Posts by Katrin

    Hallo Wipprecht,


    du hast doch einige Angaben zu Einheiten von der Deutschen Dienststelle bekommen, damit kannst du schon viele Wege deines Großvaters recherchieren.
    Gilt er als verschollen bzw. ist sein Schicksal ungeklärt (wegen der Anfrage beim Suchdienst)?
    Was hast du bisher rausgefunden?



    Viele Grüße
    Katrin

    Guten Morgen,


    weniger ist manchmal mehr.


    08.04.1945
    Ein Räumungstransport vom KZ Salzgitter-Drütte (ein Außenlager des KZ Neuengamme) nach Bergen-Belsen wird von den Alliierten bombardiert. Die Überlebenden Häftlinge fliehen in das nahegelegene Waldgebiet Neustädter Holz, sie werden in der Folge verfolgt und wahllos ermordet. Das Endphaseverbrechen wird euphemistisch als „Celler Hasenjagd“ bekannt, mindestens 170 Häftlinge werden ermordet.


    Viele Grüße
    Katrin

    Hallo Rainer,


    danke für die interessanten Dokumente und die Karte. Das Anschreiben zu Weihnachten musste ich mit einem Schmunzeln lesen.
    Ich gebe hier mal den letzten Abschnitt wieder:


    Und an diesem Weihnachtsabend bitten wir den großen Schlachtenlenker über uns um seinen
    Segen und um einen ruhmreichen, siegreichen Frieden für unser Volk und um einen langen Frieden
    auf Erden, wenn die bösen Geister und Neider auf dieser Welt geschlagen sind.


    Hast Du inzwischen die Bilder gefunden? Die würde ich auch gerne sehen.


    Grüße und einen schönen Sonntag.
    Katrin

    Guten Abend,


    "Ich stand damals mit meinem Vater, im April 1945 auf dem Hof, also kurz
    vor Ende des Zweiten Weltkrieges, als die beiden Kampfflugzeuge am
    Himmel auftauchten. Es war so zwischen 17 und 18 Uhr. Plötzlich kam eine
    der Maschinen laut aufheulend steil herunter und stürzte ein Stück
    weiter auf dem Acker ab“, erinnert sich Josef Willemborg. Damals sei der
    heute 82-Jährige aus Dreilützow 13 Jahre alt gewesen und habe sich am
    nächsten Tag nach der Schule auf die Suche nach dem Flieger gemacht,
    und sei fündig geworden. Ein wenig habe von den Wrackteilen noch herausgeschaut,
    berichtet der Senior Werner Oeltjebruns (aus: Ludwigluster Tageblatt).


    Traurig, dass es nochmal 69 Jahre brauchte, bis der Pilot geborgen werden konnte.
    Wenn die Absturzstelle damals so eindeutig war und es Zeugen gab, warum hat sich
    nicht damals jemand um das Flugzeug gekümmert? Ein kleiner Trost, vielleicht für die
    Angehörigen, dass der Flieger identifiziert werden konnte.


    Grüße
    Katrin

    Guten Abend,


    01.04.1933


    Mit dem deutschlandweit durchgeführten „Judenboykott“ nimmt die nationalsozialistische Regierung die Verdrängung der deutschen Juden aus dem Wirtschaftsleben in Angriff.
    Die Karstadt AG entließ z.B. zum 1. April 1933 sämtliche jüdischen Angestellten fristlos, weil sie „keine vollwertigen und gleichberechtigten Staatsbürger“ seien und daher auch „keine vollwertigen Mitarbeiter“ mehr
    sein könnten.



    Grüße
    Katrin

    Hallo Daniel,


    vielleicht hilft dir die Seite etwas weiter:
    http://www.ravensbrueck.de/mgr/


    Einige Angaben kann ich nicht so richtig nachvollziehen. Du wusstest bis vor 3 Tagen nicht wie deine Großmutter hieß? Bei deinen o.g. genannten Daten steht als Tatland die DDR? Und was ist mit der Zeit im russischen GULAG gemeint? Du willst dir die Prozessakte in Dresden besorgen, weißt aber nicht, ob das Gericht dort überhaupt zuständig war?


    Kannst du die Nachforschung bitte etwas genauer beschreiben.


    Beste Grüße
    Katrin

    Guten Morgen,


    27.03.1940
    Heinrich Himmler ordnet das Errichten des K.L. Auschwitz an, in dem von 1940 bis 1945 über 1,1 Millionen Menschen ermordet werden. 1941 nahm auch Auschwitz-Birkenau den Betrieb auf.


    Grüße
    Katrin

    Guten Abend,

    05.03.33

    Bei der Reichstagswahl im März 1933 erreicht die NSDAP mit einem Anteil von 43,9 Prozent die meisten Stimmen, es ist die letzte Reichstagswahl im Mehrparteiensystem.


    05.03.42
    Die 7. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch, in Leningrad während der deutschen Belagerung entstanden, wird in Kujbyschew vom dorthin ausgelagerten Orchester des Bolschoi-Theaters mit großem Erfolg uraufgeführt.



    Grüße Katrin

    Guten Morgen,


    28.02.1933
    Der Schriftsteller und Herausgeber der Weltbühne, Carl von Ossietzky, wird von den Nationalsozialisten verhaftet und in Berlin-Spandau interniert. Im April erfolgt die Überführung in das KZ Sonnenburg/ bei Küstrin, später in das KZ Esterwegen im Emsland.


    28.02.1933
    Bertolt Brecht und Helene Weigel gehen ins Exil.


    Grüße
    Katrin

    Ich zeige Euch ein paar Bilder vom Deutschen Soldatenfriedhof in Klaipeda, den ich im September 2013 besucht habe.


    Bereits während des Ersten Weltkrieges forderten die Kämpfe im Memelgebiet zahlreiche Opfer. Etwa 100 Soldaten erhielten 1915 auf dieser Anlage ihre letzte Ruhestätte.
    Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde der Friedhof erweitert. Bis 1945 kamen etwa 1 300 Gefallene hinzu. Die meisten Soldaten starben bei den Rückzugskämpfen im Herbst 1944.


    1995 begann der Volksbund das Friedhofsgelände als Sammelfriedhof für deutsche Gefallene aus den Bezirken Klaipeda (Memel), Telsiai (Telschen), Siauliai (Schaulen), Taurage (Tauroggen) und Raseiniai (Raseinen) neu zu gestalten.
    Nach Ende der Umbettungen werden hier etwa 5 000 Tote ihre letzte Ruhestätte haben. Info: Kriegsgräberstätten VDK e.V.


    Der Friedhof liegt am Ende einer Parkanlage (früher Hindenburghain), in der Herkaus Manto gatve, in der Nähe ist auch die ehemalige Kaserne (heute Universität) und er wurde 1998 der Öffentlichkeit übergeben.


    Hier sind auch Tote der MS Füsilier bestattet, die Besatzung war namentlich verzeichnet, hingegen die an Bord befindlichen Soldaten nicht.


    Der Transporter FÜSILIER (6157 BRT) gerät im Nebel und nach nach Ausfall
    der Leuchtfeuer von Nidden und Memel im Geleit eines Kriegsschiffkutters mit
    250 Soldaten irrtümlich an die sowjetisch besetzte Küste nördlich von Memel.
    Es wird von der sowjet. Artillerie unter Beschuss genommen und strandet. Während
    das Geleitboot unbehelligt ablaufen kann, wird das Wrack der FÜSILIER anschließend
    von russischen Flugzeuge mit Bomben zerstört, die Schiffbrüchigen werden mit
    Bordwaffen angegriffen und getötet, 20.11.1944, aus: WLB Stuttgart, Seekriege


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    Herzliche Grüße
    Katrin


    Guten Morgen,


    hier sind die beiden Gedenksteine der MS Füsilier, passte oben nicht mehr rein.

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    Viele Grüße
    Katrin


    Hallo,


    es wäre schön, wenn die Bilder vom Soldatenfriedhof unter der entsprechenden Rubrik festgepinnt werden könnten.
    Hier unter "Sonstiges" gehen sie sonst unter und das fände ich schade. Kann sich bitte einer von den Mods oder
    Admins darum kümmern, danke.


    Viele Grüße
    Katrin

    Guten Abend,


    im September geht es endlich nach Litauen, genauer, nach Klaipeda (ehemals Memel). Dort möchte ich den Deutschen Soldatenfriedhof besuchen, der nach der Unabhängigkeit Litauens wiederhergestellt wurde.


    http://wiki-de.genealogy.net/Soldatenfriedhof_in_Memel


    Die meisten Soldaten, die dort bestattet wurden, fielen bei den Rückzugskämpfen im Herbst 1944.
    Wer Interessse an Fotos hat, kann sich gerne melden. Ich werde versuchen, die Wünsche zu erfüllen.



    Herzliche Grüße
    Katrin

    Quote

    Original von Rheinmetall
    Und wieso konnte U 476 nicht einfach selbstversenkt werden, wie es andere U-Boot Besatzungen auch taten, damit ihre Einheit nicht in feindliche Hände fiel ?



    Gegen Mittag des 22.05.1944 verließ U 990 Bergen. Das Boot sollte auf dem Weg nach Norden versuchen, einen vermuteten Flugzeugträger zu erfassen und anzugreifen. Doch bereits am 24.05. wurde ein Notsignal von U 476 eingefangen, das meldete, gebombt worden zu sein und ein Flugboot abgeschossen zu haben. Auf einen erneuten Funkspruch, nicht mehr fahr- und tauchklar zu sein, wurden Peilsignale angefordert, da der Standort bei der extremen Wetterlage nicht exakt zu bestimmen war.
    U 990 ging auf Höchstfahrt und drehte in die Peilrichtung. Der Ausguck wurde auf acht Mann verstärkt, das Anlegen von Schwimmwesten, bzw. Tauchrettern wurde befohlen. 14 bis 15 Stunden mögen so vergangen sein, da wurde endlich ein roter Stern gesichtet.
    Wir hatten unsere Kameraden gefunden. Als die Brückenwache noch Wrackteile eines abgeschossenen Flugzeugs bemerkte, breitete sich Freude im Boot aus. Die Stimmung brach jedoch abrupt ab, als einzelne leere und umgeschlagene Schlauchboote gesichtet wurden, die anzeigten, dass diese Rettungsmittel dem gewaltigen Seegang nicht standgehalten hatten und den darin befindlichen U-Boot-Kameraden bei dieser Wetterlage keinen Schutz bieten konnten.
    In diesem Augenblick wurde U 476 auf einen Wellenberg gehoben, um sofort wieder in Gischt und Wellental zu verschwinden. Vorsichtig schob sich U 990 an die Sichtstelle heran. Ein tragischer Anblick tat sich auf. Das Heck von U 476 lag tief im Wasser, der Bug ragte hoch hinaus. Auf ihm und der Brücke standen Männer, die winkten und um ihr Leben schrien. Schnell wurde gehandelt. Der Versucht, U 476 in Schlepp zu nehmen, wurde nach einigen vergeblichen Anläufen aufgegeben, zumal der Seegang und die immer noch eine Gefahr bildende feindliche Luftwaffe der Absicht entgegenstanden, das schwer angeschlagene Boot einzuschleppen. Die Bergung der Restbesatzung, unter ihr der Kommandant und der Leitende Ingenieur, erwies sich als äußerst schwierig, da die beiden U-Boote im Sturm verschieden schnell trieben. U 990 musste wiederholt anlaufen, bis es schließlich gelang, mit einer Wurfleinenverbindung die Männer im Schlauchboot zu retten.
    Nach Meldung des Kommandanten von U 476, Oberleutnant zur See Niethmann, war das Achterschiff des Bootes ziemlich zerstört. Alle Maschinen waren ausgefallen. Die Batterie hatte Wasser gemacht und gaste so, dass auch das Vorschiff nicht mehr betretbar war.


    Weil U 476 nicht mehr von der eigenen Besatzung versenkt werden konnte, entschloß sich der Kommandant von U 990, das Wrack von U 476 mit einem Torpedo schnell zu beseitigen.


    Insgesamt befanden sich jetzt 21 Mann der Besatzung von U 476 auf U 990. Nun begann eine mehrstündige Suche nach eventuell noch lebenden Kameraden in der kochenden See. Zugleich berichtete U 990 in einem Funkspruch über die Lage an die Führung und erbat dringend Hilfe. Schließlich schlug Oberleutnant zur See Niethmann vor, die Suche abzubrechen, da bei Seegang 6 bis 7 Sturmböen von 10 und einer Wassertemperatur von nur 3 Grad Celsius nach so vielen Stunden niemand mehr am Leben sein konnte.


    Quelle: "Deutsche U-Boote 1935 - 1945"


    Diese Seite kennst du doch bestimmt auch, oder? ;)


    Grüße
    Katrin

    Quote

    Original von Margarete
    ich halte es nicht für zweckmässig, als Quelle einen Herrn Lombard heranzuziehen.
    Da bekomme ich ein ungutes Gefühl im Bauch.


    Das Buch ist ein alter Schinken und sicherlich für unser heutiges Verständnis nicht immer "sauber" geschrieben, aber mir ging es nur um Ort und Zeitpunkt der 31.
    Der Autor ist Ernst-Günther Krätschmer, Lombard war der Kommandeur der Division.


    Ist dein Bauchgefühl nun etwas besser?


    Viele Grüße
    Katrin

    Hallo Reinhard,


    zum Zeitpunkt der Kapitulation war die Div. nicht mehr in Schlesien.


    Im Januar 1945 wurde die 31. SS-Freiwilligen-Grenadierdivision im Eiltransport zur 17. Armee nach Schlesien verlegt und dem XXXXVIII. Panzerkorps unterstellt. Sie stand zunächst in der Hauptkampflinie vor Jauer in der Abwehr und war dann an der Wiedereinnahme von Striegau beteiligt. Von März 1945 bis Kriegsende dem XVII. Armeekorps unterstellt, durchstand sie schwere Abwehrkämpfe zwischen Strehlen und Schweidnitz, das in Feindeshand war, und hielt unerschütterlich ihre Stellungen.


    Bei der deutschen Waffenstreckung wurden auf Befehl von Generalfeldmarschall Schörner die schweren Waffen zerstört. Die Division sollte sich nach Pilsen in Böhmen absetzen und vor den amerikanischen Truppen kapitulieren. Im Raum von Königgrätz gelang es aber einer sowjetischen Panzerarmee, die auf dem Rückmarsch befindlich 31. SS-Division zusammen mit der 100. Jägerdivision des Heeres abzuriegeln. Die Gefangennahme erfolgte durch Tschechen, die bis zu 4000 Mann der 31. SS-Division ermordet haben.


    Quelle:
    Krätschmer, "Ritterkreuzträger der Waffen-SS", Biografie von Gustav Lombard (SS-Brigadeführer und Kommandeur).


    Viele Grüße
    Katrin

    Hallo,


    das habe ich gefunden:


    Den wenigsten ist bekannt, dass es bereits in der Kriegsmarine Minentaucher gab. In den letzten drei Jahren des Zweiten Weltkrieges, als es darum ging verminte Häfen und Schleusenanlagen für den eigenen Schiffsverkehr frei zuräumen, lag die Geburtsstunde des Minentauchers. Geeignetes Tauchpersonal, minentechnisch geschult, stand jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht zur Verfügung. Der technische Lehrgangsleiter der Sperrschule, Korvettenkapitän W. Popp, ist als Initiator der Bestrebung, Minentaucher auszubilden, anzusehen und damit Schöpfer der Minentaucher in der Kriegsmarine.


    Er war es, der den Sperrwaffenfähnrichen im Juli 1944 eröffnete, dass sie als erste Crew zu Minentauchern ausgebildet würden. Ausgerüstet wurden die Taucher mit dem Helmtauchgerät DM 20, das einen Einsatz in Wassertiefen bis zu 20m zuließ. Eine amagnetische Version dieses Gerätes lieferte das Drägerwerk in Lübeck Anfang 1945 an die Truppe. 1944 hatte die Kriegsmarine die Häfen Esbjerg, Hirtshals, Thyborön, Frederikshavn und Skagen für den Invasionsfall vermint. Nach der Kapitulation erhielt Korvettenkapitän Popp vom britischen Seekommandanten Nordjütland den Auftrag, diese Minen zu beseitigen. Mit Hilfe von Minentauchern wurde diese Arbeit mit Erfolg durchgeführt. Beachtenswert ist die Tatsache dass es zur damaligen Zeit weder Spezialwerkzeuge noch bekannte Verfahren gab um Minen zu Entschärfen.


    Text entnommen: http://minentaucher.net/die-geschichte-der-minentaucher.html



    Viele Grüße
    Katrin

    Guten Abend,


    ich schicke euch schöne Weihnachtsgrüße aus Hamburg, und hoffe, ihr hattet erholsame und ruhige Feiertage.
    Kommt gut ins neue Jahr und bleibt gesund! :)



    Herzliche Grüße
    Katrin