Posts by Ludwig11

    Hallo Roland,


    Leider kann ich das lange Wort Kriegstammrollen....ung auch nicht entziffern. Die Schrift ist sehr klein.
    Lt Wikipedia, dienten Einträge in die Kriegsstammrolle als Grundlage zur Beurkundung von Sterbefällen und zur Dokumentation von Versorgungsansprüchen.


    Aber die Todesursache/Kopfschuss erfolgte durch den Beschuss von Bordwaffen.
    Das unklare, russische Wort würde ich als Pssekupss deuten (evtl. ein Fluss)


    MfG Ludwig

    Hallo Roland,
    vielleicht helfen erst einmal ein paar Brocken weiter.
    Leider habe ich von franz. Ortsnamen nur begrenzt Ahnung.


    26.8. .... Westgrenze
    28.8. .... Verwendung im ...
    08.4. ....
    13.5. .... Bastogne / Belgien
    20.5. .... Maas Übergänge b. Montherme / Fr. (e mit Apostroph)
    27.05 .... Beutetanklager
    29.5. .... Cambrais ?



    05.6. .... Durchbruchsschlacht durch die Aisne Front und
    Schutz der Aisne Übergänge bei Herby (nahe Rethel)

    MfG. Ludwig

    Hallo,

    Nachtrag zum ersten Teil:
    Die Vornamen der Eltern waren, Heinz und Pauline


    Seite 14:
    gelöhnt bis 20.11.16 /16.11.16 / geheilt zur Truppe entlassen / Schröder Uffz(?)


    letzte Seite:
    Koupon für das Soldbuch des ???? Herm. Förster
    vom 1.April 18 bis 31. März 19


    Vielleicht erkennt jemand das fehlende Wort. Manchmal steht man halt auf dem Schlauch!


    MfG Ludwig


    edit: Es heißt wahrscheinlich, des T r a i n s.
    Er dient ja in der Train Ers. Abt. V Posen.

    Hallo an Alle,


    ich bringe den Inhalt des Buches / etwas gekürzt/ erst einmal in eine Zwischenform, in der es ein geübter translater vielleicht etwas einfacher hat. Hauptsache der Sinn kommt rüber Ein Übersetzungsprogramm ist sicher ungeeignet
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    (Deckblatt)

    Soldbuch


    für


    den Musketier
    ( Landsturm)


    Hermann Förster


    Nr2351 der Stammrolle
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    (Innenseite rot)


    2. Eskadron
    Niederschl. Train Abteil. Posen 155


    Pferdedepot der 83. Inf. Division
    jetzt Pferdelazarett 83


    Train Ers. Abt. V Posen


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    (Seite1)


    1. Vorname: Hermann
    Fam.- Name: Förster
    geb.: 15.2.90
    zu: Weidnitz
    Verw.- Bez.: Hoyerswerda
    Bundesst.: Preußen

    2. Eltern
    a. Stand: Wirtschaftsbesitzer
    b. Vornamen: u. Pauline (Vorn. Vater fehlt noch!)
    Familienn. geb. Fischer
    Wohnort: Weidnitz
    Verw.- Bez: Hoyerswerda


    3. Religion: ev.


    4. Stand Gewerbe: Arbeiter
    5. . . . .


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    (Seite2)


    6. Tag des Eintrittes in das stehende Heer:
    14.4.15 beim 155. ten
    Inf. Reg. ???
    7. Orden Ehrenzeichen: Eisernes Kreuz II. Kl.


    8. Personalbeschreibung:
    Größe 1m 67cm Gestalt kräftig
    Kinn groß Nase groß Mund groß
    Haar blond Bart -

    Bes. Kennzeichen:
    1 x Pocken
    3 x Typhus
    2 x Cholera


    Stiefel Länge 29 Weite 6


    Rekrutendepot
    Ausfertigung am 24. Mai 1915
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    (Seite3)
    Verwundetenabzeichen 2xVerwundung
    26.10.18
    Inhaber hat zu empfangen:


    M 9,90 monatlich
    M 7,10 Putzgeld erhalten


    Löhnung monatlich 11,40 M
    gelöhnt bis einschließl. 20.10.15
    verpflegt bis einschließl. 11.10.15
    Hat M 1,70 Putzgeld nach gezahlt erhalten.

    2.Eskadron
    Niederschl. Train Abt. Nr 5


    An Feldlager 9 V entlassen
    verpflegt bis ? einschließl. gelöhnt bis 10.11


    Leutnant
    D R Feld..
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    (Seite 4)
    Löhnung monatlich M 15,90
    Inhaber wurde am 29.1.1915
    beim Pferdedepot der 83. Inv.Div. eingestellt


    geimpft gegen Typhus 1/2ccm a. 18.9.1916
    - - Typhus 1ccm a.
    - - Cholera 1/2ccm a. 23.2.1916
    - - - - - - -
    - - Thyphus a. 27.7.1916


    Schulze Feld...
    geimpft gegen Thyphus am 20.7. 17
    geimpft gegen Cholera am 5.10. 17
    1Einspr. 1ccm
    Hoppe
    Feldhilfsarzt
    -------------
    (Seite8)

    geimpft gegen Pocken 1x
    - - Typhus 3x
    - - Cholera 2x
    Typhus am 18.1.1916 1/2 ccm
    Cholera am 23.2.1916 1/2 ccm
    Typhus 1ccm am -16-



    Thyphusschutzimpfung
    Einspritzung 1,0 ccm 8.1.18
    Nowack Ob Arzt


    ------------
    (Seite 9)


    Der Inhaber war beurlaubt
    vom 7.7.16 bis 20.7. 16
    z. landwirtschaftlichen Arbeiten
    vom 29.5. - 18.6.1917
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    MfG Ludwig
    PS: Die Kerle wurden ja voll gedopt!!!

    Hallo in die Runde,


    wie bereits von Rainer gesagt, wurde die Position des Hauptfeldwebels von Unteroffizier Dienstgraden besetzt. Nur in der Endphase des Krieges, wurden auf Grund mangelnder personeller Kapazitäten und zur Aufrechterhaltung der militärischer Strukturen in geschrumpften Einheiten bzw. in Notsituationen auch Mannschaftsdienstgrade mit der Funktion des "Spiess" betraut. In Friedenszeiten undenkbar!


    MfG Ludwig

    Hallo Alfred,


    Die Kernfesstung Kreta , ebenso Rhodos waren zum Zeitpunkt 1/45 quasi Igelstellungen, Verbindungen zur Heimat bestanden nur noch per Funk. Man hätte beide Stützpunkte, welche ja keinen militärischen Wert mehr besaßen, geräumt, wenn die zeitlichen Aspekte und militärischen Kapazitäten ausgereicht hätten. Denn, eigentlich brauchte man ja die Ressourcen dringend! Das Mittelmeer wurde bereits vollständig von den Alliierten beherrscht, und von den für die Luftwaffe verfügbaren Flugplätzen war Kreta 1/45 längst nicht mehr erreichbar. Außerdem ist schwer zu glauben, dass ein bereits von den Briten einmal aufgebrachtes Schiff noch eine zweite Chance erhielt.


    MfG. Ludwig


    edit: Von Byron würde ich gern wissen, wann die ersten britischen Truppen die Insel Kreta wieder offiziell betreten haben, und in welcher Stärke, sie auch während der deutschen Besatzung im Untergrund tätig waren - wenn er Unterlagen hat. Grüße Ludwig
    edit: Rechtschreibung

    Hallo Alfred,


    Wie wahrscheinlich ist denn die Möglichkeit, dass am 20.1.45 ein Erkrankter die Insel Kreta per Schiff verlassen konnte? Mit großer Wahrscheinlichkeit erreichte der Erkrankte doch spätestens bis Oktober 44 ein Lazarett auf dem Festland. ( Lt. Byron, verließ am 23.10.44 das letzte Flugzeug die Insel.) Dieser Zeitpunkt würde dann ja auch zu dem Gradisca Geschehen passen und deckt sich mit den Berichten meines Vaters, welcher genau zu diesem Zeitpunkt in Saloniki im Lazarett die Wahl hatte: auf das Schiff zu gehen, oder bei der Truppe zu bleiben. Die Zeit lief den Abrückenden davon. Die Zurückgeblieben wurden auch recht bald darüber informiert, dass das Schiff n i c h t durchgekommen sei. Sie bangten ja um Kameraden , welche sich für das Schiff entschieden hatten, oder es auf Grund ihrer Verletzung tun mussten.



    MfG. Ludwig

    Hallo Bjoern,


    Zitat: "auf der Seite von Kerstin habe ich bereits nachgesehen....."


    Wenn Du diese Seite nach unten ziehst zum
    Link: Russland und Rumänien - Vom Dneper zum Dnestr , Okt 43-44
    findest Du sehr wohl die gesuchten Einheiten bei Nikopol,
    welches am 8. 2. 44 gefallen ist, und dass Teile aus dem Kessel entkamen.
    Er könnte am 4 .2. / Vermisstentag dort gewesen sein.
    Vielleicht ist der gesuchte Ort jetzt vom Wasser geflutet?



    MfG Ludwig


    edit: Datum geändert!

    Hallo in die Runde,


    Hier ist noch ein Teil, bin halt etwas langsamer.


    Im Felde, den 23.11.44


    Sehr geehrte gnädige Frau!
    Stolz und voll stiller Ehrfurcht nehme ich Kenntnis von Ihren Zeilen, die mich
    vor einigen Tagen erreichten. Solange Deutschland solche Frauen hat, ist es dazu berufen
    , die Führung in der Welt an niemand anderen abzugeben.
    In meiner Freude kann ich Ihnen mitteilen, dass Ihr von uns allen unvergessener Gatte mit
    Wirkung vom 1.7.44 zum Hauptmann befördert worden ist.
    Ich beglückwünsche Sie zu der Beförderung, die Ihnen zeigt, dass wir unsere Toten nicht
    vergessen, wenn sie von uns gegangen sind.
    Vielleicht ist es mir möglich, Ihnen sehr geehrte gnädige Frau, gelegentlich meine Aufwartung machen zu können.
    Gern würde ich dann von unserem Helden, den unvergessenen Batterie-Chef der 4-ten Batterie einiges berichten.


    Mit vorzüglicher Hochachtung und deutschem Gruß zeichnet H. Purps Major


    Grüsse Ludwig

    Hallo, trude, Mathias ...



    Die Schriftzüge bedeuten wahrscheinlich:


    Geländedienst


    Vierhöfe Kaserne /evtl. gemeint die ehem. Landwehrkaserne)


    Budweis am


    10. 15. 1933 ?



    MfG. Ludwig

    Hallo tanteju,
    Einspruch: Bei beiden Fotos entsteht der Eindruck, dass das Wort Westfront erst
    nachträglich, quasi als Zusatz geschrieben wurde. Es passt einfach nicht in das fortlaufende Schriftbild. Also, ergibt: in Winter der W..... keinen Sinn. Außerdem lässt das Datum ja auch noch nicht zwangsläufig schon auf den Winter schließen. Das Wort Winter... habe ich sehr wohl in die Überlegungen einbezogen, Winterberg, Winterstein, Winter??? . Ich denke ,hier liegt des Rätsels Lösung.
    Die Westfront war zu diesem Zeitpunkt außerdem erst im Aufbau!
    Ich denke das Logo (LdW) des KG II./76, natürlich in Tarnfarben, wäre ein guter Ansatz.


    MfG Ludwig

    hallo an Alle,


    ich denke, Justus hat das Rätsel gelöst. Damals gab es noch keine Mähdrescher.
    Das Datum 19.08. passt genau in die Getreideernte. Die Halme wurden zu Garben gebündelt
    und ca. 8-12 Garben dann zu einer Puppe zum Trocknen zusammengestellt, später eingefahren und zentral gedroschen. Man kann ja bei "Puppen" auch mal an Getreide denken!


    MfG Ludwig

    Hallo Carsten,


    der Absender des ersten Briefes war der Hauptmann Apel ?, er war der Kompaniechef
    des Gefallenen. R. Pfeiffer kann so stimmen. Namen sind aber mit Vorsicht zu genießen!
    Habe einmal gelernt, eine Unterschrift muss nicht unbedingt schön und lesbar,
    sondern nur schwer nachahmbar sein.


    MfG Ludwig


    Edit: Pfeifer

    Hallo Hans,


    angenommen, die Bildbeschriftung würde lauten:


    "Trauerfeier in Wien-Aspern
    Westfront 12. 10. 39", dann käme auch KG 76 in Frage.
    Eine Ähnlichkeit mit dem Symbol der II. Gruppe ist vorhanden.
    Im Oktober/39 zog man die Einheiten aus Polen erst einmal an ihre
    Heimatstandorte zurück, feierte Siegesparaden und gedachte der Gefallenen.
    (Spekulationen eines Laien und diese Handschrift erlaubt viele Deutungen)


    MfG Ludwig

    Hallo, ich versuche es noch ein zweites Mal.
    Ein Pfarrer würde sich weniger schwer tun.


    16.5.42
    Sehr geehrter Herr ....
    Inzwischen werden Sie die traurige Nachricht
    vom Sterben Ihres lieben Sohnes des Gefr. Paul ...
    erhalten haben. Er war nur kurz bei uns - der linke
    Oberschenkel musste ihm amputiert werden - ich
    erfuhr leider gar nichts davon; es dachte aber wohl
    niemand daran, dass es so schnell gehen würde.
    In der Nacht zum 21.4. ist er schon gleich gestorben.
    So habe ich ihm die h. Sakramente nicht geben
    können. Vertraue aber ganz fest mit Ihnen bei
    Gott, dass Ihr lieber Sohn, wie so viele unserer
    Männer hier im Osten die Tür zu unserem Herr
    Gott weit aufgemacht hat und in dem Vatersnamen???
    gestorben ist.
    Am 23.4. habe ich ihn begraben auf unserem
    Heldenfriedhof. Nach der Einsegnung des Grabes
    und des Toten sprach ich über das Thema:
    Ich kenne deine Leiden, deine Mühsal und deine
    Ausdauer?? , weil du getreu warst will ich dir die
    Krone des ewigen Lebens geben. Es folgten die
    liturgischen Gebete, das gemeinsam gesungene
    Kameradschaftslied und das Vaterunser.
    Ihnen und Ihrer lieben Familie spreche ich mein
    herzliches Mitleiden zum kurzen, schweren Verlust,
    werde Sie alle ??? auch Ihren lieben Sohn nie im
    Gebet zum heiligen Opfer vergessen.
    Gott tut uns solche Dinge an, aber einmal, wenn
    wir alle die Heimfahrt in die Ewigkeit antreten, werden
    wir erfahren wie im Lichte seiner Vorsehung und
    Vaterliebe das dunkle "Warum" so ganz anders
    aussieht
    Gott selbst möge Sie nun auch trösten in diesem tiefen Leid.
    Glaube und Vertrauen auf ein ewiges Wiedersehen
    sollen Ihnen den Weg in die Zukunft Licht?? und Helle
    machen.
    Ich will Ihnen dabei als Priester zu helfen versuchen,
    so gut ich immer kann.


    mit lieben Gruß Ihr Pfarrer. ....



    Korrekturen sind erbeten!
    Gruß Ludwig

    Ein Hallo an Alle,
    Ein unvollständiger Versuch:
    Im Felde,den 24.4.42


    Werte Familie ....
    Zum Heldentod Ihres Sohnes Paul
    möchte ich Ihnen mein tief empfundenes
    Beileid zum Ausdruck bringen.
    Es war für uns alle ein schwerer Schlag,
    als bekanntgegeben wurde, dass Ihr Sohn
    an den Folgen seiner Verwundung im Lazarett
    verstorben sei. Am 8.8. wurde Ihr Sohn durch
    eine feindliche Mine am Knie verwundet.
    Ich besuchte ihn noch vor seinem Abtransport
    ins Lazarett. Er war (zwar) sehr mitgenommen,
    doch sehr zuversichtlich. Sein Wunsch war,
    bald wieder zur Kompanie zurückzukehren.
    Auch der Arzt war mit dem Aussehen der Wunde
    sehr zufrieden. Wie mir auf meine telefonische
    Anfrage mitgeteilt wurde, ging es ihm auch zu Anfang
    im Lazarett ganz gut, doch sind später Komplikationen
    eingetreten, die dann, wie ich annehme, auch
    seinen Tod herbeiführten.



    Die Kompanie nimmt herzlichen Anteil an dem
    Geschick, dass Sie betroffen hat.
    Paul war ein lieber Kerl, den Alle gern hatten.
    Obwohl er nur kurz in der Kompanie war, hatte
    er sich die Achtung und das Vertrauen von
    Vorgesetzten und Kameraden erworben.
    Er wird bei Allen als tapferer Soldat und guter
    Kamerad weiterleben.


    Möge nun die Gewissheit, dass Ihr Sohn sein
    Leben für den Bestand unseres geliebten Vaterlandes
    dahin gegeben hat, ein Trost in Ihrem schweren Leid
    sein


    Ich grüße Sie, im aufrichtigen Mitgefühl
    Ihr .... ....


    Gruß Ludwig