Posts by Cr0ss

    Exakt aus dieser Quelle habe ich die Information, außerdem aus "Yehuda Bauer -rethinking the Holocaust" die Information, dass eine Polizeieinheit dort gewesen sei, übereinstimmend mit einem Foreneintrag aus einem anderen Forum, wonach der "Leader" der gleiche, wie er im Buch erwähnt wurde, ist.


    Gendarmerie-Zug (mot.) 48 wird es wohl gewesen sein, ich habe im Forum eben auch eine Infornation zur Versetzung selbiger nach Brest gefunden.


    Vielen Dabk schonmal - jetzt suche ich also nach Infos zu diesem Zug! :)


    Viele Grüße aus dem nicht ganz so warmen Hannover!

    Hallo zusammen,


    ich suche Informationen zu einer "48. motorisierten Polizeikompanie", die laut verschiedener Quellen im Oktober 1942, zusammen mit der Reserve-Polizei-Kompanie Nürnberg, an den Deportationen und Erschießungen im Raum Brest-Litowsk beteiligt gewesen sein soll. Insbesondere würde mich die Herkunft der Kompanie bzw. ihre Struktur und ihr originärer Einsatzzweck interessieren - allgemein aber gern alles, was ihr habt.


    Viele Grüße und vielen Dank!

    Hallo ihr beiden,


    ups, das ist allerdings schon sehr langer her :|
    Mein Vater und meine Tante haben ihn auf dem Bild eindeutig identifiziert. Im Posting vor 6 Jahren hatte ich unvollständige Informationen, bzw. diese waren z.T. schlicht falsch (zum Beispiel die Annahme, es handelte sich um Lidice - tatsächlich waren die Prozesse die wegen der Kriegsverbrechen von Kielce).


    An gesicherten Informationen habe ich:
    -Hermann Heise, Jahrgang 1906 aus Hannover
    -Vor dem Krieg Polizist
    -Nach dem Krieg Polizist
    -Zunächst Polizeibataillon 111, später dann nach seiner Angabe Waffen-SS
    -Bis Ende der 70er Prozesse wegen Kriegsverbrechen


    Mein Großvater ist 1991 gestorben, er hat uns und seinen Kindern nie groß etwas vm Krieg erzählt, nur eben, dass er deshalb so oft vor Gericht musste und dass er mit der SS an Brückensprengungen am Donez beteiligt war und dabei beinahe sein Gehör verlor. Vor Kriegsende wurde er verwundet/hat sich verwunden lassen, um nicht in russische Kriegsgefangenschaft zu geraten und war nach Aussage meiner Tante 1945 Ausbilder.
    Nach seiner Aussage war er später dann bei der Waffen-SS, wo er "in der Ukraine war". Er sagte, er wäre "Nur vier Wochen zu spät nach Stalingrad" gekommen. Und dass sie russische Panzer gesprengt haben, indem sie Granaten in die Luken geworfen haben.


    Für mich und nach meiner Recherche ergibt das folgendes Bild:
    Er nahm mit dem Polizeibataillon 111 1939-1940 am Ostfeldzug Teil. Danach verschwimmt alles ein wenig, bis 1943 muss er jedoch irgendwie in der Waffen-SS gelandet sein und wohl ab 1943 mit der SS-Panzergrenadierdivision Totenkopf weiter am Ostfeldzug teilgenommen haben (er war lt. eigener Aussage ausschließlich im Osten). Dafür spricht vor Allem, dass die SS-Panzergrenadierdivision tatsächlich wegen Nachschubverzögerungen "zu spät" nach Russland kam und deshalb nicht an Stalingrad teilnehmen konnte. Die Division war in Poltava (Ukraine) und hat an der Donez-Mius-Offensive teilgenommen (Brückensprengungen). Er sagte, er wäre ein hoher Offizier gewesen, mein Vater meinte, irgendjemand habe ihn später im Polizeidienst mit Obersturmbannführer angesprochen, woraufhin nie wieder ein Wort gewechselt worden wäre. Der Bruder meines Großvaters hat ihn ebenfalls so genannt, wonach die beiden mit Mistgabeln aufeinander losgegangen sind... :D


    Über die Zeit danach existieren mehr Aussagen, weil meine Tanten da schon in einem Alter waren, in dem sie ein wenig mehr verstanden haben. Er hat sich wohl verwunden lassen, um die russische Gefangenschaft zu vermeiden und war dann irgendwo im Raum Hannover als Ausbilder für "viel zu junge Männer, das ist doch nur noch Kanonenfutter". Beim Einmarsch der US-Truppen jedenfalls wurde er festgenommen, vorher aber hat er schon Uniform, Orden, Fotos etc. verschwinden lassen. Gegen ihn und zwei weitere Polizisten wurde bis 1978 ermittelt, es gab mehrere Verfahren, danach wurde das dann allerdings eingestellt.


    Weitere Informationen einzuholen gestaltet sich schwierig, da ich nicht der nächste lebende Angehörige bin und meine Tanten und mein Vater (verständlicherweise) wenig Interesse haben, herauszufinden, ob er wirklich immer die ganze Wahrheit gesagt hat - die Aussagen mit Ehrungen, hohen Rängen, die bekannten Aufenthaltsorte im Krieg und die anschließenden Prozesse und insbesondere das totschweigen und die Vernichtung sämtlicher Belege widersprechen mMn jedenfalls deutlich der Idee, er habe mit Kriegsverbrechen irgendeiner Art niemals etwas zu tun gehabt.


    Das sind eben alle Informationen, die für mich ohne weiteres zu beschaffen sind. Ich werde allerdings einmal versuchen, was zu machen ist - insbesondere die Ermittlungsakten sollten wohl irgendwie einsehbar sein, daraus ergibt sich dann ja schon eine Menge.



    Zum Bild noch: Vielen Dank für die höhere Qualität, ja, das ist er definitiv.


    Viele Grüße und vielen lieben Dank!

    Hallo,nach langer Recherche bin ich auf diesen Beitrag gestoßen und habe auf dem zweiten Bild im ersten Post meinen Großvater, Hermann Heise, erkannt. Es handelt sich um den Herren in der dritten Reihe von unten, vierter von rechts. Kann mir jemand Aufschluss über den Dientsgrad geben? Ich erkenne einen Stern und dunkle Kragenspiegel, habe aber online leider wenige Informationen dazu gefunden.


    Ich finde den Beitrag wirklich interessant, insbesondere, weil ich endlich eine Einheit gefunden habe, die mit seinen sehr vagen Erzählungen übereinstimmt. Kielce ist mir ein Begriff, die Partisanenkämpfe ebenfalls. Später ist er (wohl Ende 1940, nach der Rückverlegung nach Deutschland) zur Waffen-SS gekommen. Welcher Dienstrang würde der Polizei-Rang in der SS entsprechen?


    Vielen Dank im Voraus!

    Hallo Leute,
    momentan werde ich nicht mehr schlau aus Angaben meines Großvaters.
    Ich selbst konne leider nie mit ihm über das Thema 2. WK reden, da er verstorben ist als ich 3 Jahre alt war, aber mein vater hat einige Informaionen über ihn. Leider ergeben diese aber keinen wirklichen Sinn.


    Er war vor Kriegsbeginn auf jeden Fall bei der Polizei (Hannover od. Hildesheim), soweit ich das verstanden habe in der Position eines Hauptmanns. Während des Krieges war er bei der SS, so viel weiß ich sicher.
    Aber dann beginenn auch schon die Wagen auskünfte. Seiner Aussage nach stand er "einen Katzensprung vor Stalingrad", als eben dort die berüchtigte Schlacht stattfand.
    Auf der Flucht vor den Russen (aus Stalingrad) war er, so sagte er, an mehreren Brückensprengungen über den Don und den Donets beteiligt.
    Ich habe aber im Internet keine (SS) Einheit gefunden, auf die diese Beschreibung passen könnte. Glkeichzeitig erscheint die Aussage aber glaubwürdig, da er nach dem 2. Weltkrieg fast Taub war - was, wie er sagt, an den Brückensprengungen lag.


    Nun wird es aber wieder etwas genauer. Am 9. Juni 1942 muss er in der nähe von Lidice gewesen sein, denn es wurde wegen eben dieses Massakers bis in die 70er gegen ihn ermittelt. Außerdem sagte er selbst, er wäre in der nähe gewesen, aber am Massaker nicht beteiligt.


    Des weiteren ist es warscheinlich, dass er in Polen war, er sprach nämlich immer davon, dass er "In Polen sein ganzes Lametta abnehmen musste, sonst wäre er nie nahch Hause gekommen".


    Kurz vor Kriegsende ist er in Amerikanische Kriegsgefangenschaft gekommen.



    So und nun zu meinen Fragen:
    -Welche Einheiten würden infrage kommen? Ich habe lange recherchiert, doch nicht eine Einheit gefunden, die auf die Beschreibung passen würde. Vielleicht bin ich auch einfach zu blöd^^.


    -Ich meine einmal gehört zu haben, dass an dem Massaker in Lidice nur SA und GeStaPo beteiligt waren - demnach könnte mein Großvater ja garnicht beteiligt gewese sein. Andererseits frage ich mich natürlich, warum er so lange verfolgt wurde.


    -Ich habe irgendwann einmal aufgeschnappt, mein Großvater sei Obersturmbannführer gewesen. Irgendwo habe ich auch mal einige Verzeichnisse gefunden (im Internet), in denen sämtlche Hochrangige SS-Leute afgeführt waren. Kennt jemand hier dieses Verzeichnis?
    Wäre es möglich, dass dort einige nicht aufgeführt waren? Mein Großvater war nämlich nicht in dieser Liste. Nach seiner Aussage aber muss er zmindest eine höherwe Position inne gehabt haben.


    Vielleicht könnt ihr mir ja helfen, an Dokumenten, Fotos, Orden etc. wurde nämlich alles vor Kriegsende vernichtet.
    Achso, evtl. hilft euch der Name weiter: mein Großvater hieß Hermann Heise


    Grüße,
    Cr0ss