Posts by peiper2

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 64-

    26.05. - 31.05.1942
    -Eintreffen eines Getreidezuges mit 31 Waggons für die Ernährung der Zivilbevölkerung auf der Krim


    -Das Kistenwerk Karasubasar meldet die derzeitige tägliche Erzeugung von etwa 150 Holzkisten für diverse Zwecke. Weiter Aufarbeitung und Abgabe von grossen Mengen an beschädigt vorgefundenen und zurückgelieferten Kisten. Die Bereitstellung des nötigen Weichholzes bereitet Schwierigkeiten.


    -Einrichtung einer Instandsetzungs-Werkstatt in Kertsch durch Hptm. Ulrich. Nacherkundung und Bergung von weiteren grossen Mengen an Werkzeugen, Draht, Maschinen usw. in diversen Lagern. Stollenlager sind teilweise weiterhin nicht zugänglich. Es wurden russische Autoschlosser und Fahrer eingestellt und der Betrieb in Gang gesetzt. In kurzer Zeit wurden ein russischer 3 to und drei russische 1,5 to Beute-LKW fahrbereit gemacht. Mit diesen LKW wurden dann weitere beschädigte Beute-Kfz. für Reparaturen eingeschleppt. Fahrbereite oder nur leicht beschädigte LKW wurden von der Armee mit Beschlagnahme-Schildern versehen. Die Gesamtzahl an nicht fahrbereiten, aber herrichtbaren Beute-LKW dürfte mehr als 1.000 Stück betragen. Weitere grosse Stückzahlen sind schwer beschädigt und werden, soweit die Basis für eine Instandsetzung nicht gegeben ist, für die Ersatzteil-Versorgung ausgeschlachtet.


    Die in Kertsch sichergestellten Werkzeugmaschinen werden, nach einer ersten Gesamtaufnahme, teilweise nach Simferopol versetzt. Nachdem das Freilager der Werkstatt mit Beute-LKW gefüllt war, erhielten die vier bereits instandgesetzten LKW den Auftrag ua. 2 Drehbänke mit Zug- und Leitspindel, 1 Revolverdrehbank, 1 Shaping, 1 automatische Ständer-Bohrmaschine und 1 Feilenschlagmaschine (inkl. umfangreichen Beständen an Vorgelegen, Ersatzteilen, Transmissions-Riemen usw.) nach S abzufahren. Die weitere Erkundung und das Einfahren von schwerem Material in Kertsch übernehmen ein bereitgestellter 5 to LKW sowie neu instandgesetzte Beute-LKW.


    -Bericht über die lange anhaltende Trockenheit auf der Krim. Die hier eh schon geringen Niederschläge sind gegenüber dem langjährigen Mittel deutlich im Rückstand.


    -838 russische Zivilarbeiter aus Kolaj und Dshankoj mit Zielbahnhof Frankfurt/Main abgefahren.


    -Abteilung Landwirtschaft wird mit 9 eigenen Beute-LKW, die ersten Ernten an Obst, Gemüse und Honig, nach Kertsch zur Truppenversorgung liefern. Als Rückfracht werden 25.000 kg zugeteilte Beute-Mineralölerzeugnisse in Fässern und einige Werkzeuge/Geräte als Muster zu Betrieben in Simferopol gefahren.


    -Ausbau der Erzeugung von Korberzeugnissen beschlossen. Dringende Anfragen bzgl. der zusätzlichen Lieferung von Körben für den Transport von Fischen, Obst/Gemüse usw. und nach Artillerie-Geschoss-Körben, führten zu einer nachhaltigen Erkundung der unteren Dnjepr-Gegend nach fertigenden Klein- und Kleinstbetrieben. Zahlreiche Klein- und Familienbetriebe konnten nach Stellung von Musterkörben, mit Aufträgen versehen werden. Die Bezahlung in den abgelegenen Gebieten erfolgt vornehmlich in Naturalien (Töpfe, Draht, Honig, Getreide, Küken usw.).


    Gruß


    -

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 63-

    16.05. - 25.05.1942
    -Das wieder freigewordene Gebiet Kertsch wird von dem Landwirtschaftsführer Ltn. Fiebelkorn als Gebietslandwirt besetzt. Erste Aufgabe wird im Ansammeln, Auflisten und Instandsetzen von Landwirtschafltichem Gerät aller Art bestehen. Weiter müssen Lager, Versorgungsbetriebe und Werkstätten in Betrieb gesetzt werden. Die im restlichen Gebiet der Krim schon umgesetzte Gebietsreform mit Übereignung der Wohnhäuser mit umgebendem Gartenland an die Bauern, soll auch im Gebiet Kertsch schnellstmöglich umgesetzt werden.


    -Über Auftrag AOK 11/OQu Koluft muss die Sowchose Kitay, nordöstlich Ssarabus, für einen vorübergehenden Flugplatz, zur Operationszwecken zur Verfügung gestellt werden.


    -Rücksprache wegen Klagen von Zivilarbeitern über schlechte Ernährung. Der zivilen Stadtverwaltung wird derzeit genügend Getreide aus der Ukraine zur Verfügung gestellt. Die Stadtverwaltung Simferopol ist aber, nach Rückfrage, zur Zeit nicht in der Lage die Mengen heranzuführen. Durch Aufbrauch der wenigen Vorräte in den diversen Großküchen trat der Mangel schnell zu Tage. Massnahmen. Die Ausgabe, zumindest an vollen Sätzen Brot, hat zukünftig täglich zu erfolgen. Es wurde der Stadtverwaltung zur Pflicht gemacht, etwaige Fehlmeldungen noch am gleichen Tag abzugeben.


    -Seit dem 21.05. erfolgen täglich mehrfach feindliche Luftangriffe mit Bombenabwurf auf Simferopol, bei Tag aber hauptsächlich Nachts. Die weitgehend ungezielten Abwürfe liegen im weiten Umfeld des Stadtgebietes und verursachen laufend, überwiegend zivile Opfer.


    -Panjewagen-Fertigung vom 10. - 25.05.:
    15 komplette Panjewagen, 15 Wagen nur ohne Radreifen, 473 komplette Untergestelle, 200 komplette Wagenkisten, 1.396 Räder


    -Zigarettenfabrik Feodosia
    Werk wird wieder in den vollen Betrieb gesetzt. Einige Maschinen und Anlagen der weitgehend zerstörten Zigarettenfabrik Kertsch werden in das Werk Feodosia verbracht. Ziel ist die Fertigung des lokalen Bedarfes der Wehrmacht und der arbeitenden Zivilbevölkerung mit Zigaretten, Schnittware und Machorka.


    -893 männliche und weibliche Zivilarbeiter aus Feodosia wurden in Saraygol verladen. Zielbahnhof Frankfurt/Main.


    -Befehlsstelle Taganrog drahtet, dass aus Beständen 5.000 kg Rundeisen (Achseisen) und aus der laufenden Produktion 300 m Flacheisen 50 x 10 mm/Tag (Radreifen Panjewagen) für das Wi-Kdo. Krim bereitstehen.


    -Gruß

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 62-

    Vorberichte der sonstigen Erkundertrupps über die bisherige Erkundung auf der Halbinsel Kertsch (vom 16.05.42) -Zusammenfassung Teil 2-

    Eisenerzgruben Nowo-Karchtin
    Eine umfassende Erkundung war noch nicht möglich, weil am Rande noch hart gekämpft wurde. Nach Aussagen eines Ingenieurs des Hüttenwerkes " Wojkow", der sich zur Zusammenarbeit bereit erklärte, wurden diese Gruben in den letzten Jahren nicht mehr in grossem Umfange ausgebeutet. Grund war, das die Deckschicht über der erzführenden Schicht auf über 7 m angestiegen sind. Neben der anstehenden Facherkundung, wurden bereits Namen und Anschriften von Führungskräften ausgewertet.


    Weitere Betriebe in Kertsch:
    Konservenfabrik
    Gebäude teilweise zerstört, vielfach beschädigt. Lager- und Produktionsanlagen nicht geräumt, teilweise unter Trümmern, beschädigt oder unversehrt sichergestellt. Grosse Bestände an Ersatzteilen, Halbzeugen, Maschinen, ca. 200.000 große leere Konserven-Gläser usw.


    Hafenumschlag-, Lager-, Werft- und Werkstattbetriebe im Hafen
    Das Hafengelände wurde von dem Hafenmeister vollständig, inkl. Wirtschaftsbetrieben, vorläufig beansprucht. Eine Besichtigung wurde dem Wi-Kdo. erlaubt. Sehr grosse Mengen an herumliegenden Material- und Schrottmengen. Grosse Schüttgutläger mit Kohle, Schotter, Kalk, Eisenerz, Koks, Holz usw.. vorhanden. Sichtung von grossen Mengen Walzwerkerzeugnissen, Stahlträgern, Stahlplatinen und Industrieanlagen/Maschinen, offensichtlich von den Russen für die Evakuierung vorgesehen. Absprache mit dem Hafenmeister, dass zumindest eindeutig überzählige Werkzeuge, Maschinen sowie nicht für den Betrieb eines Hafens verwendbare Güter/Schrotte gemeldet werden. Die gesunkenen und auf Grund gelaufenen Schiffe im Hafen, darunter mindestens 1 Tanker, werden ebenfalls vom Hafenmeister beansprucht.


    Großbäckerei
    Am südlichen Stadtrand ist eine grössere Bäckerei, die nach kleineren Reparaturen wieder in Betrieb gesetzt wird. Ehemalige Arbeiter haben sich schon gemeldet und leisten entsprechende Vorarbeiten.


    Niederdruck-Anlage
    Es fehlen verschiedene Armaturen und die Pumpanlage ist beschädigt. Nach kleineren Instandhaltungs-Arbeiten ist ein Ausbau zu einer Bade- und Entlausungsanstalt möglich. Die 3 Kessel sind gut erhalten.


    Ziegelei
    Wenig zerstört. Einige Bestände an gebrannten Ziegeln noch in den Öfen oder auf Lager. Grössere Bestände an Ton anliegend, kein Brennmaterial vorrätig. Die Öfen sind unzerstört.


    Fassfabrik
    Unzerstörtes grosses Werk mit ca. 10.000 erhaltenen Fässern (dringende Bedarfsanmeldung vom AOK 11, die bisher nicht bedient werden konnte). Umfangreiche Bestände an Rohmaterial vorgefunden. Ein 212 KW Elektrizitäts-Werk das in Gang gesetzt werden kann vorhanden. Der volle Betrieb benötigt 10 to Rohöl/Tag.


    Leder- und Schuhfabrik
    Betrieb teilweise geräumt und beschädigt, aber wieder herrichtbar. Einige Vorräte an Lederwaren, Garn usw. wurden sichergestellt. Wird wieder in Betrieb gesetzt.


    Alabasterfabrik, Fischräucherei, Autoreparatur-Werkstatt und weitere kleine Betriebe
    Vielfach leicht beschädigt, verwüstet, aber derzeit in behelfsmässiger Truppennutzung. Maschinenlisten wurden erstellt, um bei einem Abzug der Armee die Herausgabe abzusichern.


    Zementfabrik
    Grosse Fabrik die einige Kampfspuren und Verschleppungen von Anlage-Teilen aufweist. Masse der Anlagen ist unzerstört, Förderbänder vorhanden, Brennöfen erhalten. Eine grössere Menge an Zement liegt lose im Umfeld. Mehrere hundert Sack Zement sowie ein Zement-Lager im Hafen vom Hafenmeister beschlagnahmt.


    Giesserei
    Unzerstört, Anlage mit Gußformen, Krananlage und Formenbau erhalten. Betriebsfähig, wenn Koks zur Verfügung steht.


    Gruß

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 61-


    Vorberichte der sonstigen Erkundertrupps über die bisherige Erkundung auf der Halbinsel Kertsch (vom 16.05.42) -Zusammenfassung Teil 1-

    Chemisches Werk "Kirow" nahe Kertsch
    Lage in der Nähe des Güterbahnhofes. Das Werk ist durch Luftangriffe und Kampfhandlungen in dem Werk, als Gesamtwerk, weitgehend zerstört. Einzelne Kessel, Leitungen, Baugruppen usw. sind für einen reduzierten Betrieb oder eine anderweitige Verwendung sicherlich noch verwendbar. Der Werkgleisanschluß ist teilweise beschädigt, aber strukturell weitgehend erhalten. Eine Umspann-Anlage 6 KV/380/220 V mit 2 Umspannern von je 180 KVA mit Schaltanlagen, Schutzeinrichtung ist nicht zerstört. Eine grössere Anzahl an Lager- und Stollenanlagen sind nicht beschädigt und teilweise voller noch unbestimmter Baugruppen, Maschinen, Ersatzteilen, grossen Menge E-Motoren in Verpackung usw.. Eine genaue Erkundung ist eingeplant.


    Wasserwerk Stadt Kertsch
    Gänzlich zerstört. Wiederaufbau nicht möglich. Anliegende Wasserfernleitung, die dem Wasserarmen Gebiet um Kertsch Wasser aus dem Westen zuführte, ist weitgehend unzerstört.


    Notstrom-Anlage
    Im Bazar der Stadt Kertsch wurde ein 50 KW-Aggregat nur wenig gelähmt sichergestellt. Der Betrieb kann in ganz kurzer Zeit wieder aufgenommen werden und zumindest eine erste Licht- und Lazarettversorgung sicherstellen.


    Stahl- und Hüttenwerk "Wojkow" nahe Kertsch
    Der gesamte grosse Komplex mit Stahlerzeugungs- und Weiterverarbeitungsanlagen lag bei der Ersterkundung noch unter Feindbeschuss und war schwer umkämpft. Die Erkundung wurde dennoch, wenn auch nicht mit einer umfassenden Aufnahme, vorgenommen. Das Thomas-Stahlwerk, verbunden mit einer Erzaufbereitungs-Anlage, produzierte etwa 500 to Rohstahl/Tag. Die schon bei der ersten Besetzung (1941) erheblichen Beschädigungen und Räumungen, wurden offensichtlich nochmals durch schwere Kämpfe und Bombenabwürfe in das Werkgelände, verstärkt. Das zu dem Werk gehörige Dampfkraftwerk hatte früher 5 Turbinen von je 4.000 KW. Hiervon hatten die Russen 3 Stück in Teilen nach dem Ural abtransportiert. Die anderen 2 wurden weitgehend zerstört. Eine Reparatur und Zusammenbau einer Turbine erscheint, mit einigen Ersatzteillieferungen, möglich. Von den ehemals 25 Dampfkesseln mit je 400 qm Heizfläche/15 Atü Betriebsdruck und 350° Überhitzung, erscheinen 6 Stück betriebsbereit und weitere reparierbar beschädigt. Sie wurden durch Gas beheizt. Da das Hüttenwerk als Ganzes nicht mehr betriebsfähig ist, könnten, nach Erachten des Erkunders, diese erhaltenen Kessel der Ausgangspunkt für den Aufbau einer Elektrizitäts-Erzeugung für die Kertscher Erzgruben, die Industrie und die Stadt selbst sein. Eingehende Vorschläge hierfür und für die Verwendung der erhaltenen Baugruppen und Bauteile, ergehen nach noch durchzuführender Facherkundung.


    Gruß

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 60-

    Vorbericht des Erkundungs-Trupps -Wirtschaft/Mineralöl- über die bisherige Erkundung auf der Halbinsel Kertsch (vom 16.05.42)


    Mineralöl-Lager Kamysch-Barum, an der Bahnlinie
    Benzinbestände in Brand. Teilbestand (> 6.000 l) wurde von eigenen Truppen entnommen. Ein Teil der Tanks ist nur wenig beschädigt. Die unterirdischen Anlagen konnten noch nicht besichtigt werden.


    Mineralöl-Lager Kamysch-Burum, beim E-Werk
    Oberirdische Tankanlagen erhalten, 3 unterirdische Eisenbetontanks mit ca. 3.500 cbm, gefüllt mit mind. 100.000 kg Maschinenöl sichergestellt. Benzinlager von eigenen Truppen teils geleert, teils mit Berufung auf Sofortbedarf in Leerung begriffen.

    Mineralöl-Lager Kertsch 1, am Hafen
    Anlage ist teilweise beschädigt, teilweise in Brand. Andere Tanks, und soweit sichtbar, die unterirdischen Anlagen, gut erhalten. Benzinvorräte wurden von eigenen Truppen geleert. Sonstige gesicherte Bestände:
    Gasöl: 2.800 kg
    Autoöl: 13.500 kg
    Dieselschmieröl: 20.600 kg
    Flugmotorenöl: 113.000 kg
    Maschinenöl: 4.500 kg
    Spindelöl: 19.100 kg
    Staufferfett: 8.500 kg


    Mineralöl-Lager Kertsch 2, am Bahnhof
    Zustand wie Kertsch 1. Gesicherte Bestände:
    Petroleum: 2.500 kg
    Autoöl: 14.100 kg
    Dieselschmierstoff: 8.400 kg
    Glyzerin: 6.300 kg
    Traktorenschmieröl: 2.800 kg
    Rizinusöl: 2.750 kg
    Staufferfett: 29.800 kg


    Mineralöl-Lager Salyn
    Das kleine Lager wurde weitgehend erhalten sichergestellt. Starke Räumung durch eigene Truppen und Versorgungseinheiten. Gesicherte Bestände:
    Gasöl: 25.000 kg
    Dieselkraftstoff: 25.000 kg
    Traktorenschmieröl: 10 Faß (1,5 to)


    Mineralöl-Lager Semi-Kolodesej
    Das Lager wurde schon früh durch eigene Luftangriffe restlos zerstört. Die von den Russen dann provisorisch in der Nähe eingerichtete "Behelfs-Tankanlage" mit mobilen Tankbehältern, Rolltanks, Fassumfüll-Anlage usw., wurde von eigenen Truppen weitgehend entleert, steht aber verwendungsfähig zur weiteren Verfügung.


    Mineralöl-Lager in den Marine-Arsenalen
    Der Hafenkommandant erhebt Anspruch auf diese Tankanlagen, mit Befüllung, für eigenen Zwecke. Da ein Teil der Tankanlagen für die Schiffsbetankung unzweifelhaft in einem von der russischen Marine genutzten Areal liegt, wird hierfür nicht widersprochen. Ein Teil der Tankanlagen liegt aber auch im Handelshafen, der natürlich später auch von Kriegs- und Kriegshilfsschiffen angelaufen wurde. Für die Nutzung dieser Tankanlagen samt Inhalt beantragt das Wi-Kdo. eine Prüfung auf rechtmässige Zuteilung.


    Verteilung
    Von den bisher gesicherten Bestände wurde dem Wi-Kdo vom AOK 11 überlassen:
    Dieselschmieröl: 29.000 kg
    Traktorenschmieröl: 2.800 kg
    Maschinenöl: 104.500 kg
    Spindelöl: 19.100 kg
    Staufferfett: 11.000 kg
    Falls die Luftwaffe keine Verwendung für die 113.000 kg Flugmotorenöl hat, wird es vom AOK 11 dem Wi-Kdo- überlassen.


    Erdölfeld Tchengelek
    Die Russen hatten die Arbeiten wieder aufgenommen. 5 Sonden sind fündig, die Tagesförderung beträgt 1 - 1,5 tato. Zerstörungen oder Räumungen wurden nicht festgestellt. Es konnten beträchtliche Bestände an Bohrrohren, Rohrleitungen, Bohrturmteilen usw. sichergestellt werden. In den Tanks auf dem Ölfeld lagern ca. 30.000 kg Erdöl. Arbeitskräfte sind zum Teil bereits wieder vor Ort.


    Erdölfeld Kerleut
    Die Erkundung konnte infolge Motorschadens des Erkunders noch nicht durchgeführt werden. Nach Aussagen der Zivilbevölkerung sollen die Arbeiten auf diesem Feld ebenfalls von den Russen wieder aufgenommen worden sein.


    Erdölfeld Tschorelek
    Ausbeute unrentabel, keine Förderung, einige Materialfunde können abtransportiert werden.


    Gruß

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 59-

    Vorbericht des Erkundungs-Trupps -Führung/Metallverarbeitung- über die bisherige Erkundung auf der Halbinsel Kertsch (vom 16.05.42)

    Eisenerzgrube Kamysch-Burum
    Diese Eisenerzgrube ist die Grube mit dem höchsten förderbaren Eisenerz-Vorrat in ganz Europa und wird im Tagebaubetrieb abgebaut. Das Erz ist sehr feinteilig, muss nicht aus dem Fels gesprengt oder zerkleinert werden und kann mit einem noch vorhandenen grossen, offensichtlich unzerstörten Löffelbagger, direkt in Eisenbahnwaggons verladen werden. Zum Antrieb des Baggers fehlt jedoch Elektroenergie. Das Erzlager erstreckt sich auf einem Gebiet von 27,7 qkm. Bei einer durchschnittlichen Erzschicht-Dicke von 7,70 m (max 16 m), beträgt der gesamte ungehobene Vorrat 426.000.000 to. Die Russen erreichten 1940 die grösste Förderung mit 1.1 Mio Tonnen. Die Zusammensetzung des Erzes, ungewaschen und nicht aufbereitet:

    Chemisch:
    Fe (Eisen) 36 %, Si O 2 (Siliziumdioxid) 18 %, Al O3 (Aluminiumoxid) 4,5 %, Ca O (Calciumoxid) 2 %, Mn (Mangan) 1,2 %, B (Bor) 0,8 %, S (Schwefel) 0,4 %, As (Arsen) 0,12 %, V (Vanadium) 0,04 %
    Mechanisch: 0,1 - 0,25 mm etwa 25 %, 0,25 - 1 mm etwa 35 %, 1 mm - 2 mm etwa 25 %, über 2 mm etwa 10 %, Rest ist unter 0,1 mm



    Grubeneigenes E-Werk
    Vollkommen zerstört. Dieses Werk hat früher die Grube und die Stadt Kertsch mit Strom versorgt. Es hatte eine ausgebaute Leistung von 20.000 Kw. Die Hochspannungs-Freiluft-Schaltanlage weist nur geringe Beschädigungen auf.


    2 Pumpstationen
    Lage südlich der Grube. Eine Wasserhaltung der Grube ist nicht erforderlich. Das Wasser wird für die Auswaschung des gewonnenen Roherzes benötigt. Die baulichen Anlagen sind weitgehend erhalten, die noch eingebauten Maschinen sind gelähmt (zerschlagene Leitungen, abgerissene Rohre usw.). Zahlreiche Maschinen und Bauteile wurden bombensicher in unterirdische Gänge versetzt. Einige dieser Gänge führen bis Kertsch. Bei der Ersterkundung wurden die Stollen teilweise voll Gerät, Werkzeugmaschinen, E-Motoren usw. besichtigt. Da einige der Gänge noch feindbesetzt und untereinander verbunden sind, wurden weitere Erkundungen vorerst verboten.


    Grubeneigenes Wasserwerk
    Oberirdisch vollkommen zerstört. Zustand der Tiefbrunnen konnte nicht ersehen werden. Anliegende Rohrleitung für Fernwasser-Transporte unversehrt.


    Anlagen zur Anreicherung/Waschung des Erzes
    Anlagen sind weitgehend zerstört oder verschleppt, einige Baugruppen sind jedoch komplett erhalten.


    Eisenbahn-Anschluß der Grube
    Der Gleisanschluß zum Bahnhof und Hafen Kertsch, weist auf voller abgefahrener Länge, inkl. Weichen und Überführungen, keine nennenswerten Beschädigungen auf und kann in kurzer Zeit umgenagelt und betriebsfähig gemacht werden. Das geförderte Erz kann wahlweise per Schiene durch die Krim zur Ukraine gefahren oder im Hafen Kertsch auf Übersee-Schiffe oder Küstenmotor-Schiffe zur direkte Anlieferung im Donezk-Gebiet, umgeschlagen werden.


    Sonstiges
    In Kamysch-Burum wurde ein führender Angestellter der Grube ermittelt, der im früheren Weltkriege in deutscher Gefangenschaft war. Er sagte aus: Soweit durchführbar, wurden alle Maschinen abtransportiert. Die Erzwaschanlage lagert vollständig am Bahnhof Noworossisk, was ihm durch russische Soldaten die Ende April neu angelandet sind, bestätigt wurde. Die Erzröstanlage wurde bewusst zerstört. Durch den begleitenden Geologen Wassieleff wurde durch Befragung eine Partisanenwohnung durchsucht. Hier konnte ein umfangreicher Band mit Zeichnungen und Berechnungen für die mechanische und elektrische Ausrüstung der Grube aufgefunden werden. Diese Unterlagen und eine Erzproben-Bohrkern von 15 cm Durchmesser, der einen typischen Mangan-Einschluß aufweist, befinden sich beim Wi-Kdo in Simferopol. Einige Arbeiter sind bereits wieder vor Ort und wurden mit Aufräumarbeiten beauftragt.


    Gruß
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    Hallo Leute,

    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 58-

    Vorbericht des Erkundungs-Trupps -Landwirtschaft- über die bisherige Erkundung auf der Halbinsel Kertsch (vom 16.05.42)

    Nach Durchfahren des Gebietes von Feodosia, über Semikolodesei nach Kertsch - und zurück auf der Straße nach Stary-Krim, konnte folgender Zustand festgestellt werden:


    Die Zone der ehemaligen beidseitigen Front im Bereich der Landenge ist landwirtschaftlich unbebaut geblieben, bzw. restlos zerwühlt. Hinter der russischen Front ist sofort ziemlich planmässig, auf voller nutzbarer Feldfur, gepflügt und angebaut worden. Die Bestellungsarbeiten sind von russischer Seite fast ausschliesslich mit Trakoren und modernem nachgezogenen Gerät (Pflüge, Sähmaschinen usw.) fertiggestellt worden. Man sieht auf den Feldern komplette Traktorenbrigaden stehen, die eben mit der Arbeit des Sonnenblumen- bzw. Maisdrillens (Einsaat) aufgehört haben. Winter- und Sommergetreide ist ebenfalls bestellt worden. Die vollen Felder sind weitgehend unzerstört, stehen aber infolge der trockenen Witterung, schlecht im Ertrag. Die Bevölkerung auf dem Land scheint zum grössten Teil evakuiert zu sein oder hielt sich auf der Hinfahrt versteckt - auf der Rückfahrt wurden aber schon mehr Zivilisten gesehen.


    Von 6 besichtigten MTS (Maschinen und Traktoren Stationen) sind 5 durch Kriegseinwirkung weitgehend zerstört. Allerdings ist zu erwarten, das noch nicht besichtigte MTS, abseits der Vormarschstraßen in besserer Verfassung sind. Die grosse MTS in Kertsch ist erstaunlicherweise vollkommen in Ordnung. Der Betrieb wurde sofort, mit einem vor Ort verbliebenen Trupp, mit der Aufnahme von Beutegerät aufgenommen. Die Anzahl der auf den Feldern, entlang der Strassen und an Engstellen offensichtlich wenig beschädigt herumstehenden Traktoren kann, auf Grund des bisher beschränkten Aufnahmebereiches, nicht geschätzt werden. An optisch unversehrten Traktoren wurden mehr als 300 gezählt, ohne das zahlreiche Gerät welches offensichtlich sofort in den Dienst der Truppe überführt wurde. Einzelne Untersuchungen an den Traktoren erbrachten leere Tanks, fehlende Magneten, ausgebaute Starter usw..


    Irgendwelche Vorräte an Nahrungs- und Futtermitteln wurden nicht vorgefunden. Die Russen mussten, neben der Verpflegung und dem Nachschub für die eigenen Truppen, grosse Mengen an Saatgut und landwirtschaftlichem Gerät per Schiff anlanden - und hatten - da die Einnahme noch vor den ersten Ernten erfolgte, keinerlei Ertrag. Im Hafen von Kertsch sollen einige Tonnen Mehl, Getreide und sonstige Truppenverpflegung gelagert haben, die sofort von der eigenen Truppe verwertet bzw. beschlagnahmt wurden. Die bis jetzt beobachteten Viehherden sind gering an Zahl. Da der Feldzug relativ kurz war und die eigenen Nachschubkolonnen noch laufend eintreffen, ist eine Abschlachtung dieser Bestände zur Truppenversorgung, zumindest im grösseren Umfang, derzeit nicht vorgesehen. Es wurden Vorkehrungen für die Aufnahme von wahrscheinlich noch versteckten Beständen an Vieh getroffen. Mit der folgenden Landwirtschafts-Staffel werden auch russische Landwirtschafts-Führer als Vermittler und Übersetzer nachgezogen. Für die Zivilbevölkerung sind keine Nahrungsmittel vor Ort greifbar, der offensichtliche Ernährungszustand der einfachen Landbevölkerung ist schlecht. Genaue Zahlen über die verbliebenen Zivilisten werden erst in einigen Wochen vorliegen, da jeden Tag mehr Zivilisten erscheinen und davon ausgegangen werden muss, das sich von vielen Familien erst einmal nur ein Mitglied registrieren lässt. Es muss damit gerechnet werden, daß Kertsch in Kürze 60.000 Einwohner zählt. Bis zur ersten Ernte muss dringend Weizen von Feodosia nach Kertsch gefahren werden!


    Gruß

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 57-

    13.05. - 15.05.1942
    -ein Komplettzug mit 500 to Naphta für den Betrieb von Traktoren und Bewässerungs-Anlagen wurde zugesagt. Umschlag in den Tankanlagen des Bahnhofes Simferopol.


    -Die Erkundungs-Staffel ist bis in den Raum Silhanowka vorgerückt, Kertsch ist noch nicht als feindfrei für Facherkundungen freigegeben.


    -Bericht der Landwirtschafts-Staffel Aleschki (als Bsp. für zahlreiche vergleichbare Berichte)
    Im Gebiet der Staffel im Raum Cherson werden derzeit 300 - 400 Waldarbeiter eingestellt. Es werden ab sofort 1.500 fm Kiefern, 1.500 fm Akazien und 700 fm Pappeln eingeschlagen. Die Nutzung von Weidenholz kann weiter, bis auf die Belassung der Korbweiden, uneingeschränkt erfolgen, da eine sehr gute Naturverjüngung in den Überschwemmungsgebieten gegeben ist. Die Korbweiden sollen möglichst durchgehend aufgearbeitet werden (Ernte der Jungtriebe bei Belassen des Stammes für Neuaustriebe im nächsten Jahr). Lücken im Bestand werden, durch Erstbearbeitung von Weiden für den zukünftigen Verwendungszweck als Korbweiden, geschlossen. Erste Aufträge zur Herstellung von Artillerie-Geschoss-Körben wurden in den Korb-Werken bereits gefertigt und an die ZO (Zentral-Handels Gesellschaft Ost für landwirtschaftliche Produkte) ausgeliefert. Weiter wurden bisher ua. 8.000 grosse Obstkörbe (von dem Gesamtauftrag an die La-Staffel über 15.000 Stück) mit einem Fassungsgewicht von 50 kg ausgeliefert. Das grosse Natur-Schutzgebiet Burkuty (5.100 Hektar) wurde in seinem Schutzstatus besätigt.


    -Der 1 Transport von russischen Arbeitern aus der Krim, für den Arbeitseinsatz im Reich, ist abgefahren. Die Gesamtzahl der Arbeitskräfte betrug 1.098, davon 276 Männer/125 Frauen für die Landwirtschaft und 298 Männer/409 Frauen für den Arbeitseinsatz in der Industrie. In Zusammenarbeit mit der zivilen Stadtverwaltung von Simferopol wurde dieser Transport mit der Ausgabe von zusätzlicher Wäsche, Waschschüsseln, Seife und sonstigen Bedarfsartikeln unterstützt. In diesem Transport ab Simferopol wurde eine hohe Zahl an Familien (mit Kindern ab 16 Jahren) abgefahren. Die gemeinsame Unterbringung dieser Familien in gesonderten Waggons wurde wie angeordnet durchgeführt. Die Nahrungsmittelzuteilung ist für die geplante Fahrzeit knapp ausreichend, soll aber durch die Ausgabe von Warmverpflegung an Haltepunkten aufgebessert werden. Ein Versorgung mit Öfen und Heizmaterial war auf Grund der fortgeschrittenen Jahreszeit nicht nötig.


    Gruß

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 56-


    08.05.42
    -Die Berieselungs-Anlagen für die ausgedehnten Obst- und Gemüseanlagen sind aufgebaut. Ein trockener Sommer und eine volle Berieselung benötigt von Mai - Juli (theoretische Höchstmenge): 1.680 to Naphta, 33 to Petroleum und 84 to Schmieröle für den Pumpbetrieb. Die Stauseen sind gut gefüllt, die Zuleitungen wurden gewartet und im Betrieb getestet. Die Einjährigen Kulturen (Gemüse, Kräuter, Tomaten usw.) wurden auf voller Fläche eingesät, bzw. bepflanzt. Die Mehrjährigen Kulturen (Obstbäume, Trauben usw.) wurden noch rechtzeitig geschnitten und in Form gebracht.


    -14.30 h - 15.30 h Grosse Besprechung über die anstehende Erkundung der Halbinsel Kertsch. Abgang der technischen Erkundungs-Trupps für "Wirtschaft-MIneralöl" und "Kraft- und Wasserwerke" ab 09.05. eingeplant. Die Trupps "Rohstoffe, Beutemineralöl", "Maschinen, Metalle, Betriebe" sowie "Kohlebergbau und Eisenerzbergbau" richten sich für den 11.05. als Abgangstag ein. Der Trupp "Landwirtschaft" hält sich ab dem 12.05. in Bereitschaft. Den, die Erkundung durchführenden Herren der Erkunder-Staffel 1 (alle og. Trupps), wird zur strengsten Pflicht gemacht, alle erkundeten Vorräte nach Sicherstellung, an Quartiermeisterstelle Mayor Geyer zwecks Bewachung zu übergeben. Weiterhin sind schnellstens Erkundungs-Berichte zu verfassen, die täglich an die vorgesehene Befehlsstelle Feodosia zu melden sind.


    11.05.42
    -Abrücken der ersten Erkundungs-Trupps mit 7 PKW, 1 LKW und 1 Krad (12 Offz./Mannschaften) auf die Halbinsel Kertsch.


    -In den letzten 14 Tagen sind in den Betrieben des Wi-Kdos. Krim, die sich mit der Neufertigung von Panjewagen beschäftigen, folgende Mengen produziert worden:
    10 komplette Panjewagen, 20 komplette Panje-Wagen ohne Radreifen, 310 fertige Untergestelle, 100 fertige Wagenkisten, 920 Räder
    Diese Fertigung lässt, mit Anlieferung der fehlenden Achsen und Radreifen, eine Produktion im Rahmen der Planungen erwarten. Besonders hervorzuheben ist die Produktion der Stellmachereien, die mit iV. wenig Personal einen hohen Ausstoss an Rädern erzielt haben. Die Konzentration auf eine Radgrösse und ein weiter geplanter Ausbau der Belegschaft, lässt so hohe Ausstossmengen erwarten, daß mittelfristig eine zusätzliche Abgabe von Rädern zur Verfügung der Armee/des WBA (bei Sicherstellung des Nachschubes an Radreifen) erwartet werden kann.


    Grosse Besprechung ua. mit KV Chef Riecke, KVV Chef Landesbauernführer Körner und KVA Chef Zörner (alle im I-net bekannt)
    -schlechte Ernährungslage in Deutschland, Senkung der Zuteilungen an Schwerarbeiter, Frauen, Kinder usw. unausbleiblich, der Schweinebestand im Reich ist von 25 Mio. auf 15 Mio. zurückgegangen
    -eine Herabsetzung selbst der Sätze für die Truppenverpflegung erscheint unumgänglich
    -grosser Arbeitermangel im Reich
    -gleichzeitig werden auf der Krim, auf dem Land lebende, nichtarbeitende Russen aus Getreidelagern versorgt
    -volle Zustimmung für alle Massnahmen, die die Eigenversorgung der Zivilbevölkerung fördern, inkl. der Überlassung von Gartenland und dem freien Handel auf Märkten
    -es müssen im Jahr 1942 einfach mindestens 300.000 to Getreide aus der Ukraine in die Heimat geschafft werden. Die Ukraine war schon immer ein grosses landwirtschaftliches Überschussgebiet und die Aussaaten sollten, bei einer durchschnittlichen Ernte und guter Bearbeitungsleistung, diesen Beitrag leisten können.
    -Zustimmung für kurzfristig nötige Getreidelieferungen aus der Ukraine auf die Krim in voller benötigter Menge
    -Aufforderung zu neuen Gedanken, einem Erfahrungsaustausch und Feldversuchen in angemessenem Umfang um, mit gegebenen Mitteln, die Erträge in der Landwirtschaft zu steigern. Keine Bedenken gegen Prämien bei Mehrleistung oder die Zuweisung von zusätzlichem Pachtland an zivile Bauern.


    Gruß

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 55-


    01-05. - 07.05.1942
    Bericht über die Facherkundung der Kohlegrube Beschuj
    Die Zuwegung ist per gut geschotterter Strasse und noch nicht in Betrieb stehender, weitgehend betriebsfähiger Schmalspurbahn möglich. Das Kohlelager an der Verladeeinrichtung zur Bahnverladung brennt noch immer. Eine Räumung von Kohle war nur in beschränktem Umfang und eine Löschung des Feuers nicht möglich. Das Bergwerk ist grundsätzlich betriebsfähig und beutete die Flöze Bijuk und Eki-Chat aus. Jedes der Flöze erhält noch gut erreichbare und verwertbare Kohlevorräte von etwa 300.000 to. Die Kohle ist für den Hausbrand und bestimmte Industrielle Zwecke (Glasfabrik, Kalkbrennerei, Ziegeleien usw.) voll geeignet. Für die Stromerzeugung müssen die Anlagen auf die Heiz- und Aschewerte abgestimmt sein. Als Ansatz ist die Kohle der Böhmischen Braunkohle gleichwertig. Eine Ingangbringung der Förderung erscheint mittelfristig sinnvoll.

    Meldung über Mineralöl-Lager auf der Krim (Tank-Lager Simferopol bereits am 22.02. berichtet)
    -Naphta-Basis 1 Feodosia:
    Überirdische Anlagen vollkommen zerstört, unterirdische Leitung weitgehend erhalten, unterirdische Tanks in den Zugängen stark beschädigt
    -Naphta-Basis 2 Feodosia: Anlage war bei Besetzung noch im Aufbau. Neuzeitliche Einrichtungen, Pumpanlagen und Tanks teilweise im Aufbau, teilweise fertiggestellt, fast unversehrt sichergestellt.
    Feodosia war der Hauptumschlagplatz für Mineralölerzeugnisse auf der Krim. Die Anlieferung erfolgte mit Tankschiffen, die Weiterleitung nach Simferopol und weitere Städte und Tankstellen (ohne grössere Hafenstädte) erfolgte überwiegend mit Tank-Waggons, sonst mit Tank-LKW.


    -Naphta-Basis Grammatikowo: Die dortige Naphta-Basis ist teilweise zerstört. Zwei unterirdische Tanks von je 800 cbm sind unversehrt und leer. Mehrere oberirdische Tanks sind leicht splitterbeschädigt und reparierbar. Auf dem Anschlußgleis stehen 4 unversehrte russische Kesselwaggons, die noch nicht ganz entleert sind. Das Hauptgleis ist bereits auf deutsche Spur umgenagelt, das Nebengleis (und die Waggons) sind noch auf russischer Spurbreite. Ein Antrag auf Umspurung ist beim FBA 2 (Feldeisenbahn-Betriebs-Abteilung) bereits beantragt.


    Gruß


    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 54-


    25.04. - 30.04.1942
    -Eintreffen von 6 Beamten aus Heimat-Arbeitsämtern als Werbekommission für die Anwerbung hiesiger Arbeitskräfte für die Heimat. Die verschiedenen Angebote für Frauen und Männer wurden bereits per Aushang mitgeteilt. Es wurde Wert darauf gelegt, den Interessierten Menschen, ein möglichst genau dem Sachstand entsprechenden Überblick über die zu erwartenden Umstände im Reich zu verschaffen. Gemäß neuester Weisung können Familien mit Kindern ab 16 Jahren zusammen transportiert, im gleichen Betrieb in Arbeit gesetzt und gemeinsam untergebracht werden. Die Verpflegungssätze werden nicht üppig, aber höher als derzeit auf der Krim sein. Die Bezahlung kann zu einem Teil für den Konsum im Reich in eigens eingerichteten Läden oder per Überweisung an ein Konto zur Verfügung der Familie auf der Krim, verwendet werden. Die neuesten Weisungen garantieren zudem keine Kasernierung hinter Stacheldraht, gestatten einen Gruppenweisen Ausgang aus den Werken und eine geregelte Krankheitsversorgung. Es wurde aber auch verdeutlicht, daß auch in Deutschland Krieg herrscht und die Sicherheitsinteressen die freien Bewegungen einschränken. Interessierte müssen sich ausweisen können, eine Gesundheitsüberprüfung bestehen und sich freiwillig melden. Eine Unterscheidung oder Einteilung nach Volksgruppen findet nicht statt. Volksdeutsche sind ausgeschlossen.


    -Weitere Meldung über eine Landung von bewaffneten Fallschirm-Springern in Golaja-Pristanj. Mit starker Unterstützung durch Zivilisten und einheimische Milizen, gelang es allein im Befehlsbereich der örtlichen Landwirtschafts-Führung, einen Oberkommissar mit umfangreichem Aktenbestand, 2 Offiziere und 2 Mann zu töten und 2 Mann gefangen zu nehmen. Dabei wurde 1 leichtes MG, 2 MP und ein Sende- und Empfanggerät erbeutet.


    -Besuch der Fermentierungs-Anstalt Jalta und Besprechung mit Professor Grabowsky über den Tabaksamenanbau 1942. Ergebnis: Der Anbau von Dubek- und Amerikan-Samen ist bereits garantiert. Es müssen noch je eine Gemeinde im Kreis Stary-Krim für den Anbau von Tikulak- und Trapeznut-Samen bestimmt werden.


    -Eintreffen weiterer 5 Waggons mit Weizen für die Zivilversorgung. Es ist geplant, eine möglichst grosse Menge in das Gebiet von Jalta vorzuschieben, da dort die Versorgungslage kritisch ist.


    -Die Abteilung Wirtschaft teilt mit, dass sie Reifen- und Achseisen für die Panjewagen-Fertigung bei der Wi-In Süd, zur Lieferung durch das Iljitsch-Stahlwerk in Mariupol bestellt hat.


    -Befehl zur verpflichtenden Einführung von Werkküchen in allen Betrieben. Kleinere Betriebe können eine zentrale Werkküche einrichten, diese Aufgabe durch eine Essensanlieferung oder die Anstellung einer Köchin lösen. Die Verpflichtung zur Ausgabe von mindestens einer vollen warmen Ration pro Tag gilt für alle Betriebe.


    Gruß

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 53-


    21.04. - 24.04.1942
    -Besprechung mit dem AOK 11 über die Bewachung von 2.500 Kriegsgefangenen-Landarbeitern, die der Abteilung Landwirtschaft für den nördlichen Teil der Krim zugewiesen sind. Da diese Kgf. in den einzelnen Kolchosen/bei Privatbauern/Versorgungsbetrieben usw. in Gruppen zu etwa 20 Mann aufgeteilt sind und zudem bei ihren Arbeitsorten wohnen, ist eine klassische Bewachung nicht möglich. Es wird wie folgt verfahren: Die Kriegsgefangenen werden VOR der Zuweisung dahingehend überprüft, das kein, im weiten Sinne Unzuverlässiger Kgf. eingesetzt wird. Weiter werden die Kriegsgefangenen dahingehend belehrt, dass dieser Einsatz als Privileg aber auch als besondere Verpflichtung, mit entsprechenden Konsequenzen bei einem Fehlverhalten, angesehen werden muss. Die Kgf. werden sämtlich karteimässig erfasst, die Verpflegung soll möglichst grosszügig angesetzt werden und an Sonn- und Feiertagen wird nicht gearbeitet. Die Verantwortlichkeit für die ordnungsgemässe Unterbringung, die Arbeitsleistung und die Anwesenheitskontrolle haben die zivilen Rayonchefs (ein Rayon ist ein Verwaltungsbezirk). Diese haben zudem die Pflicht zur Meldung sämtlicher Vorfälle von Widersetzlichkeiten, Disziplinlosigkeiten usw.. Das AOK 11 wird in dem og. Gebiet die zusätzliche Bewaffnung und Personalausstattung der Feld- und Ortskommandaturen veranlassen, so dass bei entsprechenden Vorfällen oder Fluchten von zentraler Stelle reagiert werden kann.


    -Partisanenlandung bei Kurman gemeldet. Die mit Fallschirmen abgesetzten und in Zivil gekleideten Sabotagetrupps konnten, dank guter Mitwirkung der Zivilbevölkerung, schnell weitgehend zerschlagen werden. Nach ersten Meldungen wurden einige Partisanen-Agenten von Landarbeitern festgesetzt oder mit Hacken und Spaten erschlagen. Der örtlich eingesetzt Sonderführer Dyk (Abtl. Landwirtschaft) konnte mit allen verfügbaren Kräften die Stellung, bis zum Eintreffen von Wehrmachtseinheiten halten. Ein Feldgendarm und 4 Mann der örtlichen Miliz sind gefallen. Es wird vermutet, daß das Nachschubzentrum Dshanskoj das Ziel der Partisanen war.


    -Überraschend sind 7 Waggons mit Saatgerste aus Nikolajew eingetroffen. Die schnellstmögliche Einsaat wurde angeordnet.


    -Besprechung der Abteilung Wirtschaft/Rohstoffe mit der zivilen Stadtverwaltung Simferopol, über die Ingangsetzung des Sojusutil-Stützpunktes als Sammellager für Altmaterialien aller Art. Der Bevölkerung werden festgelegte Preise für die Anlieferung von Altmetall aller Art, Altpapier, Lumpen usw. gezahlt. Über die Höhe der Löhne und die Verpflegungsrationen für die zivilen Arbeitskräfte wurde Einigkeit erzielt.


    Gruß

    Hallo Leute,


    es interessiert mich schon länger, welche Wirkung der Einschlag von mittleren/schweren Sprenggranaten (keine Panzergranaten oder Hohlladungsgeschosse) auf Panzer hat. Jeder weiß wahrscheinlich aus eigenen Jugenderfahrungen, daß ein "China-Kracher" ein Loch in ein dünnes Blech reissen kann. Also kann auch eine Sprenggranate eine fragliche Dicke an Panzerung durchschlagen. Dazu habe ich aber bisher keinerlei Datenmaterial finden können. Weiter kommt natürlich noch die Sprengwirkung auf das Fahrgestell oder, bei einem "günstigen" Einschlag, das Absprengen von Türmen/Geschützrohren usw.., - das dürfte bekannt sein. Was mich dann noch interessiert ist, selbst ohne einen Panzerdurchschlag, die sonstige Wirkung auf die Besatzung, den Motor, das Getriebe usw..


    Man stelle sich einfach mal den Einschlag einer 15 cm Sprenggranate auf der vorderen Bugplatte eines T 34 vor. Der Fahrer sitzt dann also ein paar Zentimeter von dem Einschlag entfernt. Die Detonation muss doch dermassen laut sein, das schwerste Knalltraumata/Akustische Schocks usw. die logische Folge sein "müssten". Weiter wird der Panzer sicherlich schlagartig mehrere Meter nach hinten geworfen und meines Wissens war doch in damaligen Panzern niemand angeschnallt.


    Auf was ich also hinauswill: Reichte für die Panzerbekämpfung die Wirkung einer 15 cm Sprenggranate, sofern ein Volltreffer (was ja bei einer Panzergranate auch nötig) erzielte wurde, nicht für das Ausschalten eines damaligen Panzers aus? Benötigte man wirklich Panzergranaten für die schwere Artillerie - zumindest für die Bekämpfung von mittleren Panzern - zumal ja auch ein Nahtreffer einer Sprenggranate, im Gegensatz zu einer Panzergranate, noch Wirkung hatte???


    Gruß

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 52-


    15. - 20.04.1942
    -Der Kommandeur (des Wi-Kdo.) besichtigt Feodosia, mit den durch Kampfhandlungen weitgehend zerstörten Hafenanlagen und einige leidlich erhaltene Betriebsstätten. Die Bergungsarbeiten von Maschinen, die Herrichtung von weniger beschädigten Kai-Anlagen und die Entminung von noch nicht erkundeten Lager-Anlagen ist im Gange.


    -Abschluss einer grossen Aktion zum Austausch von Fachkräften und Sonderführern. Es hatte sich herausgestellt das viele Facharbeiter/Sonderführer des Wi-Kdos. zwar gute Fachkenntnisse im ausgeübten Beruf (Landwirt, Forstwirt, Kaufmann, Mechaniker usw.) hatten, aber als Führungskraft noch überfordert waren. Ein einfacher Landwirtschafts-Führer muss ggf. mehrere hundert Arbeiter anleiten, verwalten und kontrollieren können. Diese für die Fachverwendung im Osten vor Ort nicht anderweitig verwendbaren Sonderführer/Facharbeiter wurden ausgesondert und zurück an die Verwaltungs-Ausbildungsstellen geschickt. Als Ersatz sind nun insgesamt 97 Offiziere/Sonderführer von der wehrwirtschaftlichen Ersatzabteilung 3 aus Kassel eingetroffen.


    -Besichtigung des Gebietes um den Hafen Golaja-Pristanj. Der unzerstörte Hafen wird derzeit für die Fischerei und den Warenumschlag im kleinen Rahmen ausgenutzt. Die Fischfanggebiete im Dnjepr-Bereich wurden einvernehmlich abgegrenzt. Die vorhandene Werft wird derzeit im Betrieb ausgebaut. Es werden künftig Schleppkähne gebaut, um den Warenumschlag von Häfen westlich des Dnjepr direkt auf die Krim voranzutreiben.


    -Angenzend an den og. Hafen führt ein unversehrtes Feldbahngleis zu einem naheliegenden Torf-Abbaugebiet. Mit Beginn der Arbeitsmöglichkeiten im Mai (sinkender Wasserstand) wird der Torfabbau in grösserem Umfange beginnen. Die Russen hatten hier zuletzt mit wenig Technik und Nachdruck (da grosse Kohleabbaugebiete in weiterer Umgebung besser abbaubar waren) etwa 20.000 to Trockentorf/Jahr abgebaut. Es soll versucht werden, die Kapazität auf 40.000 jato zu vergrössern. Das gesamte gut abbaubare Torf-Vorkommen wird auf 2 Mio. Tonnen geschätzt.


    -Inbetriebnahme der Anlagen für künstliche Fermentation in der Fermentations-Anstalt Jalta.


    -Der Auftrag des AOK 11 auf die Fertigung von Lederwaren wird nur in beschränktem Umfang angenommen. Die Herstellung von Geschirren, technischen und sonstigen Riemen wird voll zugesichert. Im übrigen wird insbesondere die Herstellung von Ledermänteln abgelehnt, da das WBA (Wehrmachtsbeschaffungsamt) Häute für diese Zwecke nicht zur Verfügung stellt.


    -Besprechung über die vorbereitenden Massnahmen im Falle der Wiedergewinnung der Halbinsel Kertsch und von Sewastopol. Einplanung von Erkundungs-Trupps mit erfahrenen Führern und Fachleuten, damit zweckmässige Sofortmassnahmen getroffen werden können. Schon die ersten Berichte müssen für Beurteilungen verwertbar sein. Hauptgewicht ist zu legen auf die Eisenerz- und Erdölvorkommen bei Kertsch und die Kohlegebiete südlich von Bachtschisseraj.


    -Grosse Aufregung in Suja. Die Abteilung Forst meldete zuerst einen Aufstand, weil sich eine grosse wütende Menschenansammlung vor der Dienststelle ansammelte. Erst nach und nach stellte sich heraus, das ein LKW der Abteilung Landwirtschaft, mit einem russischen LKW-Fahrer und einem einheimischen Arbeits-Trupp, welche Brennholz abtransportieren sollten, von Partisanen überfallen wurde. Dabei wurden 2 Familienväter aus dem Dorf erschossen. Die Bevölkerung fordert nun Waffen oder eine stärkere Bekämpfung der Partisanen durch eigene Truppen. Allgemein haben die Partisanen, die ganz überwiegend nicht aus der Gegend stammen, sondern versprengte bzw. neu zugeführte Rotarmisten sind, wenig Unterstützung von der Zivilbevölkerung. Die Masse der Raubzüge und Anschläge richtet sich gegen die Zivilbevölkerung.


    -Inbetriebnahme der 2. Trikotagen-Fabrik in Simferopol mit einer Startbelegschaft von 29 Mann. Die Maschinen wurden gründlich gewartet und die Rohstoffvorräte aufgefüllt. Erste Aufträge über die Fertigung von Handtüchern (für Lazarette und Entlausungs-Anstalten) und Stoffen für den Pelzmützen-Besatz, werden nun abgearbeitet.


    Gruß

    Hallo Paul,


    mal ein paar Antworten:


    -Ich habe keine "systematischen" Interessen an einer Auswertung der Kriegstagebücher - im Gegenteil will ich einfach nur die reinen Fakten (und das sind Tagebücher für eben den Sachstand an dem geschriebenen Tag) darlegen - und dem Leser das Denken selbst überlassen


    -bei den Ingang gesetzen Betrieben machen die Eigenbetriebe des Wi-Kdos nur einen kleinen Teil der Wirtschafts-, Landwirtschafts- und Versorgungsbetriebe aus. Weiter wurde die Krim erst wenige Monate zuvor erobert - die Betriebe sind erst im Anlaufen.


    -sicherlich war der Produkttionsausstoß, im Verhältnis zu dem absoluten Armeebedarf, gering. Aber der Nachschub von Wirtschafts-Gütern war im Berichts-Zeitraum allgemein schwach. Die Produktion setzte ja gerade bei Mangelgütern ein. Ein Ofen im Bunker war ohne Ofenrohre nichts wert, ein zusätzlicher Eimer zum Ausschöpfen von Wasser aus den Gräben war wertvoll ... und mal ehrlich ... war denn bisher "landläufig bekannt" das überhaupt auf der Krim irgendetwas produziert wurde?


    -Mein Grundansatz, als Mensch der erstmal nur an Fakten und nicht an bewertenden Meinungen (die schnell zu wertenden Berichten, die der Meinung entsprechen, führen) interessiert - war und ist: WAS interessiert MICH, was habe ich bisher vergeblich oder nur bruchstückhaft gesucht und wie stellt man das Gefundene Datenmaterial dar. Die Nüchterne Nennung von Wirtschaftlich relevanten Daten (die Masse an Daten in den Tagebüchern umfasst Personallisten, Versetzungen, Beförderungen, Adressen der Dienststellen usw.- das lasse ich weitestgehend weg) in chronologischer Einordnung (vielleicht will ja jemand ein bestimmtes Ereignis zeitlich einordnen - das wird bei der Wiedereinnahme von Kertsch und bei der Eroberung von Sewastopol interessant) ist MEINE Herangehensweise. Ich versuche nichts Relevantes zu beschönigen oder wegzulassen, sofern es in den Berichten steht. Ich habe zBsp. im Vorfeld einiges über die Judenmassaker auf der Krim gelesen, in den Tagbüchern aber KEIN WORT darüber gefunden. Die Tagebücher sind die Originale, das erkennt man schon am Papier. Ob die entsprechenden Personen nun aber nichts gewusst haben oder diese Vorgänge für die Nennung im KtB als unwichtig oder unpassend bewertet haben - kann und vor allem will ich nicht beurteilen.


    -Ob die Berichte ZU positiv klingen? Mal ein Beispiel: Bei der Verfolgung einer feindlichen Nachhut (bestehend aus 10 LKW), werden durch Beschuß und Selbstzerstörung 7 LKW zerstört, 2 schwer beschädigt und 1 unbeschädigt erbeutet. Jetzt kann man natürlich sagen a) 90 % der LKW wurden zerstört/fahruntauglich vorgefunden ODER b) Echt super, wir haben nun 1 LKW zusätzlich und aus den 2 Beschädigten können wir noch einen weiteren LKW fahrbereit machen und einiges an Ersatzteilen sichern. Ist b) zu positiv???


    Gruß


    Gruß

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 52-


    08. - 14.04.1942
    -Annahme eines Auftrages über die Herstellung und Auslieferung von 40.000 kg Nägeln in unterschiedlichsten Stärken. Ausführung durch die Nagelfabrik Simferopol.


    -Auf besondere Anordnung wurden etwa 155.000 Zucht-Eichenspinner-Kokons per Transport-Flugzeug nach Poltawa abtransportiert.


    -Die Arbeitsbehörde beabsichtigt die vorgeplante Verschiebung von 2.000 Saison-Landarbeitern in die Gegen von Kachowka ab 20.04. durchzuführen. Diese Verschiebungen fanden bereits zu Sowjetzeiten statt, so dass entsprechende Unterkünfte und Versorgungs-Anlagen weiter genutzt werden können.


    -Als Ergebnis einer Gebietsführer-Tagung kann festgestellt werden, dass der Armee kein weiteres Grossvieh und Getreide, aus lokalen Beständen, zur Verfügung gestellt werden kann. Dagegen kann eine steigende Zahl an Lämmern und Hühnern, sowie das steigende Aufkommen an Eiern und Butter abgegeben werden.


    -Die Wirtschafts-Inspektion Süd bittet um Unterstützung für eine Ausarbeitung über die Wirtschaft im unbesetzten Sowjetischen Gebiet. Um diese Arbeit zu unterstützen, wurde der frühere Chefingenieur des "Sownarkom" Ing. Lukiano namhaft gemacht. Durch dessen Bereitschaft zur Zusammenarbeit, mit Nennung weiterer Führungskräfte, sowie von Facharbeitern die in vielen Betrieben gearbeitet haben, gelang die Zusammenstellung von Ausarbeitungsgruppen. Es stellte sich heraus, daß durch Hilfe dieser Spezialisten in kürzester Zeit die wertvollsten Angaben und Hinweise gemacht werden konnten. Die Berichte beinhalten die spezifische Nennung von Rüstungswirtschaftlich relevanten Betrieben, Verkehrsorganisationen, Führungsstrukturen usw., sowie die Ausbringungsleistung, Zulieferer, bekannte Produktionsengpässe von Fabriken, Minen usw..


    -Abschluß der 10-tägigen Unterbrechung der Eisenbahn-Linie Cherson - Dshankoj wegen der kompletten Umspurung auf Normalspur. Durch weitere Beschränkungen vor und nach der Unterbrechung für Wirtschafts-Transporte, entstand ein grosser Mangel an Getreide für die Zivilbevölkerung.


    -Zusage zum Transport von 4 Waggons/Tag mit Getreide von Armjansk nach Simferopol für die Zivilversorgung im Pendelverkehr.


    -Rüstungs-Inspektion Dnjepropetrowsk lehnt den Auftrag zur Lieferung von Achsen- und Radreifenmaterial für die Panjewagen-Fertigung, wegen Gefährdung der eigenen Produktion, ab.


    Umsetzung der neuen Agrarordnung (Az: I. 124/42 vom 22.02.42 von der Wi-In Süd)
    -Den Bauern, denen der Hof und das umgebende Gartenland als unbeschränktes Eigentum übertragen wurde, sowie neu angesiedelte Bauern, erhalten eine deutlich vergrösserte Fläche (bzw. Erstzuteilung) zur freien Bewirtschaftung gegen eine geringe Natural-Pacht (etwa 20 % der jeweiligen Erträge).
    -Die Aktion ist bereits in 3 Kreisen vorläufig abgeschlossen:
    Im Kreis Kolay wurden an 2.600 Familien zusätzlich 1.040 Hektar Gartenland verteilt - Die nicht ansässigen Familien erhielten jeweils 2.500 qm zur vorläufigen unbeschränkten Nutzung (keine Pacht).
    Im Kreis Bijuk-Onlar erhielten 140 Familien, bei 59 Hektar bisherigem Eigenbesitz, zusätzlich 136 Hektar.
    Im Kreis Karasubasar erhielten 254 Familien, bei 79 Hektar bisherigem Eigenbesitz, zusätzlich 113 Hekar


    Hochwertiges Garten- und Obstbauland wurde bei der Verteilung deutlich höher als reines Weideland bewertet. Die anfangs skeptische Zivilbevölkerung fasst zunehmend Vertrauen, mit einem gleichzeitigen Anwachsen der Arbeitsfreudigkeit. Die weiterhin anhaltende "Nachmeldung" von bisher versteckten Viehbeständen, darf aus Sicht der Abt. Landwirtschaft, auf gar keinen Fall zu verstärkten Ablieferungen und damit zu einem Vertrauensverlust führen. Bei dem Umtausch von Saatgetreide haben viele Bauern zuerst nur kleine Mengen angeboten und dann, nachdem die versprochenen Tauschmengen an Gebrauchgetreide genau und unmittelbar übergeben wurden, laufend steigende Mengen angedient.


    Gruß

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 51-


    04. - 07.04.1942
    Bericht der Abteilung Landwirtschaft:
    -In enger Abstimmung mit Prof. Bogdan wurden bisher unbekannte, vergrabene Saatgut-Läger in Kurman, Simferopol, Jewpatoria und Itschki voll belegt, sichergestellt.
    -Die vom Prof. besonders genannte Pflanzenschutzstätte auf der Sowchose Taschlik-Kiptschak wird unter Oberleitung des Prof. wieder in Gang gesetzt. Die Sowchose umfasst etwa 1.200 Hektar und ist mit unterschiedlichsten Nutzpflanzen, teilweise in mehrjähriger Kultur (Beerensträucher usw.), sonst mit verschiedenen Sorten von Knoblauch, Zwiebeln, Tomaten; Mais, Wurzelgemüse usw., bestellt.
    -Die Obstbaum-Versuchsanstalt Toply wurde besichtigt und der Weiterbetrieb angeordnet und organisiert. Eine erste Aufnahme des vorhandenen Bestandes mit Einblick in die Forschungsunterlagen, ergab "interessantes Zuchtmaterial" für angemeldeten Bedarf im Reich. Eine Auswahl an gut gelagerten Edelreisern wurde bereits in das Reich geschickt.


    -AOK 11 stellt 6 to Naphta für die Herstellung von Panjewagen zur Verfügung.


    -Verhandlungen mit dem Ausladekommissar Hptm Dreyer. In Fotisala bei Sjuren lagern noch etwa 200 to Rohtabak, die Bahn für Wirtschafts-Transporte geht aber nur bis Bachtschisserei. Die E-Strecke ist aber bis Sjuren umgenagelt. Bis dahin verkehren bei Nacht Munitions- und Versorgungszüge. Der Ausladekommissar lehnt die direkte Verladung des Rohtabak in Sjuren wegen Sicherheitsbedenken ab, nennt aber ein grosses leerstehendes Lager in Bachtschisserei und verspricht eine wohlwollende Gestellung von Leerwaggons in B.. Weiter stellt er Unterstützung bei der Vermittlung von LKW-Leerkolonnenraum (von Fotisala/Sjuren nach Bachtschisserei) in Aussicht.


    -Bestellung bei der Berg- und Hüttenwerke Ost in Dnjepropetrowsk von Achsen- und Radreifenmaterial für den Bau von Panjewagen.


    -Die Wattefabrik Simferopol wurde mit einer Startbelegschaft von 17 Mann in Betrieb gesetzt. Durch die Zusammenlegung von 2 Betrieben ist nunmehr die Gewähr gegeben, den Bedarf der Krim an Grauwatte (60 kg/Tag) und Weisswatte (40 kg/Tag), erzeugen und an die Sanitätsparks abgeben zu können.


    -Abgang eines Komplettzuges aus 36 Waggons mit 186 to Rohtabak an Roges.


    Gruß

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 50-


    01. - 03.04.1942
    -Besprechung des Kommandeurs mit OQu AOK 11 Oberst Hauck und Gast I/VII (Geräte-Ausgabe.Stelle der Luftwaffe) Hptm. Roh, wegen Überlassung von etwa 3.200 qm Lagerraum der Fermentierungs-Anstalt Simferopol. Ergebnis: Gast I/VII erhält den og. Lagerraum, dem Wi-Kdo. verbleibt der derzeit (bis zur nächsten Ernte) ausreichende Bedarf von 1.400 qm. Dafür erhält die Fermentierungs-Anstalt von der Luftwaffe monatlich 2 to Diesel für die künstliche Fermentation und 3.000 l Betriebsstoff für die Heranschaffung von Rohtabak.


    -Der fermentierte und versandfertigte Tabakbestand des Werkes ist wieder auf 175 to angewachsen und muss schnellstmöglich in die Heimat befördert werden. Die gemeldeten Tabakbestände sind, dank neuer Nacherkundungen und Beschlagnahmungen (es herrschte teilweise ein reger Schwarzhandel mit sichergestellten Beständen) sind weiter gestiegen.


    -Meldung des Kreislandwirtes in Aluschta über die Vernichtung von 210 Frühbeet-Fenstern (420 qm) mit eingesätem Tabak, durch das rumänische 20. Gebirgs-Bataillon, zur Verfeuerung der Holzrahmen.


    -Abt. Wirtschaft/Rohstoffe berichtet an Wi In Süd über Möglichkeiten der Wiederinbetriebnahme des Moorbades in Jewpatoria. Vereinfacht nennt der Bericht einen problemlos möglichen Betrieb im Sommer/Herbst und einen hohen Brennstoff-Bedarf für einen Betrieb im Winter/Frühling. Das Moorbad wurde für die Verwendung als Frontnahe Erholungs-und Kuranstalt geprüft.


    -Abtransport an Roges/Podwolocziska (Generalgouvernement)
    17 Waggons Raukarde, in 600 Kisten, 23.784 kg netto (dringend von der Textil-Industrie, wegen ausbleibender Kolonialware, nachgefragte Ware zur Aufrauung von Textilien)
    .5 Waggons Schafwolle, 373 Ballen, 34.170 kg netto
    .1 Waggon Seidenraupen-Kokons, 79 Säcke, 909 kg netto
    .1 Waggon Rohzink in Barren, 5.852 kg netto


    Gruß

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 49-
    Rückblick über die wehrwirtschaftliche Entwicklung auf der Krim bis 31.03.1942
    Bericht Abteilung -Gewerbliche Wirtschaft Eigenbetriebe-


    Die nachfolgende Liste umfasst nur bereits arbeitende Betriebe. Betriebe die im Anlaufen, im Umbau oder in Instandsetzung sind, werden nicht aufgeführt. Die Mitarbeiterzahl enthält nur die gewerblichen Mitarbeiter im engen Sinne, also ohne Aufwartefrauen, Fuhrleute, Heimarbeiter, Zulieferer usw..


    Liste der arbeitenden Eigenbetriebe der Abteilung -Wirtschaft- per 31.03.1942

    Betrieb Standort Produktion Arbeiter
    Stellmacherei Aluschta Panjewagen, Baugruppen 8
    Lederfabrik Bachtschisserei Verarb. v. Schaffellen zu Oberleder usw. 55
    Trikotagenfabrik Bachtschisserei Socken, Pullover usw. 100
    Filzfabrik Bortscherak Filz, Filzprodukte 14
    Möbelfabrik Karasubasar Panjewagen 40
    Stellmacherei Karasubasar Panjewagen 6
    Vereinigte Textil Unterwäsche, Baumwollerzeugnisse,
    mit 5 Werken Simferopol Pelzwaren 306
    Gerberei Simferopol Gerben von Schaffellen 38
    Pelznäherei Simferopol Pelzmäntel, Wachmäntel 29
    Schuhfabrik Simferopol Wachstiefel, Hausschuhe, Stiefel 217
    Sattlerei Simferopol Pferdegeschirre 30
    Elektrowerkstätte Simferopol Elektroreparaturen und Installationen 22
    Akkumulatoren-Werkstatt Simferopol Rep. und Zusammensetzung von Akkumulatoren 4
    Blechschmiede 1 Simferopol Schützengrabenöfen u. Ofenrohre 25
    Blechschmiede 2 Simferopol Waschschüsseln, Kochgeschirre 15
    Giesserei/Schmiede Simf.-Udaraik Fenster- u. Türbeschläge, Schlittenkufen, Gusswaren 20
    Nagelfabrik Simferopol Nägel, Schrauben 40
    Bettenfabrik Simferopol stapelbare Metallbetten 35
    Holzbearbeitungswerk Simferopol Panjewagen 30
    Sägewerl u. Fassfabrik Simferopol Panjewagen 15
    Holzbearbeitungsbetrieb Simferopol Material für den Stellungsbau *
    Fermentationsanstalt Simferopol Fermentation von Tabak 30
    Tabakschneidebetrieb Simferopol Schneiden u. Verarb. v. Tabak 20


    *Betrieben durch die Werkstatt-Kompanie Dietz.
    Bürstenfabrik Simferopol im Nachtrag, Herstellung von Kartätschen und Bürsten aller Art, 8 Arbeiter.


    Gruß

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 48-
    Rückblick über die wehrwirtschaftliche Entwicklung auf der Krim bis 31.03.1942
    Bericht Abteilung -Gewerbliche Wirtschaft Eigenbetriebe-


    Die Zahl der wieder in Gang gesetzten Betriebe, die unter direkter Betreuung des Wi-Kdos stehen, ist stetig gestiegen. Durch den grossen Energiemangel wurden bisher beschleunigt Betriebe, welche vorwiegend im Handarbeit arbeiten, eröffnet. Fast die komplette Produktion dieser Betriebe fliesst an das WBA (Wehrmachtsbeschaffungsamt) und die 11. Armee. Nur ein kleiner Teil an Gummi- und Stoffresten, Sägeresthölzern, nicht verwendbaren/veralteten Werkzeugen/Materialien usw., landet im stark zulegenden zivilen Sektor.


    Am ehesten konnte die textile Wirtschaft in Gang gesetzt werden. Weitere Kreise einer funktionierenden Wirtschaft gehen ergänzende Verbindungen ein. Die zwei in Betrieb stehenden Gerbereien liefern Leder an Pelznähstuben, die Geschirr- und Riemenfertigung usw. und die Schneidereste werden in Zivilbetrieben zu Schuhen für Kriegsgefangene aufgearbeitet. Die Ausbesserung von Wehrmachtsbekleidung und Ausrüstung aus Textilien und Leder, wurde vorwiegend im Betrieb der Divisionen (mit der Anstellung von Zivilarbeitern) ausgeführt. Die Aufarbeitung von stark verschlissener/beschädigter og. Wehrmachtsausrüstung wurde in Betriebe des Wi-Kdos (Austausch von kompletten Beinteilen, Umarbeitung zu Arbeitskleidung usw.) in grossem Umfange vorgenommen. Neben diesen Aufarbeitungen wurden bis 31.03. auf der Krim an Textil- und Lederwaren neu gefertigt: 396 schwere Wachmäntel, 1.332 Pelzwesten, 2.280 Pelzmützen, 16.428 Paar Handschuhe, 7.220 Schaale, 9.900 Luffagurken, 3.150 Unterhemden, 2.964 Unterhosen, 3.946 Pullover, 3.780 Mehrzwecktücher und 8.640 Paar Winterschuhe.


    Aus zivilen Beständen wurden keine Bekleidungsstücke erfasst. In Betrieben und Wirtschafts- und Russischen Armeelagern wurden neben umfangreichen Beständen an Uniformen/Ausrüstungsteilen ua. etwa 10.000 Paar Handschuhe, 653 m Treibriemen, tausende Lederriemen/Schuhsohlen usw. sichergestellt und an Bedarfsträger verteilt.


    Die in Gang gesetzte Nagelfabrik Simferopol läuft nur mit einem Teil der Maschinen, der andere Teil muss noch repariert bzw. gewartet werden. Bis 31.03. wurden 527 kg Nägel, 11.056 kg Schrauben (Auftragsfertigung von Metall- und Holzschrauben) und 750 schwere Eisenbolzen produziert. Im Betrieb und Lagern wurden 25.650 kg Nägel, 13.873 kg Schrauben sowie zahlreiche Bolzen, Muttern, Nieten usw. beschlagnahmt.


    An sonstigen Sicherstellungen in Armeelagern wurden ua. 1.500 grosse Flaschen Waffenöl, 15.000 kg Büropapier, 8.900 Glühlampen, 18.080 Schachteln Schuhcreme, 1.050 kg Schwefelsäure, 3.150 Sicherungen usw. verzeichnet.


    Im Bergbau wurden die Kohlebergwerke Beschny und Degermanskoje besichtigt. Die Kohlebestände sind teilweise in Brand gesetzt. Im Hinblick auf die Partisanengefahr sind die Betriebe derzeit nicht ausnutzbar. Die ersten Erkundungs- und Instandsetzungsarbeiten in den grossen Eisenerz-Tagebaugruben von Kertsch, musste infolge der militärischen Lage eingestellt werden.


    Gruß