Posts by Markus

    Hallo in die Runde,
    freue mich immer wieder über "News" die um Ferlach, und Infos die das annahende Ende des Krieges beschreiben.
    Laut meinen Informationen (mündlich eines Kriegsteilnehmers) wurden die dort stationierten Verbände Anfang Mai in britisches Gewahrsam genommen und in ein Straflager nach Deutschland /Aalen. verbracht.


    Weis jemand um die englischen Einheiten etwas zu berichten die wohl in Ferlach waren?


    Gibt es ein englisches Archiv das die Gefangenenlisten noch hat ?


    Mit freundlichen Grüßen euer


    Markus

    Hallo miteinander,


    tolle Infos über das Pol Batl. in Kärnten!
    Kann somit wieder ein kleines Puzzlestück meiner Recherche vervollständigen. Mein Beitrag dazu, es war auch die zahnärztliche Station Nr 40 vor Ort.
    Ich schau mal, da gibts doch noch Bilder...



    Sobald ich mit dem Einstellen der Bilder klar komme gibts was Neues.


    Grüße Markus

    Hallo miteinender, hier ein Bild der Polizeischule in Heidenheim / Brenz vom Apellplatz aus.


    Die Überreste der Kaserne wurden abgerissen, der Platz wurde überbaut. Es befindet sich dort nun das Fußballstadion am Eichertwald neben der Klinik.


    Macht weiter so mit den Bildern, echt Klasse


    Markus

    Hallo miteinander,
    ich finde es immer wieder spannend wie ihr euch doch das eine oder andere Thema rausnehmt und einfach nicht locker lasst und in euren Archiven stöbert.


    Weiter so.


    Mein Großvater war wie ihr auch durch meine Beiträge erfahren habt mit dem Pol Batl 51 und Pol Batl 316 unterwegs,


    da war doch noch was.... hier eine Abschrift der Anfrage durch die Rentenversicherung in Bildform. Quelle: Orginalschriftstück im eigenen Besitz




    zudem kann ich euch durch befragen meines Großvaters bestätigen das Dr. Beckers sein Vorgesetzer und Zahnarzt war. Zu dritt haben sie die Front der dt. Polizisten sowie das Leid der Zivilbevölkerung als Dentisten gelindert Beide haben den Krieg in Ferlach (ich glaube in Kärnten / Österreich) beendet und konnten nach dem Krieg zu ihren Familien.



    Bild 869 Kopie vom Orginal,
    Bild 101 Zahnstation in Kistenform zur Versorgung


    Mit freundlichen Grüßen Markus Kreis Göppingen

    Hallo Marcus ,hier Infos die evtl helfen.


    Stuttgart,den 30. Oktober 1940


    Abschrift eines Kommandosonderbefehl Nr. 49.



    Poststempel


    16.Pol. Rev. , der Polizeipräsident
    Eingang 31.Okt 1940


    Betr. Aufhebung der Abordnung zum Pol Bataillion 51


    1. )
    Gemäß der Verfügung des BdO Stuttgart vom 25.10.1940 -I a 3_10
    werden von den aktiven Wachmeistern( SB) des Polizei Bataillons 51 aus dem Befehlsbereich nach Stuttgart nachstehend aufgeführte Wachmeister (SB) entlassen. Die Wachtmeister der auswärtigen Standorte werden von hier in Marsch gesetzt.


    2. )
    Es treten zurück

    Zum Kommando der Schutzpolizei Stuttgart:


    1. Pol. Meister Junginger , Karl 15. Pol. Revier
    2. " Hauptwachtmeister Schmid, Pius 12. " "
    3. " " Ebert, Fritz 16. " "
    4. " " Ölkuch , Wilhelm 18. " "
    5. " " Schmid , Hermann 14. " "
    6. " R. O. W. Hagmann, Heinrich 1. " "



    anschließend noch 26 Namen



    Hau, Alfred
    Aschenbrenner, Josef
    Gretz, Fritz
    Kraft, Fritz
    Bersch, Josef
    Hoff, Friedrich
    Herold, Ludwig
    Nick, Eugen
    Häussler, Albert
    Lochinger, Erich
    Ruf, Karl
    Braunnagel, Hermann
    Fenn, Alfred
    Hack, Gotlob
    Kalmbacher, Hermann
    Heneka, Anton
    Epple, Wilhelm
    Baumgartner, Wilhelm
    Jost, Hubert
    Rauer,Emil
    Räpple,Eugen



    Quelle Staatsarchiv Ludwigsburg EL 51/ I-II 1992/24


    Markus

    Hallo miteinander,


    habe leider nur Infos die das POl Batl. 51 Stuttgart betreffen.


    Habe mit Policeman auch die Findbuchliste für die Tagesbefehle besprochen.


    Soweit ich mich erinnern kann waren die Tagesbefehle in EL 51/ 1 0der 2


    Ordner Nr. 97 im Staatsarchiv Ludwigsburg.


    Hätte ich mehr Zeit könnte ich dort ein paar Tage verbringen und stöbern,


    mal sehen wird irgendwann schon klappen.


    Weis aber auch noch das das jetzige Naturkundliche Rosensteinmuseum


    neben der Wilhelma (Zoo) das 11. Revier der Ordnungspolizei war.


    Bis bald Markus

    Hallo Peter, mein Großvater rückte 1938 zur Polizei nach Heidenheim ein.


    War auch bei der Entstehung des Polizeiausbildunggsbatl. Heidenheim dabei.
    Wurde anschließend mit Wirkung vom 20.12.1939 dem Pol Batl. 51 Stuttgart zugeordnet. Rückkehr des Batl. 27.09.1940 Stuttgart Gleis 1 ( 5 Güterwaggon ) und großem TamTam. Danach Abordnung zum Pol Batl 316] Bochum.

    Er ist wohl einer der wenigen Zeitzeugen die noch unter uns sind. Wollte mit ihm vor 2 Jahren nach Gelsenkirchen zum Vortrag des Hist. Hölzl. War aber krank.
    Habe mich auch durch unzählige Archive durchgestöbert....bis ich bemerkte das in Ludwigsburg im Hauptstaatsarchiv alles über Polizei in Baden und Württemberg zu finden ist.


    Dort gibt es einen imensen Fundus. Zudem gibt es eine Holzkastenkartei Findmittel 51 / I mit grünen, Postkartengroßen Karten die alfabetisch geordnet sind. Dort findest du die meisten Namen (ca. 10000) und die wichtigen Querverweise auf die Tagesbefehle die den Einzelnen betrafen.



    Somit kannst du Nachweisen das MAX MUSTERMANN am .. .. 1939 zur Dienststelle .. .. versetz wurde, er am .. .. befördert wurde, Schuhgröße 40 hatte, und sein Sold von .. .. Reichsmark auf das Konto .. .. gezahlt wurde.


    Ich vermute das diese Kartei aus den Rentenversicherungslagern stammt um Nachweise der Beamtentätigkeit zu beurkunden.


    Was mir zur Ergänzung noch fehlt ist das Einsatzgebiet und die Historie zu Pol Batl 316. Habe das Buch von Stefan Klemp das ja schon einiges umschreibt.


    Er war am Kriegsende dem Pol. Reg 13 zugeordnet und wurde von britischen Kräften in Kärnten kurzzeitig festgehalten.


    Gruß Markus Kreis Göppingen

    Hallo Forumsteilnehmer und Leser


    Ich hatte in den letzten Tagen die Gelegenheit wieder einige Bilder aus der Zeit 1939-45 zu sichten und zu beschriften. Da die Erinnerungen meines Großvaters zu den Abzügen allmählich erschöpft sind benötige ich für jeden Schritt, etwas konkretes zu Erfahren viel Geduld. Es gibt jedoch verblüffende Ähnlichkeiten mit den hier gezeigten Aufnahmen. Vor allem von den Wachgebäuden und der Unterbringung in Pionki. Zudem sind Aufnahmen in geselliger Runde ebenfalls mit poln. Ortsnamen beschriftet.
    Die kleinen schwarz - weiß Bilder sind etwa 4 x 7cm groß was dem damaligen Standart wohl entsprach.
    Bitte habt dafür Verständniss das ich nach Rücksprache von einer derzeitigen Veröffentlichung immer noch absehen möchte. Zudem möchte ich mich für Euer bisheriges mitwirken und gestalten recht herzlich bedanken.



    Mit freundlichen Grüßen Markus



    Nach dem stöbern auf dem Dachboden fand ich eine ca. 40 x 60 cm große Luftschutzapotheke.
    Dabei handelt es sich um einen hellen, weißen Metall - oder Stahlkasten mit rotem Kreuz. Gewicht ca. 2 Kg leer. Innen verschiedene Unterteilungen um Material zu verstauen. Dazu eine Beladungsliste die an der Innenseite der verschlißbaren Türe angebracht ist.
    War das zu der damaligen Zeit Standart im Hause?

    Hallo Forumsteilnehmer


    Es freut mich sehr das nun auch weitere Bilder aus den Anfängen des Pol Batl 51 im Umlauf sind. Ich finde es toll auf diesem Wege wieder etwas von den damaligen Umständen zu erfahren. Das Bataillon wurde am 19.12.1939 von Stuttgart aus in Marsch gesetzt. Dazu werde ich bei Gelegenheit noch Bilder einscannen. Muss diese aber noch durchgehen um sie zeitlich zuzuordnen.


    In der Zwischenzeit habe ich mit Datum vom 16.12. 2008 auch Nachrichten von der Wehrmachtsauskunftstelle in Berlin erhalten.


    Darin heißt es in kurzen und knappen Sätzen das zu dem Gesuchten im Antrag vom 08.1.2008 keine Informationen vorhanden sind.



    Sehr geehrter Herr... 16.12.2008


    In Beantwortung ihrer Anrage vom 8.1.2008 teile ich ihnen mit, dass die Personalpapiere ( Wehrstammbuch, Soldbuch, Wehrpass) ihres Großvaters Herr... geb. ..


    hier nicht vorliegen.
    Sie sind vermutlich durch Kriegsereignisse verlorengegangen. In dem sonstigen hier vorliegenden Schriftgut der ehemaligen Deutschen Wehrmacht konnten ebenfalls keine Feststellungen getroffen werden.
    Ich bedauere, ihnen nicht weiterbehilflich zu sein.


    Mit freundlichen Grüßen...



    Ich halte euch über mein weiteres Vorgehen zur Ermittlung der Bataillonsgeschichte auf dem laufenden. (Hier existieren nur die Tagesbefehle in Originalform im Staatsarchiv Ludwigsburg).


    Vor kurzem hatte ich noch ein Gespäch mit meinem Großvater der sich an zeitliche Abläufe nicht festlegen kann. Er verwechselt auch gelegentlich die vorliegenden Bilder seiner Dienstzeit und kann mich somit wenig unterstützen.


    Ich freue mich über eure Mitarbeit die ich sehr schätze und ohne die es hier im Forum zu langweilig wäre.
    An dieser Stelle auch mal ein dickes Lob an die Moderatoren die es auch nicht immer einfach haben.


    Markus

    Hallo Forumsteilnehmer,
    bin immer noch dabei eine Recherche zur Wehrzeit meines Großvaters zu erstellen und vergesse nicht euch auf dem laufenden zu halten. Es ist wohl Uferlos da man sich immer wieder in Details verrennen kann.
    War wieder im Staatsarchiv in Ludwigsburg. Dort liegen die wahren Schätze. Eine Datei mit allen Angehörigen die in Süd Baden und Süd Württemberg zur Polizei gehörten. Dazu gibt es in Holzboxen ca 10.000 Namenskärtchen auf denen die betroffenen alfabetisch registriert sind. Diese Kartei bildet den Querverweis auf die kompletten Tagesbefehle und Tages -sonderbefehle von 1939-1945.


    Das heißt im Einzelnen z.B


    Name auf dem Kärtchen A5


    Max Mustermann Tagesbefehl 1939 Blatt 3...
    Tagesbefehl 1941 Blatt123..,..,..



    Diese Kartei stammt von der Polizeiverwaltung und den Rentenversicherungen. Damit wurde auch noch nach dem Krieg für die Hinterbliebenen nachgewiesen das der Angehörige lt. Tagesbefehl Nr... von Stuttgart nach ... Abgeordnet war. Somit war für die Witwen oder Waisenrente der Nachweis erbracht das der Genannte Angehöriger der Polizei war und somit die Anrechnung an Rentenjahre gewahrt wurden.
    Als weiters Beispiel eine Abschrift des Tagessonderbefehl Nr 45 vom 27.9.1940
    Rückkehr des Pol Batl 51 aus Polen
    Eintreffen des Transportzuges am 27.9.40 17.28 auf Gleis 1 Der Zug hat 5 Güterwagen. Das Batl rückt in Folgende Unterkünfte Vaihingen, Mühlhausen, Palmsches Schlösschen,....
    Zum Transport werden 5 MLkw benutzt. (alles abgekürzt) Am nächsten Tag um 9.00Uhr Empfang im Neuen Schloß
    Dazu gibt es unendlich lange Namenslisten von Verw. Beamten und Transportleitern.


    Alles frei zugänglich und für jedermann Einsehbar
    Noch eine Anekdote zum schmunzeln.
    Lt. Tagesbefehl Nr 130


    Gesucht wird der entlaufene Hund des Generalmajor d.O.a.d RUOFF
    der dt. Schäferhund 14 Monate alt, Rüde ohne Halsband hört auf den Namen Prinz.
    Meldungen diskret an Vorgesetzte

    Hallo Daniel, Bin ebenfalls auf der Suche nach diversen Polizeieinheiten und deren Verwendung und Einsatzgebiete. Habe einige Listen als Adope Datei die ich dir zukommenlassen kann. Weis aber nicht mehr wo ich sie heruntergeladen habe. Versuche sie auch hier einzustellen da es um dieses Thema schwerlich ist Details Herauszufinden. Ansonsten versuche es mit Googlen Du wirst erstaunt sein was dich alles erwartet. Oder versuche es hiermit


    http://www.metager.de/


    Markus


    Das einstellen einer Adope Datei funktioniert hier nicht.?!

    Hallo Roland und Forumsuser


    Diese Zusammenstellung ist sehr aufschlussreich und hilft auch teilweise die Verzweiflung der Betroffenen darzustellen. Eine gelungene Darstellung der damaligen Zeit. Respekt!


    In diesem Zusammenhang versuche ich die Gewahrsamsnahme meines Großvaters durch britische Kräfte zu erarbeiten. Weiß jemand welche britischen Truppen im Mai 45 in Villach, Klagenfurt oder Ferlach waren?


    Er konnte sich der Gefangennahme nach der Registrierung durch die Truppen entwinden und fuhr auf dem Fahrrad in die Heimat.



    Markus
    Kreis Göppingen

    Hatte heute nochmals ein Telefonat mit der Wast Berlin. Die Dame war sehr genau und hinterfragte nochmals die eingereichten Anträge.



    Leider konnte mir die Wast in Berlin immer noch keine Auskunft geben da die Referate wohl überlastet sind. ( erste Anfrage 01.03.2008)


    Man wird sich deshalb noch etwas gedulden müssen.


    Am 21.10.2008 ist in Bochum oder Recklinghausen ein Vortrag über das Pol. Batl 316. Bin leider verhindert würde mich aber über einen kurzen Abriss der Recherchen dort freuen wenn jemand dort teilnimmt.
    Der Referent ist Martin Hölzl.


    Suche wie immer nochmals den link


    Danke für eure Geduld und bisherige Unterstützung


    Markus

    Hallo Kordula, und Forumsteilnehmer


    bin mit meinen Recherchen soweit gekommen das ich nun eine Kopie der Personalakten vor mir liegen habe. Diese beinhaltet folgendes:


    - den Eintritt zur Polizei mit Datum
    - Tag der Vereidigung
    - Marschbefehle und Versetzungen zu anderen Dienststellen
    - Auszeichnungen und Beförderungen
    - Besoldungsmerkmale und Krankenakte
    - Kommandierungen und Tagesbefehle der Polizei und der Stadt Stuttgart
    - Umsetzung von anderen Polizisten und Dienstwechsel


    Es finden sich aber keine Hinweise zu Einsatzgebieten und Vorgesetzten.
    Die Akte ist nur für den persönlichen Gebrauch und darf nicht veröffentlicht werden. (Dementsprechende Anfragen sind zwecklos).
    Da mein Großvater noch bei bester Gesundheit ist veröffentliche ich hier nach Rücksprache keine Details.


    Sollte aber jemand auf der Suche nach Personalakten der Polizisten aus Stuttgart um den Geburtsjahrgang 1900-1918 sein so wird er im Staatsarchiv Ludwigsburg fündig. Online Rechere möglich!
    Zudem gibt es dort die Meldebögen von Heimkehrern von allen württ. und badischen Gemeinden.
    Anschließend kann man noch in den Spruchkammerakten der Gerichte von 1945-1949 Einsicht nehmen.


    Leider konnte mir die Wast in Berlin noch keine Auskunft geben da die Referate wohl überlastet sind. ( erste Anfrage 01.03.2008)
    Bei einer Gefangenname durch britische Einheiten in Östereich Slowenien, Nähe Villach müsste in den dortigen Listen etwas vorhanden sein. Die dort gefangen genommenen wurden nach Aalen/ Württ ins Gefangenenlager transportiert.
    Es werden aber nach Wast Auskunft erst die sowjetischen Daten abgeglichen da hier mehr Anfragen zu Rentenansprüchen anstehen.


    Da ich nun aber schon alles habe bin ich im Augenblick dabei einen Verlauf der Dienstzeit 39-45 zu erstellen. Das kombiniert mit den Umsetztungen und den vorhandenen Bildern ist nicht einfach da es nach dem Pol Batl 51 Stutt. eine Weiterverwendung zu Pol 316 gab. Da gibt es aber kaum Kriegstagebücher in denen man den Verlauf und die Standorte findet.
    Die stattgefundenen Greultaten verabscheue ich auf tiefste und möchte hier nicht darauf eingeehn. Die Blutspuren durch die Länder dürfte jedem bekannt sein.


    Ich lasse bald wieder von mir hören um Euch auf dem laufenden zu halten.


    Markus


    Zudem ist es nicht nachvollziehbar ob es eine zahnärztliche Station bei den Batl. gab. Wo und wie die eingesetzt waren. Das versuche ich schon seit 2 Jahren zu ermitteln was nicht leicht ist.

    Hallo,


    Über Natzweiler und seine Insassen sowie weitere Umstände findest du schwarz auf weiß in Ludwigsburg im Staatsrchiv.


    Die haben auch noch Gegenstände und Erinnerungsstücke der Betroffenen im Archiv. Ich erinnere mich daran, bei einer Führung eine beschriftete Schnupftabakdose in den Händen gehalten zu haben.



    Markus

    Hallo Roland, und Forumsleser


    Ich bin hier Neueinsteiger und habe wohl durch Zufall eine gute Quelle zur Recherche im Staatsarchiv Ludwigsburg eröffnet. Ich versuche Detailgetreu den Werdegang meines Großvaters zu ermitteln und stoße "nebenbei " immer wieder auf weitere interessante Verknüpfungen von Polizei, Wehrmacht, und leider auch Einzelschicksalen.
    Zur Zeit bin ich etwas vom Bann der Historie ergriffen und schaffe mich durch Berge von Lesematerial in den Archiven. Dieser Zeitaufwand ist immens und kaum zu beschreiben. Aber alles zu notieren und festzuhalten ist nicht möglich. Zudem wird man auch mit den Greultaten konfrontiert die wohl wirklich stattfanden.


    Eine weitere Quelle die ich im Beitrag vorher beschrieben habe ist die
    Archivarnummer EL 51 / 1 II Zugang 1992/24.


    Ich habe dieses Findmittel zur Ermittlung der von Reg Bez. Stuttgart ausgesendeten und verwalteten Einheiten(Tagesbefehle) zu den Pol Batl. noch nicht in Augenschein genommen; sie wurde mir aber beschrieben.


    Nach Auskunft der Archivarin ist aber Lückenlos der Verlauf von Ordnungspoizei und später ab 1942 auch der Verlauf und die Einsatzgebiete der Pol Batl 51, 53, 56 unter SS Regie zu verfolgen.



    Zu der Frage Staatsarchiv München und Polizei sehe ich keine Grund warum dort nichts gelagert sein sollte. Die haben auf jeden Fall was.


    Eine e-mail Anfrage die nett formuliert ist freut auch dort jemanden der euch dann zu Rate geht.


    Zudem gibt es in den Personalakten auch kurioses.
    hier:


    Kommando Tagesbefehl Nr 67 kein Datum


    8. Beförderungen


    Ich habe anläßlich des Geburtstages des Führes befördert:
    ...
    b) zum Revieroberwachtmeister der Schutzpolizei mit Wirkung vom 1.Mai 1942:
    den Oberwachtmeister d. Schutzpolizei ... ... Name ... 11.Pol Rev


    Ranglistenalter: zu b) un c) 1.5.1942


    gez. WIEDER.


    F d. R. gez Unterschrift Hauptwachtmeister der Schutzpolizei


    Stuttgart , den 28.1.1944


    Ich hoffe Euch etwas unterstützt zu haben und freue mich auf Eure Antworten und Ergänzungen.


    Markus

    Roland,
    danke für deine Antwort.



    Da ich immer noch nach dem Werdegang meines Großvaters nachforsche, bin ich im Staatsarchiv Ludwigsburg auf seine und weitere Personalakten gestoßen.


    (Dort sind alle Personalpapiere und Vorgänge von Polizisten 1909 - 1982 aus dem Raum um Stuttgart archiviert und teilw. frei zugänglich einzusehen).


    Zudem wurden nach dem Krieg sg. Meldebögen durch die Einwohnermeldeämter ausgegeben. Auch dort sind kurze Lebensläufe und Truppenteile hinterlegt. Ohne Meldebogen keine Lebensmittelmarken. Ohne Karte kein Futter.


    Somit konnte ich auch Vergangenes von meiner Großmutter und meiner eigenen Mutter sowie meiner Tante erfahren. Die Meldebögen wurden zur Entnazifizierung ausgegeben. Danach entschied eine Kommission ob ein Spruchkammerverfahren eingeleitet wurde.
    Das heißt ob gegen den, oder die Betreffenden weitere Ermittlungen wegen div. Vergehen während des Krieges eingeleitet werden. Beim Spruchkammerverfahren werden durch den Richter und seine Beisitzer die Angaben weiterverfolgt und nach Entlasstungszeugen oder Belastungszeugen gesucht. Und dort finden sich eben die Hinweise zu den betreffenden Truppenteile und deren Einsatzgebiete.


    In meinem Fall den ich verfolge sind Abschriften von Kommandotagesbefehlen der Schutzpolizei Stuttgart dabei. Auszugsweise folgendes.



    Kommando der Schutzpolizei Stuttgart 14.12. 1939
    Kommandosonderbefehl Nr 177


    Betr. Einsatz in Polen Pol Batl 51 im Gouvernement Polen
    ( Ablösung des Pol Batl 71 in Pionki)


    Der RFSSu ChdDtPol.. hat mit Schnellbrief vom 7.12 39 befohlen das das Pol Batl51 am 20.12.39 das Pol Batl 71 in Pionki ablöst.


    Hierzu hat das Kommando auf Anordnung des Inspekteuers der Ordnungspolizei an aktiven Kräften zu stellen:


    als Schhütze von der 1. Üb A. H. : .... ... ... Namen ...


    Die Ofizier und Wachmeister, die noch nicht zum VPS. Batl 51 abgeordnet waren melden sich am 14.12.1939. 15.00Uhr beim Pol Batl 51


    gez. Mühe F. d. R. gez. Schulte Hauptmann der Schutzpolizei


    Die meisten Kommandotagesbefehle der Schutzpolizei Stuttgart mit endlosen Namenslisten sind dort frei einsehbar. Nach meiner Nachfrage bei den Archivaren dürfte das in jeder Stadt so sein. Zudem gibt es dort alle Tagesbefehle zum anschauen 1939-1945 . Die Archivaliennummer muß ich nochmal suchen


    Zudem habe ich nun auch Abschriften über Besoldung und Stammdienststellen, Abordnungen und Weiterabordnungen und Einweisungen in die Besoldungsstelle, dazu kommt die Krankenakte.


    Leider habe ich noch nichts von WaSt in Berlin um alles zu untermauern.
    das alles zu ermitteln hat etwa 1 Jahr in Anspruch genommen. Für weitere Infos stehe ich dir hier gerne zur verfügung.


    Markus