Posts by wirbelwind

    Hallo,

    nun scheint es ja wirklich so, dass der Truppentransporter MS ,,Pionier" am 02.09.1940 durch ein Torpedo des britischen U-Bootes HMS Sturgeon versenkt wurde. Auch die gemachten Unterwasserbilder sollen belegen, dass ein Torpedo die Ursache für den Untergang ist. Von deutscher Seite wurde das ursprünglich bestritten.

    MfG Wirbelwind

    Hallo Hermulen,


    nach meinem Kenntnisstand erhielt der bekannte Flieger Oberstleutnant Adolf Galland am 21. Juni 1941 als erster die Schwerter zum Ritterkreuz mit Eichenlaub. Daher kann es, wie Du richtig bemerkst, bei den Kämpfen um Narvik von April-Juni 1940 noch keinen Schwerterträger gegeben haben. Ob zu einem späteren Zeitpunkt einem Angehörigen der Wehrmacht in Norwegen diese Auszeichnung abgenommen wurde oder wie sonst dieses Museum in Besitz dieser Auszeichnung kam, ist mir nicht bekannt. Es stellt sich für mich aber auch die Frage nach der Echtheit der ausgestellten Auszeichnung. Immerhin gab es nach meinem Wissen nur 159 Beleihungen mit ,,Schwertern".


    MfG Wirbelwind


    Vergiss bitte beim nächsten Post die Grußformel am Anfang und Ende Deiner Nachricht. Gehört zu den Forumsregeln.

    Hallo,

    vielleicht noch folgende Informationen zu Generalleutnant Kurt Dittmar. Bei den beschriebenen Kämpfen in Finnland erkrankte Dittmar so schwer, dass er im Anschluss nicht mehr frontverwendungsfähig wurde. Er agierte dann ab April 1942 bis fast Kriegsende als militärischer Rundfunkkommentator. Kurz bevor sich der Ring um Berlin schloss, setzte sich Dittmar mit seinem Sohn in die Nähe von Magdeburg ab. Aufgrund seiner Popularität versuchte er im April 45 eine Übergabe der dt. Verwundeten in Magdeburg an die Amerikaner zu erreichen. Dieser Versuch scheiterte und so ergab sich Dittmar den Amerikanern, was diese natürlich propagandistisch ausschlachteten. Ein ganz großer Teil eben dieser Verwundeten fiel in russ. Hände.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    der dt. Scharfschütze Josef Allerberger schildert in seiner Biografie folgende Begebenheit. Im Juli 1943 griff seine Einheit, das G.J.R. 144, im Donezkbecken durchgebrochene russ. Truppen an, die bereits einen Brückenkopf gebildet hatten. Seine Gruppe stieß dabei auf einen Stollen. Darin waren ursprünglich 35 Russen beim Rückzug der Roten Armee zurück gelassen worden. Befehlsgemäß sollten sie dort ausharren. die Stellung halten, bis die eigenen Truppen wieder zurück kamen.Es vergingen aber viele Monate und die Rote.Armee tauchte nicht auf. Die Vorräte waren bald verbraucht. Ein Polit-Offizier achtete auf die strikte Einhaltung des Befehls. Als sich die Stimmen unter den Soldaten mehrten, sich aus der Stellung zurück zu ziehen, tötete der Polit-Offiz. 2 der jüngsten Soldaten. Sie waren gerade 16 Jahre alt. Unter vorgehaltener Waffe befahl er, die Toten auszuweiden, zu zerlegen und über Feuer haltbar zu machen. Als das Fleisch aufgegessen war, erschoss er den nächsten. Zuletzt lebten noch zwei von ursprünglich 35. Ein Landser sprach und verstand russisch. So kamen die Details heraus. Danach riss ei anderes Gruppenmitglied seine MP 40 durch und erschoss die beiden Russen.

    Solche Bilder bekommt man schwer aus dem Kopf. Andere Fälle von Kannibalismus wurden ja bereits erwähnt (Stalingrad). Ob es auch in russ. Kriegsgefangenenlagern dazu kam, ist mir nicht bekannt.

    MfG Wirbelwind

    Hallo Dieter,


    mir ist schon bewusst, dass der Begriff: ,,Unzureichende Behandlung im Feldlazarett" in Kriegszeiten breiten Raum für Interpretationen/Spekulationen lässt Gerade auch im Falle von Kurt Knispel, der ja durch den Granatsplitter in der Stirn schwer verwundet war. Ob es für ihn überhaupt eine Überlebenschance gab, werden wir wohl nie mehr erfahren. Vor Jahren hatte sich hier im Forum ein ehemaliges Besatzungsmitglied von Knispels ,,Kötis" , Rudolf Barth, gemeldet, der die schwere Verwundung seines Kommandanten durch Splitterwirkung miterlebte.(Thread: Kurt Knispel Panzerbesatzung, Feldwebel Skoda) Leider brach der Kontakt zu diesem Manne sehr schnell wieder ab. Ob dieser seine Erinnerungen irgendwo schriftlich festgehalten hat und ob zu der aufgeworfenen Frage etwas drin steht,, sofern es diese gibt, ist mir leider nicht bekannt. Besagtes Besatzungsmitglied dürfte mittlerweile bereits bei der ,,Großen Armee" weilen.


    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    auch wenn mittlerweile über 8 Jahre vergangen sind, seit der letzte Post in diesem Thread eingestellt wurde, möchte ich doch ein paar Fragen hier los werden, Es geht mir um die näheren Todesumstände von Kurt Knispel, der ja am 28.04.1945 als Panzerkommandant eines ,,Kötis" fiel. Gestorben ist er infolge einer Verletzung mit Granatsplittern. Ursprünglich wurde mitgeteilt, dass infolge eines Treffers die Munition seines Panzers explodierte und die dadurch entstandenen Splitter ihn töteten. Quasi wurde auch angenommen, dass neben ihm die gesamte Panzerbesatzung dabei den Tod fand. Dem wurde später widersprochen. Es haben Mitglieder der Panzerbesatzung überlebt. Nach Auffassung eines Überlebenden soll sich der Tod Knispels folgendermaßen zugetragen haben. Am 28.04.45 erwischte Knispel eine MG-Garbe in der Brust, als er im offenen Turmluk stand. Beim Bergen des Verwundeten explodierte eine Mine in seiner unmittelbaren Nähe. Splitter drangen in ihn am Kopf ein und verwundeten ihn zusätzlich schwer. Er wurde in ein Behelfslazarett transportiert, wo er 2 Stunden später verstarb. Die schlechte Versorgung seiner Verwundungen sollen maßgeblich zu seinem Tod beigetragen haben. Das Auffinden seiner sterblichen Überreste, nach fast 68 Jahren seit seinem Tode, auf Kirchengelände könnte in meinen Augen ein Indiz dafür sein, dass Knispel in einem Behelfslazarett verstarb und nicht in seinem Panzer.

    Ob sich nach so langer Zeit noch die am Hals/Nacken befindliche Tätowierung erkennen lässt, wie ebenfalls mitgeteilt wurde, daran habe ich meine Zweifel. Identifiziert wurden seine Gebeine anhand der mit aufgefundenen Erkennungsmarke.

    Warum es nicht gelang, so wie ursprünglich angedacht, seine Gebeine nach Deutschland zu überführen, ist mir nicht bekannt. Kurt Knispel ruht auf dem Soldatenfriedhof in Brno. Wie verhält es sich nun wirklich mit den Todesumständen von Kurt Knispel? Gibt es im Forum Erkenntnisse darüber, ob es zutreffend ist, dass die unzureichende Behandlung seiner Verwundungen zu seinem Tode führten?

    MfG Wirbelwind

    Hallo Arnd50.

    bei uns galten 7 Bier als warme Mahlzeit. Manch einer hat da ordentlich reingehauen. Wenn ich da an die halbe Flasche Bier pro Mann der U-Boot-Besatzung auf U 96 in einer Szene des Films ,,Das Boot" denke, da konnte das bestenfalls zum Benetzen der Kehle reichen. Dünnbier während Kriegszeiten waren bestimmt kein Genuss und die originale ,,Fanta" sicherlich ebenfalls nicht. Für mich schon etwas erstaunlich, wie lange die Amis ihre Rohstoffe für Coca-Cola und andere Dinge noch ins 3. Reich lieferten. Geschäft ist halt Geschäft.

    MfG Wirbelwind

    Hallo Jockel,

    denke mal, dass sich bereits in diesen Akten, die ja nur einen Ausschnitt der Denunziationen von Familienmitgliedern im 3, Deutschen Reich darstellen, dass ganze Dilemma sichtbar wird. Hier ging es in der Regel um die körperliche Unversehrtheit der Denunzierten bis hin zur möglichen Todesstrafe. Das zeigen die von Dir eingestellten Fälle. Ganz so schlimm wurde mit den Leuten in der DDR nicht verfahren, die Westfernsehen sahen und von übereifrigen Lehrern gemeldet wurden. In den 70 zigern spielte dies kaum noch eine Rolle. Wir wurden nicht gefragt, wie die Uhr aussah. Allerdings konnten wir auch kaum Westfernsehen empfangen. Das Leute , Ehepartner oder andere Familienmitglieder sich gegenseitig im Auftrage der Stasi bespitzelten, fand und finde ich widerwärtig. In unserer Familie ist dies nicht vorgekommen, zumindest geben das die zugänglichen Stasi-Akten nicht her. Bei meinem Schulkameraden sah das anders aus. Die Mutter hat den Vater jahrelang im Auftrage der Stasi bespitzelt. Mir ist bis heute nicht klar, warum. Das die ,,Ständige Vertretung der Bundesrepublik" verwanzt worden ist, für mich durchaus vorstellbar. Abgehört auf alle Fälle hochrangige Politiker. Das ist Geheimdiensten nun mal in Blut und Fleisch übergegangen und kaum kontrollierbar. Frau Merkel musste das ja auch von den Amerikanern zur Kenntnis nehmen.

    MfG Wirbelwind

    Hallo Jockel.

    das ist für mich schon starker Toback, was Du da heraus gefunden hast. Selbst wenn Vertreter der NSDAP eine Begnadigung gutheißen, muss die Ehefrau selbst nach damaligen Maßstäben moralisch und sittlich weit unten gestanden haben. Selbst dem verantwortlichen Kriegsrichter ist es nicht gelungen, die Frau von ihrem verwerflichen Tun abzuhalten. Ist denn bekannt, ob es nach dem Krieg noch ein gerichtliches Nachspiel für diese Frau gab?

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    es ist für mich immer wieder interessant, was verschiedene Forumsteilnehmer zum Thema alles so ausgraben. Prima. Die Geschichte, bis wann EK I+II aus dem 1.WK verliehen wurden, kannte ich so nicht und war natürlich über den ,,Endtermin" der möglichen Beleihungen erstaunt. Im Spiegel dessen, was nun über den besagten Oberstleutnant Fischer bisher heraus gefunden wurde, lässt sich meine These, es ging bei der angestrebten Versetzung möglicherweise auch um weitere Auszeichnungen, nicht weiter aufrecht erhalten. Spannend bleibt für mich die Frage, ob er den Krieg überlebt hat

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    neben eingefleischten Nazis, Ehekrise, könnte vielleicht auch die Erklärung darin liegen, dass der Ehemann weiter Karriere machen bzw. ein paar Auszeichnungen erringen sollte. Schließlich wird diesbezüglich der Herr Oberstleutnant als Heimatkrieger nicht viel vor zu weisen gehabt haben. Außerdem war ja die Abwehr nach dem gescheiterten Attentatsversuch auf Hitler nun gerade nicht mehr als Institution sehr begehrt sondern misstrauisch von den anderen Sicherheitsdiensten beäugt. Dienst an einer Artillerie-Schule ist ja in meinen Augen auch nicht gerade ein Frontkommando, wo der Betreffende an der HKL oder kurz dahinter sich aufhält.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    was mich ein wenig wundert, dass der besagte 84 jährige Sammler ,,nur wegen eines MG-Laufes und 2 Patronen" verurteilt worden ist. Gefunden wurde wohl wesentlich mehr an Munition (1000 Schuss). Was wird aus den anderen Sammlerstücken (MGs, Sturmgewehre, halb-u. vollautomatische Pistolen)? Beim Bergen des ,,Panthers" durch die Bundeswehr 2015 soll der ,,Panther" und das Wohnhaus des Sammlers Schaden genommen haben, Wer muss dafür aufkommen? Eigentlich wäre die Staatskasse dafür dran und wurde das bei der Bemessung des Strafgeldes berücksichtigt? Ob der Verzicht des Verurteilten u.a. auf Schadensersatz dabei auch eine Rolle spielte? Offen bleibt für mich vorerst auch, was den Sammler in NRW für den Kauf der 8,8 cm Flak favorisiert und da meine ich nicht den möglichen Erlös. Wenn die Flak sowie so unbrauchbar gemacht wird, weil mögliche Kriegswaffe, dann könnte doch auch der verurteilte Sammler weiter darüber verfügen. 6 Jahre Prozess und mediale Aufmerksamkeit haben mit Sicherheit einiges bei diesem Mann hinterlassen.

    MfG Wirbelwind

    Hallo Rainer,

    nehme an, dass der Landser irgendwo ein Stück Papier am Mann getragen hat, um die Notdurft im Notfall auch im Feld verrichten zu können. Beim ,,DAK", im Winter oder im hohen Norden war es bspw. mit anderen Materialien etwas schwierig. Genauso sicherlich bei der dünneren Variante des Stuhlganges (Ruhr, Diarrhoe). Selbst habe ich es beim Wehrdienst so gehalten, etwas Toilettenpapier im Feld bei mir zu tragen. Als Kind, wenn der Weg nach Hause bei entsprechenden Bedürfnis zu weit oder nicht opportun erschien, habe ich oft ,,Bärentatze" oder eben größere Blätter genommen.

    MfG Wirbelwind

    Hallo stuffz,


    wenn ich Dich richtig verstanden habe, war das von Dir erwähnte Toilettenpapier nur was für ganz harte Jungs in der britischen Armee. Für Dauergebrauch eher ungeeignet. Ähnliches ist mir beim Gebrauch von Klopapier in der Wehrmacht noch nicht untergekommen. Vorstellbar für mich, dass das Wehrmachttoilettenpapier ebenfalls nicht gerade sanft zum Hintern war. Allerdings auch nicht so kratzig, dass anschließend Salbe zum Einsatz kommen musste. Im Feld wird der Landser sicherlich kaum Toilettenpapier für das ,,Geschäft" gehabt haben, sondern musste sich mit anderen Materialien behelfen.


    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    das erste Mal gesehen habe ich besagtes Toilettenpapier auf einem Bild, als im Zuge der Pandemie das Toilettenpapier in den Regalen knapp wurde. Es wurde als eiserne Reserve von Opa bezeichnet, die er nun anreißen musste. Schon aus dieser Konstellation heraus neige ich auch dazu, die ganze Geschichte nicht ernst zu nehmen. Im Internet wird noch heute angeblich echte Wehrmachts-Klopapier angeboten, dass der hier abgebildeten Klopapierrolle täuschend ähnlich sieht für 28,50 € zzgl. Versand. Frage mich nur, wie das Klopapier bei der damaligen Zusammensetzung 80 Jahre überstehen konnte ,ohne zu zerfallen. In den 90zigern soll es Repliken zu den dem besagten Klopapier der Wehrmacht gegeben haben.

    MfG Wirbelwind

    Hallo Kwer u. rolli.m,

    irgendwo her mussten die angestrebten 100 % Zustimmung in der DDR schon kommen. Allerdings kenne ich den Einsatz der ,,Fliegenden Wahlurne" bei uns auf dem Dorf ab 14.00 Uhr.

    Es stimmt schon, dass die Nichtwähler in der Regel körperlich unversehrt blieben, aber .Stress gab es allemal. Auf subtile Art machten sich bestimmte staatliche Organe bemerkbar, wenn der Nichtwähler bspw. zu Verwandten in den Westen reisen wollte.

    MfG Wirbelwind

    Hallo Thilo,

    das hätte ich selbst auch nicht so vermutet, aber wie schon geschrieben. Entweder haben sich die SA-Leute im dörflichen Bereich oder in Kleinstädten die Nichtwähler vorgeknöpft oder später die Gestapo. Zumindest ist für mich vorstellbar, dass diese Menschen unter verstärkter Beobachtung standen. Interessantes Dokument.

    MfG Wirbelwind

    Hallo Robert,

    habe mit Interesse Deine bisherigen Posts in diesem Thread gelesen. Schließlich waren ja ein Großteil Volksdeutscher aus Ungarn Angehörige der 18. SS-Freiwlligen- Panzergrenadier- Division ,,Horst Wessel". Was mich allerdings wenig verwunderte in Deiner letzten Nachricht, war der Hinweis, dass der Ungar-Deutsche N. Fiedler nach seiner Meldung im Stab besagter Division, in ein Arbeitsbataillon der ,,HW" gekommen ist. Dererlei ist mir im Zusammenhang mit Divisionen der Waffen-SS noch nicht unter gekommen, zumal in Zivilkleidern und zum Schanzen bzw. Ausbau von Stellungen. Auch das die Flucht und Wiederergreifung von N. Fiedler keine weitere Konsequenzen für ihn hatte, erstaunt schon. mit anderen wurde wegen Fahnenflucht nicht lange gefackelt. Außerdem waren zu dieser Zeit Dezember 1944 die Kämpfe um die ,,Festung" Budapest in vollem Gange. Da hatte N. Fiedler verdammt viel Glück, wie es scheint.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    dieses Problem, ob es sich eventuell um verfärbten Phosphor bei der Bernsteinsuche handeln könnte, habe ich für mich so gelöst.

    Ein Schraubglas mit Kochsalzlösung und einem Schuss Essig. Dahinein kommt das Fundstück. Handelt es sich um Bernstein, steigt dieser nach oben. Unter Wasser entzündet sich Phosphor nicht selbst.

    MfG Wirbelwind