Posts by Silberfuchs

    Hallo Helge,


    in dem oben erwähnten Bericht von Linn ist die Abteilung der Pz.-Aufkl. Abt, 17 wie folgt gegliedert gewesen:


    Von rechts nach links beim Angriff auf den Schallberg, der übrigens sowie die Höhen 316 und 317 lt. in dem Besitz der Abteilung war. Lt. Meldung am 29.11.1944 21.00 Uhr. Also war das Angriffsziel erreicht.


    3./38 - 1.u.2./38 - Siko 17 - 4./AA17 - 3./AA 17 - III./38


    Wie ich bereits schon schrieb, gibt es ca. 15 Seiten zu diesen beiden Tagen in Original-KTB die ich aber hier nicht alle einstellen kann.


    Gleichzeitig gibt es auch ein Graböffnungsprotokoll des Friedhofes in Richlingen-Hanweiler vom 14.2. 1967 - sowie vom 27.10. 1966, also wurden die Gräber dort wegen Anfragen geöffnet und neue Namen hinzu gefügt. Allerdings konnte ich keinen Kriegstoten mit dem Vornamen Ernst-Günter feststellen. Bei den meisten ist die EM vorhanden, aber wenn er nicht gelistet ist, kann ich leider zum Punkt 1 nichts sagen.


    Band 1 und 3 brauchst du eigentlich weniger, auch nicht über Fernleihe, da nur Band 2 für diese Zeit interessant sind, es sei denn, dich interessiert die ganz Geschichte von der Aufstellung bis zum Ende.


    Gruß Dieter

    Guten Morgen,


    als der 2. Band von Hans Stöber geschrieben wurde, war die Truppenkameradschaft der GvB noch nicht im Besitz des Kriegstagebuches.


    Insofern war man auf Augenzeugenangaben und US-Berichte, die auf Filmrollen waren, zum Kauf natürlich, angewiesen. Durch den Fund kamen logischer Weise neue Fakten hinzu, die ich einmal kurz einstelle. In Freiburg ( Original KTB ) lagern runde 15 Seiten von Berichten von diesem und dem nächsten Tag, also dem 30.11.1944, auch primär über den Angriff auf den Schallberg.


    Nicht ganz richtig ist, was Atlantis schreibt. Die Pz.-Abt. 17 fuhr diesen Angriff mit, allerdings waren zu diesem Zeitpunkt das I. und III. Btl. des Rgt. 38 der SS-Pz.-Aufkl. Abt. 17 unterstellt. Nach einer Meldung des Kommandeurs der Abt., Stubaf. Bernd Linn, der die Stärkemeldung aller beteiligten Einheiten, außer der Pz.-Abt. nannte, betrug die der 3. Kp. Rgt. 38


    1 Führer


    5 Unterführer


    und 78 Mannschaften.


    Gemäß der zuvor genannten Stärkemeldung dieser Kp. wäre somit ein Unterführer abgängig. Dass ein Mannschaftsdienstgrad hinzu kam, ist "fast" normal, da auch z. B. die 15. 37 und 38 an dem Angriff teilnahm und vllt. aufgenommen wurde.


    Grüße

    Dieter

    Hallo,


    zu den gesamten Vorgängen in Burgthann und dem damaligen Gerichtsverfahren gegen den Hstuf. ( Schwurgericht Nürnberg-Fürth ) gibt es per 1.10.1958 ein Urteil - sowie Gerichtsakten von rund 20 DIN A 5 Seiten mit Vernehmungen aller Zeugen.


    Das damalige Urteil lautete (Zitat) : Das Verfahren wird auf Grund des Straffreiheitsgesetzes vom 17. Juli 1954 eingestellt. Die Kosten des Verfahrens, einschl. der Kosten des Revisionsverfahrens, fallen der Staatskasse zur Last.


    Festzuhalten dort ist, dass in den frühen Morgenstunden des 17.4.45 Truppen der Sicherungskompanie in den Ort einrückten und die Beflaggung weißer Fahnen wahrnahmen. Bereits zu diesem Zeitpunkt galt der sicher bekannte Flaggenbefehl des RFSS von Anfang April 1945, den übrigens der Brigadegeneral der Bundeswehr Cord von Hobe dem Schwurgericht als Entlastungszeuge, vorlegte. Der schießende Oberscharführer L. konnte nicht mehr belangt werden, da er in den letzten Tagen des Krieges gefallen war.


    In den Akten ist noch vermerkt, dass der Führer der Sicherungskompanie dem späteren Toten befohlen habe, die weißen Fahnen wieder abzunehmen, was dieser strikt verweigert habe, ebenso seine Aussage, wahrgenommen auch durch dortige Zivilisten: " sie" die Waffen-SS sollten machen, dass sie aus dem Ort hinauskämen, sonst gehe noch das Dorf gegen sie vor".


    Könnte dies zusätzlich der Grund für die tödlichen Schüsse gewesen sein?


    Fazit: Vielleicht sollte sich ein Redakteur erst einmal die Gerichtsakten mit den gesamten Zeugenaussagen besorgen der allenfalls verbindlicher ist, als journalistische subjektive Meinung in einem Zeitungsartikel.


    Gruß Dieter

    Hey Alexa,


    vielen Dank für deine nette Zeilen, die mich in der Arbeit bestätigt haben und mich natürlich freuen, wenigstens ein "bißchen" geholfen zu haben.


    Musst leider das Schicksal mit vielen anderen so teilen, er ist einfach weg, irgendwo begraben, leider auch noch ohne Namen.


    Den letzten Brief von R. habe ich dir in den persönlichen Nachrichten zugeschickt, die du aber bis dato nicht geöffnet hast.


    Er zeigt die Sorgen und Nöte damals in Stralsund. Es gab da ja drei Dinge, die die jungen Grenadiere beschäftigten - das zieht sich durch wie ein roter Faden!


    Den letzten Kontakt mit einem Angehörigen aus Stralsund habe ich dir auch angehängt. Er war vor seinem 90sten Geburtstag aber wohl leider schon dement. Ging denselben Weg wie R. - gleiches Btl. - gleiche Kp. und auch gleicher Zug.


    Ein Versuch wäre es mal wert, weiß aber nicht ob der Mann inzwischen noch lebt.


    Also, PN mal öffnen und reinschauen.


    LG Dieter

    Hallo Alexa,


    schön von dir geschrieben:) und vielen Dank dafür.


    Damit es nicht aus dem Kopf ist anbei nun der Scan der Karte. Diese haben wohl alle gleich ausgesehen, nur Adresse und Empfänger waren natürlich anders.

    Innerhalb dieser Karte lag noch ein Brief, Format DIN A 5 in der Größe, so wird es bei euch auch gewesen sein, wo er das an euch mit den Russen erwähnt hat.


    Vom SS-FEB 9 dürften es etwa 3-400 Mann Nachersatz gewesen sein, die im Raume Sinsheim angekommen sind. Die Gefallenen, sofern bekannt, habe ich ja bereits erfasst - siehe Liste oben. Möckmühl selbst war ja nur ein kleiner Abschnitt, den die Divsion abdeckte.


    Aber, wie du siehst, liegt ja auch in Möckmühl ein "Unbekannter" aus Stralsund. Mangels fehlendem EM-Verzeichnis leider nicht namentlich zu klären.Wer weiß es - keiner!


    Wie viele, wird auch dein Angehöriger daher für immer als Vermisst gelten.


    Liebe Grüße an dich


    Dieter

    Hallo Alexa,


    da hast du recht. Ohne seine Erkennungsmarke geht wohl so gut wie nichts mehr, leider.


    Aber noch ein kurzer Hinweis, den ich dir versprochen habe.


    Am 20. und 21. Januar 1945 war wohl großer Schreibtag beim SS-Pz.-Gren. A.u.E. Btl. 9 in Stralsund. Auch Heinz Rapp schrieb damals nach Hause. Der Karte mit Brief, dessen Inhalt ich auch habe, wurde am 21. Januar geschrieben und ging per Poststempel am 22.1. von Stralsund an die Eltern ab. Er schreibt darin auch, " dass diese Entwicklung im Osten nicht vorauszusehen war. "


    Anscheinend machte das in der SS-Kaserne Stralsund die Runde.


    Wie bereits erwähnt, kam Rapp zum SS Feldersatz Btl. 9 in die Oberpfalz und ist am 4.4.45 in Möckmühl bei der 10. Kp. des SS-Pz.-Gren. Rgts. 37 gefallen und dort bestattet worden.


    Paralellen sind sichtbar, aber Beweise gibt es leider zu deinem Fall nicht mehr.


    Trotzdem liebe Grüße

    Dieter


    P.S Karte kommt noch, da Datei zu groß war.

    Grüß dich zurück, Eumex.


    Nein, weder das eine noch das andere. Die Toten in der Liste fielen bei Tiefenbach jetzt Gundelsheim, im nördlichen Jagstabschnitt.


    Letzte Nachricht von Hauser würde aber zu dem Tiefenbach- auch wie du es schreibst- in der Oberpfalz, passen, denn der Nachersatz kam ja erst die letzten Märztage an. Schade, damals gab es in den VBLs keine alten PLZ Angaben und Tiefenbach gibt es mehr als genug.


    Servus Dieter

    Hallo Alexa und Eumex,


    Alexa, das mag schon stimmen, was aber nicht heißen soll, dass er gegen die Russen eingesetzt wurde. Ich suche dir eine letzte Nachricht als Postkarte ( Archiv ) aus Stralsund heraus, den Gefallenen fand man dann in Möckmühl. Im Übrigen habe ich mir vor Jahren mal eine Excel Liste angefertigt, mit ansteigenden Erkennungsmarken Beschriftungen,weshalb ich dich, Alexa, danach fragte. Hätte man diese, könnte man die mit verzeichnetenb Unbekannten abgleichen.


    Bei den Unbekannten wurde nur die Marke aufgefunden ( entweder gebrochen oder vollständig ) - ansonsten kein Nachlass oder ein Nachlass, der über den Träger nichts aussagte. Also kein Soldbuch, keine Briefe, Fotos etc.


    Die Liste enthält Tote, die von " Stralsund"- also vom Ausb. u. Ers. Btl 9 - in die Oberpfalz kamen, auf verschiedene Einheiten verteilt wurden und bei der "GvB" gefallen sind, also an Kocher und Jagst sowie im Raume Nürnberg.


    Es ist die einzige Liste, die überhaupt einmal erstellt wurde! Ansonsten gab es von der Division keine - wer sollte das noch machen in den letzten Wochen des Krieges. Wie ich schon sehr früh schrieb, wurden mehrere Tausend junger Rekruten aus der Oberpfalz bei Adersbach, Weinsberg und Neckarbischofsheim zugeführt um die Kpn. und Batl. neu zu formieren. Und da kannte keiner seinen Nebenmann aus den kurzfristig zusammengestellten Zügen.

    Wie man am Geburtsjahr ersehen kann, bis auf eine Ausnahme alles Jahrgänge 1927 und gar 1928.


    Eumex, schau mal nach Josef Baumgner und Willi Seidel, beide in Tiefenbach gefallen am 3. und 4.4.45.


    Grüsse Dieter

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    Hallo Alexa,


    irgendwas stimmt nicht, wenn ich deine Angaben verfolge. Du schreibst, letzte Nachricht aus Stralsund am 20.1.1945 - aber in der VBL des DRK Band WB Seite 609

    wird als letzte Nachricht "Köln" genannt.


    Dort ist Andreas Leschinger auch verzeichnet aber ohne Bild.


    Schaut man sich diese Seiten der FPN genauer an, stellt man fest, dass eine Anzahl der Vermissten in der Tat von Altenkirchen im Westerwald zur Feldersatzbrigade in den Raum Oberpfalz verlegt wurde. Du kannst davon ausgehen - und hier habe ich Berichte vorliegen - dass diese dann "fast" alle zur "Götz von Berlichingen" zum Fronteinsatz in den Raum Sinsheim verlegt wurden.


    Als Beispiele kann ich dir Eder ( Eschenbach ) Hauser ( Tiefenbach) Matzat ( Heidelberg) Schubert ( Heilbronn ) mit letzter Nachricht an die Angehörigen nennen.


    Passend dazu weiß ich auch, dass die gesamte 3. Batterie der Flak Abt. 9 von Altenkirchen nach Treffelstein ( Oberpfalz ) verlegt wurde. Auch das würde passen, allerdings mit einer anderen FPN.


    Nannte man dir nicht seine Erkennungsmarke, diese wäre sehr hilfreich, da ich in meiner Zusammenstellung viele Unbekannte mit derselben registriet habe.


    Kann dir bei Bedarf noch die Umschlagseite eines pers. Tagebuches schicken, auf der die FPN 56136 A notiert ist. ( Ankunft Neuhaus 12.3. 45 einquartiert ) dann Windisch- Eschenbach, ( 25.3. Würz zur Feldeinheit ) 27.3. 45 mit LKW 2 Tage an die Front gefahren von Hildersried mit LKW - Bayern, Nürnberg Karlsruhe.


    Danach änderte sich die FPN in 44181 G = III. Btl. SS-.Pz.-Gren. Rgt. 37.


    Natürlich ist das nur eine Vermutung, sicher ist allerdings, dass ein starkes Kontingent des FEB 9 an die GvB aus dem Raum Oberpfalz per Ende März/Anf. April 45 abgegeben wurde.


    Grüße Dieter

    Hallo Ju,


    das ist korrekt - ich hoffe es dasselbe auch von dir. Wir forschen ja parallel zusammen, da kann sowas schon mal vorkommen.:thumbsup:


    Vielleicht ist der besagte Ort "Ober....." bei dir besser lesbar. Dann müssen wir nicht spekulieren. "Oberzenn" wäre für mich persönlich "zu weit" im Osten für das Datum 9.4.45. Aber ist ja nichts unmöglich.


    Grüße Dieter

    Hallo zusammen,


    Bayreuth I und II


    kleine Info aus meinen G-2, leider wurde oftmals die Namen der Offiziere phonetisch, also falsch geschrieben.


    Es liest sich so:


    Gren. Ers. Btl. 42 Bayreuth I und II.


    1. Kp. Stärke 120 Mann am 9.April 1945 Oberlt. Bummelmeyer


    I. Btl. Hauptmann Vlasa


    5. Kp. zerschlagen


    7. Kp. 40 Mann stark am 9. April Kp.-Führer Lt. Schelter


    8. kp. 70-80 Mann stark am 9. April Kp.-Führer Lt. Schelter


    Verschiedenes: 2 Btle. verließen Bayreuth am 31. März 1945 und erreichten Uffenheim am 2. April. und wandten sich nach Gelchsheim (?) Einheit verließ Gelchsheim am 6.4. und erreichten Ober........am Morgen des 9. April.


    Für den 10. April wird genannt:


    für die 3. Kp. Ca. 100 Mann stark - Kp.-Führer Olt. Mussbuckel


    6. Kp. 40 Mann Lt. Meissner


    8. Kp. 35 Mann Oblt. Eckert.


    Ferner sind noch Stellenbesetzungen vom 423. Rgt. der 212 VGD aufgeführt und von Alpen und Alpen II, dabei auch ein Jägerregt. Alpen II. Aber das ist ein anderes Thema.


    Grüße Dieter

    Hallo Andreas,


    naja, durch jahrzehntelanges Forschen innerhalb dieser Division und auch Anderen. Es gab auch mal eine Zeit- ohne Netz - und da waren Aufzeichnungen in Wort oder Schrift gefragt, primär von solchen Soldaten, die das alles erlebt oder besser durchlebt haben und - davon gekommen sind. Dann kam noch der Glücksfund des Divisions-Tagebuches dazu. Habe dazu einmal paar Ordner durchgesehen, ist viel dabei von der Pz.-Abt. 17 - aber wurde ein wenig verwundert. Alle bisher gesichteten Befehle waren leider nicht von Stubaf. Karl Hohmann unterschrieben ( im Gegensatz zu Kommandeuren anderer Einheiten ) ) sondern i. A. oder "für die Richtigkeit" von Ustuf. Birr - seinem Adjutanten, selbst die oft wöchtenlichen Meldungen an Fegelein nach Berlin. Kann durchaus sein, dass er als Kommandeur oft kränkelte und daher die Anweisungen und das Unterschreiben seinem Adjutanten überließ, oder eben mehr den "Papierkram" als lästig empfand, als reiner Taktiker.


    Grüße Dieter

    Guten Abend,


    Stubaf. Hohmann führte die Pz.-Abt. 17 - wie auch schon geschrieben, seit Mitte März 1945. Allerdings mehr auf dem Papier. Es liegen mit Berichte vor, dass er sehr häufig - ich vermute dass er Wolhynisches Fieber hatte - außer Gefecht war und immer wieder seine Fieberschübe bekam.


    So am 24. März, als er beim Rheinübergang bei Germersheim in der dortigen Zitadelle krank danieder lag, als auch vom 18. April 45 bis mindestens 20. April bei Vilsbiburg,

    als Hstuf. Friedrich für den erkrankten Stubaf. die Führung der Abteilung übernehmen musste. Richtig ist aber auch, dass Hohmann mit seinen Handvoll Sturmgeschützen III und IV die Abteilung in die Gefangenschaft führte. Geplante Zuführungen konnten aus Mitteldeutschland trotz großem Bemühens nicht freigemacht werden. Daher blieb die Abteilung seit dem Ringen am Westwall im Raume Utweiler mehr oder wenige ohne Bedeutung mehr für die Division und zeigte nur mit ein paar Wagen seine Präsenz.


    Grüße Dieter

    Ein Hallo zurück Florian und ist mir schon klar,


    eigentlich nur das kleinste Nebenprodukt einer solchen tollen Maschine. Soll ja mehr einer Zuordnung dienen und die "eiserne Faust" ist ja im Gegensatz zu anderen Divisionen kein verbotenes Abzeichen, wohl daher.


    Nicht weit von mir fahren neuzeitliche Bikes auch mit der eisernen Hand an den Maschinen durch die Gegend, wohl zur Erinnerung an den alten "Götz."


    Gruß Dieter

    Hallo Florian,


    die, wie bei diesem Link:


    http://www.lexikon-der-wehrmac…erdivisonenSS/17SSPGD.htm


    ist eben die verkehrte Nachkriegsversion. Irgendwann nach dem Kriege hat irgend einer versucht, sich daran zu erinnern und sehr viel falsch gemacht. Der Schaft war niemals so geschwungen, sondern verlief konisch gerade bis zum Gelenk. Und der rechte Daumen überlagerte im achtzig Grad Winkel den Zeigefinger. aber wer achtet schon darauf - geht ja mehr um die Symbolik des B-Grades, vom Besitzer gut gemeint aber eben doch nicht komplett Original zumindest mit den Zeichen.


    Grüße Dieter

    Hallo Florian,


    die Faust, grundsätzlich bei B-Krädern angebracht, kann ich leider nicht auf den Fotos sehen. Nach dem Kriege schwirrten ein paar Varianten herum, die vom Original abgeändert wurden, teilweise "spiegelverkehrt ". Wenn du davon ein Foto hast, wäre es für die Bestimmung mit Vergleichsbildern von damals schon wichtig. Wie Peter auch schon schrieb, sagt die Zahl 17 nichts über die Zugehörigkeit aus. B-Kräder waren vorwiegend bei der AA 17 und bei den später aufgelösten 16. Kpn. der beiden Regimenter 37 und 38 im Einsatz.


    Gruß Dieter

    Hallo Andre und Andere,


    neugierig geworden durch den Dienstgrad und die angebliche Unterstellung zur GvB

    suchte ich nach L. Breitenbach. Alle vorhandenen, sehr zahlreiche Dokumente geben leider mit dem Namen und der Dienststellung nichts her.


    Weitere Recherchen ergaben aber sein Schicksal, das ich nun klären konnte. Nein, Breitenbach ist nicht "gefallen" wie sich nun herausstellt.


    Die Belegungsliste in Traunstein verweist auf Lindach bei Trostberg. Benachrichtigt von dem Tod des Ostubafs. wurde auch nicht die Mutter des Getöteten, sondern der Vater:


    Hermann, Seitendorf Kreis Waldenburg, Pilshausenerweg 110.


    Weitere Erkenntnisse über seinen Tod liegen nun vor. Ich zitiere:


    "Das Hauptzeugamt der Waffen-SS unter dem Kommando des SS-Sturmbannführers Ludwig Bauer verlegte im April 1945 wegen der Luftangriffe aus München und Umgebung nach St. Georgen bei Traunstein in Oberbayern. Die Unterkünfte der Offiziere und Männer sowie der Angestellten befanden sich in Lindach bei Trostberg und in Stein a. der Traun.

    Bei der Einheit, die etwa 160 Mann umfaßte befanden sich auch einige KZler, die als Arbeiter Verwendung fanden.


    Am 3. Mai wurde die Einheit gesammelt und ohne Kampfhandlungen den einmarschierenden Amerikanern übergeben. Alle Angehörige der Waffen-SS wurden im Schulhof als Gefangene übernommen.

    Gegen 14 Uhr erschien ein amerikanischer Oberleutnant in Begleitung von zwei Soldaten und dem tschechischen KZ-Angehörigen Broz aus Pilsen.l


    Der US-Oberleutnant ließ die SS-Führer und Unterführer vortreten, beschimpfte sie auf das gemeinste und ließ sie dann etwa 50 Meter weiter vom Schulhof entfernt,

    im Garten der Ortspfarre von hinten ohne Urteil mit Maschinenpistolen erschießen.


    Die Namen der Erschossenen:


    Obersturmbannführer Leopold Breitenbach, Sturmbannführer Ludwig Bauer, Obersturmführer Loy, Untersturmführer Fritz Steudel, Oberscharführer Alfred Ortgies, Oberscharführer Wilhelm Holzapfel.


    Die Toten blieben auf Befehl der Amerikaner 3 Tage lang unbeerdigt liegen und wurden schließlich heimlich von Ortsbewohnern im naheliegenden Wald in einem Trichter "verscharrt". "


    Offensichtlich war diese Stelle markiert worden, ( oder durch Angaben Einheimischer als Grab ausgewiesen ) sodass später im Zuge aller Umbettungsmaßnahmen die Überführung und Bestattung nach Traunstein erfolgte.


    Andre, ich glaube nicht dass du von amtlicher Stelle eine gleichlautende Auskunft erhälst. Evtl. gibt es noch Augenzeugen in Lindach, einfach einmal nachforschen.


    Es klingt bestimmt für dich hart, was ich nun zitiert habe, aber so ist das oft mit der Wahrheit - sie kann manchmal für Angehörige schrecklicher sein, wie zunächst angenommen.


    Trotzdem Grüße


    Dieter

    Sonntag 29. April 1945


    Der Bericht des OKW


    “… Tag und Nacht tobte der fanatische Häuserkampf um den Stadtkern von Berlin. Die tapfere Besatzung verteidigte sich in schweren Ringen gegen die unaufhörlich angreifenden bolschewistischen Massen. Trotzdem konnte ein weiteres Vordringen des Feindes in einzelnen Stadtteilen nicht verhindert werden. Längs der Potsdamer Straße und am Belle-Alliance-Platz sind heftige Straßenkämpfe im Gange. Von Plötzensee aus zwängte sich der Gegner bis zur Spree durch.


    Hallo Uwe,


    wenn man die sehr interessanten Berichte von Warnach über die letzten Tage in Berlin verfolgt, ist die Aussage immerhin zweideutig. Also insofern kommt es auf den Leser an, ob er sich "angelogen" fühlt. Viele taten dies in Berlin, sicher auch bis zur letzten Patrone - aber nicht eben nicht alle. Solche Formulierungen gibt es oft in der Presse - aber die Interpretation und den Sinn dahinter, wie der Schreiber das meint, muss sich jeder selbst zurechtlegen.


    Gruß Dieter

    Hallo Johannes Maria,


    die Threads Maille "geistern" nun schon 2008 (!) durch das Forum, und die Mutmaßung steht immer noch im Raum, dass Angehörige des FEB 17 an dem Massaker aktiv beteiligt waren. Oberstaatsanwald Ulrich Maaß ist längst in Pension,

    ohne den Beweis erbracht zu haben.


    Am 08.07.2019 habe ich bereits das geantwortet, was du nun auch feststellst ( nicht geglaubt oder vllt. überlesen ) und mit Unterlagen belegt. ( # 18 ) bzgl. der Rückführung des FEB 17 nach Metz und Merzig.


    Von dem damaligen Hstuf. Müller Pi.-Btl. 17 liegen Angaben vor, dass es sich vermutlich um Holzkisten mit Teilen von Torpedos bzw. deren Sprengköpfe gehandelt haben soll, die von der franz. Westküste ins Hinterland geschafft werden mußten. Dies bestätigt auch, dass später mangels Sprengstoff vereinzelt Brückensprengungen mit solchen Sprengköpfen durchgeführt wurden, was angeblich größeren Schaden als vorgesehen an angrenzenden Gebäuden verursacht hat. Jedenfalls verfügte das SS-Pi.-Btl. 17 noch Reste solcher Sprengköpfe oder gar Torpedos Anfang April 1945.


    Deine Frage nach dem " wertvollen Material" müsste daher beantwortet sein. Dass man ein SS-Feldersatzbtl. entgegen einem Marschbefehl aufsplittet würde drastische Maßnahmen in der militärischen Gerichtsbarkeit nach sich ziehen und wer wollte diese Verantwortung auch schon übernehmen.


    Gruß Silberfuchs

    Guten Abend zusammen,


    dem Thread folgend stieß ich im Archiv auf diesen Ausschnitt des Wiener Diözsanblatt vom 22. März 1938. Die Unterzeichner waren die Bischöfe Theodor Innitzer für Wien und Fürsterbischof Sigismund Waitz für die Salzburger Kirchenprovinz. Diese Erklärung sollte daraufhin den Gläubigen für den folgenden Sonntag wörtlich verkündet werden!


    Es soll sich jeder seine Gedanken zu dem zeitgenössischen Dokument machen.


    Gruß Dieter

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