Posts by klext


    Hallo


    Keine Kritik sondern ein Hinweis.
    die Karten sind unterschiedlicher Herkunft und Jahrgang.

    Hallo


    Falls er beim Musterungsgespräch einen Verwendungswunsch geäußert hatte wurde dem, wenn möglich, entsprochen. Wenn er keine Spezialausbildung ( ) erfahren durfte wurde er zu einem der Regimenter seines Wehrkreises überstellt. MG-Schütze; Funker, Koch etc. usw. waren dabei keine Spezialausbildung diese Begriffe läuft unter dem Begriff "Verwendung", allgemein gab es bis 43/44 sehr sehr wenig Spezialausbildungen. Fahrer von Spezialfahrzeugen und Bedienungspersonal von optischen und akustischen Geräten wurde nochmal speziell psychologisch auf Eignung geprüft.
    In welcher Verwendung er dann letztlich "landete" hing vom Bedarf seiner Einheit ab.


    Obiges gilt nur für das Heer.


    Falls dich die Verhältnisse bei der Kriegsmarine interessieren würde ich dich an die Seite "Forum Marinearchiv" (http://forum-marinearchiv.de/) weiterempfehlen.

    Hallo


    Bei dieser Frage muß man natürlich auch beachten zu welchen Zeitpunkt die Rekruten eingezogen werden sollten. Und tatsächlich nur "eingezogen" oder auch "Freiwilligmeldung"?

    Hallo Eberhard


    Wenn du dir das komplette Buch durchliest wirst du merken das am Anfang die "Wilde Sau" beschrieben wurde und nach einigen weiteren Seiten NUR Tageseinsätze vorkommen.
    Und Reschke schreibt auf Seite 31 "Die 4./JG 301 meldete am 30.12.43 den Absturz des Leutnants Josef Nester in Seyring, er wurde dabei verletzt. Nester muß dem Vorkommando angehört haben, das für die 2.Neuaufstellung der Gruppe mitverantwortlich war. Aber es sollte noch bis März 44 dauern, bis die ersten Einsätze dieser neu aufgestellten Jagdgruppe nachgewiesen werden können. Und die Gruppe wurde dann auch nicht mehr im Nachtjagdverfahren der Wilden Sau eingesetzt, sondern mehr und mehr in der Tagjagd."

    Auf Seite 33 notiert Reschke den ersten Tageinsatz der JG 301/302.
    Seite 45 "25.02.44 - Für beide Geschwader war dieser Zeitraum immer mehr der Übergang von der einmotoriven Nachjagd zur Tagjagd. Beide Geschwader waren nun vollständig mit eigenen Flugzeugen des Typs Bf109G-6 ausgerüstet, nur wenige Fw 190 A-6 wurden in einzelnen Gruppen- und Staffeln geflogen. JG 301 wie JG 302 bestanden zunächst aus je drei Gruppen zu je drei Staffeln, aber mit zunehmenden Tageseinsätzen gegen einfliegende amerikanische Bomberverbände wurde jede Gruppe durch eine zusätzliche Staffel verstärkt".
    Ab etwa April 44 (Seite 52) werden praktisch nur Tageinsätze beschrieben.
    April 44 - 15 Tageinsätze - 4 Nachteinsätze
    Mai 44 - 10 Tag - 1 Nacht
    usw
    Dabei sind aber nicht die Einsätze und Taktiken beschrieben sondern Reschke notiert nur Gegner, deren Ziele und eigene Erfolge und Verluste. Das ändert sich als er selbst zu den Einsatzverband gestoßen ist (20.Juni 44 Seite 74). Ab diesem Zeitpunkt werden auch Erlebnisse, Luftkämpfe und Taktik beschrieben.


    Das Buch hat 236 Textseiten, wenn man die ersten 18 Seiten wegläßt (da es um grundsätzliches geht) 218. Man darf also mit Fug und Recht behaupten das Buch handelt in Masse von Tageeinsätzen von Jagdeinsitzern.

    Hallo Paul


    Richtig ist alleine das GB den ganzen Krieg über Kredit hatte. Aus welchen Gründen? geostrategische Interessen der USA? Um Abhängigkeiten zu generieren? Könnte man zb. in den Büchern von Zbigniew Brzezinski nachlesen.


    Bei deiner Beurteilung von "moralischem Kredigt" legst du verschiedene Maßstäbe an und negierst sehr sehr klar geschichtliche Fakten. Das zeigt sich sehr deutlich darin das du das Wort imperialistischen in Anführungszeichen setzt und der Nutzung des Wortes Umtriebe von deren Handlungen. Das ist äußerst verharmlosend, in anderem Zusammenhang würde man von Geschichtsrevisionimus reden.
    Mal ein paar dieser "Umtriebe" als Beispiele
    > Unterschiedslose Bombardements von irakischen Dörfern
    > auch Nutzung von Giftgas bei derartigen Einsätzen
    > Hungergenozide in Südostasien
    > Opium (zb. in China)
    > die Art und Weise der Kriegführung in vielen Teilen der Welt ähnelte der deutschen in Rußland und Balkan doch sehr.


    Alternativ könnte man auch konstatieren das westliche (der "zivilisierten" Staaten) Opfer mehr wert sind als Asiaten, Asiaten. Und nur in diesem Sinne macht die Aussage von "moralischem Kredit" welche GroßBritanien in der USA hatte wirklich Sinn und tatsächlich - große Teile US-Etablisments waren (und sind) äußerst rassistisch. Nur - mit "moralisch" im normalen landläufigen Sinn hat das gar nichts zu tun.


    Und letztlich - Es wäre interessant wie unsere Moralisch-Gerechten, wie du, in ähnlicher Lage agieren und reagieren würden.

    Hallo


    Versteh ich nicht. Die bedingungslose Kapitulation war ja nun keine Propaganda sondern eine reale Forderung. Ebenso waren die Morgenthauplan keine Phantasie, auch wenn er wohl zurückgenommen worden ist.
    Propaganda wäre es wenn Goebbels etc. das erfunden hätte.


    Quote

    Gute Beispiele hierfür sind GFM Rommel und Generaloberst Guderian.

    Guderian wohl eher nicht, der ist ohne Unterstützung Hitlers aufgestiegen. Hitlers Aussagen bezüglich der "Brauchbarkeit" der Panzertruppe sind übertrieben denn dazu hätte er die operative und strategische Eignung von Panzertruppen erkennen müssen und das hat er -nachweislich- nicht.
    Rommel - ja der verdankt seinen Aufstieg alleine Hitler.


    Bei den Zerstörungen sollte man aber auch nicht zb. die Westallierten Luftoffensive übersehen. Praktisch alle Luftangriffe ab Januar 45 (spätestens) war völlig überflüssig.

    Hallo Karl


    hm, hab ich überlesen.


    Ich glaube das Angriffsverfahren gegen feindliche Jäger erst im Herbst 1944 relevant wurde.


    Der Auftrag für die deutschen Jäger der Reichsluftverteidigung war schwere Bomber abzuschießen. Dementsprechend war auch das "Angriffsverfahren gegenüber Begleitjägern" - also Schutz der eigenen schweren Jagdgruppen um diese zu den schweren Bomber durchstoßen zu lassen.


    Und das Angriffsverfahren gegenüber schweren Bombern lautete wohl idR folgendermaßen.
    Die geschlossene Jagdgruppe wurde von der Bodenführung gegen die Spitze des Bomberstroms geführt und in solcher Art das ein Frontalangriff möglich war. Dann geschlossener Angriff der Jagdgruppe entweder frontal oder von einer Seite. Danach, wenn möglich, sammeln und ein neuer Angriff. Der Höhenschutz sollte gegen die feindl. Begleitjäger abschirmen.
    Literatur: Girbig "Jagdgeschwader 27"; Reschke JG 301/302 wilde Sau; Priller JG 26

    Hallo


    Quote

    GB war in 1940/41 sowohl technisch wie auch moralisch noch hochgradig Kreditwürdig und auch war die Gesellschaft (das Volk) bereit Eigenkapital einzubringen

    und ein drittes Mal - eine nachträgliche Sichtweise welche Alternativentscheidungen grundsätzlich ignoriert. Als ob Geschichte, und hier reden wir von militärischer und politischer Geschichte, nur auf eine Weise ablaufen könnte.


    Im übrigen, wer irgendeinem Kriegsteilnehmer "moralischen Kredit" zugesteht hat eigentlich gar keine Ahnung von militärischer Geschichte. Mach dich doch mal schlau über die Dunklen Flecken zb. in der britischen Historie dann vergeht dir jegliche Lust von moralischem Kredit zu faseln.
    Ach übrigens, das 3.Reich / deren Ideologie sowie der italienische Faschismus, hatte bis weit in die 40Jahre erheblichen moralischen Kredit bei breiten Kreisen der US-Eliten.

    Hallo
    Zitat Paul Spohn

    Quote

    Die britische Situation in 1940/41 mit der deutschen in 1944/45 zu vergleichen ist abstrus. Das britische Expeditionskorps war zwar über den Kanal gejagt worden, aber danach erfolgte von deutscher Seite nur noch der Angriff aus der Lauft auf GB. Seelöwe und Nachfolger fanden nicht statt. GB war sicherlich nicht am Ende, es hatte noch kaum mobilisiert und die Aussicht den reichen Vetter aus den USA auf seine Seite zu bekommen standen nicht schlecht, lieferte er doch bereits fleißig Nachschub. Hier von Insolvenzverschleppung zu sprechen ist lächerlich.
    Im Falle Japans kann man vielleicht den Vergleich ziehen, ändert jedoch nichts an den Tatsachen im Falle Deutschlands.
    Und wie passt nun die USA in die Metapher von der Insolvenz. In Vietnam haben die doch nur - um im Wirtschaftsbild zu bleiben - eine entfernte Filiale verloren, wurde abgeschrieben, den USA ist doch nichts passiert.


    Ja, wie gehabt. Nur aus einer nachträglichen Bewertung kann man auf die Idee kommen das die britische Situation 40/41 mit der deutschen 44/45 vergleichbar ist.
    Mal abgesehen das für Seelöwe bei weitem nicht alle Mittel mobilisiert wurden hatte das 3.Reich auch andere Möglichkeiten und diese hätten die Macht des Empire recht schnell zusammenbrechen lassen. Die Industrie der USA war bei weitem nicht mobilisiert, deren Heer und Luftwaffe nur ein Torso. Nur die US-Navy einsatzbereit und gewichtig aber für diese Szenarien nicht verwendbar.


    Und die Kriege der USA. Anders als du es bewertest war der Vietnamkrieg trotz dem Rückzug ein Erfolg. Land in die Steinzeit zurückgebombt, ein etwaiger Dominoeffekt gestoppt. Aber ich rede nicht von Vietnam sondern von den US-Kriegen seit 2001 denn das dahinterstehende strategische Konzept ist komplett gescheitert. Und da können wir froh drüber sein.


    @Jahrgang39
    Was nur beweist das Schörner der größere "Antikommunist" war. Letztlich wird damit auch deutlicher warum er zum 3.Reich-Regime näher stand.

    Hallo

    Hallo,


    spätestens seit Juni 1944 (D-Day, Bagration) waren die Führungskräfte der Wehrmacht an einem Vorgang beteiligt, den man im Wirtschattsleben Insolventverschleppung nennt und, da kriminell, vorm Staatsanwalt endet. Hier noch zu diskutieren, ob jemand in diesem Umfeld noch diesen oder jenen tollen Coup landete ist ziemlich müßig und wenig erhellend.


    Nachträgliches Wissen als Grundlage für Urteile. Wenn man sich die Kräfteverhältnisse 3.Reich - GB von Juni 40 - ca. April 41 müßte man auch der britischen Führung dieses vorwerfen.
    wenn gleiches für Japan angewendet wird war der dortige Krieg vom ersten Tag an "Insolventsverschleppung".
    Und die USA hätten JEDEN ihrer Kriege gewinnen müssen.


    Diese deine Art von Geschichts"schreibung" ist undifferenziert, nicht neutral + objektiv und unerträglich.


    Quote

    Und wollt ihr wirklich kleinlich die guten und bösen Taten eines Herrn Schörner gegeneinander aufwiegen und auf diese Weise zu einem "differenzierten" Urteil zu gelangen.

    Das macht man doch heute so. Die kriminellen Handlungen eines Uli Hoeneß wurden gegen mit seinen "guten" Taten verglichen und danach wurde eine Prognose und ein Urteil gesprochen.

    Hallo


    Nach Frieser spielten die Ostseebrückenköpfe nach der Zerschlagung HG Mitte im Sommer 44 eine große Rolle in den strategischen Absichten Hitlers.
    1.) sollten diese Brückenköpfe die Ostsee abdecken, als Ausbildungsgebiet für die XXI-U-Boote. Ein Verlust der Küste hätte (bzw. hat ja auch) die U-Bootausbildung unmöglich gemacht.
    Hitler / Dönitz wollte mit diesen in den U-Bootkrieg im Atlantik erneuern und die Westallierten in GB / Frankreich von den Hauptproduktionsbasen in der USA abschneiden und zumindest lahmlegen.
    b.) Nach der Ausschaltung der Westallierten sollten die Ostseebrückenköpfe als Basis dienen um aus diesen der Roten Armee in die Flanke und Rücken zu stoßen.


    Für die Rote Armee waren die Brückenköpfe letztlich nicht mehr als sich selbstverpflegende Gefangenenlager.


    "Kadavergehorsam" wird ja landläufig dem deutschen Heer nachgesagt. Nur sollte gerade in einem Forum das sich mit der deutschen Wehrmacht auseinandersetzt bekannt sein das die nur eine Propagandafloskel war denn die herausgearbeiteten Fakten (als Beispiele nenn ich mal "Kampfkraft" von van Crefeld und "das Genius des Krieges" Trevor Dupuy) zeigen ja sehr deutlich das der Hintergrund der Kampfkraft des deutschen Heeres in beiden Kriegen eben im Mitdenken und Einfluß der Untergebenen an den Konzepten bestand. Das war auch bei Hitler nicht grundsätzlich anders. Und Kadavergehorsam in der Bevölkerung? Wohl kaum, es ist ja bekannt das eine Kriegsbegeisterung 1914 / 1939 bei der breiten Bevölkerung nicht vorhanden war. Im 2.Wk änderte sich dies zeitweise mit dem überraschend gewonnenen Krieg mit Frankreich, aber auch da waren die Friedenshoffnungen sehr sehr groß. Dazu war den Menschen durchaus noch geläufig wie "die Eliten" mit Leuten umspringen die ihre Pläne nicht unterstützten denn die Industrialisierung wurde sehr brutal und sehr blutig in Deutschland durchgesetzt. Und letztlich sollte bei diesem Thema nicht vergessen werden das das 3.Reich eine "vorbildliche" (im Sinne der "Eliten") Propaganda hatte, ähnlich perfekt wie im Mutterlandes dieses "Wirtschaftszweiges" der USA. Es wurden davon gesprochen das "Deutsche" keine Revolutionen machen. Ein Märchen. Es gab in Deutschland schon sehr viele Revolutionen.

    Quote

    Die Deutschen DIENEN seit Jahrhunderten der Obrigkeit. Und daraus erwächst eben der deutsche Kadavergehorsam. Das deutsche Fernsehen unterdrückt z.B. Filmausschnitte mit Missfallenskundgebungen von Bürgern bei Auftritten der politischen Elite und selbst die Presse ist in diesen Kadavergehorsam eingebunden.

    Das ist eh ein Widerspruch in sich. Wenn es Kadergehorsam in der deutschen Bevölkerung gibt warum sollte es Mißfallensbekundungen geben? Selbst die heutige massive Propaganda (Privatisierungen, Rußland etc.) hat wenig Einfluß auf die Ansichten der Bevölkerung und wenn doch (zb. Privatisierung der Rente) kippen die Ansichten bald wieder zurück.