Posts by Aders

    Guten Abend in die Runde,

    ein Freund bat mich, die Uniformspezialisten im Forum um Hilfe zu bitten:

    Zu welcher gehören die Uniformträger bei der "Siegesfeier der 6. Kolonne (Die Schrift kann man auf einem anderen Foto vollständig erkennen - merkwürdigen Humor hatten die Leute)

    Hinten stehen Männer in Offiziersuniformen (so sehe ich das), vorne sieht man links wohl Mannschaftsdienstgrade und Zivilisten mit Armbändern? Was könnte da drauf stehen?

    Dankbar für alle Tipps

    Euer

    G. Aders

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    Hallo,

    dann gab es noch den Rüstungsplan 9, der bis 1942 eine Verfünffachung der Luftwaffe vorsah:

    16 Jagd- und Zerstörergeschwader,

    8Schlachtfliegergeschwader.

    12 Stukageschwader

    48 KG mit Ju 88,

    10 Geschwader He 177, Bis 1942 wären 30 000 bis 40 000 Flugzeuge neu zu bauen.

    Woher man das Fachpersonal für den Bau hernnehmen sollte, wie man die Fliegerhorste bauen wollte und wie man die personelle Aufstockung der Verbände hinkriegen wollte, blieb außer Betracht.

    Für die Bevorratung des Treibstoffs wurde eine Menge von 10,7 Mio cbm , Die Weltproduktion an Benzin betrug damals nur 1,5 Mio cbm.

    Alles völlig unrealistisch.

    Quelle: BA-MA Freibung, RL 3/2198.

    Beste Grüße

    Gebhard Aders

    Guten Abend,

    versuch doch mal über Fernleihe folgendes Buch zu besorgen:

    Lutz Budraß, Flugzeugindustrie und Luftrüstung in Deutschland 1918-1958, Düsseldorf 1998, ISBN 3-7700-1604-1.


    Ist ein sehr dickes Buch, fast 1000 Seiten stark Es lohnt sich aber, das durchzuackern. Da werden einem die Zusammenhänge und Widersprüche zwischen Rüstungsplanungen, Industrieplänen, Rohstofflage und Finanzierung der Rüstung klar. Was mir anfangs nicht so ganz klar war: Das Reich musste ja alles kaufen und bezahlen, was zu einer irren Infaltion führte.

    Beste Grüße

    G. Aders!

    Hallo Karl,

    "grundsätzlich" ist nicht ganz richtig - die schweren Batterien hatten spätesten '4 eine Bestand an Nahfeuerpatronen zur Bekämpfung von Tieffliegern - Zielvorrichtung Fehlanzeige, es wurde grob übers Rohr gepeilt. Trefferwahrscheinlichkeit nahe 0, aber hatte für Bedienung wenigstens moralische Wirkung.

    Beste Grüße

    G-.A.

    Guten Tag,

    ich habe mal wieder eine Frage, die eigentlich nicht in diese Sparte passt:

    Im August 1944 brachte das OKL-Generalnachrichtenführer Ergänzungen zum "Einheitlichen Deckwortverzeichnis für den Jägersprechverkehr" heraus.

    Darin findet sich das Deckwort "Spargelbeet" für "Tiefenverteidigungszone".

    Nun erkläre mir einer, was hat "Tiefenverteidigungszone" mit der Luftwaffe zu tun? Den Begriff würde ich bei Heeresoperationen ansiedeln.

    Gespannt auf Eure Antworten

    Euer

    Gebhard Aders

    Danke für die ersten Rückmeldungen!

    Das Rohr ist auf einem Glasnegativ - auf der Schachtel mit anderen Negativen, die augenscheinlich im besetzten Belgien aufgenommen worden sind, fehlte jeder Hinweis.

    Könnte das Rohr auch zu einem erbeuteten Geschütz gehören?

    Nebenbei: Der Fotograf war Pächter eines großen Gutshofes südöstlich von Köln, der vor 1914 hunderte von Fotos seines Hofes, der Leute im Dorf gemacht hatte. Die Glasplatten lagen Anfang der 90er Jahre in Kisten auf dem nun leerstehenden Hof, und mit als dem zuständigen Kommunalarchivar gelang es, dieses fürs Archiv zu retten.

    Beste Grüße

    Gebhard Aders

    Guten Tag,

    dem Fotonachlass eines Gutsbesitzers aus Langel am Rhein (heute Köln-Porz-Langel) fanden sich éinige wenige Fotos aus dem I. Weltkrieg., darunter dieses von einem Lang-Wagen, auf dem m. An nach ein langes Geschützrohr liegt.

    Was könnte das sein? Marinegeschütz?

    Besten dank im Voraus

    Euer

    Gebhard Aders

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    • Kanone.jpg

      (116.62 kB, downloaded 140 times, last: )

    Danke schon mal,

    anscheinend hat Traxler zwei Spielzeuge miteinander verwechselt oder vertauscht. Die Vorkriegs-111 von Lehmann mit dem Tippco.

    Beste Grüße

    Gebhard Aders

    Guten Tag,

    der Schriftseller Hans Traxler beschreibt in seinen Kindheitserinnerungen ein Blechspielzeug: Eine He 111 mit einem Uhrwerksmotor, die an einer Schnur, quer durchs Zimmer gespannt fliegen konnte und dabei eine bleiern Bombe abwerfen konnte. Den Zeitpunkt des Abwurfs musste man mit einem Rändelrad einstellt, beschreibt Traxler das Gerät,.

    Ich konnte mit Google dieses Spielzeug nicht ermitteln.

    Kennt jemand von Euch so ein Ding?

    Beste Grüße

    Gebhard Aders


    Guten Tag in die Runde,


    nach Kriegsbeginn setzte bei der deutschen Wehrmacht eine wahre Flut von Decknahmen und Tarnworten ein:

    • Für militärische Operationen,
    • Für (Führer-)Hauptquartiere
    • Für Gefechtsbunker der Luftwaffe
    • Für Funkmessstellungen und Jägerleitstellungen
    • Für Fliegerhorste,
    • Für technische Geräte und Waffen,
    • Für Einsatzverfahren der Luftwaffe
    • Und vieles andere mehr.

    Die große Preisfrage: Wer vergab diese Decknamen/Tarnworte? Gab es eine Dienstelle beim KW? Ich meine, es musste doch verhindert werden, das dasselbe Deckwort/Tarnname mehrfach für ganz unterschiedliche Sachen verwendet wurden.


    Was da jemand Näheres?

    Danke im Voraus

    Euer

    Gebhard Aders

    Guten Tag,

    ich bleibe dabei: Die einzige Erklärung für eine "R-Maschine", die im Zusammenhang mit dem "Einheitlichen Deckwortverzeichnis für den Jägersprechverkehr" Sinn macht, ist die für eine "Rotterdam-Maschine", also für einen Bomber, der mit dem H2S-Bord-Bodenradar ausgerüstet war. Da bei Rotterdam das erste Wrack mit einem solchen Gerät gefunden wurde, bekam es in der Luftwaffe die Bezeichnung "Rotterdam-Gerät".

    Beste Grüße

    Gebhard Aders

    Guten Abend, Ambrosius,

    was hatte ich zu Beginn des Beitrags geschrieben?


    "Im Deckwortverzeichnis für den Jägersprechverkehr tauchen Deckworte auf, deren Bedeutung mir schleierhaft ist:

    Kreuzspinne = R-Maschine wirft,

    Schlagbaum = R-Maschine erfasst

    Pfefferkorn = R-Maschine verloren

    Lastwagen = berühre R-Maschine

    Zauberflöte = bin unter R-Maschine"


    Wieso, bitte sehr, soll ein Jäger mit Deckworten melden, dass er eine Me 323 mit Starthilfe Raketen erfasst oder berührt (sprich: angreift), sie verloren hat oder unter ihr ist?.

    Bitte alles genau lesen.

    Beste Grüße

    G. Aders

    Guten Abend,

    diese Eintragungen stammen aus den Abschussansprüchen, die beim General für Auszeichnungs- und Disziplinarwesen eingegangen sind und von einer Abschusskommission zu überprüfen waren. Die Originalkartelkarten sind verloren gegangen, aber es existieren etliche der zur Sicherung angefertigen Mikrofilme, die sich heute im Bundesarchiv Freiburg befinden.

    Auf jeder Karteikarte stand ein Vermerk über die Anerkennung. Die Abkürzungen bedeuten:

    VNE = Verlust [gemeint ist ein Abschuss] nicht erkannt

    ASM = Anerkennung später möglich.


    Wenn bei den Luftkämpfen mehrere Jäger auf denselben Bomber geschossen hatten und der dann "wegstank", lag es nahe, dass jeder Jägerpilot sagte "das war meiner", es nach der Landung dem Staffelkapitän meldete, und dann ging das den Dienstweg nach oben.


    Ich habe Kopien dieser Filme und werde m,al nachsehjen , ob es dazu auch Bruchmeldungen gibt.

    Beste Grüße

    Gebhard Aders

    Guten Tag,

    gehen wir mal von der Vorkriegsituation aus, und da gab es ganz unterschiedliche Vorgehensweisen. In einigen Staffeln bestimmte der Kapitän, wer Rottenführer und wer Rottenflieger war - da ging es nach Dienstgrad=Dienstalter=mehr Flugstunden.

    Ein StaKa, der ein Auge und ein Gefühl für die fliegerischen Eigenschaften seiner Männer hatte, konnte hier regulierend eingreifen. Aber aus Gründen der Disziplin blieb es meist dabei, dass der höhere Dienstgrad Rottenführer war.

    Nach Kriegsbeginn konnte sich die Lage ändern. Zum einen gab es Rivalitäten unter den Dienstgraden um besonders gute Rottenflieger, die im Kurvenkampf nicht abplatzten. Sodann wurden kampferfahrenen Unteroffizieren/Feldwebeln von den Schulen frisch hinzugekommene Leutnants als Rottenflieger zugewiesen.

    Bei den Gruppen und Geschwaderstäben war es in der Vorkriegszeit meist so, dass die Adjutanten die Rottenflieger beim Kommandeur bzw. Kommodore waren, was nur gelegentlich in der Kriegszeit beibehalten wurde.

    Das war so den vielen Gesprächen zu entnehmen, die ich im Lauf der Jahrzehnte mit ehem. Jagdfliegern geführt hatte. Und so mancher Kaczmarek sagte mir sinngemäß: "Wir waren ja eine Kampfgemeinschaft, und wenn mein Rottenführer einen Abschuss erzielt hatte, hatte ich gefühlsmäßig auch meinen Anteil dazu beigetragen, und wenn es nur darum ging, als "Luftzeuge" den Abschuss zu bestätigen. Besonders bei Einsätzen gegen 4-mots hat mir der "Alte" immer auf die Schultern geklopft, wenn er einen Abschuss erzielt hatte, und er hat immer "WIR" gesagt."


    Beste Grüße

    G. Aders

    Guten Tag,

    es war ja nicht grundsätzlich so, dass der Rottenflieger keine Abschussmöglichkeiten hatten.

    Beispiel: Fw.(später Leutnant) Erwin Fleig, Katschmarek bei Werner Mölders, erzielte 6 Abschüsse bei der Luftschlachtum England.

    Später als Rottenflieger beim Kdr. I/JG 51, Hptm. Joppien, einige Dutzend (insgesamt hatte er 66 Abschüsse).

    Anderes Beispiel für die Wichtigkeit des Rottenfliegers:

    Major/Obstlt Friedrich Beckh, Kdr. IV./JG 51 später Kommodore (insgesamt 48 Abschüsse) war ein Mann, der in der Luft nichts sah und war auf seine Rottenflieger angewiesen, die ihn an den Gegner heranführten, und oft genug kamen sie vor ihm zum Schuss.

    Grüße

    Gebhard Aders