Posts by Paul Spohn

    Hallo,


    nach meiner Meinung handelt es sich hier um eine x-mal praktizierte Feldbestattung der Wehrmacht.


    Zwei Tatsachen sprechen dafür:

    - die blanken Uniformknöpfe und

    - die dreier Anordnung der Patronentaschen für den 98k.


    Weiter spricht für eine Bestattung unter Kameraden das Bedecken der toten Soldaten mit Decken oder Mänteln, man bewahrt ein Mindestmaß an Pietät. Bei den Feldgräbern kamen in den seltensten Särge zum Einsatz, diese wurden hauptsächlich bei den HVPL und Lazaretten mit angeschlossenen Heldenfriedhöfen eingesetzt.


    Vermutlich stammt das Foto aus der Vormarschphase im Sommer und Herbst 1941, die eigenen Gefallenen wurden eingesammelt und schnell beigesetzt, denn der Vormarsch lief weiter. Solche Gräber waren für die jungen Soldaten noch etwas Besonderes und im Vorbeigehen wurde schnell ein Foto geschossen. Zudem ging man davon aus, dass sich der Gräberoffizier anschließend um diese Gräber kümmert.


    Die Bestattung der feindlichen Soldaten, Partisanen, Banditen etc. überließ man weitgehend entweder Kriegsgefangenen oder feindl. Zivilisten. Jedenfalls gab man sich deutlich weniger Mühe.


    Soweit einige Gedanken und Annahmen, eine endgültige Einordnung wird wohl kaum erfolgen.


    Gruß


    Paul

    Hallo many,


    ja, nur so wie ihr vorgeht wird man das Puzzele weiter vervollständigen und wohl nie wirklich fertig werden.


    Eigentlich war ich auf der Suche nach dem Lazarett wo mein Onkel Paul im Sommer 1943 als Angehöriger der 30. ID eine Diphtherieerkrankung auskurierte. Er war Sani und danach mit dem Feldersatz-Bataillon 30 in Estland.

    Beste Grüße


    Paul

    Hallo,


    es geht um die 2. San.-Komp. 30.


    Unter der Rubrik wird als Standort für die 2. für das Datum 17.12.43, 20.1.44, 31.1.44 und 5.2.44 unter Berufung auf VdK-Einträge Sabolotje, Zabolotye genannt.


    Das kann nicht sein, der genannte Standort wurde im Rahmen des Rückzugs der Truppen (u.a. 30. ID) aus dem Sack bzw. Kessel von Demjansk spätesten Ende März 1943 endgültig geräumt und aufgegeben.


    Bitte dies entsprechend berücksichtigen.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo Thilo,


    danke für Deine Mühe. Nachdem die von Dir gefundene Karte nicht mit Jozefat W. übereinstimmt, habe ich nochmals meine Nummer geprüft und musste feststellen, dass ich die falsche Nummer angegeben habe. Nach der mir vorliegenden Information hatte er in Sachsenhausen die Nr. 20532 und in Neuengamme 723.

    Ist es Dir möglich nochmals nachzuschauen.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo,


    mir geht dieses Gefasel über Heydrich und die Karos seiner Leibwäsche ziemlich auf den Senkel.


    „......wohin dieser Mordknecht kam, floß das Blut in Strömen. Überall, auch in Deutschland, hieß er schlecht und recht: der Henker … Nun, er ist ermordet worden. Und wie nehmen die Nazis das auf? Sie fallen in Krämpfe. Sie stellen sich buchstäblich an, als sei die unfaßlichste Missetat geschehen, als sei der Menschheit Höchstes angetastet […] und ein anderer Metzgermeister [Himmler] sagt ihm am Grabe nach, er sei eine reine Seele und ein Mensch von hohem Humanitätsgefühl gewesen. Das alles ist verrückt …“


    Thomas Mann in einer deutschsprachigen Radiosendung der BBC, zitiert nach: Robert Gerwarth: Reinhard Heydrich. Biographie. Siedler, München 2011, S. 342.


    Darum lasst es bleiben, weiter unbewiesenen, dümmlichen Klatsch und Tratsch zu verbreiten, das lenkt nur von dem ab, was er wirklich war.

    Hier zu sehen:

    Die Wannseekonferenz (1942) - Die "Endlösung der Judenfrage" - YouTube


    Gedenkt lieber der beiden Attentäter:


    Jozef Gabčík

    ( Jozef Gabčík – Wikipedia )


    Jan Kubis

    ( Jan Kubiš – Wikipedia )


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo Thomas,


    schon klar, die Qualität ist nicht dolle, aber wenn ich so sehe was einige Leute hier aus Fotos herauslesen, dann habe ich doch noch Hoffnung. Ich habe sogar das Foto entsprechenden den hiesigen Tipps das Foto gereinigt, aber mehr konnte ich nicht rauskitzeln.

    Der Gaul sieht doch richtig edel aus, schlank und hoch, aber mein Pferdeverstand reicht nicht weit.


    Hallo Alex,


    danke für den Tipp, werde mal dort eintauchen.


    Hallo Manni,


    ob er mit gekämpft hat kann ich nicht sagen. Sicher ist, dass er am 30.9.39 verhaftet und über Sachsenhausen nach Neuengamme verbracht wurde. Dort hatte er die niedrige Häftlingsnummer 793, könnte also zum Aufbaukomitee gehört haben.

    Fest steht, dass er in Mai 1941 wieder nach Hause durfte. Er war Lehrer und später Schuldirektor.

    Arolsen war bisher Fehlanzeige.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo,


    das Schuhkartonarchiv meiner Mutter ist immer wieder für Überraschungen gut.


    Das anliegende Foto zeigt einen Verwandten, Jahrgang 1913, als polnischen Soldaten, irgendwann vor 1939.


    Originalfoto etwa 9 x 14 cm, Postkarte, Rückseite unbeschriftet.


    Sachdienliche Hinweise nehme ich gerne entgegen.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo Mark,


    ich lese:


    Petproka, d. 15.1.43 handschriftl. Vermerk: Eingegangen 20.1.43 GG



    An Kreislandwirt Mescheronga (?)


    In Demurino (?) wird die dort befindliche

    Ziegelei wieder in Betrieb gesetzt, da eine bestimmte

    Anzahl Ziegelsteine monatliche geliefert werden müssen.

    Zum Transport von Rohmaterial sind 10 Gespanne

    angefordert. Diese müssen aus dem Kreis Mescheronga

    gestellt werden. Die Gespanne sollen in Demurino

    untergebracht werden und können nach Ermessen

    des Kreislandwirts von den einzelnen Kolchosen

    gestellt werden. Nach erfolgter Anweisung bitte

    ich nach hier zu berichten


    I.A. (im Auftrag)


    Pronke (?Unterschrift)


    Stellv.(ertretender) Gebietslandwirt


    Stempel: Der Gebietskommissar * Abteilung Ernährung und Landwirtschaft


    Nummer des Stempels: No 149


    Anmerkung zur Anrede, sie sollte lauten: An den Kreislandwirt in/ von Mescheronga (er wird also nicht namentlich angesprochen).


    Gruß


    Paul

    Hallo,


    die hier besprochene Namensgebung hat, um es kurz zu machen, nichts mit der Hautfarbe zu tun.
    Namen haben etwas mit der Identität zu tun und Menschen die sich in zwei „Kulturen“ heimisch fühlen drücken dies dadurch aus, dass sie Namen für ihre Kinder aus beiden wählen. Das passiert nicht nur in Afrika, sondern lässt sich auch in Deutschland beobachten, zum Beispiel führten assimilierte Juden sehr häufig einen als christlich akzeptierten Vornamen oder mecklenburgische und pommersche Herzöge als zweiten Vornamen einen slawischen, mir fällt spontan Bogislaw ein.

    Mein Sohn hat als zweiten Vornamen Boitumelo. Stammt aus dem Sotho-Tswana und bedeutet Freude. Ich musste damals meine ganze Überedungskunst aufwenden, um den Standesbeamten in Berlin-Kreuzberg den Eintrag dieses Vornamens in das Geburtsregister abzuringen, hat geklappt.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo Hennesmeister,


    wenn, wie in unserem Fall, jemand im Mai 44 von Groß Rosen (Niederschlesien) nach Flossenbürg (Oberpfalz) verlegt wurde, so ist die Richtung eindeutig, nämlich von Ost nach West, rd. 500km.


    Die Vernichtungslager im Osten wurden durch die Rote Armee frühestens im Laufe der Operation Bagration, die am 22. Juni 1944 begann, direkt bedroht.


    Groß Rosen wurde kriegsbedingt erst mit Beginn des Jahres 1945 durch Todesmärsche Richtung Westen bzw. Norden evakuiert.


    Vor dem Hintergrund schließe ich aus, dass die Überstellung von Tadeusz Kawalecki mit dem Vordringen der Roten Armee zu tun hatte.


    Die Verfügung von Februar 1943 dürfte eher abstrakterer Natur gewesen sein, jedenfalls nicht einzig auf den überstellten Häftling bezogen. Allein schon wegen des großen Zeitraums von rd. 15 Monaten zwischen der Verfügung und d er Überstellung. Wir sollten versuchen die Verfügung zu finden und nicht weiter spekulieren.


    Gruß


    Paul

    Hallo Leute,


    ich habe Verwandte in Köthen wohnen und weil mir bei Besuchen manchmal langweilig ist, fahre ich durch die Gegend, je kleiner die Straße um so lieber, und so habe ich die Bockwindmühle gefunden.

    In einem zweiten Schritt dann noch das Foto der Marschgruppe da vor gelegt.
    Daraus könnt ihr doch nicht ableiten, den gesuchten Ort gefunden zu haben. Bei nur mäßig genauer Betrachtung dürfte der Unterschied sofort ins Auge fallen.

    Beste Grüße


    Paul

    Hallo Falko,


    anliegend zwei Kartendarstellungen zum von Dir angesprochenen Schießstand.


    Dem Grund nach stellen diese nichts anderes dar als die bereits gezeigten Karten, nur etwas deutlicher.


    Die Schießanlage liegt rd. 5,5km Fußweg in nördlicher Richtung vom ehem. Fliegerhorst Großenhain entfernt und dürfte wohl die Schießanlage dieses Standortes gewesen sein. Die eigentliche Anlage bestand aus drei umwallten Schießbahnen, jeweils 50, 100 und 200m lang und war vollständig mit einem Zaun umgeben. Das Gelände umfasste etwa 6ha. Ich vermute, dass das nordwestlich daran anschließende Waldgelände als TrppÜbPl genutzt wurde.


    Beste Grüße


    Paul

    Lieber Karl,


    danke für die ausführliche Antwort. Ich will meinen Beitrag nicht weiter aufblähen, darum greife ich hier nur folgendes auf:

    Genügsam leben kann bedeuten gesund zu leben

    womit Du nachweislich richtig liegst, denn zwischen Kriegsbeginn und etwa 1950 gab es deutlich weniger kardiovaskulärer Erkrankungen. Mehr Bewegung und weniger Fett dürfte die Ursache gewesen sein. Leider wurde dies mit einer erschreckend hohen Zahl durch Krieg umgekommener Menschen erkauft.


    Aber lass uns wieder den Läusen unsere Aufmerksam schenken.


    Beste Grüße


    Paul