Posts by Olaf Berg Nielsen

    Chinanski schreibt:
    Meine Großeltern waren jedenfalls alle katholisch und hatten größte Probleme, weil ihre Eltern sie nicht in die HJ lassen wollten - wegen der katholischen Jugend.
    Ja, selbst Mitglider der NSDAP haben Probleme gehabt. Die Frage ist wie konnte Hitler zur Macht kommen? Konnte die Kirchen und Religiongemeinschaften nicht etwas dagegen gemacht haben? Deutschland war ja damals viel mehr "Gläubig" als heute.


    Unter den evangelischen Christen Deutschlands gab es sowohl Befürworter als auch Gegner des Nationalsozialismus. Eine Gruppe von Befürwortern nannte sich Deutsche Christen. Sie verbanden ihre nationale Sicht vom Christentum mit dem Nationalsozialismus und gingen so weit, beweisen zu wollen, dass Jesus von Nazareth "Arier" war (Der Bibel nach war Jesus von Geburt aus Jude).
    In September 1941 wurde 1.700 evangelische Priester mit das Eisenkreuz dekoriert.
    12.141 deutsche Priester verschiedende Glaubensrichtungen, waren eingerufen, 2.428 sind gefallen, 1.161 vermisst. 590 gegen in Gefängniss/KZ und ca. 60 sind ums Leben gekommen.
    Wieviele Millionen waren damals Protestanten und Katholikken?


    Die Siebenten-Tags-Adventisten-Reformationsbewegung war die einzige Religionsgemeinschaft außer den Zeugen Jehovas, die ihre Mitgliedern bei der Kriegsdienstverweigerung unterstützte. Von den etwa 500 Mitgliedern der Religionsgemeinschaft kamen etwa 50 in Konzentrationslager. Insgesamt verloren etwa 20 Mitglieder dieser Religionsgemeinschaft ihr Leben durch die Nationalsozialisten.


    Zeugen Jehovas
    Angefangen von der Verweigerung des Hitlergrußes über die Ablehnung, an Wahlen teilzunehmen, bis hin zur Kriegsdienstverweigerung gerieten die Zeugen Jehovas ab 1933/34 in Konflikt mit dem NS-Regime. Sie wurden in den KZ z. T. weiter „Ernste Bibelforscher“ genannt, so wie sie sich bis Anfang der 1930er Jahre selbst genannt hatten.
    Nach eigenen Angaben wurden mindestens 860 Kinder von ihren Eltern getrennt, um sie deren "staatsfeindlichen" Einfluss zu entziehen.
    Von den etwa 25.000 Zeugen Jehovas im Deutschen Reich wurden etwa 13.000 inhaftiert. Etwa 4.200 davon wurden in die Konzentrationslager eingeliefert und dort seit 1938 durch einen lila Winkel auf der Häftlingskleidung als "Bibelforscher" gekennzeichnet und in den Lagern Dachau und Sachsenhausen in von anderen Häftlingen isolierten Bereichen untergebracht. In Gefangenschaft waren Zeugen Jehovas auch deshalb den Angriffen der Lagerleitung ausgesetzt, weil sie sich weigerten Produkte für Kriegszwecke herzustellen.
    Ein besonderes Merkmal der Verfolgung der Zeugen Jehovas durch die Nationalsozialisten war eine Verpflichtungserklärung, die bei Abschwören des Glaubens und Verrat aller Kontakte sofortige Freiheit versprach. Nur ganz wenige haben es unterschrieben.
    Während der Anteil der Zeugen Jehovas in den KZs vor Kriegsbeginn durchschnittlich fünf bis zehn Prozent betrug, stellten die Zeuginnen Jehovas zeitweise in einigen Frauen-KZs die größte Gruppe - im Frauen-KZ Moringen fast 90 Prozent der Inhaftierten. 1937 erstellte man in diesem Lager erstmals eine spezielle Unterlassungserklärung für weibliche Zeugen Jehovas.
    Der erste exekutierte Wehrdienstverweiger war der Zeuge Jehovas August Dickmann, der am 15. September 1939 vor allen Insassen des Lagers Sachsenhausen erschossen wurde. Unter den wegen Kriegsdienstverweigerung Getöteten waren Zeugen Jehovas mit etwa 270 Opfern mit Abstand die größte Gruppe.
    Man schätzt, dass insgesamt 1490 Zeugen Jehovas durch die Verfolgung der Nationalsozialisten ihr Leben verloren.


    Literatur:
    Garbe, Detlef: Zwischen Widerstand und Martyrium: Die Zeugen Jehovas im
    »Dritten Reich«, München 1993.
    Imberger, Elke: Widerstand »von unten«. Widerstand und Dissens aus den
    Reihen der Arbeiterbewegung und der Zeugen Jehovas in Lübeck und
    Schleswig-Holstein 1933-1945, Neumünster 1991.
    Zipfel Friedrich: “Kirchenkampf in Deutschland 1933-1945", Berlin 1965

    Wie war es möglich, daß Hitler an die Macht kam? Für viele Deutschen ist es unangenehme Tatsachen, die einige am liebsten aus den Geschichtsbüchern ausmerzen würden. Die NSDAP erhielt bei den Wahlen im Juli 1932 von 608 Sitzen 230. Bald danach kam Franz von Papen, ehemaliger Reichskanzler und Päpstlicher Kammerherr, den Nationalsozialisten zu Hilfe. Da er in seiner kurzen Amtszeit als Kanzler versagt hatte, hoffte er, durch die Nationalsozialisten zu Macht zu gelangen. Bis zum Januar 1933 war es ihm gelungen, von den Industrieführern für Hitler Unterstützung zu erhalten, und durch boshafte Intrigen bewirkte er, daß Hitler am 30. Januar 1933 deutscher Kanzler wurde. Franz von Papen wurde Vizekanzler; mit seiner Hilfe gewann Hitler die Unterstützung der katholischen Teile Deutschlands.
    Am 20. Juli 1933, dem Tag, an dem Kardinal Pacelli (später Papst Pius XII.) in Rom das Konkordat des Vatikans mit dem nationalsozialistischen Deutschland unterzeichnete, wurde das Interesse des Vatikans an der aufsteigenden Macht des Nationalsozialismus offenkundig. Franz von Papen unterzeichnete die Urkunde als Hitlers Vertreter, und Pacelli verlieh von Papen ein hohes päpstliches Ehrenzeichen: das Großkreuz des Piusordens. Tibor Koeves schreibt diesbezüglich in seinem Buch Satan in Top Hat: „Das Konkordat bedeutete für Hitler einen großen Sieg. Es war die erste moralische Unterstützung, die er von der Außenwelt erhielt, und zwar aus höchster Quelle.“ Das Konkordat verlangte vom Vatikan, der katholischen Zentrumspartei Deutschlands seine Unterstützung zu entziehen, wodurch er Hitlers Einparteienstaat, den „totalen Staat“, sanktionierte. Gegen Ende des Jahres 1933 (das von Papst Pius XI. zum „Heiligen Jahr“ ausgerufen worden war) war die Unterstützung des Vatikans in Hitlers Streben nach Weltherrschaft zu einem wesentlichen Faktor geworden.
    Zwar protestierten eine Handvoll Priester und Nonnen gegen Hitlers Greueltaten — und litten auch dafür —, aber der Vatikan und die katholische Kirche sowie ihr Heer von Geistlichen haben die Nazityrannei entweder aktiv oder passiv unterstützt, die sie als ein Bollwerk gegen das Vordringen des Weltkommunismus betrachteten. Papst Pius XII., der es sich im Vatikan gutgehen ließ, sah der Judenvernichtung und der grausamen Verfolgung der Zeugen Jehovas und anderer kritiklos. Diese religiös-politischen Beziehungen haben in großem Umfang Kriege und Verfolgungen geschürt sowie sehr zum Elend der Menschen beigetragen.


    Literatur:
    Zipfel, Freidrich: Kirchenkampf in Deutschland 1933-1945, Berlin 1965
    Helmut Kurz: Katholische Kirche im Nationalsozialismus, Berlin 2006

    Bin gerade mit das Buch “Ofrene” (dänische Übersetzung von “Ceremony of Innocence”) wo die Geschichte von die Weiße Rose erzählt wird.
    Es waren nicht nur diesen drei die Flugblätter verteilt haben. Tausende von Jehovas Zeugen hat es auch getan. Die wollte nicht “Heil Hitler” sagen und nicht als Soldaten dienen. Ungefähr 4.200 Zeugen waren in Konzentrationslagern interniert und 1.490 verloren dort ihr Leben. Viele davon durch Hinrichtung.
    Aber wie war es mit die katholische Kirche? Waren die gegen Krieg? Lese Z.B. “Kirchenkampf in Deutschland 1933 - 1945" von Dr. Friedrich Zippel.
    Hier einige Zitate von das Buch “Die Offenbarung”:
    Betrachten wir z. B., wie es möglich war, daß Hitler an die Macht kam — unangenehme Tatsachen, die einige am liebsten aus den Geschichtsbüchern ausmerzen würden. Die NSDAP erhielt bei den Wahlen im Juli 1932 von 608 Sitzen 230. Bald danach kam Franz von Papen, ehemaliger Reichskanzler und Päpstlicher Kammerherr, den Nationalsozialisten zu Hilfe. Da er in seiner kurzen Amtszeit als Kanzler versagt hatte, hoffte er, durch die Nationalsozialisten zu Macht zu gelangen. Bis zum Januar 1933 war es ihm gelungen, von den Industrieführern für Hitler Unterstützung zu erhalten, und durch boshafte Intrigen bewirkte er, daß Hitler am 30. Januar 1933 deutscher Kanzler wurde. Franz von Papen wurde Vizekanzler; mit seiner Hilfe gewann Hitler die Unterstützung der katholischen Teile Deutschlands.
    Am 20. Juli 1933, dem Tag, an dem Kardinal Pacelli (später Papst Pius XII.) in Rom das Konkordat des Vatikans mit dem nationalsozialistischen Deutschland unterzeichnete, wurde das Interesse des Vatikans an der aufsteigenden Macht des Nationalsozialismus offenkundig. Franz von Papen unterzeichnete die Urkunde als Hitlers Vertreter, und Pacelli verlieh von Papen ein hohes päpstliches Ehrenzeichen: das Großkreuz des Piusordens. Tibor Koeves schreibt diesbezüglich in seinem Buch Satan in Top Hat: „Das Konkordat bedeutete für Hitler einen großen Sieg. Es war die erste moralische Unterstützung, die er von der Außenwelt erhielt, und zwar aus höchster Quelle.“ Das Konkordat verlangte vom Vatikan, der katholischen Zentrumspartei Deutschlands seine Unterstützung zu entziehen, wodurch er Hitlers Einparteienstaat, den „totalen Staat“, sanktionierte. Gegen Ende des Jahres 1933 (das von Papst Pius XI. zum „Heiligen Jahr“ ausgerufen worden war) war die Unterstützung des Vatikans in Hitlers Streben nach Weltherrschaft zu einem wesentlichen Faktor geworden.
    Zwar protestierten eine Handvoll Priester und Nonnen gegen Hitlers Greueltaten — und litten auch dafür —, aber der Vatikan und die katholische Kirche sowie ihr Heer von Geistlichen haben die Nazityrannei entweder aktiv oder passiv unterstützt, die sie als ein Bollwerk gegen das Vordringen des Weltkommunismus betrachteten. Papst Pius XII., der es sich im Vatikan gutgehen ließ, sah der Judenvernichtung und der grausamen Verfolgung der Zeugen Jehovas und anderer kritiklos. Diese religiös-politischen Beziehungen haben in großem Umfang Kriege und Verfolgungen geschürt sowie sehr zum Elend der Menschen beigetragen.

    Hallo,
    ob die engländer ihren Stengun weggeschmissen haben glaube ich nicht. Auf die andere Seite haben wir viele Berichte beim dänischen Widerstandskämpfern, wo ihren Stengun unzuverlässig waren. Die Waffen wurde von englische Bombenfliegern in Containern niedergeworfen. Es waren aber auch Stengun in Dänemark hergestellt. Unsere Nachbarn in Kopenhagen, hat entweder sollche hergestellt oder repariert. Sein Werkstatt war unterirdisch. Mein Vater hat gesagt, ob ich nur ein einziges Wort davon sagen wollte wurde ich so geprügelt dass ich nicht mehr gehen konnte. Ich habe später gehört, dass er hingerichtet wurde, aber ich weiss nicht ob es stimmt.


    www.stengun.dk (in dänische und englische Sprache)


    Mit freundliche Grüße
    Olaf Berg Nielsen

    Wenn dein englisch nicht so gut ist, kannst Du diese Homepage in Deutsch lese:
    http://www.vho.org/VffG/2001/3/Lindtner340-347.html


    Das kannst sondern gefährlich sein, eine Fremdsprache nicht zu können. Mein Vater konnte englisch sprechen, aber nicht deutsch. Ein deutscher Soldat hat uns auf die Straße in Kopenhagen mit seine Gewehrkolben geprügelt weil wir nicht Deutsch verstanden konnte.


    Es wurde in alle bezatsen Länder Deutscher gebraucht um die Minen zu räumen. In Norwegen wurde 275 beim Explosionen getötet und in Frankreich ca. 1.000. Ein drietel von die deutschen hat sich freiwillig gemeldet.


    Hier kannst Du etwas über Minenräumung in Frankreich in französisch lesen:
    Attention, mines!, Paris, France Empire, 1985.
    Magazine: Les Collections D'Histoire, Juillet 2005.


    Mehrere von die dänische Bücher, die etwas von die beiden Weltkriege handlen haben auch Kapiteln in Deutsch und Englisch. Hier ist ein Beispiel:


    Die Minenfelder
    Deutsche Pioniere wurden zusammen mit dänischen zur Räumung der Minenfelder kommandiert, die sie selbst angelegt hatten, und einige Deutsche wurden bei dieser sehr gefährliche Arbeit getötet oder verwundet. Daß man die Arbeit ordentlich ausgeführt haben wollte, sieht man aus der Instruktion an die Kontrolleure des Pionierkommandos. Hier steht im letzten Paragraphen, daß es die Aufgabe der Kontrolle wäre, "die Ausführung der von SHAF befohlende Kontrolle zu überwachen, nach der deutsche Pioniertruppen über die Felder marschieren sollten, die mit Tretminen belegt worden waren, und mit gepanzerten Fahrzeugen über die Felder fahren sollten, die mit anderen Minen belegt worden waren."


    Mit freundliche Grüße
    Olaf Berg Nielsen
    Dänemark

    Wahrscheinlich hast Du lange her ein Antwort bekommen. Ich habe zuerst jetzt deine Frage hier gefunden.


    Ein Part von Dienstgruppe Dänemark war Minenkommando Dänemark.
    Hier kannst Du etwas davon lese:


    http://www.missing-lynx.com/li…erman/denmine/denmine.htm


    http://www.feldgrau.com/minenk.html


    Es gibst auch verschiedende Bücher:
    Henrik Havrehed: De tyske flygtninge i Danmark (In Dänisch)
    W. Kienitz: Silkeborg Bad, Danmark (In Dänisch)
    Maschkommissionen, Bind 11
    Helge Hagemann: Under tvang (In Dänisch)


    Es liegt über 200 Soldaten hier begraben die wegen Unfall mit Minenaufnemigung getötet sind.


    Mit Gruß Olaf aus Hurup Thy, Dänemark