Posts by Aders

    Hallo Markus,

    bei diesen Filmen handelt es sich um Mikrofilme, die Ende 1944 von den Karteikarten mit Abschussansprüchen fliegender Verbände und Flak.

    Diese Karteikarten wurden bei der Dienststelle "General für Auszeichnungs- und Disziplinarwesen" geführt.

    Die Originalkarteikarten sind nicht mehr erhalten, die Mikrofilme sind auch nicht komplett; sind heute im BA-Militärarchiv Freiburg.

    Von den Filmen habe ich mir Kopien machen lassen, allerdings nur von Abschüssen von Westgegnern.

    Die Eintragunen auf den täglich angelegten Karteikarten enthalten Angaben über Tag, Uhrzeit, Ort (entweder Planquadrat oder Ortsangabe), Einheit, Abschießender, Vermerk über die Anerkennung.

    Bei den Ortsangaben ist Vorsicht geboten. Erstens wußten die Flugzeugführer oder die Besatzung auf nicht genau, wo sie sich zum Zeitpunkt des Abschusses befanden, zweitens gab es bei der telefonischen Durchsage von der Stafffel nach Berlin Fehler bei der Schreibweise ausländischer Ortsnamen.

    Übrigens sind die Mikrofilme oft sauschwer zu lesen: Die Karteikarten waren aus grau-beiger Pappe, die Eintragungen (in Sütterlin, oft mit Sauklaue geschrieben) manchmal mit Blei- oder Kopierstift, also minimaler Kontrast, was den Film oft überforderte).

    Mit besten Grüßen

    Gebhard Aders

    Guten Tag,

    mir liegen eine Abschussmeldung und eine Bruchmeldung einer Lancaster vor, die am 6.10.44 bei Goch runtergekommen ist. Beansprucht haben den Abschuss die 2. und 3./476.

    Wo war deren Stellung? lt. LdW und den Angaben von -Michael Holm lag die 2./476 bei Magedburg, was aber nicht stimmen kann.

    Hat jemand konkretere Angaben?

    Dankeschöön im Voraus

    Euer G. Aders

    Liebe Kollegen,

    möglicherweise bin ich mit meiner Anfrage im falsche Forum - wenn ja, bitte ich um Tipps, wo ich meine Frage stelllen kann.

    Also:

    Im Sommer 1940 flog das RAF-Bombercommand 15 Angriffe auf den Dortmund-Ems-Kanal an der Emsüberführung nördlich von Münster - nur einer hatte vorübergehend Erfolg, dass ein Kanalstück auslief.

    Die Night Air Raid Repots habe ich.

    Was mir fehlt:

    Britische Angaben über die Strategie über die Stillegung des Nord-Süd-Schiffsverkehrs auf dem D-E-K.

    Zweitens: Angaben über den Flakschutz im Bereich des sog. K-Ü nördlich von -Münster und über den bei Gravenhorst, auf des 1944 schwere Angriffe geflogen wurden.

    Vielen Dnk

    Euer

    Gebhard Aders

    So, Kollegen,

    ich habe heute die Akte des Kreisarchivs Warendorf zu Gesicht bekommen - hier ist die Story, die der Schreiber der Kriegschronik "für derart unsinnig" hielt, "das sie der Nachwelt überliefert werden muss".

    Also: In der Nacht zum 28. Juli seien 5 Liliputaner aus einem Flugzeug abgesprungen, 3 dieser "Kerlchen" (so!) seien von der Polizei festgenommen worden. Sie seien um die 1,10 M groß gewesen und hätten auffallend dicke, wulstige Lippen gehabt. Sie seien mit überaus grell leuchtenden Taschenlampen ausgerüstet gewesen, mit denen sie Blinksignale an britische Flugzeuge geben sollten, wie einer von ihnen gestand, um die Bomber auf militärisch und wirtschaftliche Ziele hinzuweisen. Es seien eine ganze Menge dieser "Artgenossen" über Deutschland abgesprungen.


    Dieses Gerücht fehlt in meiner Sammlung - bisher kannte ich nur, dass Kommunisten aus Dachluken, Zigeuner aus ihren Wagen, Polen und Kriegsgefangenen solche Blinkzeichen gegeben haben sollen.


    Beste Grüße

    Euer

    Gebhard Aders

    Guten Tag,

    mein Vater hat als Referendar auch an diese Lehrgängen teilnehmen müssen, mit dem Ergebnis, dass er seine juristische Laufbahn abbrach und Archivar wurde (da im Staatsdienst, musste er auch Parteimitglied werden).

    Was mich beeindruckt hat, war, dass dieser alles andere als sportlicher Mann beachtliche Zeiten bei Gepäckmärschen hingelegt hat - da würde heute mancher BW-Grundausbildner aufgeben.

    Beste Grüße

    G. Aders

    Guten Tag zusammen,

    wie vielleicht einige von Euch wissen, sammele ich Kriegsgerüchte - dabei stieß ich dieer Tage auf etwas kurioses: Im Kreisarchiv Warendorf (Münsterland) gibt es einen Bericht vom Juli 1940 über Absprünge von Liliputanern, die Sabotage verursachen sollten. Meine Frau erinnerte sich, dass nach dem Krieg davon erzählt wurde, dass auch im Kreis Steinfurt Liliputaner aus britischen Flugzeugen abgesetzt worden seien.

    Kennt jemand solche Stories auch aus anderen Gegenden.


    Beste Grüße

    Euer

    Gebhard Aders

    Guten Tag,

    an diesem Tag beanspruchte die "behelfs[mäßig] mot[torsierte] Abteilung 282 einen Lancaster-Abschuss um 15.42H im Planquadrat 7N84c.

    Meine Frage dazu: Wo lag damals die Abteilung und wo war dieses Planquadrat?

    Danke für Eure Hilfe!

    Beste Grüße

    G. Aders

    Guten Tag,

    diese Karte ist in der Tat rätselhaft, jedenfalls für mich – etwas vergleichbares habe ich in meiner langjährigen Beschäftigung mit Reichsluftverteidigung noch nicht gesehen.


    Die Literaturstelle über Scheinanlagen mit der Erwähnung von „Flaksprengpunkten“ kenne ich, bringen sie aber nicht in Zusammenhang mit der Karte. Ich vermute hier eher – wie von Uwe dargestellt – eine Orientierungskarte für Tagjäger, ich vermute aus der Zeit um 1941, da einige Flugplätze, besonders die von der Nachtjagd genutzten fehlen. (Dass aber auch einige gut ausgebaute wie Bönninghardt und Köln-Ostheim fehlen, ist schon merkwürdig).


    Als Orientierungshilfe für Flüge oberhalb der Wolkendenke nachvollziehbar wären die Fesselballon mit großen Buchstaben – aber wie hoch könnten die steigen?


    Flaksprengpunkte zur Orientierung wären auch denkbar – aber wie hätte die Anforderung zum Schießen laufen sollen?


    Alles schon recht eigenartig.


    Mit etwas ratlosen Grüßen

    Gebhard Aders

    Sorry, Karl-Heinz,

    dass ich mich mit dem Jahr vertan habe:

    Also für den 30.Nov. 43 habe ich folgende Abschussansprüche:

    Fw. Otto Florian, 4./JG 3, Herausschuss einer B-17 aus der Formation nw von Roermond,

    einen weiteren Herausschuss im Raum Köln durch Oblt. Herbert Schramm, 5./JG 27.

    Es gab also keine Meldung über einen beobachtzeten Abschuss und Absturz bei Düren,

    aber es ist denkbar, dass eine nw von Roermond schwere getroffene B-17 langsam Höhe verlor und irgendwo zwischen Aachen und Köln von der Besatzung aufgegeben wurde.

    Beste Grüße

    Gebhard Aders

    Guten Tag,

    ich fürchte, die Chancen stehen nicht gut.

    Bei den Abschussansprüchen von Jagd- und Flakverbänden, die beim General für Auszeichnungs- und Disziplinarwesen in eine Kartei eingetragen wurden und im Bundesarchiv Freiburg als Mikrofilme vorhanden sind (ich habe Duplikate davon) fehlen die Eintragungen zwischen dem 26.November und 4. Dezember 1944.

    Meine seit Jahrzehnten geführte Kartei über Flakabschüsse der 7. Flakdivision Köln hat für den 30. November auch keinen Eintrag.

    In der Regel gebe ich den Tipp, in den Kommunalarchiven die Volksschulchroniken einzusehen, die als regelrechte Kriegschroniken geführt wurden, aber angesichts der Kriegszerstörungen im Herbst 44 und der Aktenverluste bei den Auslagerungen ins Rechtsrheinische dürften die besagten Schulchroniken nicht mehr vorhanden sein.

    Mit besten Grüßen

    Gebhard Aders

    Guten Tag,

    Vor etlichen Jahren hat Dr. Klaus Kirchner 22 Bände

    "Flugblatt-Propaganda im 2. Weltkrieg" herausgegeben - großformatige Bände mit farbigen Abbildungen und mit Angaben über den Einsatz dieser Flugblätter.

    Band 2 ist "Flugblätter aus Deutschland 1939/1940 : Bibliographie, Katalog / [Hrsg.:] Klaus Kirchner Klaus Kirchner , Erlangen, Verlag D u. C, 1982.

    Viele dieser Blätter, die 1939-40 über Frankreich abgeworfen wurden, sollen Misstrauen zwischen französischen und britishen Truppen sähen. Sie zeigen französische Soldaten an der Front und Briten, die sich im Hinterland mit französischen Frauen sexuell amüsieren.

    Beste Grüße

    Gebhard Aders

    Hallo Dennis,

    weil ich mir vor vielen Jahren das Findbuch des Bestandes BR 1131 kopieren durfte . Schau auch mal in die Akte Nr. 91: "Luftschutzmeldungen und Besondere Vorkommnisse Juli 1943".

    Beste Grüße

    Gebhard Aders