Posts by Aders

    Hallo Niemandsland,


    hier ein paar Hinweise:


    Den Standort des LGKdo Hannover müsste aus dem Behördenteil des letzten vor Kriegsbeginn gedruckten Adressbuch von Hannover hervorgehen.


    Sowohl Stadt- wie Stadtarchiv Hannover müssten auch Auskunft geben können. Zwar sind die jungen Kollegen/innen (vor allem letztere) oft reichlich ahnungslos - aber nicht abwimmeln lassen!


    Dann empfehle ich folgende Literatur (über Fernleihe einer Bücherei zu besorgen):
    Koch,, Horst Adalbert: Flak. Die Geschichte der deutschen Flakartillerie 1935-1945, Bad Nauheim 1965,
    Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg, hrsg. vom Militärgeschíchtlichen Forschungsamt, hier besonders die Bände 6 und 7, darin die Kapitel über die Flak. Da sind auch Karten mit der Dislozierung der FlakAbteilungen im Raum Hannover drin.
    Für die Vorkriegszeit wichtig:
    Völker, Karlo Heinz, Die deutsche Luftwaffe 1933-39, Stuttgart 1967.
    Tessin, Georg, Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht, Band 1-14, Osnabrück 1967 ff.


    Ich denke, damit kann man schon was anfangen.


    Dann mal beim, Staatsarchiv Hannover anfragen, ob es da Unterlagen des "Höheren SS- und Polizeiführers" beim Wehrkreis Hannover liegen (bin sicher, dass es in Bückeburg welche gibt) - darin Meldungen über Luftangriffe und Abschüsse/Abstürze, mitunter Nennung der Batterien.


    Das Ermitteln des Standorts einzelner Batterien ist ein mühsames Geschäft, wie ich aus eigener Erfahrung aus dem Großraum Köln weiß:#
    Hilfreich waren die Akten über die Betreuungslehrer für die Luftwaffenhelfer ab 1943 (sind meist bei Akten des Bezirksregierungen vorhanden),
    dann die Chroniken der Volksschulen, in denen ich massenhaft Feldpostnummern nahe gelegener Flakbatterien fand.


    Im BA-MA Freiburg gibt es Mikrofilme mit Abschussansprüchen von Jägern und Flak. Wenn man die sich mühsam Seite für Seite durchsieht, ob da Bomber im Großraum Hannover runter gekommen sind, findet man was.


    Kostet alles viel Zeit und Sitzfleisch!
    Viel Erfolg
    wünscht
    Gebhard Aders

    Hallo,
    die als "Marder" bezeichneten Selbstfahrlafetten waren Panzerjäger - das Fahrzeug auf dem Foto ist ein französischer Lorraine-Schlepper mit der schweren Feldhaubitze 13.


    Beste Grüße#
    G. Aders

    Hallo,


    auf dem bestätigten Lichtbild hat der Mann ein Ärmelabzeichen mit dem Niedersachsenroß - es könnte das eines hannoverschen Landesgestüts sein, vielleicht Celle?
    Die Bereiter bei den Landgestüten hatten auch Uniformen, ob allerdings mit dem Kragenspiegel weiß ich nicht.


    Ein sog. Remontereiter wird es kaum gewesen sein, die trugen "normale" Uniformen.


    Zu dem RK-Träger: Das "Hs" in dem Namen ist eine Fehlschreibung des "ß"- aber eien Mann mit diesem Namen gab es auch nicht.
    Beste Grüße
    G. Aders

    Hallo Stoffelbauer,


    mich interessiert der letzte Feindflug - der ist auf der Abbildung nicht klar zu lesen. Ist eine bessere Kopie möglich?
    Besten Dank und Gruß
    G. Aders

    Guten Tag, Forumsmitglieder,


    hier gab es mal eine Anfrage dazu.
    Natürlich gab es auch eine Dienststelle "Generalinspekteur der Luftwaffe" -
    siehe dazu Horst Boog, Die deutsche Luftwaffenführung 1935-1945 - Führungsprobleme, Spitzengliederung, Generalstabsausbildung, Stuttgart 1982.


    Beste Grüße
    G. Aders

    Grüß Sie,


    als jemand, der vor Jahrzehnten mal was zur Geschichte der Nachtjagd geschrieben hat, fand ich die Flugbuch-Seiten sehr interessant aus mehreren Gründen:
    1. Es tauchen als Namen der Flugzeugführen recht bekannte Namen auf, u. a. die Ritterkreuzträger Bußmann, Semrau und Hißbach.
    2. Der Mangel an Flugzeugen bei der Staffel wird dadurch deutlich, dass unterschiedlich Besatzungen dieselbe Maschine benutzten.
    3 und da ich mich immer noch ein bisschen mit der NJ befassen: die Stationierungsorte und-zeiten im Mittelmeerraum.


    Also vielen Dank!


    beste Grüße
    G. Aders

    Hallo,


    von ehemaligen Luftwaffenhelfern weiß ich, dass die schwere 5./135 in Widdig bei Köln im Sommer 44 auf die Flak 41 umgerüstet und nach Rastenburg verlegt wurde, wo sie zum Flakschutz für das HHQ Wolfsschanze gehörte - sinnigerweise ohne Funkmeßgeräte!!


    Beste Grüße
    Gebhard Aders

    Danke, Gerd-Wolf,
    aber auf diesem Erkenntnisstand bin ich auch schon - es geht jetzt darum, wann und wo welche Batterien lagen. Und das wird schwierig sein, herauszufinden.
    Hummel, den ich vor Jahrzehnten im MGFA Freiburg kennenlernte, machte mir damals keine großen Hoffnungen, auch nur annährerungsweise diese Daten für den Raum Köln/Bonn zusammen zu bekommen, und das gelte vor allem für die Sperrfeuer-, Alarm-, Heimatflak und z.b.V. sowie die RAD-Batterien.


    Hat zwar etliuche Jahre gedauert, aber über 350 Kanonen-, Scheinwerfer- und Luftsperrbttr. habe ich für den Raum der 7. Flakdivision ausfindig gemacht und für die meisten auch die Stellungen.


    Ich seh schon, für den Raum MS muss ich wieder von vorn anfangen und erst mal im Stadtarchiv Chroniken der Schulen durchsehen oder Rechnungen des OB für Schnapslieferungen an die Flak zu Weihnachten.


    Mü´hsam, aber ein Pensionär braucht ja Beschäftigung,


    Beste Grüße
    Euer
    G. Aders

    Liebe Kollegen,


    viele Jahre lang habe ich mich (hoffentlich erfolgreich) bemüht, die Flakbatterien der 7. FlakDivision Köln und ihre Stellungen zusammenzustellen, nun versuche ich auf meine alten Tage das gleiche mit Münster/Westfalen.


    Ok, die Einheiten bekomme ich relativ einfach wenigstens teilweise aus den Michael-Holm-Dateien und der Auswertung von Abschussmeldungen (mühsames Geschäft, sich durch hunderte von kaum lesbaren Mikrofilmseiten durchzukämpfen) zusammen.


    Dabei gehen mir garantiert jede Mange Batterien durch die Lappen, besonders Alarm- und Heimatfalkbatterien sowie die RAD-Bttr.


    Noch schwieriger wird es sein, die Stelllungen der jeweiligen Batterien zu ermitteln.


    Da bin ich für jede Hilfe dankbar!


    Mit besten Grüßen
    Euer
    Gebhard Aders

    Noch etwas von mir zum Stichwort "Missbrauch" des RK-Zeichens aus eigener Erinnerung:


    Anfang März 1945 fuhren von Bergneustadt (Oberbergischer Kreis) kommend 4 große Schützenpanzerwagen im Tarnanstrich in Richtung Olpe und dazu ein schneeweißer mit Rotem Kreuz.
    In unserem Dorf Neuenothe hielten sie im Sichtschutz einer großen Scheune, das weiße Fahrzeug in der Mitte. vermutlich wegen einer Tieffliegerwarnung.
    Und die kamen auch nach kurzer Zeit, 4 Lightnings, die die Fahrzeuge mehrfach angriffen, allerdings ging nur die Scheune in Brand. Nach Abflug der Jabos fuhren die in einen nahe gelegenen Wald und erst bei Dämmerungsbeginn weiter in Richtung Drolshagen/Olpe, an der Spitze der weiße Wagen.


    Beste Grüße
    Gebhard Aders

    Danke für die ersten Anworten.
    Füssel kam auf die Idee mit dem "kriechenden" Panzer durch die Ostfronterfahrungen, wo sich nachts die T-34 in Schussweite seiner 8,8,-Stellung eingruben und diese dann bei Tagesanbruch zusammenschossen.
    Ein weiters "feature" seines Entwurfs aus dem Jahr 1959 war, dass das Mittelteil des projektierten Panzers bei der Produktion austauschbar war: Standard-Panzer mit Drehturm, fester Turm für Kanonenjagdpanzer, für Lenkwaffenpanzer, für Flapanzer usw.
    ABC-Schutzbelüftungsanlage: War das auch schon 1959 Standard (bei M47/48?)


    Wie gesagt, der Panzer war damals nur als großes Modell zu sehen. Ein kleiner BuWe-Stabsoffizier hatte damals keine Chance, als "Einzelkämpfer" bei der Industrie gehör zu finden.


    Mit besten Grüßen
    G. Aders

    Als ich vor vielen Jahren die Verzeichnung des Archivs der ehem. Aerodynamischen Versuchtsanstallt Göttingen (AVA), damals eine Zweigstelle der DLR, betreute, stieß ich auf einen undatierten Längsschnitt-Plan eines Kleinen U-Boots, der auch einigen U-Boot-Spezialisten Rätsel aufgab:


    Der Antrieb war ein Kreislaufmotor + ein E-Motor. Am ungewöhnlichsten schien mir die Torpedobewaffung: recht kleine Torpedos (deutlich dünner und kürtzer als die der KM) waren in einer Trommel wie bei einem Trommel-Revolver gelagert.


    Hat jemand von Euch schon mal von einem solchen Projekt gehört bzw. gelesen?
    Falls nicht Entwurf für die KM, dann vielleicht für Japan oder Italien?


    Als Datierungshilfe könnte der "Kreislaufmotor" dienen, bei dem bei Unterwasserfahrt die Abgase mit Sauerstoff aus Flaschen angereichert und wieder em Einlasstrakt zugeführt wurden. Seiot wann kannte man dieses Prinzip?
    Ich werde versuchen, einen Plan aufzutreiebn und hier einzustellen.


    Danke für Eure Hinweise


    Gebhard Aders

    Dem Forum und seinen Mitgliedern noch ein gutes Neues Jahr!


    Als ich 1961 als Fähnrich an der Fla-Schule Rendsburg war, führte uns ein Major Füssel (Füssl?) das Modell eines von ihm entworfenen Panzers vor.
    An die meisten Einzelheiten kann ich mich nicht mehr erinnern. Das wichtigste für den Erfinder war, dass sich der Panzer "hinlegen" konnte, also das Fahrgestell einziehen und mit der Wanne quasi auf dem Bauch auf der Erde rutschen konnte, um sich so der Feindsicht und feindlchen Waffenwirkung weitgehend zu entziehen.
    Eine andere Besonderheit war, dass durch über Filter und Kompressoren ins Innere geleitete Frischluft immun gegen durch ABC-Stoffe verseuchte Luft war.


    Wer weiß Näheres über dieses Projekt?


    Mit Dank und Gruß
    G. Aders

    Das umfassendste Standardwerk zur Luftnachrichtentruppe ist das von K.O. Hoffmann: LN-Die Geschichte der Luftnachrichtentruppe, Vowinkel-Verlag Neckargemünd, 1968.
    Längst vergriffen und nicht mehr erhältlich.
    Ich habe mein eigescanntes Exemplar mal auf LNRgt 203 ud Langeoog durchgesehen:
    Danach lag bis 1942 die II./LN Rgt 203 in Nordholland/Norseeeküste, aber auf Langeoog lag keine Einheit des RGt, wohl auf Wangerooge.


    Beste Grüße
    Gebhard Aders

    Mit ziemlicher Sicherheit wird es schon 1940-42 Flakeiheiten im Raum Bielefeld gegeben haben. und zwar Alarmbatterien mit einer /VI-Nummer, deren Bedienungen aus Flakwehrmännern der dortigen Industrie bestanden.


    Das Problem ist nur: über deren Aufstellung und spätere Umbenennungen dürfte so gut wie nichts zu finden sein, auch nichts in Werksarchiven, da sich die Firmen 1945 möglichst schnell und umfassend "demilitarisiert" hatten.(Versuche bei Oetker oder Miele schaden aber nichts)


    Beste Grüße
    G, Aders

    Die schweren Flakgeschütze mit den Kalibern 8,8 cm, 10,5 und 12,8 cm (außerdem die Beutegeschütze) konnten grundsätzlich auch im indirekten Beschuß eingesetzt werden - und sie wurden auch so eingesetzt, z. B. 1945 an der Rheinfront und an der Oder. Nur konnten die Schusswerte nicxht mit den Kommandogeräten ermittelt werden, sonder anhand von Tabellen.#



    Beste Grüße
    G. Aders

    Es gab viele Überwachungsstellen, in denen der feindliche wie der eigene Funkverkehr abgehört wurde (s. K.O. Hoffmann: LN. Geschichte der Luftnachrichtentruppe) .


    Es gibt im BA-MA Freiburg Akten bzw. "Verzecinisse der baulichen Anlagen des Luftgaues XY" - also auch für Berlin. Deswegen lohnt sich eine Anfrage dort.
    Mit besten Grüßen
    G. Aders

    Dankeschön, Matthias und an die anderen Kollegen!


    Mir ging es in meiner Frage darum, einmal ztu klären, ob die Verpflegung für die Flakbatterien im Reichsgebiet wirklich so dürftig war, wie sie von Zeitzeugen geschildert wird und die Batterien deswegen in kleiem Rahmen Landwirtschafts zu betreiben: Gemüseanbau, Geflügel-, Kaninchen- und sogar Schweinezucht (wobei offziell das Schlachtgewicht teilweise auf die Fleischlieferungen anzurechnen war).


    Beste Grüße
    Gebhard Aders