Posts by S.Gintas

    Liebes Forum,
    liebe Trauergemeinde,


    die Familie Sironas möchte sich herzlichst für die große Anteilnahme bedanken. Gintas war stets mit großer Freude und Hingabe an der Geschichte in diesem Forum aktiv. Durch seine Arbeit hat er hier nicht nur viele Mitstreiter und Gleichgesinnte, sondern auch Freunde gefunden. Es berührt uns zutiefst, die Beiträge hier zu lesen und macht uns einmal mehr bewusst, was für einen tollen Ehemann, Vater aber auch hingebungsvollen Historiker und Freund wir verloren haben.
    In seinem Sinne würden wir uns sehr freuen, wenn der Austausch zwischen unseren Ländern auf allen Ebenen fortgeführt wird. Sofern es uns möglich ist unterstützen wir als Familie gern dabei.


    In tiefer Trauer
    Familie Sironas

    Hallo alle,


    übrigens, ich habe vergessen zu erwähnen, was die ältere Frau im zweiten Film erzählt.
    Sie zeigt auf einen Platz und sagt, dass an der Stelle um die 50 deutsche Offiziere sich erschossen haben als sie sahen, dass der Kampf aussichtslos geworden ist. Der Platz liegt ein Paar hundert Meter vom Universitätsgebeude auf Ciurlionis Strasse entfernt. Kann sein, dass dort gestorbene Verwundete beerdigt sind.


    Grüsse,
    G

    Hallo alle zusammen,


    Gruss aus Litauen.
    Zu den Filmen auf litauisch:


    Im ersten Film Amateur-Historiker Aurimas Martinkenas erzählt auf eine künstliche Weise über die Schlacht um Vilnius. Leider Information und Desinformation sind ungefähr gleichmässich verteilt. Wieso liest er nicht, was an Dokumenten und Texten schon veröffentlicht ist?


    Im zweiten ein Paar Historiker diskutieren die Dokumente aus dem Besonderen Archiv über die Grabstätten aus dem Kriegsgefangenenlager 195. Joseph, dank Karolis haben wir diese Plätze vor drei oder vier Jahren besucht. Aber jeder darf seine Entdeckungsfreude haben.


    Also, neues in diesen Filmen gibt es nichts. Ich werde "Poziuris" wegem dem, was sie zeigen, noch anschreiben.


    Grüsse, Gintas

    Hallo Gintas, hallo zusammen,
    das ist ja sehr interessant! Mein Onkel Erich Franke war Soldat im Fallschirmjägerregiment 16, und zwar im Stab des II. Bataillons. Nach Angaben der Deutschen Dienststelle in Berlin ist er am 08.07.1944 in Wilna vermisst. Er hatte die Erkennungsmarke mit der Nummer 210 782. Die entsprechende Auskunft aus Berlin hatte ich vor einiger Zeit auf der Seite 38 im Forum eingestellt. Ich kenne nicht die Systematik bei der Nummerierung der Erkennungsmarken, aber die beiden Zahlen liegen doch sehr dicht beieinander. Vielleicht hilft diese Auskunft etwas weiter.
    Viele Grüße
    Harald


    Hallo Harald,
    vielen Dank für die Nachricht. Die Erkennungsmarke ist in der Gegend gefunden worden, wo Gruppe Tolsdorf (mit eiinem Teil des FJR16) am 8.7.44 den Durchbruch nach Vilnius versuchte. Genaueres werde ich erst nach meinem Urlaub erfahren.


    Grüsse,
    Gintas

    Hallo alle,


    in der nähe von Vilnius ist die obere Hälfte der Erkennungsmarke gefunden worden, auf der steht:
    210784
    28
    Laut Angaben gehört sie dem FJR16.
    Frage ist, ob man Batallion un Kompanie identifiizieren könnte.


    Grüsse,
    G

    Hallo alle,


    vielen Dank, Joseph, vielen Dank Thilo, Schorsch und alle, die mitgemacht haben. Die Ergebnisse eures Einsatzes kann ich gut gebrauchen.


    Schöne Grüsse,
    Gintas

    Hallo Joseph/ Thilo,


    die Operation gegen Kaunas wurde am 25.07.44 begonnen, die Stadt wurde am 1.08.44 "ohne Gefächt" genommen. Sehr unwarscheinlich, dass jemand in der Stadt am 15.07. umgekommen sein könnte. Ich schätze, entweder wurde Titel wärend des Ausbruchs verwundet worden und in Kaunas gestorben, oder kam er wärend des Ausbruchs (möglich in der Nähe von Kriauciunai) um, und am 15.07. in Kaunas wurden die Todesfälle registriert. Titel sollte mit der nördlichen Gruppe (Soth) aus Vilnius ausgebrochen sein.
    Grüsse,
    Gintas

    Hallo Joseph,


    Ich kann Udo nur zustimmen.


    Quote

    - "Faschistische Truppen", die wieder "öfter" agieren, sind mir derzeit in Europa nicht bekannt. Ich sehe also keinen Grund zur dramatischen Beunruhigung …- "Faschistische Truppen", die wieder "öfter" agieren, sind mir derzeit in Europa nicht bekannt. Ich sehe also keinen Grund zur dramatischen Beunruhigung …


    Würde nur empfehlen russisch zu lernen und in russischen Foren zu surfen, dann wird die romantische Stimmung schnell vorbei. Da ist eine andere Welt. Einiges aus der Ukraine. Vorsichtig, 8.35-9.35 und 10.45-11.50 sind nicht für alle.


    Gintas

    Hallo alle zusammen,
    guten Rutsch im Neuen Jahr!


    bei mir in der Hand liegt eine Erkennungsmarke des Kriegsgefangenen DULAG 230, 15 767. Die Marke ist heil, man kann annehmen, dass der Gefangene mindestens die erste Etappe der Gefangenschaft überstanden hat. Aus dem Internet habe ich nur herausgefunden, das dieses Durchgangslager bei Wjasma gewesen sei. Es sollte im Zeitraum 1942-08.1944 existieren, aber im 1943 war Wjasma schon unter Kontrolle der RA. Wurde das Lager vorschoben, oder es wurde nur formal nicht geschlossen? Gibt es die Listen zur Personenidentifikation?


    Vielen Dank für jede Hilfe.


    Gintas

    Hallo im Forum,


    danke an radio4wk für den Hinweis auf den 1. Band einer Buchreihe zu Vilnius im Krieg 1944. Das Buch konnten wir mit Unterstützung des Briedis Verlages im Oktober 2014 fertig stellen. Es liegt in litauischer Sprache vor, so dass der deutschsprachige Leser mit den vielen vorhandenen Bildern und Fotos vorlieb nehmen muss.
    Die Buchreihe soll fortgesetzt werden, ich kann dazu die folgenden Ankündigungen mitteilen:
    Band 2: "Kas sugriove Vilniu". Er behandelt die Hintergründe zu den Zerstörungen und den ausgedehnten Bränden in Vilnius im Sommer 1944. Aktuelle Archivfunde förderten überraschende Fakten zu Tage (geplant 2015).
    Band 3: "Operacjos 'Ostra Brama' blefas". Er beleuchtet die Rolle der polnischen Heimatarmee während der Kämpfe um Vilnius (geplant 2015).
    Band 4: "Fester Platz Wilna". Abhandlung der militärischen Aspekte der Einkesselung Wilna´s und des Teilausbruchs der deutschen Besatzung (geplant 2016). Das steht sogar schon auf der Buchrückseite vom Band 1.


    Viele Grüße,
    Gintas

    Hallo alle,


    Quote

    Paul Spohn
    Erstmals bekomme ich dadurch einen tiefen Bezug zu den Motiven der Gruppe um Stauffenberg herum, denn dieser damals andauernde und unaufhaltsam scheinende Rückzug, vielleicht ist Treibjagd der bessere Ausdruck, macht deutlich in welch verzweifelter Lage sich die Wehrmacht an der Ostfront befand und warum Treskow und Stauffenberg so handelten.


    Neulich habe ich irgendwo gelesen, dass einmal im Jahr 1944 die Alliierten wußten genau über Hitlers Aufenthalt irgendwo in Holland, Belgium oder Frankreich. Es wurde eine Fliegerattacke geplant, aber man entschied sich sie nicht auszuüben, weil der "Führer" mit seinen Entscheidungen zu gut für die Alliierten "gearbeitet" hat. Leider, mehr weiß ich nichts.


    Die Themen "Vilnius 1944" und die "festen Plätze" passen gut der Theorie zu.


    Schöne Pfingsten


    Gintas

    Hallo alle zusammen,


    im Untersuchung von Vilniusser Verteidigungsring sind wir ein Schritt weiter gekommen. Die Identifikation von Artefakten ist durch.


    [Blocked Image: http://media501.dropshots.com/photos/1184374/20140421/155635.jpg]


    1. Ein Schütze im Schützengraben als Vorposten hat wahrscheinlich die Spähtrups mit Mauser beschossen. Die Hülsen sind der 44. Ausfertigung, die jungere Fabrikation war deutlich fester gegen Rost. MGs gab es hier nicht.


    [Blocked Image: http://media501.dropshots.com/photos/1184374/20140421/184513.jpg]


    2. Die Gegend wurde mit Granatenwerfern beschossen.


    [Blocked Image: http://media502.dropshots.com/photos/1184374/20140421/171419.jpg]


    3. Der Graben hat eine kurze PPS oder PPSch Garbe abgekriegt.


    Es gab über 50 Fundstellen mit dem "Gut" aus den Zeiten zwischen Mitte des XIX Jahrhundert und den 80. Jaher des letzten. Deshalb sind die Untersuchung und Interpretation des Fundes sehr langsam. Aber die Arbeit möchte man im Herbst unbedingt weiter fortsetzen. Ob die gute Vorhaben nicht nur die Vorhaben bleiben werden wir sehen. Zur Zeit ist die Interesse sehr groß.


    Schöne Grüsse,
    Gintas

    Hallo Wulf,


    hier kannst Du die Zusammensetzung eines Artillerie-Regiments finden.
    Abt. I - Bat. 1, 2, 3.
    Abt. II - Bat. 4, 5, 6.
    ...
    Abt. IV - Bat. 10, 11, 12


    Ein Zug damals war viel kürzer, als heute. Um eine ID zu transportieren brauchte man mehrere Züge (um die 20, wenn ich mich nicht irre). Deshalb dehnte sich die Transportierung einer ID über Tage. Die ersten Züge der ID170 kamen nach Molodetschno an, der zweite Teil schaffte nur bis Vilnius, der Rest - nur bis Kaunas. Nach Vilnius wurde nicht geschlossene Einheiten gelieferrt, sondern dass, was in bestimmten Zügen zur bestimmten Zeit sich befand. Batterien 11 und 12 gehörten nicht der Abt.II, sie waren nur im gleichen Transport.


    Grüsse,
    Gintas