Posts by knaff

    Servus pio92,


    Er wohnte in Oberschlesien ca.20km von Kattowitz.
    Es war ein kleines Dorf in der Nähe von deutsche Grenze. ()
    Er war 1915 geboren.


    Somit ist er im Deutschen Reich geboren worden und besaß auch bis zu seinem siebenten Lebensjahr die deutsche Staatsbürgerschaft.
    Ist bekannt ob sein Vater im 1.Weltkrieg in der preußischen Armee diente ?


    Liebe Grüße
    Niki

    Servus pio92,


    leider ist das von Dir eingestellte Bild nicht mehr zu sehen.


    Das Person wohnte in Polen vor dem Krieg.
    Wir wissen nicht, ob er "freiwillig" zum Wehrmacht beigetreten hat oder er war "mit einem Zwang " dort geschickt.


    Wo in Polen hat er vor dem Krieg gelebt ?
    In welchem Jahr ist er geboren ?


    Liebe Grüße
    Niki

    Servus Paule,


    vielen Dank für die Scans.
    Vor allem das ablehnende Schreiben Kaltenbrunners v. 11.11.1939 mit handschriftlichem Vermerk des SS-Pers.HA ( letztes Bild ) ist bemerkenswert.
    In weiterer Folge wurde Schweiger m.W.v. 10.09.1939 zum SS-Hstuf. befördert. ( Quelle: SS-Verordnungsblatt Nr.4 v.24.01.1940 )


    Liebe Grüße
    Niki

    Grüß Euch.


    Pohl, Helmut Ortwin --------- Untersturmführer-------- Mobilisierungsreferent der 90. Standarte /nach dem Anschluß Östereichs bis November 1939


    das grundsätzliche Problem ist, dass Schafranek hier von Joachim nicht korrekt zitiert wird.
    Schafranek schreibt :
    " Seit Juli 1937 Mitarbeiter des illegalen SD-Unterabschnitt Kärnten. Nach dem „Anschluss“ im Stab der 90. SS-Standarte (u. a. als Mobilisierungsreferent). Nach Kriegsbeginn dreiwöchige Übung bei der Wehrmacht, anschließend ab November 1939 Angehöriger der 8. SS-Totenkopf-Standarte (Krakau)."


    Pohl verblieb nach dem Anschluß beim SD. Seine Dienststellung war "Führer i. d.90.SS-Sta, (beurlaubt) / kdt. z. SD-HA"
    Quellen:
    RFSS Pers.Kanzlei Tgb.Nr.7 an SD-HA, Pers.Abt. v. 16.08.1938 Betr: Kommandierungen von SS-Führern des SS-Oa.Donau zum SD-Hauptamt
    SS-DAL v. 01.12.1938
    Berichtigungsheft zur SS-DAL 1938 v. 15.06.1939


    Von einem Mobilisierungsreferenten habe ich ( genauso wie Thomas) bis dato weder gelesen noch gehört.
    Es ist aber naheliegend, dass bei Ausbruch des Krieges von den Standarten kurzfristig ein Mob.Referent bestellt wurde, der für die Einberufung von Angehörigen der Standarte zu den SS-TV/Polizeiverstärkung zuständig war.
    Die 90.SS-Sta. dürfte Pohl 1939 vor oder nach seiner Einberufung zur Wehrmacht für eine Aufgabe dieser Art kurzfristig vom SD angefordert haben.


    Liebe Grüße
    Niki

    Servus Roman,


    Bilder ohne Quellenangabe stammen aus zeitgenössischen Büchern, die sich in meinem privaten Besitz befinden.



    Salzburger Chronik.jpg


    Woran erkennt man in dem Foto: "Beispielsweise dieser SS-Trupp ( vermutlich aus Oberösterreich ) mit Stiefeln und zivilen schwarzen Sakkos ", das es sich um SS-Männer handelt?
    Die SS ist nicht so mein Ding, vielleicht an den Schaftstiefeln?


    OÖ.jpg


    Gruss Niki

    Grüß Euch,


    als Adolf Hitler am 14. März gegen 17.00 Uhr in der österreichischen Bundeshauptstadt eintraf, erwartete ihn die Wiener SS bereits in ihren neuen vorschriftsmäßigen Uniformen.
    Diese waren von der Reichszeugmeisterei in München durch die Luftwaffen-Transportgruppe "Chamier" ( Ju-52 ) nach Wien-Aspern gebracht und am Vormittag des 14. März in der Aula der Wiener Universität an die illegale Wiener SS ausgegeben worden.


    Die Einkleidung der illegalen SS in der Wiener Universität beschreibt der spätere Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky, der an diesem Tag die letzte Prüfung seines Studiums ablegte, in Bd. 1 seiner Memoiren wie folgt :
    " Auf den Gängen draußen randalierten die Nazis. Die Universität war wie eine große Kaserne; es wurden Hemden, Stiefel und Hosen anprobiert. Dann stürmten einige in den Prüfungssaal. Einen von ihnen erkannte ich als meinen alten Mitschüler Felix Rinner......"


    Auf die exakte Passform der Bekleidung dürfte in der Hektik eher weniger geachtet worden sein.
    Bei genauerer Betrachtung der Ehrenwache, die von der SS-Standarte 89 an den Gräbern der justifizierten Juliputschisten Planetta und Domes gestellt wurde, ist diese Vermutung jedenfalls naheliegend.
    [Blocked Image: http://www.bildarchivaustria.at/Preview/359527.jpg]
    Quelle : http://data.onb.ac.at/rec/baa359527
    Die Aufnahme entstand am 07.04.1938 bei der Kranzniederlegung durch Rudolf Heß. Hinter Heß ist SS-Brigadeführer Hubert Klausner zu sehen.


    Die österreichische SS trug bis zum Abschluß der Neugliederung und Festlegung der Standartengebiete ( Mai 1938 ) den rechten Kragenspiegel blank ( ohne Nummer ).


    Liebe Grüße
    Niki

    Grüß Euch,


    wie versprochen geht´s hier weiter.


    Unmittelbar nach dem Umbruch begannen einzelne SS-Einheiten in Eigenregie an einem einheitlichen Erscheinungsbild zu basteln.
    Beispielsweise dieser SS-Trupp ( vermutlich aus Oberösterreich ) mit Stiefeln und zivilen schwarzen Sakkos :


    OÖ Sakko.jpg


    Diese Grazer SS-Angehörigen dürften sich an einem Uniformdepot der Heimwehr bedient haben :


    Graz.jpg


    Liebe Grüße - Fortsetzung folgt
    Niki

    Grüß Euch,


    dieses gelungene Portraitbild entstand anläßlich einer Reitveranstaltung und zeigt den NS-Multifunktionär, Inspekteur der SS-Hauptreitschule München, Präsidenten des Kuratoriums für das "Braune Band" und Münchner Ratsherrn SS-Brigadeführer Christian Weber.


    2.jpg


    Liebe Grüße
    Niki

    Grüß Euch,


    nachdem ich mich in diesem Beitrag mit der Einkleidung der österreichischen NS-Formationen nach dem "Anschluss" im allgemeinen befasst habe, möchte ich in diesem Thread speziell die Uniformierung /Einkleidung der österreichischen Schutzstaffel im März 1938 dokumentieren.


    Am 11. März 1938 begannen in ganz Österreich die tumultartige Unruhen. Die SS-Formationen trugen "Räuberzivil" - einheitliche Kleidung war nicht einmal ansatzweise verfügbar.
    Als Beispiel möchte ich die Besetzung des Verlagsgebäudes der klerikalen Tageszeitung "Salzburger Chronik" durch Angehörige der Salzburger SS in der Nacht des 11.03.1938 anführen :


    Salzburger Chronik 1.jpg


    Salzburger Chronik.jpg


    Salzburger Zeitung.jpg




    Ergänzend möchte ich noch die sogenannte "Aktion Rinner" erwähnen. Ein Gruppe von 40 SS-Männern unter der Führung von Kaltenbrunners Adjutanten Felix Rinner besetzte in den Abendstunden des 11.03. das von Nationalsozialisten belagerte Bundeskanzleramt.
    Dieses Kommando erzwang den Rücktritt der österreichischen Regierung und die Einsetzung Seyss-Inquarts als neuen Bundeskanzler.


    D.kl.VBl. 1938-03-13 a.jpg
    Bild: Das kleine Volksblatt v. 13.03.1938


    Liebe Grüße - Fortsetzung folgt


    Niki

    Servus Tim,


    das Band im Knopfloch zeigt an, dass er Inhaber des EK II.Klasse ist.
    Im Eifer des Gefechts ist Rainer ein Irrtum unterlaufen : Der hier abgebildete Feldwebel des Heeres ist nicht mit dem Infanteriesturmabzeichen sondern mit dem Allgemeinen Sturmabzeichen ausgezeichet worden.


    Liebe Grüße
    Niki

    Servus Thomas,


    Augsberger als "b.m.F. II/90" ist ein besonderer Spezialfall.
    Er wird von Himmler gegen seinen Willen von der SS-VT ( Hstuf. u. Kp.Chef 9./SS-"DF" ) mit Wirkung v. 01.08.1939 zur Allg.SS transferiert, zum Stubaf. ( Allg.SS ) befördert und mit d. Führung des II/90 beauftragt.
    Aus dienstlichen Gründen verbleibt er bis 23.08.1939 in seiner Funktion bei der SS-"DF" in der SS-Kaserne Wien-Schönbrunn.
    Er fährt nach Salzburg, wo er sich am 25.08. beim F.Oa.Alpenland Rodenbücher meldet und bitterlich über seine finanziellen Einbußen beschwert. Anschließend reist er nach Villach weiter um seinen Dienst anzutreten.
    Kaum in Kärnten angekommen wird er am 29.08. wegen des bevorstehenden Krieges wieder nach Wien berufen, wo er am 01.09. das Ers.Btl."DF" als Hstf.d.Res. übernimmt.
    Wegen seiner finanziellen Einbußen ( mehr als 1/3 weniger Einkünfte ) quält Augsberger alle Instanzen so lange bis seine Entlassung aus dem aktiven Dienst in der Waffen-SS am 21.03.1940 rückgängig gemacht und seine Einsetzung als beauftragter F.II/90 in eine Kommandierung umgelogen wird.


    Liebe Grüße
    Niki

    Grüß Euch,


    da sich bereits einige Beiträge in diesem Thread um die von Eumex verlinkte Seite drehen, möchte ich darauf hinweisen, dass das auf dieser Seite abgebildete "SS-Schützenabzeichen" völliger Mumpitz ist.
    Alle Metallabzeichen dieser Art sind reine Phantasieprodukte kreativer Devotionalienfälscher.
    Das SS-Schießabzeichen war eine schwarze Stoffraute, die am rechten Unterärmel des Uniformrocks getragen wurde.


    Schießabzeichen.jpg


    Dieses Thema wurde schon vor einigen Jahren hier behandelt.


    Liebe Grüße
    Niki

    Servus Waltraud,


    hier ist der genaue Wortlaut des Gesetzes zum Schutz der Parteiuniformen vom 25.03.1938. ( Lieferverbot > §1 Ziff.3 )


    Gesetz.jpg


    Das hier erwähnte Auslieferungslager befand sich zu diesem Zeitpunkt in Wien 7, Mariahilferstr.2.
    Den Umstand, dass sich das Auslieferungslager nach der Übersiedelung in das Haus Nr.71 in einem anderen Bezirk befand, dürfte der Verfasser der amtlichen Mitteilung, die Anfang Juli 1938 in fast allen österreichischen Tageszeitungen ( inkl. falscher Bezirksangabe ) veöffentlicht wurde, schlichtweg übersehen haben.


    Wie dem Neuen Wiener Tagblatt v. 16.07.1939 zu entnehmen ist, gab´s zumindest Einen, der dem Auslieferungslager nachtrauerte. ;)
    NWTB 1939-07-16.jpg


    Liebe Grüße aus Wien
    Niki

    Grüß Euch,


    als Wiener hat mich die Sache natürlich interessiert und ich habe ein bißchen recherchiert . :)


    D.kl.VBl. 1938-03-16.jpg
    Quelle: Das kleine Volksblatt v. 16.03.1938


    Am 24. März 1938 wurde das provisorische Auslieferungslager vom Schulgebäude Ecke Reisnerstraße/Strohgasse im 3. Bezirk ( darin waren eine Volks- und eine Hauptschule untergebracht ) in den Messepalast ( das heutige Museumsquartier ) in der Mariahilferstraße 2 im 7. Bezirk verlegt.


    rzm NWABl. 1938-04-13.jpg
    Quelle: Neues Wiener Abendblatt v. 13.04.1938


    rzm 2 DklVB 1938-04-28.jpg
    Quelle: Das kleine Volksblatt v. 28.04.1938


    Zwischen Mai und Anfang Juli übersiedelte das Auslieferungslager in die Mariahilferstraße 71 im 6. Bezirk.
    Ob an dieser Adresse auch noch en detail verkauft wurde entzieht sich meiner Kenntnis.


    Die Lizenzabteilung muß jedenfalls äußerst effektiv gearbeitet haben, da noch 1938 ein RZM-Anschriftenverzeichnis der in Deutsch-Österreich zugelassenen Firmen ( Herstellung und Verkauf ) herausgegeben wurde.
    Darin sind allein in jenem Teil der Mariahlferstraße, der den 6. vom 7. Bezirk trennt, 9 zum Vertrieb zugelassene Geschäfte angeführt.


    Im Jänner 1939 wurde das Auslieferungsverbot vom "Altreich nach der Ostmark" weitgehend aufgehoben.
    Ende März 1939 wurde das Auslieferungslager aufgelöst - am 1. April erfolgte die vollständige Aufhebung des Lieferverbots.


    rzm NWTB 1939-03-26.jpg
    Quelle: Neues Wiener Tagblatt v. 26.03.1939


    Liebe Grüße
    Niki

    Servus Thomas,


    Es wird wohl Otto Baum sein, allerdings taucht er in der DAL 38, vom 01.12.1938, nicht als Ringträger auf,
    obwohl der RFSS "Seinem lieben" das Ding am 20.04.1938 verliehen haben soll.


    Im Ergänzungsheft zur DAL 38 vom 15.06.1939 ist auch kein entsprechender Nachtrag vermerkt.


    Der Ring dürfte ihm am 21.06.1939 verliehen worden sein.
    Quelle: "Ring Database" in "The SS Totenkopfring" S.164 / Craig Gottlieb / 2008 Schiffer Publ. Atglen





    Allerdings scheint ein anderer Baum ( ebenfalls mit dem Vornamen Otto ) in der DAL 38 als Ringträger auf.


    TK-Baum.jpg


    Diesem " lb. Baum " kann der Ring aber auch nicht am 20.04.1938 verliehen worden sein, da er bereits in der DAL 37 als Ringträger verzeichnet ist.


    Er dürfte ihm am 20.04.1936 verliehen worden sein.
    Quelle: "Ring Database" in "The SS Totenkopfring" S.163 / Craig Gottlieb / 2008 Schiffer Publ. Atglen



    Ein Totenkopfring mit der Gravur " S. lb. Baum 20.4.38 " dürfte daher mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Fälschung sein.


    Liebe Grüße
    Niki