Posts by Paul Spohn

    Hallo,


    nach meinem Wissensstand, wurde bei der Kavallerie Deckung hinter dem Pferd nur in einem ausgesprochenen Notfall gesucht. Entweder griff die Kavallerie reitend an, dann wurde in der Bewegung gekämpft. Wurde aus taktischen Gründen für ein Feuergefecht Stellung bezogen, dann wurden die Pferde zu Viert durch einem Soldaten nach "hinten" in Deckung geführt.


    Gruß


    Paul

    Na Tac,

    worüber verhandeln wir denn in diesem Forum, weißt Du es noch oder klemmst Du Dich rein, um mir und den andren zu erzählen, wie abscheulich political correctness ist und Du als einziger Teilnehmer über soviel Durchblick verfügst, es denunzieren zu dürfen. Dabei ist das, was Du als pc erkannt haben willst, beileibe keine. Vielleicht solltest Du Dich im von Dir geschmähten Wikipedia zum Thema mal belesen.

    Also, zu meiner Ausgangsfrage zurück, wir befassen uns mit Lynchmorden an abgesprungenen Alliierten Flugzeugbesatzungen in Deutschland während des 2. WK. Wenn Du dazu etwas beitragen kannst, bitte, ansonsten schweige besser.


    Gruß


    Paul

    Hallo Kordula,


    das Foto vom Ku‘damm datiert sicherlich nicht aus 1943, sondern vor 1933.

    Grund: das Baugeschäft Georg Jacobowitz, für das Werbung am Haus gemacht wurde, war zu der Zeit sicherlich schon arisiert worden, der jüdische Eigentümer deportiert.

    Das Bild zeigt nach meiner Einschätzung die Einmündung der Fasanenstraße in den Ku‘damm, heute steht dort das Hotel Kempinski.


    Beste Grüße


    Paul

    Liebe Kordula,


    gestern Abend wurde der Entschluss gefasst, morgen geht es zum Friseur, dann noch ein kurzer Blick vorm Schlafen ins FdW und nach dem Schreck noch ein Entschluss, ein Danke an Kordula muss morgen unbedingt raus.


    Die Sache mit dem Friseur war Routine, Maschine, oben 12mm, den Rest angleichen, nach 20 Minuten wars erledigt. Nun sitze ich hier und brüte schon eine Weile über das Danke an Dich. Eigentlich ist alles gesagt, sogar in Reimen.

    Schade ist es, dass Du gehst, aber Reisende kann und soll man nicht aufhalten. Darum Danke für die gute Zeit und alles Gute für die Zukunft. Lass von Dir hören.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo Tac,


    niemand bestreitet doch, dass Ortslazarette und Krankenstuben für Zivilisten gab. Darum geht es doch garnicht, sondern um die Behauptung diese seien „flächendeckend“ vorhanden gewesen.

    In Deinem zweiten Beitrag kommst Du dann ja auch zu einer differenzierten Einschätzung, gut so.


    Die Stiere von Pamplona sind arme Kreaturen, die in eine fremde Umgebung ausgesetzt und ständig provoziert bis hin zur Todesangst ihren Instinkten folgend, versuchen sich zu wehren und zu verteidigen. Im Gegensatz zu diesen Stieren bewege ich mich nicht in einer fremden Umgebung, bin nicht verängstigt und folge nicht meinen Instinkten, sondern bin hellwach. Beim nächsten Mal etwas zutreffender polemisieren.


    Gruss


    Paul

    Hallo Bernhardt,


    unser Freund Joseph hat zum Ausbruch ein Buch veröffentlicht, welches sicherlich viele Antworten geben und Anregungen eröffnen werden. Schreibe doch einfach eine Privatnachricht mit Deinem Anliegen an ihn.


    Gruß


    Pau

    Hallo Viktor,


    was sich wie ein plattes Vorurteil anhört soll zum Ausdruck bringen, dass zwischen Gesetzeslage, welche in allen Ländern wohl vorhanden ist und deren Umsetzung im gesellschaftlichen Alltag große Unterschiede bestehen. In Ländern wie Deutschland ist die Umsetzung sehr tief verankert und läßt an der Basis kaum Spielräume (s. Karls Ausführung), hingegen ist am Beispiel der estnischen Black digger - im Bericht von Joseph dargestellt - der akzeptierte und nicht sanktionierte Verstoß gg die Gesetzeslage erkennbar. Ironisch kann auch von den unterschiedlichen Graden des Anarchischen gesprochen werden.


    Beste Grüße und noch ein glückliches neues Jahr wünscht


    Paul

    Hallo,


    Karl hat uns ausführlich das schulmäßige Vorgehen einer Bergungsaktion in unser wohlgeordneten, mit einer funktionierenden Bürokratie versehenen Republik geschildert. Vielen Dank Karl. Diese Vorgehensweise dürfte auch noch in einigen anderen westeuropäischen Ländern und für Nordamerika gelten, aber für den Rest der Länder sicherlich nicht.

    Bezogen auf die Anzahl der Kriegstoten auf beiden Seiten - die in Wirklichkeit nur geschätzt werden können - in den ehemaligen Frontbereichen des östlichen Kriegsschauplätze dürfte die Arbeit des VDK selbst bei einigen 1000 Funden und Umbettungen jährlich noch viele Jahrzehnte dauern. Darum finde ich die pragmatische Vorgehensweise des VDK / Herrn Schock, wie im Artikel beschrieben, die einzig richtige, um in einem überschaubaren Zeitraum möglichst noch viele Schicksale aufzuklären, die dann auch noch betroffene Familien erreichen. Machen wir uns nichts vor, die direkt betroffenen Familienangehörigen im 1. Verwandtschaftsgrad sind inzwischen fast ausgestorben, heute suchen bereits überwiegend die Urenkel und deren Anzahl liegt sicherlich weit unterhalb der Zahl der noch nicht gefundenen Toten. Soll heißen, mit zunehmender Zeit werden immer weniger Menschen an der Aufklärung der Schicksale interessiert sein.


    Zu Eurer Beruhigung, die Leute die z.B. in Estland im Schlamm wühlen sind keine Suizidgefährdete, die haben sicherlich ein gesundes Risikobewusstsein. Ich habe lange Zeit in Ländern mit einem sehr niedrigen (wenn überhaupt) Arbeitssicherheitsstandards gearbeitet und gelernt einfach wegzuschauen bzw. den Ort zu verlassen, wo nach deutschem Standard längst die Klappe gefallen wäre. Die bis zum geht nicht mehr hochgeschraubten Standards sind gut und schön, wir können sie uns (noch) leisten, aber wir müssen dann auch in Kauf nehmen, dass z.B. ein Flughafen wie der Berliner mit einer irrsinnigen Verspätung und vielfachen Kosten vielleicht fertig wird.


    Allen einen guten Rutsch ins neue Jahr


    wünscht


    Paul

    Hallo,


    vor Jahr und Tag initiierte ich folgende Beiträge zu Camp 132 Medicine Hat, wo mein Vater von Herbst 1944 bis Sommer 1946 gefangen war. Sind einige Interessante Artefakte dabei.


    Camp 132 Medicine Hat Canada


    Auch dabei ein Link zu einem kanadischen Kenner der Materie.


    Zum Aufenthalt in Englang kann ich folgendes Beitragen:

    Die Kanadier expedierten die POW Sommer/Herbst 1946 nach UK, von dort wurden sie aber erst ein Jahr später nach Deutschland entlassen. In der Zwischenzeit arbeiteten sie zumeist in der Landwirtschaft.


    Frage mal beim Internationalen Roten Kreuz in Genf den Gefangenenbogen für Deinen Vater ab. Da dürften zumindest die Stationen seiner Gefangenschaft gelistet sein.


    Gruß


    Paul

    Hallo,


    wer als Wehrmachtssoldat in kanadische Gefangenschaft kam, der hatte das große Los gezogen. Essen, Unterbringung und Kleidung entsprachen dem Standard des kanadischen Ersatzheers. Ab Unteroffizier gab es keine Arbeitspflicht.

    Ähnliche Fotos kenn ich von meinem Vater, der ab 1944 POW in Kanada war. Selbstorganisierte Kulturveranstaltungen der Kriesgefangenen waren häufig und sehr beliebt, es gab alles, vom Chorgesang über Orchester bis hin zu Theateraufführungen und Varieté, außerdem noch Sport, Schach etc.. Am meisten litten die Gefangenen unter der Langweile.

    Die Fotos zeigen die Mannschaften solcher Kultuveranstaltungen.


    Gruß


    Paul

    Vielen Dank Peter,


    habe mir inzwischen dien Eintrag im Lexikon zu Polizei und Gendarmerie durchgelesen (hätte ich früher drauf kommen sollen) und zusammen mit Deinen Ausführungen ist mir einiges klarer geworden!

    Und in der Tat, die Geschichte der Vernichtungsaktionen in den „Blood land‘s“ ist umfassender als ich mir bisher vorstellen könnte!


    Grüsse aus Berlin in die Normandie


    Paul

    Hallo Peter,


    herzlichen Dank für Deine Erklärungen zu diesem Thema. Waren die Gendarmen in den Polizeibataillonen organisiert oder gab es gesonderte Gendarmerie-Einheiten.


    Ich hatte bisher immer die Vorstellung, dass die Einsatzgruppen und deren Sonderkommandos bis zum Jahresende 1941 die Mordaktionen durchführten, jetzt zeigt aber, dass es scheinbar noch eine zweite Welle der der Massenexekutionen in den besetzten Gebieten gab. Waren die Aktionen der Willkür der jeweiligen Gebietskommissare überlassen oder war diese Vorgehen eine konzertierte Aktion. Gibt es da evtl. einen Zusammenhang mit der Aktion Reinhardt in Polen?


    Gruß


    Paul

    Hallo,


    ich beschäftige mich im Moment mit der Stadt LUZK und Umgebung in Wolhynien (heute zur Ukraine gehörig) vor und während des 2. Weltkriegs.

    Teile der Schwiegerfamilie stammen aus der Gegend.

    Es war eine bunte Bevölkerungsmischung die in der Stadt zu Beginn des Krieges lebte. Entsprechend umfangreich war die ethnische Bereinigung. Die angewandten Methoden waren Umsiedlungen, Deportationen und Exekutionen.

    Yad Vashem (u.a.) berichtet über Massenexekutionen in Sommer 1941, also kurz nach dem Einmarsch der Wehrmacht. Hier werden der Einsatzgruppe C, Sonderkommando 4a etwa 1600 Morde zugeschrieben.

    Als dann im August 1942 das Ghetto und verschiedene Arbeitslager für Juden in und um Luzk aufgelöst wurden, werden je nach Quelle, 20 - 25.000 Menschen in Gorka / Hirka Polanka (8km sw. v. L.) durch Erschießen ermordet.

    Die Täterschaft wird der Gendarmerie und ukrainischen Hilfstruppen zugeschrieben, die Leitung der nur zwei Tage andauernden Aktion, wird dem Gebietskommissar und SS-Sturmbannführer Heinrich Lindner zugeschrieben.

    Mich befremdet die Zusammensetzung der Täter auf deutscher Seite aus Gendarmerie und Gebietskommissar. Ist die Gendarmerie mit der Ordnungspolizei gleichzusetzen? Haben tatsächlich die Gebietskommissare des Reichskommissariats Ukraine eigenständig solche größeren Aktionen durchgeführt?


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo Olli,


    ich komme zurück zu einem wichtigen Teil Deines Anliegens, der die Kernkompetenz unseres Forums berührt, nämlich die militärische Laufbahn Deines Großvaters.


    In Deinem Eingangsthread teilst Du zu diesem Punkt zwei Sachverhalte mit:


    "Feldpostnummer mit Bescheid über Notstandsbeihilfe vom 05.11.43 : 34 546 ( höherer SS oder Polizeiführer Rußland Süd )"

    "Auf einer Karte mit rotem Diagonalbalken vom 25.11.42 ist unter Einheit vermerkt x 101-1165 mit dem Stempel " SS Führer "."


    Zunächst die Frage, sind diese beiden Informationen der WAST die einzigen die Deiner Schwester zugingen. Vielleicht ist es möglich eine anonymisierte Kopie (auch in Bezug auf die WAST Mitarbeiter) hier einzustellen. Es sind manchmal Kleinigkeiten in den Auskünften die aber einem Insider Welten eröffnen.


    Unter der genannten Feldpostnummer verbirgt sich (Stichtag 5.11.43):

    (8.9.43 - 22.4.44) 11.2.1944

    Höherer SSPF Rußland Süd

    Höchster SSPF d. Ukraine u.

    Sonderverband


    Bei der Einheit mit der Bezeichnung x 101-1165 tippe ich einmal unverbindlich auf eine Polizeieinheit.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo Olli,


    ich bin ein Landsmann Deines Großvaters aus Dithmarschen. Sein Bruder Karl hatte in der NS-Zeit im Raum Dithmarschen einen gewissen Stellenwert. Nach meinem Kenntnisstand hat die Uni Kiel zu Dithmarschen und Drittes Reich einiges zusammengetragen. Könnte sich evtl. für Hintergrundrecherchen lohnen dort anzufragen.


    Beste Grüße


    Paul

    Lieber Bodo,


    immer wieder versuche ich Deine Beiträge zu lesen. Immer wieder komme ich zu der Erkenntnis, dass Deine Zusammenstellung von Zitaten und wenigen verbindenden Sätzen von Dir, einfach nicht lesbar sind. Bitte befolge die simple Regel, wonach zu Beginn eines Zitates einfach nur steht: Der Autor XY schrieb folgendes, so das man erkennen kann, hier beginnt das Zitat. Am Ende des Zitates dann die Fundstelle. Stelle nicht zwei Zitate ungetrennt nebeneinander. Ich will hier nicht weiter ins Detail zur richtigen Zitierweise gehen, wo andere es bereits getan haben. So wirst Du unter den Stichworten: richtig zitieren (oder ähnlich), bei den Suchmaschien Deiner Wahl ausführlich dazu lesen können.

    Dies ist ein gut gemeinter Tipp.


    Gruß


    Paul