Posts by Paul Spohn

    Liebes Forum,


    Diesen Beitrag hatte ich ursprünglich unter dem Thema "Marienburgstellung" eingestellt. Da dort unbeachtet (?) und ohne Rücklauf, hier nochmals meine Suchanfrage, etwas erweitert:


    Bei meinen Recherchen im WEB fand ich heraus, dass das Pz.-Bat. 184 der Bundeswehr (Neumünster-Boostedt) in den 1980iger Jahren einen Traditionsverband für das IR 46 (U 30.ID) der Wehrmacht betreute und dazu eine Regimentsgeschichte (wohl unterlegt mit Zeitzeugenberichten) erarbeitet hat. Ich konnte bisher nicht feststellen, ob diese Geschichte irgendwo veröffentlich wurde. Das Pz.-Bat. wurde in den 1990iger Jahren aufgelöst.

    Die Geschichte des IR 46 müsste sich zumindest in 1944 mit der Geschichte des Feldersatz-Bat. 30 decken.
    Ich suche diese "Geschichte des Infanterieregiments 46" , wer kann helfen und weiß etwas dazu.
    Jeder Hinweis auf Kontakte oder wo ich die Arbeit finden könnte, wird dankbar aufgenommen.

    Beste Grüße

    Paul

    Hallo Leute,


    dieses Ludwikow gab es anscheinend 1939 noch garnicht. Hier die Aufstellung der Orte der Gemeinde Przygodzice, eingedeutscht Hirschteich ab dem 26.10.1939. Antonin wurde dann Antonshof. Ludwiko scheint erst eine Nachkriegsgründung zu sein.


    http://www.territorial.de/wart/ostrowo/hirschte.htm
    26. 10. 1939
    Die bisher polnische Landgemeinde Przygodzice mit den Dorfgemeinden Antonin, Chynowa, Jankow Przgodzicki, Przygodzice, Przygodziczki, Topola Mala, Topola Wielka tritt zum Deutschen Reich.
    Vorläufige Umbenennung der Dorfgemeinden:
    • Chynowa in Chynow,
    • Jankow Przygodzicki in Jankow przygodzki,
    • Przygodzice in Groß Przygodzice,
    • Przygodziczki in Klein Przygodzice,
    • Topola Mala in Klein Topola,
    • Topola Wielka in Groß Topola.
    Vorläufige Umbenennung der Landgemeinde Przygodzice Groß Przygodzice.
    ?
    Vorläufige Umbenennung der Dorfgemeinden:
    • Antonin in Antonshof,
    • Chynow in Schinow,
    • Jankow przygodzki in Johannishöh,
    • Groß Przygodzice in Hirschteich,
    • Groß Topola in Groß Pappel,
    • Klein Przygodzice in Klein Hirschteich,
    • Klein Topola in Klein Pappel.


    Ich bin der Meinung, dass Luwikow niemals Ludwigshof gewesen ist.
    Ist nirgendwo verzeichnet. Bitte bedenken, dass dieses Gebiet von 1793 bis 1919 zur preußischen Provinz Posen gehörte und es durchweg für alle Ortsnamen umfangreiche Listen gibt mit den deutschen und polnischen Namen.


    Übrigens Antonin ist berühmt, hier beherbergte Fürst Radzevill in seinem Schloß aus Holz den berühmten Komponisten Chopin sehr häufig. Ist eine Besichtigung wert.


    Beste Grüße Paul

    Hallo,


    manchmal gehe ich durch das Gebäude, darin sind das Amtsgericht, aber vor Allem das Familiengericht Berlin. Geschätzte 70% der Gebäudesubstanz stammen aus den letzten 20 Jahren, insbesondere die Bebauung entlang des Halleschen Ufers und die Ecke zur Möckernstraße. Die Adresse wie auch der Eingang sind unter Möckernstraße angesiedelt.
    Vieles deutet darauf hin, dass zumindest der verbliebene Gebäudeteil in der Möckernstraße identisch ist mit dem früheren Gericht, ich gebe aber zu bedenken, dass nach dem Krieg in Berlin durch veränderte Straßenführung oder durch neue Bebaungsstrukturen die Hausnummern häufig stark verändert wurden. Das vor dem Krieg relativ kleinteilig bebaute Hallesche Ufer wurde Opfer von Flächenbombardements und vor allem dem Endkampf entlang des Landwehrkanals. Die neue Bebauung seit den 1960iger Jahren (u.a. Hochhaus Post-Bank) hat kaum noch etwas zu tun mit den alten Baustrukturen, somit kann auch die damalige Hausnummer woanders gewesen sein.


    Paul

    Hallo Freunde,


    http://de.wikipedia.org/wiki/K…styn#Kommunale_Gliederung


    bitte hier nachschauen. Dort wird Ludwigshof aufgeführt wie folgt:


    Zychlewo Zychlewo Ludwigshof


    Ist auf Google-Earth unter Zychlewo in der Woiwoidschaft Wielkopolski, Powiat (Kreis) Gostynsko deutsch Provinz Posen Kreis Gostyn zu finden.

    Eine Eisenbahntrasse ist etwas östlich des Ortes zu erkennen, verläuft von NO nach SO. Scheint eine eingleisige Trasse zu sein, macht zudem einen stillgelegten Eindruck.


    Gruß


    Paul

    Hallo, habe diese Beiträge mit großem Interesse, leider erst jetzt gelesen. Kann aber aus meinem familiären Umfeld etwas beitragen. Die Familie meines Vaters stammt aus dem Kreis Ostrow (heute Polen, Woiwoidschaft Wielkopolska, von 1793 - 1919/21 Provinz Posen von Preußen / Deutsches Reich). Alle aus der Familie dienten als Soldaten "bei Preußens" und sprachen in der Familie polnisch.
    Großvater und sein Cousin gingen nach Ableistung ihres Wehrdienstes (1898-1900) nicht zurück in die Heimat sondern ins Ruhrgebiet. Von einer Provinz Preußens in eine andere. Die Volkszählungen in der damaligen Zeit erfaßten noch die Nationalitäten, z.B. Polen; in Gelsenkirchen oder Dortmund gaben vor dem 1. Weltkrieg regelmäßig rd. 10% der Bevölkerung polnisch als Nationalität. Nationalität darf aber nicht mit Staatsangehörigkeit verwechselt werden, sondern ist eher ein privates Herkunftsbekenntnis. So wie heute viele sich immer noch als Türken bezeichnen, obwohl sie bereits lange die deutsche Staatsangehörigheit haben.
    Nach dem 1. WK (Großvater war Soldat im Osten) blieb mein Großvater im Ruhrgebiet, zeugte meinen Vater, der dann 20 Jahre später als Wehrmachtssoldat (Uffz + Ausbilder, EK II, Verwundetnabz. Silber, Inf.-Sturmabz. Silber) im Dänemark, Rußland, Norwgen und Frankreich eingesetzt war.
    Der bereits erwähnte Cousin, machte im Ruhrgebiet eine deutsche Lehrerausbildung und ging nach dem 1. WK nach Oberschlesien, "optierte" für Polen und wurde polnischer Staatsbürger. Nach dem Einmarsch in Polen im Sept. 1939 wurde er und sein Sohn (ebenfalls schon Lehrer) als polnische Intelektuelle in die KZ Buchenwald und Neuengamme gesteckt (beide überlebten). Es gibt einige Briefe aus den Lagern an die Familie meines Vaters im Ruhrgebiet, teilweise direkt, teilweise über eine Schwester meines Vaters, die etwa 1923 mit ihrem Mann (natürlich heißt die Familie, auch in Frankreich: Schimanski) nach Frankreich auswanderte.


    Es besteht ein lockerer Kontakt zu den GroßGroßGroß-Cousins und Cousinen in Polen. Verständigt wird sich inzwischen englisch.


    Hätte komplizierter kommen können, zeigt aber auch und auch die anderen Beiträge machen das deutlich, welche Abgrenzungsprobleme die Nazis im wahren Leben hatten und wie blödsinnig deren Rassentheorie war.


    Noch einen schönen Abend.


    Paul

    Hallo,


    kommt vom lateinischen currale und bedeutete soviel wie umzäunte Rinderweide. Gelangte mit den Portugiesen nach Südafrika und wurde in der Burensprache Afrikaans zu Kraal und breitete sich so über das ganze südliche Afrika aus. Wobei seine Bedeutung erweitertert wurde auf die Ansiedlung der Einheimischen. Deren spezielle Siedlungsweise war so angelegt, dass eine Vielzahl einzelner Gehöfte, jedes jeweils mit einem Dornenzaun umgeben, einen Kreis um einen Platz bildete, auf dem in der Nacht die Rinder vor den wilden Tieren geschützt, lagerten.


    Naja, irgendwie paßt dann der Kral / Kraal in Ostholstein so gesehen schon als Bezeichnung.


    Paul

    Hallo Bernhard,


    etwa 1/3 der Flüchtlinge aus den Gebieten östl. der Oder und einige hunderttausend demobilisierte Soldaten aus Norwegen und Dänemark, aber auch aus Meck-Pom und Niedrrsachsen, hatte die Geschichte zum Kriegsende in SH angespült. Die Soldaten wurden in zwei Internierungsgebieten eingewiesen. A. in das Gebiet des heutigen Kreises Dithmarschen und B. eben in das Gebiet welches Kral genannt wurde und etwa das Gebiet des heutigen Kreises Ostholstein umfaßte. Fast alle Soldaten, die aus den West-Zonen stammten wurden bis zum Spätsommer entlassen.
    Es gibt umfangreiche Literatur dazu, sowohl populär-wissenschaftliche Erinnerungsliterstur, wie auch Fachliteratur zu dem Komplex Internierung.
    Die allgemeine Diziplinargewalt wurde entsprechend der Wehrmachtsordnung aufrecht erhalten. Größere Vergehen wurden jedoch von den Engländern verhandelt und geahndet. Die Unterbringung erfolgte vornehmlich auf und in Wehrmachtsliegenschaften, auf Bauernhöfen (Ställe, Scheunen) aber es wurde auch im Wald campiert. Die Versorgung insgesamt war eine Frage der Selbstorganisation.


    Soweit mein Kenntnisstand. Wie gesagt, Literatur gibt es ausreichend, die örtlichen Buchhandlungen im Ferienland SH führen fast alles dazu, eine Reise dorthin könnte sich also lohnen.


    Noch einen schönen Tag wünscht


    Paul

    Hall liebes Forum,


    ich bin natürlich immer noch auf der Suche.


    Ich meine beim Stöbern im FdW einen Hinweis gefunden zu haben, der davon spricht, dass die westallierten Gewahrsamsmächte sämtliche Dokumente zu den deutschen Kriegsgefangenen in den 1960iger Jahren an die WAST gegeben haben. Diese also in Berlin lagern müßten. Das würde natürlich auch die negative WEB-Recherche und den dortigen Hinweis auf die WAST erklären.


    Kann jemand dazu etwas sachdienliches mitteilen?


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo und guten Abend,


    habe mal sehr ausgiebig im WEB nach britischen Quellen und Archiven zum Verbleib des Tagebuchs und des Verhörprotokolls geforscht. Die Ergebnisse sind im Moment noch eher ernüchternd und sehr mager. Interessant war, dass die britischen Institutionen für weiterführende Auskünfte auf die WAST, den DRK-Suchdienst und Bad Arolsen verweisen, inkl. WEB-Links. Und in GB auf Heimatmuseen als mögliche Aufbewahrungsorte.


    Guten Abend


    Paul

    Hallo an Alle und lieber Manfred,


    Dein Beitrag ist sehr erhellend, es gab also diese Verhöre und sie wurden systematisch durchgeführt, also wird es auch den Beitrag meines Vaters in Form seines Tagebuchs und - als Ergebnis des Verhörs - das Protokoll der Einvernahme geben. Für Tips, wo man ansetzen kann, wäre ich dankbar.


    Also zur PoW-Karriere zunächst soviel. Gefangennahme Anfang August durch eine kanadische Einheit bei oder in Tilly-la-Campagne ca. 10km sdl. Caen. Verbringung nach England / London, dann im Herbst 1944 Überfahrt mit der "Queen Mary" von Liverpool nach New York, Bahntransport nach Medicine Hat, Alberta / Saskatschewan, Kananda, ins Camp 132. In etwa Mitte 1946 zurück nach England, dort etwa 1 Jahr im Arbeitseinsatz u.a. i. d. Landwirtschaft. Rückkehr nach Deutschland Ende 1947. Unter allen Gewahrsamsstaaten muß Kanada wohl das "goldene Los" für KGF gewesens ein.


    Werde mich auch mal einwenig im WEB umtun bzgl. Archive etc. in England und Ergebnisse hier veröffentlichen.


    Noch eine schönen Sonntag an Alle


    Paul

    Hallo Rainer,


    Deine Erfahrungen klingen nicht sehr ermutigend.


    Wenn, dann wird das Tagebuch wohl in GB sein, also ich sollte dort ansetzen.


    Gibt es dort sowas wie FdW oder hat jemand sonst bereits Erfahrung mit WK 2 Recherchen in GB gemacht. Wäre für jeden Hinweis dankbar.


    Schönen Abend noch


    Paul

    Hallo Rudolf und alle im Forum,


    ja, so wie Du es umrissen hast und mit einem kleinen Buchauszug noch unterfütterst, habe ich es mir die unmittelbare Situation der Gefangennahme schon vorgestellt, und wer hatte im Krieg schon Quittungsblöcke dabei.


    Aber meinem Vater wurde das Tagebuch erst nach Tagen, als er bereits in London war bei einer formalen Befragung oder Verhör abgenommen. Ist also - so meine Hypothese - in "offizielle" Kanäle gekommen. Daher meine Hoffnung, dass das Tagebuch noch in irgendeinem Archiv schmort.


    Tscha, aber wo ansetzen?


    Beste Grüsse


    Paul

    Hallo liebes Forum,


    ich erinnere mich daran, dass mein Vater (+1991) bei einigen Gelegenheiten sein privates Kriegstagebuch erwähnte. Zum Verbleib des Tagebuchs befragt, erzählte er, dass es ihm nach seiner Gefangennahme (Anfang August 1944 in der Nähe von Caen / Normandie durch kanadische Einheiten) bei Befragungen in London abgenommen wurde. Er befand sich dann bis 1946 in kanadischer und anschließend bis Herbst 1947 in britischer Gefangenschaft. Das Tagebuch blieb verschwunden. Er wahr Unteroffizier und bei der 269. ID.


    Meine Fragen:
    Besteht irgendeine Möglichkeit und Chance an dieses Tagebuch heran zu kommen?
    An welche Stellen kann man sich wenden?
    Wurden Tagebücher und ähnlich private Sachen (z.B. Fotos) systematisch den Gefangenen abgenommen?


    Danke im Voraus


    Paul

    Liebes Forum,
    hier geht es für mich um die Klärung eines Details und setze dabei mal wieder auf die Kompetenz des Forums.
    Mein Großvater Albert Spohn geb. 1890 war im 1. WK Bootsmann bei der kaiserlichen Marine und befuhr zwischen den beiden Kriegen dann als Fischdampferkapitän die Nordsee, den Nordatlantik bis Island und besonders die Küsten Norwegens bis hinein in die Barentsee. Er starb 1954 einen natürlichen Tod.
    Die Familienüberlieferung sagt, er war im 2. Weltkrieg dienstverpflichtet als "Sonderführer" bei der Kriegsmarine und seine Aufgabe war es, Marineschiffe entlang der norwegischen Küste zu lotsen.
    Frage: gab es Dienstverpflichtungen, gab es eine offizielle Bezeichnung Sonderführer, was diese Position bedeutete, wem waren diese Leute verantwortlich und wer bezahlte sie. Weiter wäre interessant zu wissen ob solche Leute Uniform trugen, ob sie bewaffnet waren usw..
    Schon jetzt vielen Dank für Eure Angaben.


    Natürlich vergessen, darum jetzt und hier:


    Beste Grüsse


    Paul