Posts by Paul Spohn

    Hallo,


    ich will mit dem Foto und den Erläuterungen im Anhang nochmals meine These von der Maschine zum Kneten und Rühren von Brotteig untermauern.


    Hier noch ein Link zu den Feldbäckereien. http://www.altearmee.de/f_kueche/feldkueche6.htm

    und zu den Knetmaschinen: https://de.wikipedia.org/wiki/Backofenwagen_90


    Meine Behauptung im Anhang, die Wehrmacht habe keine Knetmaschinen gehabt, muss ich zurücknehmen. Im Link lese ich, dass bereits in der kaiserlichen Armee solche Maschinen genutzt wurden.


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo,


    ich kann zwar die verschiedenen Inschriften auf der Maschine und dem Sack nur spekulativ entziffern, aber ich würde auf eine französische Herkunft tippen.


    Der Aufbau erinnert mich an eine Knet- und Rührmaschine für Brotteig.


    Gruß


    Paul

    Hallo,


    das Foto hat mit Chartres und 1944 nur soviel zutun, dass einer der gefangen genommenen Soldaten es bei sich trug, als er sich ergab.

    Das Foto selber dürfte früher entstanden sein, vielleicht 1942 oder eher 1943, als die vormaligen polnischen Staatsbürger deutscher Sprache nun die Volkslisten durchlaufen hatten und nun als „Beutedeutsche“ in den Krieg ziehen durften.
    Das Foto zeigt sie - so meine Geschichte dazu - während der Ausbildung unter den Kommando eines kriegserfahrenen Obergefreiten (EK II UND Verw.-Abz., schwarz).


    Das Wappen: für einen Stempel sind die Linien und Striche zu fein, für einen Druck zu nachlässig gestaltet, ich vermute eher das Produkt eines professionellen Zeichners mit Zeichentusche und Feder.


    Gruß


    Paul

    Hallo,


    links oben auf dem Foto ist ein Wappen eingezeichnet.


    Der Name Miedzyrzecze weist auf den Ort Międzyrzecze Górne hin. Einem Ort in Oberschlesien mit dem deutschen Namen Kurzwald bzw. Konradswald, der bis 1920 zu Österreich-Schlesien gehörte, danach an Polen fiel und zwischen 1939 und 45 zu Deutschland gehörte. Im Ort lebten viele deutschsprachige Einwohner, die vermutlich über die Volksliste Reichsdeutsche wurden und damit zur Wehrmacht eingezogen wurden. Ein weiteres Stichwort zur Einordnung mag Teschener Gebiet sein.


    Miedzyrzecze bedeutet zwischen den Flüssen, was auf dem Wappen durch die Wellensignatur für Wasser unter- und oberhalb der Häuser angedeutet wird.


    (alles gefunden unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Międzyrzecze_Górne)


    Interessanter Beitrag im Hinblick auf die Herkunft der Soldaten und ihre Verbundenheit mit der Heimat. Sie identifizierten sich scheinbar, auch wenn sie in der Wehrmacht dienten, noch mit ihrer Heimat, die stark in einem polnischen Kontext stand. Die polnische Inschrift des Wappens weist darauf hin.


    Das gibt natürlich keine Auskunft über die Einheit, welche bei Chartres in Gefangenschaft geriet.

    Sorry


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo,


    bin am Samstag, von einem Besuch in Polen kommend, auf den Rückweg nach Berlin, statt flott über die Autobahn und Frankfurt/Oder über die alte Reichsstraße 1 (Königsberg-Berlin) und Küstrin / Oder gefahren. Da fährt man, wenn man die Kleinstadt Küstrin durchquert und die Oder passiert hat, durch das brettebene Oderbruch Richtung Seelow auf die Seelower Höhen zu. Die sind nicht einmal 50m hoch, aber weithin sichtbar.

    Ein kurzer Stopp, ein Blick von der Höhe zurück Richtung Küstrin, ich sehe durch den Nieselregen in eine nicht sonderlich aufregende Landschaft. Ich kann mir kaum vorstellen, dass in ihr zwischen dem 16. und 20. April 1945 zehntausende Menschen in der damals tobenden Schlacht umkamen.

    Natürlich ist diese Landschaft, auch 75 Jahre später immer noch voll mit Zeichen des damaligen Geschehens, aber nicht so spektakulär wie z.B. die Reste der Brücke von Remagen.

    Wenn Du dann aber durch die Dörfer im östlichen Brandenburg fährst, siehst Du in vielen von ihnen, oft mitten drin, kleine Obelisken mit einem roten Stern oben drauf. Dort liegen Soldaten der Roten Armee begraben. Oftmals in guter Nachbarschaft stehen die Kriegerdenkmale für die Gefallenen des Dorfes.


    Wer sehen will, der sieht! Der sieht den Krieg im eigenem Land.


    Gruß


    Paul

    Hallo Angus,


    Du schreibst im Eingang:

    - im November 1947 in Sachsen verschwunden

    So geschrieben vermutest Du ihn oder seine Spuren noch immer in Sachsen. Vielleicht sollte es besser heißen: "aus Sachsen" verschwunden. Aufgrund seines etwas komplizierten Lebenslaufs dürfte er - nicht unberechtigt - Angst vor einer Auslieferung aus der sowjetischen Besatzungszone an Jugoslawien gehabt haben. Sich in die Westzonen abzusetzen dürfte die sicherere Variante gewesen zu sein. Vermutlich hatte er damals bereits eine neue Identität angenommen. Als Volksdeutscher wurde er in den Westzonen als Flüchtling / Vertriebener anerkannt und sicherlich nicht in die Heimat zurück geschickt. Waffen-SS, nun ja, kleines Licht, zwangsrekrutiert, da wurde nicht viel Aufhebens gemacht, gab es doch von ihnen Zehntausende.


    Gruß


    Paul

    Hallo Mark,


    hier ein erster Versuch, bleiben noch einige Lücken für Kenner zu entziffern.


    Nachmeldung .......?


    Pz. Gruppe Fechner stiess in schneidigem Angriff von Osten bis Kapanei (?) durch und erbeutete bzw. vernichtete dabei 2......?, 1 Sturmgeschütz, 2 Spähwagen, 6 Geschütze, 4 MG, 50 LKW und ....? Kräder,


    Gruss


    Paul

    Hallo Andre,


    zur Vervollständigung und ein wenig Hintergrund:
    Höltigbaum war ab Mitte der 1930 Jahre Standort der Wehrmacht mit Schießstand und Übungsplatz. Bis 1995 noch v. D. BW genutzt ist jetzt Naturschutzgebiet. im Bereich der Schießstände entstand ein Gewerbegebiet.
    Hinter der Adresse Holstenglacis verbirgt sich bis heute das Untersuchungsgefängnis und die JVA.
    Hier stand das Fallbeil in Hamburg!


    Beste Grüße


    Paul

    Hallo Pfalzmann,


    der Vorgesetzte mit Einmarscherfahrung dürfte ziemlichen Blödsinn erzählt haben. In der Frühzeit des Krieges gg die SU standrechtliche Erschiessungen, glaube ich einfach nicht. Zu derzeit gab es noch eine funktionierende und ordentliche Militärgerichtsbarkeit. Standrechtliche Verfahren kamen erst in der Endzeit.


    Gruss


    Paul

    Hallo,


    für französische Kriegsgefangene galt ein strafbewehrtes Kontaktverbot zu deutschen Frauen.


    "Auch Verstöße gegen das Kontaktverbot mit deutschen Frauen kamen vor das Kriegsgericht und gehörten zu den dort am häufigsten verhandelten Straftatbeständen, für die theoretisch auch die Todesstrafe verhängt werden konnte."

    http://www.deuframat.de/konfli…0-45/kriegsgefangene.html


    Auf dem kleinen Bauernhof meiner Großeltern arbeiteten eine polnische Zwangsarbeiterin und ein französischer Kriegsgefangener, ein Bauer aus der Bretagne.

    Er besuchte uns mit seiner Familie in den 1950iger Jahren.


    Gruß


    Paul

    Hallo,


    scheinbar ist bisher niemanden aufgefallen, dass Herr Raths einen ebenso einfachen wie uralten didaktischen Trick anwandte. Er sprach zunächst der Länge und der Breite über eine ruhmreiche Armee, stellte sie und ihre Erfolge als einzigartig etc. dar und ließ dann, erst als er mit den Lobeshymnen am Ende war, die Katze aus dem Sack.


    Seine vorherige Darstellung bezog sich nicht auf die Wehrmacht, wie sicherlich die meisten Zuhörer zunächst annahmen, sondern auf die revolutionäre französische Armee Napoleon Bonapartes. Die bekanntlich rd. 150 Jahre vor der Wehrmacht zur Eroberung Europas aufbrach .


    Plötzlich war der Nebelschleier, der sicherlich manchen umgab, weggezogen und Raths konnte seinen kleinen Lehrvortrag über eine sachliche, differenzierte und reflektierte Beschäftigung mit der Geschichte halten. In den nicht ganz 20 Minuten des Gesamtvortrags ist es ihm auf diese Weise sehr gut gelungen Aufmerksamkeit zu bekommen für sein Anliegen die wichtigsten Grundsätze - kurz und prägnant -für eine u.a. militärische Geschichtsbetrachtung an die Frau / den Mann zu bringen. Und zudem klar zu machen, dass jeder, der hinter diesen referierten Mindeststandards zurück fällt, nicht ernst genommen werden kann.


    Eigentlich sollte man den Link an jeden historisch verbiesterten Forumsteilnehmer senden, mit der Bitte diesen Aufmerksam anzuhören und das Erfahrene zukünftig in seinen Beiträgen zu berücksichtigen.


    Ansonsten gibt es hier nichts zu diskutieren, schon gar nicht die Güte der Wehrmacht, wer das hier versucht, dem sei mitgeteilt, er hat den Vortrag von Herrn Raths in keiner Wiese verstanden.


    Beste Grüße


    Paul