Posts by Rheinmetall

    Guten Abend liebe Forumsgemeinde !

    Hab hier einen meiner Meinung nach interessanten Bericht zu dem deutschen Marinemaler Claus Bergen gefunden.
    Diesen möchte ich Euch nicht vorenthalten und habe ihn hier eingefügt.

    https://www.spiegel.de/geschichte/cla…yqX-QuXk5gKrPnc

    Ich selbst hatte einmal die Gelegenheit in der wehrtechnischen Sammlung der Bundeswehr in Dresden, ein sehr schönes Bild von Bergen (ein Typ IX Boot auf See) sehen zu können.

    Beste Grüße zum Wochenende. 8)

    Kleine Geschichtsstunde !

    Heute vor 50 Jahren kapitulierte der letzte Soldat der kaiserlichen, japanischen Armee auf der Philippinen Insel Lubang.
    Hiroo Onada kämpfte dort als letzter seiner Gruppe von seinem Versteck aus gegen die philippinische Polizei, mit der er sich mehrere Schießereien und Scharmützel geliefert hatte.
    Ursache für sogenannte Holdouts oder auch Straggler der japanischen Armee war, dass diese Soldaten entweder die Kapitulation des Kaiserreichs nicht akzeptieren wollten, oder von den Alliierten bei ihrem sogenannten Inselhüpfen im Pazifik umgangen worden waren und so nichts vom Kriegsende erfahren hatten.

    Auch Onada glaubte nicht an das Kriegsende, als man ihn in der Wildnis aufgespürt hatte und glaubte erst an eine List des Feindes. Er kapitulierte erst, als sein damaliger Vorgesetzter,
    Major Taniguchi, welcher mittlerweile Buchhändler geworden war, nach Laubang reiste und ihm befahl, die Kampfhandlungen einzustellen.
    Zu diesem Zeitpunkt verfügte Onada noch immer für sein Gewehr, ca. 300 Schuss Munition, mehrere Handgranaten und seine. Gunto-Schwert.
    Letzteres überreichte er dem amtierenden philippinischen Präsidenten als Zeichen seiner Kapitulation.

    Die ganze Geschichte zu dem bekanntesten japanischen Holdout gibt es hier:

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Onoda_Hir%C5%8D

    🫡🫡🫡

    Rheinmetall

    Hallo liebe Forumsgemeinde !

    Auch heute jährt sich ein historisches Ereignis wieder rund. Diesmal ist es der Tiefflugangriff auf das Gestapo Gefängnis in Amiens / Frankreich.

    Jetzt um die Mittagszeit griffen 18 DeHavilland Mosquitos unter dem Jagdschutz mehrere Hawker Tyhpoons das oben genannte Gefängnis an. Hierbei wurden Gebäude und Mauern zerstört, bzw. Löcher in diese gerissen und ermöglichten so einem Großteil der Gefangenen die Flucht. Darunter befanden sich zahlreiche französische Widerstandskämpfer, aber auch festgehaltenen Agenten und andere Insassen, die teilweise am Folgetag exekutiert werden sollten.

    Meiner Ansicht nach ein akribisch ausgearbeitetes und durchgeführtes Husarenstück der britischen RAF !

    Hierzu habe ich Euch den Link zu einer interessanten Seite beigefügt, welche die Operation beleuchtet.

    https://www.peoplesmosquito.org.uk/2014/02/17/ope…-february-1944/

    Beste Grüße und noch einen schönen Sonntag.

    Rheinmetall

    Hallo Hans,

    interessant, so etwas habe ich noch nie zuvor gehört. In der deutschen Luftwaffe des Zweiten Weltkrieges wurden keine Belohnungen für Abschüsse ausgelobt. Von den Russen weiß ich jedoch, dass diese eine hohe Belohnung für den Abschluss des verhassten "Schwarzen Teufel" - Erich Hartmann, dieser hatte ja bekanntlich eine gleichfarbige Markierung auf seiner Motorverkleidung, auslobten.

    Viele Grüße und einen schönen Sonntag noch.

    Rheinmetall

    - Heute vor 80 Jahren -

    Der 15.02.1944 - Eine Tragödie für den "Berg der Fallschirmjäger"

    Der 15. Februar 1944 war ein Tag mit kaltem, klarem Himmel.
    Nichts deutete auf die Tragödie hin, als plötzlich in einer ersten Welle 142 B-17 "Flying Fortresses" und in einer zweiten Welle 87 B-25 den Berg Monte Cassino mit der altehrwürdigen Benediktinerabtei anflogen. Um 09:28 Uhr fielen innerhalb kürzester Zeit über 400 Tonnen Bomben auf engstem Raum.
    Das um 529 n.Chr. von San Benedetto gegründete Kloster, ein Kleinod der abendländischen Kultur und eines der wichtigsten Denkmäler des Christentums, wurde dabei komplett zerstört.
    Im Inneren waren wenige Mönche, hunderte Frauen, ältere Menschen und Kinder, von denen etwa 300 in den Trümmern umkamen.
    Erst nach der Bombardierung und der Zerstörung des Klosters, wurden die Trümmer in die Verteidigungsstellung der deutschen 1.Fallschirmjäger Division mit einbezogen.

    Ein Mythos nahm seinen Lauf...
    In nicht weniger als vier Schlachten griffen Soldaten aus den unterschiedlichsten Ländern, unter anderem England, Neuseeland, Nepal, Marokko, Frankreich, den USA und Polen den Monte Cassino und die Stadt Cassino vergeblich an.
    Letztendlich musste die 1.Fallschirmjägerdivision nach fast einem halbem Jahr die Bergstellung befehlsgemäss räumen, da sie in den Flanken überflügelt wurden. Polnische Truppen, unter dem Leutnant Kazimierz Gurbiel, erklommen am 18.04.1944 kampflos die Reste der Klosterruine und hissten die polnische Flagge.
    Ebenfalls nahmen sie ca. 50 schwer verwundete, nicht transportfähige Fallschirmjäger gefangen.
    Die Völkerschlacht am Monte Cassino war damit beendet. Sie brachte jedoch, der unbesiegten 1.Fallschirmjägerdivision, horrende Verluste ein.

    Viele Kunstschätze waren zuvor von der Wehrmacht, federführend durch Oberstleutnant Schlegel, in den Vatikanstaat gerettet worden.
    Nach dem Krieg wurde das Kloster auf Grundlage der ebenfalls geretteten Baupläne in zehn Jahren in seiner ursprünglichen Form wieder errichtet.

    Wenn Ihr Euch mal zwischen Rom und Neapel befinden solltet, ist der Monte Cassino sowie auch die Soldatenfriedhöfe interessante Zeitzeugen der Geschichte.

    Rheinmetall

    Hallo zusammen !

    Herzlichen Dank für Eure sehr interessanten und lehrreichen Beiträge.

    Ich habe mich über jeden einzelnen gefreut und mich über diese geballte Ladung an Wissen gewundert, aber schön das es sie gibt.

    Alles nicht ganz einfach, vorallem das "Eutin" wirft sehr viele Fragen auf.

    Auch das dass LIR 87 keine Regimentschronik hat, ist alles andere als hilfreich.

    @ Thilo: Könntest Du mir bitte noch sagen, was die AVL ist ?

    Ich suche nämlich auch noch nach Informationen über den ältesten Bruder meines Großvaters, welcher sogar noch vor dessen Geburt im Ersten Weltkrieg in Frankreich (im Westen) 1916 gefallen sein soll.

    Dennoch möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei Euch bedanken.

    Beste Grüße,

    Matze

    Hallo Thilo !

    Da hast Du natürlich recht, es könnte noch einen dritten Stahl geben.

    Zumal ein EK1 ja eigentlich immer an der Uniform getragen wurde und die beiden Herren vermisst werden.

    Somit müsste dieses dann auch rein theoretisch mit verschwunden sein.

    Aber die eine Einheit passt ja fast, ebenso der Name, nur eben nicht diese "Eutin".

    Echt schwer...

    Aber so würde ich rein subjektiv eher zu dem zweitgenannten tendieren...

    Was ist diese AVL eigentlich ?

    Herzlichen Dank und beste Grüße,

    Matze

    Hallo Ihr beiden !

    Vielen Dank für Eure beider Antworten.

    Wow Thilo, herzlichen Dank für Deine tolle Recherche-Arbeit !

    Jetzt hock ich aber in der Zwickmühle. :huh:

    Eutin würde ja zu Werner Stahl passen, jedoch nicht seine Einheit...

    Bei Johann Stahl passt die Einheit fast (kann ja sein, dass er vom III. ins VI. Bataillon des LIR 87 versetzt wurde).

    Dahingegen spricht jedoch wieder Härtlingen im Kreis Westerburg / Hessen.

    Jetzt habe ich auf dem Eisernen Kreuz also ein bisschen was von beiden Männern.

    Schade dass sie beide vermisst sind, aber so wird das EK 1 noch wertvoller um Ihr Andenken zu wahren.

    Was meinst Du, Thilo, wer ist der "richtige" Stahl zu dieser Auszeichnung ?

    Herzlichen Dank nochmals und mit den besten Grüßen,

    Matze

    Guten Morgen in die Runde !

    Mein nachfolgendes Thema hat zwar nichts mit dem Zweiten Weltkrieg zu tun, jedoch würde ich mich dennoch über Eure Hilfe freuen.

    Vor kurzer Zeit erstand ich ein Eisernes Kreuz aus dem Ersten Weltkrieg.

    Der Träger hat seinen Dienstgrad, Namen, Einheit, sowie Standort in seine Auszeichnung eingeritzt.

    Jedoch bin ich mir bei der Einheit nicht ganz sicher.

    Als ich kann hier lesen:

    EK 1 (2).jpg

    Leutnant Stahl

    III. / L.I.R 87 Eutin

    Stimmt das ?

    Die Abkürzung L.I.R steht hierbei für Landwehr-Infanterie-Regiment.

    Die Quelle hierzu habe ich hier: http://genwiki.genealogy.net/LIR_87 gefunden.

    Dort steht jedoch bei "1914", dass sich die Garnison mit dem Stab, dem I., II. und III. Bataillon in Mainz befunden haben soll.

    Aber was hat das dann mit Eutin zu tun ?

    Oder bin ich komplett falsch ?

    Kann es auch sein, dass es sich bei Eutin um die Heimatstadt / Wohnort des Leutnant Stahl zu jener Zeit gehandelt haben könnte ?

    Bin für jede Hilfe sehr dankbar, vielen Dank,

    Rheinmetall

    zwei kleine Anmerkungen: U 2511 unternahm Ende April 45 keine " Unterwasserfahrt", sondern eine reguläre Feindfahrt ( wohl die letzte deutsche des 2. WK?).

    Moin, moin !

    Das ist nicht ganz richtig....

    Am Abend des 7. Mai 1945 sichtete U 2336 ( Kptl. Emil Klusmeier) vor dem Firth of Forth die Frachter Avondale Park (2878 BRT) und Sneland I (1791 BRT) und versenkte sie kurz vor 23 Uhr mit jeweils einem Torpedo.

    Gruß,

    Rheinmetall

    Moin, moin zusammen !

    Die Bild hat das "Nazi U-Boot" gefunden (...und vermutlich mit ihm dann auch noch das Bernsteinzimmer... )

    https://www.bild.de/news/ausland/u…81056.bild.html

    Demnach war der Typ XXI "selten" (wurden ja auch nur 118 Boote in Dienst gestellt) und es wurden nur U 2540 (das Boot aus Bremerhaven) und das jetzt gefundene Boot "eingesetzt".....
    Aha, schon wieder was gelernt.

    Die "Auffindesituation des Wracks" / bzw. die Grafik erinnert mich jedoch an eine Geschichte, welche mir ein guter Freund / Besatzungsmitglied von U 3518 mal erzählte.
    Demnach war ihr Boot in der Ostsee unterwegs in Richtung Westen, als durch die Brückenwache Flugzeuge gemeldet wurden.
    Statt in den Keller zu verschwinden, hielt der diensthabende Wachoffizier die Maschinen für deutsche Flugzeuge, jedoch entpuppten sie sich als Russen.
    Sofort ging es in einem viel zu steilen Winkel "auf Tiefe", sodass sich der Bug des Bootes ins Seebett grub und hierbei erhebliche Beschädigungen erlitt.
    Die Wassertiefe war so gering gewesen, dass die Hecksektion aus dem Wasser ragte und das Boot so wehrlos auf dem Präsentierteller lag.
    Weshalb die Russen das Boot nicht angriffen und vernichteten, kann sich Günter bis heute nicht erklären.
    Nach erheblichen Arbeiten wurde das Boot wieder in Fahrt gebracht und der Marsch nach Kiel fortgesetzt.
    Dort wurde der Schaden begutachtet und der Besatzung mitgeteilt, "dass das nix mehr wird".

    Beste Grüße,

    Rheinmetall

    Genau.

    Bei der Bundeswehr wurde diese Tradition fortgesetzt (auch wenn es vielleicht der von der Leyen nicht passt).

    So gibt es bei allen Jägereinheiten den "Jäger",
    - Bei den Panzergrenadieren den "Panzergrenadier"
    - Bei der Artillerie den "Kanonier",
    - Bei den Pionieren den "Pionier",
    - Bei den gepanzerten Einheiten den "Panzerschütze",
    - Bei den Sani-Einheiten den "Sanitätssoldat"
    - Bei den Fernmelde-Einheiten den "Funker"
    - Bei allen nicht spezifisch genannten Einheiten sowie den Feldjägern den "Schütze"

    Bei der Luftwaffe und der Marine ist das alles einfacher.
    Dort gibt es als niederster Dienstgrad den "Flieger" und den "Matrose".

    Beste Grüße,

    Rheinmetall

    Hallo,

    die "Beschädigten" selbst benutzten allerdings lieber den Begriff Versehrte, diese hatten eigene Sportvereine usw.

    Grüße
    Thilo

    Moin !

    Der Thread ist zwar schon etwas älter, aber mein mittlerweile verstorbener Großonkel (Russland-Veteran) sprach auch immer von "Kriegsversehrten".
    Er selbst hatte durch Granatschrapnellverwundung ein ca. Tennisball- / Fausgroßes Loch im Oberschenkel und nach dem Krieg eine Ziegenblase um seine eigene Harnblase herum erhalten.

    Viele Grüße,

    Rheinmetall

    Moin zusammen !

    Bei dem Vogel handelt es sich tatsächlich um eine Ju 87.
    Hätte sie gerne letzten Sommer in unserem Kroatien-Urlaub betaucht, aber es kam leider anders. :/

    Hab das hier bei Wikipedia gefunden:

    Quote

    "Im September 2014 wurde vor der kroatischen Insel Zirje das Wrack einer italienischen Ju 87 R-2 der Regia Aeronautica
    gefunden, die am 12. April 1941 nach einem Angriff auf die jugoslawische Marinebasis von Jadrtovac in der Adria notwassern musste.
    Das Flugzeug befindet sich in relativ gutem Zustand und soll wahrscheinlich geborgen werden."

    Beste Grüße,

    Rheinmetall

    Hallo in die Runde !

    Nachdem Bert Hartmann sein "Luftwaffen-Bullet-Board" nun leider vollends aufgegeben hat, suche ich nach einer Alternative für dieses, evtl. sogar mit all den alten Usern.
    Leider hat meine Suche im Internet nichts zu Tage gebracht, vielleicht habe ich mich mit meinen Schlagworten auch einfach zu dämlich angestellt. :(
    Wäre schön wenn mir hier vielleicht jemand helfen könnte. :)

    Mit den besten Grüßen,

    Rheinmetall

    Guten Morgen zusammen !

    Gerade lese ich Janusz Piekalkiewicz`s Buch "Spione, Agenten Soldaten" auf Seite 433, wo es unter anderem um die geplante Zerstörung eines gigantischen Bunkers in der Nähe des franzözösischen Dorfes Winzernes im Sommer 1943 geht.
    Dieser war als Ausgangspunkt für den Abschuß von V2 Raketen gegen England vorgesehen.

    Dort steht geschrieben:

    Quote


    "Selbst ein Angriff mit viermotorigen amerikanischen Bombern schlägt fehl, obwohl man sie für den Angriff auf die Bunker von Winzernes mit Sprengstoff vollgepackt hat und sie als ferngelenkte Lufttorpedos benutzt, nachdem über dem Kanal die Piloten abgesprungen sind.
    In einem der Bomber, der vorzeitig, noch über den Britischen Inseln, explodierte, ist Leutnant Joseph Kennedy, der Bruder des späteren Präsidenten der Vereinigten Staaten, umgekommen."

    Von solchen "alliierten Mistel-Angriffen" habe ich bislang noch nie etwas gehört.
    Kann mir jemand von Euch sagen, welche amerikanischen Maschinentypen hierfür eingesetzt wurden, wieviel Sprengkraft so ein "Luftorpedo" hatte und wie die Rettung der zuvor abgesprungenen Besatzung organisiert wurde ?
    Weiß ferner jemand von Euch, wieviele Maschinen für diese Einsätze herangezogen wurden und wie sie letztendlich ins Ziel gelenkt wurden ?
    Würde mich sehr interessieren.

    Über den hierbei gefallenen Bruder des späteren Präsidenten Kennedy konnte ich in Erfahrung bringen, dass dieser kurz nach dem Start am 12. August 1944 über dem Ort Blythburgh unweit der Nordseeküste zu Tode kam.
    Seine Leiche wurde nie gefunden.

    Über Antworten von Euch würde ich mich sehr freuen.

    Rheinmetall