Posts by medkom

    Hallo Uli, hallo Mitleser und Interessierte!


    Danke für das Bild!


    Gibt es einen Anhaltspunkt für die Ausrichtung des Bildes und der Aufnahmehöhe?

    Ich drehe und wende das Bild jetzt seit über einer Stunde hin und her und kann aktuell die Lage nicht abschätzen.

    Leider kann ich als Laie durch Heranzoomen auch nicht unterscheiden, ob es sich bei der geraden Linie, die von der Bildmitte unten nach rechts oben verläuft, eine Straße ist oder eine Bahnlinie.


    Ich bin für Anhaltspunkte und Hinweise offen und dankbar!


    Viele Grüße!


    Kai

    Hallo zusammen,


    jetzt bin ich gleich ganz unruhig. Das ist ja der Hammer!


    Nur leider habe ich hier ein kleines Problem. Ich bin zu doof, um wie Uli, das Bild per FTP zu laden. Da fehlt mir irgendwie der technische Hintergrund.


    Uli, kannst Du mir das Bild/die Datei irgendwie zukommen lassen. Per persönlicher Nachricht oder Mail? Ich würde so gern das kleine Bild aus Deinem Post etwas heranzoomen.


    Vielen lieben Dank!


    Kai


    (Bearbeitung wegen grammatikalischer Fehler)

    Hallo zusammen,


    ja Dmitry, das passt dann wohl alles ganz gut zusammen und ergibt ein Bild.


    Die Verortung, die in der Flugfeldübersicht benannt wurde, stimmt exakt mit deinen letzten beiden Karten überein.

    Auch die Berichte der Rumänen und der Gruppe Immelmann passen ins Bild, denn das Bodenpersonal (Fliegerhorst-Kommandantur (E) 18/VI) wurde nach dem 23.11.42 laut dieser Berichte vor Ort zur Verteidigung belassen.

    Und es passt zu den Luftbildern und der X-Struktur, die mfpb330 erklärt hat.


    Kann eventuell noch jemand etwas zu den Strukturen sagen, die sich nord-östlich der X-Struktur befinden? Ich habe die Bilder bereits im ersten Post angehangen. Die Strukturen sind irgendwie sonderbar...


    Marinowka Karpowka.jpgevtlFlugfeld1Details.pngevtlFlugfeld1DetailsII.png


    Direkt zu Google-Maps


    Durch die unmittelbare Nähe zur Front, ist dieses Flugfeld nie wirklich effektiv (sofern davon jemals die Rede sein konnte) zum Einsatz gekommen und ist demnach bedeutungslos für den weiteres Verlauf geworden.

    Deswegen scheint es dann auch in Vergessenheit geraten zu sein.


    Ich danke nochmals allen, die sich hier beteiligen. Ganz große Klasse!


    Vielen Dank!


    Kai

    Hallo Nickolay,


    Danke für den Link und die Markierung des Bahnhofs. Das erleichtert das Finden!


    Jetzt bin ich gespannt, was Dmitry gefunden hat und. Mal sehen, ob es sich mit deinen Erkenntnissen deckt oder sich etwas neues ergibt.


    Eigentlich unglaublich, dass ein Flugfeld - dazu auch noch eines, das im Kessel lag (auch wenn es vermutlich nur kurz (bis Ende Nov. in Betrieb war)) - einfach so "verschwindet".

    Kaum Material ist zu finden, es findet sich hier und da mal eine ganz knappe Erwähnung (als Ortangabe, aber auch als Flugfeld) in ein Sachbüchern oder auch in Erinnerungsberichten von Soldaten, aber ansonsten: Vom Erdboden verschluckt - im wahrsten Sinne.


    Viele Grüße!


    Kai

    Hallo Nickolay,


    vielen Dank für Deine Zuarbeit und das neue, sehr spannende Material. Die Berichte sind wirklich super!

    Könntest Du einen Link oder einen größeren Ausschnitt der Karte "Flugplatz" noch hier ins Forum stellen? Ich kann leider die Lage mit Google-Maps nicht so recht bestimmen.


    Vielen lieben Dank!


    Kai

    Hallo zusammen,


    ich freue mich wirklich sehr, dass in so kurzer Zeit so viele Infos zusammengetragen wurden!


    Ich versuche es mal der Reihe nach:


    Eumex: Danke für diese Info. Die Frage, die sich für mich ergibt: Wurden einem die Schuhe zugeteilt? Konnte man sich diese "wünschen" (evtl. auch aus gesundheitlichen Gründen) oder ergab sich das aus der Aufgabe bei der Luftwaffe? Es wäre mir grundlegend eigentlich überhaupt nicht aufgefallen, wenn er nicht auf zwei Gruppenbilder aus unterschiedlichen Jahreszeiten eben immer der einzige mit diesen Schuhen war.


    mfpb330: Auch Dir vielen Dank, dass Du Dich der Aufnahmen gewidmet hast. Das ist eine gute und wichtige Info für mich! Da sich das X mit den Koordinaten der Flugfeldübersicht deckt, könnte es sich also tatsächlich um das Flugfeld handeln. Ich bin bei meinen Recherchen immer wieder auf die Bezeichnung "Karpowka" und "Karpowka-West" gestoßen, so als handelte es sich dabei um zwei unterschiedliche militärische Punkte. Evtl. markiert das X Karpowka-West, denn die Lage ist ja bekanntlich westlich von Karpowka.


    Dmitry: Auch diese Karten/Schema sind interessant. Und es stimmt, man kann die Karten gut nebeneinander bzw. übereinander legen. Ich habe das mit dem beigefügten Bild gemacht und die Stelle mit den Koordinaten der Flugfeld-Übersicht markiert. Nun bin ich sehr gespannt auf Deine weitere Recherche und die Bilder, die uns/mir das Flugfeld zeigen. Ich bin gespannt wie ein kleines Kind an seinem Geburtstag. :-)

    Artillerie-FS - evtlFlugfeld.jpg


    Viele Grüße!


    Kai

    Hallo Dmitry, hallo liebe Foristen,


    Dmitry, vielen herzlichen Dank für die Links und die Bilder! Das ist komplett neues Material für mich!

    Jetzt muss ich fast schon froh sein, dass ich kein Russisch kann, sonst würde ich die nächsten Tage und Wochen nichts anderes tun, als mich durch das Archiv zu arbeiten.


    Ich habe nun nochmals alles zusammengetragen, was ich über das Flugfeld in Erfahrung bringen konnte. Der Grund, warum das Flugfeld nicht auf den Dezember-Karten zu finden ist, könnte eventuell damit zu tun haben, dass das Flugfeld bereits gegen Ende November aufgrund der Frontnähe und verstärkter Angriffe durch Panzer und Infanterie aufgegeben wurde. Das deute ich zumindest so aus meiner Quellenlage.


    Geschichte Karpowka - Feldflugplatz:

    • westlichster Flugplatz zur Luftversorgung
    • Aufgabe: Aufklärung, Wetterflüge, freie Jagd
    • Stationiert waren u.a. Sturzkampfgeschwader 2 „Immelmann“ - Gruppen I, II und III, sowie rumänische Einheiten mit Bf 109G und Hauptmann Alexandru Serbanescu
      • Randbemerkung/Quelle: „Die unerbittlichen Kämpfe schritten bis zum Herbst 1942 fort, als man einsehen musste, dass das Aufhalten des sowjetischen Vorstoßes durch die Region nicht mehr möglich sei. Das Flugfeld des 7. Jagdgeschwaders bei Karpovka wurde am 22. Oktober (falsche: hier eigentlich 22. NOVEMBER) von sowjetischen Kräften eingeschlossen und eine Evakuierung wurde befohlen. Im Schneegestöber des harten Winters in Russland kam Şerbănescus Erfahrung als ehemaliger Gebirgsjäger eine Schlüsselrolle zu, als dieser das Kommando über die Verteidigung des Flugfeldes während dessen Evakuierung übernahm. Er verstärkte die beiden im zur Verfügung stehenden Flugabwehrbatterien indem er das Heck seiner Bf 109 auf Fässer stützte und ihre 20mm Kanonen gegen den Feind nutzte. Unter schwerem Beschuss schafften es elf Bf 109 abzuheben, jede von ihnen transportierte zwei bis drei Personen die sich in das enge Cockpit gequetscht hatten um zu entkommen. Acht entkamen dem sowjetischen Ansturm; drei wurden beim Abheben abgeschossen und zerstört. Şerbănescus schaffte es ebenfalls zu entkommen.“
      • Quelle: Ass des Monats - https://warthunder.com/de/news/1622--de
    • 22.11.1942 - erste Feindkontakte mit russischen Aufklärungsfahrzeugen sowie erste Kampfhandlungen mit Panzern und Infanterie auf Karpowka-West
      • Randbemerkung: deckt sich mit dem genannten Datum aus der Feldpost meines Urgroßvaters vom 16.12.1942; Zitat (ohne Rechtschreibkorrektur):
      • „ Endlich komme ich wieder einmal dazu, euch ein Lebenszeichen von mir zugeben, den seid dem 22.11. war es mir nicht möglich, euch ein par Zeilen zuschreiben. Seid dieser Zeit sind wir überhaupt auch nicht zur Ruhe gekommen, es soll nun heute oder morgen Hilfe von Westen aus kommen. Wo es natürlich auch höchste Zeit wird, den es gab schon allerhand Verwundete und auch einige Tode. Ich war bis jetzt mit einem Glück zur Stelle, aber sehr oft war ich auch in höchster Lebensgefahr [...]“
    • Nacht vom 22. auf 23.11.1942
      • Russische Panzer greifen an
      • 16 Bf 109G der rumänischen Luftwaffe starten zum Nachtflug (ohne entsprechende Ausbildung und Ausrüstung)
      • Eine Bf 109G erleidet beim Startversuch einen direkten Treffer
      • Zwei weitere Maschinen kollidieren beim Start, stürzen ab
      • Das Feuer der abgestürzten Maschinen erleuchtet das Flugfeld, so dass 8 Bf 109G „sicherer“ starten können und sich in Sicherheit bringen können (nach Morosowskaja und Tachinskaja)
    • Sturzkampfgeschwader „Immelmann“ wird verlegt nach Obliwskaja und Morosowskaja, das Bodenpersonal bleibt zum Erdkampf größtenteils zurück
    • somit ist das Flugfeld im Grunde genommen nicht mehr in Betrieb
    • 01.12.1942 - Feldpoststelle wird in Pitomnik eingerichtet - Zuführung nur noch über Morosowskaja
    • 10./11.01.1943 - Aufgabe des Standortes Karpowka
    • 15.01.1943 - mein Urgroßvater gilt als vermisst

    Das nur als Abriss dessen, was ich in Erfahrung bringen konnte. Wenn jemand weiterführende Infos dazu hat: Bitte, sehr gern und jederzeit!

    Weiterhin würde es mich immer noch freuen, wenn jemand etwas zu den Luftbildern aus meinem ersten Post sagen kann.


    Außerdem stelle ich hier gleich mal noch drei Bilder meines Urgroßvaters herein.

    Und wenn jemand von euch weiß, warum der Herr Urgroßvater Ernst Oskar Unger stets (und auf Gruppenbilder als EINZIGER) die Hosen über den Stiefeln trägt bzw. tragen darf, dann wäre das auch eine spannende Sache (fast schon ein Fun-Fact ;-) )

    Vielleicht kann einer von euch Experten ja auch das Flugzeug näher bestimmen (ich tippe auf AR96).


    Viele Grüße!


    Kai

    Hallo Uli, hallo Dmitry,


    Danke für eure Rückmeldung.


    Uli, genau aus dieser Quelle habe ich die Koordinaten. Dass das Flugfeld Karpowka in Marinowka war, halte ich für ausgeschlossen.

    In keiner meiner Quellen findet sich ein Hinweis darauf (z.B. Stalingrad (A. Beever), Stalingrad - Anatomie einer Schlacht (Piekalkiewitz), Landser Nr. 224 (ich weiß, keine historische Quelle), eigene Recherchen zur E18/VI, etc.)

    Auch wäre das ein Entfernungsunterscheid Luftlinie von fast 10km.


    Was sagt ihr zu den Luftaufnahmen?


    Laut der Koordinaten aus der Übersicht wäre das Bild "Prudboi" im Anhang der Standort, aber es sieht nicht danach aus...

    Das Bild "evtlFlugfeld1" sieht doch eher nach einem Flugfeld aus, oder?


    VG Kai

    Files

    Hallo zusammen,


    angestachelt durch die Feldpostbriefe meines Urgroßvaters, interessiere ich mich für einen bestimmten Ort am westlichen Kesselrand von Stalingrad.


    Im Speziellen geht es mir um den Feldflugplatz Karpowka (auch Karpovka). Auf diesem Feldflugplatz war mein Urgroßvater als Mitglied der Fliegerhorst-Kommandantur (E) 18/VI stationiert.

    Leider ist die Informationslage zu diesem Flugplatz sehr schwach. Berichte der Staffel Immelmann und der rumänischen Einheiten wurden mir von einigen Foren-Mitgliedern bereits zugearbeitet.


    Nun geht es mir um die genaue Lagebestimmung des Flugfelds. Anhand von google-Maps ging ich davon aus, dass es sich bei den folgenden Bildern um das entsprechende Flugfeld handelt. Allerdings stieß ich gestern auf die folgende pdf-Datei >> pdf-Flugfelder <<, welche andere Koordinaten ausspuckte. Ich würde euch nun gern ein paar Aufnahmen hier einstellen und bitte um eure Beurteilung. Solltet ihr weiterführende Infos zu diesem Flugfeld im Allgemeinen haben oder andere Infos hierzu, sind diese selbstverständlich auch sehr willkommen.


    Hier seht ihr das, was ich als vermeintliches Flugfeld deute >> KLICK <<

    Detailaufnahmen, die aussehen wie Befestigungsstellungen, setze ich in den Anhang.


    Folgt man den Koordinaten der Flugfeldübersicht, landet man hier >> KLICK <<

    Dort findet man zwar auch Strukturen, aber die passen für mein Dafürhalten in Größe und Form nicht so recht.


    Ich bedanke mich bereits im Voraus bei allen, die sich die Mühe machen und sich die Zeit nehmen, sich meinen Fragen zu widmen.


    Viele Grüße!


    Kai

    Hallo zusammen,


    ich konnte heute mit meiner Großmutter sprechen. Sie kannte das Foto und die Nachricht nicht, und störte sich an der Schreibweise in dritter Person.

    Sofort wusste sie zu berichten, dass die Frauen im Dorf Kontakte zu vermeintlichen Wahrsagerinnen pflegten, um etwas über ihre vermissten Männer zu erfahren.

    Sie war als Kind bei einem dieser Wahrsagerinnenbesuche im Nachbarort dabei.


    Somit ist die Nachricht schlüssiger. Es erklärt die Schreibweise in dritter Person und die Tatsache, dass der Name "Ernst" deutlich abgesetzt (weit unten) vom Text zu finden ist und sich keine Adresse auf der Karte/Foto findet.


    Irgendwie ist es auch eine sehr traurige Erkenntnis, die die Verzweiflung der Frauen und ihrer Kinder zeigt.


    VG Kai

    Hallo liebe Foristen,


    an diesem Wochenende ist mir ein Foto meines Urgroßvaters in die Finger gekommen. Als ich mir die Rückseite angesehen habe, fiel mir auf, dass dort mit Bleistift, kaum noch erkennbar, ein paar Zeilen geschrieben stehen.


    Vor längerer Zeit habt ihr mir schon so wunderbar helfen können, die Feldpostbriefe meines Urgroßvaters aus Stalingrad (Karpowka) zu entziffern.

    Feldpost aus Stalingrad (Karpowka) entziffern


    Deshalb setze ich meine Hoffnung erneut in euch. Ich habe versucht, das Beste aus den feinen, blassen Linien herauszuholen und hoffe, ihr könnt etwas erkennen.


    Ich wünsche euch allen derweil ein schönes Weihnachtsfest!


    VG Kai