Posts by SNM

    Hallo Male,

    zu Deiner Frage:

    "Leider kann ich die Einheit (falls das eine ist, ich entziffere nur eine 9) nicht lesen. Vielleicht hat da jemand eine Meinung dazu?"

    Ich hoffe, ich habe jetzt nichts überlesen, aber ich fürchte das 9 heißt auf dem Scan lediglich "bis 1945 9. Mai".

    Schönen Abend zusammen,

    ich kann Atlantis da nur zustimmen: Nach der Division Hitlerjugend sieht die Uniform nicht aus, auch wenn der Ärmelstreifen nicht zu lesen ist. Der rechte Krangenspiegel kommt dem Totenkopf doch sehr nahe! Somit wäre die 12. SS Division "raus".

    Zum Schuhwerk: Im Juli 1942 wurden knöchelhohe Standard-Schnürstiefel für die Waffen-SS eingeführt. Diese ersetzten die Knobelbecher und wurden zusammen mit einer Feldgauen Keilhose getragen. Im Sommer wurden Stoff-oder Wickelgamaschen dazu getragen, im Winter Segeltuchgamaschen. (s. Mollo: Uniformen der Waffen-SS, S. 68). Ich gehe davon aus, dass es sich hierum handelt.

    Nach Michaelis: Die Waffen-SS, Uniformen und Abzeichen, S. 22 wurden gerne auch statt dem Tragen von Gamaschen die Wollstrümpfe über die Hosenbeine gezogen, was allerdings 44 explizit verboten wurde.

    Bei den Feldblusen fielen auch ab 42 die Mittelfalten auf den Taschen weg. Demnach sollte das Foto auch nach 1942 entstanden sein. In Anbetracht des Geburtsjahres auch nicht weiter verwunderlich...

    Schönen Abend zusammen,

    ich betrachte das Foto nun schon einige Zeit, und muss gestehen, dass ich mit "NSKK" nicht ganz glücklich bin.

    Zum einen fehlt mir die typische Kraftfahrraute auf dem linken Unterarm, zum anderen ist für das Logo des NSKK der Schriftzug im Bogen über dem Adler als Mützenabzeichen typisch. Auch das fehlt mir.

    Waffen-SS scheidet aus. Dort wurde keine Hakenkreuzarmbinde getragen, einen Ärmeladler sehe ich auf dem Bild auch nicht.

    Für eine SS Uniform geht mir die Einheitsbezeichnung auf dem Ärmelstreifen am linken Ärmel ab. Vielleicht kannst Du, Christian, auf dem Originalfoto erkennen, ob die HK-Armbinde oben und unten noch einen schmalen schwarzen Streifen hat. Ich meine, das war noch so eine Besonderheit bei den SS- Armbinden.

    Auf der Mütze sollte bei der SS auch ein Totenkopf sein. Ich erkenne dort nur einen Knopf.

    Bleibt nicht mehr viel. NSFK kann gut hinkommen. Vielleicht ist die Uniform im Foto für das NSFK aber zu hell?

    Für die SA wäre die Uniform und Mütze im Foto wohl zu dunkel (zumal die Mütze im Foto nicht 2-farbig erscheint, wie man es jedoch von SA Mützen kennt). Man würde wohl farblich eher etwas erwarten, was dem Hemd des Herren ähnelt.

    Deswegen, nachdem der Bräutigam (?) bei der Marine war, (m)eine Vermutung: Marine -SA ?!

    Nachtrag: Der Binder des Mannes ist dunkel, was wiederum gegen SA und für SS/ NSFK spricht. SS habe ich bereits ausgeschlossen, von dem her sollte es das NSFK sein.

    Hallo Felix,

    Mollo schreibt in "Uniformen der Waffen-SS" S.34, dass es wohl ein rechtes Durcheinander war, gerade hinsichtlich des Kragens, sowohl was die Trageweise (offen oder geschlossen), als auch was die Farbe angeht.

    Ab 37 wurde eine Feldgraue Uniform eingeführt, deren Kragen die selbe Farbe wie die Bluse besaß.

    Offenbar gleichzeitig existierten bis August 40 schwarze Kragen, die mit Aluminiumkordel paspeliert waren.

    Offenbar wurden auch Truppenteile der Totenkopfverbände und der SS-Polizeidirektionen unterstützend bis Jahresende 39 durch das Heer mit Feldblusen mit dunkelgrünem Kragen beliefert. Ab 40 wurde der dunkelgrüne Kragen durch den Kragen aus gleichem Material wie die Bluse abgelöst.

    Gegensätzliche Befehle sorgten wohl für einen "Mangel an Uniformität" bei der Waffen-SS.

    Um ehrlich zu sein fällt es schwer, Mollo bei seinen Ausführungen hierzu zu folgen.

    Schönen Abend zusammen,

    ggfs. auch eine interessante Ergänzung:

    Ich meine, an seiner rechten Brusttasche eine Kordel für eine Trillerpfeife zu erkennen, die, wenn ich mich recht entsinne, von Ausbildern regelmäßig getragen wurde. Das hat jetzt weniger mit Orden oder Ehrenzeichen zu tun, kann aber von Interesse sein.

    Hallo zusammen,

    Stimme Thilo da zu.

    Das Foto könnten Mitglieder der deutschen Arbeitsfront sein.

    Die Winkel am Arm des Herren links hat darum vermutlich nichts mit "Alte Kämpfer-Winkel" zu tun, sondern ist Dienstrangabzeichen. Könnte demnach einen Betriebsobmann darstellen, oder einen Hauptwerkscharführer. Leider kann ich es nicht genau einschätzen- bei der DAF fehlt mir die Erfahrung. Lässt sich sicher auch an Hand der Kordel/ des Sturmriemens an der Mütze näher bestimmen.

    Vergleichsfotos aus dem Netz:

    Amazon.com: Organisation book of NSDAP, Third Reich: Books

    Historische Bilddokumente : LAGIS Hessen (lagis-hessen.de)

    (Man möge mir die unorthodoxen Verlinkungen verzeihen)

    Hallo Mark, hallo Forum,

    gemäß Gefallenenliste in "Das Banat und die Banater Schwaben Band 2" sind für Sachkelhausen auf S. 506 drei Männer mit dem Namen Koppi angegeben:

    - Johann, *1921

    - Mathias, *1923

    - Michael, *1913

    Ich vermute mal stark, dass mit Johann Dein Großvater Hans gemeint ist (auch wenn das Geburtsjahr nicht ganz passt).

    In welchem verwandtschaftlichen Verhältnis die Männer zueinander standen, geht nicht daraus hervor.

    Hallo Arnold,
    willkommen hier im Forum.
    Erstmal vorne weg: Um eine Anfrage bei der Deutschen Dienststelle WASt kommst Du nicht drum herum, wie Dir Ingo schon empfohlen hat. Auch ist eine Anfrage beim roten Kreuz nach der russischen Kriegsgefangenenakte empfehlenswert.
    Ich finde das ganze Thema hier recht interessant, weil ich mich vor gut 10 Jahren mit einer ähnlichen Anfrage zum ersten mal an dieses Forum gewandt habe:
    Großvater, ebenfalls aus dem rumänischen Banat, zur Waffen-SS eingezogen, in Stalingrad gewesen, irgendwann danach in US Gefangenschaft...

    Wichtig wird sein, in Deine Angaben eine chronologische Ordnung zu bringen, die z.B. so aussehen könnte:
    Im Mai 1943 trat das Waffen SS Abkommen mit Rumänien in Kraft, das die Rekrutierung Deutschstämmiger ermöglichte. Davor gab es bereits Eintritte, allerdings in einem weit geringeren Rahmen. Von dem her ist der Eintritt zur Waffen SS im Sommer 1943 wahrscheinlich. Und da war Stalingrad schon seit langem nicht mehr möglich. Von dem her könnte er als rumänischer Soldat dort gewesen sein.

    Aber Du merkst schon, zu viele "könnte", "hätte". Aber frag doch mal in der Familie, ob er evtl. beim rumänischen Militär war.

    Kannst du Angaben machen, woher Du die Feldpostnummer hast? Wann und wo wurde Dein Großvater geboren?

    Hallo Frankwerner,

    wenn sich nicht großartig was geändert hat, dann sollte Name, Geburtsdatum und Geburtsort ausreichen, um eine Anfrage zu starten. Bei der Deutschen Dienststelle wird keiner an Hand der Einsatzorte suchen.
    Aber auch wie Reinhard schon geschrieben hat: Feldpost, Fotos, Verleihungsurkunden zu den Orden können bei den langen Wartezeiten in Berlin ein schnelleres Ergebnis liefern.

    Einen schönen Abend wünsche ich,

    ...einen hab ich noch:
    Diesmal aus dem Banater Ort Biled. Das Foto ist einem Video entnommen. Und auch wenn es dadurch etwas unscharf ist, handelt es sich hier wieder um den selben Ausbilder und selben Hintergrund.
    Vielleicht kann ich dazu noch etwas in Erfahrung bringen.
    Quelle: http://www.heimathaus-billed.de/mediengalerie/videos/41-denkmal

    Schönen Abend zusammen,

    es hat jetzt etwas gedauert, schätze aber, ich konnte den Ort der Aufnahme etwas näher bestimmen. Auf dem Foto sind einige markante Punkte näher festgehalten.
    Punkt 1: Hasen-Brauerei
    Punkt 2: Ulrich
    Punkt 3: Hutfabrik Lembert
    Punkt 4: Canisius Kirche

    Meiner Vermutung nach entstand das Bild irgendwo da, wo der Stern ist. Auf der Luftaufnahme in der Mitte erkennt man die von Nord nach Süd verlaufenden Baracken, oder zumindest Fundamente.
    Nordwestlich davon am oberen Bildrand ist das Rund eines Fussballplatzes zu erkennen, das auch auf dem Bild von Hans auftaucht (Die überdachte Tribüne ist mittig zwischen dem markierten Punkt 4 und dem Schornstein zu sehen).
    Für mich ist das Bild also irgendwo an der Ecke Rumpler/ Haunstetter Str. entstanden.
    Doch ob das noch Teil des Flughafens war, oder der Messerschmitt-Werke kann ich nicht beantworten.

    Fotoquellen:
    Karte aus 1960: http://www.landkartenarchiv.de/cgi-bin/landka…04&ost=1.519231
    Luftaufnahme: http://www.flickr.com/photos/2455401…92471/lightbox/

    Hallo Dieter,

    Du meinst das erste Foto?
    Der Schornstein links vom Ulrich sollte der Schornstein der Hasenbrauerei sein.
    Diese liegt 100 m Luftlinie westlich vom Ulrich weg. Oder besser "lag". Denn momentan wird diese abgerissen und muss Wohnungen weichen.
    Der größere Schornstein rechts gehört zur Hutfabrik Lembert, die heute noch in Betrieb ist (Schornstein auch noch so).
    Werde mal in Kürze eine kleine Übersichtskarte posten...

    Hallo Freunde,

    was auf den Fotos zu sehen ist, könnte der alte Flugplatz von Augsburg/ Haunstetten mit den angrenzenden Messerschmitt-Werken sein.
    Dieser lag südlich der Stadt. Auf dem 2. Foto kann man schön den "Ulrich" erkennen, die von der Größe her recht imposante und von Weitem zu erkennende Kirche St. Ulrich.
    Seit etwa den 70er Jahren befindet sich auf dem Gelände das Univiertel.

    Hier kann man etwas dazu nachlesen.
    http://www.ronaldv.nl/abandoned/airf…ria/swabia.html

    Also: Augsburg- sicher, Alter Flugplatz- vielleicht!

    PS: Bevor Fragen auftauchen:
    1. Das 2. Foto ist in Blickrichtung Norden geschossen worden. Falls jemand Fotos der Ulrichkirche aus dem Netz mit denen hier eingestellten vergleichen will- in der Regel werden diese in Richung Süden geschossen (gibt ein schöneres Motiv ab).
    2. Ja, Augsburg liegt in Bayern.

    Hallo zusammen,

    vielen dank für Eure Antworten! Ich bin immer wieder (immernoch) positiv überrascht.
    Danke Ralph. Ja, die Gegend kommt gut hin. Du schreibst ja selber, dass Du wegen der Einheit nicht sicher bist. Genau da hab ich auch so meine Probleme.Ich hab jetzt nichts gesehen, was auf Waffen SS hindeutet (fehlende Ärmeladler).
    Ebenso wundere ich mich wegen den Mänteln. Ein Problem bei der Polizei Division war ja die mangelnde passende Bekleidung. Die Division wurde quasi in Tropenuniform in Rumänien an die Front geworfen.
    Stammen die Fotos sicher von 1944, oder evtl. vom Einmarsch nach Serbien?
    Darf man auch erfahren, wo die Fotos her sind?
    Auf dem letzten Foto erkennt man schön rechts im Hintergrund die orthodoxe Kirche in der Innenstadt von Temeschburg.

    Hallo Karl, danke für den Hinweis. Ich werde mal die Augen in die Richtung aufhalten! Und wenn jemand noch was findet- bin für alles dankbar!

    Hallo zusammen, hallo Joerg,

    ich weiß nicht, in wie weit das Thema noch von Interesse ist, aber gerade Deine letzte Info hinsichtlich des Todesortes ist. interessant.
    Offenbar handelt es sich bei der Person um ein Mitglied der 4. SS Polizei Division, die aus Griechenland über Belgrad nach Westrumänien geworfen wurde.
    Zum besagten Zeitpunkt standen Teile der Division am Südrand von Freidorf im Angriff (20 km südl. v. Temeschburg), weitere Teile des Regiments 8 am Rand Temeschburgs in Aufklärung (s. Husemann: DIe guten Glaubens waren; S. 377 f.).

    Hallo Freunde,

    Als Ergänzung meiner Unterlagen bin ich darauf aufmerksam geworden, dass ein für mich wohl interessanter Bericht im Freiwilligen von Mai 1975 enthalten ist.
    es geht um den Bericht "Der vergebliche Kampf um meine Banater Heimat". Das Thema ist ja seit je her mein Schwerpunkt...

    Wenn mir jemand mit Scans aushelfen könnte, wäre ich sehr dankbar.
    Wenn es jemand vorzieht, lieber seine Freiwilligen- Ausgabe zu veräußern, als ein paar Seiten zu kopieren, bitte ich um kurze pm.

    Vielen dank und schönen Gruß
    Bernd