Posts by Caprinus

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    Original von Viktor7
    es hat auf dem Gelände von Fliegerhorst tatsächlich einen Barackenlager gegeben. Über den Sinn und Zweck davon kann man nur spekulieren.


    Hallo Viktor und Interessierte


    Ich frage mich, warum es häufig so schwierig ist, damalige Gegebenheiten zu erfahren?
    Bei meiner Recherche haben sich etliche beteiligte Helfer so manches mal gefragt, ob die zuständigen Ämter und Institutionen sich tatsächlich nicht erinnern können, wollen- oder was auch immer die Gründe dafür sein mögen, dass so viele Archivalien von manch einem Standort/Platz/Stellung gleichsam verschwunden sind.
    Merkwürdig finde ich auch, dass der Verlust örtlicher Fakten, häufig kollektive Gedächtnislücken bei den Bürgern nach sich zieht. Was mein(t)en die Zeitzeugen all die vergangenen Jahr? Oder hatte man in der Vergangenheit weniger nach den Hintergründen gefragt?
    Die Geschichte der NS-Zeit liegt doch gar nicht sooo lange zurück. ?(
    Vielleicht habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, woran liegt es?


    Seid gegrüßt
    Jane

    Auch Hai Kordula und alle anderen Durstigen!
    [IMG:http://www.smilies.4-user.de/include/Trinken/smilie_trink_105.gif] Leider kann ich mit dem Zeitungsartikel nicht mehr dienen. Hätte ich's doch geahnt, dann hätte ich natürlich die feucht-fröhliche Lektüre abgespeichert.


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    Original von schupo
    Dort muß man jetzt, wie bei anderen Zeitungen auch, dafür bezahlen.


    Nö, nö! :D
    Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt, wer hat soviel Pinke-Pinke, wer so viel Geld ...???
    Dafür gibt’s ja schon n’ Rommel-Schnaps... [IMG:http://www.smilies.4-user.de/include/Trinken/smilie_trink_140.gif]


    Cheers Kordula!
    Jane

    Hallo Viktor,


    besten Dank für das Foto!
    Grüße bitte Deinen Informanten von mir, er hat mir damit einen sehr großen Dienst erwiesen. :]


    Ich bin in Besitz eines amtlichen Dokumentes das besagt, dass meine Ma 14 Monate lang in Köthen, Fliegerbaracke Nr. 5 wohnte!


    Man hatte sie 15 jährig mit einem Lkw von Forst/Lausitz nach Köthen gebracht sie war elternlos. Mehr weiß ich leider nicht.
    Solltest Du diesbezüglich mehr erfahren können, informiere mich bitte wie besprochen per PN.


    Nette Abendgrüße


    Jane

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    Original von Viktor7
    Auch wenn hier schon ein Thema "Flugplatz Köthen" gibt, möchte ich dieses öffnen, denn es war nicht nur ein Flugplatz.


    Nabend


    Auf dem Gelände des Flugplatzes in Köthen muß es auch ein (Baracken)Lager gegeben haben, wo man Menschen (meistens Frauen und Kinder) aus der näheren Umgebung hin brachte, die man auf diese Weise vor Kriegseinwirkungen schütze.


    Über dieses unbekannte Kapitel wüsste ich auch sehr gerne mehr.


    Grüße, Jane

    Nabend!


    wer mag:


    HEUTE 22:05 n-tv Mengeles Geheimnis



    Eine schier unfassbare Story: Der gnadenlose Arzt und Kriegsverbrecher Josef Mengele, als 'Engel des Todes' im Konzentrationslager Auschwitz berüchtigt, hat nach seiner Flucht in Südamerika weiter daran gearbeitet, eine 'arische Herren-Rasse' zu schaffen. Den Beweis glaubt der Historiker und Journalist Jorge Camarasa in einem kleinen brasilianischen Dorf gefunden zu haben.
    Dort behandelte in den 1960er Jahren angeblich ein deutscher Arzt die Bevölkerung, nahm Blutproben, verteilte Medikamente und führte sogar künstliche Befruchtungen durch. Leben deshalb unter den 80 Familien auf einer Fläche von 2,5 Kilometern nun 38 Zwillingspaare, allesamt blond und blauäugig? NATIONAL GEOGRAPHIC ist Mengeles Zwillings-Geheimnis auf der Spur - und liefert eine überraschende Lösung!



    Ciao C.

    Hallo Alex und Hecht!


    Danke schon mal ;)


    Ja die "Thorn", steht mit dem Datum in der Schiffswrackliste. Allerdings ist es nicht das einzige Schiff, was an diesem Tag sank.


    Unterstand das Schiff der Ostseestation (Kapitän Sorge) ?
    Was hast Du für eine Quelle benutzt?


    Wenn alle Todesnachrichten unter der Verantwortung vom Chef des Stabes verfaßt wurden, wird es wohl schwierig werden, dass tatsächliche Schiff meines Probanden zu finden. (?)


    Gruß, Jane

    Hallo und guten Tag,


    vor mir liegt die Todesmeldung eines Matrosengefreiten der am 2. April 1941 den Heldentod (Zitat) in den Wellen der Biskaya starb.


    Das Schreiben wurde vom 2. Admiral der Ostseestation ( Kiel ), Chef des Stabes, Kapitän zur See, P. Sorge, unterzeichnet.


    Kann man über diese Daten erfahren, auf welchem Schiff der Mann fuhr?


    Besten Dank und frische Grüße


    Jane :)

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    Original von Thilo
    es war Otto Thämer.


    Hallo und guten Tag !


    Thilo und Oliver ich danke Euch für die Stupser ;)
    Über das Stichwort Thämer habe ich nun die Infos im Netz gefunden, die mich besonders interessierten.
    Für die, die da Thema auch interessant finden, hier folgendes:


    [I]Thämer war besonders geeignet für dieses Projekt, da er zur Künstlergemeinschaft „De Warft“, die sich auf die Werte und Traditionen der Heimatkunst besann, gehörte und die Fresken der Neulandhalle die Haupttätigkeiten der Menschen im Koog zeigen sollten.
    Das Fresko des Deichbaus sollte propagandistisch und symbolhaft mehrere Ziele der Nationalsozialisten darstellen: Zunächst einmal sollte es zeigen, dass das Deutsche Reich Neuland nur dem Meer „entreißt“ und keinem anderen Volk und so friedliche Absichten in dieser Hinsicht demonstrieren, was zu dieser Zeit auch mit den Worten „Volk ohne Raum schafft Raum“ beschrieben wurde.
    Des Weiteren schuf der Deichbau und alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten zu dieser Zeit Arbeitsplätze, was auf dem Fresko durch die Arbeiter ausgedrückt wird. Auffällig ist zudem, dass alle dargestellten Arbeiter „Arier“ sind. Dies weist darauf hin, dass der Koog eine Mustersiedlung der Nazis werden sollte. Um im Adolf-Hitler-Koog Land zu erhalten, musste man strengen Kriterien entsprechen. Hierzu gehörten unter anderem ein Ariernachweis, der mindestens bis 1800 reicht, und eine Mitgliedschaft in der Partei oder einer ihrer Kampfgruppen vor der sog. Machtergreifung. Wer nach diesen Kriterien ausgewählt wurde, erhielt eine Siedlerstelle im Koog, dort sollte so eine „Mustervolksgemeinschaft“ entstehen, die als Vorbild für die gesamte Volksgemeinschaft dienen sollte. „Der Deichbau“ zeigt zudem einen aufkommenden Sturm im Hintergrund, dieser weist darauf hin, dass es Aufgabe der Siedler war, den Deich und das neu gewonnene Land zu beschützen, indem sie Wartungsarbeiten und ähnliches übernahmen. Insgesamt kann man sagen, dass das Fresko zur NS-Zeit einen Teil einer perfekten Volksgemeinschaft demonstrierte, die dort entstehen sollte, was gerade in Dithmarschen passend war, da es zu diesem Zeitpunkt eine Hochburg des Nationalsozialismus war.
    Auch das Programm „Blut und Boden“ des Reichsnährstandes wird oft mit dem Deichbau in Verbindung gebracht, da es sich mit der Gewinnung von Land befasst und sich für die Neubildung des Deutschen Bauerntums einsetzte.
    Zeitdeutung: Um das Fresko voll verstehen zu können muss man es in seinen ganzen Rahmen betrachten. Hierzu ist es wichtig, Besonders auf die Vorgeschichte einzugehen. Das Fresko greift typische Elemente der Dithmarscher Geschichte auf und verbindet sie mit Elementen der NS-Ideologie. Die Geschichte Dithmarschens wird als ewiger Kampf dargestellt. Ein Kampf gegen die Natur, durch Deiche etc., und gegen äußere Feinde, für die eigene Unabhängigkeit. Dieser so dargestellte Kämpfergeist der Dithmarscher wird auch wieder im Fresko zu Propagandazwecken ausgenutzt. Es werden also ganz bewusst Heimatmotive benutzt, um zum einen Heimatstolz in den Menschen hervor zu rufen und gleichzeitig die NS-Ideologie zu verbreiten. Ein deutliches Element der NS-Ideologie ist die Rassenlehre, die hier im Fresko dargestellt wird. Diese Rassenlehre einer weißen Herrenrasse ist keinesfalls auf Hitler zurückzuführen.
    Die Ursprünge sind in dem Aufkommen der ersten Evolutionstheorien zu sehen. Das berühmteste Beispiel ist die Lehre von Charles Darwin. Dieser stellte eine Theorie auf, nach der im Tierreich nur der "Angepasstere Überlebt". Seine Lehre wurde vielfach Missverstanden oder Missinterpretiert, sodass, angewandt auf den Menschen, Lehren wie "Der stärkere Überlebt" (Francis Galton) aufkamen. Die Europäer fühlten sich den anderen Völkern, da sie ihnen militärisch Überlegen waren, auch in jeder anderen Hinsicht überlegen, wodurch sie sich über die anderen Völker stellten und sich als eine Art "Herrenrasse" sahen. Diese Ideen greift auch Hitler wieder auf. Dargestellt werden sie im Fresko durch die "arischen" Arbeiter, die seine Idee einer germanischen Herrenrassen verkörpern sollten.
    Für den Zeitgenössischen Betrachter zeigte dieses Fresko also deutlich die Lehre Hitlers und sollte Stärke, Wiederstandskraft und Überlegenheit repräsentieren. Man konnte Dithmarschen durchaus als NS Hochburg bezeichnen , da die Ideen des Nationalsozialismus von den meisten hier mit Begeisterung aufgenommen wurden. Mit dem damals neu erschlossenen Adolf Hitler Koog wollte man nun hier eine "rassische Mustersiedlung" schaffen. Siedlungsraum wurde nur arische Familien vergeben. Mit dem Ende des Dritten Reiches wurden auch fasst alle Spuren aus der NS-Zeit aus dem Koog entfernt. Diese Fresko blieb als einziges erhalten.
    Für den heutigen Betrachter ergeben sich ohne dem nötigen Hintergrundwissen kaum noch Bezüge zur NS-Zeit, da diese dem Betrachter erst klar werden, wenn er die vollen Umstände kennt, unter denen es entstanden ist. Ohne diese Information könnte es der Betrachter für ein einfaches Heimatmotiv halten, ein Motiv aus der eigenen Geschichte, was es ja im Prinzip auch ist, nur ist es ein Teil der Dithmarscher Geschichte, der zwar noch in vielen Köpfen präsent ist, viele werden wohl auch noch Sachen aus dieser Zeit haben, aber eigentlich scheint die wahre Bedeutung dieser Sachen, wie auch dieses Freskos etwas verdrängt worden sein. Quelle


    Sonnige Grüße
    Jane

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    Original von DiWi
    Vielleicht interessieren sie ja jemanden.


    Ja, mich! :]
    Danke Dieter, Du weißt das ich Wandmalereien schätze - und sie immer und stets für erhaltenswert erachte.
    Diese besondere Dekoration unterstreicht umso mehr meine obige Meinung zu der Halle.


    Ich weiss leider nicht, wer diese Malerei auf die Wände brachte.
    Weiss nicht ob die Motive aus Freude und Liebe zum Detail entstanden, oder ob sie auch als künstlerische Zwangsarbeit zu betrachten sind?
    Wie auch immer, es ist egal, sie berichten von einer Epoche und sollten nicht zerstört werden.


    Herzliche Grüße nach NRW
    Jane

    Hallo Rainer, Thilo und alle


    Um bei dem Beispiel Friedrichskoog zu bleiben:


    Abertausend Leute haben an der Entstehung diese Fleckchen Erde unter außerordentlich schwierigen Bedingungen geschuftet, einige verloren gar ihr Leben ...
    Die Entstehungsgeschichte des besonderen Grund und Bodens auf dem die Neulandhalle steht, dürfte sich bei den Zeitzeugen und deren Nachkommen tief in das Bewusstsein eingegraben haben.
    Wenn auch die damalige Verwendung des Bauobjektes aus heutiger Sicht fragwürdig erscheint (wie fast alles aus der Zeit), sollte man solche Gebäude bitte nicht abreißen. Sind es doch stumme Zeitzeugen einer grässlichen Epoche, die man als Gedenkstätten oder Museen erhalten sollte.


    Ich habe diesen Thread eröffnet, weil ich am Anfang einer Familiensuche stehe, die seinerzeit dort lebte. Durch diese Recherche habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass es relativ wenig Foto-Material, Berichte und Überlieferungen über den Ort (A.H.Koog) gibt, obwohl wie gesagt, so viele Menschen daran beteiligt waren.
    Wie so häufig verschwanden nach dem Krieg zuerst die Verantwortlichen, dann deren Namen, die Aufzeichnungen und im besten Fall zu guter letzt die Immobilie.


    Selbst hier im Forum, wo geschichtsinteressierte Menschen schreiben, ist leider (noch) nichts zum Thema Arbeitsdienst und Zwangsarbeit vom Ort des Geschehens zusammen gekommen.  :(


    Soll ökonomisch gesehen, die Scholle wirklich nur noch als eine gottverlassene platte Küstenlandschaft dastehen?


    Moin, moin
    Jane

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    Original von Tobias GiebelDanke für den Link!


    ;):)


    Hab Dank Peter für die Korrektur! :]


    Ja, das Ding ist wirklich gigantisch wenn man davorsteht!
    Ähnlich wie in der Wolfsschanze bekommt man das Gefühl von einem Zwergendasein.
    ...Und überhaupt - das erste FdW-Forentreff vor Ort ist mir guter, doch recht eigenartiger Erinnerung geblieben.  8)


    Die eingespielten Filme in dem Link vermitteln einen kleinen Eindruck davon, wie die Zwangsarbeiter damals schuften mussten.


    Grüße, Jane

    Guten Abend,


    ich danke Euch für Eure Erklärungen und Anmerkungen.
    Über den Frauenraum fand ich nun die Info im Netz, dass man die Neulandhalle wohl ganz gerne abreißen möchte:


    Nazi-Bau hinterm Deich, den keiner will 29. Januar 2011 | von Uwe Danker Die Neulandhalle in Dithmarschen steht kurz vor dem Abriss. Man wagt es nicht, sie zu verkaufen - denn das könnte Rechtsextreme anlocken. Die 1936 eingeweihte Halle hat eine braune Geschichte. Mehr


    Mir erschließt sich der Abriss-Gedanke nicht so ganz ... ?(
    Wir können mit solchen Aktionen nicht unsere Geschichte schön schreiben.


    Grüße, Jane

    Hallo und guten Tag!


    Mich interessiert inwieweit der RAD seinerzeit in Hitlers Vorzeige-Projekt Adolf-Hitler-Koog involviert war.
    War auch der weibliche Arbeitsdienst in irgend einer Form daran beteiligt?
    Es gab in der Neulandhalle klick einen Frauenraum, (siehe Ak) weiss jemand was dort stattfand und welche Frauen-Fraktion(en) sich dort versammelten?


    Wenn jemand Foto-Links vom Hafen Friedrichskoog aus den Kriegsjahren kennt/findet, würde ich mich sehr darüber freuen.


    Interessante Links zu Adolf-Hitler-Koog:


    http://www.geschichte-s-h.de/vonabisz/adolf-hitler-koog.htm
    http://www.mare.de/index.php?article_id=420


    Schöne Grüße,
    Jane

    Files

    • Frauenraum.jpg

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    Original von James Ryan
    Es wird genau deutlich, dass nur Schindler der gute Mensch ist und alles andere Deutsche mit null Hirn sind, die ihren Rassismus ausleben.


    :rolleyes: ?(
    Hallo,


    Du scheinst offensichtlich eine andere Fassung zu kennen...


    Irritierte Grüße
    Jane

    Moin Rainer,


    auf diese Weise werden viele Bewohner (auch die weniger Geschichtsinteressierten) verschiedener Regionen auf unerwünschte Weise an unsere Geschichte erinnert. Besonders dann, wenn sie ihre Wohnungen zwecks Evakuierung der altlastigen Blindgänger vorübergehend verlassen müssen. Bei manch einem Bürger tauchen dann erstmalig Fragen auf, mit denen er sich bis dato selten bis nie auseinandersetzte.


    Das Salz in der Suppe bei den hier eingestellten Beichten sind für mich Links wie Thomas ihn postete...
    Von mir aus könnten ruhig viel mehr Sondler-Missgeschicke passieren und auch medienwirksam publiziert werden!  8)


    Moin, moin
    Jane