Posts by Paul Spohn

    Hallo Eva,

    die eingegangenen Meldungen lauten:

    1.11.45 Amerika: Liste Nr. 6435 lfd. Nr. 5 gefangen: Gefangenenlager: Camp Breckinridge Kentucky 2 Jahre Gefg Nr A 775 109

    2.5.44 Res.(erve) Laz.(arett) Freudenthal / Altvater, Sonderlazarett f. Magen- und Darmkranke LKB Nr. 10355 (15.4.44)


    Die Eintragungen erfolgen tlw. im Jahr 1958.


    Beste Grüße


    Paul



    Hallo Alex,


    wie bereits weiter vorn ausgeführt, es gibt, zumindest in Deutschland ein Dreiecksnetz (Triangulation) der 1. bis 4. Ordnung. Die Dreieckseiten des Netzes 1. Ordnung sind zwischen 60 und 120km lang, die Punkte liegen auf Kuppen, weithin sichtbar. Das Netzt 2. Ordnung hatte Seitenlängen von 20 - 60km. Die weiteren Netze waren entsprechend kleinteiliger. Diese Punkte bzw. deren Koordinaten waren in allen Ländern Grundlage für die Kartenwerke (u.a. auch für militärisch nutzbare Karten). Zumindest die Festpunkte der 1. und 2. Ordnung standen unter gesetzlichen Schutz und werden laufend überprüft. In Auswertungen dieser Messungen wurde auch die Erdkrümmung berücksichtigt. Bei Schießweiten über 12km kommt die bereits ins Spiel. Seit dem 1. WK wurden Reihenluftbildmessungen über diese Punkte "entzerrt" und damit für die Kartographie nutzbar gemacht. Heute sind es die Orthofotos (entzerrte), die in jedem Geoinformationssystem angeboten werden.

    Die Artillerie fertigte eigene Dreiecksvermessungen für ihre Stellungsräume, wenn man so will, ein Dreiecksnetz 5. Ordnung an, mit kurzen Seitenlängen.


    Im ersten Weltkrieg waren sehr häufig Kirchtürme die ersten Opfer der Artillerie, da ihre Koordinaten bekannt und regelmäßig als Dreieckspunkte (TP) angezielt wurden. Dieses lässt sich ohne Weiteres auf alle Signaleinrichtung (Holztürme etc.) ausweiten.


    Also, TPs wurden angegriffen um ihre Signalfunktion zu zerstören. TPs wurden aber auch genutzt um die Lage einer Stellung oder um eine Angriffsrichtung zu beschreiben.


    Die TPs jenseits der Front konnten mit einbezogen, die jeweiligen Netzen waren aber nur bedingt kompatibel.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo Alex,


    die in der Anleitung der Geländetaufe gezeigte Bezeichnung TP führt eine Signatur die die Signalisierung eines TPS dritter und vierter Ordnung in der Realität schematisiert darstellt. Eine rd. 4-6m lange Holzstange deren Fuss im Erdboden steckt und die von drei schrägen Holzstützen gehalten wird. Meistens wurden Fichtenstämme gewählt. Zum besseren Erkennen und Anzielen wurden häufig an der Spitze Querhölzer angebracht.

    Um der Artillerie beim schnellen Stellungswechsel das obligatorische Einmessen der Stellungen zu erleichtern, wurden systematische Triangulationen ausgeführt, die wie oben beschrieben signalisiert wurden.
    Wenn man durch neuen Bundesländer fährt sieht man diese Signale sehr häufig. Bis heute habe ich nicht rausbekommen, welche Aufgabe sie in der DDR hatten.


    Gruss


    Paul

    Hallo Michel,


    der GV / Großvater dürfte, wie sehr viele Übersetzer damals, als

    “Sonderfüher “ in die Militärmaschinerie eingebunden gewesen sein. Gibt es dazu irgendwelche Informationen in der Familie?


    zudem wird er sicherlich nicht als vormals polnischer Staatsbürger nach der Besetzung 1939 sofort Reichsdeutscher geworden sein. Er wird vermutlich über eine der vier Volkslisten diesen Schritt vollzogen haben. Zur Einführung lese bitte bei Wikipedia unter dem Stichwort “Volksliste” nach.

    Wenn er im Endkampf der Festung Posen noch in einer Einheit mitkämpfen musste, kann es durchaus sein, dass er in sowjetische Kriegsgefangenschaft geriet. Wie dort seine verschiedenen Staatsangehörigkeiten gewertet wurden wage ich nicht kommentieren.


    Vielleicht ist er, begünstigt durch seine Sprachkenntnisse und seinem Aufwachsen und Leben in Polen einfach bei Kriegsende in Posen als Pole untergetaucht.

    Beste Grüße


    Paul

    Hallo Taiko,


    beim Fußball würde man sagen, das Ergebnis ist 2 (TP = TrigPkt) zu 1 (TP = Transport).
    Letzendlich können beide Angebote richtig sein, wir werden das Problem nicht löse.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo Karsten,


    wie wäre es, wenn Du ein wenig selber recherchieren würdest. Um Dir auf die Sprünge zu helfen hänge ich mal die Topgrafische Karte TK 25 (ohne Maßstab) mit einigen Ergänzungen dran, da kannst Du vieles erkennen. Der Flugplatz der Luftwaffe wurde wohl schon nach dem Krieg aufgelöst, in der Karte (von etwa 1945 - 1950) steht die Bezeichnung Airfield, wohl aus der Zeit, als die Briten das Kartenwesen vereinnahmt hatten. Bis heute erhalten und sogar noch ausgebaut ist die südliche Landebahn.

    Im Kernbereich der ehemaligen Kaserne entlang des heutigen Henning-v-Tresckow-Wegs dürften sich sicherlich noch eine oder andere Kasernenblock erkennbar sein.


    Ich war schon mal in Stade, aber nur in der schönen Altstadt, alles was ich hier präsentiere stammt aus dem Internet und da gibt es noch viel mehr.


    Für Buxtehude musst Du selber recherchieren, wie es geht habe ich Dir gezeigt. Es ist so üblich, dass als Belohnung für die Unterstützung durch das Forum, die Forschungsergebnisse hier gezeigt werden. Natürlich sind bis dahin auch Zwischenfragen gern gesehen. Aber es ist Deine Forschung und Du bestimmst wie tief Du einsteigen willst, wie weit Dein Forscherdrang gehen soll.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo,


    die TPs werden in den topografischen Karten als kleines Dreieck mit einem Punkt darin dargestellt. Sie sind in Klassen 1-4 geordnet.

    Liegen in allen Fällen auf Höhen und / oder aus der Ferne gut sichtbar, wie zB Kirchtürme etc..

    So wie eine Stellung gern mit der Höhenangabe bezeichnet wird, so kann auch TP verwendet werden.

    Man greift nicht den TP an sondern die Lage, so als würde man die Höhe 42,2 angreifen!


    Gruß


    Paul

    Hallo,


    hier der Wikipedia-Eintrag zu Görz


    "Gorizia ist eine italienische Stadt am Isonzo im Nordosten Italiens in der Region Friaul-Julisch Venetien direkt an der Grenze zu Slowenien. Gorizia hat 34.034 Einwohner und war bis 2017 Hauptstadt der Provinz Gorizia, die in diesem Jahr aufgelöst wurde. Daneben ist sie Sitz des Erzbistums Görz." (Wikipedia)


    Gruß


    Paul

    Hallo dasarchiv,


    herzlich Willkommen im FdW, Dein erster Beitrag ist wirklich kurz und knapp gehalten. Ich kann mir gut vorstellen, dass unser Administrator Huba Dich deswegen noch persönlich ansprechen wird.


    Deine Standorte Fliegerhost Stade und Estetalkaserne Buxtehude bei Tante Google eingegeben spuckte eine Menge Fotos aus.

    Vielleicht kannst Du anhand der Fotos dort genauer bestimmen, welche Ziele Du mit Deiner hiesigen Anfrage verfolgst, z.B. einen bestimmten Zeitraum oder ein bestimmtes Thema etc..


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo pittt / Peter,


    bitte beachten: ich spreche von der ORPO im Rahmen der Aktion 1005, die Paul Blobel leitete. In der Regel kamen keine festgefügten Einheiten zum Einsatz, sondern Polizisten die für die Zeit der Aktion aus den lokal und regional vorhandenen Einheiten abgestellt und zusammengefasst wurden. Von daher lassen sich die Stammeinheiten und Namen der einzelnen Polizisten nur schwer nachvollziehen. Dies bedeutet, dass die Zahlenangaben zu den Beteiligten sehr vorsichtig zu erfolgen haben. Auch in den Prozessen zur Aktion 1005 war Nachweis einer Beteiligung schwierig, es fehlten entsprechende Unterlagen, Zeugen waren im Feuer aufgegangen und der Rest war eine Mauer des Schweigens.


    Gruß


    Paul

    Hallo,


    erstaunlich, in der tiefsten Provinz, in Münnerstadt, wusste man bereits im Herbst 1943 um die Anfang des Jahres angelaufene Aktion 1005. Paul Blobel hatte den Auftrag, von Ost nach West vorgehend, die ermordeten Juden aus den Massengräber der Vorjahre auszugraben (zu "enterden", so der damalige "Fachbegriff") und zu verbrennen. Himmler wollte verhindern, dass die immer weiter nach Westen vorrückende Rote Armee die Gräber fand. (s. ausführlich: Angrick, Andrej, "Aktion 1005" - Spurenbeseitigung von NS-Massenverbrechen 1942 - 1945; Göttingen 2018)

    Tatsächlich wurden sehr viele Massengräber in grauenvollen Aktionen, geöffnet und die sich darin befindlichen tausenden Leichen zumeist auf speziellen Rosten aus Bahnschienen verbrannt. Dabei kam eine im Vernichtungslager Kulmhof / Chelmno ab 1942 entwickelte Verbrennungstechnik zur Anwendung. Diese Art der endgültigen Vernichtung und Spurenbeseitigung erforderte ein hohes Maß an Vorbereitungs- und Ausführungszeit (mehrere Wochen) und einen großen Personaleinsatz. An den Verbrennungsstätten regelmäßig für Bewachung und Absperrung etwa 50 - 100 Mann Ordnungspolizei, etwa 10 Mann SS, Gestapo und SD, die die eigentlichen Enterdungs- und Verbrennungsprozesse leiteten und überwachten. Dazu 50 bis 100 Arbeitskräfte, zumeist Juden, aber auch Kriegs- und Strafgefangene, die am Ende einer Aktion erschossen und verbrannt wurden, führten die eigentlichen Arbeiten des "Enterdens" und Verbrennens aus.


    Ab 1942 bis in das Jahr 1944 hinein dürften allein bei der Ordnungspolizei einige tausend Mann unmittelbare Zeugen gewesen sein, die das Erlebte, trotz scharfer Vergatterung auf Geheimhaltung, weiter getragen haben können. Zumeist wurden die ORPO-Kräfte ad hoc aus der jeweiligen Region für den Einsatz zusammengestellt. Und sie bekamen sehr oft zur Belohnung unmittelbar nach einer Aktion Heimaturlaub. Wer so etwas erlebt hat, der hat garantiert einen erhöhten Bedarf sich auszusprechen.


    Auf diesem Weg könnte auch die Kunde nach Münnerstadt gelangt sein.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo pittt,


    der Klügere gibt nach, ich gebe nach! Ich reiche Dir virtuell die Hand, falls Du meine Beiträge gelesen hast, diesmal mindestens das dritte Mal.


    Erlaube mir zum Schluss nur noch eine klitzekleine Anmerkung:

    Ich liebe Wikipedia, eine tolle Enzyklopädie, aber leider gelten solche Publikationen eben deswegen nicht als zitierfähig.


    Beste Grüße


    Paul

    Nein pittt,


    Bert hat durchaus den Kern getroffen. Wie bereits zuvor von mir angemerkt, niemand hat gegen Dein Recht auf Meinungsäußerung gesprochen, aber gegen die Qualität Deiner Erkenntnisgewinnung. Du berufst Dich auf Dein familiäres Umfeld, was durchaus erlaubt ist und verallgemeinerst die Erkenntnisse dieser winzigen Grundgesamtheit und baust daraus einen Diskussionszusammenhang auf, der seinesgleichen sucht.
    In dieser Unausgewogenheit liegt das Problem. Als Meinungsäußerung mag alles was Du sagst durchgehen, aber als Beweismittel gegen wissenschaftliche Erhebungen taugt Deine Vorgehensweise nun wirklich nicht. Und dafür hast DuWiderspruch geerntet, zu recht. Du hast eine große Wortwelle aufgebaut, durchaus “gekonnt” wie es scheint.
    Und stilisiere Dich bitte nicht als Opfer, nicht Deine Meinungsäußerung wurde angegriffen, hättest Du sie als solche stehen lassen währe alles gut gewesen. Aber Du sahst Dich aufgefordert sie auch noch beweisen zu wollen, wofür Du Widerspruch geerntet hast.
    Mehr ist nicht passiert und wir sollten zur Tagesordnung übergehen.

    Gruß


    Paul

    Hallo pittt,


    ich denke mal, wir können hier Schluss machen mit Deiner Mission, ich habe verstanden worauf Du hinaus willst! Habe Dir aber auch mitgeteilt, wo ich Dir nicht mehr folgen kann. Niemand hat Dir Vorhaltungen gemacht, wie den Revisionist zu sein.
    Jede weitere Diskussion ist nur eine Wiederholung in Variationen. Das ist ermüdend und frustrierend.

    Beste Grüße


    Paul

    Hallo pittt,


    Stefan hat bereits eine Quelle genannt und die wichtigsten Forschungsergebnisse mitgeteilt.

    Das KL System war kein Geheimnis, es wurde von den Nazis offen als Terrorinstrument der Bevölkerung vorgeführt. Jeder wußte das die KL ein rechtsfreier Ort war, wo totale Willkür herrschte. Die Drohung mit “Dachau” wurde von jedem verstanden.


    Die Vernichtungspolitik gegen die Juden, aber auch anderer Minderheiten nach 1939 und besonders nach 1941 war, wenn auch nicht unbedingt im Detail, den meisten Zeitgenossen bekannt.

    Mein Vater erzählte als Zeitzeuge, als er Anfang September 1941 vor Leningrad verwundet wurde, waren Judenerschießungen in der Truppe allgemeiner Gesprächsstoff.

    Eine Freundin meiner Eltern, geboren 1923 in Łódź und dort beheimatet bis 1947 wußte um das Getto und die Morde in Chelmno.
    Schwiegervater geboren 1928 in Luzk, Wolhynien, damals Polen, wurde Anfang 1940 mit seinen Eltern als Volksdeutscher in den Warthegau umgesiedelt. Er hatte weiter Briefkontakt mit alten Freunden in Luzk und er erfuhr dadurch, dass in 1941 und 1942 mehr als 20.000 jüdische Einwohner in der Nähe der Stadt ermordet wurden.

    Dies einige wenige Beispiele und wenn Du unter den richtigen Stichworten bei Tante Google suchst wirst vieles zu dem Thema erfahren und auch noch Hinweise auf weiterführende Literatur.


    Und täusche Dich nicht, die Leute waren damals auch ohne Internet gut informiert, es gab halt andere Wege.


    Beste Grüße


    Paul