aber dann nach Waiblingen zurück. Genannt werden das 1. und 2. Volkssturm Btl. Backnang ebenso das Btl. 42/Stuttgart unter dem Namen Kgr. Schukal, das wiederum der 559 VGD unterstellt war.


    Der Name Buch, manchmal Buck, wird als Kommandeur des 7./ Volksstiurm Btl. ( Winnenden ) genannt.


    Eine weitere Einheit, die in Waiblingen neu aufgestellt wurde, nannte sich Landesschützen Pionier-Btl. 515 unter der Führung von Hauptmann Stein, Kp.-Führer der 3. Kp. war ein Lt. Mössinger. Es handelte sich um 4 Kp. zu jeweils ca. 80 Mann mit je 4 LMGs, pro Kp.


    Der Panzerabschuß kann eigentlich nur durch III. Abt.. des 815 Flak Btl. erfolgt sein.


    Diese hatte sowohl Vierlinge ( 2 cm ) , also auch in der 4. Batterie 4 mal 3,7 Pak Geschütze.


    Artillerie stand zwar auch zur Verfügung - hier war es das Art. Rgt. der 559. VGD ( III. Abt. ) mit 3mal 75 mm LIG, 2 12,2 cm und 5 mal 15 cm Rohren, aber die scheiden wohl für einen Panzerabschuß aus.


    Alleine am 20.4. wurden bei Winnenden von diesem Art.-Rgt. 15 Mann von 397 gefangen genommen.


    Bemerkenswert ist auch noch, dass 2 Me 109 um 11.50 Uhr das westliche und östliche Ende von Bachnang angegriffen haben.


    Immerhin ein wenig von der deutschen Seite - nicht aus dt. Literatur, sondern aus den amerikanischen G-2 Berichten, die relativ gut und zeitnah geführt wurden - allerdings mit einem Problem, der Namenschreibung bei Offizieren und Namen von Einheiten und Kampfgruppen.


    Grüße


    Dieter