Posts by Johann Heinrich

    ... 43 Italiener sind mit Todestag 12. April 1945 verzeichnet ...


    Hallo Thilo,


    beim Volksbund sind 16 Personen mit dem Vornamen Pietro verzeichnet, die im April 1945 ums Leben kamen. Leider lassen sich die Ergebnisse ohne den Familiennamen oder weitere Personendaten aber wohl nicht näher eingrenzen.


    Gruß, J.H.

    Hallo,


    da der Thread ja "Elsass nach 1940 und die Wehrmacht" heisst, stelle ich hier noch mal die Schicksale von Marcel Weinum und Alphonse (eingedeutscht Alfons) Adam ein. Weinum war Mitbegründer einer der ersten Widerstandsgruppen im Elsass, er wurde mit 18 Jahre hingerichtet durch enthaupten; Alphonse Adam im Alter von 25 Jahre erschossen: https://www.gedenkorte-europa.eu/content/list/112/


    Die zahlreichen Akten aus dem Strafprozess gegen Alphonse Adam und weitere Beteiligte liegen im Bundesarchiv/Berlin-Lichterfelde, Vorsitzender Richter war Roland Freisler persönlich.

    Ein Beispiel aus dem Aktenverzeichnis:


    R 3017/27822
    Adam, Alfons

    Bestandsbezeichnung: Oberreichsanwalt beim Volksgerichtshof

    Aktenzeichen: 5J 80/43

    Bemerkung: Bd. 29 Gnadenheft 12 von Adam, Alfons; Kieffer, Robert; Tschaen, Peter; Schneider, Karl; Seger, Josef und Meyer, Robert

    Urteil mit Zusätzen in R 3017/ 19052

    Geburtsdatum: 9.12.1918

    Geburtsort: Straßburg-Schiltigheim

    Sterbedatum: 15.7.1943

    Nationalität: Frankreich

    Beruf: Student

    Prozessgegenstand: Wehrkraftzersetzung, Feindbegünstigung

    Strafe: Todesstrafe

    Bemerkung: Begnadigung kann aus sicherheitspolizeilichen Gründen nicht zugestimmt werden
    Unterlagenart: Strafprozessakte Alte Signatur: ZC 03491 A. 29 Benutzungsort: Berlin-Lichterfelde


    Zur "anthroplogischen Sammlung" der Reichsuniversität Straßburg hatten wir in Verbindung mit dem KL Natzweiler auch schon mal Beiträge: Fliegerhorst Schwäbisch Hall (und KL Natzweiler)


    Gruß, J.H.


    Edits: Formatierungen und Links ?(

    ... dass ich eine kleine Doku zu der 2. Staffel/NAG 13 schreiben möchte, da diese in Donaueschingen lag ...


    Hallo,


    ist Dir denn bekannt, ob es zur 2.Staffel/NAG 13 im MA überhaupt Unterlagen gibt? Mit Invenio werden als Bestand dort nur die folgenden beiden Sachakten aus der 1. und 3.Staffel angezeigt, wobei die zweite "Akte" anscheinend auch nur aus einem einzelnen Blatt besteht:


    RL 10/3681

    1.Staffel.- Wartungsbuch für Focke-Wulf Fw 190, Werknummer 5629
    Laufzeit: Mai - Aug. 1943

    Unterlagenart: Sachakte

    Alte Signatur: 4376-3069

    Benutzungsort: Freiburg


    RL 10/450

    3. Staffel (vorher 2. (H)/23).- Anerkennung des Abschusses eines sowjetischen Flugzeuges Typ Lagg-3 am 7. Mai 1943 durch Flugabwehrgruppe im Zusammenwirken mit 2./le. Flak-Abt. 93 (Sf.)
    Laufzeit: Okt. 1943

    Bemerkung: 1 Blatt

    Unterlagenart: Sachakte

    Alte Signatur: Flak 221-308

    Benutzungsort: Freiburg


    Die Klassifikation für beide Akten ist die 1.17 Nahaufklärungsgruppe 13

    Quelle: https://www.invenio.bundesarchiv.de/basys2-invenio/login.xhtml

    Gruß, J.H.

    Hallo Sven,


    Uwe liegt richtig, es handelt sich hier um den Ort Storbeck im Landkreis Osterburg, bis 1945 Land Preußen, Provinz Sachsen, Regierungsbezirk Magdeburg -> von 1952 bis 1990 dann Bezirk Magdeburg mit den Landkreisen Osterburg und Seehausen.

    Quelle: Verwaltungsgeschichte/Rademacher


    Gruß, J.H.

    Hallo,


    zu diesem Kriegsverbrechen in Storbeck gibt es in der Datenbank der Uni Amsterdam ebenfalls ein Urteil aus der ehemaligen DDR-Justiz, dort wird die Einheit der beteiligten Täter als "Volkssturm Rönnebeck" benannt:


    Verfahren Lfd.Nr.1792

    Tatkomplex: Verbrechen der Endphase

    Angeklagte:
    Deg., Otto Freispruch
    Krü., Wilhelm 9 Monate
    Müller, Wilhelm lebenslänglich
    Gerichtsentscheidungen:
    LG/BG Stendal 470121 Az.: 3Ks2/46

    OLG Halle 480913 Az.: 1Ss83/47

    LG/BG Halle 490602 Az.: 13aStKs3/49

    Tatland: DDR

    Tatort: Storbeck Krs.Osterburg

    Tatzeit: 450412

    Opfer: Fremdarbeiter

    Nationalität: Italienische

    Dienststelle: Volkssturm Rönnebeck

    Verfahrensgegenstand: Erschiessung eines italienischen Fremdarbeiters, der gedroht hatte, beim Einzug der Amerikaner einige Einwohner von Rönnebeck umzubringen

    Veröffentlicht in DDR-Justiz und NS-Verbrechen Band XIII

    Quelle: https://www.expostfacto.nl/


    Gruß, J.H.

    Hallo,


    noch zur Ergänzug: Der Bataillonsführer des Volkssturm-Bataillons Murau war der Major a.D. Hans Freiherr von Prankh, abweichend auch Johann Gottlieb Ludwig von Pranckh oder Prankh genannt; gefallen bei einem "Bandenüberfall" am 24.Januar 1945 in der Steiermark, am 30.Januar 1945 in Pux/Steiermark beigesetzt - daher auch beim Volksbund nicht verzeichnet.

    Im Bundesarchiv ist leider anscheinend nichts zu finden, bei Wiki gibt es einen Eintrag zu ihm: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_von_Pranckh

    Quellen: Der Landbote, Folge 523 vom 24.März 1945, Seite 5 u. Neues Wiener Tagblatt Nr.31 vom 6.Februar 1945, Seite 4


    Da der beigefügte Presseartikel aus "Der Landbote" zu seinem Tod sehr schlecht zu lesen ist hier eine Abschrift:

    Ein Leben für Deutschland

    Mit dem vor kurzem beim Schutz der heimatlichen Grenze in der Untersteiermark gefallenen Führer des Volkssturmbataillons Murau, Major d.R. Hans Freiherr von Prankh, vollendete sich ein kämpferisches Leben. Bereits in jungen Jahren nahm Prankh an einer Grenzvermessungsexpedition in Kamerun teil, bis ihn Tropenerkrankungen zu einem Erholungsurlaub in Deutschland zwangen.

    Hier rief ihn 1914 der erste Weltkrieg zu den Fahnen. Nach dem unglücklichen Ausgang des Krieges stellte er wiederum seine ganze Kraft als Freikorpskämpfer in den Dienst der Heimat. Anfang 1919 stand Prankh im Freikorps Epp in München, 1939 meldete er sich wiederum trotz seiner schweren Verwundung zum Fronteinsatz. Als Bataillonsführer machte er die schweren und opfervollen Kämpfe und Märsche bis zur Murmanskfront mit. 1943 wurde er vom Kriegsdienst zurückgestellt, bis ihn im Dezember 1944 ein neuer Auftrag als Führer des Volkssturmbataillons Murau rief. Beim Schutz der heimatlichen Grenze fiel er Ende Jänner in der Untersteiermark einem Bandenüberfall zum Opfer. Geachtet und geliebt von seinen Soldaten, stets einsatzbereit und in vorderster Front allen Gefahren trotzend, fand ein Leben seinen Abschluß.

    Gruß, J.H.

    Hallo,


    anbei ein paar gesammelte Daten zum genannten Ritterkreuzträger Ferdinand Schneider-Kostalski. Sein Eintrag im Verzeichnis der Ritterkreuzträger im LdW ist noch nicht freigeschaltet, mit der Forumssuche ist er anscheinend auch noch nicht zu finden. http://www.lexikon-der-wehrmac…den/Ritterkreuz/RKS-R.htm

    Quellen: Gräberdatenbank Volksbund, Personalakte im BA/MA, Völkischer Beobachter, Ausg. Wien Nr.214 vom 2.August 1941, Seite 3 u. Ausgabe Wien Nr.266 vom 23.September 1944, Seite 5


    Gruß, J.H.


    PERS 6/64314
    Schneider-Kostalski, Ferdinand

    Bestandsbezeichnung Personalunterlagen von Angehörigen der Reichswehr und Wehrmacht

    Amtsbezeichnung/Dienstgrad: Oberstleutnant
    Unterlagenart: Personalakte

    Alte Signatur PA/49593

    Benutzungsort Freiburg


    Nachname: Schneider-Kostalski

    Vorname: Ferdinand

    Dienstgrad: Oberstleutnant

    Geburtsdatum: 20.07.1908

    Geburtsort: Judenburg

    Todes-/Vermisstendatum: 07.08.1944

    Todes-/Vermisstenort: Belle Fontaine

    Ferdinand Schneider-Kostalski ruht auf der Kriegsgräberstätte in Champigny-St.André. Endgrablage: Block 4 Reihe 5 Grab 450

    Hallo,


    da liegt Thilo völlig richtig, die sowjetischen Truppen der 3.Ukrainischen Front unter Marschall Tolbuchin kämpften u.a. in der Region Komorn mit der Hauptstoßrichtung Preßburg/Wien. Im Bereich der Stadt Komorn befand sich ein Brückenkopf, die aus dem 1.Weltkrieg bekannte Stadtfestung wurde aber nicht mehr in die Kämpfe von 1945 mit einbezogen.


    Gruß, J.H.

    ... in praktisch allen Quellen im Netz ist der Geburtsort von Horst Trebes (Stichworte: RK-Träger, Massaker Kondomari, Kamerad Karl Polzin durch Klotür erschossen,....) mit Köln angegeben. Lt. Volksbund aber mit Freyburg (Unstrut) ...


    Hallo Thilo,


    im Band 3/Verzeichnis der Kriegsstammrollen für Offiziere im BA/MA ist der Geburtsort ebenfalls mit Freyburg angegeben:


    Name: Trebes, Horst

    Geburtsdatum: 22.10.1916

    Geburtsort: Freyburg

    Amtsbezeichnung/Dienstgrad: Oberleutnant

    Quelle: BA/MA RL 33/271


    Gruß, J.H.


    Hallo Thilo,


    VBL Band CC Seite 602, leider ohne Bild. Truppenteil Gren.-Rgt. 911 (neu), Regimentsstab mit 13. u. 14.Kp., Feldpostnummer 00353, Eintrag im Anhang.


    Gruß, J.H.


    Edit: Die Neuaufstellung des Regiments ist im Lexikon zwar verzeichnet, leider aber nichts zum Verbleib: http://www.lexikon-der-wehrmac…nadieregimenter/GR911.htm

    Hallo,

    ... ich bin immer immer noch am Suchen und rescherieren, wann und wie meine Vorgehen von Wolhynen/Ukraine nach Ostpreußen gekommen sind ...

    eine Möglichkeit wäre sicherlich die Auswanderung oder Umsiedlung Deiner Vorfahren aufgrund des polnisch-sowjetischen Krieges und dem damit verbundenen Rigaer Vertrag von 1921: http://www.demokratiezentrum.o…-jahrhundert.html?type=98

    ... Hast Du dazu schon einmal im Bundesarchiv/Lastenausgleichsarchiv in Bayreuth angefragt, ob dort noch Familienunterlagen zu einer Umsiedlung aus der Ukraine oder aus Ostpreußen archiviert sind ...


    Da kann ich mich nur wiederholen und Dir nochmals eine Anfrage an das Bundesarchiv/Lastenausgleichsarchiv in Bayreuth empfehlen. Dort sind auch die sogenannten "Gemeindeseelenlisten" und die Unterlagen des ehemaligen Kirchlichen Suchdienstes/Heimatortkartei nach dessen Auflösung im Jahr 2015 archiviert: https://www.bundesarchiv.de/DE…te/Bayreuth/bayreuth.html


    Gruß, J.H.

    ... Also Soldaten ab dem Jahrgang 1902, Hauptsächlich Bäckermeister ...


    Hallo,


    die Geburtenjahrgänge 1901 bis 1913 waren "weiße Jahrgänge", die für eine Kriegsteilnahme im 1.Weltkrieg noch zu jung waren. Von 1919 bis 1935 gab es in Deutschland keine Wehrpflicht und da Deutschland erst 1935 seine Wehrhoheit wiedererlangte, hatten diese Jahrgänge in der Regel bis dahin keinen Wehrdienst geleistet.


    Gruß, J.H.

    ... 1937 wohnte mein Vater, wie auch mein Großvater Ferdinand Ludwig Schiller und mein Onkel Julius Schiller in Angerfelde (früher Mingstimmen) Kreis Gumbinnen ...


    ... Julius war Schuhmacher und Landwirt, Ludwig ohne Beruf und Paul Arbeiter ...


    Hallo Reinhilde,


    der Ort Mingstimmen wurde am 1.August 1935 umbenannt, wie Du schon schreibst. Im Adressbuch für die Stadt u. den Landkreis Gumbinnen 1939 sind die genannten Paul und Julius Schiller mit dem Wohnsitz Mingstimmen zu finden, der Großvater Ferdinand aber anscheinend nicht.


    Bei der Kreisgemeinschaft Gumbinnen ist Julius Schiller im Ort Angerfelde/Mingstimmen ebenfalls mit dem Beruf Landwirt verzeichnet: http://www.kreis-gumbinnen.de/…article&id=162&Itemid=119


    Gruß, J.H.

    Hallo,


    anbei ergänzend noch ein Pressebericht zur Verleihung des Ritterkreuzes an den Olt. Franz Roka aus der 6./Stuka-Geschwader 1. Sein Eintrag im Verzeichnis der Ritterkreuzträger im Lexikon ist noch nicht aktiv: http://www.lexikon-der-wehrmac…den/Ritterkreuz/RKR-R.htm

    Quelle: Völkischer Beobachter, Ausg. Wien Nr.308 vom 4.November 1943, Seite 5


    Gruß, J.H.

    ... Weitere Informationen sind willkommen. Insbesondere ist noch die Frage offen, ob er zuletzt tatsächlich im Rang eines Oberstleutnant war, wie es im Familienstammbaum

    vermerkt ist ...


    Hallo,


    in der Inhaltsangabe zu seiner Personalakte im Bundesarchiv/Militärarchiv in Freiburg ist er mit dem Dienstgrad Major verzeichnet:


    PERS 6/65289
    Schultzendorff, Hans Sylvius von

    Bestandsbezeichnung: Personalunterlagen von Angehörigen der Reichswehr und Wehrmacht

    Geburtsdatum: 20.4.1912

    Amtsbezeichnung/Dienstgrad: Major
    Unterlagenart: Personalakte

    Alte Signatur: PA/50857

    Benutzungsort: Freiburg


    Es gibt im BA/MA allerdings noch eine weitere Personalakte für einen Oberstleutnant von Schultzendorff; da im Beständeverzeichnis aber dessen Vorname nicht genannt wird, ist leider nicht ersichtlich, ob es sich evtl. um den gesuchten Hans Sylvius handelt:


    PERS 6/300924

    Schultzendorff von,
    Bestandsbezeichnung: Personalunterlagen von Angehörigen der Reichswehr und Wehrmacht

    Amtsbezeichnung/Dienstgrad: Oberstleutnant
    Unterlagenart: Personalakte

    Alte Signatur: RH 7/731

    Benutzungsort: Freiburg


    Gruß, J.H.

    Hallo,


    anbei ein kurzer Pressebericht zur Verleihung des Deutschen Kreuz in Gold an den SS-Unterscharführer Walter Gruber von der SS-Panzerjäger-Abteilung 3. Dem Bericht nach war Gruber auch Träger des goldenen Verwundetenabzeichen.

    Quelle: Oberdonau-Zeitung Nr.331 vom 16./17.Dezember 1944, Seite 3


    Gruß, J.H.