Posts by klext

    Titel: „WEHRHAFTMACHUNG“ UND „KRIEGSWICHTIGKEIT“
    ZUR RÜSTUNGSTECHNOLOGISCHEN RELEVANZ DES KAISER-WILHELM-INSTITUTS FÜR METALLFORSCHUNG IN STUTTGART VOR UND NACH 1945


    Autor: Helmut Maier


    Ort / Datum: Berlin / 2002


    Inhalt
    Kurzfassung / Abstract
    Einleitung
    1. „Nominell“: Die Termini „Landesverteidigung“, „Wehr“- und„Kriegswichtigkeit“ in der interinstitutionellen Kommunikation
    2. „Kriegswichtigkeit“ und rüstungstechnologische Effektivität
    3. „Jagd“ auf die deutschen Metallforscher
    4. Rüstungsforschung im Kontext
    Quellen
    Literatur
    Index


    KURZFASSUNG / ABSTRACT
    Im Zuge der „Wehrhaftmachung“ des Deutschen Reiches seit 1933 fiel der Metallforschung eine besondere Rolle zu. Zum einen bildete die ausreichende Metallversorgung die materielle Voraussetzung der Aufrüstung, zum anderen wurde von Anfang an die Umstellung des Metallverbrauchs auf heimische Rohstoffe betrieben. Mit seinen Forschungsschwerpunkten „Legierungsentwicklung“ und „zerstörungsfreie Werkstoffprüfung“ trug das Kaiser-Wilhelm-Institut (KWI) für Metallforschung seit Mitte der 1930er Jahre entscheidend zur Umsetzung der Autarkisierungs- und Aufrüstungspläne bei und erhielt während des Krieges den Status einer „kriegswichtigen“ Forschungseinrichtung. Das Prädikat „kriegswichtig“ stellt allein jedoch noch keinen Nachweis dar, ob ein Institut auch de facto einen effektiven Beitrag zur Kriegsanstrengung leistete. Erst die Überprüfung der konkreten Projekte kann erweisen, ob es zur Optimierung der Rüstungsproduktion oder Waffentechnologie beitrug. Im Fall des KWI für Metallforschung zeigt sich, daß es eine hohe Relevanz für die Entwicklung von Ersatzlegierungen in der Luftfahrtindustrie, aber auch für Minensuchgeräte, Marine- und Luftwaffen-Torpedos sowie für Annäherungszünder zur Panzerbekämpfung aus der Luft besaß. Ein weiteres Kriterium seiner rüstungstechnologischen Relevanz stellen die Bemühungen der westlichen Alliierten dar, Mitarbeiter des Instituts nach Kriegsende in ihre eigenen militärischen Forschungseinrichtungen abzuwerben. Damit erweist sich die vergangen heits politisch motivierte Legende, „Kriegswichtigkeit“ sei von den Wissenschaftlern lediglich vorgetäuscht worden, als haltlos. Überdies wird deutlich, daß die NS-Wissenschaftsbürokratie, der regelmäßig technowissenschaftliche Inkompetenz nachgesagt wird, im Fall des KWI für Metallforschung sehr früh dessen Potential für die Kriegsanstrengung einzusetzen wußte.


    http://www.mpiwg-berlin.mpg.de…rgebnisse/Ergebnisse5.pdf

    Hallo


    Quote

    Ich muss leider feststellen, dass es dir nicht gelingt deine Vorwürfe und Behauptungen zu belegen.


    "gelingt" oder nicht getan?
    Möglicherweise ist "gelingt" auch gar nicht möglich?
    Nun, ich hab es nicht getan denn wie man bei einem Vergleich des Threadtitels mit "unserem" Thema leichtest erkennen könnte haben diese Themen irgendwie wenig miteinander gemeinsam. Das dich das nicht streßt war eh klar.


    Quote

    Damit wird jede sachliche Diskussion unmöglich.

    Woast RK. Spätestens als Resultat unserer Diskussion welche sow. Operation - Mars oder Uranus den Vorrang hatte bin ich zur Einsicht gelangt das sachliche Diskussionen mit dir nur bis zu einem bestimmten Punkt möglich sind. Der Punkt ist erreicht zb. wenn du widerlegt wurdest oder dir Wissenslücken nachgewiesen wurden.


    Quote

    Dein wiederholter Hinweis auf die offensive Ausrichtung der Roten Armee ignoriert fortwährend die Tatsache, dass dies der sowjetischen Militärdoktrin entsprach. Da letztere eine Vorwärtsverteidigung vorsah, kann eine dementsprechende Verteilung der Truppenkontingente logischerweise kein Beweis für eine sowjetische Aggression sein.


    Witzig ist dein Schwenk von "sowjetischen (Verteidigungs-)Doktrin" hin zu "Vorwärtsverteidigung". Allerdings bedeutet Vorwärtsverteidigung, die Bundeswehr praktizierte diese gegen den Warschauer Pakt, das die Verteidigung an den Landesgrenzen beginnt. Trotzdem ist sie nach hinten tiefgestaffelt und im rückwärtigen Raum (sehr sehr weit nach hinten gestaffelt) befinden sich die Versorgungseinrichtungen. Im Falle Rote Armee 1941 sind die Versorgungseinrichtungen aber in Grenznähe, nicht weiter zurückgestaffelt als 50 - 80 km (also von der Grenze bis 50/80 km).
    Und der notwendige Schluß daraus lautet, es war keine "Vorwärtsverteidigung" wie du es darstellst sondern der Feind sollte auf seinem eigenen Territorium bekämpft werden - zwangsläufig also ein Präventivkrieg, falls der Gegner angreifen sollte. Und, huch, genau das findet sich auch in der sow. Militärdoktrin.


    Warum ist nun die Rote Armee nicht, laut Militärdoktrin, in den deutschen Angriff hineingestoßen. Weil sie in großen Teilen nicht kriegsbereit war. Ganz einfach.


    Aber die Idee das eine offensive aggressive Militärdoktrin, welche faktisch Präventivkriege (nicht -angriffe sondern -kriege) vorsah zu einer anscheinend quasi "nicht-"offensiven Gliederung führt finde ich ausgesprochen amüsant. Und anders als du es verdrehst hab ich die offensive Gliederung nicht als "Beweis" sondern als HINWEIS gewertet. Der Unterschied sollte dir durchaus bekannt sein.


    Man könnte die Fragestellung auch mal umdrehen. Wie hätte denn eine reine defensive Gliederung ausgesehen? Und natürlich ist das auch bei einer offensiven Militärdoktrin möglich.



    Das mein Hinweis auf nicht verschlossene Aktenbestände nicht konstruktiv sei ist nur deine Meinung, die sei dir natürlich gegönnt.
    Fakt ist das die USA, GB und Rußland erhebliche Aktenbestände nicht freigegeben haben.
    Fakt ist auch das in den letzten Jahren sehr viele, wissenschaftlich erarbeitete, Sichtweisen widerlegt wurden, eben auch weil Akten neue Einsichten gewährten. Dazu muß man hier noch differenzieren was die Fachwelt diskutiert und was unsere Medien als letzter Wissenstand verbreiten.


    Natürlich muß dein Satz mit dem Wort "flüchten auch wieder eine Herabsetzung des Disk-gegenüber beinhalten. Auch das ist ja letztlich nichts Neues weil RK-Standart.


    Quote

    Fakt ist, dass es keine Belege für ein Bedrohungsgefühl (vor einem sowjetischen Angriff) innerhalb des deutschen Führungszirkels gibt.

    Es gab immer wieder Befürchtungen das die Rote Armee in den Aufmarsch der Wehrmacht hineinstößt.


    Quote

    Fakt ist, dass es keine Belege für konkrete sowjetische Angriffsabsichten auf Hitler-Deutschland gibt.

    Diese Belege gibt es durchaus.


    Besonders lustig, nein surreal, wird es wenn RK dann "die objektive Wissenschaft" ins Gespräch bringt und "den Stammtisch" verdammt. Wie dann diese so bezeichnete "Wissenschaftlichkeit" aussieht kann man in diesem Thread schön nachlesen, vom Aussagen ignorieren, über das diffamieren bis zu Aussagen unterstellen.


    edit und Nachtrag
    PS
    Ich war schon öfters bei Diskussionen über die Präventivkriegtheorie beteiligt. Aber ein solches Niveau wie hier findet sich wirklich nirgends. Von dem her ist Thomas absolut zuzustimmen.

    hallo



    Quote


    ... mit einem "Abkommen" unter Ganoven. Es ging gewiss nicht um die dortlebenden Einwohner dieser "Bloodlands" - höchstens um eine Arrondierung der bisher schon geraubten Ländereien.


    Einem Abkommen zwischen Hitler und Stalin?
    Schon vorher wurde per Vertrag zwischen Dt und R Bessarabien an Rußland, bei der nördl. Bukowina hatten sie dann aber plötzlich "Gewissenbisse? Macht das Sinn?


    Quote

    Was ist denn ein "westlicher Wissenschaftler", wo liegt etwa die Grenze -

    Ich denke du weißt sehr wohl was unter westlicher Wissenschaftler gemeint ist. Als Orientierunghilfe, der gleiche räumliche Bereich hat "westliche Werte",


    Quote

    und wo findet man denn die echte, objektiv vorgehende Spezies?

    Ja, wo hab ich denn nun wieder soetwas geschrieben?


    Präventiv soll Bert tätig werden? Ist das nicht schon zu spät? Und Tragikomisch ist dieser Thread immer wieder.

    Hallo


    Quote

    kommen wir im Forum langsam zu der Erkenntnis, dass der Angriff Deutschlands auf die Sowjetunion mit dem Völkerecht konform ging? Deutschlands Kriegsschuld darüber hinaus eine schmutzige Siegerjustiz war?
    Muss ich bald lernen, dass es neben der Lügenpresse auch noch Lügenhistoriker gibt?
    Da bin ich nun 67 Jahre lang der Lügenpropaganda der Sieger aufgesessen, wie konnte das geschehen? Wie komme ich unbeschadet aus diesem Dilemma raus? Wer hilft mir?


    Da schau an. Vor kurzem wurde noch davon geschrieben das es Historiker gibt die seltsame Arbeitsethik an den Tag legen und auch vor Zitatfälschungen nicht zurückschrecken. Und schon erleben wir einen ähnlichen Fall bei dem Aussagen hineininterpretiert und unterstellt werden.


    Wo, Paul, hat jemand behauptet das der deutsche Angriff mit dem Völkerrecht konform ging. Mal abgesehen davon das es den Begriff "Präventivkrieg" erst mit der UN-Charta wirklich mit Leben (naja) gefüllt wurde.


    Gibt es Lügenhistoriker? Ja, grad genug. Soviel ist mit der wissenschaftlichen Ethik der westlichen Wissenschaftler nicht los, das gilt nicht nur für den geschichtlichen Bereich.

    Hallo


    Quote

    die Erkenntnis des SU-Generals Grigorenko nach den Ereignissen ist so weltbewegend nicht.


    Die immer wieder gerne zur Erklärung der WH-Anfangserfolge herangezogenen Defizite der sowj. Militärplanung sind bekannt. Dennoch gelang es der NS-Seite nicht, mit der Serie der Kesselschlachten (Bialystok, Minsk) die RA entscheidend zu treffen.

    Die Aussagen Grigorenkos waren damals sehr wohl weltbewegend. Denn damals galt noch die Darstellung, auch im Westen, das sich die Sowjetunion für Verteidigung aufgestellt und quantitativ (qualitativ sowieso) hoffnungslos unterlegen war.


    Es gab keine grundsätzlichen Defizite in der sowjetischen Militärplanung. Es gab nur die Planung für den falschen Krieg.


    Zu "Kesselschlachten - RA entscheidend treffen" könnte man noch mehr sagen. Allerdings - was der weitere Ablauf der Op.Barbarossa mit dem derzeitigen Thema, Gliederung der Roten Armee, zu tun hat bleibt fraglich. Möglich - eine Nebelkerze?


    Quote

    Die Tatsache der "widerrechtlichen" Annexion der Nordbukowina durch die SU dürfte mit der Verringerung (und schon gar nicht auf "Schlagweite") der Distanz zu Ploesti nichts zu tun haben, wie bereits ein kurzer Blick auf die Landkarte zeigen kann.

    Nun mag der Ausdruck "Schlagweite" übertrieben sein. Aber mit dem Vorschieben der Roten Armee in die Nordbukowina und nach Bessarabien wurde die Entfernung nach Ploesti definitiv geringer. Und tatsächlich - da langt ein kurzer Blick auf jede Karte.
    Aber anscheinend hast du genauere Einblicke in die Planungen Stalin´s sonst könntest du nicht folgende Aussage treffen "durch die SU dürfte mit der Verringerung der Distanz zu Ploesti nichts zu tun haben". Mit was hatte also die Besetzung der nördl. Bukowina zu tun?


    Interessant ist das du die widerrechtliche Besetzung durch die UDSSR in Klammern setzt. Auf welchem Vertrag fußte sie denn?


    Quote

    Interessant ist aber auch immer die Frage, wer für oder gegen die Präventiv-Hypothese Position ergreift...

    Noch interessanter ist nmA die Art und Weise wie mit Quellen und Autoren umgegangen wird. Was für wichtiger gehalten wird- der Inhalt von Fachbüchern, bei welchem Verlag es veröffentlicht wurde oder wie der "Autor" bei einer Googlesuche bewertet wird.

    Hallo,


    gerade erst gesehen.


    Quote


    magst du mir das näher erläutern?
    Präventivkriegsthese lehnst du ab, machst aber Einschränkung...strategischer Präventivangriff.
    Was denn nun?
    Ich komme mit deiner Differenzierung nicht klar....ich möchte deine Differenzierung verstehen können.


    Die Befürworter der Präventivkriegthese gehen, soweit ich das übersehe, alle davon aus das das 3.Reich der Roten Armee nur um wenige Wochen zuvorgekommen ist. Das halte ich für falsch.


    Warum also strategischer "Präventivkrieg". Laut Urteil des OKH, vor Barbarossa, hatte die Rote Armee erhebliche Lücken. Besonders bei Nachrichtenmittel und der allgemeinen Truppen- sowie auch bei Offiziersausbildung. Bis 1942 könnte sie aber diese Lücken füllen, dann würde zur Masse auch Qualität kommen. Ein Angriff 1941 würde also auf einen leichteren Gegner stoßen als ein Krieg 1942/43/44.


    Wobei man dazu beachten sollte das die UN-Charta (zwar erst am Ende des 2.Weltkrieg ins Leben gerufen aber die Wurzeln gehen tiefer) "strategische Präventivangriffe /-Kriege" als Angriffskrieg ächtet während "kurzfristige" Präventivangriffe sehr wohl von der UN-Charta gedeckt sind.


    Quote


    Klar, war nötig...

    Ja, da die Bush-doktrin eher bekannt ist.

    Hallo


    offensive- oder defensive Truppenaufstellung und Doktrinen
    Wäre die Truppenaufstellung der Roten Armee 1941 eine defensive gewesen würde JEDE Präventivkriegthese sofort, aber sofort, vom Tisch.


    Das die Stalin und die Rote Armee-Führung aber eine offensive Truppenaufstellung wählte, die geschaffenen Verteidigungsstellung nur Offensive unterstützen würde, ALLE Vorratslager in Grenznähe etabliert waren (und vieles mehr) darf man von entsprechender Angriffsplanung ausgehen.


    Dabei stellen sich 2 Fragen
    1.) Gab es sowjetische Angriffsplanungen für das Jahr 1941. Diese Frage ist nicht zu beantworten, da Rußland, ebenso wie England und die USA sehr sehr viele Unterlagen zur Zwischenkriegszeit und zum 2.Weltkrieg als Geheim unter Verschluß halten.


    2.) Fühlte sich das 3.Reich durch den sowjetischen Aufmarsch bedroht. Siehe Punkt 1. letzter Satz.


    Anders als du es darstellst werden nur gewisse russische Sichtweise in Deutschland berücksichtigt. Allenfalls Unsinnigkeiten wie von Suworow werden besprochen um sich darüber lächerlich zu machen. Und bei Suworow absolut zurecht.


    Quote

    Das lag vor allem daran, dass die revisionistischen Positionen mehrheitlich von Fehldeutungen, methodischen Defiziten und einer Unkenntnis des Forschungsstandes durchzogen waren und daher nicht verhindern konnten, grundlegend widerlegt zu werden.

    Tja, Fehldeutungen etc. gibt es in Rußland, gibt es in Deutschland, gibt es in der USA (zb. Goldhagen, zb. Megargee).


    Quote

    Dies traf insbesondere auch auf die Arbeiten der russischen Historiker zu, die bisweilen nicht einmal vor Zitatfälschungen zurückschreckten und damit in ihrer Arbeitsethik ihre deutschen Kollegen noch unterboten.

    Tatsächlich, gibts auch bei deutschen, sogenannten seriösen Historikern.


    Quote

    Und nun sind also gerade von dort fruchtbare Ergebnisse zu erwarten, dievon der deutschen Geschichtswissenschaft nicht beachtetet werden, weil sie nicht in das Konzept passen? Ich bin gespannt!

    DU RK kannst wirklich gerne gespannt bleiben. Rußland hat seit einigen Jahren seine Archive wieder geschlossen, soviel ist richtig, dies liegt aber rein an der Politik der NATO.


    Abgesehen davon - Wie wärs denn wenn die deutschen seriösen Historiker die geostrategischen Vorstellungen seit ca. 1870 der Angelsachen (USA / GB) in ihre Sichtweise aufnehmen würden. Ausgeführt in mehreren Bücher von Mackinders noch vor dem 1.Weltkrieg, deutliche Ähnlichkeiten findet man in den Büchern von Zbigniew Brzezinskis oder Georg Friedman (Leader des einflußreichen US-Thinktank STRATFOR). DA dürften wir dann drauf gespannt sein.

    Hallo


    Quote

    wie hätte man eigentlich einen Krieg genannt, den Stalin gegen Deutschland geführt hätte, Angriffskrieg? Präventivkrieg? Nach der massiven Hochrüstung nach der Machtergreifung Hitlers, nach seinen Kriegshandlungen gegen Polen, Frankreich etc

    diese Argumentation kann man auch sehr leicht umdrehen.


    Quote

    hinweg verbreitete Ideologie basierend auf Rassismus und Agressionsgetöse

    Rassismus und Agressionsgetöse gab es nicht nur im 3.Reich sondern war (und ist) in der gesamten westlichen Zivilisation schon lange vorher sehr virulent gewesen.


    Quote

    Machen wir uns nichts vor, Hitler hat seit 1933 eine concludente Kriegspolitik betrieben, ohne einen einzigen Abstrich.
    Hitler, nach allem was bis Frühjahr 1941 gelaufen war, einen Präventionskrieg anhängen zu wollen ist lächerlich.

    Was nichts miteinander zu tun hat. Wenn die Rote Armee einen Angriff auf das 3.Reich plante, dieses davon wußte und in diesen Aufmarsch hineinstieß war es ein Präventivangriff.


    Quote

    Über die wissenschaftliche Qualität sowjetischer und post-sowjetischer Historiker wahre ich Schweigen, ebenso über die derzeit laufende gesellschaftliche Diskussion.

    Sprichst du russisch? Fakt ist das unter den russischen Historiker einen erhebliche Diskussion darüber gibt. Und die war bei nicht auf Suworow-Niveau.


    Interessant ist im übrigen das man dem Deutschen -anscheinend- nicht mehr zumutet / zutraut sich ein eigenes Bild über die Literatur zu machen. Da muß "diadaktisch" das vorherrschende Narrativ gestützt werden.


    Im übrigen bin ich kein Anhänger der Präventivkriegthese, bzw. nur soweit das das Reich einen strategischen Präventivangriff geführt hat. Strategisch im Sinne der Bush-Clique nach 9/11.

    Hallo


    Quote

    Die Präventivkriegsthese wird von der Geschichtswissenschaft abgelehnt.


    Die Dislokation der Roten Armee entsprach der sowjetischen (Verteidigungs-)Doktrin.


    1. Nein, wird sie nicht. Sie wird von der deutschen Historikerzunft abgelehnt. In Rußland zb. wird sie heiß diskutiert. Logisch ist das dies in Deutschland gerne ignoriert wird.


    2.) Richtigerweise hat RK den Begriff "Verteidigung" in Klammern gesetzt denn die Doktrin der Roten Armee war eine reine Angriffsdoktrin und die Aufstellung war natürlich absolut offensiv.
    In diesem Thread kann man die beiden Sichtweisen sehr ausführlich lesen.
    http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=865

    Hallo


    "alter" Thread der mir gerade erst aufgefallen ist.
    Meine Erfahrungen
    Im Zuge der Digitalisierung (eintippen) der KTB verschiedener Seetransportstellen im Mittelmeer habe ich mich sehr streng an die Vorlagen gehalten. Auch Schreibfehler etc.. Korrekturen wie richtige Namen, komplette Schiffsnamen habe ich immer in Klammern gesetzt. Wenn etwas nicht leserlich war habe ich das mit "..." und (nicht leserlich) gekennzeichnet.

    Hallo


    Ich kann das angesprochene Buch von Bernd Schwipper grundsätzlich absolut empfehlen. Es ist fakten- und quellengesättigt. ABER den Nachweis das das 3.Reich der Roten Armee um wenige Tage oder Wochen zuvorgekommen ist hat er nicht erbracht.


    Mit Suworow ist das Werk von Schwipper aber nicht einmal im Ansatz zu vergleichen.


    Für eine schulische Arbeit wie sie Ernst leisten möchte ist Schwipper in jedem Fall zu tiefgehend. Um das einzubauen, und richtig gewürdigt zu wissen, sind auch bei der Lehrkraft erhebliches militärisches, politisches, geostrategisches, geschichtliches Vorwissen und Neutralität vonnöten.


    Und nach meiner Meinung gehen deine Gedanken, Ernst, in folgendem Absatz ausgerückt absolut zu weit..


    Ich denke aber, ich werde auf jeden Fall erwähnen, dass Stalin einen Mrsch auf Zentraleuropa geplant hat. Allein schon einige Aussagen von ihm, die millionen Soldaten an der Deutsch-Sowjetischen Grenze, Panzerentwicklungen, die auf europäischen Autobahnen bis zu 100 km/h fahren können, mehr als 200 Flugplätze nicht weiter als 100km von der Grenze entfernt. Dass Stalin einen Angriff plante, das steht außer Frage.


    zb
    europäischen Autobahnen bis zu 100 km/h fahren können
    Sicherlich ist richtig das die BT´s bis zu 100 km/h fahren konnten aber welchen Nutzen haben Panzer die so schnell, Straßengebunden fahren können. Welche Autobahnen hätten sie überhaupt nutzen können?


    mehr als 200 Flugplätze nicht weiter als 100km von der Grenze entfernt
    was bedeutet diese Aussage? Bei beiden Aussagen kommst du sehr sehr schnell in tiefgreifende komplexe militärische Fragestellungen. Davon würde ich abraten.


    Es langt völlig wenn du schreibst das das deutsche Heer im Juni 1941 auf eine fast gleichstarke mit grundsätzlich offensiver Truppenstellung getroffen ist. Eine solche Aussage kann man inzwischen auch schon in deutschen Zeitungen nachlesen. (http://www.rhein-zeitung.de/re…u-tode-_arid,1504311.html)


    Und Justusenkel hat völlig recht wenn er schreibt

    Quote

    Spekulationen, was gewesen wäre, wenn... - das würde ich in diesem Rahmen komplett sein lassen. Selbst hier bei wirklich gut informierten und reichlich belesenen Foristen, scheitert eine solche Diskussion sehr schnell

    . wie man beim nächsten Post gleich erkennen kann und uns zu erhebliches militärisches, politisches, geostrategisches, geschichtliches Vorwissen und Neutralität zurückführt.


    Quote

    2. Dieses vorgeschlagene Buch wurde in einem rechtsextremen Verlag veröffentlicht.
    3. Es macht keinen Sinn, sich in irgendwelchen Kleinigkeiten, etwa den angebl. "Wunderpanzern" Stalins, zu verheddern, wo immer man davon auch gehört haben will.
    ...
    Ich würde also den Vorschlag von Justus unterstützen und meine Finger von dieser "delikaten" Thematik lassen. Natürlich kann man auf solche Hypothesen hinweisen - aber der Schwerpunkt liegt bei Deinem/Eurem Referat doch wohl eher auf einer Darstellung der realen bzw. hinreichend geklärten Abläufe während des sog. "Russlandfeldzugs".


    Die westliche Hilfe für die Sowjetunion und den Partisanenkrieg würde ich nur in einem Satz erwähnen. Beides wird idR überschätzt oder in seiner Bedeutung überhöht dargestellt.


    Schlüsselereignisse Operation Barbarossa
    Vor "Moskau" gehört nmM in jedem Fall der Streit zwischen Hitler und der Generalität ob Moskau oder Leningrad / Kiew das nächste Ziel sein sollte, die letztliche Entscheidung und die Auswirkung auch auf den späteren Angriff auf Moskau.


    Die sowjetischen Winterangriffe gehören nmA schon gar nicht mehr zu "Operation Barbarossa".

    Hallo


    lese gerade


    "Klatt: Hitlers jüdischer Meisteragent gegen Stalin" von Winfried Meyer


    "Im Krieg gegen die Sowjetunion von 1941 bis 1945 bezog der Generalstab des deutschen Heeres den Großteil seiner Informationen von einem Agenten, der in der Abwehr als „der Jude Klatt“ bekannt war. Der ehemalige Wiener Immobilienmakler Richard Kauder arbeitete unter dem Decknamen Klatt als V-Mann für den militärischen Geheimdienst des NS-Regimes, um sich und seine Mutter vor Verfolgung und Ermordung zu schützen. Beide galten nach den NS-Gesetzen als „Volljuden“.
    Winfried Meyer schildert das aufregende Leben Richard Kauders in seinen wechselnden zeitgeschichtlichen Kontexten von der k. u. k.-Monarchie bis zum Österreich des Kalten Krieges. Grundlage für die umfassende Studie sind die Akten der Geheimdienste diverser Staaten. Geklärt wird u. a. die Herkunft von Klatts legendären „Max“-Meldungen, die die deutschen Generalstäbe für kriegswichtig erklärt hatten und nach deren Quellen die Geheimdienste der Alliierten bis weit in die Nachkriegszeit vergeblich fahndeten. Die Meldungen des V-Manns Klatt blieben für sie „eines der größten Rätsel des Krieges“."


    Hallo Sebastian


    die Operation Zitadelle beruhte auf dem Grundgedanken das sich die Heeresgruppe Mitte und Süd die vor ihnen liegenden Verbände der Roten Armee schlagen, sich im Raum Kursk treffen und die westlich der Zange liegenden sow. Verbände einkesseln würden. Damit sollte der Roten Armee für 1943 die Möglichkeit genommen werden selbst operativ aktiv zu werden.


    Während sich die Heeresgruppe Süd, mit der 4.PzArmee und Armeeabteilung Kempf, erfolgreich insgesamt etwa 50km durch in tiefgestaffelten sow. Stellungssystem arbeiten konnte blieb die HG Mitte, mit der 9.Armee, nach etwa 15 km im sow. Stellungssystem hängen.


    Dir stellt sich die Frage ob der Abzug von Angriffsverbänden für Italien den Verlust der Angriffsoperation bedingt hatte.


    Nein, und da benötigt man auch keine Glaskugel, denn die Operation Zitadelle war schon VOR dem Herausziehen und der Verlegung der Verbände für Italien gescheitert.
    Am 12.Juli griffen sow. Verbände die deutsche 2.Panzeramee an. Diese schützte sozusagen den Rücken und Flanke der Richtung Kursk angreifenden 9.Armee. Die sow. Verbände durchbrachen relativ schnell die Stellungen der 2.PzArmee und bedrohten die rückwärtigen Verbindungen und Nachschublager beider deutscher Armee. Deshalb mußte die 9.Armee ihren Angriff in Richtung Kursk abbrechen, Verbände herausziehen und gegen die sow. durchgebrochenen Verbände werfen.


    Alleine hätte die Heeresgruppe Süd die Lücke zur Heeresgruppe Mittte (9.Armee) nicht überbrücken können. Das beabsichtigte herausziehen sollte auch nur bei der HG Süd stattfinden.

    Hallo


    Das kann ich bestätigen. Für 10 Euronen ist alle relevanten Luftkampfmanöver enthalten, sowohl für den 2.Weltkrieg als auch Luftkampf mit Jets. Allerdings auch zum Titel unpassende Teile wie "Luftnahunterstützung", "Bomber" "Marineflieger". Für Simulator-Piloten sicherlich nicht interessiert aber, wie schon geschrieben, nicht zum Titel "Luftkampf" passend.


    PS
    Ich hab folgendes Video recht interessant gefunden. Die Flugzeuge bei dieser Simulation sind zwar moderne Strahljäger aber die Grundsätze sind die gleichen.


    laut dem einen Simulatorpiloten und Sprecher fliegt sein Kontrahent auch in der Regel 2.Weltkrieg-Flugzeuge.

    Hallo


    ich versuche gerade einige Aussagen zu verstehen.


    Quote

    Des weiteren Sprangen deutsche Fallschirmjäger fast ohne Waffe ab.


    Hätten nun die Fj ihre Waffen beim Sprung am Mann gehabt - hätte das Schutz durch den Stahlhelm erhöht? Mir erschließt sich der Sinnzusammenhang nicht.


    Quote

    Die Bedeutung des Helms wurde und wird meines Erachtens nach überbewertet.

    Vor dem 1.Weltkrieg gab es keine Stahlhelme. Die Soldaten waren mit Lederhelmen oder ähnlichem ausgerüstet. Während dem 1.Weltkrieg wurde er aufgrund von unzähligen Verwundungen für nötig erachtet, erst getestet und danach allgemein eingeführt. Und als Beleg für diese Behauptung die Aussagen von einer paar Glücklichen welche aber nicht im Ansatz nachgeprüft werden kann?


    Es gibt viele Berichte das Soldaten während dem Artilleriebeschuß nicht mehr in Deckung gegangen sind (zb. mir erinnerlich aus einem Buch über die Kämpfe der Waffen-SS 1944 in der Normandie.) Wenn nun jemand dieses Verhalten während dem gesamten Krieg durchgezogen (Rommel soll ja auch kaum in Deckung gegangen sein) und überlebt hat ist das ein Beleg für eine These ala "Das Indeckungsgehen wurde und wird überbewertet"? Nur mal so nachgefragt.

    Hallo dr.rudolf


    Quote

    e.g. WANGEROOGE: "Based on German Topographische Karte 1/25.000; Sheet 2213, Dated 1930"


    "Revised from Air Photos up to Feb 1945"


    wo steht denn das?



    Quote

    . . . aber nicht auf allen Karten so klar zu erkennen !


    http://contentdm.lib.byu.edu/c…GermanyMaps/id/2621/rec/1


    Karte "Ampfing"
    1.) Am unteren Rand der Ort "Waldkraiburg" wurde erst nach dem Krieg gegründet. Es kann sich also gar nicht um eine Karte "vor dem Krieg" handeln.


    2.) "Description
    A set of topographic maps of pre-World War II Germany, originally printed by the German government, and confiscated by the British and U. S. military after the war. Most of these maps are reprints by the British Geographical Section, General Staff, or the U. S. Army Map Service. "