Posts by Caprinus

    Hallo und Priwet!


    Im Deutsch-Russisches Museum Karlshorst gab es mal eine Ausstellung über das Thema "Flintenweiber". Doch das ist fast 10 Jahre her, zu dieser Zeit schaute ich noch nicht so detailliert auf gewisse Geschichtssequenzen die mich heute besonders interessieren.
    Wer über die zu besprechenden Frauen bisher nur ihren anhaftenden Namen kennt, (Flintenweiber ) kann aus folgendem Bericht mehr erfahren.


    Gruß, Jane


    "Flintenweiber" Frauen in der Roten Armee


    Für die einen waren sie „Heldinnen“, für die anderen „Flintenweiber“. In jedem Fall jedoch taten die jeweiligen Propaganda-Apparate den bis zu einer Million sowjetischer Frauen, die zwischen 1941 und 1945 in der Roten Armee gegen die Wehrmacht kämpften, Unrecht. Die Frauen, teils Freiwillige, teils zwangsweise rekrutiert, waren weder besonders heldenhaft noch besonders grausam. Mit ihrem Schicksal beschäftigt sich die Ausstellung „Mascha, Nina und Katjuscha. Frauen in der Roten Armee 1941 bis 1945“ im Deutsch-Russischen Museum Karlshorst.
    Im totalen Krieg, den die deutsche Wehrmacht mit ihrem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 ausgelöst hatte, verstießen die kommunistischen Machthaber und Militärs schon bald gegen ein scheinbar ehernes Gesetz der modernen Kriegsführung: Sie schickten Frauen mit Waffen an die Front. Die Verzweifelung über die furchtbaren Verluste an schlecht ausgebildeten, schlecht ausgerüsteten und schlecht geführten männlichen Soldaten hatte ebenso dazu geführt wie der Druck weiblicher Freiwilliger, sich an der Verteidigung ihrer Heimat zu beteiligen.
    Vorbereitet waren die sowjetischen Truppenverbände darauf jedoch nicht: Weder gab es Uniformen für Frauen noch Gynäkologen unter den Militärmedizinern. Mit improvisierten Instrumenten behalfen sich die Armeeärzte; einige Beispiele dafür sind in dem kleinen Sonderausstellungsraum im ehemaligen Kasino der Kaserne Karlshorst zu sehen, in dem am 8. Mai 1945 die Kapitulation der Wehrmacht unterzeichnet wurde.
    Für die NS-Kriegsberichterstatter waren die ersten gefangenen Soldatinnen ein gefundenes Fressen – allerdings eines, das nicht immer überzeugte. So standen unter vielen Propagandafotos Sätze wie die folgenden: „Es ist ein Flintenweib, zugleich Sowjetkommissarin, die als die verbissenste Heckenschützin die Sowjetsoldaten bis zum letzten Widerstand antreibt.“ Auch ist oft die Rede von „verhetzten und entmenschten Kreaturen“, wenn in deutschen Zeitungen oder Wochenschauen von Rotarmistinnen die Rede ist. Allerdings zeigen die Bilder dazu regelmäßig junge, hübsche Gesichter.
    Die nationalsozialistische Sicht auf weibliche russische Soldaten war geprägt vom nationalsozialistischen Frauenbild, nicht von Menschlichkeit. Ganz deutlich wird das im Eintrag „Frauenbataillone“ in Meyers Lexikon von 1938, der einzigen (und unvollendeten) Enzyklopädie auf Grundlage der NS-Weltanschauung: „Die Verwendung der Frau im Krieg an der Kampffront und im Bürgerkrieg widerspricht der ihr von der Natur bestimmten Aufgabe, Mutter und Erhalterin des Volkes zu sein.“ Tatsächlich setzte das Dritte Reich niemals weibliche Soldaten ein – keineswegs aus humanitären, sondern aus ideologischen Gründen.
    Genauso verfälscht ist allerdings die Darstellung der Soldatinnen in der sowjetischen Propaganda. Die Frauen in der Roten Armee waren keineswegs durchweg „Heldinnen“; sie litten nicht nur unter den Gräueln an der Front, sondern auch unter Diskriminierung durch ihre männlichen „Kameraden“. Die Hoffnung, die im Krieg an der Front wie in der Heimat zwangsweise errungene Gleichberechtigung auch in Friedenszeiten bewahren zu können, wurde in Deutschland wie in der Sowjetunion rasch enttäuscht.
    Quelle (Welt-Online)

    Hallo und Priwet!


    Danke für Eure bisherigen Antworten, aus denen man klar erkennt, dass die Bezeichnung „Flintenweib“ ein breites Spektrum osteuropäischer Frauengruppierungen abdeckt.
    Echte russische Soldatinnen, nach denen ich fragte, Partisaninnen, Widerstandskämpferinnen und andere Konstellationen.
    Ob wohl die Behandlung der Frauen bei Festsetzung fließend war? Spielte es eine Rolle für welche Fraktion sie kämpften, Hauptsache Flinte?
    Oder gab es unterschiedliche (Straf)Verfahren?
    Mich würde besonders das Schicksal der russischen Soldatinnen interessieren. Immerhin gab es eine Million "Flintenweiber".


    Eure Buchempfehlungen nehme ich gerne an, um mich einzulesen. Klingt für mich alles sehr interessant. Danke auch für das Anschauungsmaterial welches gepostet wurde.


    Margarete
    Dein frauenfeindliches Erlebnis mit dem einstigen schlesischen Jäger, dürfte für ein Schlüsselerlebnis zwischen Tür und Angel gesorgt haben, wo man gewiss lange dran zu knabbern hat ...


    Vlad, Deine Gelassenheit bezüglich des Flintenweiber-Ausdrucks überrascht mich etwas. Ich vermutete, dass Russen den Ausdruck eher beleidigend empfinden, zumal dieser auch heute noch benutzt wird. Ich hätte dafür Verständnis, weil er doch sehr abwertend und respektlos ist.


    Einen netten Abendgruß an alle
    Jane

    Quote

    Original von Lockenheld
    ...dann KZ, je nach "schwere der nachgewiesenen Taten" Stufe II - IV.


    Nabend Marcus,


    Kannst Du mir bitte etwas zu der Schwere der Stufen schreiben oder verlinken, was beinhalten die Stufen?


    Ich glaubte bisher, dass der Ausdruck "Flintenweib" nur den russischen Soldatinnen vorbehalten war - und erst nach Kriegsende für alle möglichen Frauen in Uniformen Verwendung fand. (?)


    Verstehe ich es richtig, Du hast Filme über slowenische "Flintenweiber" gesehen?
    Erzähl uns doch bitte davon.


    Nachting von


    Jane

    Guten Abend


    von “roten Weibern“ und „revolutionären Furien“ liest man, wenn man im Netz nach dem abfälligen Begriff „Flintenweib/er“ sucht.
    Eine Definition die man auch häufig heute noch benutzt, wenn man von russischen Soldatinnen spricht. Das Wort muss wohl gewisse Assoziationen und Phantasien freisetzen, sonst würden manche Verfasser ihre Bücher und Texte nicht mit dem behafteten Begriff betiteln.
    Selbst bei ebay findet man Fotos von russischen Frauen, wo Verkäufer mit dieser Vokabel in der Titelzeile werben, um mehr Aufmerksamkeit und höheren Profit zu erzielen.


    Ich würde gerne wissen was mit dem Gros der russischen Soldatinnen geschah, die in deutsche Gefangenschaft gerieten?
    Das es bei dieser Personengruppe schlimme Gräueltaten gab ist bekannt, doch darauf möchte ich hier gar nicht abzielen.
    Mich interessiert wie- sie die Gefangennahme überlebten. Wenn überhaupt...
    Hatte man sie von ihren männlichen Landsleuten getrennt?
    Steckte man sie auch in die Zwangsarbeit?
    Gibt es Zahlen, Lektüre, Dokus?


    Hoffe, dass unsere russischen Freunde zu dem mehr oder weniger unbesprochenen Thema meinen/unseren Wissensstand erweitern können und mögen.


    Freue mich auf lehrreiche Gespräche.


    Bis dann, Jane

    Guten Tag!


    Das Schicksal des von den Nazis verfolgten und 1944 im KZ Wittenberge ermordeten Roma-Boxers Johnann Trollmann kommt im November d.J. in die Kinos.
    Zwei Szenen wurden in ehemaligen Stalag Lager Sandbostel abgedreht.
    Eine gute Sache wie ich finde, so ist der Film-Dreh der Gedenkstätte auch nachhaltig dienlich, um weiterhin im Fokus der Öffentlichkeit präsent zu bleiben


    Bericht aus der Zeitung:


    „Glücksfall Sandbostel“
    Auf der Suche nach Drehorten für seinen Doku-Spielfilm „Gipsy“ ist der Bremer Regisseur und Produzent Eike Besuden in Sandbostel fündig geworden. Diese Woche drehte das Filmteam mit Hauptdarsteller Hannes Wegener im ehemaligen Stalag XB Szenen für einen Streifen über den Sinti-Boxer Johann Trollmann. Stefan Algermissen


    Kamera läuft, Klappe...
    “In der Baracke auf dem Gelände des ehemaligen Stalag XB in Sandbostel herrscht gespannte Stille. Nur die geflüsterten Anweisungen von Regisseur Eike Besuden erfüllen den ehemaligen Häftlingsraum. Der sieht, mit authentischen Filmrequisiten ausgestattet, so erschreckend realistisch aus, dass es selbst Karl-Heinz Buck, Vorstands-Vorsitzender der Stiftung Lager Sandbostel, ein wenig schüttelt.


    weiter lesen


    Vielleicht hat ja der ein- oder andere von den Lesern Lust, am kommenden Pfingstsonntag den 12. Juni einen Ausflug in die Geschichte zu machen ...Es finden in Gedenkstätte Sandbostel öffentliche Rundgänge statt.
    Qualifizierte Mitarbeiter bieten um 13 und 15 Uhr Führungen über das ehemalige Lagergelände an. Treffpunkt ist die Dokumentations- und Gedenkstätte in Sandbostel, Greftstr. 5.
    Die Führungen sind kostenlos. Die Gedenkstätte ist an beiden Pfingsttagen von 13.000 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet.


    Freundliche Grüße
    Jane

    Guten Tag!


    Lese hier aufgrund meiner Suche in der Forster Gegend mit und stolpere mal wieder über Neuaufstellungen...
    Kann mir bitte jemand die Gründe dafür erklären, warum Batterien/Abteilungen so häufig um- bzw. neu aufgestellt wurden?
    Geschah es ausschließlich aufgrund von Verlusten und es war notwendig, oder hatte es auch logistische Hintergrunde?
    Steckten vielleicht sogar Täuschungs-Strategien dahinter?


    Schlichi, sorry für meinen kleinen Schlenker zwecks besseren Verstehens ;)


    Grüße, Jane

    Guten Morgen Männer


    Ach Jungs, was seid Ihr manchmal nur sonderbar!


    Es geht hier doch „nur“ um einen Film.
    Ein Film bleibt auch nach all dem Für und Wider nur das, was es sein soll.
    Egal ob nun der Eine- oder Andere die Größe des Panzers oder die Typenbezeichnung am falschen Ort bemängelt.
    Filme werden durch Künstlerhände geschaffen, nicht von Kriegsminister und Soldaten.
    Die liefern „nur“ den Stoff, um den sich Männer auch in friedlichen Zeiten so unerbittlich streiten und diskutieren können ...


    Egal ob Ihr Euch nun auf "pro oder contra" einigt, ich lese hier angeregt-verwundert mit - und erinnere mich an Mark Twain, der da schrieb:
    Man vergisst vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergisst niemals, wo das Beil liegt.


    Ich hoffe, dass sich dieses Zitat hier nicht bestätigen wird.


    Friedlich Grüße ;)
    Jane

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    Original von JokerLDS
    ....Ich habe auch eine an der Stelle....aber nur, weil es meine eigene ist.


    Hallo nach Berlin!


    Dann bist Du also ein Veteran!?


    Das hätte ich jetzt allerdings nicht erwartet...


    Erzähle uns doch bitte aus der Zeit, als Du noch die Marke am Körper trugst und nicht am Rückspiegel.
    Es wurde hier extra eine Rubrik für unsere geschätzten Zeitzeugen geschaffen, schau mal hier:


    Veteranen und Zeitzeugen erinnern sich


    Bestimmt werden sich dort weitere Interessierte mit Fragen zur Sache zu Wort melden.


    Sei gegrüßt
    Jane

    Hallo Pam


    Quote

    ... mich würde aber schon interessieren woher Du Deine Information hast.


    Siehe:
    Leitfaden für U-Bootoffiziere über den Werdegang eines U-Bootes bis hin zur Frontreife s.o.


    einzusehen im U-Boot Archiv Cuxhaven.


    Gruß, Jane

    Hallo und guten Abend!


    Es gab einen Leitfaden für U-Bootoffiziere über den Werdegang eines U-Bootes bis hin zur Frontreife. Dieser umfangreiche Leitfaden galt als geheim.
    Die Ausbildung jeder Crew resultierte aus Anweisungen der Baubelehrungsgruppe U-Boote Ostsee bzw. Nordsee.
    Sinn und Zweck der Erprobungen war die Feststellung, ob das Boot technisch frontbrauchbar war. Etwaige Mängel wurden beseitigt und verbessert.


    Darüber hinaus machte sich die Besatzung mit den einzelnen Aufgabengebieten vertraut.
    Das Probefahrtverhältnis war je nach Bootstyp unterschiedlich, sie dauerten durchschnittlich 3 Wochen.
    Alle Übungen, auch die taktische Ausbildung, die Sicherheitsmaßnahmen und alles andere war haargenau im Leitfaden aufgeführt, nur nicht die Anzahl der Fahrten.
    Am Ende stand das Ziel, das der Kommandant und seine Crew das Boot sicher beim Unterwasser- und Überwasserangriff im Griff hatte.
    Die techn. Offiziere sollten eine ausreichende Schießfertigkeit in der Probezeit erworben haben. Eine Vorgabe gab es definitiv nicht.


    Ahoi
    Jane

    Nabend Dieter und Sven,


    vermutlich wäre es wirklich das Beste bei meinem Vorhaben ein Namenskürzel für die Dokumenten-Inhaber zu verwenden. Auf diese Weise ist das Risiko wohl eher gering in die Fänge der Datenschutzgesetze zu geraten.
    Wer will so was schon ....


    Danke für die Denkanstöße. :]


    Gute Nacht
    Jane

    Hallo Sven


    Wichtig sind mir Antworten auf die erstgenannten Dinge, hervorzuheben sind z.B Ausweise, Dienstzeugnisse und Fotos, die ich rechtmäßig gegen Quittung erworben habe.
    Zu ergänzen wäre, dass es sich ausschließlich um Dokumente verstorbener Menschen handelt, zu denen ich keinen Bezug habe und nicht weis ob es überhaupt Nachkommen gibt.
    Die Frage, ob es Angehörige gibt kann- und wird mir niemand beantworten können/dürfen.


    Die Frage ist für mich noch offen, ob man erworbene Dokumente (wie beschriebene) für Publikationen und Vorträge nutzen darf ?
    Anders formuliert, darf man anhand von Fremd-Papiere und Fotos eigene Aussagen und Texte untermauern oder als Beweis anführen?


    Ja, ein Gesetzesauszug oder ein Link dahin, wäre mir eine Hilfe.



    Gruß und Dank :]


    Jane

    Hallo und guten Abend,


    weis jemand ob man fremde Dokumente/Ausweise Fotos und Urkunden in eine Buchveröffentlichung einbinden darf, wenn man diese z. B. auf Flohmärkte oder Auktionen erstanden hat?


    Freue mich über sachkundige Hinweise ;)


    Moin, moin
    Jane

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    Original von nettchen
    ich aber über das ganz normale Berufsbild der Schwester in dieser Zeit schreiben möchte, bin ich über jede Info dankbar.


    Hallo,


    sollte das Berufsbild der Schwestern sich unter dem Nationalismus tatsächlich verändert haben, wäre auch ich an den unterschiedliche Fakten im Vergleich zu Friedenszeiten interessiert.
    Das die Arbeitsbedingungen- und auch die Verletzungen der Patienten kriegsbedingt andere waren, liegt auf der Hand. Doch alles andere ??


    Kannst ja mal posten, was Du im Rahmen Deiner Recherche so alles findest.


    Gruß, Jane

    Hallo Michel,
    hallo Forum


    Quote

    Original von JoeHunt
    ich habe die vier Plakate nicht eingestellt, um hier eine virtuelle "Propaganda Ausstellung" zu eröffnen, dafür ist dieses wirklich üble Material zu heikel.


    Das glaube ich Dir Michel!
    Doch habe ich mich gefragt, was das Zeigen dieser Plakate mir jetzt- und hier bringen kann oder soll. (?)
    Es mögen vor mir aus auch wertige Sammlerstücke dabei sein, mir persönlich fehlt völlig der Bezug zu dieser Art von Propaganda/Kunst. Kann auch keinen Bezug unter der Prämisse der Geschichtsbetrachtung entwickeln. Kürzlich sah ich massenhaft solcher Plakate im Deutsch-Russischen Museum, Berlin-Karlshorst, auch dort habe ich mich abgewendet. Es ist einfach too mutch!


    Ist es nicht so, dass wir durch unser Hobby mehr oder weniger wissen, wie der Hase seinerzeit lief? Wir wissen doch wie die Menschen manipuliert und mobilisiert wurden. Brauchen wir wirklich noch dieses Anschauungsmaterial ?
    Wir hatten das Thema "Propaganda" hier schon öfters in Form von textlichen Beiträgen behandelt. Da konnte man durch die verschiedenen Blickwinkel der User auf die paradoxe Propaganda-Maschinerie etwas mitnehmen, man konnte drauf rumdenken, ja - da blieb was haften!
    HIER schaue ich kurz auf die bunten Bilder/Plakate und wende mich ab. Ich hoffe, das es keine Neverending Story für neonazistische Bildchen-Sammler wird, jene Klientel die lieber Bilder schaut, bevor man ein Buch zur Hand nimmt.
    Ich weiß nicht, ob ich mit meiner Meinung alleine dastehe, :evil: dann meckert ...


    Anregende Grüße
    Jane

    Moin Schwester (? nettchen ?)


    Auch wenn jede Menge Krankenschwestern im Krieg eingesetzt waren, so besaß die Wehrmacht zur Versorgung ihrer Lazarettkranken und Verwundeten kein eigenes weibliches Pflegepersonal.
    Sie bediente sich ziviler Schwesternorganisationen, wie die konfessionell gebundenen Schwestern, dem Pflegepersonal des RK und den freien Schwestern.
    Ergänzt wurde dieses Potential durch zahlreiche freiwillige Schwesternhelferinnen.


    Die Schwestern-Helferinnen des RK waren notdienstverpflichtet.
    Erhielten die weiblich Notdienstvergütung und waren den gleichen Vorschriften wie die der Schwestern unterworfen.
    Aufgrund von Vereinbarungen hatte das RK für die Bereitstellung von geschultem Personal zu sorgen, welches auch über die Pflegeversorgung Kranker hinaus ging.
    Aufgrund dieser Vereinbarungen hatte das OKH keinen Einfluß auf das Personal und die Geschäftführung.
    Das änderte sich durch die Kriegsausweitung 1943 gravierend. Das gesamte weibliche Pflegepersonal wurde vom RK abgetrennt und unter der Bezeichnung „Betreuungshelferin“ zusammengefasst und erhielt ab dato die dienstlichen (An)Weisungen vom OKH.


    Krankenschwestern im dritten Reich, ein Kapitel über das es wenige bis keine statistischen Unterlagen gibt. Doch das gehört ja auch nicht mehr zum Berufsbild der einstigen Frauen. Näheres dazu fände man in den KTB’s.


    Liebe WillkommensGrüße sendet
    Jane

    Hallo und moin!


    Quote

    Original von FredT
    im Frühjahr 45, und dann noch Akten nach Grünberg transportiert? Ist wohl schlechterdings nicht möglich, eher in die umgekehrte Richtung... und die meisten Lw-Akten wurden ohnehin auf höchsten Befehl vernichtet...


    Ich fragte Viktor auch nicht ausschließlich nach Lw Unterlagen! :rolleyes:
    Möchte hier auch widersprechen, ich war nämlich selbst vor Ort (Zielona Gora) und habe u.a. in den Personenstandsakten meiner Vorfahren geblättert, die seinerzeit so wie beschrieben aus dem Brandenburgischen Grünberg erreichten und dort einsehbar sind.


    Danke für die weiterführenden Informationen des Köthener Fliegerhorstes. :]


    Heute gibt's sonnige Grüße vom Meer
    dieJANE

    Hallo Viktor,


    danke für die ausführlichen Einblicke, in ein für mich fremdes Terrain.


    Quote

    Original von Viktor7
    Die Soldaten des Lehr- und Versuchsregiments der Luftwaffe in Köthen hatten auf dem Fliegerhorst nur Berechtigung ihre Schlafstätte und den zugewiesenen Bereich betreten zu dürfen, mehr nicht! Sie hatten keine Ahnung davon, was sich in den anderen Objekten befindet.


    Kannst Du Zahlen nennen, wie viel "Berechtigte" sich auf dem Flugplatz aufhielten?
    War es eigentlich allerorten die Regel, dass Piloten, Techniker u.a. Personal auch Schlafplätze auf dem Flugplatzgelände während der Kriegsjahre hatten?
    Falls ja, wurde ja auch ein Versorgungsstab für die Leute gebraucht ...(?)


    Quote

    Original von Viktor7Nebenbei bemerkt, die Unterlagen de Kreisdienststelle der MfS der DDR wurden eine Woche lang mit den LKWs in den Fliegerhorst gebracht und dort im Heinzraum verbrannt.


    Mir erzählte man während meiner Recherche, dass man im Frühjahr 1945 Berge von Akten aus vielen Amtsstuben mit Lkw abtransportiert hätte. Ein Großteil dieser Unterlagen läge heute in Zielona Gora /Grünberg. Kannst Du diese angeblichen Transporte und Vorgänge bestätigen?
    Falls ja, gibt es einen einen polnisch-deutschen Informationsaustausch über diese Archivalien?


    Sei gegrüßt
    Jane

    Moin Viktor,


    das ist mir schon klar, dass es regionale Örtlichkeiten gab- und auch heute gibt, dessen Auftrag ortsansässigen Bürgern verborgen bleibt.


    Bei meiner Frage geht es um ein Barackenlager in dem sehr viele Menschen lebten. Es muss Einheimische gegeben haben, die davon wussten, sich erinnern könnten, weil sie häufig anwesend waren, (u.a. Lebensmittel- und medz. Versorgung, Post).


    Dieses Vergessen der Flüchtlingslager, aber auch Kgf- und Zwangsarbeiter-Lager ist auch in meiner Region recht ausgeprägt vorhanden...
    Vermutlich waren die kriegsgeschädigten Menschen zu sehr mit den eigenen Sorgen beschäftigt. (?)


    Dein Nachtrag ist sehr interessant!
    Den Archiven sind solche Versäumnisse natürlich nicht an-zulasten.


    Verregnete Morgen-Grüße
    Jane