Posts by wirbelwind

    Hallo,

    konnte inzwischen einen Blick in den Krätschmer werfen. Es sind 455 anerkannte Ritterkreuzverleihungen an Angehörige der Waffen-SS vorgenommen worden.Von den Beliehenen sind 144 im Kampf gefallen bzw. an den erlittenen Kampfverwundungen im Lazarett während der Kriegszeit verstorben. Das entspricht knapp 32 %. Was mir allerdings auffiel, der Anteil der gefallenen/im Lazarett verstorbenen RK-Träger mit Offiziersrang war höher als derjenigen mit Mannschaftsdienstrang.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    nach meiner Meinung hatte der von Bert erwähnte Umstand einen trivialen Grund. Soldaten/Mannschaftsdienstgrade mit Ritterkreuz wurden sehr oft an brenzligen Stellen bzw. in schwiereigen Situationen eingesetzt. Damit erhöhte sich das Risiko zu fallen erheblich. Mich würde es auch interessieren, wie das Verhältnis von gefallenen RK-Trägern von höheren Offizieren zu Mannschaftsdienstgraden in Zahlen ausgedrückt war. Vielleicht hat ja jemand das besagte Buch von Scherzer und kann die entsprechenden Zahlen posten.

    MfG Wirbelwind

    Hallo Stephan,

    danke für die Aufstellung. Da kommt einiges zusammen. Wenn ich mich recht entsinne, wurde in Hillersleben zu Versuchszwecken auch Granaten/Geschosse laboriert. Einige Kartuschen bekamen nach dem Krieg eine zivile Verwendung. Gerade auch die vom 80 cm-Geschoss. Herrn Keweloh ist da sicherlich einiges bekannt.

    MfG Wirbelwind

    Moin Stephan,

    wie mittlerweile bekannt geworden ist, wurden in Hillersleben verschiedene, neue Waffen/Munition erprobt. So häufig war die Rakete,,Rheinbote" ja nun auch nicht. Daher passte schon Dein Hinweis letztendlich. Nur eben stellte ,,Rheinbote" eine andere Waffe dar, als die Bachem Ba 349 bzw. ,,Bienenkorb". Vielleicht lassen sich ja noch andere Hinweise zu Erprobungsprojekten in den letzten Kriegsmonaten finden.

    MfG Wirbelwind

    Hallo Holger,

    schön, dass Du diesen Bericht hier eingestellt hast. Ja, leider war solches Handeln von Jagdtigerkommandanten wohl nicht so selten. Carius, der ja die 3. Kompanie befehligte, zu denen wohl die beiden JT gehörten, beschreibt in seinem Buch: ,,Tiger im Schlamm" noch mehrere solche Verhaltensweisen. So wurde sich nicht bspw. rückwärtsfahrend, Frontpanzerung zum Feind zeigend, vom Gegner gelöst, sondern das Heck oder die Seite gezeigt. Beides war schwächer gepanzert und von den amerikan. Panzern zum Abschuss genutzt. Auch die Entfernung der äußeren Kanonenrohrabstützung erst kurz vor dem Gefecht führte zum Verlust. Einige der Panzerkommandanten reagierten in Panik auf amerikan. Beschuss und nutzten nicht die Vorteile des Jagdtiger. Es bleibt das Geheimnis der jeweiligen Kommandanten in dem geschilderten Fall, warum ihre Kampfwagen mit geöffneten Heckklappen fuhren.

    MfG Wirbelwind

    Hallo Stephan.

    mit der Rakete ,,Rheinbote" entfernen wir uns wohl ein stückweit weg vom Zweck der ,,Natter" bzw. ,,Bienenkorb". Ob der Kampfmittelräumdienst Magdeburg jemals einen ,,Rheinboten" auf dem Versuchsplatz Hillersleben fand und entschärfte-keine Ahnung. Analog der V1 bzw. V 2 war ,,Rheinbote" als Rakete zum Transport von Sprengstoff konzipiert. ,,Natter" und ,,Bienenkorb" dienten meinem Verständnis nach zur Luftabwehr.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    auch wenn der Thread mittlerweile ein paar Tage alt ist, inzwischen konnte doch einiges geklärt werden. Es konnte der Eintrag im Kirchenbuch in Breuna gefunden werden, wo Oberleutnant Werner Schrader begraben liegt. Er fiel am 08. April 1945. Zu diesem Zeitpunkt war er Chef der 2. Kompanie der s.Pz.Jg.Abt. 512. Oberleutnant Otto Carius befehligte demnach die 3. Kompanie der gleichen Abteilung. Das würde auch zur Kennzeichnung des Jagdtigers bei Billmerich passen (Z 3). Warum nur 2 Jagdtiger der 2./512. mit einem Y versehen waren, darüber kann ich nur spekulieren. Insgesamt waren es ja 5 jagdtiger der 2./512., die sich im Sennelager befanden und am 31.03.45 der 507. unterstellt wurden. Vielleicht hielt die aufgetragene Farbe nicht oder die gemachten Bilder geben es nicht her. Dokumentiert mit einem Y sind der JT in Bad Driburg und in Tietelsen. Bei den beiden letzten JT der 2./512. unter Arnold und Becker erfolgte wohl keine Kennzeichnung. Sie stießen ja erst nach ihrer Entladung auf dem Bahnhof in Vierliehausen zu Oberleutnant W. Schrader bzw. zur 507. Was die dreistelligen Nummern auf den JT von Arnold und Becker betrifft, dass waren Phantasien von U. Saft. Genauso verhält es sich mit der angeblichen Zerstörung eines JT bei Harste. Dieser Verlust konnte nicht nachgewiesen werden. Standorte von zerstörten/liegengebliebenen Jagdtigern im Harz/Harzvorland: Bad Driburg, an der Straße zwischen Vierlie-u. Vernawahlhausen, Tietelsen, Dorste-Marke, Osterode, Beierfelde und Dammhaus. Insgesamt 7 Jagdtiger. Wo der angeblich der 8.reparierte JT abgeblieben ist, der noch in Richtung Harz transportiert wurde, keine Ahnung+kein Nachweis.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    stimme Petzi zu. Für genaue Karten, Standorte, etc., gibt es andere Foren. Mißbrauch ist leider nie auszuschließen und das FdW hat bisher gute Erfahrungen damit gemacht, solche Dinge nicht in einem Thread zu behandeln. Wer möchte, kann doch dem Betreffenden eine PN schicken.

    MfG Wirbelwind

    Hallo Ingo,

    Deine weiteren Ergänzungen zum Sonderunternehmen Dyhernfurth sind ebenfalls interessant. So wie es scheint, richtete die Einleitung der Kampfstoffe in die Oder kaum größere Schäden an. Die Nervengifte wurden neutralisiert und den Russen entging vorerst, was da produziert worden war. Ein Glück, dass es zu keinen weiteren Vorfällen kam. Nicht auszudenken, was es für Folgen hätte haben können, wenn plötzlich eine Giftgaswolke losgewabbert wäre. Das die KZ-Insassen, welche die Abfüllungen vornahmen, ,,besser" behandelt worden sind, als jene, welche bei der Erweiterung der Fabrik zum Einsatz kamen, hängt vielleicht mit dem Geschick zusammen, was gebraucht wurde, um bei der Abfüllung nicht laufend Unterbrehungen durch Unfälle zu erzeugen. Trotzdem sollen wohl die daran beteiligten KZ-Insassen sich latent vergiftet haben, ohne gleich daran zu sterben. So zumindest habe ich das Mal vor sehr langer Zeit in einer Publikation gelesen.

    MfG Wirbelwind

    Hallo Stephan,

    für mich ist die in den Thread gestellte Nara-Rolle zu Bienenkorb interessant. Bis vor kurzem kannte ich das Projekt nicht. Die ,,Natter" schon ein wenig. Von Versuchen damit in Hillersleben ist mir nichts bekannt. Die entscheidenden Tests mit dem Einweg-Raketenflugzeug fanden meines Wissens nach in Baden-Würtemberg, z. Bsp. Heuberg, Ochsenkopf statt. Dort startete nach meinem Wissen am 01.03.1945 der einzige bemannte Versuch mit einer ,,Natter", der für den Piloten tödlich endete. Was die genaue Ursache für den Absturz war, darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen. Ich finde nur bemerkenswert, dass sich die Waffen etwas ähneln.

    MfG Wirbelwind

    Hallo Ingo,

    Danke für die schnelle Rückmeldung. Da haben die Betreffenden aber großes Glück gehabt. Oft endeten solche Unfälle, die ja auch beim Abfüllen der Geschoße mit Nervengift in der Fabrik vorkamen, letal. Doch da betraf es wohl überwiegend nicht die deutsche Arbeiter, sondern eingesetzte KZ-Häftlinge. Die waren aber den Verantwortlichen aus bekannten Gründen nicht so wichtig.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    sehr interessanter Bericht für mich, den Atlantis hier in den Thread gestellt hat. Ein paar Fragen dazu hätte ich noch. Unter anderem wird berichtet, dass sich durch Platzen eines Ventils ein Teil der Pioniere und Techniker stark kontaminiert wurden. Bedeutete das den Tod der Betreffenden oder gab es damals schon wirksame Gegenmittel bzw. Schutzkleidung? Bewirkte die Einleitung der Giftstoffe nicht ein massenhaftes Fischsterben in der Oder? Die vorgenommenen Sprengungen/Zerstörungen müssen ja relativ geringfügig gewesen sein, wenn der Russe nach dem Krieg das Werk demontierte und wieder zur Produktion aufbauen ließ oder habe ich da etwas übersehen?

    MfG Wirbelwind

    Moin Sascha,

    jetzt bin ich durch Deine Aussagen ein wenig verwirrt. Der Jagdtiger gilt als Kasemattpanzer und besitzt daher keinen drehbaren Turm. Ein Kennzeichen dieses Panzertyps ist es, aufgrund des sehr engen Schwenkbereiches der Kanone, das faktisch das gesamte Fahrzeug auf das Ziel ausgerichtet werden musste, wie bei jedem Jagdpanzer/Sturmgeschütz üblich. Daher kann ich mir schlecht vorstellen. dass die Kasematte um 360 Grad drehbar gewesen sein soll. Etwas anderes ist es, dass das Scherenfernrohr um 360 Grad drehbar war. Da hatte ich einen Denkfehler. Ich nahm an, dass es starr verankert war. Danke für den Hinweis.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    danke Sascha für die Aufnahme mit der Klappe und des darin befindlichen Scherenfernrohr im Jagdtiger. Trotz der verbesserten Beobachtungsmöglichkeit mit dem Scherenfernrohr bleibt natürlich ein Problem in meinen Augen. Zur Rund-um-Beobachtung mit dem Scherenfernrohr muss sich der gesamte Jagdtiger drehen, seine Kasematte war ja nicht beweglich. Vor dem gleichen Problem standen auch die StuGs. Allerdings waren die mit Sicherheit wendiger, als ein Jagdtiger.

    MfG Wirbelwind

    Hallo Holger,

    schön, dass Du die ergänzenden Hinweise zu Prof. Osenberg in den Thread gestellt hast. Das hellt einiges auf und zeigt mir, egal welches System, Fachleute werden immer gebraucht. In der sowjet. Besatzungszone war es nicht viel anders, trotz verordnetem Antifaschismus. Aber das führt an dieser Stelle zu weit. Osenberg und seine Mitarbeiter forschten ja unter anderem an den Projekten ,,Bienenkorb" und ,,Planet", die zur Abwehr von alliierten Jägern und Bombern dienen sollten. Inwieweit gibt es denn da unter Umständen Überschneidungen mit der Bachem Ba 349 ,,Natter"? Diese sollte ja ebenfalls dazu dienen, die alliierte Luftüberlegenheit im Reichsgebiet zu reduzieren.

    MfG Wirbelwind