Posts by Paul Spohn

    Hallo Ulf,


    da habe ich daneben gegriffen, ich lag falsch sorry, ich hätte nochmals prüfen sollen.

    Habe den Görlitzer Bahnhof beschrieben.

    Ostbahnhof = Schlesischer Bahnhof ist richtig!


    Beste Grüße


    PAUL

    Hallo Peter,


    die Kurfürstenstraße gehört zu Schöneberg, das östliche Ende grenzte an das Bahngelände Gleisdreieck in der Nähe des Anhalter Bahnhofs. Der Schlesische Bahnhof liegt in Kreuzberg 36 an der Grenze zu Treptow, in der Nähe Landwehrkanal und südl. der Spree. Hatte und hat nichts mit Ostbahnhof zu tun, der liegt nördlich der Spree in Friedrichshain.
    Dies nur zur Orientierung.


    Gruß


    Paul

    Hallo Narssner,


    ich zitiere Dich:

    kommt mir General von Seylitz weniger wie ein Soldat in Gewissensnot, sondern mehr wie ein zweifelhafter Charakter und Drahtzieher vor. Anders gesagt, ich zweifle zunehmend mehr an seiner Ehrlichkeit.

    ich habe mich noch nicht sonderlich mit dem Nationalkomitee Freies Deutschland beschäftigt und kenne von Seydlitz-Kurzbach (zumindest den Namen solltest Du richtig schreiben) nur vom Hörensagen. Woher leitest Deine Einschätzung ab, dass er ein zweifelhafter Charakter und Drahtzieher war und an seiner Ehrlichkeit zweifelst Du auch.

    Wenn Dein Bauchgefühl Dir das einflüstert, kannst Du daran glauben oder nicht, aber wenn Du hier im Forum so ein Thema eröffnest und mitdiskutieren willst, dann solltest Du schon etwas mehr liefern. Jedenfalls reicht die Mitteilung, dass Angehörigen von Dir im Krieg waren, sicherlich nicht als Argument aus.


    Sicherlich ein interessantes Thema, aber bitte nicht so platt.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo,


    wird wohl Rottmann heißen sollen, eine Bezeichnung die es eigentlich nicht gab, entweder sollte damit der einfache SS-Schütze bezeichnet werden oder aber der Rottenführer = Obergefreiter.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo,

    meine Kindheit und Jugend verbrachte ich in einem kleinen Dorf in Dithmarschen, Schleswig-Holstein, kurz hinterm Nordseedeich. Der Wind wehte, mal als leichte, kühlende Brise oder dann wieder als ausgewachsener Sturm, aber er wehte immer.

    Wie konnte da die Luft schlecht sein?

    Sie konnte! Untersuchungen ergaben, dass eben dieser Wind Stäube etc. aus den Industrierevieren des Vereinigten Königreichs über die Nordsee trug und bei uns ablud. Die Mengen waren nicht gravierend, zeigen aber die Tragweite (konkret und metaphorisch) der industriellen Reproduktion die vor rd. 250 Jahren in GB begann und inzwischen globale Ausmaße angenommen hat, man spricht vom Zeitalter des Anthropozäns, vom Menschen gemacht.


    Ein guter einführender Artikel dazu, wie immer, bei Wikipedia.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Anthropozän

    Auch sehr lesenswert im Zusammenhang mit der Frage, ob früher alles besser war:

    Factfulness: Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist, von Hans Rosling u.a. 2019

    .

    Weiter interessant, Karl Marx beginnt sein drei Bände umfassendes Werk Das Kapital mit folgendem Satz:

    "Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine "ungeheure Warensammlung,....." (Karl Marx, Das Kapital, Erster Band, Berlin 1982, S. 49)

    Was würde er heute, mehr als 160 Jahre später, wohl schreiben?

    Er und Hegel bemühten die Dialektik um die widersprüchliche Entwicklung zu verstehen und aufzulösen. Sollten wir auch mal probieren.


    Beste Grüße


    Paul







    Hallo Karl,


    bei unsachgemäßen Melken mit der Hand tritt die Kuh eigentlich nur mit den Hinterbeinen, reflexartig und heftig, da ist Vorsicht geboten. Opfer sind zumeist die Füße des Melkenden oder der Milcheimer.

    Hingegen der Kuhschwanz tritt immer nur dann in Aktion, wenn Fliegen bzw. Bremsen es mit der Kuh zu arg treiben. Da hilft nur eine tief gebückte Haltung des Melkenden, möglichst unterhalb der Schwungebene des Schwanzes, dessen Achse zum Glück relativ hoch an der Kuh sitzt.


    Gruß


    Paul

    Hallo Viktor,


    ja, die Sprengstofffabrik wurde ab etwa 1937/38 ausdrücklich dafür gebaut. Aber gebaut von der privaten Firma Sprengchemie.
    Nur die Bahn, die Wehrmacht etc. hatten eine eigene Planungshoheit, mußten sich nicht in den Bauämtern anstellen. So habe ich es mir mal gemerkt. Kannst natürlich richtig liegen, aber wo dann suchen?

    Beste Grüße


    Paul

    Hallo Albert,


    es gab auch Schießstände auf denEn nicht nur Schulschiessen erfolgte, sonder auch Gefechtsschießen. Schätze zu letzteren gehörte die hiesige Anlage.


    Bauakten gibt es entweder bei der Gemeinde oder beim Kreisbauamt, vermutlich sind diese aber bereits in den Archiven (Geneinde, Kreis, Land) abgelegt worden. Da hilft nur telefoniere, mailen oder persönliche Vorsprache.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo,


    ich will keine Verwirrung stiften, aber es gibt einen weiteren Ort, der zu Selzig passen würde, nämlich Senzig unmittelbar südlich Königs-Wusterhausen.

    Nebenbei: zum Ort "Selzig": der einzige phonetisch ähnliche Ort in der Nähe ist "Belzig", dort gab es eine grössere Munitionsfabrik (Roederhof), das könnte es sein.

    Nur rd. 10-12km und ziemlich genau östlich von Rangsdorf. Hingegen Bad Belzig rd. 60km WSW von Rangsdorf.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo Justus,


    Deine Provokation ist im Grunde keine, denn egal aus welcher Perspektive betrachtet (provoziert), trifft es den Kern. Die Untersuchungen, u.a. Birgit Beck, weiter oben gelegentlich zitiert, kommt zu dem Schluss, dass die gesamte Aktenlage im Bereich der Militärstrafverfahren und insbesondere die der Sexualstraftaten keine wirklichen Informationen zur Dunkelziffer hergeben. Andere Quellen weitgehend unfruchtbar sind, u.a. durch Zeitablauf und Verschwiegenheit. Empirisch, so scheint es mir, sind für dieses Forschungsgebiet alle Quellen ausgeschöpft.

    Bleibt nur noch eine konkludierende Vorgehensweise, die vielleicht auf einem höheren Abstraktionsniveau eine Berechtigung hat, aber auch nur dort.

    Darum könnte man im Falle der Wehrmacht den Rechtsgrundsatz in dubio pro reo zur Anwendung bringen, aber dabei sträuben sich mir dann doch die Haare.

    Beste Grüsse


    Paul

    Hallo Chris und pvt snafu,


    selbst das Standrechtliche Verfahren von 1939 war an Mindestmaß Verfahrensregeln unterworfen, auf deren Einhaltung geachtet geachtet wurde. Vorgehen auf Landknechtsweise wurde nicht geduldet und absolut verpönt. Das standrechtliche Urteil gegen Wehrmachtsangehörige musste zumindest von einem Regimentskommandeur bestätigt werden. Einfach einen Soldaten über den Haufen schießen, wie immer wieder gerne kolportiert, mag zwar vorgekommen sein, war aber sicher nicht konform mit den Gesetzen.

    Unter die Wehrgesetzbarkeit fielen auch die Einwohner der besetzten Gebiete. Während die deutschen Uniformträger vor dem Standgericht bereits einen recht willkürlichen Verfahrensverlauf zu gewärtigen hatten, waren die Landesbewohner in den besetzten Gebieten der vollständigen Willkür ausgeliefert. Besonders krass kommt dies bei der Bandenbekämpfung zum Ausdruck. Hier waren Vorgehensweisen nach Manier der Landsknechte nicht nur geduldet, sondern integraler Bestandteil der Kampf- und Kriegsführung.


    Eine nochmalige Verschärfung des Standrechts gegen deutsche Uniformträger und Zivilisten trat ein (gedeckt und initiiert durch verschiedene Verordnungen der Führung) als die besetzten Gebiete weitgehend weggefallen waren und der Krieg nunmehr zunehmend auf Reichgebiet geführt wurde.


    Ihr Wirken lässt sich auch im FdW in verschiedenen Beiträgen nachverfolgen, u.a. hier:


    Brückenkopf Schwedt


    Die wenigsten dieser "Standgerichte" befassten sich mit Vergewaltigungen, sondern fast ausschließlich mit Disziplinlosigkeiten. Und damit schließt sich der Zirkel, wir landen wieder bei der Feststellung von Birgit Beck, dass die gesamte Gerichtsbarkeit der Wehrmacht nur im geringsten Maße mit Vergewaltigungen und Sexualstraftaten zu tun hatte und wenn dann war die Vergewaltigung nicht als solche, sondern die damit einhergehende Disziplinlosigkeit Gegenstand des Verfahrens.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo Albert,


    hier gibt es einige im Forum die russisch perfekt beherrschen, scanne die Postkarte in möglichst guter Qualität und stelle das Ergebnis ein, der Rest findet sich.


    Gruß


    Paul

    Hallo Claas,


    die Ausreiseanordnung aus Polen deutet darauf hin, dass Dein Großvater nicht als Kriegsgefangener Soldat durch Polen angesehen wurde, sondern als in Ostpreußen geborener und bisher wohnhafter Deutscher, der nun (Nov. 48) das Land zu verlassen hat. Basis für diese polnische Ausweisung war das Potsdamer Abkommen von 1945. nach deutschem Recht war er dann kein entlassener Kriegsgefangener sondern ein Vertriebener.

    Das Vorgetragene ist natürlich noch zu prüfen, soll aber anregen den Horizont der Recherche in den Archiven zu erweitern.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo Uwe,


    danke für die Richtigstellung, mir war schon klar, dass es keine Muna war, aber mir fiel nichts besseres ein, Muna war So schön bequem!


    Wie wäre es stattdessen mit Sprengstofffabrik?!


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo,


    in einem Bericht der Märkische Allgemeine Zeitung aus dem Jahr 2017 werden einige Details zur Muna-Dreetz benannt. Der Bericht bezieht sich auf eine Veranstaltung zur Geschichte der Muna.


    https://www.maz-online.de/Loka…enumrankte-Fabrik-im-Wald


    Die sogenannte Waldsiedlung war den normalen Mitarbeitern vorbehalten, die meisten Arbeitskräfte jedoch waren Kriegsgefangene, die östlich von Dreetz-Weberplan, beim heutigen Aboretum, vermutlich in einem Barackenlager (s dazu Anhang) untergebrachte waren. Auf dem digitalen Geländemodell sind heute noch sehr schön die unzähligen umwallten Lagerplätze für die Explosivstoffe zu erkennen.