Posts by Flavius Belisarius

    Hallo,


    und hier noch die beiden letzten Seiten dazu:


    Verschluss005.jpgVerschluss006.jpg


    ... zur deutschen Marine (siehe Seite 31 des Auszugs):

    Quote

    Im Gegensatz zu fast allen fremden Marinen hat die deutsche Marine mit Einführung der Schnelladekanone die Beutelkartusche verlassen und ist zur Anwendung der Hülsenkartusche bis zu den schwersten Kalibern übergegangen.


    Eventuell findet sich noch genaueres im Werk über die deutsche Schiffsartillerie, das ich derzeit leider nicht zur Hand habe, da ich im Ausland arbeite:

    Paul Schmalenbach: Die Geschichte der deutschen Schiffsartillerie (Herford 1968, 2.ergänzte Auflage; Koehlers Verlagsgesellschaft)


    Gruss

    Franz

    Hallo,


    hier eine kleine Linksammlung zum Thema Verschlüsse bzw. Kartusche:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Keilverschluss

    Lueger: Lexikon der gesamten Technik (1910) - Verschlüsse der Geschütze [1]


    Digitalisate des Polytechnischen Journals:

    Wilh. Lorenz's Patronenhülsen für schwere Geschütze (1884)

    Der Wettstreit zwischen Geschütz und Panzer - Die Verschlüsse (1906)

    Der Wettstreit zwischen Geschütz und Panzer - Kartuschen (1906)


    Aus letzteren ein kurzer Auszug zur Unsicherheit der kartuschenlosen Verschlüsse:

    Quote

    Trotzdem musste das Rohr nach jedem Schuss ausgewischt werden, einerseits wegen der festen Rückstände des Pulvers, andererseits weil etwa zurückgebliebene, glimmende Kartuschbeutelreste die nächste Kartusche zur Entzündung gebracht hätten. Solche Unfälle sind trotz allen Wischens nur zu oft vorgekommen. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass der oben erwähnte Unglücksfall an Bord des Missouri statt auf einen Nachflammer auf solche glimmenden Kartuschbeutelreste zurückzuführen ist.


    Das meiste ist vom Ende des 19.Jhd/ Anfang 20.Jhd, aber seit damals hat sich der krupp`sche Keilverschluss dann nicht mehr wesentlich geändert und wurde bei deutschen Geschützen in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts praktisch durchgehend eingesetzt.


    Gruss

    Franz

    Hallo,


    einmal kurz zu zwei Punkten:


    Flakmunition teuer - wahrscheinich weil grösstenteils mit Uhrwerkzündern ausgestattet


    Erster Einsatz - die 8.8 Flak wurde meines Wissens schon im spanischen Bürgerkrieg manchmal in einer Erdkampfrolle eingesetzt


    Gruss

    Franz

    Hallo Alexander,


    hier findest du einige Daten zur Artillerieschule I in Berlin (weiter unten):

    https://www.axishistory.com/bo…-the-wehrmacht-artillerie

    Artillerieschule I , Berlin (* 26.01.1942 , named 11.07.1942 or 43 ? ; moved to Meißen : 01.04.1944)

    An sich gibt es wenig bis gar keine Literatur zu den Artillerieschulen, nur zu Jüterbog (die spätere Artillerieschule II, sozusagen die Stamm-Artillerieschule schon aus der Kaiserzeit)

    eine umfangreiche Reihe zum Standort, wo auch einiges zur dortigen Artillerieschule steht.


    Habe einige Skripten der Artillerieschulen, dazu findest du aber auch Material in den russ. Beuteakten, wenn auch vielleicht nicht genau zu diesem Jahr.


    Beuteakten: Akte 51. Unterlagen der Artillerieschule I in Berlin: Anhalt für die Ausbildung der Offiziere, Material für Übungen, Taktikaufgaben u.a.

    https://wwii.germandocsinrussi…a#page/1/mode/grid/zoom/4


    Meine Skripten bzw. Umdrucke sind alle von der Artilerieschule II in Jüterbog, aber denke dass die Lehrinhalte sehr ähnlich waren oder es gab eine Arbeitsteilung nach der Art der Lehrgänge.

    Dazu hab ich aber noch nichts gefunden.


    Von Dr. Karl Schnell gibt es auch ein Buch zu seiner Zeit als Hörsaalleiter in der Artillerieschule Jüterbog 1941/42, wo man einiges über den Alltag und teilweise auch über die Lehrinhalte finden kann.

    Oblt. später Hpm. Schnell hat etwa Offiziersanwärter, Offiziere von Ballonbatterien, Batterie-Offiziere, Offiziersanwärter der Heeresküstenartillerie, Batterie-Chefs, Offiziere der Fallschirmjäger-Truppe und italienische Offiziere ausgebildet.

    Ein Lehrgang für Stabsoffiziere war nicht dabei.


    Gruss

    Franz

    Hallo Viktor,


    noch ein Bild aus Google Maps, wo man beide Gebäude sieht, die Front von deinem Foto und gegenüber die Überbauung des Bahnhofes.

    Das ist seitlich vom Bahnhof, nicht bei der Hauptfront. Wahrscheinlich stand dein Vater vor einem Seiteneingang und ein Kamerad hat von dort aus nach aussen fotografiert.

    Das Bild ist gedreht, Norden ist hier rechts.


    Bin während meines Studiums oft dort unterwegs gewesen, da sich weiter hinten auf der Überbauung auch die Wirtschaftsuni befand.

    War zwar auch ein Neubau, die Uni ist aber inzwischen übersiedelt in den Campus beim Prater.


    Gruss

    Franz


    Franz-Josefs-Bahnhof.jpg

    Hallo Hexal,


    Dr. Ing. Schwab ist mir zwar bekannt als Proponent der Entwicklung auf diesem Gebiet, seit seinem diesbezüglichen Buch über seine Erfahrungen im 1.Weltkrieg, aber von dieser Schrift habe ich nichts gehört.

    Diverse Skripten und Lehrunterlagen von anderen Artillerie-Schulen habe ich einige, aber das ist eher Zufall, dass man da rankommt.

    Meist sind das Einzelblätter bzw. geheftete Mappen.


    Zu seiner Zeit im 2.Weltkrieg gibt es kaum allgemein zugängliche Informationen, ausser dass er Kdr. d. SS-Art.Schule I war (Wikipedia).

    Wikipedia-Link: Otto_Schwab_(Studentenfunktion)

    Dort sind zwar einige neuere Literaturhinweise, die aber wahrscheinlich nur für seine biographischen Daten gelten.


    Hast du dazu nähere Informationen oder nur einen Literatur-Hinweis?


    Gruß

    Franz

    Hallo,


    hab aus "Frontline and Factory" noch folgende Literatur heraus-destilliert:

    (umfangreiche Bibliographie, aber grösstenteils zur chem. Industrie)


    Shuster, Richard. German Disarmament after World War I: The Diplomacy of International Arms

    Inspection, 1920–1931 (London: Routledge, 2006).


    Mente, Theodor. ‘Entwicklung des Sprengstoffwesens in Deutschland in und nach dem letzten Kriege’,

    Zeitschrift für das gesamte Schiess- und Sprengstoffwesen, 24 (1929), 373–376, 423–427.

    Metz, L. ‘Fritz Lenze’, Zeitschrift für das gesamte Schiess- und Sprengstoffwesen, 27 (1932), 109–114.


    Insbesondere die "Zeitschrift für das gesamte Schiess- und Sprengstoffwesen" könnte noch interessant zum Munitionswesen sein.


    Gruss

    Franz

    Hallo Jörg,


    vielen Dank für die umfangreichen Hinweise und Informationen.


    Darauf aufbauend habe ich folgende Artikel gefunden, wobei hier aber nur ein Abstract frei verfügbar ist, aber umfangreiche wertvolle Literatur-Anmerkungen:

    DISARMAMENT AND BIG BUSINESS: THE CASE OF KRUPP, 1918–1925 (Klaus Tenfelde)

    Making Disarmament Work: The Implementation of the International Disarmament Provisions In the League of Nations Covenant, 1919–1925 (Andrew Webster)

    The Enforcement of the Treaty of Versailles, 1919–1923 (Alan Sharp)


    Die Artikel kann man auch online als PDF kaufen, die 44,- als Preis pro Artikel (nicht Buch) sind mir aber derzeit zu heftig.

    Eventuell könnte vor allem der Artikel über Krupp zum Thema Artillerie interessant sein.


    Gefunden habe ich auch den Artikel:

    Forced Disarmament in the 1920s and After (PHILIP TOWLE), The Journal of Strategic StudiesVol. 29, No. 2, 323 – 344, April 2006

    (ist aber vor allem über die generellen Nachteile der erzwungenen Abrüstung ohne besondere Berücksichtigung der Artillerie)


    Habe mir aber auf jeden Fal das Standardwerk bestellt (das auch überall zitiert wird):

    Michael Salewski: Entwaffnung und Militärkontrolle in Deutschland 1919–1927


    Besorgt habe ich mir auch das eBook zum Thema:

    Frontline and Factory: Comparative Perspectives on the Chemical Industry at War, 1914–1924

    Edited by ROY MACLEOD, University of Sydney and JEFFREY ALLAN JOHNSON, Villanova University


    Das verspricht einiges zur Entwicklung der Munitionsindustrie als Teil der chem. Industrie (auch als Dual Use mit zivilen Erzeugnissen), aber ob viel über die Abrüstung drinnen steht, muss ich erst durcharbeiten.


    Gruss

    Franz

    Hallo,


    grundsätzlich ist ja der Vertrages von Versailles bekannt und in diesem ist ja detalliert aufgelistet, was Deutschland an Bewaffnung zugestanden wurde.

    Es gibt auch diverse Auflistungen, was alles an Artilleriewaffen abzuliefern war.

    Auch die meisten Ausbildungsstätten zur Artillerie mussten aufgelöst werden, es wurde nur eine Artillerieschule, in Jüterbog, zugestanden.


    Dazu gibt es ein paar Erläuterungen in dem Buch:

    Das Landheer, von Dr. phil. h. c. Bernhard Schwertfeger, Oberst a. D. Zehn Jahre Versailles_ 3 Bände hg. von Dr. Dr. h. c. Heinrich Schnee und Dr. h. c. Hans Draeger.

    Dazu habe ich einen Auszug im Internet gefunden.


    Sonst gibt es aber zumindestens meines Wissens nach sehr wenig Literatur oder gar Akten zu diesem Thema bzw. dessen detaillierten Ablaufes.

    Wie, wann und an wem wurden die Geschütze und die Munition abgeliefert oder wurde es teilweise auch vor Ort vernichtet?

    Es mussten ja auch die Fertigungsstätten vernichtet werden, Maschinen abgeliefert oder verschrottet werden.

    Dazu war auch die Interalliierte Militärkontrollkommission (commission militaire interalliée de contrôle) lange Jahre in Deutschland tätig.

    Auch zu deren Tätigkeit habe ich praktisch nichts gefunden.

    Es soll dazu ein Buch in französischer Sprache geben, das ist mir aber leider nicht zugänglich.

    Wikipedia führt dazu an Literatur bzw. Links an:

    • Till Kiener: Die Neckar-Enz-Stellung. Gundelsheimer Bunkerwelten. L. Kiener, Nürtingen 2002, ISBN 3-00-010420-8.
    • Michael Salewski: Entwaffnung und Militärkontrolle in Deutschland 1919–1927. Oldenbourg, München 1966. In: Schriften des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für auswärtige Politik 24, ISSN 0933-2294.
    • http://www.geschichte-reckenfe…imkk_allgemein/start.html

    Wenig habe ich auch gefunden unter:

    Otto Gessler: Reichswehrpolitik in der Weimarer Zeit (Stuttgart 1958, Deutsche Verlags-Anstalt GmbH).


    Es gibt auch einen Bericht zur "Abrüstung" von Helgoland im Internet.

    Sonst aber kaum etwas.


    Daher meine Frage, was Euch dazu bekannt ist oder wo man dabei ansetzen könnte?

    Etwa Zeitungsartikel in der Lokalpresse etc. oder auch Bücher, die eher unbekannt sind?


    Gruss

    Franz

    Hallo Alex,


    die Wehrwissenschaftliche Rundschau steht etwa in der Bibliothek der Bundeswehr Universität München.

    Dort war ich schon einige Male zur Recherche, man kann nach Anmeldung dort auch als externer Besucher (sonst auf Hörer der Uni beschränkt) Bücher bzw. Zeitschriftenbände aus dem Magazin zur Einsicht vor Ort (auch Scan) bestellen.

    Anmeldung über die Homepage und Mail, damit man bei der Wache registriert ist. Hat immer recht gut funktioniert.


    Wird nur derzeit in Corona-Zeiten etwas dauern, bis man wieder eine Bibliothek besuchen darf.


    Gruss

    Franz

    Hallo Ralf,


    das mit der Militärbibliothek ist ein guter Tipp, da hat man normalerweise Zugang als Reservist.

    Man kann sogar aus anderen Bundesheer-Bibliotheken per Fernleihe Werke anfordern.

    Hab das aber leider nicht wahrgenommen und jetzt bin ich im Ausland und komme nicht dazu.


    Kurze Frage, die Unterlagen über Warschau, wo hast du die gefunden, in einem Archiv?


    Bezüglich HGM bin ich auch beim Förderverein, aber das alleine hilft nicht, um Zugang zur Bibliothek zu bekommen.

    Hab einmal mit Ortner kurz darüber gesprochen, aber bezüglich WK2 dürfte dort kaum etwas vorhanden sein und habe daher das Thema nicht vertieft.

    Habe bei Ortner einige Spezialführungen mitgemacht, habe schon den Eindruck, dass er über seine Stücke sehr gut Bescheid weiss und kann das auch sehr lebendig präsentieren.


    Ja das mit der Platzfrage bezüglich eigener Bibliothek ist immer ein schwieriges Thema, aber da meine Frau noch mehr Bücher hat als ich (auch wenn andere Themen), war das nie ein spezieler Diskussionspunkt.

    Zusammen haben wir geschätzte 6000 Bücher, etwas mehr als die Hälfte Taschenbücher, der Rest gebunden. In letzter Zeit bleiben wir bei den Romanen eher bei Ebooks, wegen dem Platz, aber gebundene Bücher sind schon etwas besonderes und bei den antiquarischen natürlich nur so möglich.


    Bezüglich Quellen für den Mörser wäre vielleicht auch noch das Kriegsarchiv interessant (nur bis 1918).

    Bei einer HGM Veranstaltung bin ich mit zwei Herren ins Gespräch gekommen, einer baut Modelle ca. 1:10 von österr. Geschützen ca. Anfang 19.Jhd. und der andere Schiffsgeschütze in ähnlichen Maßstab.

    Beide haben Pläne aus dem Kriegsarchiv, dürfte für manche Themen sehr reichhaltig sein.

    Nur der Zugang ist zwar frei, aber etwas mühsamer und bürokratischer als bei vielen Bibliotheken.

    Findbücher etc. zwar vorhanden, aber eher noch nicht digitial, da muss man schon etwas mehr Zeit investieren, bis man sich rein findet.


    Gruss

    Franz

    Hallo Gerhard,


    ja diese Buchhandlung in Wien kenne ich gut.

    War zwar schon lange nicht dort, da ich derzeit in der Schweiz arbeite, habe es aber zu verschiedenen HGM-Veranstaltungen geschafft, wo ein Stand dieser Buchhandlung war.


    Und ja, zur Wehrmachtsartillerie habe ich schon sehr viel, bin zumindestens bei der Standard-Literatur nahezu komplett, suche eher die Exoten bzw. Vorschriften und Ähnliches.

    Sind schon einige Regalmeter, meine Literaturliste ist 37 Seiten lang (A4), ohne digitale Quellen.


    Zur Literatur, wahrscheinlich kennst du beide Bücher, aber vielleicht gibt es hier im Forum andere die sich dafür interessieren:

    • Michal Prašil: Skoda Heavy Guns; 24cm Cannon, 38cm Howitzer, 42cm Howitzer and Gasoline-electrical Trains (Atglen, PA 1997, Schiffer Military/Aviation History, Schiffer Publishing Ltd.)
    • M. Christian Ortner: Der 30,5cm Mörser. Österreich-Ungarns berühmtes Belagerungsgeschütz (Schleinbach 2017, Edition Winkler-Hermanden)

    Dieses Projekt zu den Donaumonitoren kenne ich noch nicht, obwohl ich 1-2 Bücher über das Thema Monitore auf der Donau habe.

    Zuerst habe ich versucht, zur K.u.k. Marine samt Monitore alles zu sammeln, als aber dann doch mehr herausgebracht wurde, kam ich dann nicht mehr nach.

    Schiffsartillerie ist auch nicht so ganz mein Schwerpunkt, auch wenn ich teilweise dazu Spezialliteratur habe.


    Hast du schon gefragt, ob du zur HGM Bibliothek Zugang bekommst?

    Ist sicher schwierig, soweit ich informiert bin, geht das nur für Wissenschaftler, für Privatforscher ist es schwierig.


    Gruss

    Franz

    Hallo Gerhard,


    interessiere mich generell für Artillerie durch alle Zeitalter, aber mit Schwerpunkt die Artillerie der Wehrmacht.


    Dabei weniger Einheitsgeschichte, eher Technik und Taktik, Kampfverfahren, Geschütz-Bedienung, Vermessung, Feuerleitung, ...

    Sammle dazu alle Arten von Vorschriften, Ausbildungsunterlagen, zeitgenössische Sekundärliteratur, Fotos etc.

    Natürlich auch alle sonstige Literatur und wissenschaftliche Abhandlungen, NARA-Unterlagen usw.

    Bei Einheitsgeschichten interessiert mich weniger die konkrete Einheit, sondern die Erfahrungen mit dem Einsatz der Artillerie.


    Das HGM in Wien kenne ich recht gut, ist sozusagen mein Hausmuseum, die 38cm Skoda Haubitze ist natürlich mein Favorit.

    Aber auch die Bronzekanonen in den Artilleriehallen sowie verschiedene dort in den Nebenräumen gelagerten Spezialstücken finde ich sehr interessant

    und habe diese schon bei 2 Spezialführungen zur Artillerie genauer gesehen und auch fotografiert.

    Dabei konnte ich auch einmal mit dem Direktor plaudern, er denkt noch immer mit Bedauern an den 30,5cm Skoda Mörser, der damals im 2.WK auf der Krim stehen blieb.


    Gruss

    Franz

    Hallo,


    Danke Karl und Jörg für eure umfangreiche Literatursammlung.

    Der Auszug zum Vorwarner ist besonders wertvoll.

    In meiner Sammlung habe ich bei den Vorschriften recht vieles, aber gerade zur Beobachtungsabteilung sehr wenig.

    Leider fehlen mir die Vorschriften H.Dv.200/7 bis 7e über die Beobachtungsabteilung sowie H.Dv.200/10b, 10c und 12 über Wetterpeilzüge, Vo-Meßzüge und Grundstufenmeßtrupp.

    Habe diese weder antiquarisch gesehen noch in einer Bibliothek oder in einem Archiv.


    Zum Vorwarner habe ich in der H.Dv.200/10 unter h) Ausbildungsplan der Schallmess-Ersatzbatterie

    nur in der 6.Woche (Seite 234/235) gefunden:

    Quote

    B. Formale Ausbildung ... 2.Auswerter:

    Weiterbildung als Zeichner und Rechner.

    Unterweisung am Richtkreis und Scherenfernrohr.

    Einrichten und einfaches Vemessen der Vorwarnerstelle.

    (der gesamte Ausbildungsplan umfasst 11 Wochen!)


    Sonst habe ich nichts vorschriftenmässiges gefunden, obwohl ich viele Artillerie-Vorschriften und vor allem auch Merkblätter habe.

    Von der angeführten Literatur ist mir einiges bekannt (z.B. Froeben, Bochow, ASMZ etc.), werde aber dies wieder zum Anlass nehmen, zu prüfen, was mir noch davon fehlt und überhaupt zu bekommen ist.


    Leider habe ich nur auf einen kleinen Teil meiner Literatur Zugriff, da ich im Ausland, derzeit in der Schweiz, arbeite und nur die Vorschriften-Sammlung mit habe,

    aber nicht die umfangreiche Sekundärliteratur.


    Gruss

    Franz

    Hallo Karl,


    danke für diese Ergänzung.


    Gibt es auch irgendwo eine genaue Beschreibung der Aufgaben des Vorwarners?

    Prinzipiell ist ja die Aufgabe beschrieben, aber erfolgte diese über Beobachtung des Mündungsfeuers oder die Registrierung des Knalls?

    Je nachdem brauchte er eine optische Ausrüstung, zumindestens Fernglas oder Doppelfernrohr oder er brauchte nur zu horchen

    und dann über Fernsprecher weitermelden.


    Habe zur Beobachtungsabteilung leider wenig Vorschriften.

    Hat hier irgendwer anderer der Leser dazu etwas offizielles?


    Gruß Franz