Posts by Paul Spohn

    Hallo, lieber Karl,


    ich würde gerne Deine Aussage:


    „Allerdings war der Soldat der Roten Armee - schon von Haus aus - sehr genügsam.


    diskutieren wollen. Diese und ähnliche Aussagen fand ich immer wieder, in der Literatur, in Berichten und ich erinnere mich an solche Vorstellungen bei meinem Vater und seinen Kameraden.


    War es wirklich so? Oder nur ein wohlfeiles Klischee?
    Und wenn ja, auf welche Faktoren ist es zurück zu führen. Verbrauchte der Körper eines Rotarmisten weniger Kalorien. Die ironisch gemeinte Frage läßt sich auf viele physische Funktionen übertragen, aber wie sieht es im Mentalen aus, wie lässt sich Genügsamkeit messen?


    Nachtrag: Esel gelten als genügsam, aber ist die Aussage auf Menschen übertragbar? Vielleicht ist ja ein genügsamer Mensch ein Esel!


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo Gert,


    ich meinte es umgekehrt, erst über die von Dir beschriebene Strecke nach Berlin und von dort nach Stettin.

    Von Berlin gehen in zwischen stündlich Züge nach Stettin und Küstrin.


    Meine Mutter (*1922), erzählte immer von ihren Fahrten von Hamburg über Berlin nach Braunsberg durch den "Korridor", die Fenster mussten geschlossen und Rollos heruntergezogen sein.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo Mark,


    hier nun meine Interpretation, mit den Ortsnamen ist es schwierig.


    1.

    In Ergänzung gestr.(iger) Abendmeldung meldet I.E.K (?)

    Pazubuio (?) hat am 19.10. nach Verfolgung fdl. (feindliche)

    Nachhuten dies in Gegend Bhf (Bahnhof) Krassorne-

    jewskoje (?) zum Kampfgestellt und mit Erfolg angegriffen. Dabei Gefangene und Beute an


    2.

    Kraftfahrzeugen und Waffen eingebracht.

    Korpstruppen haben 20.10. früh Novo Pawlowka

    gesäubert. Brücke nach durch Feind gesprengt.

    Feind 19.10. abends.....?.... Anfang Selenyj

    Gaj (10km südostw.(ärts) B. Michailowka)


    3.

    erreicht, im Vorgehen auf Merkogje.....?

    ....(Ort?) Maximilianorka und zgl. (zuzüglich) Roj

    genommen.

    Ausserordentliche Versorgungsschwierig-

    keiten, da noch immer kein Zug angekom-

    men, und wegen Straßenzustand.


    Gef. (echts) Stand Nowo Wessjolaja


    Gez. (eichnet) Wesse (?)


    Gruß


    Paul

    Hallo,


    zum Thema (#20) von Peter/Danuser noch folgende Ergänzung.

    Ein Erfolgsgeheimnis der Propaganda von Goebbels war das Dauerthema Volksgemeinschaft, welches die gesamten 12 Jahre auf allen Kanälen gespielt wurde. Hinzu kam die Gleichschaltung aller Medien bzw. die systematische Ausschaltung jeglicher unliebsamer Informationswege. Nicht wenige Volksgenossen flogen auf den Propagandaschwindel rein, aber die Saat ging auch bei den Alliierten auf, waren die Propagandabilder doch so nachhaltig, dass auch sie an ein im Verbrechen einiges Volk vor sich zu sahen glaubten und von Kollektivschuld sprachen.

    Alles fand zum Schluss noch die Bestätigung durch die Bilder des Grauens in den verschiedenen KL.

    Im Übrigen, es waren Teile der West-Allierten, die mit der Kollektivschuldthese operierten, die dann nach dem Krieg und im Grunde bis heute von rechten Kreisen benutzt wird, um die Aufarbeitung und die daraus entstandene Gedenkkultur zu bekämpfen.


    Gruss


    Paul

    Hallo Horst,


    grundsätzlich konnten die Kriegsgefangenen im Rahmen nationaler Regeln Briefe oder Postkarten mit der Heimat austauschen.

    Häufig war das Internationale Rote Kreuz involviert.

    Vor dem Hintergrund war der Brief in der Akte sicherlich einer von vielen zwischen der Heimat und den Gefangenen, einzig das Thema Scheidung dürfte nicht alltäglich gewesen sein. Interessierte aber die Gewahrsamsmacht vermutlich wenig.


    Gruß


    Paul

    Hallo Viktor,


    nein, - nicht drauflos fotografiert. Der Fotograf meinte das “Kreuz”, also die kräftigen und breiten Schultern des Soldaten mittig und das 1944. Wurde als erstaunlich empfunden und per Foto dokumentiert.

    Die vorletzte Zeile wird Schießstand Annaberg heißen.


    Gruß


    Paul

    Hallo Wolfgang,


    versuche es einmal mit dem Deepl-Übersetzer.


    https://www.deepl.com/translator


    Vorgehen:


    Kopiere Abschnittsweise aus der Vorlage in den Deepl-Übersetzer, dort kommt dann nach einigen Sekunden die deutsche Fassung.


    Ist etwas umständlich, dass Ergebnis kann sich aber zumeist sehen lassen. Einige Besonderheiten, wie das H ist im russischen G, bei der Rückübersetzung bleibt es G, beispielsweise wird aus Halder dann Galder und in der Rückübersetzung belibt es bei Galder.


    Einfach etwas probieren.


    Gruß


    Paul

    Hallo Kordula,


    ich glaube der von mir entdeckte Wagen ist sogar noch zugelassen mit einer Berliner H-Nummer. Also auffindbar!


    Den Tauentzien vor so vielen Jahren, hätte ich nicht gedacht, sieht heute eher armseliger aus, was die Leuchtmittel angeht. Es fehlt heute das Glanzvolle.


    Gruß


    Paul

    Hallo,


    ich erkenne auf dem Foto zunächst einen Offizier, dann zwei Herren (2. v.l. und 4. v. re) die gegenüber dem Rest folgende Unterscheidungsmerkmale erkennen lassen:


    1. Die Kragen der beiden Herren stehen steiler und haben nicht nur am unteren, sondern auch am oberen Rande eine helle Tresse.

    2. Die beiden halten einen Säbel mit Portepee vor sich.

    3. Zumindest der 4. v.r. hat auf dem linken Oberarmärmel drei Winkel.


    Besonders wegen des Portepees am Säbel würde ich die zwei Soldaten in die Gruppe der Feldwebel einordnen.


    Bei dem Rest handelt es sich offensichtlich um Unteroffiziere, denn sie tragen eine Tresse am Kragen.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo,


    beim Autofahren in Ländern wo Esel und Ziegen frei und ohne Aufsicht rumlaufen gilt folgende Regel:


    - bei Eseln ist bremsen und vorsichtiges Umfahren dringlichst geraten, Esel sind stur und bleiben stehen,

    - auf Ziegen kann man sich unbedingt verlassen, die schaffen es immer zur Seite, oft im letzten Moment.


    Diese Tatsache wurde mir auf Nachfragen immer wieder bestätigt.


    Gruß


    Paul

    Hallo Thomas,


    triangulieren und Triangulation, jawohl, das sind die richtigen Stichworte. Wie immer, Wikipedia kennt sich aus.


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Triangulation_(Geod%C3%A4sie)


    Sicherlich kennen viele von euch die Gaußsche Fehlerkurve. Der Herr Gauß hat die Triangulation in Preußen durchgeführt. DIe Genauigkeit der Triangulation war abhängig von der Bestimmung der Länge der Basis. Diese war rd. 3-5 km lang und wurde mit Kopien des Pariser Urmeters gemessen, zwei Metallstäbe, exact 1m lang, mit keilförmigen Ende, die auf einem horizontalen Messtisch genau an einer Linie entlang, kreuzweise zwischen rd. 3000 - 5000m entfernten Punkten aneinander gereiht wurden. Also mehr als 3000 mal. Die verbleibende Lücke wurde auf 3 Stellen hinter dem Komma mit einem Nonius gemessen, die vierte Stelle wurde geschätzt.

    In der Regel wurde die Strecke viele Male gemessen, bei gleicher Temperatur, ohne Sonneneinstrahlung. Herr Gauß hat nun festgestellt, dass die Messergebnisse um einen Mittelwert schwanken. Die einzelnen Werte als x und y Koordinaten aufgetragen zeigen grafisch die typische Glockenform. Je steiler der Kurvenverlauf ist, um so genauer ist das gemittelte Messergebnis.

    Wer noch einen alten 10 DM Schein hat, der kann sich Herrn Gauß ansehen und seine Dreiecke.


    Gruß


    Paul

    Hallo Karl,


    stimmt, hatte ich vergessen. Wenn die Gründe aufgezählt werden, warum die TP angegriffen wurden, dann muss deren Eignung für Beobachtung mit erwähnt werden.


    Gruss


    Paul

    Hallo Bert,


    natürlich gab es Pommes und Pizza, nur nicht in Deutschland und wenn, dann kannte niemand die Telefonnummer des Lieferdienstes.


    Dafür nahrhafte und vitaminreiche Kartoffeln.


    Beste grüße


    Paul