Posts by Dirk Rudolph

    Moin in die Runde,
    ich rate auch mal mit.
    Vielleicht hilft es, was wenn man sieht, was in Seebeck gebaut wurde - U-Boote.
    Diese wurden in Block- oder Sektionbauweise gebaut.
    Meistens gab es in diesen Werften gerade auch 1944 Zwangsarbeiter.


    Also einfach so: Sektionsbaulagerkommandantur SBLK.
    (Passt natürlich nicht zum lesbaren Inhalt des Briefes, aber vielleicht irgendwo ein Anfang)
    Gruß
    Rudi

    Hallo Grubi,
    willkommen in unserem Forum.
    Unsere Spezialisten benötigen von dir noch möglichst genauere Angaben wie Namen, Geburtsort.
    Wenn du noch andere weitere Daten zu deinem gefallenen Opa weißt, stelle Sie doch soweit möglich hier ein.


    Wenn du die Möglichkeit hast Bilder einzuscannen wie z.B. auch den Wehrpass, wäre dass auch manchmal hilfreich.


    Desweiteren gibt es noch die Möglichkeit über die offiziellen Wege wie die Wast, Volksbund, DRK dir Informationen zu holen.
    Dies dauert meist ein wenig länger.


    mfg
    Dirk

    Moin in die Runde


    vielleicht ist dieser Pipot auch ein Pilot. Vielleicht Schreibfehler.


    Ansonst nenne uns doch mal bitte den Zusammenhang des Textes - sprich Inhalt.
    Habe sämtliche mir bekannte Internetseiten von Fahrzeugen sämtlicher Nationalitäten abgesucht ohne Erfolg Pipot oder ähnlich bisher nichts gefunden.


    MFG
    Rudi

    weiter gehts...


    23.04.1945 übernimmt Reymann in Potsdam die Armeegruppe Spree
    Auftrag: u. a. einen Schlauch (Avus) für den Entlastungsangriff der Armee Wenck
    offenzulassen.
    24.04.1945
    Die Korpsgruppe Reymann erhielt den Befehl, die „Insel Potsdam“ als Angelpunkt für den Angriff der 12. Armee zu halten. Sie wurde mit schwachen Sicherungen auf die Seen-Engen um Potsdam zurückgeworfen. Die RAD Inf. Div. „Friedrich Ludwig Jahn“ hatte den Auftrag, die Seenfronten nach Südosten und Westen zu verteidigen. Generell hatte die Jahn Div die Linie an der Autobahn und den westl. Seen zu halten.


    Weiter westlich stehen feindliche Kräfte zwischen Berlin und Potsdam und stießen bis zur Havel ostwärts Brandenburg vor.“
    Der zum Entsatz der Reichshauptstadt befohlene Angriff der 12.Armee aus dem Südwesten hat noch nicht begonnen. Es ist der Armee bisher nicht gelungen, eine geschlossene Abwehrfront aufzubauen und Truppenteile für den Angriff auf Berlin zusammenzufassen und zu sammeln. Die Kräfte der Armee sind in Einzelkämpfe im Raum südlich und westlich von Berlin verwickelt. Zum Beispiel stürmte unsere Schwesterdivision, die RAD-Inf -Div. “Theodor Körner‘:, Treuenbrietzen, verlor die Stadt jedoch am selben Tag wieder.
    Die Korpsgruppe Reymann erhielt den Befehl, die “Insel Potsdam“ als Angelpunkt für den Angriff der 12.Armee zu halten. Sie wurde mit schwachen Sicherungen auf die Seen-Engen um Potsdam zurückgeworfen.
    Die RAD-Inf-Div. “Friedrich Ludwig Jahn“ hatte den Auftrag, die Seenfronten nach Südosten und Westen zu verteidigen. Zu diesem Zweck hatte der Stab die Verbände im Südteil der “Insel Potsdam“ so gut wie möglich geordnet:
    Das I.R. 1, das schwere Verluste erlitten hatte und nur mit Resten über die südlichen Vororte von Berlin (mit Feindberührung bei Babelsberg und Nowawes) und Potsdam nach Caputh gekommen war, wurde hier aufgefüllt und neu formiert. Über den Ersatz äußerte sich der Regimentskommandeur: “Wir bekamen wilden Ersatz aus aufgegriffenen Soldaten. Das waren keine kampffreudigen Männer; sie wollten zur Elbe und wurden unterwegs aufgegriffen. Hauptsächlich war es Bodenpersonal der Luftwaffe. Beim ersten Schuß hatten sie die Hose voll. Aber später, bei Plaue z.B., haben sie sich dank unserer Unterführer und der erfahrenen Kompaniechefs bewährt, sie haben sich gut und tapfer gehalten.“ Das I.R. 1 fand hier bei Potsdam auch seinen Troß wieder, der auf Schleichwegen von Jüterbog direkt und vom Feind unbelästigt dorthin gelangt war. Und es war das IR. 1, das später, als Wenck zum Entsatz angetreten war, mit den Spitzen der bis zum Schwielowsee vorstoßenden Verbände der 12.Armee Kontakt bekam.
    “Am schlagkräftigsten blieb die Artillerie, die bis zum Ende an der Elbe zuverlässig die zusammengewürfelten Infanterieverbände unterstützte. An eigenen Verbänden hatte die Division ferner noch das I.R.3 mit etwa 500 Mann. Da Angriffe auf die Seenfronten nicht erfolgten, wurde dieses Regiment am Westflügel der Nordfront eingesetzt und wies dort bei Golm örtliche Durchbruchsversuche der Sowjets ab.“ Als die Division nämlich Michendorf aufgeben mußte, fuhren die Sowjets auf der Autobahn um Potsdam herum nach Westen und Nordwesten.Die Reste des I.R.2, das Praetorius nicht erwähnt, waren laut Brettnacher ebenfalls im Raum Potsdam eingelangt, und zwar auf einem Feldflugplatz, “der zur Räumung vorbereitet wurde. Nach Meldung bei der Flugplatzleitung gab es für uns zunächst Verpflegungsempfang. Der ganze Vormittag verging nur mit Nahrungsaufnahme. Was ein
    hungriger Magen ... alles aufnehmen kann! Nach Munitions-, Waffen- und Handgranatenempfang - eigentlich eine lächerliche Bewaffnung gegen die sowjetische Panzerwaffe - stand am Nachmittag ein Kampfeinsatz bevor. Dazu kam es aber nicht: Wir, der versprengte, zusammengewürfelte Haufen, bildeten nun das selbständige Freikorps Huter (nach einem Leutnant als ‘Oberbefehlshaber‘ so benannt) und zogen weiter nach Westen,im Begriff, auf eigene Faust Krieg zu führen.“ Auf seinem weiteren Weg nach Westen traf dieser Haufen “in Deutschkrone“ mit anderen versprengten Teilen des 1. Bataillons zusammen und “sofort erfolgte eine Neuaufstellung des Bataillons“.
    Der Füsilier Wiechert war mit seinem Bataillon am 23.April nach Potsdam gekommen und hatte die Nacht im Neuen Palais im Park von Sanssouci verbracht. Am 24.April marschierten die Füsiliere nach Caputh und weiter bis nach Michendorf, wo an diesem Tag der Divisionsgefechts-stand lag. Zum Einsatz kam es nicht mehr, denn: “Dort erhalten wir Befehl, nach Caputh zurückzukommen. Alles meckert und schimpft über diesen Blödsinn. Die 15 km sind wir wieder einmal umsonst gelaufen. Dann marschieren wir nach Geltow.“
    Dorthin verlegt auch der Divisionsstab, aber wahrscheinlich nicht erst am nächsten Tag, wie Praetorius und Gellermann meinen, denn inzwischen waren die sowjetischen Panzerspitzen weit vorgestoßen: Bereits um 10,45 Uhr waren drei sowjetische Panzer an der Langen Brücke, “die vorzeitig gesprengt worden war“, in Potsdam aufgetaucht, und “auch in Ferch (südwestlich Potsdam) steht jetzt der Feind“, meldet Oberst Eismann, der Ja, dem General v. Trotha, Chef der HGr.Weichsel. Dem entspricht die Aussage in der sowjetischen Darstellung: “Die anderen zwei Brigaden, die vom Raum Drewitz in den Raum Potsdam vorstießen, nahmen Nowawes ein und erreichten gegen Abend die Havel im Raum Potsdam. Da die Brücken über die Havel vom Feind zerstört worden waren, waren Teile des Korps nach der Einnahme des südöstlichen Teiles von Potsdam., der auf dem Südufer der Havel liegt, gezwungen, den Angriff einzustellen und die Vorbereitung zur Forcierung der Havel zu beginnen.“


    25.April: Einkreisungsring um Berlin geschlossen
    “25.IV. Wir rücken von Geltow nach Petzow und beziehen dort Stellung in blühenden Obstgärten. Vom Iwan ist weit und breit keine Spur. Nur hinter uns schießt es bei Caputh etwas. Wir müssen den ganzen Tag am Bunker für den Kompaniechef schuften. Die Verpflegung ist gut. Schnaps und Zigaretten gebe ich dem Gutsgärtner, weil es mir zu viel ist“, schreibt Wiechert in sein Tagebuch. Auch am nächsten Tag “schuften“ sie, diesmal am eigenen Bunker, und als sie fertig sind, kommt der Abmarschbefehl.
    Die Sowjets waren inzwischen weit nach Westen und Nordwesten vorgestoßen, indem sie Potsdam im Süden mitfuhren. Um 12 Uhr dieses 25.April vereinigten sich die Truppen Leijuschenkos mit den von Nordosten vorstoßenden Truppenteilen der 1 .Belorussischen Front Schukows bei Ketzin. Der Einkreisungsring um Berlin war damit endgültig geschlossen. “Nach ihrer Vereinigung setzten Leijuschenkos 6.mech. Gardekorps und die 47.Armee Perchorowitschs ihren Angriff auf Potsdam fort.“ Und Oberst Günther Reichheim, der Generalstabschef der 12.Armee, berichtet unter dem 25.April: “Die Besatzung von Potsdam (dabei die Masse der Division ‘Friedrich Ludwig Jahn‘) war von allen Seiten eingeschlossen... “
    Auf der anderen Seite Potsdams, im Osten, wurde die 20.Pz.Gren.Div. ebenfalls in Kämpfe verwickelt. Der Verteidigungsabschnitt dieser Division reichte vom Grunewald über Wannsee bis an die Westseite der Havel, denn sie schloß auch die Verteidigung des Flugplatzes Gatow ein. Die Division, deren Abwehrfront sehr dünn und nur stützpunktartig besetzt war, geriet in schwere Kämpfe und wurde zum Teil zersprengt. Teile davon wurden eben in Kämpfe um Potsdam verwickelt, andere Teile blieben bis zum Ausbruch am 1./2.Mai auf der Insel Wannsee. Zu dieser Gruppe gehörte auch ich mit meinen Kameraden vom Rest der 2.PakBattr. Aber noch schlugen wir uns irgendwo im Grunewald in der Gegend der Avus herum.


    In Berlin tobten am 25.April den ganzen Tag erbitterte Kämpfe. Bereits um 0,15 Uhr meldete Oberst Refior der HGr. Weichsel, daß der Feind bis zum Bahnhof Zehlendorf und bis Onkel Toms Hütte vorgestoßen sei. “Es stinkt gewaltig!“


    Da die 20.Pz.GrenDiv. ihre Panzerkampfgruppe weit vorwärts bis in den Raum ostwärts Potsdam einsetzen mußte und dort in Kämpfe verwickelt wurde, setzte Weidling zwischen ihr und der Stadtmitte die bisher in Reserve gehaltene 18.Pz.Gren.Div. ein. “Die Front der PzGrenRgt war durch Volkssturm-Einheiten und verschiedenartige Splittergruppen halbwegs aufgefüllt“ Es ist durchaus möglich, ja sogar wahrscheinlich, daß wir von der 2.PakBattr. zu diesen “Splittergruppen“ gehörten. Ich erinnere mich z.B., daß wir unser Geschütz auf einem schmalen Weg durch einen Wald schleppten und daß wir dabei immer wieder Deckung suchen mußten, weil sowjetische Flugzeuge über uns hinwegzogen. Diese Szene würde gut zu dem Abschnitt bei Engelmann passen: “Am Vormittag marschierte das Regiment in den Westteil der Stadt, um... unter Bombenangriffen... schließlich am Ostrand des Grunewaldes zwischen Hundskehlen- und Grunewaldsee in Stellung zu
    gehen.“ Wir von der 2.PakBattr. sind allerdings nicht so weit nach Norden gekommen, sondern wir müssen - jetzt allerdings schon ohne Geschütz - über die Avus in den Westteil des Grunewaldes bis an den Großen Wannsee gezogen sein. Und als sich zwei Tage später im Grunewald die Sowjets zwischen die 20. und die 18.Pz.Gren.Div. zwängten, waren wir mit der 20. schon in Richtung Westen nach Wannsee ausgewichen.
    In meiner Erinnerung taucht ein großes Gebäude (oder eine Baracke?) mitten im Wald auf, voll mit Bekleidung und Wäsche. Wir haben uns alle mit frischer Unterwäsche versorgt. Ein Kamerad entdeckte eine mit Schnaps gefüllte Feldflasche. Dieser Schnaps sollte mir helfen, meine Bauchschmerzen zu lindern und meinen Durchfall zu stoppen. Die Wirkung war gering. Zum Glück kamen wir bald ans Ufer des Wannsees, es muß beim Strandbad gewesen sein. Dort war ein Lazarett oder eine Rotkreuzstelle eingerichtet, und dort bekam ich ein sehr wirksames Mittel gegen meinen Durchfall.
    Hier in der Südwestecke des Grunewaldes westlich der Avus hatte ich ein weiteres Erlebnis, das sich unauslöschlich in mein Gedächtnis eingegraben hat: Wir marschierten auf einem schnurgeraden, schmalen Weg durch den Wald, von weitem hörten wir Stimmen. Als wir näher an den Rand einer Lichtung kamen,, hörten wir lautes Singen, Johlen und Schreien aus einem Barackenlager, etwa 200-300 m vor uns. Es war höchstwahrscheinlich ein Lager für Ostarbeiter, und die Insassen gaben ihrer Freude über die bevorstehende (oder bereits erfolgte?) Befreiung Ausdruck. Uns war ziemlich mulmig zumute, und möglichst unauffällig zogen wir uns in den schützenden Wald zurück.
    GO Heinrici, der OB der HGr.Weichsel, zieht in seinen Erinnerungen folgendes Resümee des Tages: “Zusammenfassend muß über den 25.April gesagt werden, daß die Aufgaben, welche das OKW den im Raum um Berlin kämpfenden Armeen stellte, sämtlich wegen deren Zustandes nicht zu verwirklichen waren. Berlin war von allen Seiten eingeschlossen... Potsdam war bereits von der Reichshauptstadt abgetrennt. Nach Lage der Dinge hätte die oberste Führung den Kampf längst beenden müssen. Der Ehre der deutschen Waffen im blutigen Kampf war wahrlich genug getan.“
    26.April: Der letzte deutsche Angriff des Krieges
    Am 26.April griffen Verbände der 18.Pz.Gren.Div. längs der Avus auf Zehlendorf - Schlachtensee an, um die Verbindung zur 20.Pz.Gren.Div. wieder zu öffnen. Der Angriff stieß “bald vor dem Schlachtensee auf heftigsten Widerstand des Feindes, der vom Teltowkanal zur Havel durchgebrochen war und damit den Südteil des Grunewaldes bereits fest in der Hand hatte.“ Diesen Einbruch der Sowjets datiert Weidling allerdings auf den 27.April: “Die russischen Angriffstruppen zwängten sich im Grunewald von Süden und Südosten her zwischen die 20. und die 18.Pz.Gren.Div.," und Boldt berichtet, daß die Absicht der Sowjets, mit motorisierten Verbänden in die Tiefe des Grunewaldes vorzustoßen, am 26.April “an der Enge zwischen Schlachtensee und Krummen Lanke vereitelt“ wurde, bemerkt dann aber weiter, daß die hier kämpfenden Divisionen sich “in einer verzweifelten Lage“ befanden. Werner Haupt berichtet ebenfalls über diesen Abwehrerfolg, fügt aber hinzu: “Die Lage wird aber unübersichtlich, da das Gefechtsfeld jede Stunde wechselt.“ - Wann und wo auch immer: Mit dem Durchbruch der Sowjets an die Havel waren wir von der 2.PakBattr. von Berlin weg und Richtung Wannsee abgedrängt.
    Auch im Raum nördlich der Havel und des Wannsees war die Rote Armee aktiv. Hier operierten die Truppen der l. Belorussischen Front unter Marschall Schukow. Zu Mittag begann der Angriff des 129. Schützenkorps der 47.Armee auf der Linie Neu-Fahrland—Groß Glienicke—Westrand von Staaken auf Kladow und Gatow. “Gegen Abend gelangte das Korps, nachdem es den äußeren Verteidigungsring durchbrochen hatte, im Abschnitt Groß Glienicke—Staaken im Kampf in die Linie Westufer des Sacrower Sees—Gatow—Südrand von Wilhelmsstadt, indem es sich an den beiden Flanken ca. 3-4 km vorwärtsbewegte... Die Potsdamer Gruppierung des Feindes wurde als Folge des Vordringens von Teilen der Armee in die Räume Sacrow und Gatow von der Hauptgruppierung abgeschnitten, die in Berlin eingekreist war.“ Obwohl Kladow und Gatow von den sowjetischen Truppen noch nicht erobert waren, gab es dorthin keine freien Straßenverbindungen mehr aus dem Südwesten, wo die Division “Jahn“ stand.
    ...
    Damit hatte Wenck in Absprache mit seinen engsten Mitarbeitern den Führerbefehl zum Entsatz von Berlin, von dessen Undurchführbarkeit er überzeugt war, nicht befolgt:
    Die 12.Armee hätte nach Osten, die 9.Arinee gleichzeitig nach Westen bis zur Vereinigung beider Armeen angreifen sollen, dann hätten beide Armeen nach Norden eindrehen und die im Südteil von Berlin eingedrungenen feindlichen Verbände vernichten und eine breite Verbindung mit Berlin herstellen sollen. Den Angriff Richtung Potsdam hingegen “hielt er gegenüber den ihm in seinen Verbänden anvertrauten jungen Soldaten, die ihr Leben unmittelbar vor dem Ende des Krieges noch einmal einzusetzen hatten, für verantwortlich, weil es galt, Leben zu retten, und zwar:
    - die Verwundeten aus den Lazaretten im Operationsbereich der Armee,
    - die Reste der 9.Armee,
    - die Soldaten der Korpsgruppe Reymann und
    - die Flüchtlinge.“
    Der Angriff der Armee Wenck brachte bis zum 27.April im Ergebnis keine geschlossene Front und blieb schließlich vor Ferch liegen. “Schuld war nicht zuletzt der Wehrmachtbericht, der, um die Berliner Besatzung aufzurütteln, die Existenz und die bisher erreichten Ziele der Armee Wenck preisgab.“ Die sowjetischen Truppen handelten blitzschnell, und schon am nächsten Morgen stand das XX. Panzerkorps in schwerem Abwehrkampf. Jede Angriffshandlung der 12.Armee hörte auf. Es gelang lediglich noch die Befreiung, besser gesagt, die Aufnahme der Besatzung von Potsdam - mit ihr der Reste der Division “Jahn“ -‚ die ab 29./ 30.4. zur 12.Armee durchbrach.
    Bezeichnend ist aber die Aussage eines Divisionskommandeurs über die Kampfmoral seiner Truppe in diesen Tagen: “Allgemein ist nach dem ersten Angriffstag zu sagen, daß sich die junge Truppe hervorragend geschlagen hat. Ihre Leistungen entsprachen was sonst zu diesem Zeitpunkt wohl nirgends mehr der Fall war - denen aktiver Divisionen der ersten Kriegsjahre.“
    “Der 26.April - der Tag der Hoffnung! Immer wieder rief Krebs an, und jedes mal gab er irgendeine erfreuliche Nachricht durch: Einmal war die Armee Wenck, die mit ihren Spitzen schon Ferch... erreicht hatte, beträchtlich vorwärtsgekommmen ...“, berichtet Weidling.


    27.April: Relative Ruhe bei der Division
    Als Wenck am Abend noch nicht weitergekommen war und nur noch von schweren Abwehrkämpfen berichtet wurde, sahen die meisten wohl klar, daß die drei Divisionen viel zu schwach waren, um noch bis ins Zentrum der Stadt durchzudringen. Die Stimmung schlug wieder ins Gegenteil um, und viele waren der Verzweiflung nahe.“
    Ostwärts von Potsdam, im Abschnitt der 20.Pz.Gren.Div., griffen die Sowjets an diesem 27.April ebenfalls an und schoben von Süden und Südosten her einen Keil zwischen die 20. und die 18.Pz.Gren.Div. General Weidling berichtet, daß es nicht mehr möglich war, die 20.Pz.Gren.Div. von seinem Gefechtsstand im Bendlerblock aus zu führen, deshalb wurde die Division dem Kommandanten von Potsdam unterstellt. Gegen Abend war auch Potsdam eingeschlossen. Die
    20.Pz.Gren.Div. stand nun am Wannsee mit dem Auftrag, die Brücken über den Teltowkanal für die 12.Armee offenzuhalten.
    Bei Marquardt im Nordosten von Potsdam wurde die Stellung des Kampfkommandanten von Potsdam, Oberst Lux, durchbrochen, der die Nordfront zu verteidigen hatte und dessen Nordabschnitt von Nedlitz am Kanal entlang nach Westen bis zum See ging. “Dieser Stoß von Nordwesten wurde unterstätzt von Angriffen aus Südosten auf Potsdam. Nach heftigen Kämpfen wurden die Deutschen aus der Stadt Potsdam herausgedrängt und kamen auf der Linie Luftschiff- hafen—Bahnhof Wildpark—Kasernen Eiche— Golm zum Stehen.“
    Aus der Darstellung auf der Karte “Der militärische Zusammenbruch 1945“ ist zu entnehmen, daß diese Linie in Etappen erreicht wurde: Golm—Eiche am 26.4., Luftschiffhafen am 29.4. Die Einnahme von Potsdam durch die Rote Armee ist mit 28.April datiert.
    Antwort GFM Keitei: Wir werden Wenck und Busse328 mit äußerster Energie treiben; dort liegen die Aussichten fik die Entlastung durch Vorstoß nach Norden.“


    28.04.45
    Die Russen dringen über Nord (Fahrland, Golm) nach Potsdam ein.
    Nach Verbindungsaufnahme mit Armee Wenck Befehl von Wenck an Korpsgruppe Reymann sich nach Süden abzusetzen...


    Wo steht die Division “Jahn“ am 28.April? Eine Karte “Feindlage am 28.4.“ zeigt sie südlich von Potsdam in der Linie Petzow (einschließlich)—quer über den Schwielowsee mit einem Brückenkopf am Ostufer bei Caputh einschließlich Caputher See. Ein Angriffspfeil der sowjetischen 28.Armee zielt von Norden über Fahrland und Nedlitz auf Potsdam. Ein Vergleich mit der Feindlagekarte vom 25.4. zeigt übrigens sowohl “Jahn“ als auch die Armeegruppe Reymann jeweils an derselben Stelle wie am 28.4. eingezeichnet.
    Für die Division von Bedeutung ist eine Lagebeurteilung der 12.Armee (ohne Zeitangabe), die um 22,40 Uhr bei der HGr. Weichsel vorliegt: “...Von Norden konnte Feind in Potsdam eindringen... Angriffsspitzen der Division Hutten haben Ferch genommen.
    Eigener Vorstoß entlang des Schwielowsees noch in der Nacht.“
    Dieser Vorstoß muß wohl gelungen sein, denn es konnte noch an diesem Tag Kontakt mit der Division “Jahn“ hergestellt werden. Der ehemalige Kommandeur der Division “Hutten“, Gen.Lt.a.D. Gerhard Engel, schreibt unter dem 28.April:“ Die ersten Sicherungen der Festung Berlin, die unter dem Kampfkommandanten Potsdam standen, erhielten Fühlung mit uns.“
    In Berlin arbeitete General Weidling den Plan eines Ausbruches aus, der aber von Hitler abgelehnt wurde. Die Kämpfe zogen sich immer mehr ins Zentrum. Anderseits erhielt Weidling Kenntnis davon, daß Panzerverbände des Gegners, die am Tage zuvor im Gebiet des Grunewaldes versammelt worden waren, wahrscheinlich nach Süden abgedreht waren.
    29.04.45
    Durchführung der Absetzbewegung.
    Das 3. Regiment sollte den Schlauch offen halten um die Armee aus Potsdam Richtung Werder zu lassen.


    30.04.1945
    Die Absetzbewegung der Armeegruppe Reymann aus Potsdam wird beendet. Einzelne Einheiten, welche in Berlin Wannsee noch sitzen werden ebenfalls „befreit“.


    Soweit die Aufzeichnungen zum Thema. Hoffe das geht alles.
    MFG
    Dirk Rudolph

    Moin in die Runde


    es wird etwas mehr an Text werden, da vieles interessant ist und ja auch recht gut zum Thema gehört. Ich hoffe, das geht so wie es hier gemacht ist.


    Ich habe aus der Bibliothek des MGFA (Militärgeschichtliches Forschungsamt) Potsdam das Buch Die RAD Infanterie Division "Friedrich Ludwig Jahn" von Josef Pechmann mir aus geliehen und recht viel davon mal hier eingestellt was den Zeitraum Potsdam/ Golm April 1945 betrifft. Eine ISBN Nr vom Buch habe ich nicht gefunden - ist glaub ich ein Sonderdruck.
    Ich hoffe das die ganzen Anhänge sich öffnen lassen und nicht zu groß werden bzw. die Qualität annehmbar ist. (Fürs erste mal mitm Scanner ;) )


    Pechmann -selbst Angehöriger der Div. Friedrich Ludwig Jahn (FLJ) nennt selbst sein Buch als Studie. „Die Quellenlage war und ist eine schlechte; die Bereitschaft ehemaliger Angehöriger dieser Division, Auskunft zu geben und ebenso sich und anderen Rechenschaft abzulegen, eine geringe.“


    Daraus ergeben sich teilweise Unterschiede zwischen dem Buch und anderen (allein Internet)quellen. (z. B. http://www.hl-barbara.de/5-Verbaende_RAD_FLJ.htm )


    zum Thema
    Die Aufstellung der „Friedrich Ludwig Jahn“ RAD Infanterie Division wurde am 29.03.1945 als 35. Welle befohlen. Sie war mit für die 12. Armee (Wenck) vorgesehen und kam aber erst ab dem Ausbruch aus Potsdam (29.04./30.04.45) in den Befehlsbereich der Wenckarmee. Während des 19 tägigen Einsatzes kam es zu keiner Angriffshandlung der Division selbst.


    („Mit dieser Division ist das weitere Vordringen russischer Kräfte auf Berlin aufzuhalten.“ - Fernmündlicher Befehl des Chefs des Generalstabes des Heeres an den Kommandanten des Verteidigungsbereiches Berlin)


    Stand bei Befehl der Übernahme „Armeegruppe Spree“ am 21.04.1945 durch Reymann



    Sie bestand aus den Resten der Division Jahn (1 1/2 Rgt.), dem Panzerverband Wünsdorf (6
    Ausbildungspanzer), Truppen des Kampfkommandanten Zossen (etwa 1 Btl. Schreiber und
    Kraftfahrer, 3 Pz. Jagd — Brigaden auf Fahrrädern, hauptsächlich Hitlerjungen) und weiteren
    kleinen Alarmeinheiten.


    Er schreibt auch, dass der Begriff „Armeegruppe Spree“ (speziell von Reymann) und
    „Korpsgruppe Spree“ bzw. „Armeegruppe Reymann“ dieselben Einheiten bezeichnete und
    waren.


    1. Die Aufstellung der Division Jahn


    “Der Führer hat die Aufstellung von 3 RAD-Infanterie-Divisionen angeordnet. Da-
    von werden 2 Divisionen sofort aufgestellt. Die Aufstellung der 3.Division wird gesondert
    befohlen.
    1.


    1.) Die Aufstellung erfolgt auf den Truppenübungsplätzen Munsterlager bei Soltauf Hann.
    und Jüterbog. Sie muß am 8.4. beendet sein.
    2.) Der Reichsarbeitsdienst stellt je Division:
    Führer der oberen und mittleren Laufbahn für Offiziersstellen in noch festzulegendem
    Umfange,
    bis zu 1500 Führer der unteren Laufbahn,
    2500 Hilfsausbilder (zum Teil als Unterführer vorgesehen),
    3500 Arbeitsmänner.“


    Grundsätzliche Befehle


    So beginnt der grundsätzliche Befehl des Reichsarbeitsführers vom 31.3.1945,‘
    mit dem die Geburtswehen der RAD-Infanterie-Division “Friedrich Ludwig Jahn“ voran-
    getrieben werden.
    Vorher hatte es Überlegungen und Besprechungen mit verschiedenen Dienststellen
    wie Wehrmachtsführungsstab, Heerespersonalamt u.a. gegeben. Am 30.März deponierte
    OstArbf. Helmut Kläbe von der Reichsleitung des RAD im HPA (Heerespersonalamt) den
    Wunsch des Reichsarbeitsführers Konstantin Hierl, “möglichst geschlossene
    RAD-Verbände“ für die Neuaufstellung zu verwenden. Hierl sei sich aber klar darüber, dass
    eine “Durchsetzung mit fronterfahrenen Offizieren und Unteroffizieren unerlässlich“ sei. Er
    wünsche aber, dass die zur Ergänzung der Offiziersstellenbesetzung erforderlichen Offiziere
    aus den wehrdienstleistenden RAD-Führern genommen werden. Eine weitere “wesentliche
    Forderung des Reichsarbeitsführers ist, dass die RAD-Führer nicht ausschließlich nach
    ihrem im Reserveverhältnis der Wehrmacht erreichten Dienstgrad, sondern nach ihrem im
    RAD erwiesenen Können, Führungsbefähigung und Einsatzbereitschaft verwandt werden...
    Ggf. will der Reichsarbeitsfiihrer diese Frage durch Führerbescheid regeln.“ Wieweit sich
    diese Wünsche durchsetzen ließen, kann nicht eindeutig geklärt werden, vor allem kann die
    Frage nicht beantwortet werden, ob. bzw. in welchem Umfang von den Einstufungsrichtlinien abgegangen wurde.

    Moin Dieter (DiWi), moin alle anderen


    habe mich doch tatsächlich mal in der Bibliothek des MGFA (Militärgeschichtliches Forschungsamt) hier in Potsdam angemeldet.
    Nach kurzem Suchen fand ich ein Buch der Division Friedrich Jahn
    (Die RAD Infanterie Division "Friedrich Ludwig Jahn" von Josef Pechmann)
    und habe dort das ganze schon mal schnell überflogen - aber auch ausgeliehen und liegt jetzt zu Hause zum gelesen werden.


    ...was ich bisher überflogen habe......
    Das 3. GR der Jahn Division war um Golm stationiert (wohl ab 24.04.45) und es fanden auf der Linie Golm Eiche Abwehrkämpfe statt (26.04.45)


    Ich werde das Buch nun nochmals durchlesen (ca 85 Seiten) und kann zur 1. Frage dann noch was schreiben falls gewünscht oder Kopien einstellen.


    Zur 2. Frage betreffs Feldmeisterschule habe ich aufgrund der Öffnungszeiten und meiner kurzen Zeit noch nichts gefunden.
    Werde wohl aber öfters dort auftauchen da wieder massenhaft interessante Militärbücher gefunden - obwohl selten die Zeit zum lesen...
    Melde mich dann nochmal.
    MFG
    Rudolph

    Moin Dieter,
    habe ein bisschen was allgemeines nur zu deiner Frage. Aber vielleicht ein Anfang.


    Golm liegt kurz nordwestlich über Potsdam mehr westlich.


    Ende April 1945 war ja das Ziel der russ. Angreifer Berlin einzukesseln.
    Mehr oder weniger mit Ziel der Schnittstelle Potsdam, wo die Kesselung zu Ende geführt wurde. (Wencks 12. versuchte ja den Südwesten Berlins feindfrei zu halten.)
    Der genannte Reymann war (glaube Generalleutnant oder General) Hellmuth Reymann, welcher erst als Verteidiger (Kampfkommandant) von Berlin eingesetzt war, dort aber sich nicht "bewähren" konnte und nach Potsdam Ende April (glaube 23.04.) abkommandiert wurde.
    So entstand aus der (wenn ich das richtig in Erinnerung habe) Korpsgruppe Spee die Kampfgruppe Potsdam oder auch Korpsgruppe Reymann genannt. Diese verteidigte Potsdam selbst mit einer Mischmaschgruppe aus verschiedenen Resteinheiten als "verteidigte Stadt" da Potsdam selbst eingekesselt war.
    Diese Einheit Reymann selbst unterstand Wencks 12. Armee.
    Wenck sollte ja in diesen Tagen Ende April Berlin entlasten/ befreien.
    Das gelang nicht.
    Dafür konnte eine Division namens Ferdinand von Schill unter einem General Müller Potsdam befreien (den Kessel um Potsdam aus Südwesten) und ca. 20.000 Soldaten zu retten.


    Die Kämpfe um Potsdam dauerten ca. vom 24.04.1945 bis zum 01.05.1945 was die Verteidigung Potsdams und die Befreiung aus dem Kessel Potsdam aus Südwesten kurzfristig anbelangt.


    Da Golm etwas "vom Schuss" abliegt (Potsdam), dürfte Golm wie auch selbst geschrieben nicht entscheidend gewesen sein. Vielleicht ging es bei Golm auch einfach nur um den Haltebefehl.
    Andererseits wäre Golm als größerer Ort westlich von Potsdam mit nem See (großer Zeernsee) im Rücken auch von kleiner strategischer Bedeutung im Hinblick Verteidigung gewesen.
    Sind Vermutungen.


    Zu einem Grenadierregiment 3 kann ich aber nichts sagen.
    Vielleicht hilft mein allgemeiner Beitrag aber schon bisschen weiter.
    Keine gescheiten Quellen griffbereit.


    MFG
    Rudi Ratlos



    P.S. Ich bin Potsdamer. Habe es bisher noch nicht geschafft, beim Potsdamer Militärarchiv vorbei zuschauen, vielleicht mal ein Grund doch hinzugehen. Vielleicht kann ich dort was erfahren. Müsst mich aber erst anmelden wenn Zeit vorhanden.

    Moin Baba, moin in die Runde,
    es gab mehrere Aktionen sowohl von SS sowie auch durch Brandenburger Einheiten, die sich mit Tito befassten.


    Teilweise gab es Aktionen wo er nur gefangen werden sollte.
    Ich hatte mehrere Themen (Bücher) dazu gelesen wo er eigentlich ermordet (getötet) werden sollte.


    Rösselsprung ist die bekannteste Aktion. Glaube in Helmut Spaeters Brandenburger Buch dürfte dazu auch was drinne stehen. (liegt gerade zu Hause). Ansonst in anderen Büchern was zu Aktionen der Brandenburger bezüglich Tito gelesen.


    Glaube zu deiner Aktion Rösselsprung und zu einem Sturm in Titos Hütte habe ich auch schon mal was gelesen. Weiß aber nicht ob Landser oder ein Buch zur SS was zu Hause liegt. Bin mir aber nicht sicher ob dieselbe Aktion gemeint ist.
    Zur Rösselsprung Aktion gibts ja mehrere Themen in Print.
    Gruß Rudi Ratlos

    Hallo Daniel,
    schon mal ein schöner Vorgeschmack - der Ausschnitt.
    Ist auch meines Erachtens gut und richtig sich bei Leuten zu informieren die a) entweder früher dabei waren oder b) sich mit der Militärgeschichte, oder Geschichte überhaupt, befassen.


    Bin gespannt auf den Film. Hoffentlich nicht zu einer unpassenden Zeit.
    Kannst ja kurz vor Filausstrahlung ja noch mal hier im Forum Bescheid sagen wann der Film genau kommt.
    MFG Rudi

    Moin Sascha,
    es ist bisher ein kleiner Anfang. Solange aber keine weiteren Daten hier vorhanden sind, wird es schwer werden mehr zu deinem verstorbenen
    Großvater herauszufinden.


    Um einen Überblick zu erhalten, welche Einheiten in Norwegen stationiert waren siehe doch mal hier die Standorteseite des Lexikons


    http://www.lexikon-der-wehrmac…tsverzeichnisKasernen.htm
    (falls noch nicht bekannt)
    Hier gibt es auch einen Eintrag in blau mit Norwegen.


    Ist zwar auch erstmal ein kleiner Anfang aber es dient der generellen Übersicht.


    Hier steht noch mal ne kleine Anleitung zum suchen von Verwandten
    http://www.forum-der-wehrmacht.de/thread.php?threadid=12
    Ansonst auf Daten warten - das deutscheamt in berlin....
    Mein Vorschlag
    MFG Rudi

    nun mein 2. Versuch - 1. aus Versehen gelöscht


    Hallo erstmal
    Meine Meinung zum Thema und drumherum
    Wie jetzt nun mein Vorgänger schon gesagt, gab es auch Einsitzer und einmotorige Flgs in der Nachtjagd. Die Me 109 sowie auch die FW 190 wurden in der Anfangsphase aus Mangel an Erfahrung sowie an Flgs in der Nachtjagd eingesetzt sowie zum Schluß wieder verstärkt als alles in die Luft geworfen wurde. Die letzten Reserven. Dazu kam das gerade zum Schluß auch Tagjägerpiloten, die tagsüber gegen die Amis flogen nochmal nachts in die Maschinen steigen mussten um gegen die Tommys zu fliegen.


    Des weiteren musste bei den hier im Thread angesprochenen Maschinen beachtet werden, das bis auf den UHU He 219 alles andere Mehrzweckflugzeuge waren und für verschiedene Aufgaben gebaut wurden.
    Dei Me 110 war als eigentlich vorgesehener Fern-/ Begleitjäger zu langsam und zu schwach und benötigte selbst Jagdschutz am Tage.
    Die danach folgenden Me 210 und Me 410 waren stärker kamen aber auch später und waren eben keine reinen Nachtjäger (Najä).
    Die Ju 88 und Do 219 waren als takt. Bomber vorgesehen und wurden aufgrund der notwendig benötigten Najä auf Najä umgerüstet (je nach Version und Baureihe). Dazu kam das irgendwann Bomber nicht mehr wichtig waren (Die Kriegsfront brauchte sie zwar - aber Heimatverteidigung war nun mal wichtiger).
    Der Uhu He 219 war als reiner Najä entwickelt worden - kam aber zu spät und in zu geringen Zahlen aufgrund anderer wichtigerer Bauprojekte und Prioritäten.
    Das bedeutete also, das ein Groß an Flg. benötigt wurde, um sich gegen die einfliegenden Bomber nachts zu erwehren.


    Des weiteren steckte die damalige Nachtjagd noch in den Anfängen.
    Anfangs wurden Najä in der Fernnachtjagd eingesetzt. Es stellte sich dabei heraus das die tagsüber verwundbare Me 110 nachts sich hervorragend eignete um über brit. Flughäfen(plätzen) zu kreisen und die heimkehrenden Bomber abzuschießen. Eine Me 109 wäre gerade mal bis nach Engeland gekommen - hätte aber nur wenig Sprit um dort auf Beute zu lauern. Dazu waren die Briten noch nicht so weit, dass sie sich gegen diese Me 110 hätten gut zur Wehr setzen können. So war der sonst veraltete Me 110 noch zu was gut......
    Als dann die Briten immer öfters - dazu nachts - nach Deutschland einflogen begann dann die helle Nachtjagd. Man stellte ein paar Scheinwerfer in der Einflugschneise und Ballungsgebieten auf. Daneben stellte man noch eine Flak die ihre Zünder auf eine bestimmte Höhe einstellte. Darüber flog dann der Najä um die darüber fliegenden Bomber oder im Scheinwerfer "gefesselten" Bomber abzuschießen.
    Danach folgte ja die dunkle Nachtjagd wo es grob gesagt um die Nachtjagd mittels Bodenradar und Funk sowie Bordradar geht. Weitere Einsatzmöglichkeiten waren die "wilde Sau" und die "zahme..."........


    Es mussten also möglichst stabile, 2 motorige zweisitzige Flugzeuge her, egal was, die eine größere Reichweite als eine Me 109 oder spätere FW 190 hatten um u.U. auch mal nen Reserveflugplatz anzufliegen. Außerdem kostete das suchen (egal ob durch Boden/Funk, Bordradar, oder Auge) Sprit und Kraft des Piloten. Eine umgerüstete Ju 88
    , Do 219, oder die Me 110 210 und 410 waren gut genug für diese Aufgabe. Da diese abgespeckte Flugzeuge waren, waren sie genauso schnell wie die Gegner, hatten große Reichweite und konnten mehrere Besatzungsmitglieder sowie Radartechnik mitnehmen.
    Erst mal soweit.
    MFG rudi

    Moin zusammen,
    ich war Gesamtschule bis 97, im Lande Brandenburg.
    Bei uns war 10 Klasse das Thema ab Bismarck. Wir haben uns viel mit Bismarck, Biedermaier und Kaiser Wilhelm II Zeit abgegeben. Sind dabei aber mehr zu Sozialgeschichtlichen Sachen immer wieder abgerückt wie Bismarcks Reformen und "Versicherungen" für Arbeitnehmer sowie Karl Marx. Der 1. Weltkrieg war in meinen Augen recht kurz. Dann wieder länger Weimarer Zeit.
    3. Reich und Weltkrieg war zwar politisch etwas mehr gesagt worden aber auch mehr wo KZ's standen und das Menschen dort getötet und gedemütigt wurden.
    Dann wurde alles wieder schneller da unbedingt noch die Nachkriegszeit mit einbezogen werden sollte. Im letzten Monat hatten wir dann die Teilung bis zur Wiedervereinigung beigebracht bekommen.
    In meinen Augen war Geschichte des 2. Weltkrieges zu kurz gekommen.


    MFG
    rudi

    Moin Ralf,
    kann nur von heutiger Zeit und Beamtenwesen sagen.


    Es gibt ja Sollstärken einer Einheit mit sogenannten Planstellen worauf man sich bewerben kann oder eben befördert wird.
    Wenn sich als Beispiel ein Oberleutnant als Zugführer auf eine freie Stelle eines Hauptmanns als Kompanieführer bewirbt muss er sich dort einerseits bewähren. Andererseits wenn er die Aufgabe als Kompanieführer wahrnimmt muss er nicht automatisch damit zum Hptm. befördert werden.


    i.d. R. hat jede Person automatisch in solchen Einheiten eine (Warte)nummer bis er dran ist mit Beförderungen. Das ist die hier angesprochene Rangliste, meines Erachtens. Es können sich 20 Oberleutnante auf diese Stelle des Hauptmanns bewerben. Chancen zu damaliger Zeit haben entweder derjenige der durch Beurteilungen seine 1 als "Zensur" mit hervorragenden Leistungen hat oder eben der mit der nächsten Wartenummer.
    3 Olts. haben z.B. die Wartenummern in der Rangliste 13, 15, 19.
    Die Nummern 1-12 sind abgeräumt, d.h. befördert worden (oder noch nicht da Leistungen nicht stimmen und sie den Vorgesetzten nicht in den Hintern gekrochen sind).
    So hat der nächste Oberleutnant mit seiner Nummer 13 die Chance als nächster Hauptmann zu werden. Die 15 und 19 müssen eben noch ein paar Jährchen warten oder eben besonders hervortreten um als nächster dranzusein.
    Wie beim Arbeitsamt. Der mit ner niedrigeren Nummer könnte dem mit ner höheren Nummer (obwohl der qualifizierter ist) die Arbeit "klauen" weil er eben früher da war. Losglück.
    (in heutiger Zeit kommen noch Frauen und Behinderte mit in den Stellenplan welche i.d.R. vor den Männern bevorzugt werden bei Beförderungen= Gleichberechtigung)
    Ich schätze mal in Friedenszeiten diese Rangliste wichtiger, im Kriege wahrscheinlich Leistungen wichtiger.
    Also deiner Frage gemäß beides richtig.
    Mfg rudi

    Moin zusammen
    Wie schon oben berichtet waren Frauen hauptsächlich in Stabsdiensten, Sanitätseinheiten, Beamtendienststellungen, als Flakhelferinnen, wie bekannt auch als Flugzeugführerinnen, Musikkorps, Nachrichtenabteilungen, Dolmetscherdienste, Wetterdienste und in den Radarleitstellen (Leitzentralen für Luftbekämpfung überm Reich vom Boden aus) tätig.


    Auch Dönitz hatte in Frankreich in seinem Stab irgendwelche Hilfsmädels für die Stabsdienste - (weiß wie immer nicht den Buchtitel aber wo das Buch ich mir mal ausgeliehen hatte.)
    Auch gibt es ne englische gute Seite - die ich aber nicht gerade griffbereit habe muss Richtung Blitzmädel oder BDM gehen. Hier standen sehr viele Berichte drinn. Auch für den Bereich Luftwaffe.


    Es gab Frauen die freiwillig zur Wehrmacht gingen - teilweise wurde aber auch verpflichtet. Viele Frauen in Industriegebieten mussten neben der Tätigkeit tagsüber in der meist Waffenproduktionen abends an der Flak noch Dienst schieben wenn der Ami oder Brite wieder nicht schlafen konnte.
    Dazu gab es ja ab glaube 1938 das Pflichtjahr für Frauen unter 25 Jahren. Zuerst wurden diese meist aufm Acker eingesetzt damit die Ernte eingefahren wurde. In den späteren Jahren war eben Flak, und Sanitätsdienst wichtiger. Zum Ende des Krieges, wo es keine Männer mehr an der Front gab sollen sogar Frauen in den Volksgrenadierdivisionen gedient haben - Thema Wollt ihr den totalen Krieg.


    Frauen sollten unterstützende Arbeit hinten leisten, damit vorne gekämpft werden konnte. In der Marine war es sowieso verpönt eine Frau an Bord zu haben, bei der Luftwaffe und auch beim kämpfenden Heer konnte man es sich nicht vorstellen dass eine Frau in den eigenen Reihen die physischen und psychischen Belastungen aushielt.
    Dazu sollte ja nach dem NS Bild die Frau eben ihre Schönheit etc zeigen und dem Manne treu dienen usw......
    Und trotz der seit dem 1. Weltkrieg aufkommenden Gleichberechtigung - gerade Weimarer Zeit - der Frauen waren diese gerade im 3. Reich doch recht schlecht gestellt.


    In der Regel eine sehr gute Seite
    http://www.dhm.de/lemo/
    und hier suchen nach BDM, NS Frauenschaft, Blitzmädel etc versuchen


    unter Wikipedia Blitzmädel habe ich folgenden kleinen Bericht entdeckt
    http://www.vernetztes-gedaecht…ARNIKOWueberareitet2.pdf.


    Dass im Allgemeinen - jetzt wieder eher zum Thema
    Frauen in der Luftwaffe waren wie schon gesagt bei der Flak tätig, saßen in Stabsstellen, waren Flugzeugführerinnen und waren auch bei den B Diensten und "Radar"leitstellen für Luftzielbekämkpfung durch Nachtjäger, Jäger teilweise und Flak tätig. glaube Führer für Nachtjagd oder so hieß dass
    Es gab teiweise richtige Fraueneinheiten. Dadurch gab es auch vom Mannschaftsdienstgrad bis Offizier alles. Als Offizier aber nur rückwärtige Dienste.
    Also werden konnte man schon was bei der Luftwaffe im 3. Reich.


    Die Frage ist eher: Wie findet das der Mann? Eine Frau als Pilotin ist verpönt oder gar im NSFK oder so doch selten. Das NS Frauenbild war zumindest zum Anfang des 3. Reiches noch sehr wichtig.


    !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Gerade beim rumsurfen diese gute Seite noch gefunden
    steht seht viel zu den vorhandenen Fragen drinne. Geht mal die Downloads per Acrobat durch.
    http://pilotinnen.net/index.ph…cat_view&gid=20&Itemid=42
    !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


    (Dadurch dass ich viele Bücher mir in vielen Büchereien ausgeliehen habe kriege ich selten noch irgendwelche Quellen zusammen, weiß aber doch was so drinnen stand. Glaube von Galland gab es auch mal einen dicken Wälzer wo was zu Frauen bei der Luftwaffe drinne stand)


    Ansonst
    MFG
    Rudi Ratlos

    Moin erstmal und hallo in die Runde
    weiß nicht ob schon bekannt aber mehrere Links im Lexikon z.B. unter Links zu Waffen der Wehrmacht funktionieren nicht mehr oder stehen zum "Verkauf" an.
    Aufgefallen war mir feind-im-fadenkreuz.de und deutsche-u-boote.de.
    Vielleicht kann man diese Seiten ebenfalls integrieren oder eben Interessierte übernehmen und die Inhalte mit bei uns falls nützlich mit einarbeiten falls die jeweiligen Webmaster nichts dagegen haben.


    Der Rudi

    Hallo Phantom Lord,


    Soweit ich informiert, gab es ja nur feste Linien von Deutschland/ Dänemark nach Norwegen und von Italien/ Griechenland nach Afrika.


    Zu Norwegen siehe mal http://www.warsailors.com/ .
    Musst dich bisschen dort durchforsten. Steht einiges drin.


    Zu Afrika gibt es bestimmt auc einige Seiten. Frag mal den Macher vom Afrika Korps http://www.deutsches-afrikakorps.de/ .


    In den 2 Bereichen gab es festere Linien/ Routen.
    Ansonst gab es Einzelfahrer nach Schweden, Spanien, mehrere Staaten in ganz Amerika (vor allem Argentinien, Chile, Mexiko, USA) vor Kriegserklärung, Japan und auch Siam. Wie es mit Türkei aus sah, weiß ich nicht. Es gab aber diplomatische und Handels Beziehungen.


    Da kann man ein paar Einzelheiten aus
    www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/chronik.htm
    rauslesen. Sind so die Seiten die ich für die deutsche Handelsmarine von damals benutze.
    Ansonst die üblichen Seiten wie http://www.biedekarken.de/ , die UBoot Seiten oder Schlachtschiffseiten, in der Regel auch mal in Wikipedia suchen.


    Zu deinen Fragen A) ja siehe oben genannte Routen, b) soweit ich weiß nicht, und c) siehe angegebene internetseiten.
    MFG Rudi


    Mir ist noch was eingefallen: http://chrito.users1.50megs.co…smarine/handelsmarine.htm
    darf ja nicht fehlen als gute Seite zum 2. WK.
    Ansonst bei den Links von warsailors mal rumblättern. Hier ist auch einiges Brauchbares zu Handelsschiffen und Marine generell.

    Hallo zusammen,
    bin in Potsdam Drewitz in der Feuerwehr.
    Habe anlässlich unseres 75 jährigen Bestehens auch probiert rumzufragen und zu organsisieren.


    Wie die Vorgänger schon sagten ist vieles in den Stadtarchiven und Zeitungsarchiven!! (man glaubt gar nicht was die Zeitung alles weiß (und schreibt :D ))


    Landesarchiv hatte ich nicht probiert, ist aber auch meines Erachtens nicht viel zu holen. Einfach ausprobieren. Ansonst einfach beim Rathaus anfangen und bei Stadtvierteltreffs (Rentnertreffs) aufhören. Viel kleines rauszuholen. Aber aus vielem kleinen kann auch mal was großes werden.


    Ebenfalls kann man örtliche Filmparks (bei uns ja Filmpark Babelsberg) oder Museen fragen. Zumindest können die weitervermitteln.


    Unsere Alters/ Ehrenabteilung und ehemalige Wehrführer hatten auch einiges gehabt, man muss aber denen auch immer auf die Füße treten damit es vorwärts geht. Teilweise konnten sie auch aus alten Zeiten erzählen. Habe mich bei ihren Versammlungen dazugesetzt und gezielt gelauscht.


    Auch hier wurde gesagt dass Unterlagen aus NS Zeit teilweise vernichtet wurden (Russen) und während der Besatzungszeit und DDR auch alles streng geheim war - Kalter Krieg und sehr vieles vernichtet wurde oder an die "wichtigen Stellen" abgegeben werden musste. Es durfte unter Strafandrohung nichts behalten werden. Der Feind hört mit.


    Wie gesagt Medienbereich (Print, Film, Radio, Internet) abklappern.
    Vielleicht gibts noch alte Mitschnitte aus damals.
    Ich selbst hatte eine sehr engagierte junge Reporterin von ner kleinen örtlichen Stadtteilzeitung die mir einiges zusammenssuchte.


    Vielleicht kann man ja mit den Medien ein Deal eingehen (die suchen Daten und bringen die Feuerwehr bzw die Veranstaltung ganz groß raus :D). Aber aufpassen was man sagt und den Dienstweg einhalten. Die Presse dreht einem das Wort doch manchmal um.


    MFG rudi

    Hallo Kubbu
    habe mal rumgeguckt.


    Vom Range ist er ja Maat, von der Art und Weise Bootsmannsmaat.
    Die obere Spange kann ich nicht identifizieren, wahrscheinlich eine Ehrenspange des Bootes oder für Treuejahre (eher unwahrscheinlich).
    Das linke mittlere Abzeichen soll wohl die Treffer beim Angriff 37 auf Lützow darstellen - habe irgendwo mal gelesen das es dafür ne extra Auszeichnung gab.
    Das rechte mittlere Abzeichen ist meines Erachtens das Abzeichen eines Steuermannsmaates oder ebenfalls ähnlich das eines Bootsmannes, nur eben nochmal in der Mitte mit nem Adler und nem Kranz drumrum.
    Das untere wie schon oben erwähnt ein Flakabzeichen der Luftwaffe.


    Die Abzeichen haben meines Erachtens alle mit der Dienstzeit auf der Lützow was zu tun.


    Habe bei Sonderzeichen, Sportabzeichen, Funktionsabzeichen, zivile Abzeichen und noch mal mehrere Seiten für Marine gewälzt. War nichts anderes bei.
    Auch bei den Abzeichen der Handelsmarine und der Marine der Weimarer Zeit ist nichts zu finden. 1. Weltkriegsabzeichen waren auch nicht annähernd. Auch Spanienauszeichnungen nicht erkennbar.


    Was noch zu prüfen wäre wäre Wappen (Turm, Bug) des Schiffes (Lützow/ Deutschland). Zerstörer soweit vorhanden gewälzt und keine Abzeichen für Schiff oder Angehörige annähernd gefunden.
    ansonst noch mal www.german-militaria.de rumbättern.

    Hallo erstmal zusammen. Ich grüße euch. Bin der Neue.


    Ist zwar ne englische Seite aber auch recht gut aufgebaut
    www.feldgrau.com
    das forum dazu
    www.feldgrau.net


    ansonst
    www.superborg.de
    www.axishistory.com
    www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/chronik.htm
    www.warsailors.com
    www.dhm.de/lemo/html/nazi/index.html
    www.shoa.de
    www.documentarchiv.de
    www.worldstatesmen.org/Germany.html


    das sind die wichtigen neuen, die ich gerne mal noch benutze, ansonst hab ich ne ganze Sammlung an links.