Posts by Paul Spohn

    Hallo,


    Dein Großvater war im Herbst 1944 zunächst im Kurlandkessel (heute Lettland) und gelangte über Memel ins Samland/Ostpreußen (heute Russland, Oblast Kaliningrad) zu den dortigen Endkämpfen im März 1945. Da er aus britischem Gewahrsam entlassen wurde dürfte er noch in letzter Minute über Pillau per Schiff über die Ostsee nach Schleswig-Holstein in die britische Internierungszone gelangt sein. Von dort wurden die meisten Internierten bis zum Spätherbst 1945 in die Heimat entlassen.


    Gruß


    Paul

    Hallo,


    das Fallschirmpanzerkorps HG war seit Dezember 1944 im nordöstlichen Ostpreußen (Gumbinnen) eingesetzt. Es bestand aus der Fallschirmpanzerdivision HG und der Fallschirmpanzergrenadierdivision HG mit jeweils zwei Regimentern.

    Die Fallschirmpanzerdision HG wurde im Februar aus dem sich abzeichnenden Kessel von Heiligenbeil im Seetransport über Pillau und Swinemünde an die Neiße verlegt. Die Fallschirmpanzergrenadierdivision blieb bis um bitteren Ende im Kessel, die Reste (ca. 2000Mann) wurden Ende März ebenfalls an die Neiße verlegt.

    Inwieweit Flakeinheiten dazu gehörten kann ich allerdings nicht beantworten.


    Gruß


    Paul

    Hallo Olli,


    sicherlich wird es Zeitungsartikel zu einem Menschen wie Darré geben, immerhin war er mal eine Person von öffentlichen Interesse. Auch taucht er immer wieder in der Literatur zum Dritten Reich auf.


    Den einfachsten Einstieg findest Du über eine Suchmaschine im Internet. Da gibst Du an der dafür vorgesehenen Stelle den Namen ein und in Millisekunden tauchen Funde auf, aber sei gewarnt, lesen musst Du selber, obwohl, es gibt bereits Vorlesefunktionen!


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo Oliver,


    einwenig Genauigkeit sollte schon sein. Die genannten fanden ein Andenken auf dem Grabstein, jedoch begraben sind sie dort nicht.


    Es wäre sicherlich auch interessant zu erfahren, welchen Hintergrund Deine Suche hat und ob Dir bereits Ergebnisse vorliegen.


    Beste Grüße


    Gruß Paul

    Hallo Johann Heinrich,


    danke für die interessanten Neuigkeiten zu den Soldatengräbern. Diese befinden sich fast in der Mitte eines rd. 90ha großen Areals. Von der militärischen Nutzung einige Gebäude mit solider Substanz am Rand des Geländes weiter in Nutzung. Die restlichen Baulichkeiten sind nur noch Ruinen. Aber es besteht über rd. 30ha seit 2007 ein Bebauungsplan für Kur- und Fachkliniken sowie Gesundheits- und sportorientierte Nutzung, also Konversion pur. Leider findet sich niemand der dort sein Geld anlegen will.

    Damit dürfte die militärische Nutzung von Dwasieden / Sassnitz von 1935 bis etwa 1995 zu einer Fußnote in der Geschichte geworden sein.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo,


    wenn wir schon dabei sind, gutes oder auch schlechtes Benehmen ist beileibe keine ost-west-gesamt-deutsche Spezifik. Gutes Benehmen und Höflichkeit sind universell.


    Gruß


    Paul

    Hallo Karl,


    richtig, müssen wir nicht vertiefen, wurde bereits ausgiebig im Forum abgehandelt. Ich wollte anhand des Beispiels Internierung durch die Briten, den Unterschied zwischen kodifiziertem Recht der Kriegsgefangenen und Internierung als willkürliches Festhalten u.a. von Soldaten nach der Kapitulation zeigen. Um die Wirkung der Internierung zu bewerten, muss man Motiv und Intension der Internierenden kennen.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo,


    der Status eines Kriegsgefangenen ist völkerrechtlich eindeutig geregelt, international kodifiziert. Die praktische Ausgestaltung steht auf einem anderen Blatt. Internierung hingegen ist nirgendwo kodifiziert, sondern das Recht des Stärkeren gegenüber dem Schwächeren und in seiner Um- und Zielsetzung der Willkür des Stärkeren überlassen. Im Zusammenhang mit dem KZ-Regime der Nazis wird auch häufig der Begriff Internierung verwendet. Es fehlte jede Rechtsgrundlage. Im abstrakten Sinn unterscheidet sich beispielsweise die Internierung der Wehrmachtssoldaten beispielsweise nach dem 8.5.1945 durch die Briten in Schleswig-Holstein (rd. 1Mio Mann) von der KL-Internierung nicht. Der feine Unterschied war jedoch, dass einerseits das deutsche Wehrrecht einschließlich Disziplinargewalt weiter galt und darüber das britische Recht gestellt. Insofern die blanke Willkür stark eingehegt war. Darüber hinaus hatte die Internierung den Vorteil für die Briten, die Festgehaltenen nicht als Kriegsgefangene behandeln zu müssen, sprich sie nicht mit Lebensmitteln, Kleidung und Unterkunft versorgen zu müssen. Trotzdem hatte man Zugriff auf die Festgehaltenen, konnte sie durchleuchten und sie geregelt, gezielt und zeitlich kontrolliert über 6-9 Monate in ihre Heimatkommunen entlassen. Man kann diesen ganzen Prozess auch als Individualisierung betrachten, es wurde die soldatische Ordnung aufgelöst indem die Soldaten einzeln, mit einem Entlassungsschein und Fahrkarte versehen, in ihre Heimatgemeinde geschickt wurden.

    Im Großen und Ganzen war es den allermeisten Soldaten ziemlich egal welchen Status sie hatten, solange sie Aussicht hatten schneller dem Soldatenstatus zu entfliehen.


    Gruß


    Paul

    Hallo Altmärker,


    tritt das geschilderte Phänomen nur bei Hitze auf? Dann solltest Du die kühlere Jahreszeit abwarten für weitere Recherchen. Vielleicht hilft auch ein alter Trick. Entwickele eine Fragestellung, formuliere das was Du wissen willst als Frage. Sehr hilfreich ist es diese Frage schriftlich nieder zu legen. Zur Selbstkontrolle. Dann beginne mit der Recherche. Hast Du ein Ergebnis oder auch nur ein Zwischenergebnis gefunden, dann prüfe ob es eine Antwort auf Deine Frage gibt. Wenn nicht, lege es beiseite, fixiere es zuvor in Wort und Bild für spätere Recherchen und wende Dich erneut Deiner Ausgangsfrage zu. Oberste Prämisse ist dabei Disziplin. Natürlich gehört dazu Training, aber Übung macht den Meister.


    Gruß


    Paul

    Hallo,


    ist noch niemanden aufgefallen, dass der Kragenstreifen für Unteroffiziere nicht wie üblich am unteren Kragenrand angebracht ist, sonder oben.

    Das Foto dürfte ziemlich stark retuschiert worden sein, war damals durchaus üblich. Das Rekrutenfoto ohne “Lametta” wurde so auf den aktuellen Stand gebracht, kleine Fehler, kein Problem!


    Gruß


    Paul