Posts by peiper2

    Rudel beschreibt in seinem Tagebuch wie sie einen Arzt losgeworden sind. Er hatte allerdings "nur" Todesangst!


    Ein "Kollege" hat den Arzt (kurz vor Liquidierung von Stalingrad) angerufen: "Hier ist der Generalstabsarzt, Sie werden morgen früh in den Kessel eingeflogen ....."


    Er hat dann freiwillig um Versetzung gebeten.

    Es gab reine Planstudien für Operation gegen den Irak, Afghanistan und der Türkei. Letztere war wohl einem erneuten Eingreifen (siehe Wk 1) mit zunehmenden dt. Erfolgen nicht abgeneigt. In einer Ausführung von v. Weizäcker heißt es sinngemäß: Die Türkei sucht nach einem Anlaß und einem sicheren Sieg für eine Beitritt zum Dreimächtepakt. Der Anlaß ist der territorriale Verlust durch die Briten im 1. Wk, den "sicheren" Sieg würden sie beim Erreichen der Landfront im Kaukasus oder der Sperrung des Suez-Kanals als gegeben ansehen.


    Ähnlich verhielt sich Spanien, wobei da die territorialen Ziele mit Gibraltar noch vereinbar, mit Vichy-Nordafrika jedoch ´40/41 nicht mit Hitler durchsetzbar waren.


    Eine der, im Nachhinein wenigen Chancen für D wäre eben folgender Ablauf gewesen. Ab 09/40 dem Scheitern der Planung von Seelöwe, Konzentration auf das Mittelmeer, Eroberung von Malta, Entsendung eines Pz-Korps nach Ägypten (da standen die Italien noch) und Stoß auf Alexandria/Suezkanal. Parallel Ultimatum an Vichy-Frankreich - Eintritt in die Achse oder Allianz mit Spanien (erhält Vichy-Nordafrika) gegen Durchmarscherlaubnis für Felix (Eroberung Gibraltar) UND Besetzung Restfrankreichs durch D


    Sollten diese Ziele bis Anfang ´41 erreicht worden sein, so wäre der Putsch in Jugoslawien sicherlich nie erfolgt (dieser stützte sich ja wesentlich auf englische Versprechungen) und Jugoslawiens Beitritt zur Achse bliebe erhalten - auch bei zweifelhafter Hilfe - jedenfalls kein Feind mit laufendem Besatzungsaufwand und Verlusten. Ebenfalls wäre (mit Erob. Gibraltar, Suez) ein Eingreifen von D in Griechenland nicht oder nur in verringertem Umfang erforderlich gewesen.


    Barbarossa hätte, wie ursprünglich geplant, 4 Wochen früher und mit stärkeren Kräfte gestartet werden können. Viele Generäle befürworteten die Südlösung. Das heißt HGr Nord erobert Leningrad und Wolchowfront, HGr Mitte etwa die Linie die tatsächlich bis 01.10. erreicht wurde und HGr. Süd greift (wie dann ´42 praktiziert) als Schwerpunkt die Krim, die südliche Wolgafront, Kasp.-Meer und Baku/Türkei an.


    Mit Erreichen dieser Front noch ´41, dem Eintreten von Spanien, der Türkei und Jugoslawiens in die Achse und einer "flexiblen" Handhabung der Kriegserklärung Japans an die USA - (D erklärt DANN der USA den Krieg, wenn Japan der UDSSR den Krieg erklärt), wäre lt. v. Weizäcker "der Unsinn dieses Kríeges (gegen England) schnell lösbar"

    In den Tagebüchern von Willi Kubick (13. Pz.-Div) wird erwähnt wie sich die Einheiten des südlichen Frontabschnittes auflösen. Die Einheiten werden zersprengt, die Russen sind scheinbar überall, die Rumänen werden (gemeinsam mit freigelassenen russ. Gefangenen) zu Gegnern im Hinterland ...


    Teile der 13. Pz Div haben sich Richtung Bulgarien abgesetzt und dort den Grenzfluß durchschwommen o. behelfsmässig überquert. Die Soldaten wurden dann von Bulgarien interniert und später den Russen ausgeliefert. Kubick schreibt, daß er erst nach Monaten in der Kriegsgefangenschaft registriert wurde. Dh alle auf der Flucht gefallene, ertrunkene oder in Gefangenschaft gestorbene bleiben vermisst.

    Im Tagebuch von Willi Kubick wird fast täglich von Essensrationen erzählt. Da gibt es auch allerlei Kurioses: So hat er im Auftag der Kompanie 100 KG Mehl in Gardinen, Geschirr und Ikonen auf dem Markt von Armawir eingetauscht. Auch lag die Kompanie wochenlang in Ruhe neben Kartoffeläckern (die langsam mit Unkraut überwucherten) und holte sich nur ab und zu ein paar Eimer voll für den Eigenbedarf.


    Er berichtet noch im November ´42 von der Front vor Beslan/Kaukasus "die Kohlsuppe haben wir fast völlig weggeschüttet" oder "´die Graupensuppe der Feldküche aß niemand mehr".


    Aber die 13. Panzerdivision hat ja auch in wochenlanger Arbeit ein Freibad in mittelbarer Frontnähe erbaut!


    Interessant ist, daß Obst fast nie von der Kompanie kam (oder bestellt und bezahlt werden musste) sondern dem Organisieren überlassen wurde. Auch wird oft erzählt das sie von Ukrainern mit Eiern, Milch, Obst etc. beschenkt wurden.

    Mir fällt der hohe Anteil von Frontverlusten OHNE Feindeinwirkung auf. Für August ´43 werden 961 Totalverluste durch Feindeinwirkung und 753 Totalverluste ohne Feindeinwirkung gemeldet.


    Stellt sich die Frage, was unter "ohne Feindeinwirkung" zu verstehen ist. Sprengt man beschädigte Maschinen auf einem Flugplatz bei Herannahen des Feindes - ohne oder mit Feindeinwirkung.


    Als klassische Verluste ohne Feindeinwirkung sehe ich Bruchlandungen ohne Beschädigung durch Feindeinwirkung. Absprung aus Treibstoffmangel, keine Erdsicht etc., Zusammenstoß in der Luft mit eigenem Flugzeug, eigenes Feuer etc., ABER 753 in einem Monat?


    Wo sind diese Verluste bei den Russen?


    Eine hohe Einsatzbereitschaft kann man auch SO darstellen, indem man nur Flugzeuge mit weniger als x-Prozent Beschädigung in den IST-Bereich übernimmt. Zahlendrehen war und ist bei den Kommis ja sehr beliebt.

    ab 28.12.43 Panzer-Pionier-Ersatz-Bataillon 19
    Abgang: lt. Meldung vom 19.02.1944 zum Brücken-Bau-Btl I (mot) 853


    Ein User hatte im "alten" Forum einen Bezug zur Unterstellung unter die Heeresgruppe Mitte gefunden.


    Gesamter Werdegang_
    4./Bau Bataillon 44 Meldung vom September 1939
    Verwundung (Rippenquetschung)
    Reservelazarett Freudenstadt, Abgang 20.02.40
    4./Bau-Bataillon 44
    ab 01.03.40 Bau-Ersatz-Bataillon 5
    ab 05.03.40 2./Bau-Bataillon 559
    ab 21.06.43 2./Pz-Pionier-Bataillon 4
    (Unterstellung lt. WASt der 13. Pz.Div. Lehrstab der dt. Truppen in Rumänien, Zugang vom Straßen-Bau-Bataillon 597


    Diese Angaben der WASt können natürlich SO nicht stimmen. Die 13. PzDiv war ja nur bis kurz vor Kriegsausbruch mit der SU in Rumänien und die Zeit beim Straßen-Bau-Btl. 597 ist nirgends erfasst. Meine Vermutung ist, daß mein Opa schon vor dem Kriegsausbruch bei der 13. Pz Div war.


    01.09.43 verwundet bei Klinkin (Infanteriegeschoß linke Hand)
    nach div. Lazarettaufenthalten
    ab 28.12.43 siehe oben

    Infos aus WASt-Mitteilung


    Vielleicht ist es SO gemeint: Bau-Btl 44 in Baiersbronn, entstanden aus RAD-Gruppen ... Passt nämlich auch zur Einlieferung meines Opas ins Reservelazarett Freudenstadt

    "mittlere Schußentfernung" ist diesbezüglich ungenau, da mit mehreren Ladungen geschossen werden konnte. Also 10 km konnten mit 25 oder auch 45 ° Rohrerhöhung erreicht werden. Nach meiner Erinnerung aus Gelesenem (flächige Splitterwirkung, keine Einzelsplitter) 15m nach vorne, je 20 m nach den Seiten und 3 m nach hinten

    Bei den Brücken-Bau Bataillonen wird "List vollständig" angegeben. Lt. Wast war mein Opa bei Brücken-Bau-Btl. 853 (mot)!


    Zum fehlenden Eintrag bau-bataillon 44
    -aufgestellt am 26.08.39 im Wehrkreis V aus den RAD-Gruppen 2./262 und 4./262 Baiersbronn

    Landungsschiffe im "modernen" Sinne, also mit abklappbarer Bugklappe, niedrigem Tiefgang, hohem ebenerdigen Fassungsvermögen etc. gab es auf deutscher Seite nicht.


    Eine geplante Landung hätte sich im wesentlichen aus Transportverbänden (Transportschiffe mit hohem Tiefgang) und Landungsverbänden zusammengesetzt. Zu den Landungsverbänden gehörten Küstenmotorschiffe, Prähme sowie Schleppverbände die direkt auf den Strand aufgesetzt werden sollten. Schwerpunkt der direkten Erstanlandung sollten Sturmeinheiten auf den reichlich vorhanden Pioniersturmbooten (bei jeder ID vorrätig) bilden.


    Weiterhin sollte die Luftwaffe sämtliche Flugzeugreserven zum Transport oder Abwurf von Soldaten und Nachschubgut einsetzen. Es gab 1940 mehrere hundert Flugzeuge die in keinem Kriegsbestand auftauchen, aber dennoch noch ihren Zweck erfüllen konnten. Bsp.: Do 23 zum Lastenabwurf oder Me 108 zum Personentransport (da die reine Flugstrecke in den Landungsraum und zurück sehr gering ist und Be- und Entladezeiten bei vollausgerüsteten Soldaten ebenfalls vernachlässigbar sind, hätte eine Me 108 relativ problemlos 10 Flüge/Tag schaffen können. Mal 3 Soldaten Mal 50 Flugzeuge = 1500 Mann/Tag.


    Nicht vergessen darf man auch den Effekt auf die englischen Jagdeinheiten. Bis zur Landung ist ihr Auftrag klar: Bekämpfung der dt. Bomber und notfalls auch der Jäger. Bei der Landung wäre alles anders gewesen: Begleitschutz für eigene Tagbomber, Aufklärer, Torpedoflieger etc., Tiefangriffe auf Landungseinheiten etc. DH für die reine Bekämpfung der dt. Luftwaffe waren sicherlich weniger einsatzbereite Maschinen verfügbar. Dazu kämen auch englische Verluste durch Flak und die Verteilung abgeschossener Piloten auf den Landungsraum.


    Man darf auch nicht vergessen, daß die englische Armee 1940 in England über SEHR wenig Panzer, Artillerie, Pak etc. verfügte UND eine feste Bunkerfront etc. war auch nicht vorhanden. DH wenn eine Invasion mit einem ausreichenden Brückenkopf gelungen wäre, dann hätten die Zeichen für einen positiven Ausgang SEHR gut ausgesehen.

    In der Wüste oder in den weiten Ebenen Russlands fand Panzererstkontakt oft auf Kilometer Entfernung statt. Da ist ein nachjustieren oder Zielwechsel nur eine Zentimetersache (Winkelberechnung).


    Bei den ersten Gefechtsauswertungen des Pz V hat überrascht das die absolute Mehrzahl der vernichteten Panzer über 1500m entfernt war.


    Warum kann man Jagdpanzer nicht mit Kampfpanzern vergleichen - an der Front war dieser Vergleich absolut gegeben - mit guten Ergebnissen für die Panzerjäger.


    Der Hetzer wäre zBsp. ein idealer Pz für Nordafrika gewesen. Neben den genannten Vorteilen sollte man da auch den niedrigen Verbrauch, geringen Ersatzteilaufwand und den geringen Betriebsaufwand (auf Anhänger transportierbar, leichtes Abschleppen, geringes Gewicht Ersatzteile etc.) berücksichtigen.


    Unstrittig ist der Vorteil von Kampfpanzern auf wechselnde Ziele im Nahbereich!


    Selbst Guderian, der die Produktion des Panzerjägers IV/L 70 mit der Aussage kommentierte "ein Panther ist mehr wert als 2 PzJäg IV/L 70" hat diese nach ersten Kampfauswertungen revidiert.

    Ausserdem war geplant für Mitte ´45 die komplette Hetzer-Produktion auf das D-Modell umzustellen. Bei weitestgehender Nutzung vorhandener Baugruppen wurde das Fahrzeug länger, mit einem Dieselmotor versehen und mit der 7,5cm/l70 (Panther-Kanone) ausgerüstet.


    Der Hetzer war dem T34/85 u. Sherman im frontalen Bereich hinsichtlich Bewaffnung mindestens ebenbürtig, in der Panzerung und durch die niedrige Aufmachung insgesamt überlegen.


    Der Hetzer konnte auch über jede Fahrzeugbrücke (auch verstärkte 8 - 12 to Brücken) fahren - man bedenke die Flexibilität und vermeidbare Verluste bei Rückzügen wie bei Tiger und Co. - von Lufttransportmöglichkeit gar nicht zu reden ..