Posts by Ludwig11

    Hallo,


    Ein damals ungelöstes Problem war ja die Entlohnung deines Vaters in Spanien.

    Offiziell als Zivilist, da ein Soldat der Wehrmacht den Neutralitätsstatus des Landes verletzt hätte,

    konnte er, Dank bürokratischer Hürden, auch keinen Wehrsold beziehen.

    Wie wurde er bezahlt? Hast du das Thema auch angeschnitten?

    Wir war die Vergütung der Abwehrleute und V-Leute? ( Diese Frage geht nicht nur an Edith.)


    MfG Ludwig

    Hallo Werner,

    Also "ich berühre" ist ein Deckwort!

    Das muss man nicht zwangsläufig so sehen.

    Alle von G. Aders eingestellten Deckwörter beziehen sich auf die R-Maschine und jedem davon ist nur ein bestimmtes Verb zugeordnet;

    bei Lastwagen ist es eben " berühren ".

    Ich habe unlängst in einem Artikel über die erste radargestützte Abfangaktion der Geschichte am 18.12. 1939

    mit einem Freija - Gerät sinngemäß Folgendes gelesen:

    "...die Jäger wurden geleitet, und funkten dann, als vor ihnen die feindlichen Maschinen auftauchten an die Leitstelle, Wir berühren sie ",

    Was in diesem Fall bedeutete, die Fliegergruppe ist in Sicht- und Reichweite der eigenen Waffen.

    Müsste aber jetzt mächtig suchen, um den Artikel wieder zu finden.


    MfG Ludwig

    Hallo Kordula,

    : wie könnte ich sie glatt kriegen?

    Das geht ganz einfach!

    Als ich 7 Jahre alt war , fuhren meine Eltern mit meiner jüngeren Schwester in den Urlaub.

    Ich musste wegen der Schule bei Oma bleiben.

    Als sie zurück kamen erklärte meine Mutter mir, dass sie sehr schöne Aufnahmen gemacht hätten,

    und legte 2 unentwickelte Filmrollen in den Schrank. In einem unbeobachteten Moment wollte ich mir die Bilder natürlich sofort ansehen und zog die Filme

    aus der Rolle. Voller Enttäuschung musste ich feststellen, da war nix, und rollte beide wieder zusammen.

    Kordula, die waren wirklich vorher richtig glatt!

    Als mein Vater dann die Filme zum Entwickeln brachte muss aber etwas schief gelaufen sein;(


    MfG Ludwig

    Hallo Mathias,


    wenn ich mir so das " r " von Wir anschaue, und das " s " von Mittagessen,

    dann müsste der Text wohl : " Wir kommen vom Mittagessen - Kremsier, November 1943 "

    lauten.

    Kremsir in Mähren ?


    MfG Ludwig

    Hallo ,


    die eingestellten Seiten sind doch ausreichend lesbar.

    Wo ist dir etwas unklar?

    Steht doch alles in deutsch oder englisch da.


    Auf der ersten Seite/Antrag steht außer dem vom Gerd und mir bereits Geschriebenen,

    nur noch, dass er von Deutscheylau Krs. Danzig nach Jurga(e)Russland in Gefangenschaft kam.

    Nach Entlassung:

    Die Zuteilungen der Schwerarbeiterzulage, wie Kaffee, Trockenfrüchte, Tabak, Seife und 1 Ctr. Kohlen sind aufgeführt.

    Röntgen Durchleuchtung, ohne Befund

    NB R rechts Finger bedeutet vermutlich so viel, wie eingeschränkte Beweglichkeit .

    Zahnschäden. Na ja, da gab es wohl Schlimmeres!


    MfG Ludwig

    Hallo Manfred,


    - Stab. Pz. Gr. D. Gr. Deutschld.

    - Gen. St. Div. Gru. Kräutler

    - kdt. z. Stab 6. Fallsch. Jäg. Div.

    - Gen. St. d. H. / Gen. Qu.

    - Kdt. Armee - Gef. Sammelstelle 12

    - Umschulg. Lehrgang TSD Bernreuth / Lehroffz.

    - Kdr. MG Batl. 17

    - Stab. Kdr. H. Uffz. Schule Vert, Potsdam Mjr. z.b.V.

    - Kdr. Stab Reg.. Gruppe 396

    - Kdr. HUS Treptow

    - Batl. Fü. Korps-MG-Batl. " Weichsel "

    - kdt. z. Gen. Stab 6. Fallsch. Jäg. Div. ( Ia )

    - Kdr. kroat. Ausb. Brigade


    MfG Ludwig

    Hallo,


    Kdr. Lehrgru. IV Geb. Jäg. Sch. Mittenwald

    Stab 155 Feldausb. Sachbearb. Ia

    Kdr. Ldsch. Btl. 552

    Kdr. Ldsch. Btl. 635

    Gen. Stab Operationszone Alpenvorland Ia

    Fü. 2. Jg. Reg. Brandenburg

    Schule V Posen

    Kdr. Ostvölk. Führerschule

    Lehrg. f. genes. Offz. W.Gr. XVIII m.d.F.

    Kdt.3. Inf. Schule Tr. Üb. Pl. Grafenwöhr


    MfG Ludwig


    edit: bei Zeile 10 die 3 vergessen

    Hallo Edith,

    So, heute kannst du dich ein wenig von mir ausruhen.

    Na, das ist aber schön!


    Hier sind die beiden Textstellen.


    --- und gingen zum Stabsgebäude, um uns zu melden. Wir trafen Stabswachtmeister Villow von Stahnsdorf, der jetzt hierher versetzt ist.


    --- bis an die Knie in den Sumpf. Aber nach verschiedenen Umwegen bin ich doch noch zum Baden gekommen. Hier war es sehr nett,

    wenigstens nicht so voll, wie an den Berliner Seen.


    MfG Ludwig

    Hallo Edith,



    ich kann Ludwig nicht überfordern

    Darfst Du - Meine Frau tut das seit mehr als 50 Jahren täglich!


    Dein Traum, " Einer liest, der Andere schreibt" - das halte ich angesichts manches Buchstaben- bzw Wortkonstruktes bei dieser Handschrift

    für schwer durchsetzbar. Man muss schon an vielen Stellen mehrfach Anlauf nehmen, oder sogar auch mal eine Nacht darüber schlafen.

    Das Original liest sich nicht wie ein Roman.


    Beim Thema Fotos usw. hat jeder Verständnis, dass man Persönliches nicht unbedingt ins Netz stellen sollte.

    Aber man kann die einzelnen Bildbeschriftungen scannen, nummerieren und blockweise einstellen. Dann können Alle mitarbeiten.

    Und Zeit haben wir ja eigentlich genug!


    nun weiter im Text:


    9.11.1941

    Arbeit ist das einzige was

    ich von dieser Woche sagen kann.

    Die spanische Stunde habe ich

    aus Mangel an Zeit aufgeben

    müssen.

    16.11.1941

    Noch immer ist unverändert

    schönes Wetter. Tagsüber kann

    man ohne Mantel spazieren

    gehen. Glücklicherweise bin ich

    wieder vollständig gesund.

    Mein Briefmarken Album

    habe ich an Herrn Furch

    für 250 Peseten verkauft.

    Da bin ich es gut los., da

    die Sammlung sonst zu um-

    ------------------


    fangreich geworden wäre

    23.11.1941

    Meine Arbeit wird ständig

    mehr. Sonntags bin ich auch

    erst um 5 Uhr fertig.

    30.11.1941

    Inzwischen bin ich 30 Jahre alt

    geworden. Ja wie die Zeit

    vergeht. Hoffentlich ist beim

    nächsten Geburtstag der Krieg

    zu Ende.

    7.12.1941

    Der Weihnachtsmonat ist nun

    auch schon gekommen. Leider

    werde ich dieses Jahr zu Weih-

    nachten wieder nicht zu Hause

    bei Berti ind Sigrud sein.

    -----------------


    Es ist keine Ablösung für

    mich zu haben. Meine Sold-

    frage ist noch immer nicht

    geklärt. Wie ich aus Madrid

    gehört habe , hätte ich keinen

    Sold zu beanspruchen, da

    ich durch meine Versetzung

    nach Spanien aus der Wehr-

    macht ausgeschieden sei. Die

    Angelegenheit wäre nach Ber-

    lin zur Entscheidung weiter-

    gegeben worden. Hoffentlich

    wird endlich mal mein Ge-

    halt genehmigt, wie es die

    anderen Funker haben. Das

    gibt eine schöne Nachzahlung.

    ?.12.1941

    Allmählich wird es doch

    -----------------


    Winter. Das Wetter ist noch im-

    mer herrlich. Aber nachts ist

    es sehr kalt. Stürme haben

    wir bisher noch keine ge-

    habt.

    21.12.1941

    Meine Arbeit hat sich inzwi-

    schen schon wieder vermehrt.

    Nun ist die freie Stun-

    de am Nachmittag auch noch

    für mich verloren. Ich kann

    nun für mich persönlich

    überhaupt nichts mehr er-

    ledigen. Meine Arbeit hier

    beträgt die Hälfte der von

    Hendary. Nur mit dem

    Unterschied, daß dort 12 Mann

    -----------------


    diese Arbeit gemacht haben

    und ich allein bin. Aber das

    ist der Naht(?) in Biarritz noch

    zu wenig. Glücklicherweise

    sieht Herr Furch wieviel

    Arbeit es ist.

    Heute war die Weihnachts-

    feier der deutschen Kolonie

    im Hotel Maria Christina.

    Es war sehr nett. Lieder-

    vorträge der Frau Schaft

    und der Jugendgruppe. Zu-

    fällig war ein Opernsän-

    ger von Duisburg da, der

    beim Grenzschutz in Henday

    liegt. Der sang noch verschie-

    dene Opernarien. Anschlie-

    ------------------


    ßend war ich noch mit Fa-

    milie Furch im Kaffee Ma-

    drid eine Tasse Schokolade trin-

    ken. Um 11 Uhr bin ich auch noch

    etwas tanzen gegangen in

    den Salon Viktoria. Das ist

    in der letzten Zeit auch selten,

    da ich immer viel zu müde

    dazu bin.

    24.121941

    Heiligabend! Fern der Heimat

    und fern der Lieben bin ich

    auch dieses Jahr. Wann kann ich

    mal wieder Weihnachten zu Hause

    sein?

    Um 4 Uhr war meine Arbeit been-

    det. Ich bin dann nach Hause gegan-

    -------------------


    gen mich umzuziehen. Mit

    Herrn Schrödter zusammen war

    ich erst noch eine Vase mit

    einen Strauß weißer Nelken für

    Frau Furch kaufen. Um 7 Uhr

    fand ich mich wieder in der

    Villa Blanca ein. Feierlich

    wurde zu Abend gegessen bei Ker-

    zenbeleuchtung. Es gab Ka-

    paun, (Ochsenschwanzsuppe, Eier mit

    Schinken, Kartoffelsalat und rote Bete,

    Kapaun mit Weißkraut, Obstsa-

    lat , dazu Rotwein.)

    Nach dem Essen war Bescherung,

    dabei wurde auch ich nicht ver-

    gessen. Ich bekam 1 Kravatte

    1 Paar Wollstrümpfe , 1 ..?..

    ---------------


    ..?.. und 1 Teller voll Süßigkei-

    ten. Nach der Bescherung saßen

    wir noch bis 1/2 12 Uhr bei einigen

    Flaschen. Chilignot (?) zusammen.

    Ich habe noch ganz vergessen zu er-

    wähnen, daß Dienstag ein ganzer

    Berg Päckchen für mich eintraf.

    Allein von Berti 6 Stück.

    25.12.1941

    Heute wurde nur knapp 1 Stunde

    gearbeitet. Danach war ich in

    der Kirche. Herr Schrödter kam

    mich anschließend mit dem Wagen

    zum Essen abholen.Heute gab es

    ...?.... Nach einem kleinen

    Vedauungsspaziergang gingen

    wir alle zusammen, Herr und Frau

    ------------------


    Frau Furch, Herr Werner

    Schrödter und ich zu Familie

    Karl Schrödter (Hier heißen

    eine ganze Menge Leute Schrö..)

    Dort trafen wir bald die halbe

    Kolonie. Herr Hoofer, Frau

    (Name) mit Töchterchen, Fami-

    lie Götze mit Kindern, Frl.

    Kaufmann, Frau Schmidt

    mit Mutter, noch einen Herrn

    Schröder usw. Es wurde fabel-

    haft Kaffee getrunken mit

    Kuchen und Torten im großen

    Zelt. Natürlich mußten wir

    auch zum Abendessen dableiben.

    Um 1/2 11 Uhr verabschiedeten

    wir uns und ich ging noch-

    --------------------


    mal ins Viktoria bis 1 Uhr.

    26.12.1941

    Arbeitszeit heute ebenfalls 1 Stunde

    Mittagessen bei Familie Furch.

    Nach einem kurzen Spaziergang

    Kaffee bei Furchs. Anschließend

    einen gemütlichen Skat mit Herrn

    Furch, Schrödter und Hoofer bis

    zum Abendessen gekloppt, Darauf

    gemütliche Unterhaltung bis

    11 Uhr. Für 1 Stunde bin ich noch

    ins Viktoria.

    31.12.1941

    Der letzte Tag des Jahres. Für

    Deutschland hat es gewaltig Er-

    folge gebracht. Hoffentlich bringt

    uns das neue Jahr den Sieg

    -----------------


    näher. Für mich hat es die

    Versetzung nach Spanien

    gebracht. Urlaub hatte ich ein-

    mal 14 Tage im März. Weih-

    nachtsurlaub konnte ich kei-

    nen bekommen, da ich hier

    nicht vertreten werden kann.

    Sonst ist das Jahr für mich

    ziemlich gleichmäßig und

    ruhig verlaufen.

    Sylvesterabend. Gearbeitet

    habe ich bis kurz vor 8 Uhr.

    Zwischendurch war ich schnell

    nach Hause mich umziehen.

    Zum Sylvesterschmaus kam

    noch Familie Christiansen.

    Es gab Fleischsuppe,Vorspeise (?)

    ------------------


    mit Mayionaise , Gans mit

    Kraut, Kartoffeln und eine

    süße Eierspeise als Nachtisch,

    dazu Rotwein. Nach dem Essen

    wurde Sylvester gefeiert bei

    ..?.. und Sekt. Um 12 Uhr

    mußte bei jedem Schlag eine Trau-

    be gegessen werden. Das soll

    Glück bringen. Beim Anstoßen

    der Gläser habe ich an Berti und

    Sigrud gedacht. Die beiden

    werden aber um diese Zeit

    wohl geschlafen haben. Um 1/2 4

    Uhr brachte Familie

    ------------------



    Leider einige "?" offen.

    Schaue es mir später noch einmal an.

    MfG Ludwig

    Hallo Edith,

    Nur kurz einen guten Morgen

    Bei diesem schönen Wetter kann man doch nicht so früh schon am Rechner sein.:sleeping:


    und weiter:


    auf das Wasser nicht verlassen

    kann, muß man die Gelegen-

    heit eben ausnutzen. Sonst

    nichts von Bedeutung.

    7.9.1941

    Wieder ein schöner Tag. Um

    3 Uhr bin ich mit der Bahn

    nach Irun gefahren und von

    da zu Fuß nach Fun- (Hondarribia)

    terabia gewandert. Es ist ein

    kleines nettes Fischer- und

    Badestädtchen. Auf der anderen

    Seite des Flußes in nicht

    100 m Entfernung liegt

    Henday Hier spielten sich

    im spanischen Bürgerkrieg

    schlimme Szenen bei den

    ----------------


    flüchtenden Rotspaniern ab.

    Nach meiner Rückkehr war ich

    im Teatro Victoria Eugenia

    in Solaz, einer modernen spa-

    nischen Operette. Es war ganz

    nett. Anschließend bin ich noch

    etwas in den Salon Victoria

    zum Tanz gegangen.

    10.9.1941

    Heute hatte ich es mal besonders

    gut. Um 5 Uhr war ich fertig

    mit meiner Arbeit. Da habe ich

    mich umgezogen und bin zum

    Monte Igualdo gefahren.

    13.9.1941

    Eine arbeitsreiche Woche ist wie-

    der zu Ende. Viel läßt sich da-

    ----------------


    von nicht schreiben. Morgens

    1/2 8 Uhr aufstehen, dann Arbeit

    bis 21 Uhr, dann nach Hause

    und ins Bett. So ist es

    ziemlich an allen Tagen außer

    Sonntag.

    14.9.1941

    Heute hat man es wieder mal

    ganz besonders gut mit mir

    gemeint. Bis 3 Uhr habe ich

    gearbeitet, dann bin ich zum

    Monte Igualdo. Abends um

    10 Uhr in den Salon Viktoria.

    20.9.1941

    Diese Woche war ganz daneben

    geraten. Jeden Tag bis 9-10 Uhr

    gearbeitet. Trotzdem kam eine

    --------------


    Beschwerde von He..., daß ich

    nicht pünktlich da sei, dabei

    bin ich noch jedes mal 10 Mi-

    nuten vor der Zeit fertig ge-

    wesen.

    21.9.1941

    Bis 17 Uhr mußte ich heute

    arbeiten. Danach hatte ich zu

    nichts mehr Lust. Ich bin erst

    zum Monte Igualdo, aber gleich

    wieder runter gefahren. Abends

    im Viktoria das Gleiche.

    28.9.1941

    Wie die Zeit vergeht. Man merkt

    kaum, daß schon wieder eine

    Woche vorbei ist. Mit dem Baden

    ist wieder Schluß für dieses

    ----------------


    Jahr. Schade, das Wetter ist

    noch so schön warm. Aber hier

    ist ja alles anders, als in den

    übrigen Ländern.

    3.10.1941

    Nun bin ich schon ein Viertel

    Jahr hier. Ich bin sehr froh über

    diese Gelegenheit, da es doch mein

    erster Auslandsaufenthalt ist.

    Denn die besetzten Feindgebiete

    kann man ja kaum als Aus-

    land in dem Sinne bezeich-

    nen. In den letzten 8 Tagen nichts

    von Bedeutung. Wie üblich,

    die ganze Woche Arbeit . Samstag

    ins Viktoria. Sonntags zum

    Monte Igualdo und ins Viktoria.

    --------------


    12.10.1941

    In der vergangenen Woche sind

    wir umgezogen. Jetzt komme

    ich noch selten zu Wegen.

    Ich habe viel Arbeit mit dem

    Umzug der Dienststelle, da ich

    die ganzen Anlagen neu legen

    mußte. Der Erfolg der war, das,

    daß es besser klappte als

    vorher.

    19.10.1941

    Vergangene Woche habe ich wie-

    der einen Teil meiner Ein-

    käufe erledigt. Ich bin froh,

    wenn das alles mal vorbei

    ist, Auch muß ich mir selbst

    ----------------


    ein neues Zimmer suchen.

    Will Montag umziehen und

    habe mich noch nicht entschlossen,

    welches von Dreien, die ich in

    näherer Wahl habe, ich nehmen

    soll.

    26.10.1941

    Montag bin ich umgezogen in die

    Calle Trueba 1 . Ein schönes

    Zimmer ist es wohl, nur Kalt

    im Winter, zumal es keine

    Kohlen gibt. Dann habe ich noch

    ...?..... Habe mir eine schwere

    Grippe geholt und kann sie noch

    nicht einmal auskurieren..

    Deshalb mußte ich vorsichtshalber

    zum Arzt gehen. Samstag und

    ----------------


    Sonntag habe ich mich daher schon

    um 9 Uhr ins Bett gelegt. Aber

    da ist es auch nicht besonders an-

    genehm. Hier hat man auf den

    Betten ja nur 2 dünne Woll-

    decken. Die müssen reichen für

    den Winter. Wenn ich das garnicht

    hätte , dann hätte ich mir von

    Frankreich eine schöne große

    Decke mitgebracht. Diese Woche

    habe ich Berti Sorgen

    machen müssen. Wie alle Zeiten

    kamen laufend die Bestellungen.

    Jeder wollte etwas besorgt haben,

    was man ja auch verstehen kann,

    aber schließlich hatte ich nur

    ---------------


    zweimal Gelegenheit einen Geld-

    betrag zu überweisen. Alles übrige

    Geld mußte ich von meinem

    Verpflegungsgeld nehmen.

    Das nahm schließlich solche For-

    men an, daß für mich selbst

    nichts mehr übrig blieb. Ein

    Mittagessen kannte ich nur

    noch den Namen nach. Da

    das kein Ende mehr nahm,

    mußte ich schließlich an Berti

    schreiben.

    2.11.1941

    Meine Krankheit hat sich wieder

    gebessert. Berti hat mir geschrie-

    ben, daß die braunen Schuhe

    zwar ganz nett seien, sie

    ----------------


    sie sich aber schöner vorgestellt

    hätte. So geht es. Da hat man ge-

    dacht, etwas besonders Schönes und

    Gutes gekauft zu haben und nun

    so. Das ärgert. Heute nichts von

    Bedeutung. Mein Dienst geht an

    den Sonntagen jetzt immer

    bis 5 Uhr Ein Versuch Herrn

    Fuchs, eine kleine Änderung

    durchzusetzen, blieb ohne Erfolg.

    Man ist in Biarritz neidig,

    daß ich mehr Geld verdiene,

    als sie. Aus diesem Grunde

    soll ich auch nicht eine Minute

    Freizeit haben. Ich habe in der

    Woche nicht mal Gelegenheit

    zum ..?.. zu gehen.

    -----------------

    (Kontrast fehlt etwas am Schluß.)

    Durfte selbst die beschriebenen Orte im Urlaub

    alle schon kennen lernen.

    MfG Ludwig

    Hallo,

    Klasse , das mit dem Hotel, und interessant die Sache mit Herrn Heidschuch vom Geheimdienst.


    weiter geht es:

    gemacht mit der neuen weißen

    Jacke bin ich nach Zarrauz

    gefahren.Zarrauz ist einer

    kleiner Fischer- und Bade-

    ort an der Biskaya. Herrlich

    gelegen. Nach Besichtigung des

    Ortes , der nichts sehenswertes

    enthielt, habe ich einen Spazier-

    gang an der Küste entlang

    zum Nachbarort gemacht. Dort

    steht auch das Denkmal von

    Christoph Columbus. Von hier

    aus hat er seine Fahrt zur

    Entdeckung Amerikas ge-

    macht. Nach Rückkehr habe

    ich in einem Strandkaffee noch

    Cafe con leche getrunken

    ----------------

    und ein paarmal getanzt.

    Um 1/2 10 Uhr bin ich dann

    mit dem Schnellzug wieder

    nach San Sebastian zurück.

    Wenn ich jetzt sonntags Zeit habe,

    werde ich öfters solche Fahrten

    machen, um das Baskenland

    richtig kennen zu lernen.

    13.8.1941

    Heute habe ich Einkäufe

    für Berti erledigt. Frau

    ( Name) und Frl. Kaufmann

    waren als fachmännische Be-

    rater bei mir. Zuerst woll-

    te ich ja nur 1 Wollstoff für

    ein Kleid kaufen. Aber als

    ich die herrlichen Stoffe zu den

    --------------------

    niedrigen Preisen sah, habe

    ich 2 Wollstoffe für Kleider

    und 1 für Kleid mit Man-

    tel gekauft. Dann 2 Herren-

    stoffe zu Jackenkleidern (?)

    für Berti und Schuhe. ich

    glaube, daß alles zur Zufrie-

    denheit erledigt wurde. Wenn

    der Krieg zu Ende ist, haben

    wir beide eine tadel-

    lose Garderobe. Dann spart

    sich das Geld ja doch wieder ein.

    15.8.1941

    Heute ist Virgo (?) Tag. Ein großer (Maria Himmelfahrt)

    Feiertag in Spanien. Ich

    muß arbeiten. Wenn alles

    gut geht, bin ich 6 Uhr

    --------------


    fertig mit meiner Arbeit.

    Es hat geklappt. Anschließend bin

    ich dann ins Hotel Principe

    Saboye zum Tanz bis 9 Uhr, Da

    heute ganz Spanien nachts aus

    geht, bin ich auch um 11 Uhr

    in La Perla zur Fortsetzung

    des Tanzes gegangen. Um 1/2 2

    Uhr bin ich dann nach Hause.

    17.8.1941

    Mein zweiter Stierkampf. So arg

    wie man das immer eingestellt

    hat, ist das garnicht. Es hat mir

    ganz gut gefallen. Abends bin

    ich ins Theater zur Probe von

    Tannhäuser, Kommende Woche

    gastiert eine italienische Truppe

    ---------------


    hier. Abends um 10 Uhr großes ..?..

    19.8.1941

    Heute Generalprobe zu Tannhäuser

    Natürlich war ich da und habe

    sie mir angesehen. Um 1/2 3 Uhr

    kam ich glücklich zu Hause an.

    Das ist in Spanien so

    üblich, da die Kinos und Theater

    erst um 10 1/2 Uhr

    anfangen.

    21.8.1941

    Heute habe ich die Oper Manon

    besucht. Sie hat mir sehr gut

    gefallen. Verstehen konnte

    ich allerdings nichts, da sie

    in italienisch gegeben wurde.

    Leider hatte ich nur noch einen

    ---------------


    Platz hoch oben bekommen kön-

    nen. Gesehen habe ich gut, dafür

    aber auch geschwitzt.

    23.8.1941

    Sonntag mein übliches Programm.

    Vormittag Arbeit, Nachmittags

    Spaziergang. Abends ins Hotel

    Principe Saboye zum Tanz.

    25.8.1941

    Schluß der Theaterstücke mit

    Bohemia. Wieder ein großes

    Erlebnis

    30.8.1941

    Von dieser Woche läßt sich nicht

    viel sagen. Viel Arbeit oft

    bis 9 Uhr abends. Danach

    1 Std. Spaziergang, dann

    nach Hause und ins Bett.

    31.8.1941

    Heute habe ich mir Bilbao

    angesehen. Beizeiten habe ich Schluß

    mit meiner Arbeit gemacht

    und bin um 1/2 12 nach Bil-

    bao abgefahren. Natürlich wie

    das hier so üblich ist, kam

    der Zug mit 1 Stunde Ver-

    spätung um 1/2 4 Uhr dort

    an. Es ist eine richtige In-

    ---------------


    dustriestadt. Grau und Schmutzig

    mit engen dunklen Gassen.

    Die neuen Stadtteile mach-

    ten einen besseren Eindruck

    Zum Hafen konnte ich leider

    nicht mehr fahren, denn bis

    dahin sind es noch 15 km.

    Abends um 0715 bin ich dann

    mit dem Schnellzug nach San

    Sebastian zurück.

    6.9.1941

    Diese Woche war eine Badewoche.

    Jeden Tag habe ich mir um

    11 Uhr freigemacht und bin

    an die Playa Ondarreta zum

    Baden. Das Wetter war herr-

    lich, da man sich hier aber...

    ---------------


    MfG Ludwig

    Hallo Edith,


    19.7.41

    Heute habe ich einen großen

    Spaziergang gemacht. Ich wollte

    Hans in Pasajas aufsu-

    chen. Da ich nicht wußte,

    wo er zu finden sei, bin ich

    um den ganzen Hafen herum

    gegangen. Über die Einfahrt

    mußte ich mit einem Boot

    übersetzen. Hans habe ich

    aber trotzdem nicht gefun-

    den.

    20.7.41

    Heute war die ganze Stadt

    voll deutscher Soldaten, der

    Zivilgouverneur hatte

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    die Garnission Hendage zum Be-

    such der Stadt eingeladen. Habe

    mich einiger Kameraden an-

    genommen und sie durch die

    Stadt und auf den Monte Ignar-

    do (?) geführt. Sie waren begei-

    stert. Kaum hatte ich mich von

    ihnen verabschiedet, traf ich

    2 Offiziere, die ich aus Frank-

    reich kannte.

    26.7.41

    Die vergangene Woche kann ich

    kurz übergehen. Es hat sich

    nichts erwähnenswertes er-

    eignet. Den ersten Anzug habe

    ich jetzt erhalten.

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    17.7.1942 (?)

    Stierkampf In San Sebastian

    für Spanien ein Ereignis.

    Schon am Abend vorher war großes

    Konzert auf dem Boulevard

    Dazu tanzten die Spanier ihre

    Volkstänze. Jetzt ist die ganze

    Stadt in Bewegung. So etwas

    muß man sich angesehen haben.

    Um 5 Uhr begann dann die

    Corrida mit dem Einzug

    der Präsidentin und ihres Ge-

    folges in schönen National-

    kostümen. Danach zogen

    die Stierkämpfer ein. Nach

    Begrüßung durch das Präs-

    (idium)? begann der Stierkampf.

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    Aus den Beschreibungen hatte

    ich ihn mir schlimmer vor-

    gestellt, doch so blutrünstig

    ist er garnicht. Freilich ist

    es eine Tierquälerei für

    die Stiere, aber es ist schnell

    vorüber.. Das Publikum ver-

    folgt mit südländischem Tem-

    perament den Kampf und

    rief laut seinen Beifall oder

    seinen Ärger dem Matador

    zu. Nach dem Stierkampf war

    ich noch im Hotel ...?....

    31.7.41

    Wieder ein Monat zu Ende.

    Der erste in Spanien. Hoffent-

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    lich bleibe ich noch lange hier.

    Mein Gehalt ist jetzt auch ...-

    .... Ich bekomme 12 Rm

    pro Tag dazu meine Löhnung.

    Das sind 70 Rm weniger

    als die anderen bekommen.

    Na es macht ja nichts. Dafür

    habe ich aber 200 Rm Einklei-

    dungsbeihilfe bekommen.

    3.8.1941

    Schlechtes Wetter. Man weiß

    nicht recht was man machen

    soll. Nachmittags ins Kino

    Miramar, abends ins Hotel

    Saboyen(?)

    4.8.41

    Heute habe ich von Major

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    Heidschuh(?) aus Biarritz eine

    dicke Zigarre verpaßt bekom-

    men allerdings ohne meine

    Schuld. Ich habe nichts gesagt,

    damit war die Sache wieder

    erledigt. Heute habe ich aber

    mehr Arbeit bekommen.

    Jetzt muß ich arbeiten von

    8 Uhr morgens bis nach

    8 Uhr abends mit ganz kurzen

    Unterbrechungen. Mein zweiter

    Anzug ist heute geliefert worden.

    6.8.1941

    Arbeit habe ich genug. Heute hab

    ich den Weg von der Arbeitsstelle

    zur Dienststelle zwölfmal ma-

    chen müssen.

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    7.8.1941

    Einen großen Teil meiner Ein-

    käufe habe ich erledigt.

    Hemden, Kravatten und Schuhe

    habe ich mir gekauft. Dazu (nicht lesbar)

    für Berti. Meine eigenen

    Bedürfnisse sind damit be-

    friedigt. Nächste Woche noch

    für Berti, dann bin ich fertig.

    18.4.1941

    Endlich kam die Sonne mal

    wieder zum Vorschein. Vormittags

    sah es ja nach Regen aus.

    Mittags klärte es sich aber auf. Da

    habe ich mich schnell fein

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    Bitte einmal das Datum überprüfen!


    MfG Ludwig