Posts by peiper2

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 96-


    10.08. - 15.08.1942
    -OQuAOK 11 (Oberquartiermeister 11. Armee) storniert alle Aufträge über die Neufertigung von Panjewagen. Der Bestand konnte durch umfangreiche Reparaturarbeiten und die Eingliederung von Beute-Panjewagen in den Soll-Bereich aufgestockt werden. Die Fertigung der Wirtschaftsbetriebe auf der Krim diente, darüber hinausgehend, noch für eine ausreichende Ausstattung mit Ersatzteilen (Deichseln, Rädern usw.).


    -Die Gruppe Landwirtschaft erklärte in Absprache, dass sie den vollen Auftrag über die Neufertigung von 5.000 Panjewagen (inkl. Sondereinheiten für Langholz- und Volumentransporte wie Tabak/Baumwolle/Heu usw.) abnehmen würde.


    -Die Spinnerei Bachtschisseraj wird im Betrieb ausgebaut. Die starke steigende Nachfrage nach Garnen unterschiedlichster Art für Neu- und Ausbesserungsarbeiten, wird in diesem Werk konzentriert. Dafür werden einige kleine Maschinen umgesetzt und neu instandgesetzte Beuteanlagen wieder in Betrieb gesetzt. Die Rohstoff- und Hilfsarbeiterfrage war leicht zu lösen, einige Schwierigkeiten machte die Auswahl von Fachkräften. In diesem Werk wurde nun zwei Frauen, die bisher als Maschinenführerin eingesetzt waren, zu Leiterinnen der Garnfertigung eingeteilt.


    -Besprechung mit der zivilen Leitung der Pelznäherei Simferopol. Das Werk wurde für gute Leistungen hinsichtliche Qualität und Quantität gelobt und mit Prämienzuteilungen von Marketenderware versorgt. Im Rahmen der Besprechung stellte die Werksleitung, bei Gestellung von zusätzlichen Arbeitern, schweren Nähmaschinen (für Pelzverarbeitung geeignet) und dickem Garn, eine deutlich steigerbare Produktion in Aussicht. Da sämtliche Forderungen erfüllbar scheinen und es für die Winterversorgung grosse Lieferanfragen des WBA (Wehrmachtbeschaffungsamt) gibt, wurde eine schnellstmögliche Antwort zugesagt.


    -In der Gummifabrik Simferopol wurde die Abteilung -Vulkanisieren von Autoreifen- in Betrieb gesetzt.


    -Die Neuerkundung von Lagern in dem Festungsgelände Sewastopol (ausserhalb des Hafengeländes) erbrachte, neben umfangreichen Militärgütern aller Art (vornehmlich Munition), die an die Armee gemeldet wurden, zahlreiche Wirtschaftsgüter, 170.000 l Motoröl und 300.000 l Naphta. usw.


    -Vom 01.08. - 15.08.42 gingen ab der Krim 1.281 Männer / 2.243 Frauen als Arbeitskräfte Richtung Reich.


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    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 95-


    01.08. - 09.08.1942
    Am 01.08. grosse Besprechung über die Ernährungslage der Zivilbevölkerung auf der Krim. Bericht des Wi-Kdos. über die geringen Lagerbestände, die weiter laufenden grossen Abgaben von Obst und Gemüse an die Armee, die grossen Anbauflächen ohne Lebensmittelbezug (Tabak, Fasern, Baumwolle usw.) und die erwartete Missernte bei Weizen wegen der anhaltenden Trockenheit. Grosse Versorgungsprobleme im Bereich des Gebietes Aluschta/Jalta. In diesem Gebiet leben, auch durch vorgesehene aber nicht mehr durchgeführte Evakuierungen über See, noch immer mehr Menschen als in Friedenszeiten. Die Zählungen ergaben hier etwa 70.000 Menschen, davon allein 2.000 Evakuierte aus der Ukraine. Der landwirtschafltiche Anbau beschränkt sich vorwiegend auf Wein, Tabak und Herbstobst, so dass von dieser Seite keine Entlastung erfolgen kann.


    Bericht des Reichskommissariates, dass die weitere Anfuhr von Getreide aus der Ukraine, für die Zivilversorgung auf der Krim, in Erwartung der anstehenden Ernte auf der Krim, bis auf Weiteres abgestoppt worden ist. Bei dringenden, begründeten Anforderungen, kann nur noch Buchweizen, Grütze und Mais in beschränktem Umfang geliefert werden. Das Wi-Kdo. bittet um die beschleunigte Anfuhr von Lebensmitteln jedweder Art.


    -Nacherkundungen Sewastopol
    Weitere Freiräumungen von verschütteten Stollen- und Bunkeranlagen. Dabei konnten weitere wertvolle Bestände an Maschinen, wichtige Bauteile (Bohr-/Fräseinsätze usw.), Rohlinge (für Drehbänke, Fräsen usw.) und Armee-Nachschubbestände (Uniformstoff, Lederriemen, Nähzeug, Kerzen usw.) sichergestellt werden. Erste beschädigt sichergestellte Maschinen konnten bereits vor Ort, in Gebäuden der Mechanischen Fabrik, instand gesetzt werden.


    -Aufbauarbeiten in Sewastopol
    Neben den Sägewerken des Wi-Kdo., die weiterhin Bauholz für den Brücken- und Eisenbahnanschluss von Sewastopol liefern, sind weitere eigene Einheiten hierbei beteiligt. Die Gruppe Landwirtschaft übernimmt die bisherigen Anlagen der Tabakpunkte und der Kolchosen mit Aufstellung eines Zustandsberichtes sowie ersten Aufräumarbeiten an Zuwegungen, Gebäuden und den Anbauflächen. Mit Einrichtung erster Werkstätten und der angekündigten Freimachung weiterer Betriebe, rücken erste Arbeitskommandos in die Industrieanlagen vor. Die Gruppe Ro hat die Arbeiten bei der Erfassung von Kriegs-und Wirtschaftsschrott aller Art, nochmals ausgeweitet. Es wird verstärkt Wert auf die Ausnützung einer Artüblichen Wiederverwendung gelegt. So werden zBsp. die grossen Mengen an vorgefundenem verlegtem Stacheldraht, wenn irgend möglich, zu behelfsmässigen Rollen verdrillt. Diese sind dann wohl nicht mehr für den Einsatz an vorderster Linie, aber sicherlich noch für Küstenbefestigungen, Kriegsgefangenenlager oä. verwendbar. Vergleichbare Arbeiten werden mit vorgefundenem Draht/Kabeln/Rohren usw. durchgeführt.


    Gruß

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    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 94-

    26.07. - 31.07.1942
    Bericht über die metallbearbeitenden Betriebe und Werkstätten in Dshankoj

    Die Betriebe konnten mit einem unversehrten oder gelähmten Maschinenbestand sichergestellt werden. Erste Arbeiten konzentrierten sich auf Aufräum- und die notwendigsten Ausbesserungsarbeiten an den Gebäuden, Lagerflächen und Zufahrten. Die gelähmten Maschinen (bewegliche Teile entfernt, Leitungen zerschlagen usw.) konnten weitestgehend instand gesetzt werden. Der Bestand an metallbearbeitenden Beute-Maschinen beläuft sich derzeit auf 33 Drehbänke, Ständerbohrmaschinen usw. in gutem Zustand und 1 Maschine in Generalinstandsetzung. Neben Aufträgen für Produktionen des Wi-Kdo., waren die Betriebe stark mit Reparaturaufträgen und der Bauteilfertigung für verschiedenste Wehrmacht-Dienststellen beschäftigt.


    -Abgang von 2 Waggons mit 24, 7 to NE-Schrott an Roges/Podwolocziska am 26.07.


    -Für die anlaufende Salzgewinnung aus den Flutungsbecken auf der Krim, stellt Korück 553 dem Wi-Kdo. weitere 150 Kriegsgefangene zur Verfügung.


    -Ein kompletter Betriebsstoffzug mit Traktorentreibstoff für das Wi-Kdo., trifft aus Deutschland kommend in Simferopol ein. Die Entladung und Einlagerung fand für die Masse der Waggons in den Tanklagern am Bahnhof Simferopol statt. Weitere Waggons wurden an verbrauchsnahe Bahnhöfe weitergeleitet. Die komplette Entleerung und Freimeldung der Kesselwaggons konnte pünktlich gemeldet werden.


    -Vom 16.07. - 31.07.42 gingen
    1.164 Männer/1.696 Frauen für den Bedarf der Landwirtschaft
    537 Männer/ 511 Frauen für den Bedarf der Industrie
    ab verschiedenen Absprungbahnhöfen auf der Krim, Richtung Reich


    -Abgang von einem Waggons mit 16,6 to NE-Schrott und einem Waggon mit 14,8 to Baumwolle an Roges am 31.07.42.


    -Vom 16.07. - 31.07.42 sind für die Zivilbevölkerung auf der Krim, folgende Getreidemengen eingetroffen:
    11 Waggons Mais
    10 Waggons Weizen
    6 Waggons Gerste
    2 Waggons Sonnenblumenkerne
    7 Waggons Roggen
    2 Waggons Hirse


    Gruß

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 93-


    22.07. - 25.07.1942
    -Durch die Verschiebung der Armeekolonnen nach Eroberung der Festung Sewastopol, gibt es ein Fehl an Kolonnenraum auf wichtigen Strecken. So hat der Raum Aluschta-Jalta für die Zivilversorgung seit 14 Tagen kein Brot bekommen. Durch erste Transporte mit LKW des Wi-Kdo. konnte eine erste Verbesserung erreicht werden. Es muss jedoch dringend ein Verkehrsplan für den Fall des vollständigen Abzuges des Armeekolonnenraumes erstellt werden. In genanntem Gebiet, welches nicht von der Eisenbahn erreicht werden kann, wurde die Einrichtung eines Betriebsernährungsamtes beschlossen. Das Amt soll verantwortlich über Vorratslager, Ernährungsbetriebe und die Verteilung in Betrieben sein und bei Mängeln rechtzeitig Meldung erstatten.


    -Besprechung über den Tabakanbau im Jahr 1943. In den zuletzt noch umkämpften Gebieten auf der Halbinsel Kertsch und dem Festungsgelände Sewastopol wurde in Friedenszeiten auf grösserer Fläche Tabak angebaut. Die teilweise erhaltenen und beschädigten Tabakpunkte, mit Trockenlagern, Maschinenschuppen, Werkstatt und Behelfsunterkünfte, sollen für den Tabakanbau erhalten werden.


    -Bericht über den Salzabbau auf der Krim. Die zeitig gefluteten Verdunstungsbecken sind wegen der grossen Trockenheit schon weitgehend ausgetrocknet. Die erste Salzernte ist für den 01.08. vorgesehen. Es gelang weitere Flutungsbecken mit natürlicher Flutung (kein Pumpbetrieb) instandzusetzen und in Betrieb zu nehmen.


    -Nacherkundungen Sewastopol: Am Südufer der Sewernaja-Bucht konnte ein weiterer Teil der, in den Zugängen verschütteten, unterirdischen Tankanlagen erschlossen werden. Erste Meldungen weisen auf einen grösseren Bestand an Rohölprodukten hin. Der Hafenkommandant gestattet keine Besichtigung der unterirdischen Treibstoffdepots in dem Kriegshafen, bestätigt aber grössere vorgefundene Vorräte und den absoluten Anspruch der Marine.


    -Der Schwerpunkt der Schrotterfassung wird, bei Mangel an Arbeitskräften und/oder Transportmitteln, bis auf weiteres bei NE-Schrotten liegen. Abgang von 2 weiteren Waggons mit 24,7 to NE-Schrotten nach Roges/Podgolocziska im Berichtszeitraum.


    Gruß

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    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 92-


    16.07. - 21.07.1942
    -Vom 01.07. - 15.07. sind 2.061 Männer und 3.112 Frauen für den Arbeitseinsatz im Reich abgegangen. Die Gruppe Arbeit meldet einen anhaltenden Andrang von freiwilligen Meldungen für den Reichseinsatz. Nach Abschluß der Erstregistrierungen auf der Halbinsel Kertsch, werden die Werbemassnahmen auch hier in Angriff genommen. Im Bereich des Festungsgeländes Sewastopol ist die Zahl der gemeldeten Zivilisten stark gestiegen. Eine grossen Anzahl dieser Zivilisten wurde aus der Ukraine und der Krim als Facharbeiter auf das Festungsgelände evakuiert. Hier muss eine gründliche Registrierung und Überlegung angestrebt werden, damit eine anhaltende und möglichst alle Seiten zufriedenstelltende An- bzw. Umsiedlung vorgenommen werden kann.


    -Zur Wiederherstellung der Eisenbahnlinien von Sewastopol nach Simferopol, liefern die Sägewerke des Wi-Kdo. 618 fm Nutzholz an Kodeis (Kommandeur Eisenbahn) und 209 fm Nutzholz an die Brückenbau-Abteilung 521.


    -Laufende Nacherkundungen in Sewastopol mit Öffnung von verschütteten/gesprengten Zugängen zu Bunkern, Tankanlagen und Stollenanlagen. Laufender Abtransport von Bergungsgut aus dem Festungsgeländes nach Simferopol, so zBsp. am 20.07. mit 2 LKW ua. 1 to glyzerinhaltiges Öl, 400 kg braune Farbe, 350 kg Graphit, 1.000 Glühbirnen.


    -Erkundung der Gerberei Sewastopol
    Der grosse Betrieb konnte erst jetzt, nach Sprengung von Blindgängern, erkundet werden. Ein Teil der Verwaltungs- und Gerbereianlage ist beschädigt, aber instandsetzbar. Die Lagerbereiche konnten, mit einer grossen Menge an gegerbten und einer kleineren Menge an ungegerbten Pelz- und Fellwaren, sichgergestellt werden. Da der Betrieb kurzfristig nicht aufgenommen werden kann, wurde beschlossen: Abtransport der Fertigwaren und wertvoller ungegerbter Fellware, bei Belassen der restlichen Ware. An Gerbchemie konnten grössere Mengen sichergestellt werden, die allerdings noch von der Chemischen Abteilung beurteilt werden müssen. Bis zum 20.07. wurden bereits ein erster Posten mit 500 Geschirrlederhäute und ca. 16.000 Schafspelze nach Simferopol abgefahren. Nach Meldungen von eingefundenen Zivilarbeitern wurden in der Umgebung noch grössere Mengen an Lederwaren vergraben.


    -Elektrizitätsversorgungslage in Karasubasar
    Es arbeitet derzeit eine Wasserturbine mit 50 PS in Taigan zur Sicherstellung der Licht- und Werkstattversorgung. Der weiters benötigte Strom wird über eine Niederspannungsleitung nach Karasubasar geleitet. Die Instandsetzung und Inbetriebnahme von 2 weiteren Wasserturbinen á 75 PS mit Generatoren, befinden sich in einer fortgeschrittenen Phase. Die Umstellung der Stromleitung auf Hochspannung ist vorbereitet.



    -Aus dem Reich wurden weitere 3.150 Pflüge, 20.000 Sensen und 2.250 Grubber für die Gruppe Landwirtschaft nach Simferopol geliefert. Durch die notwendige Umstellung auf eine Bewirtschaftung mit Pferdezug und leichten Traktoren, im Gegensatz zu dem russischen Betrieb mit schwerem Raupenzug, wird eine zusätzliche Zahl an leichtem nachgezogenen Gerät benötigt. Die Sensen werden an neu angesiedelte Bauern und die einzelnen La-Betriebe verteilt, um eine dezentrale Frisch-- und Winterfutterversorgung einzubringen.


    -Bis September werden 6 grosse Dieselkraftanlagen in den Holzbearbeitungsbetrieben durch 6 stationäre Lokomobile auf Kohlebasis im Betrieb ersetzt. Der Einsparung einer grossen Menge an Diesel, steht der zusätzliche Bedarf von 240 to Kohle von Oktober ´42 bis März ´43 gegenüber.


    Gruß

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    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 91-

    13.07 - 15.07.1942
    -Beginn der Abbauarbeiten von Anlagen des Hochspannungsnetzes von Sewastopol nach Aibari (Südküste Krim). Die von den Russen nicht fertiggestellte Strecke nach Jalta wird abgebaut und das Masten- und Leitungsmaterial wird für den Aufbau der zerstörten Abschnitte des Hochspannungsnetzes von Sewastopol nach Simferopol verwendet.


    -Erste Ausgabe von neu produzierten Papyrossen (russische Tabakmischung) an einheimische Zivilarbeiter und Milizverbände. Die Ausgabe wurde geheim gehalten und entsprechende Mengen für eine möglichst gleichzeitige Ausgabe an den verschiedensten Dienststellen angesammelt. Erste Rückmeldungen weisen auf eine durchweg positive, teilweise sogar begeisterte Aufnahme hin. Es ist vorgesehen, dass sämtliche Zivilarbeiter und Milizverbände die Papyrossen als Marketenderware zugewiesen bekommen. Ein weiterer Anteil kann frei verfügbar als Prämiengabe verteilt werden. Jede Dienststelle erhält einen grösseren Bestand, damit bei Fertigungs- oder Lieferproblemen weiter ausgegeben werden kann.


    -Auf besonderen Befehl wurde ein Waggon mit 28 Fass Aktiv-Kohle, getränkt mit reinem Rosenöl und 8 Fass, getränkt mit reinem Lavendelöl, nach Beuthen/Oberschlesien abtransportiert.


    -Beendigung der Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten an der Wasserfernleitung nach Kertsch. Diese Leitung ist insgesamt 35 km lang und dient neben der Versorgung von Zivilbevölkerung und Landwirtschaft, vornehmlich der Versorgung von Industrie- und Bergbau mit Frischwasser. Besonders zum Auswaschen des Eisenerzes (Ausschwemmen von organischen und leichten Anteilen) und der Kühlung von Verarbeitungslinien in dem Stahlwerk, werden grosse Mengen Frischwasser benötigt. Die Leitung wies nur wenige Kampfschäden auf, bedurfte aber einiger Wartungsarbeiten. Erst in der Stadt Kertsch selbst, weisen abgezweigte Teile des Rohrleitungsnetzes starke Beschädigungen durch Bomben und Erdrutsche auf.


    -Eröffnung der Schäfereischule in Tschepotar. Die Schule verfügt über grosse Lager für Winterfutter, Stallanlagen für die Winterunterkunft der Schafe, Verwaltungs- und Schulungsgebäude, eine Veterinärstation, Schur- und Schlachtanlagen und umfangreiche Weideflächen. Es wird bereits ein erster Jahrgang von Schäfern beiderlei Geschlechts geschult. Neben der direkten Arbeit mit den Schafen, werden auch theoretische Kenntnisse in Tiergesundheit, Deutsch, Hütehundarbeit, Weidewirtschaft und Verwaltungskunde vermittelt.


    Gruß





    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 90-

    12.07.1942
    Besprechung der Gruppe W/Rohstoff des Wi-Kdos. mit dem Hafenkommandanten Sewastopol (Korvettenkapitän von Richthofen) über die im Bereich des Hafens liegenden Rohstoffe und Materialien
    1. Das in den Werften, in den Betrieben, am Hafen und in den dortigen Lägern befindliche Material und Rohstoffe, ist von der Kriegsmarine beschlagnahmt. Eine Erkundung der Rohstoffe und des Materials durch das Wi-Kdo. ist genehmigt worden.


    2. Alle nicht marineeigentümlichen Geräte, Rohstoffe usw. und solche die nicht für den Wiederaufbau des Hafengebietes Verwendung finden, werden dem Wi-Kdo. übergeben. Die Übergabe erfolgt NACH Fertigstellung der Erfassungslisten und Festlegung des Verwendungszweckes.


    3. Soweit es sich um die grossen Bestände an NE-Metallen in Blöcken, Barren oder in Form von Walzwerkerzeugnissen, sowie Träger- und Walzwerkerzeugnisse aus Stahl handelt, steht bereits fest, dass diese von der Marine benötigt werden. Dagegen kann der gesamte NE-Schrott aus den Sammellagern am Hafen freigegeben werden


    4. Die Sammlung der über das Hafengebiet zerstreuten NE-Schrotte, wird von den Sammelgruppen der "Sojustil" durchgeführt. Über die Arbeiten und Aufgaben der Sojustil wurde Mitteilung gemacht. Der Leiter der Sammelgruppen erhält eine besondere Genehmigung des Hafenkommandanten und hat den Schrott an bezeichneten Stellen zusammenzutragen. Nach Durchsicht dieses Schrottes durch Beauftragte des Hafenkommandanten auf verwertbare Stücke, kann der Abtransport erfolgen.


    5. Der Sojustil wird der bisherige Sojustil-Stützpunkt im Hafengelände für vorläufig 3 Monate belassen. Dieser Betrieb beginnt südlich des Zarenkais und ist am Wasser gelegen. Er wird von dem Bahngleis abgegrenzt.



    -Umstellung der Textilproduktion auf Winterware
    In Ausnutzung der kürzlich sichergestellten Strumpfmaschinen, konnten dem WBA (Wehrmachtsbeschaffungsamt) neue Fertigungskapazitäten gemeldet werden. Es erging sofortiger Befehl auf eine neue Festsetzung der Schwerpunktproduktion. Es soll nun vorwiegend erzeugt werden: Winterstrümpfe aus reiner Wolle sowie dicke Pullover. Es soll nicht mehr produziert werden: Tischdecken, leichte Schlafdecken, leichte Socken. Für die erwarteten Produktionssteigerungen wurden zusätzlich 20.000 kg Schafswolle zugewiesen.


    -OGQu IV A AOK 11 erteilt Auftrag zur Herstellung von 10.000 Weidenrutenbesen. Die Herstellung wird in Simferopol mit ca. 90 Besen/Tag erfolgen.


    Gruß

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    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 89-

    08.07. - 11.07.1942
    -4 volle Waggon-Ladungen Pflüge treffen aus Deutschland kommend, am Bahnhof Simferopol ein. Diese werden an die einzelnen Landwirtschafts-Staffeln, die einen erheblichen diesbezüglichen Mangel gemeldet haben, verschoben.


    Nacherkundungen Sewastopol
    -Ein weiterer, durch Sprengung in dem Zugang verschütteter Stollen, wurde freigelegt. Im Bereich der Sprengung ist einiges Material und Gerät beschädigt, im weiteren Verlauf des Stollens ist das weitere Material vollkommen verstaubt, aber unbeschädigt.
    -Es wurden 19 original in grossen Kisten verpackte, automatische Strumpfmaschinen (englisches Fabrikat), mit Zuführgeräten, Ersatzteil- und Werkzeugkästen sowie Handbüchern in Englisch/Russisch, unversehrt sichergestellt. Eine Maschinen-Anlage wurde mit einem LKW bereits in eine Textilfabrik nach Simferopol verbracht, aufgebaut und erfolgreich im Betrieb getestet. Die restlichen Maschinen sollen, nach Aufnahme des Bahnverkehrs nach Sewastopol, an die Vereinigten Textilwerke Simferopol überführt werden.
    -Laufende Abfuhr von freigegebenen Beutegütern nach Simferopol. Es werden vorerst nur Maschinen- und sonstige Materialien abtransportiert, die für die Verwendung im Hafen- und Festungsbereich nicht benötigt werden oder stark überzählig vorhanden sind - und - für die es dringende Anforderungen von Armee und Wirtschaft gibt. Am 11.07. wurde z.Bsp. ein LKW, beladen mit 1 Fass Firnis, 7 Fässer Staufferfett, 4 Fässer Ölfarbe, 3 Fass Motorenöl, 5 Fass Trockenfarbe und 250 m schweres Abschlepptau, nach Simferopol verbracht.


    -Besprechung mit KVR Dr. Böttcher, Sonderbeauftragter für die bakteriologische und hygienische Wasserqualität. Die laufenden Proben waren fast im gesamten Bereich des Wi-Kdo. einwandfrei. Lediglich in Kertsch war die Wasserversorgung von den Russen teilweise zerstört, so dass befohlen werden musste, nur abgekochtes Wasser zu trinken. Das Technische Bataillon 17 hat mit der Erneuerung der Artesischen Brunnen begonnen, die demnächst ihrer Bestimmung übergeben werden. Weiter ist in Kertsch das zentrale Wasserwerk, das zunächst als zerstört gemeldet wurde, doch noch nutzbar. Einige der Tiefbrunnen werden derzeit von Trümmern in der Zuwegung beräumt, die Tiefbrunnen sind erhalten, da nach einem versuchsweise angesetzten Pumpbetrieb, schnell wieder der alte Wasserstand gemessen werden konnte.


    -Besprechung mit OKVR Schmid und Übertragung des Sonderreferates Holzgeneratorenbau. Vordringlichste Aufgabe ist der sofortige Einsatz von Holzgeneratoren für Kraftfahrzeuge und stationäre Anlagen. Das Referat erhält die Verfügung über grosse Menge an Beute-Aggregaten, Kesseln und sonstigem verwendbarem Material und Gerät. Eine Neufertigung von Komponenten erhält in den mechanischen Betrieben eine hohe Priorität.


    -Besprechung mit dem Technischen Bataillon 17. Beschluß über die Umsetzung der Studie "Aufbau der Hochspannungsleitung Simferopol-Sewastopol" ohne wesentliche Änderungen. Die Arbeiten beginnen sofort.


    Gruß

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 88-

    01.07. - 07.07.1942
    Bericht über die Betrieb- und Produktionsmöglichkeiten in Jalta
    -Die Stromversorgung wird derzeit durch den Dauerbetrieb von mehreren kleineren Wasserturbinen auf 70 KVA und einer zeitweise zugeschalteten provisorischen Dieselzentrale mit 100 KW sichergestellt. Das Stromnetz konnte instand gesetzt werden.


    -Die Stadt und Umgebung sind geprägt von dem Kunsthafen mit kleinen Werften für Fischerboote und Fischumschlag/Verarbeitung, der Landwirtschaft und Holzwirtschaft und Kur- und Erholungsheimen. Die Marine hat einige Anlagen mit Maschinenbeständen in Betrieb.


    -Die wenigen Metallverarbeitenden Betriebe konnten unversehrt sichergestellt werden. Laut Maschinenliste per 30.06. sind 23 Metallbearbeitende Maschinen im Einsatz und 4 sind in Reparatur/Generalsinstandsetzung. Die Produktion umfasst Werkzeuge für die Land- und Forstwirtschaft, Bauteile für die Wasserwirtschaft, LKW-Ersatzzeile und diverse Aufträge von Wehrmachtseinheiten/des Hafenkommandanten.


    -Die Wasserversorgung von Armee, Wirtschaft und Zivilbedarf erfolgt aus Bergquellen. Die Zahl der Quellen und der vorhandene Wasserspeicher ist zu gering, so dass in den trockenen Sommermonaten Wassermangel herrscht. Die Wasserqualität selbst ist einwandfrei.




    -Auf dem Bahnhof Simferopol sind 573 Merino-Schafböcke aus den Reich, für die Zuchtverbesserung der hiesigen Schafherden, eingetroffen.


    -Aus Bahnlagern wurden zusätzlich 7 LKW-Ladungen mit 21 to Weizen und Hirse, für die Ernährung der Zivilbevölkerung in ländlichen Gebieten freigegeben und mit LKW abtransportiert. Es wurden im Berichtszeitraum je 2 Waggons Weizen für die Zivilbevölkerung, direkt an die Bahnstationen Simferopol, Kertsch, Feodosia und Bachtschisseraj, verschickt.


    -Die Boraxförderung in Bulganak wird in den geregelten Betrieb übernommen. Die Förderung beträgt derzeit 500 kg/Tag. Die Förderung wird begleitet von einer wissenschaftlichen Untersuchung, die ua. über die Produktionsaussichten, Aufwendungen und die erzeugte Qualität berichten soll.


    -Die Aufräumungsarbeiten auf dem Gelände des Stahl- und Hüttenwerkes Wojkow wurden fortgesetzt. Nach ersten Untersuchungen sind die Fundamente und unterirdischen Anlagen teilweise verschüttet, aber unversehrt.


    -Die Belegschaft des Eisenerztagebaus Kamysch-Burum wird in einem ersten Schritt auf 80 -100 Zivilarbeiter gebracht. Es haben sich zahlreiche Zivilarbeiter freiwillig gemeldet, die nun laufend, nach Überprüfung von Abwehr und Betriebsleitung, eingestellt werden.


    -Ein Brennstoffzug ist aus dem Reich, für die Verwendung durch das Wi-Kdo., in Simferopol eingetroffen. Davon sind 20 Waggons Traktorentreibstoff, 1 Waggon Benzin, 1 Waggon Motorenöl und 2 Waggons mit Maschinenöl.


    Gruß


    -

    Hallo Leute,


    zum Threadthema passend und vielleicht auch interessant. Per Weisung hatten ab 01.12.42 sämtliche Russische Kriegsgefangene, die in den besetzten Gebieten heimisch waren, das Recht, einmalig ihre Angehörigen mit Antwortkarte zu informieren. In wie weit die folgenden Verwerfungen an Front- und Befehlslage die Umsetzung dieser Weisung beeinflusst haben ist mir unbekannt.


    Gruß

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 87-

    Bericht über die Ersterkundung des Festungsgeländes mit Stadt Sewastopol vom 09.07.42 -Teil 4-

    Auflistung über erkundete Bestände an Maschinen im Bereich der Festung Sewastopol, die noch in Armee-Nutzung sind, vom Wi-Kdo. selbst erkundet und bereits zugewiesen wurden. Ohne Maschinen die von dem Hafenkommandant beansprucht wurden, erwiesenermaßen noch unter Trümmern/in verschütteten Stollen liegen und von eigenen und verbündeten Truppen ohne Nachweis abgefahren wurden.


    Zustand
    Gut - Maschine ohne Beschädigungen, vollständig betriebsbereit erhalten
    Generalinstandsetzung - Wichtige Bauteile fehlen, grössere Beschädigungen die den Betrieb verhindern oder vollkommen verdreckt und verstaubt, so dass eine Komplettreinigung mit Demontage von beweglichen Teilen nötig ist
    Schrott/Ausschlachtung - Schwere Beschädigungen, einige Bauteile sind noch als Ersatzteile verwendbar


    Gut Generalinstandsetzung Schrott/Ausschlachtung
    Drehbänke 19 51 10
    Bohrmaschinen 13 19 3
    Shapings 1 4 1
    Pressen 3 1 3
    Revolverbänke 1 1 0
    Schleifmaschinen 1 2 0
    Fräsmaschinen 9 2 1
    Schleifböcke 9 0 0
    Gewindeschneidbänke 3 1 0
    Hobelbänke 4 1 0
    Sikenmaschinen 1 0 0
    schwere Blechscheren 3 1 2
    Kaltsägen 0 1 0
    Senkrechtstossmachinen 2 0 0
    Presslufthämmer 2 0 0


    Gruß

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 86-

    Bericht über die Ersterkundung des Festungsgeländes mit Stadt Sewastopol vom 09.07.42 -Teil 3-

    -Museum, Leninstraße
    Das Gebäude ist nur wenig beschädigt und sofort nutzbar. Verwendung als Verwaltungssitz, Ausrüstungs-Depot oder leichte Werkstatt-Arbeiten möglich. Im Keller sind grosse nutzbare Lager voller Ausstellungsstücke jedweder Art. Vor dem Museum steht eine Anzahl alter Mörser aus Bronze, die ggf. sichergestellt werden müssen.


    -Bahnanschluß Sewastopol
    Die Bahnstrecke zwischen Simferopol und Sewastopol lag im Norden und Osten des Festungsgebietes im hart umkämpften Bereich und ist in Teilen schwer beschädigt, einige Brücken und Hochdämme sind gesprengt. Die Bahnanlagen im Bereich der Stadt und Umgebung sind dagegen, da bis zuletzt in Betrieb und nur wenig umkämpft, weitgehend erhalten. Arbeiten zur Instandsetzung und Umspurung sind bereits im Gange. Da die instand zu setztende Strecke iV. kurz ist und nun eine Konzentration der Eisenbahnpioniere vorgenommen werden kann, wird die Freigabe der Strecke nicht allzu lange dauern.


    -Diverse Betriebe im südlichen Bereich der Stadt Sewastopol und ausserhalb des Stadtgebietes
    Dieser Bereich war offensichtlich kein Schwerpunkt von Luftangriffen und Artilleriebeschuss. Da der Vormarsch in diesem Bereich sehr rasch vonstatten ging und wenig umkämpft war, sind die meisten Betriebe nur wenig beschädigt. Es wurden Betriebe der Holzwirtschaft, der Textilindustrie, der Lebensmittelverarbeitung, der Lederindustrie und Mechanische Werke erkundet. Einige Werke sind wegen der Gefahr von Verminungen und Blindgängern noch gesperrt. Teilweise wurde die Produktion in vorhandene und neu gebaute Stollen und Keller verlagert, in denen bis zuletzt produziert wurde.


    Da die Evakuierung von Maschinen keine Option war, blieb das Gerät bis zuletzt vor Ort. Die Wehrmacht erhebt allerdings für die Masse von Gebäuden, Maschinen und Gerät eigene Ansprüche. Nach ersten Absprachen wird erstmals sämtliches Beute-Gerät, für das der Hafen-Kommandant keine Verwendung hat (Landwirtschaftliches Gerät, Leder-/Stoffbearbeitungsmaschinen usw.), sowie NE- und FE-Schrotte abgefahren. Für jeden Betrieb wird eine Zustandsbeschreibung mit Produktionsmöglichkeit und Maschinen, Geräte und Rohstoffbeständen, einvernehmlich mit der Armee, erstellt. Das Wi-Kdo. hat vorerst 5 eigene Beute-LKW und eine Arbeitskolonne im Einsatz. Einige Stollen mit den wichtigsten Maschinen wurden in den Zugängen gesprengt. Erste Räumungen erbrachten teilweise verschüttete und durchweg komplett verstaubte, aber unzerstörte Schwermaschinen zu Tage.



    -Gruppe Sojustil im Bereich Sewastopol
    Zur Erfassung der umfangreichen Rohstoffbestände (Schrotte, Halbzeuge, Glas, Lumpen usw.), wurde eine eigene Gruppe der Sojustil (Altmaterialerfassung) eingesetzt. In Absprache mit dem Hafenkommandanten und der Armee, werden zentrale Sammelstellen eingerichtet und laufend mit angesammelten Rohstoffen gefüllt. Diese Sammelstellen sollten sich mindestens an befestigten Strassen, besser noch an Anschlüssen der Eisenbahn und/oder den Seeumschlags-Bereichen, liegen. Die Sammlung wird bei Räumungen an Durchgangsstrassen und Sperren beginnen.


    -Werft-, Umschlags-, Ausrüstungs- und Fertigungsanlagen im Hafengebiet
    Die Anlagen sind fast durchweg zumindest beschädigt. Das Gebiet war Ziel von Luftangriffen und Artilleriebeschuß. Der Hafenkommandant erhebt Anspruch auf sämtliche Betriebe. Dem Wi-Kdo. wurde die Besichtigung ermöglicht, die Anlage einer einvernehmlichen Auflistung von Maschinen und Material wurde abgelehnt. Es wurden zahlreiche Stollen und unterirdische Depots festgestellt. Einige Bestände an Walzmaterial, sonstigen Stahlwaren, Halbzeugen usw. wurden erkundet. Weiter wurden grössere Bestände an Gerüsten, Krananlagen und sonstigem Werftgerät demontiert vorgefunden.


    Gruß

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 85-

    Bericht über die Ersterkundung des Festungsgeländes mit Stadt Sewastopol vom 09.07.42 -Teil 2-

    -Fabrik an der Artillerie-Bucht
    Die Gebäude sind teilweise zerstört und beschädigt, in weiten Teilen aber vollkommen erhalten. Das Werk besteht aus zahlreichen Fabrikations-, Verwaltungs- und Lagergebäuden, sowie einigen unterirdischen Stollen. Es wurde bis zuletzt Kriegs- und Wirtschaftsgerät repariert und Ersatzbauteile neu gefertigt. Bei der Ersterkundung war der, mit Maschinenbestand unversehrt vorgefundene Holzverarbeitungsbetrieb, durch eine Kfz.-Instandsetzungs-Kompanie belegt. Es konnten grössere Vorräte an Nutzholz, Beschlägen und Ersatzteilen festgestellt werden. Die ebenfalls mit Maschinenbestand sichergestellte Werkstatt, wird derzeit von der Armee als Wehrmachts-Betrieb geführt und war bereits, mit der Reparatur von Fahrzeugen und Gerät, in Arbeit.


    Es wurde hier Einigkeit erzielt, dass über die Bestände an Maschinen und Material einvernehmliche Bestandslisten angelegt werden, damit bei einem Abrücken der Armee, die Bestände kontrolliert übergeben werden können. In den Stollen lagern grosse Mengen an defekt beiseite gestellten Maschinen und offensichtlich überzähligem Material jedweder Art (Kabel, Glühbirnen, Sicherungen, Muster-Vorlagen usw.). Das Verwaltungsgebäude ist weitgehend zerstört, ein Metallbearbeitungswerk ist schwer beschädigt. Ein Teil der Maschinen ist unter Trümmern, ein weiterer Teil ist vollkommen mit Trümmerstaub bedeckt. Die Lagergebäude sind nur teilweise beschädigt und in Teilen mit Baugruppen von unklarer Verwendung, Panjewagen, Kfz. und militärischem Gerät aller Art belegt.



    -Werk Meschstrojsawod (in der Nähe der Artillerie-Bucht)
    Der mechanische Betrieb, der zuletzt offensichtlich nur noch mit der Reparatur von Armee- und Schiffsgerätschaften aller Art beschäftigt war, ist weitgehend erhalten. Der Maschinenbestand wurde übereilt gelähmt (bewegliche Bauteile entfernt oder zerschlagen/verbogen) und bedarf einer Instandsetzung. Die Lager sind zerwühlt, aufgebrochene Kisten liegen mit Inhalten übereinander. Es bedarf einer eingehenden Aufnahme dieser Bestände. Der Betrieb ist derzeit, bis auf das Verwaltungsgebäude, nicht von Wehrmachtseinheiten belegt. Im Verwaltungsgebäude konnten die noch vorhandenen Unterlagen in einem Raum zusammengefasst und gesichert werden.


    -Marine-Reparaturwerkstatt für Schnellboote
    Weitgehend unzerstörte Anlage mit einem betriebsbereiten Maschinenbestand und einigen Materialvorräten. Es werden bereits Arbeiten im Auftrag des Hafenkommandanten ausgeführt. Offensichtlich handelt es sich um einen Marineeigenen Betrieb mit folgendem Anspruchsrecht der Kriegsmarine auf Nutzung. (Generell hatte bei der Sicherstellung die Dienststelle ein Vorrecht bei der künftigen Nutzung, die der bisherigen Nutzung entsprach. ALSO für bisherige Betriebsgebäude der russischen Bahn - die Reichsbahn. für Werke der Luftfahrtindustrie - die Luftwaffe usw.. Werke die nicht eindeutig zuordenbar waren und auf die mehrere Dienststellen Anspruch erhoben, wurden einer übergeordneten Entscheidung unterworfen. Die Sofortnutzung von Fronteinheiten hatte jedoch, zumindest kurzfristig, Vorrang.)


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    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 84-


    Bericht über die Ersterkundung des Festungsgeländes mit Stadt Sewastopol vom 09.07.42 -Teil 1-


    -Nordufer Severnaja-Bucht
    Ein Armee-Tanklager wurde sichergestellt. Die oberirdischen Tankanlage sind grösstenteils zerstört oder beschädigt. Ein Teil der unterirdischen Tankanlagen wurde von eigenen Truppen leergepumpt. Ein weiterer Teil der unterirdischen Tankanlagen wurde, nach Aussagen von Gefangenen, frühzeitig in den Zugängen verschüttet. Eine Räumung dieser Zugänge, welche von den Russen bereits erfolglos begonnen wurde, ist angesetzt. Überraschend wurde ein grosses Flugzeuglager mit einer sehr grossen Menge an Flugzeug-Baugruppen (Rümpfe, Motoren, Fahrwerke usw.) und grossen Mengen an Flugzeug-Ersatzteilen, Spezial-Geräten usw., fast unversehrt erkundet. Übergabe an einen Erkundungs-Trupp der Luftwaffe.


    In sonstigen Lagern in og. Gebiet wurden grössere Mengen an optischen Instrumenten, Traktoren/Traktorenersatzteile, landwirtschaftliche Maschinen usw. festgestellt und sofort abgefahren. In diesem Gebiet wurde für die Versorgung der Festung bis zur Einnahme Landwirtschaft betrieben. Grosse Mengen an Kriegsschrott aller Art festgestellt.


    -Stadt Sewastopol
    Die Stadt ist fast völlig zerstört. In den weit verstreuten Industrie- und Wohnanlagen in der Umgebung ist vieles unbeschadet geblieben. Erste Einblicke in unterirdische Depot- und Produktionswerke, ergaben einen unversehrten Eindruck. Die Zivilbevölkerung, die anfangs völlig unsichtbar war, macht sich nun doch in steigender Zahl bemerkbar. Der Naturhafen an sich ist unzerstörbar, die Kaianlagen sind nutzbar, einige versenkte und teilversenkte Kriegs-und Handelsschiffe behindern aber verhindern keine umfassende Nutzung. Die Aufnahme der Zivilisten hat begonnen, die vorhandenen zivilen Behelfslazarette werden, soweit möglich, mit Verbandsmaterial, Medikamenten und Material versorgt. Da die Russen den laufenden Nahrungsmittelbedarf durch Eigenanbau und Nachschublieferungen nicht decken konnten, sind bisher keine wesentlichen Lager an Lebensmitteln oder Verbrauchsgütern festgestellt worden. Eine Behelfsversorgung für die Zivilbevölkerung wird von einer Abordnung der zivilen Stadtverwaltung Simferopol verwaltet. Vorerst können nur bescheidene Mengen geliefert werden.


    -Elektrizität-Werke
    Nach Berichten des Technischen Bataillons 17 sind zwei grosse E-Werke in Sewastopol nur gelähmt und durch Kämpfe gering beschädigt. Nach Ausführung einiger Reparaturen und Wartungen sind die Werke in 6 bzw. 12 Wochen einsatzfähig. Das Fernleitungsnetz nach Simferopol ist teilweise zerstört, in Teilen aber nur beschädigt oder gänzlich erhalten. Die Bauten des Fernleitungsnetzes nach Jalta, die von den Russen nicht vollendet wurden, sind auf dem Festungsgelände weit fortgeschritten. Da bereits beschlossen wurde, diese Bauten zugunsten der Strecke Sewastopol-Simferopol abzubauen, erscheint es zweckmässig, die erhalten Bauten vor Ort umzusetzen.


    Gruß

    Hallo Leute,


    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 83-

    Rückblick über die wehrwirtschaftliche Entwicklung im 2. Quartal 1942 -Teil 13-

    Gruppe Arbeit
    Es wurde mittlerweile in jeder grösseren Stadt ein Arbeitsamt eingerichtet. Das Hauptgewicht der Gruppe Arbeit lag in der Werbung, Information und Verwaltung der bisher in das Reich abgefahrenen Zivilarbeiter. Die Überweisungen der Löhne aus dem Reich an die Reichskreditkasse Simferopol gingen pünktlich ein. Die berechtigten Empfänger dieser Zahlungen wurden mit monatlich zugewiesenen E-Scheinen versorgt. Die Anfragen von Zivilarbeitern für den Reichseinsatz sind weiter hoch. Auf der Halbinsel Kertsch wurde die Erstregistrierung der Zivilisten abgeschlossen. Eine Entscheidung über die Freigabe von Zivilarbeitern für den Reichseinsatz kann erst nach Abschluss der Industrieplanungen mit entsprechendem Arbeiterbedarf erfolgen.


    Eine weitere laufende Arbeit ist die genaue fachliche, wohnliche und familiäre Aufnahme von arbeitsfähigen Menschen. Diese Daten werden dann mit Arbeiteranfragen von diversen Dienststellen verbunden. Viele Frauen können auf Grund familiärer Gegebenheiten keine weit entfernt liegende Arbeit aufnehmen. Hier wurde bewusst das Kleingewerbe in Wohnsiedlungen und die Heimarbeit mit Arbeitsaufträgen versorgt.


    Erste Anfänge in der beruflichen Aus- und Weiterbildung von bevorzugt jungen Arbeitern wurden eingeleitet. Jedem Betrieb wurde zur Auflage gemacht, wissbegierige, begabte und strebsame Arbeiter für höhere Aufgaben vorzubereiten. Dies kann in einem ersten Schritt in einem vielseitigen Arbeitseinsatz, in theoretischen Kurzschulungen durch Meister oder in der Übertragung von Eigenverantwortung für das Bedienen von Maschinen, der Produktion von Baugruppen oä. erfolgen. Fernziel muss die Einrichtung von Lehrlingswerkstätten und die Weiterbildung von Facharbeitern zum Werkmeister sein.


    Die allgemeine Arbeitsfreudigkeit ist, sofern die Ernährungslage befriedigend ist, ausgezeichnet.


    Gruß

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    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 82-

    Rückblick über die wehrwirtschaftliche Entwicklung im 2. Quartal 1942 -Teil 12-

    Gruppe Landwirtschaft -3-
    Blattfasern
    Besonders in den Steppenregionen findet ein starker Anbau von Faserpflanzen (Sisal, Flachs usw.) statt. Die gewonnenen Fasern werden in kleinen Seilereien und Webereien zu Stricken/Seilen, Segeltuch, Säcken usw. verarbeitet. Das trockene Wetter begünstigte den bisherigen Wachstumsstand. Der Anbau geht über den regionalen Bedarf hinaus, so dass grössere Mengen an Rohfasern und Meterware an andere Wi-Kdos. abgegeben werden können.


    Kühe
    Der absolute Bestand ist deutlich gestiegen, da nun auch die letzten noch versteckt gehaltenen Kühe gemeldet wurden. Es wurde jedem bäuerlichen Hausstand eine Milchkuh und jeder Dorfgemeinschaft/Genossenschaft, je nach örtlicher Struktur, aktive und angehende Deckbullen und Milchkühe belassen. Die Milchkuh-Bestände in Sowchosen, die durch Abtriebe der Russen bei deren Rückzug stark geschrumpft sind, konnten durch angetroffene und aufgefundene Bestände (die nicht gemeldet waren), im Laufe der Berichtsperiode nochmals gesteigert werden. Von den Privatbauern als überzählig gemeldete Bestände wurden, sofern der Nachweis des Eigentums bewiesen wurden, meist den Bauern gegen Nutzungsanteile belassen und sofern es sich um Schlachtreife Bestände (überzähliges Galtvieh, alte Milchkühe) handelt, für den Armeebedarf abgekauft. Der Bestand konnte auch dadurch gesteigert werden, weil es bisher keine bestandsgefährdenden Abgaben an die Armee gab und ein starker Jahrgang an Kälbern geboren wurde.


    Auf der Halbinsel Kertsch ist die Aufnahme von Kühen beendet. Die Bestände der Sowchosen sind stark geschrumpft, werden aber durch Nachmeldungen und neu angetroffene Tiere noch geringfügig steigen. Die bisher erfassten etwa 4.500 Hofbesitzer auf der Halbinsel Kertsch besitzen auf 4.140 Höfe mindestens eine Kuh. Die Zuführung von 360 Milchkühen an die restlichen Höfe wurde eingeleitet, damit jeder Hof mindestens eine Milchkuh besitzt.


    Milcherzeugung
    Die Milchanlieferung von Privatbauern, sowie die Eigenerzeugung von Milch-Kolchosen, ist im Verlauf des Berichtsquartals erheblich gestiegen. Im Mai ´42 betrug die Milchanlieferung 2.903.474 kg. Neben dem direkten Vertrieb von Milch, wurden in den Rahmstationen im Mai grosse Mengen an Quark, Käse und zBsp. 118.000 kg Butter hergestellt. Die Privatbauern konnten ihren Anteil an der Milchleistung frei nutzen, bzw. auf Märkten vermarkten. Die Zahl der in Betrieb befindlichen Molkereien hat sich auf 22 und die Zahl der Rahmstationen auf 57 erhöht.


    Schweine
    Die wertvollen Jungsauenbestände konnten erhalten werden. Die absoluten Bestände liegen derzeit, wegen umfangreichen Abgaben an die Armee, noch unter dem Bestand zu Anfang des Quartals. Die Zuchtbestände lassen jedoch eine baldige Vermehrung der ausgezeichneten, nochmals selektierten Bestände, erwarten.


    Schafe
    Der Bestand ist durch Nachmeldungen und starke Lammbestände, trotz hohe Abgaben für die Armeeversorgung, angestiegen. Aus dem Reich sind 600 Merino-Böcke, für eine Aufwertung der bestehenden Zuchten, im Anrollen. Minderwertige Bestandsböcke werden zur Schlachtung freigegeben. Das Staatsgut Korbe wird die zentrale Schafzuchtstation. In dieser Station werden künftig alle Schäfer in Theorie und Praxis geschult, Zuchtziele umgesetzt und eine spezialisierte Veterinärstation zusammengefasst.


    Hühner
    Die Kleinviehhaltung wurde den Privatbauern in unbeschränktem Umfang zugestanden. Die regionalen Hühnerrassen sind durchweg Zweinutzungshühner mit mittlerer Legeleistung und befriedigendem Fleischaufbau. Da diese Hühner sich zu einem guten Teil aus dem Land ernähren (Insekten, Gras usw.) und gute Glucken sind, ist eine Bauernzucht gegeben. Diese Bestände konnten stark gesteigert werden. In den genossenschaftlichen Brutanstalten konnten bis 31.05. 150.000 Küken erbrütet werden. Die Abgaben erfolgten an Privatbauern und an genossenschaftliche Legebetriebe. Diese Legebetriebe konnten im Mai etwa 2.000.000 Eier an die Armee liefern.


    Gänse/Enten
    Besonders Gänse, die in einigen Regionen als Weidetiere gehalten werden, sind stark gefragt. In den Brutanstalten wurden bis 31.05. 50.000 Küken erbrütet. Die landestypischen Rassen legen schnell an Gewicht zu, haben eine robuste Gesundheit und werden nun auch als private Naturbruten (zu Sowjetzeit verboten) gezüchtet.


    Schlachtvieh
    Bis Mitte Juli muss dem AOK 11 12.000 Stück Rindvieh mit einem Mindest-Ausschlachtgewicht von 100 kg je Stück übergeben werden. Die Gruppe La hat der Armee, zur Schonung der Rindviehbestände, eine Alternative Abgabe von zusätzlicher Butter, pflanzlichen Ölen, Hühnern und Fischen angeboten. Es wird angestrebt, dass die angewachsenen Rindviehbestände nicht bestandsgefährdend gekeult werden.


    Struktur
    Das Gebiet der Gruppe La des Wi-Kdo Krim umfasst 12 Gebiete und 33 Kreise. Die Gesamtstärke der Gruppe in Gebiets- und Kreislandwirtschaftsführung, Molkereien, Genossenschaften usw. beträgt per 30.06.42: 330 Offiziere/Sonderführer/KVR usw..


    Gruß

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    Kriegstagebuch des Wirtschafts-Kommandos Krim -Teil 81-

    Rückblick über die wehrwirtschaftliche Entwicklung im 2. Quartal 1942 -Teil 11-

    Gruppe Landwirtschaft -2-
    Kirschen
    Die Ernte ist in weiten Teilen bereits abgeschlossen. Die Erntemengen der in Plantagen angebauten Kirschen in halbhohen Stämmen, waren ausserordentlich gut. Die Kirschen wurden verschiedenen Divisions- und Armeeverpflegungsstellen direkt zur Abholung angemeldet. Die angefragten Mengen der Armee wurden laufend erhöht, so dass sämtliche Mengen direkt abgegeben wurden. Mengen für die Verarbeitung zu Sirup und Trockenobst konnten dabei nicht bereitgestellt werden.


    Kartoffeln
    Der Anbau erfolgt vorwiegend in den Fluss- und Küstennahen Gebieten in der Nogaischen Steppe. Es werden, wegen den heissen und trockenen Sommern, nur Frühkartoffeln angebaut. Die Ernte wird sich wahrscheinlich auf einem durchschnittlichen Ertragsniveau bewegen.


    Gemüse
    In den Gemüsefeldern, die in Teilen bewässert werden, wird fortlaufend mit Düngung und Neupflanzung nach Ernten, angebaut. Das anfallende Frühgemüse brachte gute Erträge, wurde laufend erfasst und der Wehrmacht zugeteilt. Es werden ua. Zwiebel, Lauch, Kohl, Sellerie, Rüben, Erbsen, Bohnen angebaut. Der Bedarf der Armee ist so gewaltig, dass selbst die grossen zur Verfügung gestellten Mengen nie voll ausreichen. Eine Konservierung von Gemüse ist daher derzeit nicht möglich. Die Einheiten der Armee, die teilweise ein Jahr lang ohne regelmässige und volle Versorgung mit frischem Obst und Gemüse waren, nehmen derzeit mehr als 1 kg per Soldaten-Iststärke und Tag ab.


    Getreideernte
    Das komplette Ausbleiben von Regen in der wichtigsten Ausreifungsphase wird zu einer sehr schlechten Ernte führen. Es wird erwartet, dass die Ernte neben der Sicherstellung des Saatgutbedarfes für das nächste Jahr sowie der Armee- und Kraftfutterversorgung, NICHT für die Versorgung der Zivilbevölkerung ausreicht. Auch der Anbau der Privatbauern wird dies nicht grundsätzlich ändern.


    Bienen
    Die über den Winter geleistete Vorarbeit mit Schulung der Privatbauern, dem Bau von Bienenstöcken und der Beischaffung von Königinnen, hat mittlerweile sichtbare Erfolge. Durch das trockene Wetter sind die Bienenvölker schnell erstarkt und lieferten neben sehr guten Honigerträgen (bisher schon 25 Kg/Volk) noch genügend Ableger und Schwärme für den weiter angestrebten Ausbau der Zucht. Aktuell sind etwa 12.500 Bienenvölker vorhanden. Neben der kommenden Sommerernte von Honig, werden vor allem noch grosse Mengen an Wachs erwartet. Neben der Verarbeitung zu Wabenstreifen für neue Völker, werden Wachskerzen hergestellt. Weitere Wachsmengen sind von der Pharmazeutischen Abteilung für den Medizinbedarf bestellt. Der Honig wird fast ausschliesslich der Armee zur Verfügung gestellt. Die Privatbauern erhalten für den Unterhalt der Bienenstöcke einen festen Anteil an der Honig- und Wachsernte zur freien Verfügung.


    Traktoren
    Ohne die in Aufnahme befindlichen Traktoren-Bestände auf der Halbinsel Kertsch, konnten bis. 30.06. etwa 1.400 defekt zugeteilte Beute-Traktoren repariert werden. Eine Nutzung ist derzeit wegen Treibstoffmangel nur in stark beschränktem Umfang möglich.


    Panjewagen
    Die Reparatur von beschädigt zugewiesenen Panjewagen geht weiter gut voran. Die Pferdelage konnte nochmals, durch Zuweisung von ausgemusterten Armeepferden, Neumeldungen von Zivilbauern und Nachzuchten, erhöht werden. Allerdings ist die Zahl der Pferde für die grossen Flächen- und Transportleistungen, bei fast vollständigem Ausfall von Traktoren, weiter nicht ausreichend.


    Gruß