Posts by wirbelwind

    Hallo,

    bleibt für mich die Frage offen, ob die darauf abgebildeten Scharfschützen konzentriert zum Einsatz kamen bzw. vereinzelt, wie zu vermuten ist. In der bisher für mich zugänglichen Literatur zu den Gefechten um Bautzen/Weißenberg im April 45 habe ich keine entsprechenden Hinweise gefunden.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    da wird er nicht der einzige gewesen sein. Selbst im Stalingrader Kessel sollen noch sogenannte ,,Fuchsjagden" von höheren Offizieren durchgeführt worden sein, als die Landser bereits vor Hunger zu krepieren begannen. Nichts geht eben über einen gepflegten Ausritt.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    kann es sein, dass das mit den tiefen Temperaturen des Winters zusammenhängt? Das es keine Aussetzer gibt, wenn die Patronen im Magazin eine bestimmte Temperatur nicht unterschreiten?

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    bisher ist es mir leider nicht gelungen, an neue Erkenntnisse im Falle Breitenstein und der Erschießung der italienischen Kriegsgefangenen heran zu kommen. Hab allerdings über die These eines Lokalhistorikers nachgedacht, dass die besagten ital. Kriegsgefangenen zum Bau eines stabilen Bunkers im Waldgebiet um Breitenstein zu Kriegsende heran gezogen worden sind. Dieser sollte SS-Angehörigen als Versteck vor den Amerikanern dienen. Was, wenn dieser Bunker als Unterschlupf für den ,,Werwolf" gedacht war? Schließlich sollen sich ja Mitglieder dieser Organisation im Harz bewegt haben und der Angriff im April 45 auf den von Amerikanern besetzten Brocken auf ihr Konto gehen. Zwar mordete der ,,,Werwolf" in der Regel heimtückisch aber öffentliche Hinrichtungen von ,,Verrätern" sind auch bekannt. Sicherlich weiterhin viel spekulatives, doch zumindest eine Überlegung wert.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    habe erst einmal geschluckt, als ich im Post von Eberhard las, dass es keine zweisitzigen Schulungsmaschinen der Me 262 gab. Also letzten Endes ,,learning by doing" und dazu wahrscheinlich viel zu oft noch ,,Schnellbesohlung", um rasch genügend Maschinen bei der Reichsluftverteidigung einsetzen zu können. Tödliche Unfälle blieben da mit Sicherheit nicht aus. Vor diesem Hintergrund ist es für mich schon erstaunlich, wie schnell sich der Jagdpilot W. Schuck einfuchste und zu Abschüssen kam. Bin auf die weiteren Berichte dazu gespannt.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    als Laie stecke ich nicht so tief, wie bspw. Schorsch, in der dt. U-Boot-Entwicklung und im U-Boot-Krieg drin. Trotzdem seien mir ein paar Bemerkungen gestattet. Mir persönlich liegen die Diskussionen, was wäre wenn gewesen, nicht. Der Kriegsverlauf lässt sich meiner Meinung nach nicht seriös umdeuten. Klar ist für mich auch, dass sich generell eine effiziente Kriegswirtschaft auf den Ausstoß der Rüstungsgüter auswirkt. Dass die deutsche Kriegswirtschaft an dieser Stelle etliches an Reserven hatte, zeigt sich mir besonders deutlich ab dem Zeitpunkt, als Speer die Verantwortung dafür trug. Letztendlich erreichte er mit seinen Maßnahmen, dass 1944 die höchsten Produktionszahlen in der Rüstungsindustrie erreicht werden konnten, trotz Rohstoffknappheit und zunehmenden alliierten Bombenangriffen. Freilich, auch er konnte nicht zaubern. Die Treibstoffe, Munition und Rohstoffe blieben trotzdem knapp. Sicherlich waren die ersten U-Boote des Typs XXI mit einer Anzahl von Kinderkrankheiten behaftet, für die erst nach und nach eine Lösung gefunden werden konnte. Auch die Ausbildung der erforderlichen Besatzungen unter den damaligen Bedingungen brauchte seine Zeit, die dem Deutschen Reich in der Endphase einfach davon lief. Wenn an der einen Stelle die zu geringe Überwassergeschwindigkeit bemängelt wird, so verweise ich auf die mögliche Unterwassergeschwindigkeit dieses Typs. Nach meinen Kenntnisstand reichte diese aus, um den meisten damaligen Korvetten und Fregatten zu entkommen. Daher ist die mögliche Tauchtiefe von 240 m in meinen Augen nicht so gravierend. Alternativ gab es für das Boot die Möglichkeit, seinen Gegner durch entsprechende Geschwindigkeit zu entkommen. Noch ein kurzes Wort zur dt. Ingenieurs-u. Konstruktionskunst. Davor ziehe ich in gewisser Weise meinen Hut. Was aus den Gegebenheiten für Erfindungen und Konstruktionen kreiert wurden, dass spricht für sich. Nicht umsonst machten die Alliierten auf diesem Gebiet ordentlich Beute, weil zum Teil wegweisend. Anderseits hüte ich mich davor, die deutschen Kriegsgüter zum Maß aller Dinge zu machen. Schließlich konnten auch deutsche Ingenieure/Konstrukteure sehr gut abkupfern. Denke da nur an den Schnorchel, die Bazooka oder die Anordnung der Panzerung des T-34.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    danke Julian und Gebhard für die Hinweise. Jetzt blicke ich besser durch. Ja berauschend sind die Abschusszahlen durch die eingesetzten Me 262 anhand des letzten Posts von Gebhard nicht gerade. Ob bei konzentrierteren Einsatz der flugbereiten Me 262 ein höheres Abschussergebnis hätte erzielt werden können, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht können dazu die Experten noch etwas mitteilen. Mehr als 200 einsatzbereite Me 262 soll es gleichzeitig nicht gegeben haben. Trotzdem kann ich mir vorstellen, bei allen Schwächen, die die Me 262 bei Start und Landung hatte, 50 und mehr Maschinen von diesem Typ an einen großen Bomberstrom heran geführt, da wären die Abschusszahlen höher gewesen. Nur leider sind das Spekulationen.


    MfG Wirbelwind

    Hallo Gebhard,

    mit der von Dir angegebenen Annäherungsgeschwindigkeit von 100-1400 km/h der Me 262 an Bomberströme von vorn kann ich nicht viel anfangen. Lt. Fliegerrevue konnte die Me 262 in 6000m Höhef 870 km/h Höchstgeschwindigkeit (0,86 Mach) erreichen. Nach meinem Wissensstand soll es es gegen Kriegsende deutscherseits nur einmal vorgekommen sein, dass (fast) Überschallgeschwindigkeit (1 Mach) erreicht wurde. Die liegt in Abhängigkeit der Lufttemperatur bei etwa 1200 km/h. Bitte um Klärung.

    MfG Wirbelwind

    Hallo Steffen,


    das mag für Dich auf den ersten Blick so zu scheinen. Nur gehe mal davon aus, dass nicht alle, die das Forum beobachten, diesem auch wohlgesonnen sind. Daher achten die Administratoren und Moderatoren darauf, dass an der Stelle nichts anbrennt und das ist in meinen Augen auch gut so. Was brächte es den Forumsteilnehmern, wenn durch dergleichen die Forumsarbeit erschwert oder unmöglich gemacht werden würde? Gerade wo hier Fachwissen existitiert.


    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    es ist für mich klar, dass ein Forum Regeln braucht, sonst wird es unter Umständen rasch wieder geschlossen. Die Moderatoren und Administratoren verwenden viel Zeit darauf, dass Forum am Laufen zu halten und auf eine gute/sehr gute Qualität der Beiträge einzuwirken. Das sollte jeder bedenken, wenn er meint, nicht gebührend behandelt zu werden. Die Versuche, rechtes Gedankengut auch in ein solches Forum zu tragen, sind sicherlich nicht unerheblich. Daher wird, und das meiner Meinung zu recht, dagegen eingeschritten, sobald sich dergleichen offenbart. Da wird nicht lange gefackelt. Der entsprechende User wird aufgefordert, sich zu erklären und belastbare Fakten zu bringen. Für mich vollkommen nachvollziehbar. Das Huba und andere mit ihren Bemerkungen dazu nicht immer auf Gegenliebe stoßen, erklärbar.

    Warum Siegfried bisher nicht eine Möglichkeit gefunden hat, anders zu kommunizieren, ist bedauerlich. Gerade auch in Anbetracht seiner Erkrankung. Mir fällt es ebenfalls schwer, einen großen Teil seiner Posts zu lesen und zu verstehen. Das bildet aber meiner Meinung nach die Grundlage für einen sinnvollen Disput. Ich kann Justus verstehen, wenn er jetzt sauer ist und für manche Dinge in diesem Zusammenhang kein Verständnis aufbringt. Selbst habe ich versucht, über einen Lokalhistoriker an neue Erkenntnisse über die Erschießung der besagten italienischen Kriegsgefangenen heran zu kommen. Leider gibt es seit 8 Wochen keine Antwort mehr. Warum, ist mir nicht bekannt. Dann habe ich versucht, über den Verein Spurensuche e. V. einen Kontakt zu Herr Dr. Neander aufzubauen. Leider bisher nicht von Erfolg gekrönt. Ob es noch klappt, werde ich sehen. Will damit nur zum Ausdruck bringen, dass es viel Geduld und Zeit braucht, um bestimmte Ereignisse aufklären zu können. Von einem Meinungs-TÜV habe ich jedenfalls hier im Forum noch nichts gespürt. Das manche Themen auf wenig Interesse stoßen, hat damit nichts zu tun. Entweder sind diese bereits an anderer Stelle behandelt worden und neue Erkenntnisse kaum zu erwarten oder mit zuviel Spekulativem behaftet bzw. stößt auf wenig Interesse.


    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    was manchmal so alles ans Tageslicht kommt. Die Geschichte mit dem Mehrfacherhalt der Brillanten bei Galland war mir so nicht bekannt. Gibt es denn Erkenntnisse, was damit geworden ist? Lt. verlinkten Spiegelartikel ging bei Kriegsende zumindest die Kassette, in der sich ursprünglich die Brillanten und die Beleihungsurkunde befanden, verloren.


    MfG Wirbelwind

    Hallo Eberhard,


    vor längerer Zeit habe ich mal sinngemäß gelesen, dass die Luftwaffe voll dem nationalsozialistischen Ideal entsprochen hätte, denn sie war ja der Wehrmachtsteil, der erst mit der Machtergreifung Hitlers wieder neu entstand und umfangreich ausgebaut wurde. Die Wurzeln der DKM liegen , verkürzt dargestellt, im Kaiserreich. Die Marine existierte ja auch nach den Versailler Bestimmungen weiter und natürlich auch der Korpsgeist. Das war Hitler suspekt. Die wenigen Besuche von Marinestandorten untermauern dies in meinen Augen. Daher war der Oberbefehlshaber der Wehrmacht nach meiner Meinung eher bereit, Angehörige der Luftwaffe mit den Brillanten zu beleihen als Angehörige der Kriegsmarine. Damit will ich nicht zum Ausdruck bringen, dass es für die Luftwaffenangehörigen einfacher gewesen ist, diesen Orden zu erhalten, als für die Angehörigen der DKM, Lüth und Brandi. Für die Marineleute hing eben der ,,Futterkorb" einfach noch höher.


    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    schön, dass es für diese Angelegenheit eine weitere, belastbare Quelle gibt.

    Die Jagdleidenschaft von Göring war ja legendär. Er übte sie fast obsessiv aus.

    Bert, die beiden gewollten Nimrode, E. H. und E. M. im sozialistischen Arbeiter -und

    Bauernstaat gingen zwar auch gern und oft zur Jagd. Aber ob gerade Erich Honecker

    die gleiche Machtfülle verfügte, wie der Reichsmarschall, da kommen mir gelinde Zweifel.

    Dann schon eher das Politbüro der SED. Aber das ist nicht Thema des Threads.


    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    dass Leute, wie Göring, auch zu menschlichen Regungen fähig waren, steht für mich fest. Daher zweifele ich die Schilderungen des Generals Deichmanns über das Zusammentreffen mit Göring am 21.12.42 nicht an. Nur die richtigen Schlussfolgerungen aus dem Desaster für den Verlauf des Krieges hat er nicht gezogen. Bei der sich verstärkenden Problemlage frönte er lieber seinen Genüssen und trieb sich bspw. zur Jagd in der Rominter Heide herum, anstatt die Reichsluftverteidigung besser zu organisieren helfen, um es mal platt auszudrücken. Seine Verteidigung im Nürnberger Prozess zeigt mir, dass er kein Dummkopf war.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    schon bei den Römern gab es die Dezimierung bei Meuterei bzw. angenommener oder tatsächlicher Feigheit vor den Feind, um die Moral der anderen zu heben. Hitler hatte ja auch verfügt, als die Offensive ,,Frühlingserwachen" am Plattensee nicht die gewünschten Ergebnisse erbrachte, dass die beteiligten SS-Männer der Leibstandarte ihre Ärmelbänder abnehmen sollten und der Reichsführer SS, Himmler, die Auszeichnungen der Betreffenden einsammeln sollte. das war allerdings 1945.

    Das ähnliches in der Luftwaffe 1943 anstand, war mir so nicht bekannt. Wie bereits geschrieben, Göring wußte sich wahrscheinlich nicht mehr anders zu helfen, um von seinen gravierenden Versäumnissen abzulenken.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    soweit mir bekannt, hat es Entlassungen aus der Deutschen Wehrmacht mit entsprechenden Papieren unmittelbar vor Kriegsende gegeben. Mir fallen da Entlassungen kurz vor Kapitulation des Ruhrkessels ein. Ein Bekannter schilderte mir mal, dass sein Großvater, KK der DKM, in Glückstadt kurz vor der Kapitulation, entlassen wurde.

    Rumburg liegt im damaligen Sudetenlanf, heute Tschechien, im Dreiländereck.

    MfG Wirbelwind

    Hallo Heiko43,


    versuch doch mal an Herrn F.-W. Schulz heran zu kommen. Der hat sich doch mit dem Kriegsende in der Altmark und dem Geschehen rings um die PD ,,Clausewitz" befasst. Ob er speziell zu den Vorgängen etwas weis, was die Vorgänge betrifft, bei denen Dein Vater fiel, kann ich natürlich nicht garantieren. Ein Versuch ist es jedenfalls wert. In dem Buch von Voss/Kehlenbeck ,,Letzte Divisionen 1945-Die Panzerdivision Clausewitz/Die Infanteriedivision Schill" steht dazu nichts anderes und mehr, als dass, was Du bereits selbst recherchiert hast.


    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    noch eine Bemerkung zu meinem letzten Post. Da war ich wohl im wahrsten Sinne des Wortes auf den ,,Holzweg". Natürlich sind Holzgasgeneratoren keine elektrischen Bauteile. Sie erzeugen Gas, mit dem dann ein Motor betrieben wird.

    Es schließt sich aber für mich dadurch ein stückweit der Kreis. Die italienischen Kriegsgefangenen waren mit Holzeinschlag beschäftigt. Warum sie aber erschossen wurden, bleibt für mich trotzdem weiter fragwürdig.


    MfG Wirbelwind