Posts by Aders

    Die schweren Flakgeschütze mit den Kalibern 8,8 cm, 10,5 und 12,8 cm (außerdem die Beutegeschütze) konnten grundsätzlich auch im indirekten Beschuß eingesetzt werden - und sie wurden auch so eingesetzt, z. B. 1945 an der Rheinfront und an der Oder. Nur konnten die Schusswerte nicxht mit den Kommandogeräten ermittelt werden, sonder anhand von Tabellen.#



    Beste Grüße
    G. Aders

    Es gab viele Überwachungsstellen, in denen der feindliche wie der eigene Funkverkehr abgehört wurde (s. K.O. Hoffmann: LN. Geschichte der Luftnachrichtentruppe) .


    Es gibt im BA-MA Freiburg Akten bzw. "Verzecinisse der baulichen Anlagen des Luftgaues XY" - also auch für Berlin. Deswegen lohnt sich eine Anfrage dort.
    Mit besten Grüßen
    G. Aders

    Dankeschön, Matthias und an die anderen Kollegen!


    Mir ging es in meiner Frage darum, einmal ztu klären, ob die Verpflegung für die Flakbatterien im Reichsgebiet wirklich so dürftig war, wie sie von Zeitzeugen geschildert wird und die Batterien deswegen in kleiem Rahmen Landwirtschafts zu betreiben: Gemüseanbau, Geflügel-, Kaninchen- und sogar Schweinezucht (wobei offziell das Schlachtgewicht teilweise auf die Fleischlieferungen anzurechnen war).


    Beste Grüße
    Gebhard Aders

    Danke, Karl,


    das Problem ist, dass die damaligen LwH den Unterschied zwischen HiWi und Kriegsgefangenen nicht kannte oder nach Jahrzehznten nicht mehr kennen. Für fast alle der von mir befragten 300 ehemaliger Kölner LwH waren die Russen einfach Hiwis.
    Dabei gab es kaum echte Hilfswillige bei der Flak im Reichsgegbiet, das Verhältnis der Hiwis zu KG betrug 1943 1:20!


    Übrigens waren HiWis nicht zwangsläufig Kriegsgefangene! Es konnten auch ehemalige, aber entlassene KG sein! Es dürfte wenig bekannt sein, dass die Wehrmacht zwischen 1941 und 1944 über eine halbe Million sowjetische KG freigelassen hat.


    Beste Grüße
    Gebhard Aders

    Hallo. Gerd-Wolf,


    da ich neu im Forum bin, habe ich diese Diskussion erst jetzt gelesen besser gesagt: Überflogen.


    Da ich mich jahrelang bemüht habe, die Flakbatterien der 7. Flak.Div. Köln zusammen zu bekommen und zu lokalisieren, kenne ich die Schwierigkeiten, und dabei saß ich als Archivleiter quasi an der Quelle.


    Vielleicht renne ich mit meinen Tipps offene Türen ein.


    Der Tessin ist mit einen gewissen Vorsicht als Quelle anzusehen (war jedenfalls meine Erfahrung), Hummel ist - da auch auf jüngeren Forschungen beruhend - genauer.


    Archiv-Fundstellen waren für mioch die Volksschulchroniken, in denen oft Einquartierungen von Flakeinheiten erwähnt wurden (mit FPNr.) -
    das waren oft Sperrfeuerbatterien, Alarmflak- und Heimatflakbatterien (die mit /VI am Ende), RAD-Batterien, z.b.V-Batterien, vor allem gegen Kriegsende durchziehende bzw. vorübergehend stationierte Einheiten von Lw, Heer und Waffen-SS.


    Andere Fundstelle: Rechnungsakten bzw. die dazugehörigen Belege. In dem Etat des Bürgermeisters sind Ausgaben für Geschenke an Wehrmachtseinheiten vor Ort, Anlässe "Führergeburtstag", Angriffe auf den Ort, Weihnachten u.a.m.


    In Akten des Liegenschaftsamtes fand ich Landverkäufe/Abtretungen für Stellungen, in denen der Bauverwaltung rtwas über Wege- und Leitungsbau zu Stellungen.


    Dann gibt es im BA-MA Freiburg Mikrofilme mit Abschussansprüchen von Jägern und Flak, die der Jäger hat don caldwell ins Netz gestellt, die für die Flak fehlen leider.
    Ich habe aber diese Filme und könnte sie nach und nach ausleihen.
    Aber Warnung: Diese Mikrofilme sind schwer zu lesen, da oft minimaler Kontrast zwischen Bleistift und dem grauen Papier!
    Beste Grüße
    Gebhard Aders

    Danke Karl,


    das Büchlein kenne ich - nur hilft mir die Erinnerungsliteratur leider nicht weiter. Für die "Jungs" von damals waren die russischen KG und Hiwis ein und dasselbe, die kannten die Hintergründe nicht, und es interessierte sie auch nicht.


    Und jetzt stehen wir da vor dem Problem.


    Beste Grüße
    Euer
    G. Aders

    Augustdieter:
    Zu den Flaklegionären:


    Die Kroaten waren u.a. bei einer Batterie bei Hangelar (mal Hartmut Küper fragen),
    die Italiener bei der 1./741 bei Porz-Zündorf waren Soldaten der RSI,. dort auch ein gefallener Niederländer, der in der Kriegsgräerliste als "Flak-Legionär" bezeichnet wird.
    Lettische SS-Zöglinge waren Ende 1944 bei der leichten Flak am Fliegerhorst Ostheim.


    Mit dem "Leithammel" dürften die RAD-Männer wohl den formation leader der Combat box gemeint haben.


    Beste Grüße
    G. Aders

    Danke, Margarete und Atlantis.


    Der von Margarete beigefügte Text deckt sich fast vollständig mit einem Merkblatt für die Behandlung russischer KG bei der Flak.


    Ich habe mich jahrelang mit der Kölner Flak befasst (vorwiegend die Luftwaffenhelfer betreffend), und habe dabei das Vorhanden russischer Hilfskräfte als Munitions- oder Ladekanoniere einfach zur Kenntnis genommen,. ohne dabei tiefer zu bohren.


    Wie Atlantis schrieb, ist das Thema noch komplexer: Das gab es die "Flaklegionäre" - unter den Verlusten im Raum Köln habe ich da Kroaten, Italiener, Niederländer, Letten - und über diese Männer ist mir so gut wie nichts bekannt.


    Beste Grüße
    G. Aders

    Grüß Euch, Forumsmitglieder,


    ich bin neu hierin diesem Forum und möchte mich kurz vorstellen. Ich bin ein alter Knacker von 73 Jahren, habe rund 40 Jahre als Archivar in den Stadtarchiven Bonn und Köln gearbeitet, und zu meinen dienstlichen und privaten Forschungs- und Veröffentlichungsschwerpunkten gehörte die Militärgeschichte, eben auch die für den Zeitraum 1939-1945.


    Nun konkret zu meinen Fragen:


    Es gab ab Ende 1942 bei der Flak in der Reichsverteidigung sowohl russische Hilfswillige („Hiwis“) als auch russische bzw. ukrainische Kriegsgefangene (Ende 43 waren es nach einer Aufstellung des Chefs der Luftwehr 4500 Hiwis und 60 000 KG.


    Worin bestand der Unterschied? Auch die KG dürften sich doch freiwillig gemeldet haben.
    Waren die Hiwis KG, die besonders verpflichtet wurden? Sie trugen ja auch deutsche Uniformen, oder nicht?


    Wer forderte die KG an? Die Batterie, die Abteilung, die Untergruppe?


    Bekannt ist, dass die KG aus dem Stammlager (Stalag) über ein „Ergänzungslager (F)“ zur Truppe kamen. Was waren diese Ergänzungslager? Und wofür steht „F“ – für Flak? Für Fremdarbeiter?


    Gab es Verteilerschlüssel? Gab es Kriegsstärkenachweise?


    Ich habe bedauerlicherweise Null-Ahnung, und dabei habe ich mich jahrelang mit der Kölner Flak befasst, peinlich, peinlich.


    Daher herzlichen Dank im Voraus für die Hilfe,
    Euer
    Gebhard Aders