Posts by MHR

    Hallo Frank,


    danke für Deinen Zwischenbericht. Ich würde mich vertrauensvoll an ein Antiquariat in Deiner Nähe wenden und prüfen, ob die das gesuchte Buch beschaffen können. In Wuppertal-Elberfeld gibt es ein kleines Antiquariat ("Bücherkiste") in der Nähe des Rathauses, bei dem ich gegen einen kleinen Aufschlag auf den Drittverkaufspreis aus dem Internet o.ä. bislang - fast - jedes Buch bekommen habe, das ich kaufen wollte (der Betreiber kennt auch das Forum und ist militärhistorisch interessiert). Ein entsprechend fähiges Antiquariat sollte es auch bei Dir in der Nähe geben, oder einfach mal unverbindlich in Wuppertal anrufen ...


    Horrido,


    Marcus

    Hallo Peter,


    Deine Frage wird man auch nur schwer pauschal beantworten können. Ein kluger Kommandeur wird wohl kaum ein Erschießungskommando aus den Stubenkameraden des Delinquenten gebildet haben - wenn er keine Meuterei anzetteln wollte. Erschießungskommandos hat es aber gegeben - das wird kaum der Kern Deiner Frage sein. Dass Soldaten nicht gezwungen wurden, an einem Erschießungskommando teilzunehmen, ist meines Wissens zu den Einsätzen der Ersatzpolizeibataillone im Zusammenhang mit der Ermordung von Juden überliefert. Ich glaube dagegen kaum, dass es besonders ratsam war, etwa bei der Erschießung der Aufständischen des 20. Juli 1944, bei der Erschießung der Verteidiger der Brücke von Remagen oder bei der Erschießung von echten oder vermeintlichen Deserteuren die Mitwirkung zu verweigern - die Folgen eines solchen Verhaltens dürften absehbar sein.


    Horrido,
    Marcus

    Hallo Marco,


    ich wundere mich sowohl über das Thema als auch über dessen Ausformulierung. Die Waffen SS von der Gründung bis zum Kriegsende wäre schon ein besonders umfangreiches Thema, wie hier schon angemerkt wurde. Aber wer stellt eine solche Aufgabe mit dem Zusatz "unter Himmler"? Soll sich Dein Sohn allen Ernstes sowohl mir der ganzen Geschichte des Waffen SS als auch mit der Person des Kriegsverbrechers und seinem Einfluß auf die Waffen SS auseinandersetzen? Je länger ich darüber nachdenke, dass ein Schüler der 10. Klasse mit diesem Thema beschäftigt wird, desto mehr wandelt sich mein anfängliches Wundern in Fassungslosigkeit. Wes Geistes Kind ist denn der Lehrer, der solch eine Aufgabe stellt?


    Horrido,
    Marcus

    Hallo zusammen,


    danke für die schon recht zahlreichen Beiträge, die ich gerade in der Gesamtschau sehr interessant finde. Welche Bedeutung die Ehre früher hatte, kann man auch aus dem Aufbau des Strafgesetzbuches ablesen. Ganz vorne steht der Allgemeine Teil und dann kommen im Besonderen Teil zunächst die Staatsschutzdelikte unmittelbar gefolgt von den Ehrdelikten - und Diebstahl, Raub, Mord, Totschlag, Urkundenfälschung, Brandstiftung usw. kommen erst danach.


    Horrido,
    Marcus

    Hallo zusammen,


    hier der offensichtlich nötige Rettungsversuch:


    Neben der wohl unzweifelhaft imponierenden Persönlichkeit Bahrs - die hier aber nicht ausgiebig gewürdigt werden soll/muss, zumal ich kein "Sozl" bin - ist das eigentlich interessante Thema die Anwendung des Erlasses des Reichswehrministers vom 28. Februar 1934 über die Anwendung des § 3 (Arierparagraphen) des "Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" auf die Soldaten der Reichswehr. Im Dokumentenanhang des Buches "Das Heer und Hitler" von Klaus-Uwe Müller aus der Schriftenreihe des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes findet sich auf Seite 598 folgende "Endgültige Zusammenstellung der Zahl der durch die Einführung des Arierparagraphen betroffenen Soldaten der Reichswehr", die im Original die (einfache) Paraphe eines Majors i.G. Foertsch sowie in Rotschrift-Paraphe des (offenbar vorgesetzten) Generalmajors von Reichenau tragen soll:


    Heer:
    7 Offiziere
    8 Offiziersanwärter
    13 Unteroffiziere


    Marine:
    3 Offiziere, 1 fraglich
    4 Offiziersanwärter
    3 Unteroffiziere
    4 Mannschaften


    In Anbetracht des Blutzolles deutscher Soldaten jüdischen Glaubens und/oder Abstammung im I. Weltkrieg sind das natürlich überraschend wenig Betroffene.


    Horrido,
    Marcus

    Hallo Kordula,



    wenn ich mich recht erinnere, habe ich das Buch einmal in grauer Vorzeit als Referendar beim Kammergericht Berlin erworben:


    Norbert Haase, Das Reichskriegsgericht und der Widerstand gegen die nationalsozialistische Herrschaft, herausgegeben von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand mit der Unterstützung der Senatsverwaltung für Justiz, 1993.


    Kennst Du das schon? Ist ein durchaus interessantes Werk mit guten Texten und vielen Photos und abgedruckten Originaldokumenten. Es beinhaltet u.a. folgende Kapitel von unterschiedlichem Umfang:


    - Spuren des Unrechts, Berlin-Charlottenburg, Witzlebenstraße 4-10
    - Das militärische Strafrecht im Zweiten Weltkrieg
    - Der höchste Gerichtshof der Wehrmacht
    - Das Reichskriegsgericht und seine Richter
    - Todesurteile gegen Kriegsdienstverweigerer


    Mir hat schon immer der Gedanke gefallen, dass der frühere Sitz des Reichskriegsgerichtes später nach dem zum Tode verurteilten GFM v. Witzleben benannt worden ist.


    Horrido,
    Marcus

    Hallo Christiane,


    der Autor Ralf Rothmann liest z. Bsp. am 23. September 2015 in der transfer Buchhandlung in Dortmund Hörde aus seinem neuen Buch - da kann man sich einen direkten Eindruck vom Autor und vom Buch verschaffen und im Anschluß sicherlich auch Fragen stellen bzw. diskutieren. Sicherlich gibt es noch weitere Lesetermine, die vielleicht etwas näher an Deinem Wohnort liegen. So völlig überzeichnet wie oben angesprochen erscheint mir die Story auf den ersten Eindruck hin nicht, so dass sich das Lesen des Buches durchaus lohnen könnte. Standgerichte hat es 1945 zu Hauf gegeben und man mußte noch nicht einmal desertieren, um vor ein solches gestellt zu werden (man denke bspw. an die Verteidiger der Brücke von Remagen, die selbst nach damaligen Verhältnissen auf unzulässiger Grundlage abgeurteilt und erschossen wurden).


    Horrido,
    Marcus

    Hallo Evergreen,


    danke für das Einstellen der Übersicht, da sind ja eine Menge Informationen zusammengekommen. Auch wenn der Werdegang der Generalstabsoffiziere natürlich auf den ersten Blick etwas glamouröser erscheint (wie sollte das auch anders sein), sind es doch gerade die Schicksale der Mannschaften, Unteroffiziere und kämpfenden Offiziere, die den Krieg nachvollziehbar werden lassen.


    Horrido,
    Marcus

    Hallo zusammen,


    in der aktuellen Samstags-FAZ habe ich gerade gelesen, dass am Sonntag, dem 2. August 2015 um 22:00 Uhr im ZDF die polnische Produktion "Warschau 44" gezeigt wird. In der FAZ vom 1. August 2015 findet sich hierzu auf Seite 14 eine Vorbesprechung von Ursula Scheer. In diesem Film, bei dem es sich um die bislang teuerste polnische Produktion handeln soll, wird der Aufstand der polnischen Heimatarmee 1944 offenbar sehr aufwendig dargestellt - man darf gespannt sein. Der Regisseur versteht sein Werk nach der Darstellung von Ursula Scheer als Gegenstück zum erst kürzlich gelaufenen deutschen Film "Unsere Mütter, unsere Väter". Ich denke, ich werde mir den Film am Sonntag mal ansehen.


    Horrido,
    Marcus

    Hallo Roy,
    da hast du Dir ja ordentlich Mühe gemacht - vielen Dank. Liegen Dir ggfls. Stammtafeln zum PiBtl 353 und/oder sonstige Original-Unterlagen dazu vor? Wenn ja, wäre das für mich von großem Interesse - die Berichte Paul Mahlmanns aus den NARA-Unterlagen habe ich aber bereits.


    Horrido,
    Marcus

    Hallo rebelau,


    das Buch von Ungvary hat einen Umfang von mehreren hundert Seiten - ein bißchen viel zum Kopieren. Ich gucke mal, wie umfangreich das Inhaltsverzeichnis ist. Ich habe das Buch im Antiquariat meines Vertrauens gekauft für knapp 10 Euro, wenn ich mich recht entsinne. Auszüge zu bestimmten Themen oder Zeiten kann ich Dir aber gerne auch so anfertigen und schicken.


    Horrido,
    Marcus

    Hallo Rebelau,


    ich habe das Buch "Die Schlacht um Budapest" von Krisztian Ungvary, in dem auch die Operationen Konrad I - III behandelt werden. Wenn Dich daraus etwas interessiert, lass es mich wissen.


    Horrido,
    Marcus

    Hallo zusammen,


    in der FAZ vom 10. Juni 2015 ist auf Seite 3 ein - nahezu - ganzseitiger Artikel mit dem Titel "Die Last der Liste" von Reiner Burger und Alexander Haneke abgedruckt, in dem u.a. der Gang der aktuellen Ermittlungen zum Massaker von Oradour dargestellt wird. Leider ist in dem Artikel u.a. auch von einer "SS-Division "Der Führer"" die Rede, so dass man sich spontan fragt, wie ordentlich die Geschichte recherchiert - bzw. wo die Geschichte abgeschrieben - worden ist. Dennoch erscheint mir an dem Artikel einiges lesenswert, so dass ich hier kurz darauf hinweisen wollte.


    Horrido,
    Marcus

    Lieber Evergreen,


    ich denke, alle hier können Deine Freude und Begeisterung nachvollziehen - und freuen sich mit Dir. Danke Dir für Deine Worte der Anerkennung - die deutlich werden lassen, dass jede Antwortzeile in diesem Thread offensichtlich "gut investiert" war. So begeistert man Mitglieder des Forums, sich beim nächsten Thread wieder "etwas rein zu hängen"! Poste doch bei Gelegenheit ein paar mehr Details zu den Ergebnissen der WAST-Auskunft - so was wird hier auch gerne und intensiv gelesen - und vielleicht auch diskutiert.


    Horrido,
    Marcus

    Hallo zusammen,


    neulich habe ich entweder in der FAZ gelesen oder im Fernsehen/Radio gehört (kann mich leider nicht mehr genau erinnern), dass im Rahmen einer Rückzugsoperation an der Ostfront die Evakuierung von Heereseinheiten durch die Marine beantragt wurde (ich meine, es ging um die Halbinsel Kertsch oder die Krim?). Der Antrag auf Evakuierung wurde jedoch mit fragwürdiger Begründung abgelehnt, worauf ein betroffener Divisionskommandeur in seiner Wut über die Entscheidung eine - verbotene - Duellforderung (an den verantwortlichen Admiral?) übermittelt haben soll. Ich finde das so schneidig, dass ich gerne die näheren Hintergründe und die beteiligten Personen kennen würde. Kann mir da vielleicht jemand weiterhelfen?


    Horrido,
    Marcus

    Hallo Uwe,


    dieses Jahr fahre ich - leider ? - wieder nach Italien. Falls sich hier niemand auf Deine Anfrage findet, gebe ich Dir den Tip, über den Volksbund einen Blumenstrauß oder Kranz am Grab niederlegen zu lassen und in diesem Zusammenhang für ein paar Euro mehr (ist nicht teuer!) ein Belegphoto mit zu bestellen. So kann man ganz leicht eine schöne Geste mit der Erfüllung des Photowunsches kombinieren und zudem das Motiv "aufwerten". Die Photos, die ich auf diese Weise vom Volksbund bekommen habe, waren jedes Mal sehr gelungen, so dass ich mich jeweils sehr gefreut habe.


    Horrido,
    Marcus