Posts by Aders

    Guten Tag,

    gehen wir mal von der Vorkriegsituation aus, und da gab es ganz unterschiedliche Vorgehensweisen. In einigen Staffeln bestimmte der Kapitän, wer Rottenführer und wer Rottenflieger war - da ging es nach Dienstgrad=Dienstalter=mehr Flugstunden.

    Ein StaKa, der ein Auge und ein Gefühl für die fliegerischen Eigenschaften seiner Männer hatte, konnte hier regulierend eingreifen. Aber aus Gründen der Disziplin blieb es meist dabei, dass der höhere Dienstgrad Rottenführer war.

    Nach Kriegsbeginn konnte sich die Lage ändern. Zum einen gab es Rivalitäten unter den Dienstgraden um besonders gute Rottenflieger, die im Kurvenkampf nicht abplatzten. Sodann wurden kampferfahrenen Unteroffizieren/Feldwebeln von den Schulen frisch hinzugekommene Leutnants als Rottenflieger zugewiesen.

    Bei den Gruppen und Geschwaderstäben war es in der Vorkriegszeit meist so, dass die Adjutanten die Rottenflieger beim Kommandeur bzw. Kommodore waren, was nur gelegentlich in der Kriegszeit beibehalten wurde.

    Das war so den vielen Gesprächen zu entnehmen, die ich im Lauf der Jahrzehnte mit ehem. Jagdfliegern geführt hatte. Und so mancher Kaczmarek sagte mir sinngemäß: "Wir waren ja eine Kampfgemeinschaft, und wenn mein Rottenführer einen Abschuss erzielt hatte, hatte ich gefühlsmäßig auch meinen Anteil dazu beigetragen, und wenn es nur darum ging, als "Luftzeuge" den Abschuss zu bestätigen. Besonders bei Einsätzen gegen 4-mots hat mir der "Alte" immer auf die Schultern geklopft, wenn er einen Abschuss erzielt hatte, und er hat immer "WIR" gesagt."


    Beste Grüße

    G. Aders

    Guten Tag,

    es war ja nicht grundsätzlich so, dass der Rottenflieger keine Abschussmöglichkeiten hatten.

    Beispiel: Fw.(später Leutnant) Erwin Fleig, Katschmarek bei Werner Mölders, erzielte 6 Abschüsse bei der Luftschlachtum England.

    Später als Rottenflieger beim Kdr. I/JG 51, Hptm. Joppien, einige Dutzend (insgesamt hatte er 66 Abschüsse).

    Anderes Beispiel für die Wichtigkeit des Rottenfliegers:

    Major/Obstlt Friedrich Beckh, Kdr. IV./JG 51 später Kommodore (insgesamt 48 Abschüsse) war ein Mann, der in der Luft nichts sah und war auf seine Rottenflieger angewiesen, die ihn an den Gegner heranführten, und oft genug kamen sie vor ihm zum Schuss.

    Grüße

    Gebhard Aders

    Guten Abend, Dieter,

    auf dem Foto mit der Do 217 legt da am Platzrand ein ziemlicher "Dobbas" - m.A. nach erheblich größer als ein 1-Zentner-Bömbche, scheint mir auch größer als eine 250er zu sein.

    Beste Grüße

    G. A.-

    Guten Tag,

    am Rand der Gestrüpps hinter der Do 217 (KG 100, vorn rechts Major Bernhard Jope) liegt ein dicker "Knallkörper".

    Was ist das für eine Bombe? Könnte es eine SC 1000 sein?


    Danke für Eure Auskünfte

    Euer

    G. Aders

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    • Jope1.jpg

      (245.76 kB, downloaded 142 times, last: )

    Guten Tag,

    hier eine Personensuche:

    Oblt. Dieter Voigt, *9.12.1919, + 21.4.1942 Augusta ( Sizilien).

    Nach Auskunft einer Nichte soll er Anfang in Gilze Rijen stationiert gewesen sein, bevor seine Einheit nach Catania verlegte.

    Das deutet auf NJG 2 hin - nur habe ich Voigt nicht unter den Verlusten des NJG 2.

    Wer weiß mehr?

    Besten Dank und Gruß

    Gebhard Aders

    Guten Tag,


    "auffindbar" ist ein wichtiges Stichwort.

    Hier ein Negativbeispiel:

    Vor vielen Jahren zeigt mir ein Kollege, Leiter eines schwäbischen Stadtarchivs ein dickes Fotoalbum, dass der Kommandeur einer dort stationierten US-Pioniereinheit bei der Rückverlegung in die USA dem Bürgermeister des Standortes übergeben hatte. Das enthielt großformatige Fotos von der Aufstellung 1942 in den USA, von den Einsätzen in Nordafrika, Sizilien, Italien und vom Kriegsende 1945 in Bayern.

    Der Bürgermeister hatte das Album dem Stadtarchiv übergeben, und hier hat es jahrzehntelang keiner eingesehen.

    Ich empfahl dem Archivar, das Album an US-Nationalarchiv zu übergeben - und dort war man überglücklich.


    Meine Empfehlung: Den Nachlass an das Bundesarchiv-Militärarchiv übergeben und das Archiv des ursprünglichen Standort des Vaters über dire Abgabe informieren oder Kopien/Scans diesem Stadtarchiv übergeben.

    Mit freundlichen Grüßen

    G. Aders

    (25 Jahre Leiter eines Kommunalarchivs im Rheinland)

    Danke, Danuser,


    Herr Dr. Siewert ist Sprachwissenschaftler. In diesem Büchlein (48 Seiten Text, 24 €) befasst er sich aber mit einem höchst komplexen Spezialgebiet des Luftkriegs und das überforderte ihn.

    Besorgt Euch mal das Büchlein trotz des heftigen Preises und urteil selber.

    Die Schallplatte - eine wirklich Rarität - wurde nach Ansicht des Autors von britischen Dienststellen während der Battle of Britain aufgenommen. Wenn man die beigefügte CD abhört, wird man feststellen, dass es der Funkverkehr zwischen Jägerleitstellen und Nachtjägern ist.

    Beste Grüße

    Gebhard Aders

    Guten Tag,

    in diesem Jahr erschien ein Büchlein mit dem Titel "Pauke, Pauke - Tarnsprache der deutschen Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg". Verfasser ist ein deutscher Sprachwissenschaftler, der schon mehrere Veröffentlichungen über "Sondersprachen" geschrieben hat. Über den linguistischen Teil kann ich kein Urteil fällen, Über das, was zur Entstehen der Deckworte und ihrer Verwendung geschrieben ist, "schweigt des Sängers Höflichkeit" - da möchte ich mich noch mit dem Autor in Verbindung setzen.

    Basis seiner Arbeit sind eine aus dem Krieg stammende britische Schallplatte, auf der deutscher Funksprechverkehr zu hören ist und lediglich zwei Luftwaffen-Deckwortverzeichnisse. , sodann hat er als "Archivalien" einige mihr dubios erscheinenden Internetseiten aufgeführt, darunter das Computerspiel "Sturmovik", bzw. die da zu hörenden Deckworte im Funksprechverkehr".- Nur sind darunter einige Ausdrücke/Deckworte, die in keinem der mir vorliegenden deutschen Quellen vorkommen. Preisfrage: Haben die Macher von Sturmovik.de viel Fantasie und Schneegestöber produziert oder hatten die russische Auswertungen deutschen Funkverkehrs?

    Beste Grüße

    Euer

    G. Aders

    Guten Tag,

    In diesem FS könnte man "Wolf" auch als eine bestimmte Fertigungstätte interpretieren.

    Gäbe das einen Sinn?

    Beste Grüße

    Gebhard Aders

    Guten Tag, Uwe,

    von wann stammt das Fernschreiben?

    Wolf für ein F.W.-Flugzeug wäre ungewöhnlich, da diese Firma soweit bekannt nur Vogelnamen verwendete. Allerdings hat Hitler im März 45 neue Suggestivnamen für Flugzeuge befohlen. Die Liste dieser Namen habe ich nicht - leider. Vielleicht ist Wolf dabei?

    Beste Grüße

    Gebhard Aders

    Danke, Thilo,

    Schreibfehler ist möglich,. Steht so bei Boog, Die Deutsche Luftwaffenführung 1935-1945, S. 628.


    Beste Grüße

    G. Aders

    Guten Tag,

    1945 gab es beim OBdL in der Amtsgruppe Flakentwicklung und Flakrüstung die Dienststelle "Vesuv- und Sondermunition".

    Hat jemand eine Ahung, was das sein könnte?

    Dank und Gruß

    G. Aders

    Guten Tag in die Runde,

    weiß jemand, bis wann die 1936 erstellte LDv 421 Gültigkeit hatte?

    In der ersten Fassung von '36, verbessert '38, war für den Funkverkehr der Kampfflieger noch ein höchst kompliziertes verschlüsseltes Tastfunkverfahren vorgeschrieben, Jäger und Stukas konnten im Klartext sprechen (wenn sie hochdeutsch sprachen), Deckworte konnten im Einzelfall befohlen werden. Beispiel: "Hier Otto 1 - melde Motorpanne, muss notlanden - Schluss" - 1943 wurde daraus: "Pferd lahmt - mache kleinen Rutsch".


    Ab wann hatte die in verschiedenen Versionen überlieferten Deckwortverzeichnisse Gültigkeit?


    Dank und Gruß

    Euer

    Aders

    Tja, Manni,

    das wird ja immer mysteriöser.

    Die Franzosen flogen B-26, operierten aber nicht so weit nördlich, d.h., der Main war so etwas die Nordgrenze.

    Die 2. TAF hatte auch Niederländer, die diese Luftflotte operierte m. W. nichtz so weit südlich.

    Noch ein Tip: Im Kreisarchiv Berg. Gladbach gibt es eine Akte der Polizei, In der Auskunft an die All. Militärbehörde erteilt wurde über abgestürzte und bruchgelandete Flugzeuge.

    (Die Akte habe ich selbst benutzt) Wenn die Mühle auf Langeler Gebiet runtergekommen ist, müsste sie dort erfasst sein. Auch mal im Kreisarchiv Siegburg checken - diese Anfrge der Alliierten Militärbehörden gingen ja an alle Landkreise.

    Zur Not muss im Nationalarchiv Washington recherchiert werden, d.h,, gegen Honorar muss man einen der professionelle Rechercheure einschalten, die das Archiv vermittelt.

    Viel Erfolg!

    Gebnhard Aders

    Hallo Wolfgang,

    danke für die interessanten Dokumente.

    Ich bin nach wie vor skeptisch, ob es diese "Knallbonbons" wirklich gab.

    1. Die hier gezeigten Berichte stammen nur aus dem Zeitbereich Mai bis Oktober 1942,

    2. Sie stammen nur aus dem Bereich HGr Mitte.

    3. Wenn die "Minibomben" so berührungsempfindlich gewesen sein sollen, wieso sind sie nicht hochgegangen, als man sie ablegte? Waren es vielleicht nur kugelförmige Sprengfallen?

    Überzeugen würden mich russische Quellen, die die Entwicklung, Herstellung und Verwendung solcher Sabotagemittel belegen.

    Beste Grüße

    G. Aders