Posts by Silberfuchs

    Grüß Gott,


    dass Ernst Wallner Staffelkapitän war, wurde bereits erwähnt. Doch wer waren seine Besatzungsmitglieder, die öfters Erwähnung finden, ohne namentlich benannt zu werden?


    Leicht war es nicht, aber wer lange sucht, wird man auch vllt. auch fündig.


    Der erwähnte " vierte Mann",also der Bordschütze, soll ein Uffz. Wü(u)rzinger gewesen sein, der durch den Absprung nur leicht verletzt wurde. Seine Spur verliert sich aber.


    Neben Wallner sind noch in den Trümmern verstorben bzw. verbrannt, die Unteroffiziere


    Kurt Morlock, geb. am 25.4.1922 ( Beobachter ) sowie


    Karl Schröter,geb. am 08.09.1920.( Bordfunker )


    Um das Suchen nach den Grablagen zu vereinfachen:


    Karl Schröter ruht nach wie vor auf dem Friedhof in SHA St. Nikolai, ( Reihe C, Block 4 Grab 4 ) auch Kurt Morlock wurde zunächst dort bestattet, dann aber am 19.10.1945 in seinen Heimatort Hohenwart überführt.


    Fotos von Wallner und Morlock sind vorhanden.


    Die von Wallner abgeschossene Lancaster I ( Uhrzeit 19.30 Uhr ) trug die Kennung

    # LM 259,9J-U und ging bei Heutigsheim nahe Freiberg zu Boden.


    Vergessen sollte man in diesem Zusammenhang auch nicht den Einsatz von Jägern des II./NJG 6 und I./NJG 11. Ltn. Peter Spoden ( NJG6 ) erzielte in dieser Nacht 3 Abschüsse und Ltn. Mohr ( NJG 11 ) minderstens zwei.


    Grüße Dieter

    Hallo,


    das hat mit dem Fliegerhorst nur zweitrangig zu tun, aber gehört wohl irgendwie doch dazu.


    Als ich das Thema las, fiel mir sofort ein Kriegstoter ein, der am 12.4.1945 im Kocherabschnitt ( Bereich III./ SS-Pz.-Gren. Rgt. 37 ) gefallen ist und in Bensheim bestattet wurde. Ausgebildet in Quakenbrück, also Luftwaffe und dann als Hermann-Göring-Spende

    zur Waffen-SS überstellt. Trug auch Feldgrau mit den Rangabzeichen eines SS-Rottenführers, wie aus der Anlage ersichtlich ist.


    Seine EM war, falls nicht lesbar:


    -1107- Fl. H. Kdtr. Quakenbrück


    Gruß Dieter



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    Hallo zusammen,


    Widerspruch! @ Bernhard.

    Weiss nicht, woher deine Angabe stammt. Link geht nicht auf...


    Das Datum stimmt, der Befehl war per 08.09.1944 und betraf die Stamm Regimenter 26 und 27.


    Aber, die Restteile des Stamm Rgt. 26 mit Rgts. Einheiten wurden ab sofort, d.h. per 19.09.1944


    das SS-Pz.-Gren. Rgt. 38


    Umgekehrt wurden die Teile des Stamm Rgts. 27 plus Stammeinheiten in das

    SS-Pz.-Gren. Rgt 37 eingegliedert.


    Sonderbarerweise sprach man dort vom Rgt. 26 - also Brigade 49


    und vom Rgt. 27 - Brigade 51


    Sollte dies auch so im Lexikon stehen, sollte es berichtigt werden.


    Ich denke, der beigefügte Divisionsbefehl von Deisenhofer genügt dafür.


    Gruß Dieter

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    Hallo zusammen, Grüß Gott Stefan.


    Eumex hat dir ja bereits Einiges zu den Tagen im Juni genannt.


    Aber im Original-KTB gibt es für den 25.6.1944 eine interessante Meldung, zunächst allgemein innerhalb der Division vom 1. Generalstabsoffizier und dann noch vom Div.-Kommandeur - damals Staf. Otto Baum zu den Ereignissen am 24.6.


    Baum hielt es für wichtig im Betreff zu schreiben: "Meldung an den Führer."

    Also nach Berlin.


    Dort ist speziell, und das ist mehr als selten, die 2./38 benannt. Im KTB selbst sind Meldungen fast immer im Rgt. oder Btl.-Bereich üblich. Sehr selten eine Kompanie - leider.


    Es erfolgte wohl ein Beschuss neuartiger Granaten, die speziell diese Kp. trafen.


    Wenn du möchtest, kann ich dir diese 3-4 Befehle gerne per PN zusenden - offensichtlich ist auch in der Anlage dabei der Verlust von 2 Männern per 24.6. als Zugang vermerkt.


    Gruß

    Dieter

    Hallo RoCo,


    die Frage war nach der " Division" .? ( Oder habe ich was falsch gelesen)?


    "Die Division" sicherlich nicht, sondern ein SS-Feldersatzbtl. das zum dem Zeitpunkt in Aufbruchstimmung war und auf die Abholung durch die Division in den Raum Merzig war.


    Und weiter schreibt er, dass es ca. 50 Soldaten in grünen Uniformen waren, sowie einer weiteren Gruppe von ca. 20 LKWs ( lt. Pfarrer.)


    Dann lassen wir das am besten auch so stehen...und Herr Lieb doch Recht!


    Gruß Dieter.

    Hallo Sven,


    das mag sein. In den vielen Links, leider auch diejenigen von RolandP, die sich leider nicht mehr öffnen lassen, wurde aber genau immer dieses SS-Feldersatzbtl. 17 genannt, die, wie du schreibst von Herrn Lieb als " mögliche" Verbindung angeführt werden.


    Aus möglich wurde also Tatsache!


    Es kann durchaus sein,was ich nicht bezweifle, dass SS-Männer daran beteiligt waren,

    es gab Versprengte oder solche, die einem Sicherungsregiment unterstellt waren, aber dafür ein ganzes Btl. ohne Befehlsgewalt, dafür herhalten zu lassen ist schon starker Tobak, das muss Herrn Lieb ja bewusst gewesen sein. Dann verrate uns doch einmal, was in der BAMA RS 3-17/12 steht. Was das KTB dazu hergibt, kann ja nun jeder einmal nachlesen und mit den festgestellten Behauptungen, wo mir aus auch Vermutungen, gegeneinander abgleichen.


    Grüße Dieter

    Hallo zusammen,


    Johannes Mario liegt mit seiner Feststellung genau richtig!


    Denn: Die 17. SS-Panzergranadier-Division bekam vom A.O.K 7 bereits am 18. August 1944 den Befehl für die Verlegung in den Raum Metz. Der Marschweg war von Ezanville bis Gravelotte. ( Nachzulesen Buch "KTB" ). Dort galt es neu aufzufrischen.


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    Der 1. Generalstabsoffizier Stubaf. Berhard Linn befahl diese Rückführung, wie aus dem Dokument ersichtlich zwischen dem 18.8. und 25.8. 1944 an alle Teile der Division. Auch das SS-Feldersatzbtl. 17 - wie richtig festgestellt - musste von Chatellerault nach Merzig im Saarland zurückgeholt werden, wie aus dem weiteren Dokument hervorgeht.




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    Wer etwas militärisch bewandert ist mag feststellen, welche Aufwendungen notwendig sind, um ein Feldersatzbatl.(!!) mit 20 LKWs, die Mannschaften und teilweise schwerem, wertvollen Gerät abzuholen und zuvor im Stützpunkt Ch. so vorzubereiten, dass diese Abholung abmarschbereit und pünklich stattfinden kann!


    Nun gibt es Militärhistoriker, die dieses Btl. (!) ( Stabskp. mit 4 starken Kompanien ) bezichtigen, genau an diesem Tag und zur selben Stunde voller Hektik, Betriebssamkeit und Vorbereitung ein Kriegsverbrechen begannen zu haben ( kann ja nur die Waffen-SS gewesen sein, wer sonst?! )


    Das Kriegstagebuch liegt seit 1990 in Freiburg, für jeden, auch für Herrn Peter Lieb ebenso damals für Herrn Staatsanwalt Maaß einsehbar.


    Ferner sollte man überdenken, dass ein Feldersatzbtl. über keine Flakgeschütze oder Artillerie verfügt, diese schweren Waffen wurden an anderen, wichtigeren Brennpunkten innerhalb der Division benötigt.


    Auch ohne miltitärisch bewandert zu sein, wie wenige hier in diesem Forum, sollte man sich doch die Frage stellen, wie ein Oberstleutnant und in letzter Konsequenz ein Leutnant d. R. über ein komplettes Feldersatzbataillon, - noch dazu ein Divisioneigenes, das zumal einen Befehl vom 1. Generalstabsoffizer für die Vorbereitungen des Abzuges vorliegen hat - sich dieses anzueignen, zu unterstellen und für ein Massaker zu missbrauchen!


    Es ist sehr traurig, dass so etwas geschehen ist und geschehen konnte. Wie so oft in diesem Krieg waren Zivilisten die Leidtragenden.


    Glücklicherweise können Zufallsfunde, (wie das aufgefundene KTB) Behauptungen, die mal einfach ins "Blaue" ( .....die waren ja in der Nähe ) von seriösen Militärwissenschaftlern behauptet und uneingeschränkt von der gesamten Presse, einschließlich Wikipedia übernommen werden, ad absurdum geführt werden.


    Grüße

    Dieter

    Hallo Jan,


    das kam öfters vor bei den langen Marschwegen und kleineren Scharmützeln. Verwundete wurden in die Obhut von Zivilisten gegeben. Die zwei jungen Melder von Hinz, kurz vor dessen freiwilliger Gefangenschaft, wurden auf einem Bauernhof abgegeben und dort in Zivilkleider gesteckt.


    Sehr spät meldete sich der Strm. N. aus dem Raum Mosbach. Er stammte aus Schlesien. Ihm wurde befohlen, am Waldrand eine Stellung mit seinem Kameraden zu halten - und wurde schlichtweg "vergessen." Jede Nacht ging er in den Ort, lege sich in einer Scheune schlafen um im Morgengrauen wieder in der befohlenen Stellung zu verharren. Durch dieses Wechselspiel entwickelte sich eine Freundschaft mit einem Mädchen - und nach Kriegsende wurde geheiratet. Das Ehepaar brachte es zu der goldenen Hochzeit und er verblieb auf diesem Hof bis zu seinem Tode - als neuer Jungbauer musste er wohl nicht in Gefangenschaft und zurück nach Schlesien kam für ihn nicht in Frage.


    Dies nur als kleine Episode - wie Schicksale manchmal so spielen.


    Viele Grüße

    Dieter

    Hallo Jan,


    in der Tat gibt es solch einen Bericht, allerdings existieren nur 2-3 Kopien davon. Immerhin aber fast 40 Seiten DIN A 4 mit Schreibmaschine geschrieben. Der ehemalige Oscha. H. hat sich sehr viel Mühe gemacht, das sehr ausführlich zu beschreiben. Allerdings suchte er zu seinen Lebzeiten verzweifelt nach Angehörigen, die damals dabei waren. Im Laufe von drei Jahrzehnten wurden allerdings "nur" 3 Männer gefunden. Bruno Hinz ist nach seinen schweren Verwundungen über die ganzen Kriegsjahre sehr früh verstorben und konnte dazu nicht Stellung nehmen. Der Fernspähtrupp wurde ja im Odenwald immer wieder zersplittert und bestand zum Schluss nur noch aus einer handvoll Männern, die sich dann im Tauberkreis einzeln ergaben.


    Meines Wissens ist im 3. Band die "Sturmflut und das Ende" auch eine kurze Abhandlung darüber - allerdings auch basierend aufgrund des Berichtes von H.

    Da ich den Bericht vorliegen habe, kann ich dir mit Sicherheit sagen, dass er nur 2-3 Namen enthält, der Name Peters ist dabei nicht erwähnt. Wie du auch selbst geschrieben hast, wurde der Spähtrupp aus Angehörigen hauptsächlich des I./37 zusammengestellt, die überwiegend zueinander so gut wie keinen vorherigen Kontakt hatten und sich Großteils auch nicht näher persönlich kennen konnten. Nur die Ehemaligen, die sich nach dem Kriege bei der TK meldeten oder zufällig ausgemacht werden konnten, steuerten Erlebnisberichte bei.

    Dadurch ist es auch schwer festzustellen, wo genau oder wann dein Großvater in Gefangenschaft geraten ist. Wie du schreibst, hast du wohl Informationen über welche lange Strecke sich dieser Spähtrupp zog. Bemerkenswert hierbei ist, wo sich diese Männer noch, als die Amerikaner fast die Alpen im südlichen Bayern erreicht hatten, im nördlichen Württemberg mit deutschen Uniformen bekleidet, befunden haben.


    Grüße

    Dieter

    Hallo zusammen,


    die von Sven30 angegebene Quelle zeigt "nur" Angehörige des I. Zuges der 2./AA 17.


    Diese Sequenz wurde allerdings nachgestellt, weil "zufällig" einmal ein Film-Kriegsberichter die Division besuchte und im Sumpfgelände der Normandie Aufnahmen brauchte. ( Originalzitat Günther. )


    Auf dem Ausschnitt sind folgende Angehörige der Division zu sehen:


    Ustuf. Helmut Günther bei der Einweisung ( Jg. 1919 )


    Uscha. Walter Weyel ( Jg. 1923 ) 2. Gruppe


    und Zugtruppführer Strm. Hans Sander ( Jg. 1925 )


    1 weiterer Strm. und Gren.


    Bei der Sequenz im Sumpfgebiet sieht man Uscha. Weyel, bei -16.35 - in Bereitschaft.


    Merkwürdiger Weise trägt er nicht mehr die Spiegel der TK - obwohl ein Befehl vom RF SS bestand, dass diese nicht abgelegt werden durften.


    Gruß

    Guten Morgen,

    ja, da ist was Wahres dran, was Hermann2591 schreibt.


    Im Bereich der " Trinkstube" früherer Gefechtsstand des III./37 war der Gefechtstand von Hstuf. Schwertfeger, bevor er schwer verwundet wurde. Dort steht nun einer dieser wahnsinnig hohen " Spargel".

    Glücklicherweise ist auch ein Stellungsplan der gesamten Bunkerlinie am östlichen Neckarufer gefunden worden, wo jeder der einzelnen Bunker nach Art eingezeichnet worden ist. Auch stimmt es, dass fast alle gesprengt wurden, doch kann man aufgrund der Eintragungen die Reste - Betonbrocken die nicht weggeräumt wurden, finden.Kann ich so also bestätigen.


    Grüße


    Dieter

    Hallo Gerhard,


    leider nein, die eingetragenen Daten stammen von der Erstellung des Soldbuches.


    Schade.


    Was vollkommen fehlt ist der Feldtruppenteil - daraus hätte man ersehen können, zu welcher Einheit an der Front er gekommen ist. Natürlich ein Versäumnis, das schon öfters mal passiertet, in der Endphase nahm man das wohl leider nicht so genau.


    Trotzdem vielen Dank für das Einstellen - ohne Hilfe von Berlin wie das Soldbuch bzw. der Nachlass dorthin kam, kommen wir nicht weiter. Alles andere wären Spekulationen mit Frankfurt/Oder.


    Gruß Dieter

    Hallo.


    Natürlich Gerhard - ich spielte ja nur auf Eumex an mit "Fake." Bei vielen Soldbüchern war ein Bild von Hitler vor dem Passfoto drin, das man erst einmal umblättern musste. Also innere Umschlagseite ( meistens geklammert. )


    Aber, das Passfoto müsste (!) vorhanden sein. Bei den Kopien ist es nach m. M, überdeckt zu sein - deshalb auch mein oberen Rat an dich. Da kannte sich wohl einer nicht gut aus beim Kopieren.


    Bitte mach das, die restlichen Seiten. Besonders die Seite 4 beinhaltet wichtige Angaben zum Ersatz- und Feldtruppenteil.


    Gruß

    Dieter

    Nabend Eumex,


    -Fake- würde man heute sagen - genau. Den Umstellungs Zeitpunkt des Soldbuches weiß ich nicht mehr genau, ( anstatt dem Heeres-Hohheitsadlers auf der Vorderseite wie beim Heer - die Runen ) doch bei mindestens 70 Prozent der mir vorliegenden Soldbücher ist er "Richtige" hinter dem "Fake" versteckt. Häufig hörte ich von Angehörigen, dass es bei Gefangennahme den Siegern so richtig Spaß machte, den "Beipack" herauszureißen, auf den Boden zu werfen und zu zertreten, vorausgesetzt der Eigentümer machte das zuvor nicht selbst.


    Manchmal sieht man auch noch ausgerissene Reste davon.


    Gruß Dieter

    Guten Morgen Gerhard,


    schon richtig, sowas gab es auch, dass ehem. Kameraden später Angehörige aufsuchten und berichteten. Aber es gab dies auch oft mit Hintergründen - zu lesen im Wiking-Ruf oder Freiwilligen - wo davor gewarnt wurde, alles zu glauben. Womit ich deine Aussage aber nicht in Zweifel stellen möchte.


    Gestatte mir ein paar Anmerkungen: Es handelt sich bei deinen Seiten nicht um den Wehrpass-sondern um ein Soldbuch. Das Soldbuch trug jeder Soldat in seiner Brusttasche, es war sein " Personalausweis" um das mit heutigen Worten zu schildern. Der Soldat hatte es immer bei sich zu Tragen! Beim Tod wurde das Soldbuch, sofern möglich, dem Toten abgenommen - ebenso die halbe Erkennungsmarke, durch eigene Kameraden. Bei Verwundung blieb das Soldbuch erstmal in der Rocktasche.


    Jetzt beschäftigt mich die Frage: Woher hat die WAST sein Original-Soldbuch - man machte dir ja Kopien davon - wenn er "vermisst" ist? Kann er eigentlich gar nicht sein, denn bei seinem "Tod" - gehen wir davon einmal aus, wurden die Personalien registriert, das Soldbuch vor der Bestattung entnommen und man hatte die Daten des Toten. Wenn die WAST das Original-Soldbuch vorliegen hat, dann wurde dieses nach Berlin geschickt ( wann auch immer ) und ab dann wußte man wo er gefallen ist und ob er bestattet wurde. Ausnahme war, das Soldbuch wurde weggeworfen ( also geplündert ) später gefunden und eingereicht. ( Aber auch dort wußte man, woher es regional stammte. )


    An deiner Stelle würde ich noch einmal dorthin schreiben und mir erklären lassen, wie das Dokument dorthin kam und von wo. Ferner kannst du seinen Nachlass als Angehöriger dort im Original anfordern - zumindest das Soldbuch ist ja dort vorhanden.


    Vielleicht gibt es da zusätzliche Einträge. Für den Raum Frankfurt/ Oder tippe ich mal auf Verdacht auf das SS-Rgt. " Falke". Dazu gibt es hier im Forum einige Einträge.


    Einen schönen Sonntag noch und danke für die Seite 1.


    Dieter

    Hallo Gerhard,


    in der VBL des DRK ist er leider nicht zu finden, zumindest nicht beim Ausbildungs-Truppenteil aus Stralsund.


    Gibt es verbindliche Informationen, dass er im Raum Frankfurt/Oder vermisst wird oder stammt das aus einer Zusammenstellung des DRK-München?


    Beim Ausb.-Btl. 9 war eigentlich nie die Ausb.-Kp. auf der EM vermerkt, bist du dir sicher, dass dort die "5" steht oder hast du das mit den Runen verwechselt. Leider ist die Seite 1 nicht übermittelt worden, sonst könnte man dort das Novum vorfinden. Kannst du diese noch einscannen? Somit hätte man Klarheit darüber.


    Grüße

    Dieter

    Hallo,


    wenn wir schon beim Ändern sind, sollte man auch auch


    Ralph Graf von Oriola


    berücksichtigen.


    Falsch ist, dass er sein Kommando " abgab". Vielmehr geriet er bei einer Front -Erkundungsfahrt gewollt oder ungewollt am 31.3.1945 in US-Gefangenschaft. Demzufolge auch nicht bei Kriegsende ( also am 8. Mai ) - sondern am letzten Märztag 45 in Nordbaden.


    Gruß

    Hallo.

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    Hallo zusammen,
    der "Eile" halber nun schnell ein kurzer Bericht von einem Siebenbürger, der zur nach Lazarett Aufenthalt zur Frundsberg abgestellt wurde.


    Nennen wir ihn einmal "Willi". Er berichtet am 17.5.2018:

    Arnheim.


    Bedingt durch meine Verwundung ( Munddurchschuss durch Explosivgeschoss ) lag ich in Homburg ( Saar )
    zur Genesung im Lazarett.


    Von dort aus, wurde ein Transport
    Richtung Holland zusammengestellt. In Viehwaggons verladen, trafen
    wir am 17. September 1944 auf dem Güterbahnhof in Arnheim und der
    Transportführer ließ uns aussteigen. Alle hatten feldgraue
    Uniformen an, ( wir kamen ja von der Ostfront ) im Gegensatz zu unseren neuen Kameraden, die bereits
    Tarnuniformen trugen. Dies sollte sich später negativ für uns
    auswirken. Es hieß zunächst Munition fassen. Ich trug
    Patronentaschen und einen Karabiner 98 k. Der Unterführer an der
    Ausgabe zählte für mich 30 Patronen ab und wollte sie mir geben,
    aber ich wollte ja eigentlich alle meine 6 Patronentaschen füllen.
    Seine Antwort: „Wenn du mit diesen 30 alle triffst, hat du deinen
    Zweck erfüllt.“ Schließlich konnte ich aber doch sowohl die
    Taschen als auch meinen Karabiner mit Patronen füllen.


    Wir marschierten los und sahen immer
    wieder doppelrumpfige Aufklärungsflugzeuge über uns, es dürfte so
    etwa um 9.00 Uhr vormittags gewesen sein. Ich vermute heute, dass es
    Lockheed F-4 waren, die nur beobachteten, aber nicht schossen.


    Gegen Mittag kamen dann
    Transportmaschinen und wir konnten erkennen, dass Fallschirmjäger
    absprangen.Zahlreiche Schirme entfalteten sich vor uns.Wir selbst
    lagen in einem Kartoffelfeld, das uns sehr wenig Deckung bot, ferner
    trugen wir ja noch die feldgraue Uniform.


    Es war uns strikt verboten, auf
    Fallschirmjäger in der Luft zu schiessen. Allerdings bekamen wir
    durch sie, die uns auf dem Feld liegend erkannten, sofort aus der
    Luft Beschuss mit Maschinenpistolen. Schmerzschreie verrieten uns,
    dass einige Kameraden getroffen wurden, später stellte sich heraus,
    dass es drei an der Zahl waren. Viele schauten nun zu dem
    Kompanieführer hin, einige sagten, wir müssen verschwinden, so sind
    wir geliefert. Dann endlich kam sein Feuerbefehl und wir schossen
    zurück um zumindest den den Rückzug vor der großen Überlegenheit
    des Feindes zu decken.


    Auf dem Gefechtsstand angekommen, bekam
    ich als jüngster der Gruppe den Befehl, Richtung „Brücke von
    Arnheim“ vorzustoßen., vermutlich deshalb, weil ich bereits das EK
    2 und die Nahkampfspange trug. Ich hatte allerdings keine Karte, wie
    sollte ich diese Brücke denn überhaupt finden? Man erklärte mir
    kurz den Weg und ich machte mich mit einer Gruppe von 5 Männern, als
    Sturmmann, auf den Weg durch die Stadt. Überall waren Schüsse zu
    hören – aus allen Richtungen knallte es. Offensichtlich waren die
    Engländer bereits in den Häusern von Arnheim.


    Wir waren auf dem Weg in einer
    Hauptstraße, wo nur auf einer Seite Häuser waren und sahen
    plötzlich, wie ein englischer Soldat in einer Hofeinfahrt mit einem
    Zivilisten sprach. Zuvor hatten wir uns abgesprochen, dass nur mit
    Handzeichen kommuniziert werden soll. Ich gab der Gruppe Anweisung,
    in etwa jeweils 15 Meter Abstand, abzuwarten. Gleichzeitig rief ich
    den beiden zu: „Hands up!“Erschrocken schauten die beiden auf. Um
    das zu unterstreichen, schoss ich den beiden vor die Füße, der
    Engländer ließ sofort die Waffe fallen und ergab sich. Zwei meiner
    Gruppe wies ich an, den Gefangenen sofort zurück zu bringen. Wir
    vier zogen weiter auf dem befohlenen Weg und erreichten eine Kirche.
    In dieser Kirche sollten später Gefangene gesammelt werden. Überall
    wurde von Haus zu Haus geschossen, man wusste nicht wer Feind oder
    Freund war. Oft sah man in den Fenstern einen Kopf, das Gewehr oder
    die Maschinenpistole im Anschlag, und erwiderte das Feuer sofern man
    erkannte, wer der Schütze war. Besonders waren die Engländer daran
    zu erkennen, dass sie Barette trugen, weniger Stahlhelme.


    Als es Abend wurde, zogen wir uns in
    ein Haus zurück, es stand leer. In dieser Nacht bliebe es ruhig,
    Wachen waren eingeteilt. Im Gegensatz zu den Russen waren die
    Engländer nachts nicht aktiv.


    Teil 2 und Fotos folgt schnellstens. Schönen Feiertag noch allen.


    Gruß Dieter

    Hallo Max u. A.


    doch sicher, er kam mit einem Transport direkt in die Gegend von Arnheim und machte auch die Häuserkämpfe bis zur Brücke von Arnheim mit.


    Bekämpfte britische Fallschirmjäger, die am Fallschirm hängend aus sie schossen. Gleichzeitig wunderten sich die Frundsberger, dass ihnen verboten war, zurückzuschießen.Erst als sie 3 Verwundete hatten, überlegten sie ob sie fliehen oder schießen sollten. Dann kam auch der Befehl zum Feuern.


    Aber wie gesagt, schreibe einmal alles nieder und stelle, zumindest den Teil Arnheim, hier ins Forum. Es gibt auch ein Foto einer Kirche in Arnheim, wo Gefangene Engländer von Männern des Rgt. 21 nach Gefangennahme bewacht werden, die man aus den Häusern holte.


    Gruß


    Dieter