Posts by wirbelwind

    Hallo,

    finde das Bild und die entsprechenden Posts dazu ebenfalls sehr interessant, weil so noch nicht gesehen bzw. gelesen. Kenne nur den Transport von Regelspurwaggons auf Waggons der Schmalspur bei uns daheim.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    eine Frage interessiert mich. Bei den Erschossenen, soweit eine Beerdigung stattfand, durfte diese Grabstelle nicht als Kriegsgrab gekennzeichnet werden. Zumindest stand dies so auf der Gräberkarte von G. Battist, der ja auf dem Friedhof in Frankfort/Oder seine letzte Ruhestätte fand. Im Duktus der damaligen Zeit waren ja erschossene Fahnenflüchtige nicht für Führer, Volk und Vaterland gefallen. Demzufolge, so meine Herangehensweise, galten diese als minderwertig. Vorstellbar, dass nur das Geburts-u. Sterbedatum vermerkt werden durfte.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    so wie der Oberfeldwebel Moser dachten damals viele. Nur so lässt sich für mich zum Teil die sprichwörtliche Nibelungentreue bis zuletzt erklären. Die Saat der Propaganda von Goebbels und seiner Helfershelfer war aufgegangen. Sicher, auch vor den Nazis gab es bereits Ressentiments in der Bevölkerung. Doch mit deren Herrschaft wurden diese vertieft und erweitert. Zum Ende hin lief es auf ,,Siegen oder Untergehen" hinaus. Nur hatte sich das Regime 1944 bereits fast zu Tode gesiegt. Daran änderte auch der in diesem Jahr höchste Rüstungsausstoß nichts mehr.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    kurz zu den aufgeworfenen Fragen. ,,Frankfurter Grüne Soße" kenne ich nicht, liest sich aber interessant, lieber Anhalter. Werde meine Küchenfee bitten, dieses Gericht mal zu zubereiten.

    Karl, Du liegst mit Deinem Hinweis insofern richtig, dass ich in einem Dorf an der Neiße groß geworden bin. Selbst hatten wir keine Landwirtschaft, bin aber oft bei einem Bauern in unserem Dorf als Kind gewesen.

    Bärlauch gab es im Umkreis von 30 km nur an einer einzigen Stelle, daher war er mir früher nicht bekannt. Erst in den letzten Jahren bin ich darauf gestoßen. Quark mit Bärlauch ist für mich mittlerweile ein Genuss.

    Der steht inzwischen auch im Garten. Maiglöckchen ebenfalls und so wundere ich mich schon ein wenig, wie da Verwechselungen auftreten können. Die Blätter der Maiglöckchen sind wesentlich breiter als die des Bärlauchs.

    Richtigerweise schmeckt Bärlauch nach Knoblauch. Spätestens dann würde ich das einzelne Blatt wieder ausspucken, sofern es anders schmeckt.

    Auf weitere Rezepte bin ich gespannt. Vielleicht sollte deshalb ein neuer Thread aufgemacht werden.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    wenn ich mir die hier in diesem Thread eingestellten Seiten durchlese, bin ich wieder ein Stück in die Kindheit zurück versetzt. Selbst kein Kriegskind, waren aber die Auswirkungen des Krieges auf die Ernährungslage in den 50/60ziger Jahren bei uns daheim zu spüren. Gehungert haben wir nicht aber es gab auch nicht so viele Fleischgerichte wie heute bei einer Vielzahl von Leuten. Brennesselsalat von den ersten Blättern/Trieben mochte ich. Holundersuppe weniger. Heidelbeerkompott dagegen sehr. Wurde bei Fieber verabreicht. Sauerampfer naschten wir so und Brunnenkresse gab es gehackt auf das Butterbrot. Rhizome des Ackerschachtelhalmes lutschten wir aus, weil es süßlich schmeckte. Ebenso die Blüten der Taubnessel. Brombeeren, Himbeeren und Walderdbeeren wurden ebenfalls sehr gern verzehrt. Zur Pilzzeit wurden regelrechte Familienausflüge unternommen und nach dem Sammeln gemeinsam verzehrt. Egal, ob Waldpilze oder Wiesenchampignons.

    MfG Wirbelwind

    Hallo Karl,

    da hast Du natürlich recht. Sehe Igel ebenfalls als putzige Kerlchen an. Letztes Jahr war einer, der uns besuchenden Igel so zutraulich geworden, dass er bis an meine Füße heran kam, als wir abends auf der Terrasse saßen. Allerdings wenn einem der Hunger bereits seit längerem in den Gedärmen sitzt, denkt der Betroffene wahrscheinlich nicht daran. Ähnlich verhielt es sich ja auch mit Katzen und Hunden nach dem Krieg.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    als Heranwachsende haben wir natürlich viel Schabernack angestellt. Unter anderem auch das ein oder andere junge Huhn vom Bauern einer uns genehmen Verwendung zugeführt. Es wurde getötet, grob gerupft, ausgenommen und danach mit Lehm umhüllt. Dieses,,Lehmhuhn" kam dann in ein Feuer. Darin schmorte es im eigenen Saft. Sobald das Feuer herunter gebrannt war, wurde der hart gebrannte Lehmklumpen aufgeschlagen und das gegarte Huhn verzehrt. Es hat uns geschmeckt. So ähnlich könnte ich mir auch in etwa eine Zubereitung beim Überlebenstraining vorstellen.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    als Kind habe ich, wie so mancher aus dem Forum, Bucheckern gegessen. Schon alleine der Neugier wegen. Ist denn bekannt, wie Öl aus Bucheckern schmeckt? Kann mir gut vorstellen, dass auch nach Kriegsende diese Möglichkeit genutzt wurde.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    bleibt für mich die Frage offen, ob die darauf abgebildeten Scharfschützen konzentriert zum Einsatz kamen bzw. vereinzelt, wie zu vermuten ist. In der bisher für mich zugänglichen Literatur zu den Gefechten um Bautzen/Weißenberg im April 45 habe ich keine entsprechenden Hinweise gefunden.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    da wird er nicht der einzige gewesen sein. Selbst im Stalingrader Kessel sollen noch sogenannte ,,Fuchsjagden" von höheren Offizieren durchgeführt worden sein, als die Landser bereits vor Hunger zu krepieren begannen. Nichts geht eben über einen gepflegten Ausritt.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    kann es sein, dass das mit den tiefen Temperaturen des Winters zusammenhängt? Das es keine Aussetzer gibt, wenn die Patronen im Magazin eine bestimmte Temperatur nicht unterschreiten?

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    bisher ist es mir leider nicht gelungen, an neue Erkenntnisse im Falle Breitenstein und der Erschießung der italienischen Kriegsgefangenen heran zu kommen. Hab allerdings über die These eines Lokalhistorikers nachgedacht, dass die besagten ital. Kriegsgefangenen zum Bau eines stabilen Bunkers im Waldgebiet um Breitenstein zu Kriegsende heran gezogen worden sind. Dieser sollte SS-Angehörigen als Versteck vor den Amerikanern dienen. Was, wenn dieser Bunker als Unterschlupf für den ,,Werwolf" gedacht war? Schließlich sollen sich ja Mitglieder dieser Organisation im Harz bewegt haben und der Angriff im April 45 auf den von Amerikanern besetzten Brocken auf ihr Konto gehen. Zwar mordete der ,,,Werwolf" in der Regel heimtückisch aber öffentliche Hinrichtungen von ,,Verrätern" sind auch bekannt. Sicherlich weiterhin viel spekulatives, doch zumindest eine Überlegung wert.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    habe erst einmal geschluckt, als ich im Post von Eberhard las, dass es keine zweisitzigen Schulungsmaschinen der Me 262 gab. Also letzten Endes ,,learning by doing" und dazu wahrscheinlich viel zu oft noch ,,Schnellbesohlung", um rasch genügend Maschinen bei der Reichsluftverteidigung einsetzen zu können. Tödliche Unfälle blieben da mit Sicherheit nicht aus. Vor diesem Hintergrund ist es für mich schon erstaunlich, wie schnell sich der Jagdpilot W. Schuck einfuchste und zu Abschüssen kam. Bin auf die weiteren Berichte dazu gespannt.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    als Laie stecke ich nicht so tief, wie bspw. Schorsch, in der dt. U-Boot-Entwicklung und im U-Boot-Krieg drin. Trotzdem seien mir ein paar Bemerkungen gestattet. Mir persönlich liegen die Diskussionen, was wäre wenn gewesen, nicht. Der Kriegsverlauf lässt sich meiner Meinung nach nicht seriös umdeuten. Klar ist für mich auch, dass sich generell eine effiziente Kriegswirtschaft auf den Ausstoß der Rüstungsgüter auswirkt. Dass die deutsche Kriegswirtschaft an dieser Stelle etliches an Reserven hatte, zeigt sich mir besonders deutlich ab dem Zeitpunkt, als Speer die Verantwortung dafür trug. Letztendlich erreichte er mit seinen Maßnahmen, dass 1944 die höchsten Produktionszahlen in der Rüstungsindustrie erreicht werden konnten, trotz Rohstoffknappheit und zunehmenden alliierten Bombenangriffen. Freilich, auch er konnte nicht zaubern. Die Treibstoffe, Munition und Rohstoffe blieben trotzdem knapp. Sicherlich waren die ersten U-Boote des Typs XXI mit einer Anzahl von Kinderkrankheiten behaftet, für die erst nach und nach eine Lösung gefunden werden konnte. Auch die Ausbildung der erforderlichen Besatzungen unter den damaligen Bedingungen brauchte seine Zeit, die dem Deutschen Reich in der Endphase einfach davon lief. Wenn an der einen Stelle die zu geringe Überwassergeschwindigkeit bemängelt wird, so verweise ich auf die mögliche Unterwassergeschwindigkeit dieses Typs. Nach meinen Kenntnisstand reichte diese aus, um den meisten damaligen Korvetten und Fregatten zu entkommen. Daher ist die mögliche Tauchtiefe von 240 m in meinen Augen nicht so gravierend. Alternativ gab es für das Boot die Möglichkeit, seinen Gegner durch entsprechende Geschwindigkeit zu entkommen. Noch ein kurzes Wort zur dt. Ingenieurs-u. Konstruktionskunst. Davor ziehe ich in gewisser Weise meinen Hut. Was aus den Gegebenheiten für Erfindungen und Konstruktionen kreiert wurden, dass spricht für sich. Nicht umsonst machten die Alliierten auf diesem Gebiet ordentlich Beute, weil zum Teil wegweisend. Anderseits hüte ich mich davor, die deutschen Kriegsgüter zum Maß aller Dinge zu machen. Schließlich konnten auch deutsche Ingenieure/Konstrukteure sehr gut abkupfern. Denke da nur an den Schnorchel, die Bazooka oder die Anordnung der Panzerung des T-34.

    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    danke Julian und Gebhard für die Hinweise. Jetzt blicke ich besser durch. Ja berauschend sind die Abschusszahlen durch die eingesetzten Me 262 anhand des letzten Posts von Gebhard nicht gerade. Ob bei konzentrierteren Einsatz der flugbereiten Me 262 ein höheres Abschussergebnis hätte erzielt werden können, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht können dazu die Experten noch etwas mitteilen. Mehr als 200 einsatzbereite Me 262 soll es gleichzeitig nicht gegeben haben. Trotzdem kann ich mir vorstellen, bei allen Schwächen, die die Me 262 bei Start und Landung hatte, 50 und mehr Maschinen von diesem Typ an einen großen Bomberstrom heran geführt, da wären die Abschusszahlen höher gewesen. Nur leider sind das Spekulationen.


    MfG Wirbelwind

    Hallo Gebhard,

    mit der von Dir angegebenen Annäherungsgeschwindigkeit von 100-1400 km/h der Me 262 an Bomberströme von vorn kann ich nicht viel anfangen. Lt. Fliegerrevue konnte die Me 262 in 6000m Höhef 870 km/h Höchstgeschwindigkeit (0,86 Mach) erreichen. Nach meinem Wissensstand soll es es gegen Kriegsende deutscherseits nur einmal vorgekommen sein, dass (fast) Überschallgeschwindigkeit (1 Mach) erreicht wurde. Die liegt in Abhängigkeit der Lufttemperatur bei etwa 1200 km/h. Bitte um Klärung.

    MfG Wirbelwind

    Hallo Steffen,


    das mag für Dich auf den ersten Blick so zu scheinen. Nur gehe mal davon aus, dass nicht alle, die das Forum beobachten, diesem auch wohlgesonnen sind. Daher achten die Administratoren und Moderatoren darauf, dass an der Stelle nichts anbrennt und das ist in meinen Augen auch gut so. Was brächte es den Forumsteilnehmern, wenn durch dergleichen die Forumsarbeit erschwert oder unmöglich gemacht werden würde? Gerade wo hier Fachwissen existitiert.


    MfG Wirbelwind

    Hallo,

    es ist für mich klar, dass ein Forum Regeln braucht, sonst wird es unter Umständen rasch wieder geschlossen. Die Moderatoren und Administratoren verwenden viel Zeit darauf, dass Forum am Laufen zu halten und auf eine gute/sehr gute Qualität der Beiträge einzuwirken. Das sollte jeder bedenken, wenn er meint, nicht gebührend behandelt zu werden. Die Versuche, rechtes Gedankengut auch in ein solches Forum zu tragen, sind sicherlich nicht unerheblich. Daher wird, und das meiner Meinung zu recht, dagegen eingeschritten, sobald sich dergleichen offenbart. Da wird nicht lange gefackelt. Der entsprechende User wird aufgefordert, sich zu erklären und belastbare Fakten zu bringen. Für mich vollkommen nachvollziehbar. Das Huba und andere mit ihren Bemerkungen dazu nicht immer auf Gegenliebe stoßen, erklärbar.

    Warum Siegfried bisher nicht eine Möglichkeit gefunden hat, anders zu kommunizieren, ist bedauerlich. Gerade auch in Anbetracht seiner Erkrankung. Mir fällt es ebenfalls schwer, einen großen Teil seiner Posts zu lesen und zu verstehen. Das bildet aber meiner Meinung nach die Grundlage für einen sinnvollen Disput. Ich kann Justus verstehen, wenn er jetzt sauer ist und für manche Dinge in diesem Zusammenhang kein Verständnis aufbringt. Selbst habe ich versucht, über einen Lokalhistoriker an neue Erkenntnisse über die Erschießung der besagten italienischen Kriegsgefangenen heran zu kommen. Leider gibt es seit 8 Wochen keine Antwort mehr. Warum, ist mir nicht bekannt. Dann habe ich versucht, über den Verein Spurensuche e. V. einen Kontakt zu Herr Dr. Neander aufzubauen. Leider bisher nicht von Erfolg gekrönt. Ob es noch klappt, werde ich sehen. Will damit nur zum Ausdruck bringen, dass es viel Geduld und Zeit braucht, um bestimmte Ereignisse aufklären zu können. Von einem Meinungs-TÜV habe ich jedenfalls hier im Forum noch nichts gespürt. Das manche Themen auf wenig Interesse stoßen, hat damit nichts zu tun. Entweder sind diese bereits an anderer Stelle behandelt worden und neue Erkenntnisse kaum zu erwarten oder mit zuviel Spekulativem behaftet bzw. stößt auf wenig Interesse.


    MfG Wirbelwind